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Bedürfnis nach Dom/Dev, woher kommt es?


di****

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

saavik - gute Frage, viel besser zu fragen, wenn man was nicht weiss, als bei einer ernsthaften Frage sowas zu bieten:

wenn ich dominieren will, dann reicht mir die einfache Machtübernahme, also Aneignung der Fernbedienung...


Uebrigens haben viele Leute ***igungsphantasien, die sie aber im wahren Leben nie ausleben - und das auch nicht wollen.
Schliesslich ist es ein grosser Unterschied, ob das die Sexgoetter aus dem Traum sind oder schleimige Widerlinge, die einen in die Buesche zerren...

Wer tatsaechlich Dom/Dev ist, ist (meist) nicht abartig, sondern hat oft jemanden gefunden, dem er sich voller Vertrauen in solchen Phantasien hingeben kann.
Und die Phantasien sind so verschieden wie Deine und meine Beschreibung des perfekten Tages... oder Mannes...


Geschrieben

Ich bin davon überzeugt, dass sexuelle Neigungen auf Kindheitserlebnisse zurückzuführen sind. Wobei diese Erlebnisse nicht unbedingt so "gegenständlich" sein müssen, wie wir uns das heute, als Erwachsene, vorstellen.
Weil wir als Kinder eine Fantasie haben, die uns bestimmte Vorstellungen (Träume) später als Realität (Erfahrung) in Erinnerung bringen.

Eigentlich ist diese Seite hier ja ideal dafür, sich einen passenden Partner für seine sexuellen Neigungen zu suchen, nur ist das offensichtlich nicht so einfach.
Ich denke, je "besonderer" die Neigungen sind, desto schwieriger ist es, das Gegenstück zu finden.
Und gerade im Bereich DEV und DOM scheinen mir die Orientierungen sehr radikal. Also DEV sucht DOM und umgekehrt.
Dennoch, nach meiner Erfahrung reicht die sexuelle Kompatibilität bei Weitem nicht aus, um auch intim miteinander zu werden.
Und meistens sind da die weiteren Randbedingungen wieder unpassend.
Also suchen wir wieder nach der Quadratur des Kreises und warten darauf, dass der zärtliche Macho oder die treue Hure unseren Weg kreuzen.

Ich bin davon überzeugt, dass man nur dann miteinander wirklich zu "befriedigenden" Erlebnissen kommt, wenn man sich nicht nur auf sich selbst fixiert, sondern auch den Partner mit seinen Neigungen sieht und versucht, ihn glücklich zu machen.
Funktioniert natürlich nur, wenn beide das so sehen.
Ist schon echt blöd, wenn sich einer nach bestimmten Zuwendungen sehnt und der andere ist unfähig, die zu absolvieren (auch, wenn es so etwas wie Ohrfeigen sind).

Fazit:
Ob DEV oder DOM ist schließlich egal. Auch, wo darin die Ursachen liegen.
Man sollte das Besonder daran genießen.
Denn ein "normaler" Mensch, also der gar keine "besonderen" Neigungen hat, der kann auch nicht nachfühlen, worin das "besondere" Gefühl beim Ausleben der "Besonderheiten" liegt.

Liebe Grüße,
Tobby


Geschrieben (bearbeitet)

Es ist der etwas andere Sex, bei dem strenggenommen noch nicht mal "Sex" stattfinden muss. Gerade psychisch gesunde D/S-Spielerinnen legen ihr Hauptinteresse in körperliche und psychische Grenzen des Spielpartners, gesetzliche Grenzen sind hier allerdings nicht und niemals verschiebbar, sondern unberührbar. Es macht Spass eigene und fremde Grenzen auszuloten.


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

Aber daß da irgendwas nicht in Ordnung ist wenn man sexuelle Erregung bei empfindet wenn man geschlagen wird, oder gar selbst schlägt, das ist doch hoffentlich eine völlig normale Ansicht meinerseits, oder?



Na klar völlig normale Ansicht deinerseits.

Aber das da irgendwas nicht in Ordnung ist, wenn man sexuelle Erregung dabei empfindet, wenn man anpinkelt oder sich gar anpinkeln läßt, dass ist doch hoffentlich eine völlig normale Ansicht meinerseits oder?

Von daher ... wer im Glashaus sitzt ... du stehst auf NS ... andere stehen auf BDSM (das es in unzähligen Vielfalten und Ausprägungen gibt. Der eine findet BDSM nicht nachvollziehbar (oder Teile davon) der nächste findet NS nen bissel eklisch so sind halt die Vorlieben unterschiedlich und nur das gilt es zu respektieren.


Geschrieben

Ich bin davon überzeugt, dass sexuelle Neigungen auf Kindheitserlebnisse zurückzuführen sind. Wobei diese Erlebnisse nicht unbedingt so "gegenständlich" sein müssen, wie wir uns das heute, als Erwachsene, vorstellen.
Weil wir als Kinder eine Fantasie haben, die uns bestimmte Vorstellungen (Träume) später als Realität (Erfahrung) in Erinnerung bringen.


Das halte ich für ein ganz gefährliches Klischee! Auf einfachste Weise gilt z.B. dass bestimmte Schmerzformen oder Zwangssituationen beim Bondage zu einem erhöhten Endorphin-Ausstoss führen - durchaus vergleichbar mit den physiologischen Erlebnissen von Ausdauersportlern - und so, wie z.B. jemand sagt "Einmal einen Marathon laufen" - und dann "süchtig" wird, kann es auch auch Menschen bei Spanking- oder Bondageerfahrungen gehen - die psychologischen Erklärungsmuster bezüglich BDSM sind meist nur das Produkt "normaler" Vorurteile: Ursachensuche für etwas Fremdes, Unverständliches in psychischen Defekten!

Tatsächlich sind religiöse Formen des BDSM uralt und bereits in frühesten Zeiten so vielfältig wie heute: von der einfachen Flagellation über Unterwerfung, Zölibat, Selbstversklavung, freiwillige Wahl extrem erniedrigender Lebensformen, Selbstaufgabe... nur durch die Verbindung mit Religion eben nicht geächtet, sondern sogar hochverehrt. Die Beschreibung des Hochgefühls, das die Betroffenen dabei erfahren, decken sich dann doch wieder sehr deutlich mit modernen Beschreibungen aus der Szene.

Das Bild vom minderwertigkeitsbeladenen DOM, der seine Ohnmachtstraumata der frühen Kindheit nun in Macht- und Kontrollbesessenheit austobt, ist ebenso falsch wie das, der unter Kontrollzwang orgasmusgestörten SUB, die im Zustand der Unterwerfung endlich durch Abgabe der Verantwortung ihre spastischen Wellen durch sich hin durch branden lassen und genießen kann.


Geschrieben

Eigentlich ist diese Seite hier ja ideal dafür, sich einen passenden Partner für seine sexuellen Neigungen zu suchen,

Da bin ich mir nicht so sicher.

BDSM-Praktiken verlangen ein sehr hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen, das langsam wachsen muss. Ich habe außer meiner Ehefrau noch nie eine Frau kennen gelernt, mit der ich mir vorstellen könnte ein entsprechend tiefes Vertrauensverhältnis aufzubauen, und auch mit meiner Frau gehe ich selbstverständlich nur so weit, wie sie selbst es will.

Ich habe hier eine Frau kennen gelernt, die einen Partner suchte um ihre devoten Neigungen ausleben zu können. Sie ist gescheitert. Einerseits hatte sie es mit vielen Dummdoms zu tun, die sie gleich schriftlich abwimmelte, auf der anderen Seite konnte sie über diese Seite keinen Mann finden, bei dem sie sich fallen lassen konnte.

Zur Ausgangsfrage: ich selbst habe mich nie gefragt, woher meine Dominanz-Neigungen kommen, ich vermute aber, sie waren immer schon da.


Geschrieben


Fazit:
Ob DEV oder DOM ist schließlich egal. Auch, wo darin die Ursachen liegen.
Man sollte das Besonder daran genießen.
Denn ein "normaler" Mensch, also der gar keine "besonderen" Neigungen hat, der kann auch nicht nachfühlen, worin das "besondere" Gefühl beim Ausleben der "Besonderheiten" liegt.

Liebe Grüße,
Tobby



gut gesagt und auch das was ich immer sage. Wer diese Neigungen nicht hat, kann es nicht nachempfinden. Deswegen auch meine Forderung dazu: verstehen = muss nicht sein, akzeptieren = muss sein

cat


Geschrieben

Ich finde das Posting von sleeping_beasty(ich zitier jetzt nicht!) gut nachvollziehbar.
Ich glaube auch, dass es am Partner liegt, was man auslebt, bzw. wie weit man geht.

Gerade als Anfänger, der vielleicht erstmal nur eine gewisse Fantasie hat, ist es schwierig, einen passenden Partner zu finden, Vertrauen baut sich meist erst langsam auf, ich könnte mir jedenfalls nicht vorstellen sofort mit einem Fremden zu "spielen".

Selbst, wenn ich einige Praktiken aus der BDSM Szene unvorstellbar finde, respektiere ich andere Neigungen, glaube auch nicht, dass dahinter zwingend psychische Probleme stecken müssen. Jedenfall nicht mehr, als bei Neigungen, wie NS!


Geschrieben

Selbst, wenn ich einige Praktiken aus der BDSM Szene unvorstellbar finde, respektiere ich andere Neigungen ...



sorry, wenn ich es so aus dem Zusammenhang reisse. Aber genau darum geht es doch, oder etwa nicht? Einfach zu respektieren, auch wenn man es für unvorstellbar hält. Leider denken nicht alle wie Du.

Es gibt auch bei mir noch einige Aktivitäten die nicht in Frage kommen. Aber ich akzeptiere es, wenn es andere ausleben.

Bei mir gab es Anfangs nur eine Handvoll Praktiken die ich mir selber vorstellen konnte. Mit dem richtigen Partner hat sich in der Zwischenzeit das Verhältnis fast umgedreht und es gibt wenig was ich mit gar nicht vorstellen kann.

cat


Geschrieben

Weil hier die geschichte der O so zitirt wird muß mal folgendes klar gestellt werden, Diese geschichte ist ein roman und hat keine atobiographischen grundlagen !!!!

Hab ich mir von einer Switsherin sagen lasssen die weiß von was sie spricht !!

Gestern hab ich mich mit einer Dev Lady unterhalten die sagt "Es war einfach da ,ich weis nicht woher es kommt " !!!

Weiter meinte sie "ich bin alleinerziehende berufstätige Frau ,meine Kids Funktioniren ,Meine 100% mänlichen Kolegen respektieren mich als Autorität" !

Und Noch ein Zitat weils so schön war "Die meisten die sich Dom nennen sind nur sadistische und Egoistische D....säcke, die nicht in der lage sind die kontrolle ,die sub abgibt zum wohle ,der befriedigung und Führsorge für die Sub vertrauensvoll in obhut zu nehmen um sie nach der beziehung/behandlung wieder zurück zu geben "!!???!!!

Und das jemand Sado oder Maso Praktizieren kann heist nicht das er auch einen Gefühlszugang hat !?

Ich Verstehe es auch nicht und kann Trotzdem eine Sub bespielen, das kann auch spass machen , ob es aber auch Geil oder Befriedigt macht ist doch eine ganz andere Ebene !


Geschrieben

Ich kann nicht sagen woher meine Neigung kommt und ich finde es auch überflüssig
das nun haarklein zu recherchieren. Fakt ist: Gut ist, was gut tut.

Ich kann versuchen meine Faszination und meine Freude daran zu erklären.

Erstaunlicherweise sind es oft selbstbewusste Menschen die eine devote Neigung haben.
Ein Zustand der absoluten Selbstaufgabe aber dennoch beschützt durch einen geliebten Menschen. Schwach sein zu können ist eine Fähigkeit, (c) Julian aka Lederhaut
Im fast allen Lebenssituationen treffen wir auf Menschen oder Situationen die uns schaden wollen/können. Demütigungen im Beruf, Ablehnung vom Wunschpartner usw. Jeder geht damit anders um. Manchen nehmen es hin und schlucken das, andere sind wehrhaft. Wenige Personen lassen viele Menschen nahe an sie heran. Dies würde Verletzlichkeit bedeuten.
Das ist eine natürliche Schutzvorrichtung. Das Leben lehrt, wer nicht stark ist geht unter.
Aber gerade deswegen kann der Wunsch schwach sein zu dürfen absoluter Luxus sein. Sicherlich ist es eine Wohltat seine ganzen innerlichen Schutzbarrieren abzulegen um sich in die Arme eines geliebten Menschen zu begeben. Wenn jemand seinen Kopf in den Schoß eines anderen legt so ist dieser verletzlich und gerade deswegen schön. Seine Stärke fallen zu lassen um sich dafür auch noch lieben zu lassen ist für fast alle Menschen Seelenurlaub.

Oft beherrschen uns viele Gedanken, Probleme die uns beschäftigen Dinge, die erledigt werden müssen etc. Wenn es uns nicht gut geht so fällt es schwer sich selbst aufzugeben, denn schließlich hat man zu funktionieren. Und nicht nur das, manchmal sagt auch der eigene Stolz, der eigentlich auch eine gesunde Schutzfunktion übernimmt und uns damit vor Schaden schützt, das er nicht will, dass wir uns fallen lassen. Für mich ist D/s oder SM eine Hilfe oder vielleicht sogar die effektivere Methode meinen Stolz und meine Schutzbarrieren die durch mein Leben entstehen abzulegen um meinen Seelenurlaub antreten zu können. Das mag auch gerade das sein, was viele betonen indem sie sagen, dass gefesselt werden sie befreit. Wenn ich wehrlos bin und erniedrigt so ist keine Stärke oder Stolz vorhanden.

Dann sind da noch die starken Kontraste. Wenn ich eine Weile alleine gelassen werden umso mehr genieße ich die Zweisamkeit. Wer seine Hand in eiskaltes Wasser hält und danach in lauwarmes wird feststellen, dass sich das lauwarme Wasser wärmer anfühlt als wenn er direkt in dieses gefasst hätte. Wie ist es denn nun, wenn man Schmerzen erduldet und dann Zärtlichkeit erlebt? Wenn ich mir über Schmerz oder Demut Anerkennung verdienen muss so bin ich wesentlich stolzer auf meine Leistung und kann meine Belohung erst richtig genießen.

Damit kann sicherlich nicht jeder etwas anfangen, aber es ist ein Art der Sexualität oder sogar eine Lebensform mit der eine Gruppe von Menschen ihre Freude hat.


Geschrieben

Hallo diesseitsdes

Das Bedürfnis, dominiert zu werden, woher kommt das?

Manche Mitglieder suchen nach einem Meister, der sie erzieht, manche sagen sogar "zu einem Sklaven erzieht". Wie kommen diese Menschen zu diesem Bedürfnis, sich dominieren zu lassen?

Diesseits



Das ist kompliziert, und ich habe mir selber auch schon Gedanken darüber gemacht.
Ein Paar Antworten habe ich schon gefunden, aber ich glaube nicht, das dieses Erschöpfend ist.

Als ich so 12-13 war, war ich relativ "frühreif", sehr dominant (wenn man Agressivität, und den Versuch, sich durchzusetzten, in dem Alter als dominant bezeichnen will) bin aber zimlich gegen die Wand gelaufen. Die Mädels, die mich interessierten, waren alle älter und hatten noch ältere Freunde. dagegen konnte ich nicht anstinken.

Jedenfalls kam eine neue in die Klasse, die wie ein Pornostar aussah. Wegen meiner Erfolglosigkeit
hatte ich mir schon überlegt, ob ich mir nicht eine etwas sanftere Ttaktik zulege......und bei ihr habe ich es probiert. Es klappte insofern, als sich zwischen mir und ihr eine Freundschaft entwickelte. Aber weiter kam ich dann auch nicht.

Ich entwickelte ihr gegenüber eine erhebliche Geduld und Toleranz. Sie war abwechselnd sehr sanft, und im nächsten Moment sehr aggresiv und abweisend. Erst viel später habe ich Erfahren, das sie Borderlinerin ist.
Was ich aber erfahren hatte, ist, das sie mit 12 ***igt worden war. Ich war bestürtzt, wollte das irgendwie gut machen, hatte oft selber Schuldgefühle, wenn ich zu heftig gebaggert hatte, und sie verletzt reagierte.
Da wuchs in mir der Wunsch, mich ihr zu unterwerfen. Daß das was mit BDSM zu tun hat, wusste ich damals nicht. Sogar den Begriff kannte ich nicht. Ich habe erst durch Zufall davon Erfahren, als ich so 18 war.
Bis dahin hatten sich meine devoten Gefühle zu intensiven Cunnilingus Phantasien gesteigert.
Irgendwann mit 25 bin ich dann das erste mal zu einer Domina gegangen........und so immer mehr auf die devot+maso Schiene gerutscht.
Daß das Mädel, auf das ich ursprünglich scharf war, eigentlich devot war, habe ich erst 15 Jahre später erfahren.

Jedenfalls hatte ich da den "knacks" schon weg. Ich habe eine deutliche devot+maso Ader konditioniert, und Probleme beim flirten, weil es mir an Selbstbewusstsein fehlt, und die Erfahrungen mit der Borderlinerin meinen Sinn für Körpersprache verdreht haben.
Jaja, ich habe mittlerweile gelernt, Körpersprache anders zu interpretieren, aber das ist anstrengend und kostet Zeit. Lockeres flirten ist so kaum möglich.

Meine jetzige Freundin ist "stino", und ich habe eine maso Spielfreundin. Obwohl ich bei ihr sadomäßig auftrete, ist mir das ganze etwas fremd. Ich mache das ganze ähnlich wie ein "krankengymnastischer Masseur". Passt sogar etwas. Sie ist auch Borderlinerin mit selbstverletztendem Verhalten. SM ist für sie eigentlich eine erweiterung des "ritzens", mit ähnlich entspannender Wirkung.

Es gibt bei mir auch noch weitere Beobachtungen, aber die sprengen den Rahmen dieses Postings.

Viele liebe Grüße: wakldakl


Geschrieben

Bei mir ist es so das ich immer viel Verantwortung im Leben hatte und da Dominanz und durchsetzungsfähigkeit Zeigen mußte(was mir nicht liegt)
Für mich ist es entspannend dafür im Sexuellen nicht immer das sagen zu haben.Mich führen zu lassen.Oder halt mal zu tauschen und zu sagen"heute sag ich dir mal was Thema ist"
aber nicht dauerhaft.
Es geht bei Dom/dev für mich um Vertrauen und hingabe an den Partner.
Und das sich auf den anderen verlassen zu können.
Und darum freiwillig die Kontrolle abzugeben.Mal völlig los zu lassen.


Geschrieben

Ich denke auch nicht, dass man die Frage nach dem Woher mit einfachem Schubladendenken abhandeln kann. Es wird wie immer im Leben sein. Gibt von allem was. Jedes Klischee findet seinen Erfüller und auch seinen Widerleger. Bei mir ist es so, dass mein Vater starker Alkoholiker war und den Rest der Familie systematisch klein gehalten hat. Daher kommt auch meine devote Neigung. Wobei ich auch nichts dagegen habe, mal den dominanten Part zu erfüllen. Meine letzte Liaison war im Bett zum einen sehr aufgeschlossen, hatte aber durch durch miese Kindheit die selbe devote Ader wie ich.
Was passiert da nun? Zwei devote liegen im Bett nebeneinander und erwarten vom anderen dominiert zu werden.....klingt lustig, ist es auch irgendwol, hehe.
Aber da sie ja nun sehr aufgeschlossen war, konnten wir gut darüber reden und uns sagen was wir wollten. Sie stand auf leichtes Würgen, Ohrfeigen und das "sie dazu zwingen, ihr mein Ding in den Mund zu schieben". Konnte ich überall mit leben, hat sie gekriegt. Und ich habe ihre Fingernägel über den Rücken gezogen gekriegt, sie zog Lackhandschuhe an und hat n bischen Dirtytalk gemacht.
Na und? Meine Güte. Pervers ist relativ. Was für den einen unvorstelbar ist, ist für den anderen die Erfüllung seines Lebens. Gibt Sachen, die für mich auch weit weg sind, aber deshalb verurteile ich andere, die es machen, doch nicht. Wenns sie glücklich macht, es legal ist, warum nicht? Solange es 2 Menschen zusammen bringt, und sie beide davon was haben, soll´n sie machen.

Gruß,
Battle


Geschrieben

TantricClitLick (ganz frühre artikel) ... SORRY: DAS NÄÄÄÄRVVVT !!!!!!!

BITTE BITTE .... was du da schreibst, hat mit einem ordentlichen und sattelfesten psychologischen ansatz ABER AUCH GAR NICHTS zu tun - kein wunder, das so manche SMler immer wieder mit den absurdesten Vorurteilen bedacht werden.

Da werden Begriffe durcheinanergewirbelt, ein wenig pseuso - Freud hier, ein wenig irgend `was Anderes dort ... NEIN !!!!!!!!!!!!!!!!! NÄRRVT !!!!!!

ERST Lesen DANN WIEDER SCHREIBEN: Passig / Strübel: Die Wahl der Qual, Reinbeck bei Hamburg 2004


  • 3 Jahre später...
Geschrieben

Hallo,

habe mich das auch schon oft gefragt, es gibt da wohl verschiedene Ansätze für die Ursachen von Masochismus und Sadismus.
Zum einen geht man bei Masochisten davon aus das sie die Gefühle die im Zusammenhang mit dem lösen von der Mutter stehen unterdrücken wollen. Sie wollen also Ängste und Gewissenskonflikte unterdrücken und sich selbst für negative Emotion gegenüber der Mutter bestrafen.
Ein andere Ansatz ist das der Masochismus angelernt wurde, über Masturbationsphantasien und entsprechende Filme.

Bei Sadismus könnte sexuellem Missbrauch in der Kindheit die Ursache sein. Aber auch hier wird vermutet das diese Menschen Angst haben sich von der Mutter lösen zu müssen und gleichzeitig Angst davor haben es nicht zu können, anders als bei Masochisten äußert sich das bei Sadisten aber nicht mit Unterwerfung sondern mit Aggressivität.

Ich denke das es auf jeden Fall seine Ursache in der Pubertät und im Zusammenhang mit der Mutter hat.

Die Behandlungen dieser Sexualstörungen(ICD-10-WHO F65.5) sind leider sehr langwierig und wenig vielversprechend.


Geschrieben

Das Bedürfnis, dominiert zu werden, woher kommt das?




Ich denke, es hat etwas mit einer Prägung aus dem bisherigen Leben zu tun, wahrscheinlich vornehmlich aus der Kindheit. Müsste man mal einen Psychologen/Wissenschaftler befragen, ob es da Erkenntnisse gibt.


Geschrieben

Hallo,



Bei Sadismus könnte sexuellem Missbrauch in der Kindheit die Ursache sein. Aber auch hier wird vermutet das diese Menschen Angst haben sich von der Mutter lösen zu müssen und gleichzeitig Angst davor haben es nicht zu können, anders als bei Masochisten äußert sich das bei Sadisten aber nicht mit Unterwerfung sondern mit Aggressivität.

Ich denke das es auf jeden Fall seine Ursache in der Pubertät und im Zusammenhang mit der Mutter hat.

Die Behandlungen dieser Sexualstörungen(ICD-10-WHO F65.5) sind leider sehr langwierig und wenig vielversprechend.



Mit Verlaub, so ein Schwachsinn.
Verschiedenen Doktorarbeiten zum thema kommen zu dem schluss, dass es keinerlei Unterschiede in der Prägung von Menschen gibt, die auf bdsm sthen und solchen, die es nicht tun.
Sexualstorungen nach icd setzen ein leiden (!!) Der entsprechenden Person voraus. Ohne leiden stellen sexuelle spielvarianten keine icd-diagnose dar.
Man, hier ist es ja vorurteilsbeladener als in nem hausfrauenforum. Fürchterlich


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