Pa**** Geschrieben Dezember 25, 2025 Hallo Auch wenn es dieses Thema in anderer Form hier schon das ein oder andere Mal gibt, sie ist doch gerade in der Beziehungsform 24/7 Sehr schnell möglich für beide Seiten enorme Fehler zu machen, die am Ende böse Nebenwirkungen haben könnten. Daher bin ich auch jemand, der seine Grundsätze hat und von diesen auch nicht wirklich abdrückt. Da ich für mich sage, dass die Verantwortung, die mir von einer anderen Person übertragen wird, wenn nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, aber leider gibt es ja auch immer wieder Fälle, in denen man von etwas anderem überzeugt wird und man für seinen Standpunkt als altmodisch oder zu schwierig angesehen wird. Daher würde mich mal interessieren, wie ihr zu der Beziehungsform 24/7 steht und was für euch für Grundsätze vorhanden sein müssen, um über so eine Form der Beziehung nachzudenken.
lausitz112 Geschrieben Dezember 27, 2025 ich würde sagen der dom A hat seine und sub B hat ihre seite. und beide müssen eine gemeinsame finden. denke das es darüf die codewörter gibt.
Pa**** Geschrieben Dezember 27, 2025 Autor vor 51 Minuten, schrieb lausitz112: ich würde sagen der dom A hat seine und sub B hat ihre seite. und beide müssen eine gemeinsame finden. denke das es darüf die codewörter gibt. Ein interessanter Ansatz, aber der kommt doch auch nur zum Tragen, wenn beide in die Konversation treten.
Pa**** Geschrieben Dezember 27, 2025 Autor vor 11 Minuten, schrieb lausitz112: richtig sonst funktioniert ja alles nicht auch hier stimmen wir über ein, aber die Frage ist doch dann auch warum nehmen sich so wenige die Zeit, die es brauch.
lausitz112 Geschrieben Dezember 27, 2025 weil die eben keiner mehr aufbringen will. alles muss perfekt und ratz fatz gehen. schnelllebig eben hast du geduld?
Pa**** Geschrieben Dezember 28, 2025 Autor vor 15 Stunden, schrieb lausitz112: weil die eben keiner mehr aufbringen will. alles muss perfekt und ratz fatz gehen. schnelllebig eben hast du geduld? das ist wohl wahr, aber sich dann wundern, wenn etwas schiefläuft.
Wi**** Geschrieben Januar 16 Am 27.12.2025 at 21:05, schrieb Paradox: aber die Frage ist doch dann auch warum nehmen sich so wenige die Zeit, die es brauch Vorher stelle ich mir die Frage, wie du zu dieser Aussage kommst. Hast du den Überblick über die "Szene"? Meinst du deine einzelnen persönlichen Erfahrungen? Gibt es repräsentative Quellen? Oder ist es nur dein ganz persönlicher, gepflegter Pessimismus, den du verallgemeinerst? Am 25.12.2025 at 23:55, schrieb Paradox: Daher würde mich mal interessieren, wie ihr zu der Beziehungsform 24/7 steht und was für euch für Grundsätze vorhanden sein müssen, um über so eine Form der Beziehung nachzudenken. Ich verstehe die Frage nicht. Sind nicht die meisten Partnerschaften eine 24/7 Beziehungsform? Oder sprichst du von Dom/Sub Beziehungen, bei denen das Machtgefälle auch im Alltag besteht?
Cl**** Geschrieben Januar 16 vor 2 Stunden, schrieb Windgust: Oder sprichst du von Dom/Sub Beziehungen, bei denen das Machtgefälle auch im Alltag besteht? Habe die Frage so aufgefasst bzw. kenne die Bezeichnung „24/7“ aus diesem Zusammenhang. Allerdings habe ich Schwierigkeiten, den Inhalt des Ausgangsposts damit zusammenzubringen. Ich setze mich einfach mal hin und warte auf die Erleuchtung.
Wi**** Geschrieben Januar 16 Was eine 24/7 D/S Beziehung ganz allgemein ausmacht, kann man hervorragend Kieln (Achtung, ein neues Wort erblickt in diesem Moment das Licht der Welt). Falls du @Paradox konkrete Fragen hast, bitte raus damit. vor 10 Minuten, schrieb Cleo91: Ich setze mich einfach mal hin und warte auf die Erleuchtung. Schön, so hat es Siddhartha auch gemacht. Ich hoffe du findest deinen Banyan Baum.
Ox**** Geschrieben am Dienstag um 14:43 Für mich ist das derzeit die einzig mögliche Beziehungsform. Was es dazu braucht? 2 Menschen, die sich mit ihren individuellen Inhalten und Werten dort wiederfinden oder dorthin entwickeln.
Fr**** Geschrieben am Freitag um 10:28 Ich lese aus deinem Beitrag vor allem zwei Dinge heraus, die ich sehr wichtig finde: Du nimmst Macht/Verantwortung ernst, und Du hast ein Gespür dafür, dass 24/7-Modelle besonders fehleranfällig sind – gerade weil sie Nähe, Abhängigkeit und Machtgefälle extrem verdichten. Darauf gehe ich gern ein und sage dir offen, wie ich (aus eigener Erfahrung /„Szenen-reflektierter“ Perspektive) auf 24/7 schaue und welche Grundsätze viele als Mindestvoraussetzung sehen würden. Wie ich auf „24/7“ blicke Ich würde 24/7 weder romantisieren noch grundsätzlich verurteilen. Für mich ist es: Eine hochriskante, hochsensible Beziehungsform, die nur dann vertretbar ist, wenn beide Seiten außergewöhnlich reflektiert, stabil und kommunikationsfähig sind. Nicht weil BDSM an sich problematisch wäre – sondern weil 24/7: Macht dauerhaft institutionalisiert, Abhängigkeiten normalisiert, und Konflikte nicht einfach „aus dem Spiel heraus“ gelöst werden können, weil es eben kein klar abgegrenztes Spiel ist. Dein Hinweis, dass „sehr schnell enorme Fehler passieren können“, teile ich ausdrücklich. Viele der schlimmsten Fälle von emotionalem Missbrauch in D/s-Kontexten entstehen genau dort: in schlecht durchdachten, unklaren oder ego-getriebenen 24/7-Arrangements. Was aus meiner Sicht unbedingt vorhanden sein müsste Wenn ich die Frage beantworte: „Welche Grundsätze müssten erfüllt sein, damit 24/7 für mich überhaupt denkbar wäre?“ – dann sähe das ungefähr so aus: 1) Klare, schriftlich reflektierte Vereinbarungen (nicht nur Gefühl) Bevor irgendetwas „24/7“ wird, bräuchte es: eine offene Besprechung von: Machtumfang (Was darf entschieden werden? Was nicht?) Rückzugsmöglichkeiten Notfallregeln Ausstiegsoptionen idealerweise sogar eine Art „Beziehungsprotokoll“, das regelmäßig überprüft wird. Nicht weil man sich nicht vertrauen würde – sondern weil Macht ohne Struktur gefährlich ist. 2) Jederzeitige Widerrufbarkeit – real, nicht nur theoretisch Ein Grundsatz wäre für mich: „Wenn 24/7 nicht mehr trägt, muss man ohne Angst vor Bestrafung, Liebesentzug oder Manipulation zurückrudern können.“ So habe ich es auch immer gelebt. Viele Beziehungen scheitern genau daran: Sub traut sich nicht mehr zu sagen „Ich kann das so nicht mehr“, weil sie Angst hat, die Beziehung zu verlieren. 3) Psychische Stabilität beider Seiten Das klingt hart, ist aber wichtig: 24/7 ist kein geeignetes Modell für Menschen mit: unbehandelten Traumata, starkem Verlustangst-Stil, instabiler Identität, oder ausgeprägter Selbstwertproblematik. Nicht, weil diese Menschen „ungeeignet“ wären – sondern weil 24/7 diese Themen massiv verstärken kann. 4) Verantwortungsbewusstsein auf Dominanz-Seite (dein Punkt!) Du sagst sehr richtig: „Die Verantwortung, die mir übertragen wird, sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ Das ist für mich ein Kernkriterium. Ein Dom, der sagt: „Ich weiß schon, was gut für dich ist“ oder „Du wolltest das ja so“ wäre für mich ein sofortiges rotes Flag. Gute Führung in 24/7 heißt: aktiv auf die Bedürfnisse der submissiven Person zu achten, auch gegen den eigenen Machtwunsch Grenzen zu ziehen, und regelmäßig zu prüfen: „Tut das uns beiden wirklich gut?“ 5) Funktionierende Autonomie im Alltag Für mich wäre unabdingbar: Die devote Person bleibt: arbeitsfähig, sozial eingebunden, und nicht nur in Notfällen handlungsfähig. Ein 24/7-Modell, das jemanden sozial isoliert oder abhängig macht, wäre für mich nicht akzeptabel. 6) Regelmäßige Meta-Kommunikation In klassischen Beziehungen reden Paare vielleicht einmal im Monat ernsthaft über ihre Dynamik. In 24/7 müsste das viel häufiger passieren: „Wie geht es dir mit unserer Vereinbarung?“ „Fühlst du dich sicher?“ „Wo brauchst du mehr Freiheit?“ „Wo brauchst du mehr Führung?“ Ohne diese Gespräche kippt 24/7 schnell ins Ungesunde. Zu deinem Punkt: „altmodisch oder zu schwierig“ Das höre ich tatsächlich öfter – und ich finde es problematisch. In meiner Wahrnehmung ist es nicht altmodisch, vorsichtig zu sein. Im Gegenteil: Es ist verantwortungsbewusst. Viele, die 24/7 romantisieren, reden darüber, ohne je ernsthaft über Risiken, Machtmissbrauch oder psychische Folgen nachgedacht zu haben. Dein Ansatz ist da reifer, nicht konservativer. Wenn ich es auf einen Satz runterbrechen müsste: 24/7 ist für mich kein Beweis von Liebe oder Hingabe – sondern ein technisch anspruchsvolles Beziehungsmodell, das nur mit sehr klaren Prinzipien funktioniert. Wie immer, nur meine Meinung.
El**** Geschrieben vor 2 Stunden Leider haben wir hier wieder das Problem der Definitionen. 24/7 kann auch bedeuten, dass um Alltag alles locker ist, der Aktive den Passiven aber jederzeit in ein definiertes Regelwerk rufen darf. 24/7 sagt auch nichts über die Tiefe und Intensität aus. Schließlich können zwei BDSM-Komplizen ausdealen, was immer sie kickt. Missverständnisse sind gefährlich, wenn die Sklavin ihrem Herrn gegenüber quasi in einem Rest der Rolle steckenbleibt, obwohl das ausdrücklich nicht so sein soll. Dann kann es dazu führen, dass sie ein negativ passives "schwarzes Loch" wird, das nie frei kommuniziert und reflektiert. Dann wird es für den Herrn mächtig einsam und energieraubend.
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