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Zwischen Staub und Verlangen Teil 2


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Den Rest des Tages war ich kaum bei der Sache. Immer wieder suchte ich Annas Blick, und jedes Mal lag darin dieses geheime Wissen. Wir sprachen nicht mehr über das, was im Rohbau passiert war – aber es hing in der Luft, schwerer als Zementstaub.

Als die Schicht vorbei war, blieb sie ein wenig länger auf der Baustelle. Ich tat so, als müsste ich noch etwas am Lagerplatz ordnen. Schließlich kam sie zu mir, Helm unterm Arm, ein leichtes Lächeln auf den Lippen.

„Hast du schon was vor heute Abend?“, fragte sie beiläufig.

„Kommt drauf an“, antwortete ich. „Was hast du im Sinn?“

„Essen gehen. Und dann … sehen wir weiter.“
Ihr Blick ließ keinen Zweifel.

Wir trafen uns später in einem kleinen Restaurant in der Nähe. Sie hatte sich frisch gemacht, trug Jeans und eine leichte Bluse, die ihre Figur betonte, ohne aufdringlich zu wirken. Ich war es gewohnt, sie in Bauklamotten zu sehen – jetzt wirkte sie noch unwiderstehlicher.

Beim Essen sprachen wir über alles Mögliche, als wollten wir die Spannung hinauszögern. Aber in jedem Lachen, jedem zufälligen Berühren der Hände lag die unausgesprochene Absicht.

Nach dem Essen begleitete ich sie zu ihrem Hotel. Sie zog die Schlüsselkarte aus der Tasche, blieb einen Moment vor der Tür stehen und sah mich an.

„Willst du reinkommen?“ Ihre Stimme war leise, aber fest.

Ich nickte.

Kaum war die Tür geschlossen, zog sie mich zu sich. Unsere Lippen fanden sich sofort wieder, gieriger als am Nachmittag. Ich schob sie gegen die Wand, spürte ihren Körper fest an meinem. Diesmal gab es keine Zurückhaltung.

Sie ließ ihre Bluse über die Schultern gleiten, während ich meinen Gürtel löste. Unsere Hände suchten einander, streiften Haut, hielten fest. Die Hitze zwischen uns wurde unerträglich. Ich hob sie hoch, sie schlang ihre Beine um meine Hüften, und wir stolperten lachend bis ans Bett.

Dort fiel jede Kontrolle. Ihre Haut unter meinen Händen war warm und weich, ihre Lippen fordernd. Jeder Kuss, jede Bewegung war ein Versprechen, das wir beide einlösen wollten. Wir verloren uns in der Nacht, schweißnass, keuchend, getrieben von einer Mischung aus Lust, Verlangen und diesem aufregenden Wissen, dass wir einander eigentlich nicht hätten nachgeben dürfen.

Als wir schließlich nebeneinander lagen, atemlos, zog sie die Decke über uns und legte den Kopf an meine Schulter und sagte, das war erst der Anfang.

Und ich wusste: Sie hatte recht.

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