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Sind gebundene Menschen diplomatischer als Singles?

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Hallo liebe Popper und Popperinnen!

Zuerst wollte ich ja schreiben..."Sind gebundene Frauen diplomatischer als Singlefrauen"?, aber damit wäre die Türe für die Männer geschlossen gewesen sich hier zu äussern, wobei ich natürlich weiss, dass sich davon manche Jungs nicht abhalten lassen.

So, aber jetzt zum eigentlichen Knackpunkt meines Anliegens.

Durch einige Posts gebundener User ist mir ein gewisser Hang zur Diplomatie aufgefallen und da muss ich zugeben, sind mir als erstes die der Damen aufgefallen.
Irgendwie scheinen sie einen Weg zu finden die Männer in diesem Forum sanfter zu stimmen, eher auf sie einzugehen und nein, ich möchte jetzt nicht schreiben, dass sie ihnen sehr oft nach dem Mund schreiben, denn das wäre gemein, obwohl es mir als Single oft so vorkommt.
Vielleicht ist mir ja in meiner jetzt schon länger andauernden Singlephase diese Diplomatie abhanden gekommen und mir gar nicht mehr die Frage stelle, ob ich Sekt oder Selters will, sondern gleich den Sekt nehme.
Vielleicht sollte ich ja den Sekt mal mit Selters mischen oder den Sekt sein lassen und nur mal Selters trinken.
Ich denke ihr versteht schon was ich damit meine...hoffe ich wenigstens.
Vielleicht fehlt mir ja auch der allabendliche Kampf um die Fernbedienung, dass ich keine Kompromisse eingehen muss und frei entscheiden kann was ich im TV schaue.
Irgendwie mache ich mir da echt einen Kopf drum, ob mir da eine Eigenschaft abhanden gekommen ist, die ich doch in meinen über 10 jährigenen und mitlerweile geschiedenen Ehe eigentlich ständig an den Tag legen musste.
Im Job brauche ich auch diese Teamfähigkeit und ich denke, dass ich es da auch gut auf die Reihe bekomme, aber im Miteinander mit dem männlichen Geschlecht scheine ich da ehrlich gesagt ein gewisses Defizit zu haben.
Ja, ich schäme ich mich auch...manchmal dafür!

Da ich ja auch an mir arbeiten und aus Fehlern lernen möchte erhoffe ich mir aus diesem Thread ein wenig die Erleuchtung.

Was meint ihr dazu und wie sind Eure Erfahrungen?

Auf Eure Meinung bin ich sehr gespannt und sag auch schon mal ein Danke dafür.

Lieben Gruss von der Sinnlich40en


Paarrek
Geschrieben

Nun wenn man in einer Beziehung lebt, muss man öfters Kompromisse machen, wenn man sie aufrecht erhalten will. Das macht man eigentlich auch ganz automatisch, wenn man sein Gegenüber liebt und dem entsprechend starke Gefühle entgegenbringt.

Und Diplomatie ist eine sehr kluge Taktik. Wenn ich jemandem das Gefühl gebe, dass ich ihn verstehe und ich nicht sage, dass sein Standpunkt absolut falsch ist, kann ich ihn viel leichter auch näher an meinen Standpunkt ranrücken lassen. Wenn ich jemand nett und verständnisvoll behandle, fühlt er sich schuldig, mich genauso zu behandeln. Man fühlt sich einfach geschmeichtelt und man will das zurück geben. Auch wenn man seinen Standpunkt vorher schon mal so ein wenig vergisst.

LG
K&F


hannah65
Geschrieben

Bin ich nicht diplomatisch, weil ich Single bin?

Oder bin ich Single, weil ich nicht diplomatisch/ kompromisbereit bin?

Keine Ahnung. Aber ich denke Du hast recht, einen Zusammenhang gibt es schon.

Wenn ich beobachte, was sich manche Frauen in ihrer Beziehung gefallen lassen - ich würde das nicht ertragen.

Ich meine jetzt keine Schläge, aber die kleinen tägliche Rücksichtslosigkeiten, Gedankenlosigkeiten, Unverschämtheiten, Machtdemonstrationen, Übergriffe...
Wenn ich die Frauen darauf anspreche, dann haben sie es entweder überhaupt nicht so empfunden, oder es gehört halt dazu Und sie gehen ihrem Liebsten um den Bart, um genau das zu erreichen, was sie eigentlich wollen.

Ich galube, eine Beziehung funktioniert dann sehr gut, wenn eine Frau es schafft, ihrem Mann ihre Wünsche und Bedürfnisse so dilpomatisch zu verkaufen, dass er sie für seine eigenen hält

Dazu fehlt mir das Talent, und ganz ehrlich gesagt, auch die Lust.

Vielleicht auch, weil ich in meinem Job oft gezwungen bin, gerade die unangenehmsten Typen zuckersüss regelrecht um den Finger zu wickeln, um meine Ruhe zu haben und meine Arbeit machen zu können. Und da kann ich das .

Um bei dem Bild Sekt oder Selters zu bleiben:
Ich will nicht jemanden vorsichtig beibringen, dass er doch lieber Sekt als Selters will, ich sage es einfach, wonach mir ist. Dadurch bekomme ich manchmal eben weder das eine noch das andere, oder ich trinke meinen Sekt allein


Telefongeliebte
Geschrieben

Sinnliche, meinst du jetzt Diplomatie oder eher Kompromissbereitschaft?

Das sind für mich nämlich zwei verschiedene Sachen. Diplomatie beinhaltet für mich, bestmmte Sachen nicht zu sagen, im Zweifelsfall auch mal lügen oder Honig ums Maul schmieren. Das ist etwas, was ich einfach nicht kann und auch nicht will.

Aber da ich in einer Beziehung lebe, muss ich zwangsweise täglich Kompromisse eingehen. Manche zähneknirschend, andere gerne. Aber diese Kompromisse geht auch mein Mann und mein Liebhaber ein.

Eine gute Freundin von mir ist seit vielen Jahren Single und stellt sich die gleichen Fragen. Sie findet von sich selber, dass sie immer weniger kompromissbereit wird, was natürlich die Partnerwahl massiv erschwert - denn mittlerweile müsste da schon Mister Perfekt kommen. Der wird aber vermutlich nicht so leicht kommen, da sie ja auch ihre Macken hat und er erst gewaltige Mauern niederreißen müsste.

Inwieweit das auf dich zutrifft, kannst nur du selbst, deine Freunde oder potentiellen Partner beurteilen.


icetiger1
Geschrieben

Ob es im Umgang zwischen Single und Gebundenen diplomatischer zugeht, habe ich hier nicht festgestellt.
Was ich aber immer wieder festelle ist, das einige, ob Mann oder Frau, egal ob gebunden oder frei, es mehr und mehr an Niveau im Umgang fehlt.

Das äußert sich unterschiedlich. Mal Verbal, mal in der Art von Anfrage und Absage.
Vielleicht sind da die Nicht Single einfach ehrlicher und offener.


Geschrieben (bearbeitet)

Und sie gehen ihrem Liebsten um den Bart, um genau das zu erreichen, was sie eigentlich wollen.



Das tut eine Single Frau ggf. doch auch um das zu bekommen was sie will

Doch handelt es sich wirklich um Diplomatie ? Oder nicht viel eher um "angewandte soziale Intelligenz" bzw. möglicherweise um schlicht und ergreifend die Art und das Wesen des Betreffenden ? Ich störe mich ein wenig an dem Begriff.

"Diplomatie" hört sich für mich sehr nach einem Mittel an etwas bewußt "durchzusetzen". Dies "bezeckt" im Gegenzug ein entsprechend weniger diplomatisches Verhalten aber auch.

Und ist alleine die Tatsache das man sich in einer Beziehung befindet ein Garant dafür das man auch über "Diplomatie" verfügt

Kurz: ich denke nicht das es sich um ein spezifisches Verhalten handelt. Die einen bevorzugen den "Holzhammer", die anderen eher die etwas leiseren Töne. Und dennoch bezwecken beide letztlich irgendwas damit....oftmals.

Konkretes Beispiel: ich selbst bevorzuge die "leisen Töne", was widerum nicht bedeutet das ich über Gebühr Kompromisse eingehe bzw. meine Meinung nicht entsprechend kund tue. Eher im Gegenteil, ich bin letztlich ein sehr direkter Mensch.

Warum tue ich das ? Weil es meinem Wesen entspricht und weil es sicherlich auch etwas damit zu tun hat, inwieweit man auf die Befindlichkeiten, Bedürfnisse eines anderen eingehen kann und will und wie man charakterlich gepolt ist. Den letzten Satz bitte ich nicht misszuverstehen...damit "spreche ich niemandem etwas ab".

Hinzu kommen auch ganz einfache Dinge...sagt man einem Menschen etwas auf vernünftige Art und Weise "erreicht" man häufig mehr, als wenn es dramatisch und "laut" wird. Und dies müsste eigentlich für jeden verständlich sein, weil - so denke ich - jeder so "behandelt" werden möchte. Das hat auch nichts mit "Honig um den Bart schmieren zu tun" oder "etwas vormachen".
Und schon gar nichts mit "Single oder Nicht-Single". Das sind einfach Erkenntnisse die einem im Laufe des Lebens ereilen.



@ icetiger

Du sagt ja schon "vielleicht". Das wage ich stark zu bezweifeln, dass das etwas mit dem Status zu tun hat..


bearbeitet von Gretchen70
Juicyfruit69
Geschrieben

Wenn ich beobachte, was sich manche Frauen in ihrer Beziehung gefallen lassen - ich würde das nicht ertragen.

Ich meine jetzt keine Schläge, aber die kleinen tägliche Rücksichtslosigkeiten, Gedankenlosigkeiten, Unverschämtheiten, Machtdemonstrationen, Übergriffe...
Wenn ich die Frauen darauf anspreche, dann haben sie es entweder überhaupt nicht so empfunden, oder es gehört halt dazu Und sie gehen ihrem Liebsten um den Bart, um genau das zu erreichen, was sie eigentlich wollen.

Ich galube, eine Beziehung funktioniert dann sehr gut, wenn eine Frau es schafft, ihrem Mann ihre Wünsche und Bedürfnisse so dilpomatisch zu verkaufen, dass er sie für seine eigenen hält


trifft eins zu eins, (dementsprechend ohne bart) auch auf einige männer zu!
darauf ein stößchen, mit sekt natürlich...

on
diplomatie liegt vereinzelt einfach im naturell, vollkommen unabhängig von einer beziehung.
übrigens wäre es schön sie hier vermehrt anzutreffen...


Telefongeliebte
Geschrieben (bearbeitet)

Das mit dem "ich würde das nicht ertragen" entspricht doch nur bedingt der Realität! Sobald man genauen Einblick in eine Beziehung oder auch nur in die Abgründe eines Menschen hat, lassen sich immer Dinge finden, von denen man als Außenstehender sagt: "Das könnte ich nicht ertragen!" Aber wenn man diesen Menschen liebt und mit ihm in einer Beziehung lebt, dann akzeptiert man eben doch Sachen, die einen bei Fremden in den Wahnsinn treiben würden. Wer dazu nicht bereit ist, ist vielleicht wirklich beziehungsunfähig!

Jeder hat seine persönlichen Grenzen und No-Gos. Aber wenn man ehrlich ist, mutet man seinem Partner auch allerhand zu. Mister/Mrs Perfect gibt es nicht - oder nur so lange, bis man auch die schwarzen Seiten dieses Menschens entdeckt hat.

Im Übrigen ist es auch eine Altersfrage - denn mit zunehmendem Alter werden wohl die meisten Menschen schrulliger.

Ach ja - ist Diplomatie denn wirklich so positiv? Natürlich können unbedacht gesagte Worte verletzen und natürlich muss man Menschen nicht unnötig weh tun, aber oft ist doch ein ehrliches Wort viel sinnvoller als eine diplomatische Lüge - auch wenn man mit der zunächst einmal mehr erreicht.

Ansonsten glaube ich auch, dass das einfach Typsache ist. Aber: wer gerne austeilt sollte auch einstecken können und nachtragend sollte man auch auch nicht sein. Dann können Streitgespräche auch als Katalysator wirken.


bearbeitet von Telefongeliebte
Geschrieben (bearbeitet)

Ich sehe es im Wesentlichen so wie Gretchen.

Die Sprache der Singles ist meiner Meinung nach und was mir hier so aufgefallen ist, direkter. Vielleicht aus der Erfahrung heraus, dass dies a) weit ökonomischer ist als ewiges Gesabbel und Gesülze für nichts und wieder nichts und b) es ehrlicher ist.
Wobei, ich betone es noch einmal, es für mich am ökonomischsten ist, direkt zu einer FI zu gehen. Das ist für mich das Ökonomischste schlechthin. Spart Zeit, spart Nerven und letztlich auch noch Geld.

Was hier ja in den meisten Fällen, jedenfalls aber vielfach, fälschlicherweise als Diplomatie verkauft wird, entpuppt sich oft als nichts Anderes, als vorauseilend entschuldigende Denkweise.

Wer´s braucht? Pfffffffffffffffff. *Achselzuck*

Ich denke aber auch, das kommt auch sehr auf das Lebensalter und die Lebensphase an, in der man sich gerade befindet.

Als "Beziehungs"anbahnungsritual muss ich keine Honeymoonsuiten mehr in irgendwelchen Romantikhotels bevölkern. Das muss ich nicht mehr haben.


LG xray666


bearbeitet von xray666
Geschrieben

... Das könnte ich nicht ertragen!" Aber wenn man diesen Menschen liebt und mit ihm in einer Beziehung lebt, dann akzeptiert man eben doch Sachen, die einen bei Fremden in den Wahnsinn treiben würden. Wer dazu nicht bereit ist, ist vielleicht wirklich beziehungsunfähig ...


Hmmm ... dann bin ich nicht wirklich beziehungsfähig

... Im Übrigen ist es auch eine Altersfrage - denn mit zunehmendem Alter werden wohl die meisten Menschen schrulliger ...


Ich würde es eher "anspruchsvoller" nennen als schrulliger


Ach so zur eigentlichen Frage. Ich bin Single, weil ich mich dafür entschieden habe. Und ich werde immer Single bleiben, weil ich mich auch dafür entschieden habe.
Was nicht heißt, dass ich niemanden hätte, mit dem ich ab und an was (was auch immer) unternehmen kann


Geschrieben

Da ich nicht ganz zum "jungen Eisen" gehöre, habe ich folgende Erfahrungen gemacht:

1. Alte Menschen werden immer "schrulliger". Ich weiss, was eva130254 meint.
Die "Alten" werden manchmal eigensinnig und "verkalkt" (was aber ein biologischer
Prozeß ist, den man kaum beeinflussen kann).

2. Aber manche besonders sehr jungen Single-Ladies, die wissen nicht, wie hoch sie die
Nase haben sollen, vor Schönheit! Außer Partys und Sonnenstudios steht manchmal
nichts dahinter. Und ein junger Kerl ohne fahrbaren Untersatz hat da keine Chanche.


Singles sind direkter, weil sie es sich leisten können, das ist manchmal nicht schlecht. Jeder weiß dann, wo der Hase lang läuft. Und ich muss ehrlich gestehen, mit der Jugend
möchte ich heute nicht tauschen. Sie haben es in der Schule und Ausbildung wesentlich schwerer, als wir, die ältere Generation.
Wenn man in einer Beziehung lebt, ist Diplomatie nicht schlecht, wenn sie nicht schleimig wirkt.


Geschrieben (bearbeitet)


Singles sind direkter, weil sie es sich leisten können, das ist manchmal nicht schlecht. Jeder weiß dann, wo der Hase lang läuft.



Ob sie es sich leisten können hängt davon ab in puncto was sie direkter sind und was sie wollen

Und zum "Hasen".....man denkt man wüßte wo der Hase langläuft. Aber ab und an schlägt einem dieser gerne mal ´ne Harke.


bearbeitet von Gretchen70
Maigloeckchen65
Geschrieben (bearbeitet)

Liebe Sinnlich40,

ich glaub ich verstehe die Frage auch nicht ganz.

Beim Lesen ist mir ebenfalls der Gedanke zur Kompromißbereitschaft gekommen. Ich weiß halt nicht, auf welches Verhalten hin dir speziell dieser Gedanke gekommen sein könnte. Vermutlich haben sie in bestimmten Angelegenheiten ein anderes Verständis als Singles, ähnliche Sichtweisen (z. Bsp. bezüglich Fremdgehen... Familienangelegenheiten...). Ob dass dann unbedingt diplomatisch ist? *kopfkratz*

Oder bezieht sich das diplomatische Schreiben auf "Gebundene" untereinander?

Das mit dem "ich würde das nicht ertragen" entspricht doch nur bedingt der Realität! Sobald man genauen Einblick in eine Beziehung oder auch nur in die Abgründe eines Menschen hat, lassen sich immer Dinge finden, von denen man als Außenstehender sagt: "Das könnte ich nicht ertragen!" Aber wenn man diesen Menschen liebt und mit ihm in einer Beziehung lebt, dann akzeptiert man eben doch Sachen, die einen bei Fremden in den Wahnsinn treiben würden. Wer dazu nicht bereit ist, ist vielleicht wirklich beziehungsunfähig!



... das klingt nach: wenn du mich liebst dann.....

Dann bin ich gern beziehungsunfähig.

Wenn man jemanden liebt, sieht man manche Dinge gewiss anders, aber es gibt auch in der Beziehung Grenzen. IN einer Beziehung zu bleiben, die einem viel Unbehagen bereitet, vielleicht Angst macht etc, das hat nichts mit Diplomatie dem anderen gegenüber zu tun.

Jeder hat seine persönlichen Grenzen und No-Gos. Aber wenn man ehrlich ist, mutet man seinem Partner auch allerhand zu.



Auch dem Partner steht es jederzeit frei zu gehen. Niemand muss über seine Grenzen gehen oder sich drüber latschen lassen. Never.
Reden ist wichtig, miteinander arbeiten.

Im Übrigen ist es auch eine Altersfrage - denn mit zunehmendem Alter werden wohl die meisten Menschen schrulliger.



Manche werden einfach etwas gelassener, weiser und damit verbunden oft direkter. Das kommt häufig als unhöflich an, ist aber eher freundlicher als alles andere....

-&gt Jeder darf sich leisten, direkt zu sein. Das ist sogar wünschenswert.


bearbeitet von Maigloeckchen65
Geschrieben (bearbeitet)


Manche werden einfach etwas gelassener, weiser und damit verbunden oft direkter. Das kommt häufig als unhöflich an, ist aber eher freundlicher als alles andere....

-&gt Jeder darf sich leisten, direkt zu sein. Das ist sogar wünschenswert.



Wer gelassener und weiser wird, ist meines Erachtens nach auch in der Direktheit "freundlicher" und keineswegs unhöflich.

"Direkt" ist wünschenswert ?

Naja..."Mit Verlaub her Präsident sie sind ein........ ...."....ist wünschenswert ?

Okay.


bearbeitet von Gretchen70
Telefongeliebte
Geschrieben

Hm - also entweder ich bin überkritisch, zu tolerant (was sich ja widersprechen würde) oder aber ihr unrealistisch. An jedem Menschen, den ich kenne, gibt es Eigenarten, die mir nicht gefallen. Umgekehrt habe ich auch gewohnheiten und Charaktereigenschaften, die gewöhnungsbedürftig oder für andere nicht mehr tolerierbar sind. So sind wir Menschen eben: unperfekt!

Ich gehör nicht zu den Menschen mit rosaroter Briller und so verliebt kann ich gar nicht sein, als dass mir nicht manche Eigenarten unangenehm auffallen würden. Manches stört einen erst wirklich, wenn die Verliebtheit nachlässt, an manches gewöhnt man sich und sieht es irgendwann gar nicht mehr und manches zerstört auf Dauer die Beziehung.

Mit einem Menschen Zusammenzuleben erfordert immer Kompromisse.


Maigloeckchen65
Geschrieben

Was sich welcher Präsident auch immer wünscht, weiß ich nicht. Mir ist Ehrlichkeit allemal lieber und vor allem direkt. Rumeierei und "jaaa, des passt scho" nerven. Fühl ich mich von irgendwas angegriffen, gibts vielleicht was anzugreifen, etwas, worüber ich nachdenken sollte. (als ich davon bei Demartini las, hab ich diesbezüglich bei mir geforscht und bin zu dem Ergebnis gekommen, das da durchaus was dran ist)

Tja, was wolltest du nun beim Präsidenten einfügen??? Was auch immer, du hast sicher ne Erklärung aus deiner Sicht dazu. Das ist doch ok.

... Vor ein paar Jahren hab ich mal zu ner Nachbarin gesagt (in der Schule): Er widerspricht sich doch ständig." Herr Lehrer hats gehört obwohl ich wirklich leise sprach. Ich habs ihm dann 3 mal erklärt und dann wischte er seine Erklärungen weg hat er nach meinem Diktat den Stoff an der Tafel neu formuliert und eingesetzt. Konsequenz? Weiterhin gutes Ansehen und gute (vielleicht sogar bessere) Benotung. Bei Nachfrage ist halt ne gute Begründung der geäußerten Ansicht sinnvoll. Ob das Gegenüber sie versteht, ist noch ne andere Sache.


Telefongeliebte
Geschrieben

Äh, Maiglöckchen, das war ein eigentlich sehr bekanntes Originalzitat aus den politischen Anfangsjahren Joschka Fischers! Tja, auch der äußerst sich mittlerweile diplomatischer -ob er deshalb beziehungsfähiger ist???


Maigloeckchen65
Geschrieben

Was, welches meinst du Telefongeliebte?


Geschrieben (bearbeitet)

Sind gebundene Menschen diplomatischer als Singles?

Aber immer.

Wenn ich will.

Und manchmal will ich einfach nicht.


Hm - also entweder ich bin überkritisch, zu tolerant (was sich ja widersprechen würde)



Dass ist doch auch abhängig von der jeweiligen Situation, oder?



gewohnheiten und Charaktereigenschaften, die gewöhnungsbedürftig oder für andere nicht mehr tolerierbar sind. So sind wir Menschen eben: unperfekt!



Man sagt doch sehr gerne über ein Gegenüber "der oder die hat den Fehler ......", dabei, der eine oder andere "Fehler" stört ja nicht jeden, ergo kann man auch nicht von "Fehlern" sprechen, es sind lediglich Eigenarten.


bearbeitet von DerWolfimSchaf
Telefongeliebte
Geschrieben (bearbeitet)

Was, welches meinst du?


Joschka Fischer an Bundestagsvizepräsident Richard Stücklen: ; Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch!"


bearbeitet von Telefongeliebte
Maigloeckchen65
Geschrieben

Ja, das muss so 83/84 gewesen sein oder (da hatten wir zwar auch schon Westfernsehen, aber das ist mir wohl entgangen )? Genauer hab ich es nicht nachgeschaut. ABER: ich finde das einfach nur verblüffend ehrlich und schon nett formuliert. Das geht ja auch anders. Es kommt auf den Ton an, genauer gesagt auf die Betonung des ganzen Satzes, ob etwas zur Beleidigung wird, oder einfach nur Ausdruck eines Gedankens, einer Ansicht ist.


4sarasvati
Geschrieben

Ich mach das weniger am Beziehungstatus fest. Bei fremden Leuten formulier ich im Zweifelsfall eher diplomatischer, weil ich ja nicht weiß, wieviel sie verkraften und weil ich keine Lust auf Stress habe.

Bei Menschen, mit denen ich viel zu tun habe - Teams, Freunde, aber auch die Beziehung, ist mir authentisches Aufregen etc viel lieber als alles mit einer nett-korrekten Soße zu überziehen, wo ja doch jeder weiß, was eigentlich gemeint ist (oder glaubt es zu wissen, halb echt, halb dazuphantasiert - und schon wird's anstrengend....), entsprechend bin ich möglichst direkt - aus dem gleichen Grund: weil ich keine Lust auf Stress habe.

Meine Kompromissbereitschaft im Alltag schwankt zwischen unkompliziert-offen und stur, je nachdem wie leer meine Batterien gerade sind und wieviel Privatleben ich in der letzten Zeit für mich "sichern" konnte.


Geschrieben

Tja, auch der äußerst sich mittlerweile diplomatischer -ob er deshalb beziehungsfähiger ist???



@ Telefongeliebte

Danke.

Nun ja, ob er beziehungsfähiger ist weiß man nicht, zumindest ist er beziehungswillig.

Allerdings hat er es mit einer Mischung aus Ehrlichkeit / Direktheit und diplomatischem Geschick ordentlich weit gebracht.

Also mal Sekt und mal Selters. Scheint mir gar kein so schlechter Weg zu sein.


Geschrieben

wo ja doch jeder weiß, was eigentlich gemeint ist (oder glaubt es zu wissen, halb echt, halb dazuphantasiert - und schon wird's anstrengend....), entsprechend bin ich möglichst direkt - aus dem gleichen Grund: weil ich keine Lust auf Stress habe.

Meine Kompromissbereitschaft im Alltag schwankt zwischen unkompliziert-offen und stur, je nachdem wie leer meine Batterien gerade sind und wieviel Privatleben ich in der letzten Zeit für mich "sichern" konnte.



@ Vati :

Du sprichst mir aus tiefster Seele.

Um was es hier auf dieser Plattform letztendlich geht, weiß auch jede/r oder sollte es sich zumindest vorstellen können.

Aber ist deshab jemand, der die üblichen und ewig gleichen (und deshalb mittlerweile langweiligen) Balzrituale, das Balzgesülze und Geschwalle als unnötigen Lebensballast erkannt und abgeworfen hat, deshalb gleich undiplomatisch?

Stößt es in dieser Gesellschaft vielleicht an die Schmerzgrenze, wenn man so ehrlich wäre und von solchen Begrifflichkeiten wie "Beziehung", "Verhältnis", "Affäre", "Freundschaft mit besonderen Extras" endlich einmal das Deckmäntelchen der Verniedlichung herunterreißen und schlicht und ergreifend
den Begriff "Popperei" gesellschaftsfähig machen würde (die hat mit dem ne Popperei oder strebt mit dem ne Popperei an und umgekehrt)?


LG xray666


Telefongeliebte
Geschrieben

Das ist alles das Gleiche für dich??? Komisch, ich differenziere da durchaus. Auch wenn ich problemlos parallel mehrere Lover nebeneinander haben kann, so nehme ich doch jeden als Individuum war und mit jedem ist das Verhältnis ein wenig anders.

Aber auf Männer, die nicht MICH sondern nur irgendwas poppen wollen, habe ich keine Lust mehr. Ach ja - das merkt man meist auch an der Kommunikation - mit den einen ist es eine persönliche Unterhaltung während die anderen sich auf neutrale Themen beschränken. Sie wollen gar nicht wirklich was von mir wissen sondern nur kurz Spaß haben.


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