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Tabu's und der Tabubruch, eure Erfahrungen

Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

Ich bin mir jetzt nicht sicher ob die Frage auch bei poppen.de nicht viel zu weit in die Privatsphare hinenreicht, aber auf den Versuch kommt es an...

Ich habe zweimal in meinem Leben eines meiner Tabu's gebrochen. Beide male setzten die Inszenierung des Tabubruchs ein ungeheures innovatives Potential frei.

Das erste Mal habe ich die Suizidalität einer Frau ausgenutzt. Mit den Folgen war ich 6 Monate beschäftigt, bei denen ich weit über das hinausgewachsen bin, zu was ich mich für befähigt hielt. Dankenswerterweise ging alles gut.

Meinen zweiten Tabubruch behalte ich für mich.

Meine Frage, habt ihr jemals einer eurer Tabu's gebrochen und welches waren die Folgen?


bearbeitet von KlarKopf
Geschrieben



Das erste Mal habe ich die Suizidalität einer Frau ausgenutzt. Mit den Folgen war ich 6 Monate beschäftigt, bei denen ich weit über das hinausgewachsen bin, zu was ich mich für befähigt hielt. Dankenswerterweise ging alles gut.

Meinen zweiten Tabubruch behalte ich für mich.

Meine Frage, habt ihr jemals einer eurer Tabu's gebrochen und welches waren die Folgen?



Das erschreckt mich jetzt. ist deines "Tabu's Bruch" , dass du jemandem beim suizid unterstützt hast und das gibt dir den Kick? Wenn das andere noch schlimmer war, dann hast du nicht nur mit einem Tab'u sondern mit dem Strafgesetztbuc'h gebrochen....


Geschrieben

@Klarkopf:

Ich denke, die Frage hier wirklich realistisch zu beantworten, ist ein Outing für viele. Es würde sicher den normalen Rahmen sprengen und endlos ausufern.
Deine erste eigene Antwort ist bereits ein Punkt, der ..................

Thema löschen und wirklich mit einem Menschen reden, zu dem Du absolutes Vertrauen hast, wäre meines Erachtens sinnvoller.

Klarkopf, Kopf hoch und lebe von Veränderungen.

Oppa


Geschrieben

ZUERST ... der BESSERWISSER (klar: der ist widerlich) ... lach ...

"Tabu`s" mit der Häkchen - Trennung oben zwischen "u" und "s" ist eine leider falsche Entlehnung aus dem Englischen und bedeutet dort einen "Besitzanzeig" - also hier gehört irgend etwas dem Tabu .... also weg mit dem " ` " und einfach das "s" angehangen, ist doch nur ein ganz normaler Plural ...

OK --- JETZT HASSEN MICH HIER ALLE ... lach ....

JETZT ABER: Bevor wir über das Brechen von Tabus (höhöhö) schreiben, WAS wird hier denn überhaupt als Tabu angesehen? Immerhin gibts ja selbst bei "poppen" ganz viele, die einen wollen "NICHTS MIT GEBUNDENEN MÄNNERN", und nicht allen Menschen außerhalb dieser Gemeinde kann man so einfach erzählen, dass man swingt (obschon die das nach zwei Bieren immer ganz genau wissen wollen) ... also ... mal näher spezifizieren zur genauen Tabuprüfung ....

... dabei nicht vergessen: Woher stammt dann überhauot der Eindruck, dass es sich bei der jeweiligen Handlung um ein Tabu handelt, sprich, über welche kulturellen und gesellschaftlichen Kontexte reden wir?


Geschrieben (bearbeitet)

Zu dem Thema Suizidalität könnte ich was beitragen, aber nicht in einem öffentlichen Forum, nicht zu fremden Menschen und erst recht nicht bei so vielen Hexenverbrennern.

Und Herrn Schäuble gehts am wenigsten was an!


bearbeitet von Vectra666
Geschrieben

ZUERST ... der BESSERWISSER (klar: der ist widerlich) ... lach ...

"Tabu`s" mit der Häkchen - Trennung oben zwischen "u" und "s" ist eine leider falsche Entlehnung aus dem Englischen und bedeutet dort einen "Besitzanzeig" - also hier gehört irgend etwas dem Tabu .... also weg mit dem " ` " und einfach das "s" angehangen, ist doch nur ein ganz normaler Plural ...

OK --- JETZT HASSEN MICH HIER ALLE ... lach ....



off:

All'e? Nei'n, ic'h nich't!Ic'h konnt'e de'n tex't nich't erns't nehme'n, wei'l ic'h übe'r di'e falsche'n Apostroph'e imme'r lache'n mus's

(Rechtschreibgegner argumentieren oft mit eingesparter Zeit. ein wort in einem stück zu schreiben geht doch schneller als extra dieses Häkchen zu setzen)

Das war eine kurze Exkursion ins Offtopic. Zum thema nochmal: jemanden beim Suizid zu unterstützen, zuzugucken oder was weiss ich, ist nicht nur ein Tabubruch, sondern unterlassene Hilfeleistung, wenn nicht noch mehr.


Geschrieben

Was ich beim Überfliegen des Eröffnungspostings als wesentlich wahrgenommen habe, ist folgendes:

Dankenswerterweise ging alles gut.



Aber ich kann mich ja in meiner Wahrnehmung täuschen, deshalb meine Fragen an den TE:

1. Ist es richtig, dass es nicht zu einem Suizid gekommen ist?

2. Hast du die innerliche Auseinandersetzung mit dieser Extremsituation gut überstanden?


LG xray666


Delphin18
Geschrieben

Das erste Mal habe ich die Suizidalität einer Frau ausgenutzt.

Wenn das, was ich jetzt interpretiere, zutreffen sollte, finde ich das mehr als krank und pervers, eher schon kriminell.


Geschrieben (bearbeitet)



1. Ist es richtig, dass es nicht zu einem Suizid gekommen ist?

2. Hast du die innerliche Auseinandersetzung mit dieser Extremsituation gut überstanden?



1. Das ist richtig. Kein Suzid.
2. Ja, eigentlich ist das genaue Gegenteil der Fall, ich war selbst über mich erstaunt. Der Tabubruch war, das ich anfänglich die Situation ausgenutzt habe. Ein klares Tabu. In der Folge bin ich über mich hinausgewachsen.

Allgemein ist es nötig die Fragestellung zu ändern.
" Ist jemand nach einen Tabubruch gewachsen, kreativer geworden oder hat irgend eine Form von Verbesserung erfahren?"

Klarer?


, zutreffen sollte, finde ich das mehr als krank und pervers, eher schon kriminell.



Spannend, was genau hast Du in meinen Einzeiler hineininterpretiert?


Tabu handelt, sprich, über welche kulturellen und gesellschaftlichen Kontexte reden wir?



Nun, natürlich nicht über gesellschaftliche Normen wie "Tötungsverbot", "Nötigungsverbot" oder das sonst noch in meinen Einzeiler hineininterpretiert wurde.

Ein Tabu ist eine persönliche, oder von der unmitelbaren Umgebung, oder von der Gesselschaft gebildete Verhaltensregel, die etwas sehr sehr streng verbietet was von Gesetz wegen eben nicht Verboten ist.

Ich persönlich denke, dass Tabubrüche persönliches Potential freisetzen. Die Frage war aber wohl zu intim, sogar für die poppen.de Gemeinde. Danke für die Denkansätze und die Antworten.


bearbeitet von KlarKopf
Geschrieben

Ein Tabu ist eine persönliche, oder von der unmitelbaren Umgebung, oder von der Gesselschaft gebildete Verhaltensregel, die etwas sehr sehr streng verbietet was von Gesetz wegen eben nicht Verboten ist.



Ein Tabu, dass mir mein Gewissen, also mein "Ich" auferlegt hat, breche ich nicht, es ist etwas ganz Persönliches. Wenn meine Meinung sich ändert, ist es kein Tabu mehr. Es geht mir darum, mich noch im Spiegel ansehen zu können, dass mein Handeln also im Einklang mit meinem Gewissen ist.

Ein triviales Beispiel ist, nicht einer Freundin den Ehemann auszuspannen, selbst, wenn ich diesen Mann begehren, "lieben" würde. Jetzt lachen sicher Einige, aber es ist eben mein persönliches Tabu, unter anderem...


gruenerWombat
Geschrieben

1. Das ist richtig. Kein Suzid.
2. Ja, eigentlich ist das genaue Gegenteil der Fall, ich war selbst über mich erstaunt. Der Tabubruch war, das ich anfänglich die Situation ausgenutzt habe.



Sowas in der Art: Google ["Der naive Glaube an den Weihnachtsmann"] ?


Ein klares Tabu. In der Folge bin ich über mich hinausgewachsen.



Du bist ein Held!



Allgemein ist es nötig die Fragestellung zu ändern.
" Ist jemand nach einen Tabubruch gewachsen, kreativer geworden oder hat irgend eine Form von Verbesserung erfahren?"

Kommt ja wohl immer auf den Tabubruch an.
Tabubruch per se hat nix mit Kreativität zu tun.


Nun, natürlich nicht über gesellschaftliche Normen wie "Tötungsverbot", "Nötigungsverbot" oder das sonst noch in meinen Einzeiler hineininterpretiert wurde.

Ein Tabu ist eine persönliche, oder von der unmitelbaren Umgebung, oder von der Gesselschaft gebildete Verhaltensregel, die etwas sehr sehr streng verbietet was von Gesetz wegen eben nicht Verboten ist.



Also viele formulieren als Tabu "... was gesetzlich verboten ist"

Die Frage war aber wohl zu intim, sogar für die poppen.de Gemeinde.



Sprücheklopfen ist auf poppen.de keinesfalls tabuisiert.


Geschrieben

Aus meiner erfahrung Verschiebt der mensch wenn ersich entwickelt seine Tabus !

Das erste Tabu das ein Mann verschieben muß ist die einsicht das seine mutter eine mutter ist und nicht die tollste frau der welt !!!!!

Wenn er diesen Lernprozess erfolgreich abgeschlossen hat wird er erst eigen ständig und überlebensfähig !!!!!!

Tabos Sind zB.: suizid aus persönlichen Gründen ! der suizid aus erengründen ist dagegn eine Großtat ?


Tabo kann also im entdefekt nur etwas sein das dein umfeld oder deine gesellschaft rigeros bestraft wenn du es brichst ?
Ergao Hat das Individeum kein Taboo, aber seine Gesellschaft und der Bruch entsteht nicht durch die tat selbst sondern durch die veröffentlichung der Tat, in welcher form auch immer ?


Geschrieben

Wikipedia: "Ein Tabu ist eine gesellschaftliche Verhaltensregel, die etwas streng verbietet."


Geschrieben

Freie Menschen definieren selber ihre Tabus, ob konform mit der Gesellschaft oder auch nicht.......sonst wären sehr viele Menschen nicht hier!


Geschrieben

"Ein Tabu ist eine gesellschaftliche Verhaltensregel, die etwas streng verbietet."



Nach dieser Definition haben wir keine allgemeingültigen Tabus mehr außerhalb des Strafgesetzbuches.


Geschrieben (bearbeitet)

Nach dieser Definition haben wir keine allgemeingültigen Tabus mehr außerhalb des Strafgesetzbuches.



Das ist richtig. Ein Tabu hat der Mensch, die Familie, oder die Geselschaft gebildet. Naturlich kann ein Eintrag aus dem Strafgesetzbuch zusätzlich ein persönliches Tabu sein. Ein gesetzlich verbotenes Tabu sozusagen. Aber über diese wollte ich nicht reden. Ich wollte nicht zur Aufdeckung von Straftaten aufrufen sondern nur fragen was nach dem Tabubruch passiert ist.

Mit dem Schwerpunkt "positive persöhnliche Veränderung".

Es geht mir um einen Tabubruch eines persöhnlich auferlegten Tabus oder eines welches von der Gesellschaft/Familie auferlegt wurde.


bearbeitet von KlarKopf
Geschrieben


Es geht mir um einen Tabubruch eines persöhnlich auferlegten Tabus oder eines welches von der Gesellschaft/Familie auferlegt wurde.



Wenn ich es mir persönlich auferlegt habe, und es breche, ist es kein Tabu mehr.
Es gibt sicher wenige Familien, die Tabus formulieren, die sind wohl eher unausgesprochen. (z.b. kein Sex vor eltern bzw, Kindern)

Die heutige Gesellschaft kennt keine tabus mehr (ohne strafrechtliche Relevanz). Es passiert nichts, wenn man gegen ungeschriebene Gessetze verstößt.

Offen über Sex sprechen? - guck ins Fernsehen. Deiner Kollegin unter den Rock fassen? ist sexuelle Belästigung, kein Tabubruch. Das einzige Tabu wäre Sex mit Tieren, ist wohl nicht verboten, man könnte aber wegen tierquälerei angezeigt werden.


Geschrieben (bearbeitet)

einzige Tabu wäre Sex mit Tieren, ist wohl nicht verboten, man könnte aber wegen tierquälerei angezeigt werden.



Wirbeltiere geniessen ein besonderen Schutz, glaube ich. Also z.B. die oft-zitierten Hühner. Ich denke es ist strafbar. Selbstverständlichist es auch ein Tabu, in erster Linie aber strafbar. Möglicherweise entwickeln sich Strafnormen auch aus sehr allgemeinen Tabus heraus.

Ist nun aber der Tabubruch eine Art "schöpferische Kraft" für den Tabubrecher?


bearbeitet von KlarKopf
SinnlicheXXL
Geschrieben (bearbeitet)

Nein - Sex mit Tieren ist in der Tat in Deutschland nicht strafbar. Wenn dich dabei aber jemand beobachtet und den Eindruck hat, du würdest das Tier quälen, dann kannst du dich trotzdem strafbar machen. Seltsamerweise ist jedoch Pornografie mit Tieren verboten.

Es gibt Tabus, an die ich mich halte - weil ein Überschreiten einfach indiskutabel für mich wäre. Die Verbote, die es hinsichtlich Sexualmoral in Deutschland gibt, kann ich problemlos beachten, manches ist für mich persönlich eklig (KV, Sodomie) und andere Dinge widerstreben mir einfach (harter SM, viele Fetische, Affären im Freunde- Familienkreis) und sind daher meine persönlichen Tabus. Dann gibt es aber Sachen, die mal tabu waren, für die man sich im Laufe der Zeit aber dennoch öffnet.


bearbeitet von SinnlicheXXL
Geschrieben

die mal tabu waren, für die man sich im Laufe der Zeit aber dennoch öffnet.



War der Tabubruch in der Folge also nicht der Tabubruch selbst, eher eine Bereicherung oder eher eine Last?


SinnlicheXXL
Geschrieben

Meinst du mich jetzt konkret? Da meine Tabubrüche eher harmloser Art waren - sprich einfach ein Überschreiten anerzogener Normen (Fremdgehen, Av, NS testen) waren die Folgen für mich eher eine Bereicherung.

Ich weiß, dass sich in unserer Clique ein verheirateter Freund auf eine Affäre mit einer langjährigen, psychisch-kranken Freundin eingelassen hatte. Das hatte in der Tat üble Folgen.


Geschrieben

die Folgen für mich eher eine Bereicherung.


Danke.

eine Affäre mit einer langjährigen, psychisch-kranken Freundin eingelassen hatte. Das hatte in der Tat üble Folgen.


So weit kann man gehen? Ich selbst habe nur die Arbeitskraft ausgenutzt, alles andere währe eine wahrscheinlich strafbare Handlung gewesen, da ein Vormundschaftsverhältnis zur Frau im ummitelbaren Freundeskreis bestand.


Geschrieben

Ich habe bis dato ein einziges Tabu gebrochen...zur Aussenwelt es jedoch "aufrecht" erhalten.
Mein Fazit:
Es hat sich gelohnt und ich habe im positiven und negativen Sinne daraus gelernt.


Geschrieben

ein einziges Tabu gebrochen... im positiven und negativen Sinne daraus gelernt.



Danke. Genau auf solche Erfahrungen war ich aus.


Geschrieben

Ich würde es jederzeit wieder machen, keine Frage!
Bei dem richtigen Anlass...ja klar!
Habe ein ganze Jahr mich gequält...mich leiden sehen...mir das Leben zur Hölle gemacht....und ich habe es überstanden.
Ich habe gelernt niemandem mehr zu vertrauen, das ist das positive.
Das negative ist, ich habe zuviele Gefühle investiert, die achtlos zertreten wurden, die mir meinen Halt gaben.
Um welches Tabu es sich dabei handelt ist nicht wichtig.


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