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DieFotografin77

Liebe - gibt es sie oder ist sie nur ein Gerücht?

Empfohlener Beitrag

DieFotografin77
Geschrieben

Ihr kennt das sicher alle. Man ist verliebt, schwebt in den Wolken und auf einmal macht der andere Schluß. Oder stellt die Beziehung in die Frage und weiß nicht mehr, was er will. Oder Freunde/Bekannte und Familie sagen: Das ist nicht der/die Richtige für Dich.

Man redet mit vertrauten Personen über seine Situation. Irgendwie kann jeder sagen, das passt nicht, wenn er/sie sich so verhält. Kurzum jeder weiß wann es NICHT Liebe ist bzw. eine Beziehung passt.

Aber irgendwie kann keiner sagen: Wenn DAS ist, dann weißt Du es ist der/die Richtige.

Bleibt das große Glück ein Mysterium, das niemals entschlüsselt wird und wer es findet, hatte einfach Glück?

Und warum kann analysiert werden, warum eine Beziehung nicht funktioniert, aber nicht warum funktionierende Beziehungen funktionieren?


MannohneSusi
Geschrieben

Hallo, Pixelmixerin! Schön (für uns), dass Du wieder da bist!

Ich denke, dass es Liebe gibt! Aber es dürfte wenig Sinn machen, darüber mit anderen, auch nahestehenden Personen zu reden.

Gibt es überhaupt passende Worte, um das richtig zu beschreiben, was Du fühlst? Und zwar so, dass Andere verstehen können, was da in Dir vorgeht?

Ich glaube nicht, deswegen kannst nur Du alleine entscheiden, ob Du wirklich Liebe empfindest, oder eben nicht!

Und wenn wir vor über 30 Jahren auf uns nahestehende Menschen gehört hätten, wäre ich jetzt wahrscheinlich immer noch auf der Suche......

Höre auf Dein Herz, aber schalte den Verstand nicht komplett ab, dann wirst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit die richtige Entscheidung treffen!

Das hört sich jetzt ziemlich bescheuert an, ist aber so! Bessere Worte fallen mir nicht ein!


Der Mann


Geschrieben

ich glaube nicht dass es sie gibt.
im grunde könnte jeder mit jedem zusammen sein.
irgendwann findet man auch bei seinem traumpartner fehler.
manche lassen sich auch nicht scheiden weil es sich nicht "gehört" und sind somit ihr leben lang unglücklich


Geschrieben

Man ist verliebt, schwebt in den Wolken und auf einmal macht der andere Schluß. Oder stellt die Beziehung in die Frage und weiß nicht mehr, was er will. Oder Freunde/Bekannte und Familie sagen: Das ist nicht der/die Richtige für Dich.

.....

Und warum kann analysiert werden, warum eine Beziehung nicht funktioniert, aber nicht warum funktionierende Beziehungen funktionieren?



Ich glaube schon, dass es Liebe gibt, ich war auch schon oft verliebt.... und wenn dann plötzlich Schluss ist, versteht man es nicht und grübelt. Das Grübeln war auch immer mein fehler - aber vielleicht gehört es dazu. Ich habe mir so oft gewünscht, keinen Liebeskummer mehr zu haben - aber wenn er da ist, kann ich einfach nichts dagegen tun!

dieses "Weiss-nicht-was-er-will" habe ich leider viel zu lange selbst erlebt, und statt konsequent zu sein, habe ich versucht, verständnisvoll zu sein! ein verhängnisvoller Fehler! Man denkt das beste von seinem (Ex-)Partner und sieht nicht die Realität.


Geschrieben (bearbeitet)

Ich glaube, dass es Liebe gibt, ich meine nicht das Gefühl "verliebt" zu sein, sondern eine tiefe Verbundenheit zu einem anderen Menschen mit seinen Fehlern, seiner schlechten Laune, Problemen, etc.

Woran ich nicht glaube, ist "ewige" Liebe! Ich verändere mich, der Partner verändert sich, im Idealfall zusammen, aber häufig ist das nicht so! Finde ich absolut legitim, ohne dass einer die "Schuld" dafür trägt.

P.S. Im nachhinein hatte mein Umfeld immer recht, aber ich bedaure nichts, ich höre auf mein "Inneres", selbst, wenn ich danebenliege! Die schöne Zeit mit meinen "Lieben" möchte ich nicht missen!


bearbeitet von saavik
Nuckel
Geschrieben


irgendwann findet man auch bei seinem traumpartner fehler.




Sorry wenn ich Dir da wiederspreche, aber ich glaube das es wenn man jemanden wirklich liebt genau darum geht Ihn auch grade wegen seiner Fehler und Macken zu lieben...

Perfekte Menschen gibt es nun mal nicht...


Und zur Frage an sich...

Ich denke , dass wie MannohneSusi es schon schrieb, einfach sehr viel schwieriger ist zu beschreiben wie sich Liebe anfühlt oder warum eine Beziehung funktioniert...

Aber ich glaube trotzdem daran, dass es die Liebe, auch in einer Funktionierenden Beziehung gibt... Aber auch in diesen Beziehungen gibt es mit Sicherheit Höhen und Tiefen und auch Phasen in denen man sich oder den Partner in Frage stellt...

@ Saavik


LG Dat Nuk


Geschrieben (bearbeitet)

was saavik da sagt, findet absolut meine zustimmung.

es ist ein schwierig ding mit der liebe, sie läßt sich nun mal nicht analysieren, sezieren und am allerwenigsten konservieren.

sie entsteht immer wieder neu, und sie vergeht oft unbemerkt. oder sie ändert sich...

nach meiner lebens(und liebens-)erfahrung ist die wichtigste und reinste form der liebe die selbstliebe.

nur wenn ich es fertigbringe, mich selbst zu lieben, mit all meinen fehlern und unzulänglichkeiten, kann ich anderen uneingeschränkte liebe entgegenbringen und mich lieben lassen, ohne mich und mein gegenüber in frage zu stellen.

schade ist, daß es eines so langen lernprozesses und vieler lebensjahre bedarf, bis man zu dieser erkenntnis kommt. eigentlich könnte man sie viel früher gebrauchen .....

@weltbester notenständer:


nachtrag: nach nochmaligem lesen des eröffnungsposts bin ich wohl ein wenig OT, aber ich lasse es trotzdem mal so stehen. und knuddele auch die fotogräfin


bearbeitet von musetta
MannohneSusi
Geschrieben (bearbeitet)


Und warum kann analysiert werden, warum eine Beziehung nicht funktioniert, aber nicht warum funktionierende Beziehungen funktionieren?



Foto, stell Dir ein Bild vor, das Du so wunderbar findest, wie es ist! Auch da kannst Du nicht beschreiben, warum es Dir so gut gefällt! Es ist eben so!

Und jetzt ein Bild, dass Dir nicht so gefällt, da kannst Du ziemlich genau beschreiben, warum nicht!

Hier die Farbe, da ein Schatten usw.!

Es ist nunmal leichter zu erklären, was mir nicht gefällt!

Ich sollte aber nie den Fehler machen, den Kandidaten nicht so zu sehen, wie er ist! Also mit seinen Fehlern!
Oftmals sieht man den Traumpartner so, wie man ihn gerne hätte! Und das wird meistens nix...

Oh, ich habe meine göttliche Muse übersehen! Verzeih mir, Du Großmütige!



Der Mann


bearbeitet von MannohneSusi
Musetta übersehen, wie peinlich!
Geschrieben

das hast du jetzt richtig schön ausgeführt, mann.... ich weiß schon, warum susi immer so beneidet wird



und nochmal OT: ich verzeihe dir


Geschrieben

glaube schon das es ewige liebe gibt, beweisen ja paare die 50 oder nochmehr jahre zusammen sind. nur hat diese liebe nichts mit verlieben zu tun sondern eher mit einer sehr tiefen freundschaft.
warum das verliebtsein plötzlich vorbei sein kann? na ich denke das wir uns alle schon verknallt haben oder? liebe macht aber nicht nur blind sondern auch blöd. auch ich habe schon eigenschaften in meinen partnern gesehen die gar nicht da waren, die ich aber sehen wollte. irgendwann bröckelt aber die fassade und du siehst ihn/sie so wie er/sie in der realität ist und dieses will will plötzlich gar nicht mehr so passen wie du es zuerst gesehen hast - oder sehen wolltest.

hinzu kommt das wir ja beim kennenlernen unsere unzulänglichkeiten geschickt verbergen, wer gibt schon gerne fehler zu? wenn die beziehung vertrauter wird öffnet man sich aber der anderen person gegenüber. das birgt aber die gefahr das der partner tiefere einblicke bekommt. diese schrecken ihn dann aber auch oft ab.

so sehe ich das jedenfalls^^


SinnlicheXXL
Geschrieben

Auch wenn ich "den Richtigen" selbst (noch) nicht gefunden habe, so denke ich doch, dass es so etwas gibt. Wenn man sich die Paare, die man so kennt, ansieht, merkt man, dass es da einige gibt, die ideal zusammenpassen und andere, bei denen man sich fragt, was sie eigentlich aneinander finden.

Rein rational gesehen, würde ich mir einen idealen Partner ungefähr so vorstellen:
- Viele Gemeinsamkeiten, (zusammnepassende Hobbies, ähnliche Werte und Grundüberzeugungen) denn permanentes Reiben ist einfach anstrengend
- Andererseits auch Verschiedenartigkeit, sonst wird es bald langweilig und einer kann evtl. die Schwächen des anderen ausgleichen. Wenn z.B. beide viel reden, wird es schwierig.
- Toleranz für die Schwächen und Unzulänglichkeiten des Partners
- ähnlicher Humor, denn wenn man über die gleichen Dinge lachen kann, ist viel gewonnen.
- ähnliches Bildungsniveau, oder zumindest ein Ausgleich auf anderer Ebene.
- tja, und dann muss man sich von seinem Partner auch körperlich angezogen fühlen und sexuell harmonieren.

Ich fürchte allerdings, selbst wenn man seinen Idealpartner gefunden hat, wird es immer wieder Krisen geben. Doch dann kann man vermutlich besser damit umgehen und an der Beziehung konstruktiv arbeiten.


DieFotografin77
Geschrieben

Wow, das Thema scheint zu beschäftigen

Ich habe mir die Frage aus meiner persönlichen derzeitigen Situation gestellt. Es stand ja 3 Monate lang auch in meinem Profil, daß ich glücklich verliebt war.

Und nun ist es eben wieder vorbei. Innerhalb von 4 Tagen fand ein Ende, was so schön und nach meinem Gefühl auch so ehrlich anfing.

Er stellte unsere Beziehung plötzlich von heut auf morgen wegen diverser Gründe in Frage. Ob diese Gründe legitim waren oder nicht, spielt hierbei keine Rolle. Fakt war, daß er von mir Veränderung wünschte, ich ihm durch mein Profil löschen ein klares Zeichen für uns setzte, in mich ging und ihm zeigte, daß mir die Beziehung so wichtig ist für mich, daß ich daran arbeite.

Im Gegenzug gab es bei ihm aber auch etwas, was unsere Beziehung unheimlich schwierig machte. Also äußerte ich auch meinen Wunsch, daß sich diesbezüglich etwas ändert. Dazu war er aber nicht bereit.

Ich hab natürlich mit Freunden und meiner Mutter meinen Kummer beredet. Und jeder konnte nur sagen, daß da was nicht stimmt. Daß so eine Beziehung nicht funktionieren kann. Aber keiner kannte die Antwort, WANN eine Beziehung wirklich funktioniert oder WODURCH man weiß, daß man diesmal wirklich den oder die Richtige gefunden hat, bei der/dem man dann weiß, dieser Person ist die Beziehung genauso wichtig wie einem selbst, daß es da keine Diskrepanzen gibt.

Das war das, was mich zu diesem Thread bewegte. Daß wir immer irgendwie nur sagen können, warum es nicht funktioniert. Aber nie im Vorfeld sagen können, daß es funktioniert. Das finde ich sehr interessant.

Was Eure übrigen Aussagen anbelangt, da teile ich sehr viel von Eurer Meinung. Zum Beispiel von Musetta, daß man sich selbst lieben muß um einen anderen Menschen bedingungslos auch lieben zu können.

Ich glaube auch, daß es die Liebe gibt. Problematisch wird es nur dadurch, daß wir alle unter Liebe etwas anderes verstehen. Eine unterschiedliche Intensität. Eine unterschiedliche Auffassung über das Maß der Verantwortung, die man einzugehen bereit ist. Und auch unterschiedliche Auffassungen darüber, wie weit der andere Bestandteil des eigenen Lebens werden soll und darf.

Und wenn man das alles bedenkt, scheint es fast ausschließbar, daß bei so vielen Menschen auf der Erde, die alle unterschiedliche Auffassungen haben, man in seinem eigenen "kleinen" Umfeld (relativ gesehen auf die Größe der Erde und der Weltbevölkerung) tatsächlich dem Menschen begegnet, der die gleiche Intensität, die gleiche Verantwortung, das gleiche Maß an Beziehungsarbeit mitbringt wie man selbst.


MannohneSusi
Geschrieben

das hast du jetzt richtig schön ausgeführt, mann.... ich weiß schon, warum susi immer so beneidet wird



Musetta, den Unterschied zwischen Theorie und Praxis kennst Du aber schon?
Ich bin mir sicher, dass Susi mir so manches Mal liebend gerne an die Gurgel gehen würde, und bestimmt nicht zu Unrecht!
Wahrscheinlich lebe ich nur noch, weil wir miteinander reden, und uns auch zuhören können! Naja, strafbar ist es glücklicherweise auch!



glaube schon das es ewige liebe gibt, beweisen ja paare die 50 oder nochmehr jahre zusammen sind. nur hat diese liebe nichts mit verlieben zu tun sondern eher mit einer sehr tiefen freundschaft.



Da kann ich Dir aus eigener Erfahrung zustimmen! Denn wahre Freunde sind ehrlich zueinander!
Wenn sich aus dieser Freundschaft Liebe entwickelt, kennt man den Anderen schon sehr genau, und kann sich die Schauspielerei sparen!


hinzu kommt das wir ja beim kennenlernen unsere unzulänglichkeiten geschickt verbergen, wer gibt schon gerne fehler zu? wenn die beziehung vertrauter wird öffnet man sich aber der anderen person gegenüber. das birgt aber die gefahr das der partner tiefere einblicke bekommt. diese schrecken ihn dann aber auch oft ab.



Warum soll ich mich verstellen? Wie Du geschrieben hast, merkt es der Andere ja doch!
Es kommt natürlich auch darauf an, unter welchen Umständen man sich kennen lernt.
Klar gibt es zwischen dem Arbeitsplatz und einer Singleparty Unterschiede, aber das Verbergen bestimmter Eigenschaften nützt mir doch nur, wenn ich Jemand für eine Nacht suche!

Und nebenbei, gerade unsere (kleinen) Fehler machen uns doch liebenswert, oder nicht?

Anspruch auf einen perfekten Partner kann ich doch nur stellen, wenn ich selber auch perfekt bin!




Der Mann


Ballou1957
Geschrieben

Liebe ist ein sehr großes Wort, das viel zu schnell und leicht in den Mund genommen wird. Und eines der Worte, die am meisten mißbraucht werden - oft willentlich, oft auch unwillentlich.

Wenn einer von beiden "plötzlich" eine Beziehung in Frage stellt, hat häufig ein Erwachen stattgefunden - ein Heraustreten aus anfänglicher Verliebtheit mit all ihren Höhenflügen. Und dazu muss vorher etwas übersehen oder missachtet worden sein, zugunsten dieser Verliebtheit.
"Erfolgreiche" Paare, wie ich sie bisher erlebt habe, hatten für mich sehr augenfällige Merkmale: die Partner waren jeder für sich Menschen, die in ihrer Mitte waren und mit sich selbst und auch allein ganz gut zurecht kommen konnten und dabei glücklich sein konnten. Und aus dieser Mitte und Zufriedenheit heraus konnten sie auch eine ehrliche, konzessionslose Toleranz gegenüber ihrem Partner entwickeln und auch aufrechterhalten.

Ich glaube tatsächlich, dass dies der Schlüssel ist - denn Liebe ist ein Gefühl, das keinen Bestand haben kann, wenn zuviel an Konzessionen und Restriktionen damit verbunden ist - und nur allzuoft wird das im Überschwang des Verliebtseins übersehen.


Geschrieben

Aber keiner kannte die Antwort, WANN eine Beziehung wirklich funktioniert oder WODURCH man weiß, daß man diesmal wirklich den oder die Richtige gefunden hat, bei der/dem man dann weiß, dieser Person ist die Beziehung genauso wichtig wie einem selbst, daß es da keine Diskrepanzen gibt.





Da es mir eine zeitlang ähnlich wie dir erging, nur leider über einen viel längeren zeitraum, kann ich im Rückblick sagen, dass man es einfach spürt, wenn alles in Ordnung ist und die Beziehung gut funktioniert. Dann braucht man keine Freundin / Mutter etc . zum reden.... man grübelt nicht, muss sich nichts schönreden, hat keine zweifel.

Verliebt ist man schnell und niemand weiss warum. Man tut nicht wirklich etwas dazu, dass dieses Gefühl entsteht. ich habe mich jedenfalls noch niemals willentlich verliebt. Wenn aus Verliebtheit Liebe werden soll, gehört unbedingt ein Gefühl der freundschaft dazu. Respekt, Freiräume, Humor, Reden - das sind wohl die wichtigsten Punkte.


SinnlicheXXL
Geschrieben

Oh je, Fotografin - das klang doch vor einigen Monaten so verheißungsvoll! Schade! Ich hoffe mal, neben ihm gab es zahlreiche andere Gründe um deine Ehe zu beenden?

Das ist leider etwas, was ich sehr häufig beobachte: Jemand ist in seiner Ehe unzufrieden, dann taucht ein Neuer auf, der genau das zu geben verspricht, was man vorher so vermisst hat. Doch wenn dann in der nächsten Beziehung Alltag einkehrt, merken viele Menschen, dass der neue Partner eben auch gewaltige Schwächen hat.

Ach ja - das mit dem Sich-Selbst-lieben sehe ich differenziert. Manche Leute lieben sich selbst nämlich so sehr, dass es für sie selbst immer das Beste sein muss, sie die Bedürfnisse der Anderen jedoch hintanstellen. Obwohl - wenn ich es mir recht überlege - eigentlich akzeptieren diese Menschen sich selbst nicht wirklich, sondern versuchen ihr an sich schwaches Ego durch Äußerlichkeiten zu heben.


DieFotografin77
Geschrieben

Ballou, leider hast Du Recht, "ich liebe dich" ist leicht und schnell gesagt, aber danach zu leben, das fällt oftmals schwer.

Mandarina, ich fühlte mich sicher und grübelte auch nicht. Ich zweifelte nicht an seine Worten und an seinem Verhalten. Und trotzdem wars nicht der Richtige.

Sinnliche, ich weiß nicht wie Du das rekonstruiert hast. Ich habe mich von meinem langjährigen Lebensgefährten und Vater meiner Tochter im März oder April 2009 getrennt. Ihn lernte ich erst im September/Oktober 2009 kennen.

Denn ich teile Deine Einstellung. Man sollte sich nicht aus einer Beziehung herausretten lassen in der Hoffnung, danach werde alles besser. Es muß schon etwas Abstand dazwischen liegen, damit man auch selbst wieder weiß was man will.


MannohneSusi
Geschrieben

Sinnliche, vielleicht sollte man lieber von Selbst-Akzeptanz reden als von Selbstverliebtheit!

Wenn ich mich so akzeptiere, wie ich bin, brauche ich mich nicht verstellen! Wobei das natürlich keine Ausrede für schlechtes Benehmen sein darf!

Auch, wenn es ein eher trauriger Anlass ist, finde ich das Thema hier sehr interessant!


Der Mann


DieFotografin77
Geschrieben

MOS, mein persönlicher Anlass, das Thema aufzugreifen, ist sicherlich ein trauriger.

Aber ich habe das Thema nicht aufgegriffen, um einen persönlichen Jammerthread zu starten, wie böse er doch ist.

Nein, wie Du sagst, das Thema ist hochinteressant. Weil es eben auch ein sehr gegenwärtiges und bestimmendes Thema unseres Leben ist.


Geschrieben

Ich glaube auch, daß es die Liebe gibt. Problematisch wird es nur dadurch, daß wir alle unter Liebe etwas anderes verstehen. Eine unterschiedliche Intensität.



Das mag durchaus sein, nur ist das wirklich wichtig?

Wichtig ist doch letztendlich meine Liebe für ihn, die eben auch den Respekt seiner Person beinhaltet, seine Fehler, seine Meinungen. Wenn ich diese nicht erkenne, akzeptieren kann, anfange zu zweifeln, dann bleibt nach kurzer Zeit nicht mehr viel von meinen Gefühlen übrig.

Im Idealfall sieht mein Partner das genauso, akzeptiert eben auch meine Meinungen...genauso, wie ich einen Schritt auf IHN zumache, wird ER einen auf mich zumachen. Meiner Ansicht nach, funktionniert so eine Beziehung.

Vielleicht ist das schonmal ein Anhaltspunkt, um zu erkennen, ob ER/SIE der Richtige ist.


SinnlicheXXL
Geschrieben

Sorry, da hatte ich Postings von dir falsch aufgefasst. Ich hatte die so verstanden, dass du eine offene Zweckbeziehung geführt hattest und erst durch deine neue Liebe gemerkt hast, was Beziehung wirklich heißt und ihr nun beide keinen Wert mehr auf offene Beziehung legt. Aber das heißt natürlich nicht zwangsläufig, dass die eine Beziehung in die andere überging. Möglicherweise kam ich einfach durch die Erwähnung beider Beziehungen zu dem Schluss.

Ja, Selbst-Akzeptanz ist wohl ein treffender Ausdruck, denn Selbst-Liebe klingt sehr nach Narzissmus.


Geschrieben (bearbeitet)



.....Das war das, was mich zu diesem Thread bewegte. Daß wir immer irgendwie nur sagen können, warum es nicht funktioniert. Aber nie im Vorfeld sagen können, daß es funktioniert. Das finde ich sehr interessant.

.



Werte Foto, Prophetiegabe hat keine/r von uns.

Und Entwicklungen zu prognostizieren ist deshalb auch sehr häufig fehlerbehaftet.

Und da sind wir dann wieder an dem Punkt, wo ich immer sage, Leben muss man leben, so hart das wie auch immer im Einzelfall ist. Da wir nur das eine haben, müssen wir uns "wohl oder übel" darauf einlassen.


LG xray666


bearbeitet von xray666
Ballou1957
Geschrieben

Geht es bei Liebe tatsächlich um den Richtigen oder die Richtige ?

Ich glaube, dass es Liebe gibt zwischen Menschen, die absolut nicht gut füreinander sind und meist endet dies dann auch mehr oder weniger schmerzvoll. War es deshalb keine Liebe?????

Wenn wir uns mal von dem Klischee lösen, dass Liebe eben immer auch das komplette Programm sein muss, das wir dann noch darüber stülpen müssen, dann bleibt etwas anderes: dann gibt es tatsächlich Menschen, die wir lieben können, ohne dass wir mit ihnen zusammen sein könnten oder eben nur bestimmte Aspekte dieser Liebe leben können.

Umgekehrt sind wir oft nur zu schnell bereit, uns hoffnungslos in jemand zu verlieben, der einem bestimmten Erwartungsmuster entspricht und uns bei der Erfüllung unserer Wünsche behilflich ist. Diese Verliebtheit verfliegt dann oft sehr schnell, wenn wir feststellen, dass da noch so mancher andere Aspekt am andern ist, der uns so gar nicht gefällt.

Ich halte übrigens nichts von der Gleichsetzung von Selbstverliebtheit mit Eigenliebe: Eigenliebe bedeutet tatsächlich die Fähigkeit, liebevoll für sich selbst zu sorgen und sich selbst in einer Beziehung nicht zu verlieren - Selbstverliebtheit ist eine letztlich krankhafte Abkehr von anderen.


Eddie750
Geschrieben (bearbeitet)

Liebe oder Verliebtheit ist mein Geschenk an den Anderen.
Man schenkt es aus sich heraus und kann dabei nicht erwarten, dass dieses Geschenk vom Anderen genau so erwidert wird.
Wer Liebe gibt macht sich ganz bewusst verletzbar und leider gibt es immer wieder Menschen, die einen dabei auch verletzen. Ob nun bewusst oder nicht.

Kann ich dem Anderen einen Vorwurf daraus machen?
Nein – Ich habe Liebe gegeben und habe mich dabei verletzbar gemacht.

Ich kann vom Anderen nicht dieselben moralischen Werte erwarten die ich habe.
Ich kann nur mein eigenes Wertesystem überprüfen und feststellen ob ich bereit bin daran etwas zu ändern.
Es tut ungeheuer weh in der Liebe verletzt zu werden

Ich denke die meisten hier kennen das Gefühl und leiden ein Stück mit dir.

An dieser Stelle möchte ich dich einmal virtuell in den Arm nehmen und hoffe mit dir, dass dieser Schmerz bald vergeht


bearbeitet von Eddie750
Geschrieben



Mandarina, ich fühlte mich sicher und grübelte auch nicht. Ich zweifelte nicht an seine Worten und an seinem Verhalten. Und trotzdem wars nicht der Richtige.

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Was wieder ein Beweis dafür ist, dass jede einzelne Beziehung etwas sehr individuelles ist.

Wenn eine Liebe zu Ende geht, ist es - für die meisten menschen - schmerzlich. Das gehört wohl dazu. Ich frage mich in der Tat, ob jemand, der mit einem schulterzucken eine enttäuschung wegstecken kann, zu beneiden ist. denn nur wer auch mal traurig ist, kann das Glück auch wieder richtig genießen.

Mich hat an meiner letzten Beziehung nicht so sehr das Ende der Liebe geschmerzt, wie seine Respektlosigkeit mir gegenüber. Nach einer schönen Zeit sollte man sich würdevoll voneinander verabschieden!


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