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Würdevoll "gehen"

Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

Ich bin inzwischen in einem Alter, wo immer mehr Freunde "gehen" und eigentlich habe ich vor dem sterben selbst relativ wenig Angst. Es fehlen natürlich Erfahrungen...........

Wie würdet Ihr selbst von unserem blauen Planeten am liebsten gehen und wovor habt Ihr evtl. Angst ?

Hilft der Glauben ( an was auch immer bezügl. Religion ) , oder wie geht Ihr mit dem Thema um ?

Oppa fragt mal so


bearbeitet von AGB_Leser
Geschrieben

....meine einzige angst wäre, meine kinder nicht aufwachsen zu sehen !

gehen würd ich gern in dem wissen, allen mir nahen wichtiges gesagt - UND gutes angetan zu haben.


Geschrieben



gehen würd ich gern in dem wissen, allen mir nahen wichtiges gesagt - UND gutes angetan zu haben.



Das entscheidest Du leider nicht, ob Du ALLEN etas Gutes angetan hast und da frage ich Dich einfach mal, ob das der Sinn des Lebens ist

Oppa


Geschrieben

oppppa

allen MIR NAHE STEHENDEN !- ((du wirss ächt ald) ) gutes zu tun ? - klar entscheide ICH das.

der sinn ?

den wenigen, die mich schätzen - nibelungentreue !


Geschrieben

Also meine Lebensplanung ist folgende:

Bis zum ca. 70. mach ich mal noch so weiter wie bisher.

Danach verlieb ich mich willentlich und heirate sogar noch ein drittes mal.

Und dann möchte ich nach der goldenen Hochzeit, also nach dem 120. Lebensjahr irgendwann beim ackern aus der Furche fallen und mir einen tödlichen Genickbruch zuziehen.


LG xray666


Geschrieben

hey, röntgen

genickbruch mit 120 ist zuuuu unspektakulär - wo bleibt da die würde ?


Geschrieben

Ist doch immer noch besser, als über einen Strohhalm zu stolpern und sich dabei das Genick zu brechen.


LG xray666


Geschrieben

Ich hab die total Angst vorm Sterben und zwar in jeder Hinsicht. Ich versuche das Thema zu verdrängen und hoffe, dass ich mich noch lange nicht damit auseinander setzen muss. Außerdem hoffe ich, dass es dann wenigstens schnell geht, wenn es so weit ist.


Engelschen_72
Geschrieben

Wie würdet Ihr selbst von unserem blauen Planeten am liebsten gehen und wovor habt Ihr evtl. Angst ?


Die grösste Angst habe ich irgendwann mal elendig "verrecken" zu müssen . Sorry für dieses Wort .
Wenn ich mal gehe , dann möchte ich einfach umfallen und das war`s .
Und ich möchte , daß die Leute , denen ich wichtig bin/war eine grosse Party feiern und mit einem Lächeln im Gesicht an mich denken .

Hilft der Glauben ( an was auch immer bezügl. Religion ) , oder wie geht Ihr mit dem Thema um ?


Ich hab mich in den letzten Monaten , bedingt durch die ( für mich ) beängstigende Situation mit meiner Mama , viel mit Mum darüber unterhalten .
Sie ist ein gläubiger Mensch und hat versucht mir zu erklären , daß ihr persönlich der Glaube ein stückweit weiterhilft in dieser Situation .


Geschrieben

Also ich hab Angst davor, dass es mir ein Stück weit so geht wie meiner Oma....sie hatte Altersdemenz und das will ich nicht erleben...ich hab nur immer gebetet, dass sie in ihren wenigen lichten Momenten nicht realisiert, was da abgeht.

Ich will das es kurz und schemrzlos kommt wenns irgendwann soweit kommt


Geschrieben

AGB.....gerade ganz aktuell....sehe ich unter einem *würdevollen Abgang*...eher das Verlassen dieser Seite.

Nein, kein Jammerthread...

Meine Frau und ich, sind schon seit ein paar Jahren bezahlende Mitglieder dieser Seite (Paar/Singleprofil)....nur wie sich diese Seite entwickelt hat.....nicht mehr unser Ding.

Somit haben wir vor ein paar Tagen unsere Mitgliedschaft gekündigt und versuchen jetzt würdevoll zu gehen. Wir werden wohl ohne *Poppen.de* nicht gleich sterben....aber mir , der männliche Teil, wird wohl anfänglich etwas fehlen..., sei es die Spielecke..., oder das Forum.

Aber es gibt noch die Realität, auf die werden wir uns zukünftig wieder konzentrieren.

Ob wir *würdevoll* abgehen..., keine Ahnung.....


SinnlicheXXL
Geschrieben

@gentleman: sehr schade - Euch aber eine gute Zeit!

Zum eigentlichen Thema: Nein, ich habe keine Angst vor dem Tod, eben weil ich nicht damit rechne, dass es danach weitergeht. Stelle ich mir vor wie Einschlafen ohne wieder aufzuwachen. Da aber rein physikalisch-chemisch nichts verloren geht, wird mein Körper einfach umgewandelt und in anderer Form weiterleben (Würmer, Microorganismen, Gras, Blumen...) Mein eigentliches Ich wird in meinen Kindern und in der Erinnerung von Menschen, die mir nahestanden, weiterleben.

Damit ich zumindest ein klein wenig Einfluss habe, was am Ende mit mir passiert, habe ich seit Jahren eine Patientenverfügung.


Geschrieben

Hallo Oppa

Also vor dem Sterben habe ich Angst, nicht aber vor dem Tod.

Der Glauben kann einem helfen, sofern man denn glaubt.
Ich selbst habe jeglichen Glauben an ein höheres Wesen abgelegt.

Für mich hoffe ich auf ein würdevolles Abtreten. Vermutlich werde ich aber diesen Zeitpunkt selbst bestimmen, sofern es mir möglich sein wird.

Der Gedanke daran, seiner Familie eine Belastung zu sein und selbst nur noch, womöglich unter großen Schmerzen, dahin zu vegetieren, ist mir zuwider.

Ich habe meinen Großvater und meinen Vater langsam sterben sehen.

Meine Großmutter ist einfach umgefallen ohne auch nur einen Tag krank gewesen zu sein.

Ich nehme an, dass sich das viele Menschen wünschen.

Und ich denke sehr viel über dieses Thema nach, steht es doch bei stark depressiven Menschen nicht selten im Fokus.


Geschrieben

Das Todesurteil haben wir alle mit Vollendung der Geburt in der Tasche.

Nun vermögen die einen, sich mit dieser Tasache vernünftig auseinanderzusetzen und die anderen aus Angst eher weniger. Da wird dann aus Angst eher verdrängt.

Nur Verdrängung aus Angst hält den Abreißkalender ja nicht auf.

Nach meiner Erfahrung ist es schon besser, sich beizeiten mit dem Gedanken bewusst vertraut zu machen, als sich der Angst vor der Angst hinzugeben.

Angst macht unfrei und behindert das rationelle Denken.


LG xray666


Geschrieben (bearbeitet)

Tya, mein Testament habe ich gemacht.
- Eine kleine Stiftung welche meinen Patenkinder die Ausbildung ermöglicht.
- Auskommen für meine Lebenspartnerin.

usw.

Eigentlich kann ich in aller Ruhe "gehen" oder, da ich noch lange leben will, höchstens "gegangen werde". Der Sinn des meines Lebens habe ich gefunden (stetige Suche des Sinnes, im genauen Wissen diesen Sinn niemals zu finden).

Mein Lebenswerk ist zufriedenstellend. (Ich habe eine Firma geleitet und über 3000 Mannjahre Gehalt ausgezahlt, es wurden mit diesem Geld Kinder gebohren, Ehen geschlossen und geschieden, Träume verwirklicht)

Akuell lebe ich gut und gelassen. Ich denke ich werde in Würde gehen, wenn es soweit ist.
Ich habe alles erledigt.

Höchstens eine kleine Sache noch...


bearbeitet von KlarKopf
Geschrieben

Ich war vor kurzem auf einem *Sterbeseminar* von Berufswegen. Da ging es hauptsächlich um die Stunden davor und danach. Ich muss gestehen, erst als ich mir darüber Gedanken machen musste wurde mir bewusst dass ich dieses Thema sehr gerne verdränge und nicht gerne darüber nachdenke. Ich habe schon Angst vorm Sterben..vor Schmerzen und das ich meinen Körper nicht mehr kontrollieren kann.. (z.b. Ausscheidungen)
Richtig auseinandergesetzt hab ich mich damit immer noch nicht...:-(

lg Sun


Geschrieben


Wie würdet Ihr selbst von unserem blauen Planeten am liebsten gehen und wovor habt Ihr evtl. Angst ?


Schmerzfrei!
Körperlich, aber als auch seelisch!
(oder seelig, seelich, seehend?)

Ja- ich habe Angst davor und ich glaube nicht an eine Barmherzigkeit.

Der Tod wird schmerzhaft sein, in vielen Beziehungen...
...und für uns als denkende, selbsterkennende Lebewesen je nach Lebenswandel erst recht!

Körperlich sowieso, denn fast jedes Tier schreit schon vor Schmerzen oder Angst, wenn es direkt vor dem Tod steht.


Geschrieben (bearbeitet)

Ich habe schon einige " letzte Begleitungen" hinter mich gebracht.
Angst davor abzugehen, habe ich nicht.

Die einzige Sache die mich eigentlich eher geistig beschaeftigt von fall zu fall, dass es wie auch schon vielfach zitiert, nach moeglichkeit zuegig geht.
Sterbehilfen sind in Germany nun mal untersagt. Wobei es gibt auch den passus..bemuehungen einzustellen. Laborratte moechte ich nicht sein.

Was mich eigentlich eher zur Weissglut bringt....ist das Geschaeft mit dem Tod gerade von Amtswegen her, wenn der Totgelaubte noch laenger lebt. Siehe Altenheim , etc..Die Reisserei um die Kosten bis zum Ende, bei Versorgungspflicht. Da wird Mensch im wahrsten Sinne zur Ware, zu einer erheblich belastenden Ware seiner Nachfahren. Da ist das wort WUERDE absolut fehl am platze.

Nun werden kuenftig irgendwann immer mehr singles vor der situaton stehen; vor allem kinderlose und die personen bei denen die typische einkindgesellschaft zuschlug..sprich keine geschwister mehr vorhanden sindd...keine anderen als der Amtsrichter den letzten Vormund mimt , etc etc. Das wird noch eine kuenftige Balgerei....


gruss xirix


bearbeitet von xirix
toto969
Geschrieben (bearbeitet)

Ja und nein.

Angst habe ich davor, dass ich leiden muß und dadurch auch meine Angehörigen und Freunde.
Wenn der Gefatter Tot im Schlaf kommt, frei nach dem Spruch: Als er aufstand merkte er das er tot war, dann nicht.

Trotz einer christlichen Erziehung und praktizierendem Glauben bleibt diese Befürchtung. Denn ich habe es im Freundeskreis und Familie selbst erlebt, was es bedeutet, wenn ein Mensch langsam in Raten stirbt.

In einem solchen Fall würde ich mir wünschen, dass mir jemand hilft schnell diese Welt verlassen zu können. Das ist jedoch lediglich meine Meinung, jeder muß das für sich entscheiden. Da gibt es niemanden, der da dann für einen anderen entscheiden kann und darf.

Egal was ist und wann es ist, dafür hoffe ich noch lange Zeit zu haben. Ich wollte das Alter meiner Großtante deutlich und gesund toppen.
Sie ist immerhin 103 Jahre geworden und abgesehen von den letzten Monaten körperlich und geisitig ziemlich fitt gewesen (bezogen auf das Alter).


bearbeitet von toto969
Pumakaetzchen
Geschrieben

Ich denke ich werde in Würde gehen, wenn es soweit ist.


Ja, wenn wir das selber beeinflussen könnten... Meine Mutter ist elend verreckt. Mit würdigem Sterben hatte das nichts mehr zu tun. Man konnte ihr zwar mit Morphium ihre Schmerzen nehmen, den elenden Todeskampf konnte niemand verkürzen, um ihr einen menschenwürdigen Tod zu bescheren. Hätte ich Möglichkeiten gehabt, ihr Leiden zu verkürzen, ich hätte es getan.

Vermutlich wünscht sich jeder einen sanften Tod. Einschlafen und nicht wieder wach werden. Beneidenswert, wer SO abtreten kann. Aber man kann es sich leider nicht aussuchen.


SinnlicheXXL
Geschrieben

Das mit dem schnellen Sterben ist so eine Sache. Für den Betroffenen vermutlich sehr angenehm, doch die Hinterbliebenen hinterlässt es oft fassungslos. Nichts ist geordnet, der Schmerz ist immens.

Beim Sterben nach einer langen Erkrankung wird der Tod oft zur Erlösung für alle Beteiligten. Und es ist natürlich auch eine Frage des Alters - ob also jemand sein Leben gelebt hat oder ob er noch am Anfang stand.

Früher fand ich den Brauch des Totenschmauses unerträglich. Nun finde ich, dass es sehr schön und wichtig ist, dass alle Angehörigen und Freunde noch einmal zusammenkommen, sich verabschieden und sich gemeinsam an den Verstorbenen erinnern.


Geschrieben

Ja, wenn wir das selber beeinflussen könnten... Meine Mutter ist elend verreckt.


Die Mutter meiner Frau ebenfalls, wobei "elend" viele Gesichter hat.

Diese Frau litt jedenfalls körperlich schmerzfrei über satte drei Jahre und niemand hatte ihr helfen können.
"litt" ist natürlich eine Behauptung von mir, weil es nicht richtig einschätzbar war, was diese Frau dabei über die Jahre wirklich empfunden hatte.
Manchmal hatte sie Schmerzen (Liegewunden), oft lächelte sie, aber meist weinte sie still...

Was sie wirklich empfand oder dachte können wir Angehörigen nicht wissen (Alzheimer), aber würdevoll war dieser Tod über drei Jahre keinesfalls, soweit bin ich mir damit sicher, weiß aber auch keine bessere Lösung, bis heute nicht.


Delphin18
Geschrieben

Vor dem Sterben an sich habe ich keine Angst, Was mir Angst bereiten könnte wäre die Vorstellung Demenzkrank zu werden. Für einen Kopfmenschen wie mich wäre das eine ziemliche Katastrophe.

Die andere Sorge ist, zu sterben, bevor ich alles abgeschlossen habe.
Wie ich mich kenne, frage ich Petrus an der Himmelspforte, ob er W-Lan hat, weil ich XX noch ein Dokument schicken und YY eine Mail beantworten und ZZ einen wichtigen Termin absagen muss, den ich dann ja nicht mehr wahrnehmen kann...


Geschrieben

Aber an Stelle von Petrus antwortet dir dann Petronella, die neuerdings aus Gründen der Gleichberechtigung gemeinsam mit Petrus an der Himmelspforte UvD schiebt.


LG xray666


Geschrieben

Vor dem Sterben an sich habe ich keine Angst, Was mir Angst bereiten könnte wäre die Vorstellung Demenzkrank zu werden. Für einen Kopfmenschen wie mich wäre das eine ziemliche Katastrophe.
.




DAs muss nicht zwingend zur Katastrophe werden. Hängt immer davon ab,wie schnell die Demenz voran schreitet und wieviel Dir vorher davon bewusst geworden ist.

Beruflich betrachtet, sind Demenz bzw. Alzheimer für ANgehörige und Pflegekräfte schlimmer, als für den betroffenen Menschen, da er/sie dies ja nicht ständig realisert.Die Erkenntnis des körperlichen Abbau´s bei klarem Bewusstsein ist viel, viel schlechter aus zu halten.Wenn einem in jeder Minute des Tages klar wird, das man nicht mehr selbständig agieren kann,stets auf Hilfe angwiesen ist.
Und genau das wäre mir ein Grauen...wenn die Sinne oder der Körper als solches, Funktionen einbüsst.


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