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Pumakaetzchen

Apothekenabzocke

Empfohlener Beitrag

Pumakaetzchen
Geschrieben

Ich hab wieder ne neue Dreierpackung meiner Pille gebraucht. In der Apotheke zahl ich dafür mittlerweile 34,95 €. Die ist im Laufe der letzten 18 Monate gute 6 Euro teurer geworden.

Heute war ich in Belgien, bin da mit meinem Rezept in die Apotheke. Genau dieselbe Pillensorte gibt es in Belgien nicht, aber eine die von der Zusammensetzung absolut vergleichbar ist.

Als ich den Preis hörte, hab ich mich fast auf den Arsch gesetzt. Hab damit gerechnet, dass ich so 5 - 6 Euro sparen werde. Weit gefehlt. Meine Pille kostet in Belgien 6,93 €. Für 3 Monate! Und die verschenken die sicher nicht. Zudem hab ich da 3 Wiederholungsscheine bekommen, das heißt, ich kann mit diesen Scheinen, Pillen für gesamt 9 Monate holen, ohne ein neues Rezept vorlegen zu müssen.

Wenn ich mir ansehe, wie wir in Deutschland abgezockt werden, muss man sich nicht wundern, dass die Kosten im Gesundheitswesen derart explodieren.

Also ich weiß auf jeden Fall, dass ich NIE wieder mein Pillenrezept in Deutschland einlösen werde.


Geschrieben (bearbeitet)

jepp! Allein das Stichwort Re-Import! da hab ich schon vor 20 Jahren mindestens 1/3 am Pillenpreis gespart und es soll mir niemand erzählen das die durch ein wenig 'hin und herschicken in der Weltgeschichte' an Wert verloren hat unterwegs ^^


bearbeitet von Smurf3
Thomas2359
Geschrieben

Puma, nimms mir nicht übel:

Aber das die meisten Medikamente im Ausland nur einen Bruchteil dessen was sie in der BRD kosten ist doch seit Jahrzehnten bekannt.

Den deutschen Konsumenten bzw. die deutschen Krankenkassen kann man ja abzocken bis der Arzt kommt ....


Pumakaetzchen
Geschrieben

Mir war klar, dass es billiger sein wird, aber dass das in DEM Maße der Fall ist, haut mich doch gewaltig um.

Werd demnächst mal sehen, was mit meinem Asthmaspray ist. Da muss ich über 20 Euro Eigenanteil zuzahlen. Ich hab ne Dreiviertelstunde Fahrtzeit bis Belgien. Und da ich das mit nem Einkauf kopple, bietet sich das an.


frauSCHULZE
Geschrieben

..gut, belgien is n eckchen weit wech ..aber ich bestell medis fast
nur noch im internet
..teilweise 30-40% billiger
..kann mir deutsche apotheken auch nimmer leisten


devotundwillig9
Geschrieben

Das wir abgezockt werden sieht man doch allein bei den Internetapotheken....da bekommst du die Medikamente 50 % billiger und der Versand ist auch kostenlos. Die Logistik- und Personalkosten müssen aber trotzdem noch finanziert werden. Da bleibt also trotzdem noch einiges über. Da ich nicht mal eben ins Ausland fahren kann, bestelle ich Medikamente nur noch bei einer Internetapotheke (mittleierweile auch für die Familie). In die Apotheke hier vor Ort gehe ich nur, wenn ich wegen einer plötzlichen Erkrankung wirklich dringend die Medikamente benötige.

Aber mit uns kann man es ja machen

LG Julia


SinnlicheXXL
Geschrieben

Nur blöd, dass es die kleine Apotheke um die Ecke bald nicht mehr geben wird, wenn keiner mehr dort einkauft! Schon schwierig, wenn man dann im Notfall ins Ausland fahren muss oder auf die Internetlieferung warten!

Ich fürchte aber, schuld an den überhöhten Preisen sind nicht die Apotheker sondern die Pharmafirmen und deren Lobby.


frauSCHULZE
Geschrieben

..das is scho richtig sinnliche xxl
..aber zb aspirin complett kostet in der apo 7,48
..im internett nur 4,44
..nasenspray rhino in der apo 5,29
..im net 2,99

..diese unterschiede sind einfach zu unverschämt


Geschrieben

... aber ich bestell medis fast
nur noch im internet ...



Ich auch


Ballou1957
Geschrieben

Meinste Du mit der kleinen Apotheke um die Ecke die, die wesentliche Medikamente gar nicht mehr vorrätig hat, sondern bei Rezepteingang auch erst bestellen muss ?


Schlüppadieb
Geschrieben (bearbeitet)

..das is scho richtig sinnliche xxl
..aber zb aspirin complett kostet in der apo 7,48
..im internett nur 4,44
..nasenspray rhino in der apo 5,29
..im net 2,99

..diese unterschiede sind einfach zu unverschämt



Ich denke, das der Vergleich trotzdem hinkt. Der Internetversand ist ein reines und straffes Verkaufsgeschäft, schnörkellos wie Aldi. In der Apotheke wird einiges an Personal vorgehalten, was neben dem Verkauf auch berät und Personal kostet nun auch mal Geld.

Ich kann bei Aldi oder im Internet auch nen PC kaufen, oder aber in den Fachhandel gehen, je nach dem, wie wichtig mir Beratung und Servcie vor Ort wichtig ist. Kann ich drauf verzichten, läßt sich dabei sparen, ists mir wichtig, nehm ich dafür auch in Kauf, paar Euro mehr zu bezahlen.

Zu Belgien kenn ich die Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens zu wenig, um die Gründe der günstigeren Preise zu kennen, möglicherweise ist das wie mit Autos, wo bekannt ist, das mit den hohen Preisen in Deutschland der Verkauf im Ausland subventioniert wird.


bearbeitet von Prickel
Dickerhund
Geschrieben (bearbeitet)

Meinste Du mit der kleinen Apotheke um die Ecke die, die wesentliche Medikamente gar nicht mehr vorrätig hat, sondern bei Rezepteingang auch erst bestellen muss ?




Nur mit dem Unterschied, dass die Apotheke die Medis beim Grosshändler bestellt und diese dann noch am selben Tag bekommt und oft sogar die Zustellung per eigenen Boten den Kunden anbietet, währen das Paket 1 bis 3 Tage (oder länger) unterwegs sein kann.

@Prickel: Volle Zustimmung. Geiz ist nicht immer Geil.


bearbeitet von Dickerhund
Geschrieben

Na ja ich hab vor 15 Jahren schon immer die Pille für mich und meine Freundinnen aus dem Spanienurlaub mitgebracht...da brauchte man damals nicht mal nen Rezept, da konnt man den Jahresvorrat für nen Bruchteil kaufen. Der Apotheker hat nur immer blöd geguckt und dann geschmunzelt wennde da rein bist und gesagt hast : Ich hätt gern 12x dies und 12 x das und dann noch 24x jenes *grins*

Ich hab ja nur ca. 2 km bis Holland und da kriegste Paracetamol oder Iboprufen 40 Stück 400er für 3 €...Aspirin für nen Euro
Das war schon immer so und in der Apotheke direkt über die Grenze da sind auch immer Angestellte die beraten können. Gut die haben nur von Donnerstag bis Sonntag auf aber...wenns nich eilt fahre ich immer dahin.
Warum soll ich da noch hier kaufen?
Klar die Apotheken um die Ecke sterben vielleicht aus aber es muss nun mal jeder aufs Geld gucken und da bin ich mir erstmal selbst die nächste


frauSCHULZE
Geschrieben

..klar is geiz nich immer geil

..wenn ich beratung brauch geh ich auch in einer aoptheke
..aber selbst bei net-apos gibt es eine beratungs hotline

..aber ich bestell ja nich irgendwelche medis quer durch das angebot,
sondern das was ich und meine familie brauch
..und selbst wenn ich 3 tage warten muß, isses mir egal ..ich kann ja
rechtzeitig bestellen


Pumakaetzchen
Geschrieben

Bestes Beispiel. Ich hab PEHA-Haft gebraucht, so nen Adhäsivverband. In meiner nächstgelegenen Apotheke 2,80 Euro, 10 km weiter bei ner anderen deutschen Apotheke, 1,65 Euro. Exakt das selbe Produkt. Und wenn ich mir was in der Apotheke hole, bin ich vorher informiert, was ich will. Beratung? Meist Fehlanzeige, ich hab durch meine frühere Ausbildung meist mehr Ahnung als die Damen und Herren in meiner Stammapotheke.


Ballou1957
Geschrieben

Immer, wenn überhöhte Preise gerechtfertigt werden, müssen die Argumente vom Fachgeschäft, dem Fachpersonal und der Vorratshaltung herhalten - was sie nicht richtiger macht:

Der PC vom Fachgeschäft kommt in der überwältigenden Mehrzahl der Fälle heute auch nicht mehr aus der eigenen Werkstatt und die fachliche Kompetenz hat sich oft genug schon als mehr als fragwürdig erwiesen - solange aber genügend private Kundschaft in diese Läden geht, um fehlende eigene Kompetenz durch Fachberatung zu ersetzen, fällt dies nicht auf und funktioniert - ein fragwürdiges Modell.

Ähnlich ist es mit den Medikamentenpreisen - sind die Apotheken die Nutznießer der hohen Preise? Mitnichten - sie geben sie nur weiter! Das ändert aber nichts daran, dass die Preise überhöht sind und in keinem andern Land so hoch sind wie hier.

Komischerweise findet in diesen andern Ländern aber die gleiche Forschung und Weiterentwicklung von Medikamenten statt, die hierzulande angeblich nur möglich ist, wenn wir überhöhte Preise bezahlen.

Und wieder sollen die Verbraucher schuld sein, wenn sie nach billigeren Bezugsmöglichkeiten suchen und diese nutzen.

Frage: Glaubt jemand daran, dass einer der Pharmariesen auch nur eine Sekunde darüber nachdenken würde, ob er die kleine Apotheke an der Ecke schädigt, wenn er heute einen neuen, lukrativeren Vertriebsweg auftun würde?

Und leider ist die Auslieferung der Medikamente durch die Apotheken inzwischen bereits wieder rückläufig - d.h. es sind zwei Gänge nötig, um das Medikament zu beschaffen. Und nicht jeder lebt in einer Großstadt. Es soll alte Menschen geben, die sich damit schwer tun - und die tatsächlich besser fahren, wenn sie per Internet bestellen und frei Haus geliefert bekommen.


Geschrieben

Zumal gerade chronisch Kranke davon profitieren, die Medis im Net zu bestellen.
Und die kriegen immer das Selbe und brauchen die Beratung nicht mehr.

Kein Wunder, dass immer mehr Leute kleine Krankheiten verschleppen und dann der dicke Hammer kommt....bei den Preisen

der weibliche Part


Cellerpaar
Geschrieben

Immer, wenn überhöhte Preise gerechtfertigt werden, müssen die Argumente vom Fachgeschäft, dem Fachpersonal und der Vorratshaltung herhalten - was sie nicht richtiger macht:



Bestes Beispiel das Fachgeschäft nicht unbedingt Teuer bedeutet, ist unser neuer Fernseher dafür:

Media Markt : 1198 €

Internet : 987 €

Fachgeschäft : 798 €

Nur wenn jemand mit Macht reich werden will, dann sind die Preise hoch.

Und ausserdem, den Apothekern geht es nun wirklich nicht schlecht. Wenn man bedenkt das eine Apotheke im schnitt 131.000 € Gewinn erwirtschaftet.

Gruss aus Celle


Milka_nrw
Geschrieben

Nur blöd, dass es die kleine Apotheke um die Ecke bald nicht mehr geben wird, wenn keiner mehr dort einkauft! Schon schwierig, wenn man dann im Notfall ins Ausland fahren muss oder auf die Internetlieferung warten!



Sicher die klassische Apotheke dürfte irgendwann genauso wegfallen, wie die klassische Postfiliale, wie wir sie noch kennen.

Aber ebenso wie bei der Post, wird auch bei den Apotheken dann das Shop-in-Shop-System greifen.
Netto, Schlecker, Rossmann und ein paar andere machen es ja schon so.
Nur sind diese Modelle eben noch nicht perfekt angepasst, was ja nicht schlimm ist, weils die Apo um die Ecke für den Notfall ja noch gibt.

Ich denke die Entwicklung wird dahin gehen, dass irgendwann kein Unterschied mehr fest zu stellen ist.
Die meisten Dinge zahlt man ja schon selbst, man hat oft kein Rezept mehr. Diese Dinge bekommt man sowieso schon innerhalb von 24 Std., per Kurier, heute bestellt-morgen geliefert.

Und Arznei auf Rezept wird bald genauso schnell gehen. Wenn man bei Schlecker & co. das Originalrezept vorlegt, oder es faxt oder eine Mail mit Rezept-Scan losschickt (das Original wird dann bei Lieferung an den Kurierdienst übergeben oder in der Filiale bei Abholung abgegeben).

Das ist alles machbar und ich denke so wirds in ein paar Jahren auch überall sein. Eine Nichtversorgung im Notfall ist wohl dann nicht mehr zu erwarten.
Für die kleine Apotheke um die Ecke sicher traurig, aber angesichts des, bei den meisten immer kleiner werdenden, Geldbeutels wohl nicht zu ändern.


Geschrieben (bearbeitet)

@Cellerpaar:

Seit wann bekommt man Fernseher in Apotheken


bearbeitet von eva130254
Cellerpaar
Geschrieben

@eva130254

War nur als Vergleich für den Spruch : Fachgeschäfte sind eben Teurer, wegen der Beratung und dem Personal usw....usw,,,

Fachgeschäft muss nicht = Teuer sein.

Genauso wie ein Schnäppchenmarkt oder ein Geiz ist Geil Markt nicht unbedingt günstig bedeutet.

Gruss aus Celle


SinnlicheXXL
Geschrieben

Medizin ist etwas anderes als Briefmarken. Ganz klar - viele Sachen kann auch jede Drogerie verkaufen, aber in jeder Apotheke stehen auch Apotheker. Das sind Spezialisten mit anspruchsvollem Studium, die wissen sollten, wie Medikamente wirken und was man in Wechselwirkung mit anderen Mitteln auftreten könnte. Außerdem gibt es etliche Mittel, die sie selber anrühren müssen - und so was kann eben nicht die ungelernte Verkäuferin bei Schlecker!


Geschrieben

Manche Apotheker wissen aber selber nicht, was sie da anrühren oder ihre Angestellten ... leider Gottes.


Milka_nrw
Geschrieben

@Sinnliche
Ich wollte eigentlich nur ausdrücken, dass es eben ohne die Ums-Eck-Apos trotzdem möglich ist, die Versorgung aufrecht zu erhalten, mittels Shop-in-Shop.
Mir ist schon klar, dass Briefmarken was anderes sind, es war nur ein Vergleich um zu verdeutlichen, wie es in der Praxis zukünftig aussehen könnte bzw. höchstwahrscheinlich aussehen wird.

Völlig wertungsfrei meinerseits. Einfach nur eine Vermutung wie der Verlauf sein könnte.

Meine persönliche Meinung dazu ist:
Ja auch ich nutze für die meisten Dinge die Internetapotheke.
Es ist günstiger, sie bringen es zu mir nach hause, ich kann in Ruhe noch im Internetshop nach rezeptfreien Sachen stöbern. Etwas was in der normalen Apo nervt, entweder sind keine Preisschilder dran und man muss ständig fragen. Oder alles steht hinter der Theke so dass man nicht mal eben greifen kann und z.B. Anwendungsgebiete oder Altersempfehlung etc. gucken kann. In der Internetapo kann ich auch net mal eben die Packung nehmen, aber da ists ein Klick und ich kann mir alle Infos zu dem Mittelchen abrufen ohne dass da jemand neben steht der genervt ist, weil ich mal darum gebeten habe mir ein paar Preise zu nennen oder mir ein paar Produkte rüber zu reichen.
Und leichter vergleichen kann ich dort auch ohne mir die Füße wund zu rennen.

Egal was war, eine Beratung für rezeptpflichtige Mittel, in der Apotheke habe ich noch nie gebraucht.
Bisher haben mir immer alle Ärzte meine Fragen beantworten können oder von sich aus schon wichtige Infos (Passen Sie bei dem Mittel auf, hier könnte die Verhütung nicht mehr wirken, zusätzlich schützen.), Dosierungsanleitung etc. mit auf den Weg gegeben. Packungsbeilage gibts ja auch noch.

Und wenn ich im Ausland unterwegs bin -das war ja das eigentliche Thema-, dann bringe ich mir meine regelmäßigen Sachen auch von dort mit. Mir gehts nicht schlecht, wahrlich nicht, aber Kohle hab ich auch net zu verschenken. Die geb ich lieber für anderes aus...


2terFruehling
Geschrieben

@Eva dem kann ich nur zustimmen. Ich bekam Antibiotika verschrieben. Auf der Packung wurde von der Apothekerin (auch noch die Chefin) eine Medikation von 2 x 1 vermerkt. Da ich wußte, dass ich das Medikament 10 Tage nehmen sollte, rief ich bei meinem Arzt wegen einem neuen Rezept an und war erschrocken, dass die Pachung schon leer war. Und das bei einer Spezialistin mit anspruchsvollem Studium. Zum Glück hatte ich keine Nebenwirkungen, aber es hätte auch anders sein können. Kommentar dann von ihr.... da hab ich mich wohl versehen


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