POPPEN.de - Frust! Lust! Liebe! Eine kleine Rezension von Susi:

 

Der Autor: Das Buch wurde unter dem Pseudonym Geronimo veröffentlicht und handelt von den Erlebnissen eines Sex-Suchenden auf einer Online-Plattform, nämlich POPPEN.de

 

 

Das Buch: Schon in der Einleitung warnt Geronimo, worauf der Leser sich einstellen muss, wenn er den Weg der Online-Suche beschreitet. Aber Geronimo beschreibt es mit einer guten Portion Humor, weshalb die Lektüre doch recht unterhaltsam ist und leichtfüssig daherkommt.

 

 

Jeder 8. Deutsche besucht also Online-Singlebörsen, 7 Millionen Menschen loggen sich monatlich dort ein, so erfahre ich. Da kommt dieses Buch ja gerade recht und enthält im Prinzip eine Art Handlungsanweisung zu den Tücken und Fallstricken, in die der Sucher in der Wüste des World Wide Web unvermeidlich tappt.

 

 

Unser paarungswilliger Single Geronimo ist entsetzt, als er nach der Registrierung und dem sorgfältigen Ausfüllen seines Profils kein einziges Gezwinker geschweige denn Post erhält. Er schaut sich die Profile seiner Nebenbuhler an und beschliesst spontan, sein Bild auszutauschen. Und tatsächlich, es melden sich die ersten Interessenten. Schwule Männer, Spinner und Frauen, die in der Realität ganz anders aussehen, als auf dem Profilbild.

 

 

Aber der erste Erfolg, der erste Sexkontakt lässt nicht lange auf sich warten. Eine liebestolle Dame lädt ihn spontan zu sich nach Hause ein. Unvermittelt gerät Geronimo in einen privaten Gangbang in einer Mietwohnung, der Ehemann der aktiven Dame schaut diesmal zu, da er sich von seiner OP erholen muss. Vom ersten Gang Bang seines Lebens muss er sich noch erholen und so steuern er und Mitrammler Jochen hernach noch eine Kneipe an.


Was mir auffällt, ist eine gewisse Pedanterie, wenn er die Frauen und ihr Umfeld beschreibt, aber auch der gelegentlich aufscheinende moralische Zeigefinger bei unserem Hauptakteur. Als ihm Mitrammler Jochen in der Kneipe vermittelt, verheiratet zu sein, und seine Frau von seinen gelegentlichen Sexabenteuern nichts weiss, grübelt er darüber nach, wieviele Frauen oder Männer jetzt wohl zuhause sitzen, im Glauben ihr Partner sei mit Freunden oder Geschäftspartnern unterwegs, während sie sich in Wirklichkeit durch fremde Betten irgendwelcher Internetbekanntschaften vögeln.

Eines der entsetzlichsten Erlebnisse, das er bildreich beschreibt, ist das Blind Date mit einer jungen Frau namens Loreen, die beim gemeinsamen Essen die ganze Zeit über Pimmel, Ficken und schlappen Nudeln schwadroniert und sich bei unserem paarungswilligen Single so gar keine erotische Stimmung einstellen will. Labertasche Loreen ignoriert das Desinteresse Geronimos und will ihn für ein zweites Date am nächsten Tag in Beschlag nehmen, wenn er nicht mehr müde ist. Um ihm zu zeigen, wie ernst ihr Interesse ist, steckt sie ihm ihren Slip zu. Was dann folgt, kann ich hier nicht beschreiben. Es ist so eindrücklich erzählt, dass ich beim Lesen fast schreiend das Buch in die nächste Ecke gepfeffert hätte. Ausserdem nähere ich mich gerade beim Schreiben an diesem Text der Mittagszeit und ich möchte mir meinen Appetit nicht verderben. Sagen wir es mal so; es scheint wirklich übelriechende Frauen zu geben, die es noch nicht einmal bemerken, wenn bei ihnen was nicht stimmt.

Daher schnell weiter hier im Text und noch kurz die Anekdote über Anna Lena und ihrem Privatzoo erzählt. Heiss wie Nachbars Lumpi und mit einer Rotweinflasche bewaffnet, betritt Geronimo die Wohnung von Anna Lena, nachdem man sich tags zuvor bei einem Milchkaffee für sympathisch befunden hat. Es endet jedoch in der Katastrophe, wenn auch im Bett, da sowohl ein knurrender Hund sowie fauchende, kratzende und pissende Katzen das heisse Date abrupt unterbrechen und unser Held die Flucht antritt.

Das sind die Anekdoten, die sich beim Lesen dieses an heissen Popp-Erfahrungen irgendwie doch sparsamen Buches in mein Gehirn gebrannt haben. Dafür treten jede Menge Irre auf, weshalb eine Eingeweihte, nämlich die Bedienung eines Kaffeehauses, Geronimos Kaffee-Kennenlern-Dates auf einer Irren-Skala zwischen 1 und 10 verortet.

 

 

Ulkig, ich kannte bislang nur die Bandito-Skala aus Bewertungsforen zur sexuellen Performance einer SDL.

 

 

Das Buch ist ingesamt sehr amüsant, mit Hang zu ironischer Übertreibung geschrieben. Sehr unterhaltsam vermittelt es uns Erfahrungen aus der Dating Community, eine frische und leichte Sommerlecktüre!

 

 

POPPEN.de Frust! Lust! Liebe!

 

 

Erschienen 2013 bei www.spicy-books.com

 

 

€ 9,90,-

 


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