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Der Wunsch nach permanenter Steigerung der Lust!


Freiboyter

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Lebenswünsche sind oft lustbetont und der Lebensablauf wird vom nächsten Lustgewinn: "ein freundliches Lächeln, eine Berührung, ein Blick, ein Kompliment, gutes Essen, erfolgreiche Arbeit, Entspannung, Sex, ..." bestimmt.

Die Lebensreälität ist die sicherste Behinderung aller Wünsche und erst Begrenzung macht Lust wirklich möglich.

Begrenzung ist aber immer traurig und wird nicht gern akzeptiert.

Im Mangelzustand wird die Realität der Grenzen schlecht ausgehalten und das Bedürfnis wächst, ständig einen Zugang zur Lust zu haben.

Es entsteht die Illusion, man können sich von der Begrenzung freikaufen. Ein verhängnisvoller Irrtum. Wie geht Ihr mit dieser Realität um?

Geschrieben

Akzeptanz, das nicht alles sofort möglich ist und sich Inseln im Alltag schaffen, um die Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen.

Geschrieben
Auch der Steigerung ist irgendwann eine Grenze gesetzt. Meiner Meinung nach, sind diese Phantasien pornobedingt festgesetzt.Macht euern PC aus ,geht raus, leben und ficken.
Geschrieben

Täglich Bumsen. Am Besten das Hirn rausbumsen, dann kommt man nicht dazu sich solche Frage zu stellen...

Ne mal ehrlich, ich bin nicht in der Lage Deine Frage zu beantworten...

Geschrieben

ich hatte noch nie das bedürfnis nach immer neuen steigerungen und kicks....

entweder stumpfe ich nicht ab, oder es liegt daran, dass ich mich nur mit dem richtigen, ansonsten lieber gar keinen zufrieden gebe....vielleicht brauchen manche immer wieder neue kicks weil ihr partner an sich sie nicht wirklich kickt

Geschrieben (bearbeitet)
vor 54 Minuten, schrieb Freiboyter:

...und das Bedürfnis wächst, ständig einen Zugang zur Lust zu haben.

Es entsteht die Illusion, man können sich von der Begrenzung freikaufen.

Hä? Bei wem? 🤔
(die Frage gilt für beide zitierte Sätze)

 

bearbeitet von Salamobratfett
Geschrieben
Ich muss es nicht immer und immer steigern bis zum geht nicht mehr eine Steigerung sollte was besonderes sein.
Geschrieben
Sowas hatte ich als ich 25? gewesen bin. Dann kamen einige Erfahrungen hinzu..neues ausprobiert..es war richtig geil..aber inzwischen gibt es soviele andere Dinge die mir wichtiger sind.
Geschrieben
Ich kann mit dieser Realität gut leben; macht man sich auch von nichts und niemandem abhängig.
Geschrieben
vor einer Stunde, schrieb Freiboyter:

Wie geht Ihr mit dieser Realität um?

Ich habe im Laufe meines Lebens festgestellt, dass sich Enttäuschung, auf der Rückbank eines Maybach, besser verarbeiten lässt, als auf einem klapprigen Damenfahrrad!

Geschrieben
vor 21 Minuten, schrieb Salamobratfett:

Hä? Bei wem? 🤔

Lust entsteht aus der Befriedigung von Grundbedürfnissen, die den Menschen in seiner körperlichen, seelischen, sozialen und spirituellen Lebensdimension grundlegend organisiert.

Alle Grundbedürfnisse unterliegen einem Rhytmus, bei dem jeder mit muss, so wie Einatmen und Ausatmen, kannste Nix gegen machen.

Geschrieben

Das Leben wird bestimmt durch den Wechsel, wodurch wir erst die eine Seite verdammen und die andere Seite schätzen lernen.

Geschrieben
vor 1 Stunde, schrieb Freiboyter:

Wie geht Ihr mit dieser Realität um?

Wunderbar, da ich in der Realität lebe 

Geschrieben

Immer diese Höher-Schneller-Weiter-Mentalität und das in allen Bereichen. 

Ein Lächeln, eine zärtliche Berührung, strahlende Augen die dich ansehen, eine liebevolle Umarmung und noch mehr solcher kleinen Gesten, das sind die Dinge, die mich jeden Tag bereichern. Ich spüre keine Begrenzung und muss meine Lust nicht ständig steigern und es macht mich auch nicht traurig. Sex ist für mich die wundervollste Nebensache der Welt, aber nicht alles.

Geschrieben
vor 3 Stunden, schrieb biowoman:

Akzeptanz, das nicht alles sofort möglich ist und sich Inseln im Alltag schaffen, um die Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen.

Wirklich schön gesagt... 

Geschrieben
Ich habe diesen Wunsch nach permanenter Steigerung der Lust nicht. Man muss im Leben Zufriedenheit erlangen um glücklich zu sein.
Geschrieben
vor 6 Stunden, schrieb Freiboyter:

Es entsteht die Illusion, man können sich von der Begrenzung freikaufen.

Ein verhängnisvoller Irrtum.

Wie geht Ihr mit dieser Realität um?

Ich kann diesen Gedankengängen so nicht folgen , wie soll denn dieses " Freikaufen " aussehen ? 

Geschrieben (bearbeitet)

Meine Lebenswünsche sind seltenst lustbetont und Sex ist nur einer von vielen Lebenswünschen.

Ich sehe das eher so, das erst die Lebensrealität Wünsche möglich macht, denn Wünsche, die nicht möglich sind, sind Träume. Begrenzung im Allgemeinen ist notwendig, womit ich es nicht weiter bewerte.

Ich verstehe allerdings nicht, worauf Du den Mangelzustand beziehst. Auf Sex bezogen frage ich mich, warum ich reale Grenzen nicht aushalten soll. Ist es nicht eher so, dass, sobald eine Grenze auftaucht, ich einen anderen Weg einschlage? Dass nenne ich dann Überwindung der Grenzen, eine der Fähigkeiten, die den Menschen ausmacht. Das wäre dann auch keine Illusion mehr, sondern Realität.

Mein grundsätzlicher Umgang mit dem Leben ist für mich das Leben im Hier und Jetzt. Das Leben wird mir dabei stets Niederlagen beibringen, denn erst die Niederlage macht den Sieg zum Sieg. Ohne Niederlage kein Sieg und ohne Sieg keine Niederlage.

Die Steigerung der Lust ist eine Illusion, da man sie hat oder eben nicht. Die Frage ist eher, was machst Du aus Deiner Lust, um am Ende Erfüllung zu erlangen?

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben
Das ist eben ein Problem der Gesellschaft das Streben nach mehr,dann muss es noch mehr sein und noch mehr am Ende sieht man Leute die viel erreicht haben,aber total unzufrieden sind
morituritesalutant
Geschrieben

ich unterliege keiner"permanenten steigerung der lust",eher entdecke ich neue interessen,die ich dann fokussiere.

Geschrieben
Ich übe Geduld und bekomme das, was ich verdient habe! ...alles zu seiner Zeit..! 😊👍🏻💫🧚🏼‍♂️💕✨🍀
Geschrieben

Die Versuche, auf Erden das Paradies zu erreichen sind bislang ausnahmslos gescheitert. 

Geschrieben
Moin, ist die Begrenzung nicht gerade das Gute? Lässt sie uns das Schöne nicht mehr wertschätzen? Ich glaube, die Mühen das Gewünschte zu erlangen, lassen es uns mehr genießen, wenn wir es haben, es nicht leichtfertig zu zerstören und uns für den Erhalt einzusetzen. Das was der TE zum Schluss beschreibt, das wäre im Grunde eine Sex-und-Gefühls-Wegwerfgesellschaft - ob das so erstrebenswert ist? Meins wäre es jedenfalls nicht, ich mag das Bemühen und Mühe geben.
Geschrieben
vor 11 Stunden, schrieb Freiboyter:

Begrenzung ist aber immer traurig und wird nicht gern akzeptiert. 

Im Mangelzustand wird die Realität der Grenzen schlecht ausgehalten und das Bedürfnis wächst, ständig einen Zugang zur Lust zu haben.

Es entsteht die Illusion, man können sich von der Begrenzung freikaufen.

Für mich ergibt sich gleichzeitig die Frage, ob die permanente Steigerung automatisch auch grenzenlos sein kann.

Was ich verneine. Folglich ist für mich eine permanente Steigerung auch nur eine menschliche Wunschvorstellung 

Physikalisch betrachtet hat jede Entwicklung in die eine Richtung automatisch auch eine Entwicklung in die andere Richtung zur Folge, um zum Ausgleich kommen zu können.

Folglich kann die Steigerung der Lebensqualität in Form von Lust nicht in ihrer Unendlichkeit liegen, sondern nur in ihrer Begrenzung.

Weniger ist hier also mehr.

Und dieses Weniger kann Jeder nach seinem ganz persönlichen Gusto definieren und interpretieren. Was ich persönlich nicht mit dem Verzicht auf Sex gleichsetze, sondern dem Verzicht auf all das, was zur unendlichen Steigerung der Lust alles zusätzlich notwendig wird.

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