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Warum gestalten vorwiegend Männer Suchanzeigen ohne Niveau?


Sa****

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Moin Moin liebe Forumsgemeinschaft,

nach mehr als 10 Jahre BDSM nehme ich mehr und mehr wahr, dass vorwiegend Männer Suchanzeigen nach einem devoten Spiel- oder Lebenspartner, geschlechtsunabhängig teils ohne Niveau verfassen.

Oder um es anders auszudrücken, bei einigen Inseraten und Anschreiben jener Männer hat man im Vorfelde schon den Eindruck, devote Menschen dürfen sich aus deren Augen garnicht mehr zur Art des Menschen zählen sondern rangieren irgenwo zwischen "Küchenscharbe und dem NICHTS"

Immer wieder sind Aussagen von dieser Personengruppe zu lesen wie:" suche das Absolute nichts; der Sklave hat jederzeit mir willenlos zur Verfügung zu stehen; ich erwarte bedingungslose Folgsamkeit; wiederspruch wird nicht geduldet; etc". Auch wird in solchen Anzeigen schnell dargestellt, dass die devote Person nicht gesellschaftskonform, mit Hallo bis Herr / Frau X angesprochen wird, sondern die Anrede ist wohlwollend mit Skalve abgehalten, aber auch Anreden wie: " Du nix, Du Schein..", und anderen Wörtern die uns eigentlich nur in Form der Beleidigung einfallen werden gern verwendet.

Ferner ist BDSM ja ein Geben und Nehmen und zwar Wechselseitig um schlussendlich allen beteiligten die Art der BEfriedigung zu verschaffen, die diese Person wünscht/anstrebt. Diese Befriedigung kann sehr wohl auch nur darain bestehen, als devoter part den aktiven Part zu befriedigen!
Trotzdem ist es aus meinen Augen unverständlich, dass bereits in den Suchtexten es vielfach vermieden wird, Vertrauen aufzubauen, sondern damit geworben wird, dass der gesuchte Partner bediengungslos bereits sein soll, die Allüren, die stressbedingten Alltagssyntome den Haushalt (welchen die Suchenden scheinbar nich hinbekommt) bedingungslos zu akzeptieren und das man sich darum zu kümmern hat. ganz bedenklich wird es, wenn dann zusätzlicSchläge, Launen auszuhalten". Schläge haben für mich nichts mit SM zu tun, sondern sind rohe Gewalt!

Die Frage meinerseits lautet nun, warum wird es so gemacht, warum kann man nicht mit Höflich suchen, sondern der Lesenden einer solchen Anzeige hat den Eindruck, da wird ein Lebewesen gesucht, um den alltagsstress abzubauen, oder das der Suchende sein Leben nicht mehr im Griff bekommt und nun einen Frustrationsabbauobjekt sucht.

Eine Verstärkung dieses Phänomäns ist vielfach noch zu beobachten, wenn es sich um gleichgeschlechtliche Suche dreht.

Ich fürchte aber auch, dass besonders jene betroffenden Anzeigenschalter, bzw Profilinhaber mit solchen Texten sich hier in Schweigen hüllen werden.

Hinweis zum Schluss, der Begriff Sklave, devote Person ist immer W/M zu sehen.


Gruss
Knecht Chris


Geschrieben

Solche Typen bezeichne ich als Dumm Dom.
Der einzige zutreffende begriff für die möchte gern Herrn.
In den Chats sind auch immer wieder solche Honks.


Geschrieben

Moin..

ja ich denke diese Titulierung ist schon eine von der Allgemeinheit relativ treffende Aussage...

Aber bevor ich Urteile und Verurteile wollte ich auch einmal nachfragen, wie es andere Empfinden und auch jenen, welche Solche Anzeigen schalten,die Möglichkeit einräumen sich zu äußern.. auch wenn dieses wahrscheinlich eine utopische Einstellung ist.


Geschrieben

Wie soll jemand, der offensichtlich kein Niveau hat, ein solches in eine Anzeige packen???

Und das betrifft nicht nur Männer.....

Ich wundere mich auch immer wieder, wie oft hier Anzeigen mit völlig einfallslosem Text und sehr knapp veröffentlichen und sich dann wundern, dass niemand antwortet.. Frauen wollen Phantasie.. (oder ist das noch nicht allgemein bekannt...?)


Geschrieben

Das liegt zum einen am Niveau, das viele in dem Moment abgeben, in dem ihnen klar wird, dass sie hier mehr oder weniger anonym sind, zum anderen liegt es aber auch daran, dass die meisten, die sich hier als BDSM-Gurus ausgeben, ein von Pornos vollkommen verwässertes Bild haben, welches sie in der Realität noch niemals ausleben konnten.

Ich persönlich finde es okay, wenn die hier ihre Suchanzeigen aufgeben (muss sich ja niemand darauf melden), wobei ich es ziemlich traurig finde, wenn man auf diesem Weg ans Ziel zu kommen versucht. Nicht selten sind da ja auch noch diejenigen, die wöchentlich ein "So, und nach oben" unter ihr Posting setzen, damit sie dann auch noch ganz plakativ zeigen können, wie erfolglos sie sind.


Geschrieben

Ach, irgendwie isses ja ehrenvoll, dass Du Dir über dieses Suchverhalten den Kopf zerbrichst, Sankt_Chris.

Man kann seine Zeit aber auch mit Erfreulicherem verbringen. *Kreuz oben rechts* und schon ist Schluss mit dem Ärger.
Suchen kann man ja alles- ob man so auch findet, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Ob es denn passt, wird Leser/in schon für sich entscheiden. Und ob das jemand für "richtiges" BDSM hält...
Ist ja auch relativ.


Geschrieben

Ich verstehe den Grund dieses Threads nicht.
Grundsätzlich sind ja immer "die Anderen" niveaulos, genauso, wie die Anderen wenig Intellekt haben.
Seltsamerweise ist man nie selbst Betroffener.
Wie sollen nun also Leute antworten, die sich selbst gar nicht in diese Kategorie einreihen?
Mir kommen da immer Zweifel, ob sich der Threadersteller (damit meine ich nicht unbedingt hier speziell persönlich, aber "solche" Threads findet man immer wieder und überall) aus irgendwelchen Gründen nicht auf ein Treppchen stellen will um auf "die da" zu zeigen.
Nur, was er/sie/es damit zu erreichen hofft, verschließt sich meiner Erkenntnis.


Geschrieben (bearbeitet)

Ich schließe mich dem vollständig bezugsfreien Beitrag meines Vorredners mal nicht an und beziehe mich lieber auf das Thema des Threads. Wobei das auch nicht im ursprünglichen Sinne stimmt, da ich mit dom/dev wenig am Hut habe. Aber das Thema hat einen größeren Wirkungskreis.

Grundsätzlich kann man beobachten dass die Suchanzeigen bzw. -posts, die -vorsichtig ausgedrückt- sehr kurz formuliert sind, immer von Personenkreisen stammen die der Ansicht sind, man würde ihnen sowieso die Tür einrennen. Oder von denen, die genau das Gegentum annehmen.

Fall 1: Paare und Frauen.
Diese verfassen meistens Posts mit auf keinen Fall mehr als 10 Worten. Man ist ja schließlich in der Position, zur bevorzugt gesuchten Gruppe zu gehören und ist somit nicht dazu "verpflichtet", irgendwas auszuformulieren oder von sich preis zu geben. Die ganzen Türeinrenner (Winsler, Beischlafbetller etc.) kommen sowieso, dann hat man die Wahl.

Fall 2: Männer.
Denen wird die Tür nicht eingerannt. Und auch wenn sie Suchposts ausformulieren, hält sich die Menge oder auch die Qualität der Antworten im Rahmen des Überschaubaren. Ergebnis: irgendwann kommen nur noch Einzeiler. Wer will sich schon einen Wolf schreiben, wenn eh' keine Resonanz kommt?

Dann kommt aber das eigentliche Dilemma. Die Neugier ist geweckt (egal ob auf Mann, Frau, Paar, Dom, Sub oder was auch immer), man klickt auf den Link- und stößt auf ein vollständig aussagefreies Profil ohne Fotos, Vorlieben und Text.
Bumm. Und nu? Schreiben? Grundsätzlich schon, aber was? Und wem eigentlich? Und warum?

Fazit: schriftliche Kommunikation sowohl in Profilen als auch Posts hilft, Missverständnisse zu vermeiden. Wobei sie das direkte Gespräch natürlich nicht ersetzen kann, wohl aber überflüssige "Arbeit" zu vermeiden hilft. Man ist ja auch kaum willens eine endlose (und aussagekräftige) Nachricht zu verfassen wenn man nicht weiß, ob diese den Empfänger inhaltlich überhaupt interessiert. Meistens liegt's an der Faulheit der Schreiber- sowohl irgendwelcher Posts, Profile als auch Nachrichten.

Lässt sich vermutlich auf den Bereich dom/dev nahtlos übertragen. Wenn ich mich hier so umschaue, gibt's Subs wie Sand am Meer, Doms eher nicht so viele.

In diesem Sinne: kommuniziert eifrig. Mit denen, die es verdienen, damit umgehen können und sich der Kommunikation als würdig erweisen.

@unfrankiert: Paradebeispiel. Unvollständige bzw. unzutreffende Profilangaben, kein Text mit Suchbezug, ein einziges Foto in der Größe einer Briefmarke.


bearbeitet von NudePure
Geschrieben

Moin Moin liebe Forumsgemeinschaft,

nach mehr als 10 Jahre BDSM nehme ich mehr und mehr wahr, dass vorwiegend Männer Suchanzeigen nach einem devoten Spiel- oder Lebenspartner, geschlechtsunabhängig teils ohne Niveau verfassen.



Ich liebe es, ein devotes Weib zu benutzen. Aber so wie du es beschreibst, ist das eher die hier übliche Situationskomik und nicht ernst zu nehmen. Eine Beziehung mit einer Sub ist zunächst eine Begegnung auf Augenhöhe und bleibt- für mich - auch immer so, die Frau die sich ausliefert braucht Vertrauen um sich fallen zu lassen. Da sind doch schon Untertöne in der Stimme massgebend, es kommt weder auf Befehlston noch Lautstärke an. Also ein subtiles Zusammenspiel von Berührung, Gesten...Stimme...das heisst nicht das es in der Sache dann nicht konsequent "abgeht", aber eben auch nur dann. Wer so Anzeigen aufgibt, die du meinst - der hat mit DOM nichts zu tun, das ist der sinnfreie Versuch ein Weib abzubekommen, in der Hoffnung ein "Komm Du Sau, Du willst doch figgen!" in breitem sächsisch und mit Fistelstimme vorgetragen, führt zum Erfolg.

Tschuldigung bei allen Sachsen! ;-) Das gilt für jeden extremen Dialekt.


Geschrieben (bearbeitet)


@unfrankiert: Paradebeispiel. Unvollständige bzw. unzutreffende Profilangaben, kein Text mit Suchbezug, ein einziges Foto in der Größe einer Briefmarke.



Meines Wissens sind wir uns nicht bekannt.
Wie kommst Du also dazu, zu behaupten, Mein Profil wäre unvollständig, bzw. unzutreffend?
Und wie kommst Du darauf, ich wäre hier zwingend mit "Suchbezug" unterwegs?
Und warum interessiert Dich die Größe meines Profilbildes?


I

Grundsätzlich kann man beobachten dass die Suchanzeigen bzw. -posts, die -vorsichtig ausgedrückt- sehr kurz formuliert sind, immer von Personenkreisen stammen die der Ansicht sind, man würde ihnen sowieso die Tür einrennen. Oder von denen, die genau das Gegentum annehmen.

Fall 1: Paare und Frauen.
Diese verfassen meistens Posts mit auf keinen Fall mehr als 10 Worten. Man ist ja schließlich in der Position, zur bevorzugt gesuchten Gruppe zu gehören und ist somit nicht dazu "verpflichtet", irgendwas auszuformulieren oder von sich preis zu geben. Die ganzen Türeinrenner (Winsler, Beischlafbetller etc.) kommen sowieso, dann hat man die Wahl.

Fall 2: Männer.
Denen wird die Tür nicht eingerannt. Und auch wenn sie Suchposts ausformulieren, hält sich die Menge oder auch die Qualität der Antworten im Rahmen des Überschaubaren. Ergebnis: irgendwann kommen nur noch Einzeiler. Wer will sich schon einen Wolf schreiben, wenn eh' keine Resonanz kommt?

Dann kommt aber das eigentliche Dilemma. Die Neugier ist geweckt (egal ob auf Mann, Frau, Paar, Dom, Sub oder was auch immer), man klickt auf den Link- und stößt auf ein vollständig aussagefreies Profil ohne Fotos, Vorlieben und Text.
Bumm. Und nu? Schreiben? Grundsätzlich schon, aber was? Und wem eigentlich? Und warum?


Ich wundere mich über die Endgültigkeit Deiner Aussagen über inserierende Frauen/Paare und Männer.
Woher hast Du dieses Allgemeinwissen und kann dieses von Allen erworben werden?
Und wenn Du aussagefreie Profile findest, warum machst Du Dir dann Deine "Bumm"-Gedanken und klickst nicht einfach weiter?
Vielleicht sehen Dich ja diese Profilinhaber nicht als ihre Zielgruppe an. Schon mal daran gedacht?




Fazit: schriftliche Kommunikation sowohl in Profilen als auch Posts hilft, Missverständnisse zu vermeiden. Wobei sie das direkte Gespräch natürlich nicht ersetzen kann, wohl aber überflüssige "Arbeit" zu vermeiden hilft.

In diesem Sinne: kommuniziert eifrig. Mit denen, die es verdienen, damit umgehen können und sich der Kommunikation als würdig erweisen.



Nun, wenn ich meine Antwort auf irgendwelche Posts als Arbeit betrachte, dann spare ich mir die dementsprechende Kommunikation im Vornherein, dies widerspricht aber der Aussage, fleißig zu kommunizieren.

Den letzten Absatz sehe ich genauso, wobei sich der Kreis schließt, da es ja absolut subjektiv und für jeden Einzelnen unterschiedlich ist, wer es verdient, wer - wie "richtig" damit umgehen kann und wer - wem gegenüber als "würdig" erachtet wird.


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

Mir kommt es bei solchen Anzeigen so vor, als würden sie von Leuten aufgegeben, die einige verdrehte Fantasien im Kopf haben und keine reale Erfahrungen. Wahrscheinlich haben sie sich von einschlägigem pornographischen Material zu einer verqueren Ansicht über das Thema BDSM verleiten lassen und einfach keine Ahnung, dass es in de Wirklichkeit ein ganz klein wenig anders abläuft. ganz nach dem Motto "Peitsche, Leder, fertig."


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