Mir ist das zum ersten Mal so richtig aufgefallen, als ich durch Profile gescrollt habe und überall diese MBTI Codes im Dating gesehen habe.
ENFP, INTJ, INFP… plötzlich war das wie ein eigener Dating-Code, den scheinbar alle verstehen – außer mir.
Aber dann ist es mir wieder begegnet. Und wieder. Und irgendwann hatte ich das Gefühl, irgendwas steckt dahinter, und Kenner wissen wahrscheinlich sofort Bescheid, wie bei 420 😉 und hdgdl.
Also hab ich angefangen, mich damit zu beschäftigen und musste feststellen: Viele Dating-Apps greifen das inzwischen auf – manche Nutzer schreiben ihren Myers-Briggs-Typ direkt ins Profil, um schneller Matches zu finden.
Zwischen Kaffee, Kopfkino und einem kleinen Personality-Crush.
Diese Codes kommen aus dem sogenannten Myers-Briggs-Typenindikator – einem Persönlichkeitstest, der inzwischen auch im Dating immer mehr genutzt wird.
Klingt erstmal trocken, ist aber eigentlich ziemlich simpel.
Jeder Typ besteht aus 4 Buchstaben, die beschreiben, wie du tickst:
Kombiniert ergibt das dann sowas wie:
👉 ENFP
👉 INTJ
👉 INTP
👉 ESFP
Insgesamt gibt es 16 Persönlichkeitstypen. Genau deshalb taucht MBTI inzwischen auch immer öfter im Dating auf. Viele nutzen ihren Typ im Profil, um schneller zu zeigen, wie sie ticken – emotional, sexuell und im Umgang mit Nähe.
Und jeder steht für eine bestimmte Mischung aus:
Wer den Test macht (kostenlos), bekommt eine E-Mail mit dem Ergebnis und einer Erklärung, warum man so ist, wie man ist.
Weil Dating lebt ja eigentlich genau davon, wie unterschiedlich wir sind.
Wie schnell du dich zu jemandem hingezogen fühlst.
Ob du sofort Nähe willst oder erstmal Abstand brauchst.
Ob du eher jemand bist, der sich verliert… oder jemand, der erstmal beobachtet.
Und genau da wird’s spannend.
Denn diese vier Buchstaben versuchen im Grunde genau das runterzubrechen:
Wie du fühlst. Wie du denkst. Wie du dich auf andere einlässt.
Nicht perfekt, nicht komplett – aber oft überraschend treffend und hilfreich, denn versteht man erstmal, wie man tickt, ist es viel einfacher andere Menschen kennenzulernen, die zu einem passen oder bewusst zu entscheiden, wo man sich anpassen will.
Und plötzlich ergibt es auch Sinn, warum Leute das in ihr Profil schreiben.
Weil es einfacher ist, als sich in fünf Sätzen zu erklären. Und ehrlicher, als ein generisches „Ich bin offen, humorvoll und liebe Reisen“.
Stattdessen steht da einfach:
ENFP.
Und wenn du ein bisschen weißt, was das bedeutet, liest sich das fast wie ein kleiner Blick hinter die Fassade.
So ein leises:
„Ich bin neugierig, ich will fühlen, ich will erleben – aber bitte nicht oberflächlich.“
Oder bei anderen eher:
„Ich bin wählerisch, ich denke viel, aber wenn ich dich ranlasse, dann richtig.“
Und genau deshalb taucht das gerade überall auf.
Nicht als starres Label.
Sondern eher wie ein Shortcut für:
„So funktioniere ich ungefähr – und vielleicht passt das ja zu dir.“
Der Moment, in dem’s nicht mehr nur ein Match ist – sondern plötzlich knistert.
Das Spannende ist:
Diese Typen sagen nicht nur etwas über Persönlichkeit aus, sondern auch darüber, wie jemand Lust erlebt.
Ich hab mir verschiedene Erfahrungsberichte angeschaut und dachte mehrfach:
Okay, das ist schon fast unangenehm treffend.
Das sind oft die, die du sofort bemerkst.
Sie wirken offen, neugierig, ein bisschen chaotisch – aber auf eine Art, die einfach Spaß macht.
Viele von ihnen beschreiben ihre Sexualität so, dass sie:
Für sie ist Sex oft auch ein Spielraum.
Ein Ort, an dem man ausprobiert, entdeckt, Grenzen verschiebt.
„ Als ENTP hab ich ständig das Bedürfnis, im Bett neue Dinge auszuprobieren. Irgendwann reichen die „klassischen“ Sachen einfach nicht mehr und man wird neugieriger auf alles, was darüber hinausgeht. Ich mag es, Abwechslung reinzubringen - sei es durch neue Orte, ein bisschen Tabu oder unterschiedliche Dynamiken wie Dominanz und Hingabe. Dahinter steckt vor allem meine Lust, meine eigene Sexualität immer weiter zu entdecken und ohne große Hemmungen neue Dinge auszuprobieren. “
Gleichzeitig steckt dahinter oft ein echtes Bedürfnis:
Nicht nach Oberflächlichkeit, sondern nach Intensität und Abwechslung.
Ganz anderes Bild.
Hier passiert Anziehung oft nicht sofort, sondern entwickelt sich.
Und zwar über Gespräche, Gedanken, Verständnis. Gerade bei INTJ oder INTP merkt man schnell: Hier beginnt Anziehung im Kopf – und genau das beeinflusst auch, wie sie Sex erleben.
Viele beschreiben, dass sie sich erst dann wirklich hingezogen fühlen, wenn sie jemanden mental interessant finden.
Sex ist hier weniger impulsiv.
Eher bewusst, manchmal sogar ein bisschen „durchdacht“.
„Ich bin neugierig und ziemlich offen – und genau das führt dazu, dass ich viel ausprobiere und wenig verurteile. Ich hab diese Mischung in mir: mal die Kontrolle übernehmen wollen, mal komplett loslassen und mich fallen lassen. Beides reizt mich. Gleichzeitig merke ich aber auch, wie wichtig der Kopf für mich ist, wenn da kein echtes Knistern entsteht, bin ich schnell raus. Und wenn ich das Gefühl habe, jemand spielt nur ein Spiel mit mir, drehe ich den Spieß auch mal um. Im echten Leben bin ich eigentlich nicht so, aber in solchen Momenten triggert das einfach irgendwas in mir. “
Was das schwierig machen kann:
Zu viel Analyse.
Zu wenig einfach machen.
Hier wird es emotionaler.
Diese Typen verbinden Sex oft automatisch mit Nähe.
Nicht unbedingt mit Beziehung, aber mit echter Verbindung. Besonders bei INFP und INFJ zeigt sich: Sex ohne emotionale Verbindung funktioniert für viele von ihnen einfach nicht.
Viele sagen, dass sie sich bei rein körperlichen Begegnungen eher leer fühlen.
Nicht, weil sie prüde sind, sondern weil ihnen etwas fehlt.
Wenn es passt, sind sie oft:
Aber sie haben auch die Tendenz, sich schneller zu binden oder mehr zu fühlen als geplant.
“Ich merke, dass ich mich körperlich nicht einfach auf jemanden einlassen kann, ohne vorher eine echte Verbindung zu spüren. Klar, ich hab Lust und denke mir manchmal, dass etwas Lockeres auch schön wäre – aber mein Kopf macht da nicht mit. Vertrauen ist für mich die Basis, und ohne das kann ich mich einfach nicht fallen lassen. Jeder Versuch, etwas Unverbindliches zu starten, hat sich eher komisch oder sogar unsicher angefühlt.
Ich weiß, dass es nicht immer leicht ist, mich kennenzulernen. Und vielleicht ist das auch der Grund, warum Dating bei mir gerade kaum stattfindet. Ich hab tolle Menschen um mich herum, enge Freundschaften, aber romantisch… passiert einfach nichts. Und ja, manchmal fühlt sich das schon einsam an – auch körperlich.
Es wäre so viel einfacher, mich einfach abzulenken und mich komplett auf mein eigenes Leben zu konzentrieren. Aber tief drin weiß ich, dass ich mir eigentlich mehr wünsche. Gerade fühlt es sich nur so an, als würde ich den Weg dahin noch nicht wirklich sehen.”
Und dann gibt es die, die weniger nachdenken und mehr erleben.
Hier entsteht Anziehung schnell, direkt, körperlich.
Ohne großes Analysieren. ESFPs erleben Sex oft sehr körperlich und direkt – weniger Denken, mehr fühlen.
Sex ist für sie:
Viele beschreiben sich selbst als sehr offen und neugierig, aber weniger verkopft.
“Ich hab mich schon immer als ziemlich kinky und extrem offen gesehen, wenn es um Sex und Anziehung geht. Für mich ging es nie nur um „das Übliche“, sondern eher darum, Neues zu entdecken und zu schauen, was sich noch alles gut anfühlen kann. Als ich dann gemerkt habe, dass ich eher in Richtung ESFP gehe, hat das plötzlich total Sinn gemacht.
Ich hab dieses Bedürfnis, immer mehr zu erleben, mehr auszuprobieren, mehr zu fühlen. Und ehrlich gesagt verstehe ich manchmal gar nicht, wie manche Menschen da so… begrenzt sein können. Für mich gehört genau dieses Erkunden einfach dazu.”
Was manchmal passiert:
Wenn die Spannung weg ist, ist auch das Interesse weg.
Studien zeigen, dass sich der Sex Drive bei den meisten MBTI Typen zwischen 6 und 7 bewegt – egal ob introvertiert oder extrovertiert.
Also ja, wir sind alle horny – nur komplett unterschiedlich.
Während z. B. über 60 % der INFJs sagen, dass sie keinen Bock auf Hookups haben, sind spontanere Typen wie ESFPs deutlich offener für solche Erfahrungen.
Und genau da merkt man: Es geht nicht um „mehr oder weniger Lust“, sondern darum, wie wir Lust erleben.
Je mehr ich mich damit beschäftigt habe, desto klarer wurde mir etwas:
Viele Dating-Probleme sind gar keine „Probleme“.
Sondern einfach unterschiedliche Bedürfnisse.
Wenn jemand schnell Nähe will und der andere eher Freiheit, dann knallt das irgendwann. Wenn jemand emotional tickt und der andere eher körperlich, fühlt sich einer von beiden immer falsch verstanden.
Und plötzlich ergibt vieles Sinn, was vorher einfach nur frustrierend war.
Nicht, um sich in eine Schublade zu stecken.
Aber als Orientierung kann es überraschend viel bringen.
Weil du dadurch besser verstehst:
Und ganz ehrlich:
Allein dieses Gefühl von „ah, ich bin nicht komisch – ich funktioniere einfach so“ ist schon ziemlich befreiend.
Diese vier Buchstaben sind kein magischer Code – aber sie sagen erstaunlich viel darüber aus, wie wir Dating, Anziehung und Sex erleben.
Aber sie sind ein ziemlich guter Hinweis darauf,
wie du Nähe erlebst, wie du Lust empfindest und was du wirklich brauchst.
Und vielleicht ist genau das der Punkt:
Nicht herauszufinden, welcher Typ „am besten“ ist.
Sondern zu verstehen, welcher zu dir passt.
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