Manche können sich gewiss noch an den Skandal erinnern, der ganz Deutschland 1990 erschütterte, als im TV-Dauerbrenner Lindenstraße  der erste Schwulenkuss gezeigt wurde. Sämtliche Medien berichteten darüber, einige sachlich, andere empört und in einer Kölner Straßenbahn wurde einer der beteiligen Schauspieler erkannt und als vermeintlich “schwule Sau” verprügelt.

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Heute ist man offenbar viel aufgeklärter und toleranter. Da können sich Männer- und Frauenpaare als Lebensgemeinschaft eintragen lassen und sie müssen ihre Neigung nicht mehr verstecken. Sie können relativ unbehelligt nicht nur am Christopher Street Day auf der Straße Händchen halten, knutschen oder tanzen.

Sex und Beziehungen haben sich in den letzten Jahrzehnten tatsächlich total verändert. Einige jammern deshalb über den angeblichen Verlust von Moral und Sitte, andere bejubeln die neue Freiheit beim Sex für alle.

Ein Mitglied hat uns in diesem Zusammenhang auf eine interessante Ausstellung aufmerksam gemacht. Im Bonner Haus der Geschichte findet sie statt:

 

Schamlos – Sexualmoral im Wandel

 

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Partnerschaft und Sexualität gehören zum Intimsten des Menschen. Die Normen dafür haben sich gewandelt. Jedenfalls für viele Menschen. Was früher nur hinter vorgehaltener Hand und verschlossenen Türen thematisiert wurde, ist im heutigen Alltag nahezu überall präsent. “Ob Werbung, Film, Mode, Literatur oder Internet: Sexualität wird offener denn je gezeigt, beschrieben und diskutiert”, so der Schirmherr der Ausstellung, Dr. Hans Walter Hütter.

Hat sich Deine Sexualmoral auch verändert?

Vielleicht möchtest Du auch im Forum berichten, wie sich bei Dir persönlich im Laufe Deines Lebens Dein Sex und Dein Umgang mit Sex-Beziehungen verändert haben. Hast Du beispielsweise neue Sex-Praktiken ausprobiert, die Du früher niiiieeeee für möglich gehalten hast?

Fakten zur Ausstellung:


Die Ausstellung ist auf jeden Fall einen Besuch und einen Ausflug nach Bonn am schönen Rhein wert.

30. Mai 2015 bis 14. Februar 2016
Dienstags – Freitags von 9 – 19 Uhr
Samstags, Sonn- und Feiertags von 10 – 18 Uhr
Eintritt: Kostenlos

Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
 

 

Fotos: 

© WDR/Krueger
© Martin Magunia

 


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