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Topbody

Das Arbeitslos – Nicht alle in Deutschland wollen arbeiten

Empfohlener Beitrag

Topbody
Geschrieben

Vorab: diesen Thread werde ich mit dem gebotene Ernst behandeln und jeglichen Kommentar meinerseits unterlassen.

In einem abonnierten Blog habe ich eben folgenden, aus meiner Sicht erschütternden Artikel gelesen. Der Autor ist ein renommierter Personalberater, der Themen zu Job und Karriere schreibt.

Was meint ihr dazu?
Was geht euch durch den Kopf wenn ihr das lest?

Hier also der Artikel:
Es ist Montag, draußen drängeln die Wolken am Himmel. Der Mann, der gerade einen Job zu vergeben hat, nennen wir ihn Rick, sitzt in seinem Büro vor seinem Telefon. Die Jobagentur hat Rick vor ein paar Tagen die Nummern von ein paar Arbeitslosen vermittelt. Es sind 23 Namen, die auf seiner Liste stehen. Rick wählt die erste Nummer. Es klingelt, dann meldet sich ein Mann.

„Hallo?“
„Guten Tag, mein Name ist Rick. Die Arbeitsagentur hat mir Ihre Nummer gegeben. Ist Frau soundso zuhause?“
„Ach, Sie rufen wegen meiner Frau an! Ja, die sucht tatsächlich einen Job. Einen Moment bitte…“

Rick hört Schritte, dann Stimmen. Der Mann kommt ans Telefon zurück.

„Tja, also, meine Frau hat erst gestern einen Job gefunden. Kann man nichts machen.“

Rick streicht die Nummer von seinem Zettel und wählt die nächste. Er lässt es klingeln. Fünfmal. Zehnmal. Keiner hebt ab. Auch als er es später noch ein paar Mal probiert, ändert sich das nicht. Dasselbe geschieht mit den Nummern drei, vier und fünf auf seiner Liste. Er streicht auch sie durch. …Neun, Fünf, Fünf, Drei… Es klingelt.

„Hallo?“

Eine Frau meldet sich. Es ist eine, die auf seinem Zettel steht. Rick stellt sich kurz vor, dann beschreibt er den Job, lobt dessen Vorzüge. Das Gespräch dauert fünf Minuten. Dann legt die Frau einfach mittendrin auf.

Auch die nächsten Anrufe verlaufen so. Einige der Vermittelten lassen sich verleugnen, andere legen unvermittelt auf. Wieder andere sagen, sie hätten schon einen Job – irgendwas mit Teilzeit oder als Aushilfe, irgendwo. Manche sagen auch, der Job sei nicht familienfreundlich, zu weit weg und schlecht bezahlt. Letztlich klingen doch alle Begründungen nach Ausrede. Einige machen sich nicht einmal die Mühe, Ausflüchte zu erfinden. Die sagen Rick ganz unverblümt, dass sie gerade keine Lust haben zu arbeiten. Vielleicht wollen sie auch erst noch ein paar Kinder bekommen. Sowas.

Am Ende des Tages hat Rick alle 23 Nummern durchtelefoniert, die auf seiner Liste standen. Er dachte, wer sich als Arbeitswilliger von der Jobagentur vermitteln lässt, sei wenigstens willens, sich das Angebot erst einmal anzuhören. Er dachte, dass von 23 potenziellen Mitarbeitern wenigstens fünf zu einem Vorstellungsgespräch erscheinen würden. Das war wohl zu optimistisch. Vielleicht war es auch zu naiv. Von den 23 Arbeitswilligen hatte jedenfalls nicht einer Interesse. Telefoniert hat er am Ende mit 14 von ihnen, vier legten mittendrin auf, die anderen gaben ihm auf die eine oder andere Art einen Korb. Rick weiß nicht, ob er das melden soll. Das bedeutet doch nur wieder Aufwand, Ärger, Papierkram. Dabei versucht er doch nur jemandem einen Job zu geben.

Morgen wird Rick einen neuen Versuch starten. Auch das ist Deutschland.


Ballou1957
Geschrieben (bearbeitet)

Tolle Märchenstunde auf Bildzeitungs-Niveau! Chapeux! Die Phrase vom nötigen Ernst hättest Du Dir schenken können: ohne Kenntnisse der Realitäten einfach einen gerade angelesenen Müll zu veröffentlichen - inklusive der Aussage des Threadtitels ist einfach unterste Schiene von Hetzpolemik.

Ein renommierter Personalberater sucht Arbeitskräfte über Listen, die er vom Arbeitsamt bekommt?

1. Jeder Personalberater weiß, was diese Listen wert sind und verzichtet daher dankend darauf. Denn die Vermittler der Arbeitsagentur selektieren keineswegs nach optimaler Qualifikation. Jeder Profi der Branche würde am Boden liegen vor Lachen. Bestenfalls bedient man sich noch der Datenbank der Arbeitsagentur, um Bewerber zu suchen (und das sind zum größten Teil Zeitarbeitsbfirmen der unteren Kategorie, die dies tun) Diese Bewerber kann man dann durch Vermittlung der Arbeitsagentur erreichen, jedoch nicht direkt.

2. Die Arbeitsagentur gibt keineswegs Namenslisten mit Adressdaten an Personalberater. Zu vermittelnde erhalten die Verpflichtung durch die Agentur, sich vorzustellen und haben hierüber auch Rechenschaft abzulegen. Was an Personalberater oder Firmen geht, sind Namensmeldungen mit dem Hinweis, dass diese zur Bewerbung aufgefordert wurden.

3. entsprechend fragen die Vermittler der Arbeitsagentur auch nach, ob die entsprechenden Personen sich beworben haben und gegebenenfalls zum Bewerbungsgespräch erschienen sind. Eine Meldung ist erst gar nicht erforderlich.

4. Die Weigerung, sich zu bewerben hat direkte Sperrung des Bezüge zur Folge. Selbst Arbeitsunwillige werden sich daher nicht so plump dumm verhalten, wie beschrieben.

Einfach erfundener Bullshit!

Bettle doch einfach um Aufmerksamkeit, wenn Du Dich so einsam fühlst! Aber erspar uns solche Hetze!


bearbeitet von Ballou1957
Geschrieben

sich nur mal kurz am kopf kratzt über soviel dünnpfiff


Cunnix
Geschrieben

sich nur mal kurz am kopf kratzt über soviel dünnpfiff



Ich ergänze mal: Geistigen Dünnpfiff.


Geschrieben

Ich habe drei (!) Monate nachdem ich meine jetzige Stelle angetreten habe mein erstes (!) Angebot der ArGe bekommen.

Außerhalb meines Fachbereichs, bei einer Firma, die ich bestenfalls als dubious einschätze, für die Hälfte von dem, was ich jetzt verdiene.

Nein, ich habe mich dort nicht vorgestellt. Und die Androhung der ArGe, mir die Bezüge zu sperren habe ich einfach weggeworfen.

Schließlich zahlten die schon seit drei Monaten nicht mehr.

Ich kann Dir sagen, wo in dieser Republik Leute sitzen, die nicht arbeiten wollen...


DieFotografin77
Geschrieben

Wird das Thema "Sozialschmarotzer" eigentlich nicht auch irgendwann mal langweilig?

Meine Erfahrungen mit der ARGE sind auch nicht die besten. Nachdem ich 2 Monate Leistungen bezogen hatte, hab ich es aus eigenem Antrieb geschafft, eine stundenweise Tätigkeit zu ergattern. Bis zu diesem Zeitpunkt kamen von der ARGE 0 (in Worten: NULL Vermittlungsangebote). Nachdem ich den Job angetreten hatte, hab ich der ARGE geschrieben, ob ich für meine auf selbständiger Basis angetretene Stundenbeschäftigung einen Dienstleistungsvertrag, einen Arbeitsvertrag oder einfach nur die Rechnungen vorlegen muß. Hab ich nie eine Antwort drauf bekommen. Dann mußte ich bei denen aufkreuzen, hab wieder alles geschildert (wie bereits zuvor nach erfolgter Nichtantwort) am Telefon (wobei es aber auch 3 Wochen dauerte, bis endlich mal jemand erreichbar war) und dann sagt mir die Funzel, da müßte ich mich an meine Geldsachbearbeiterin wenden. Das hätte sie mir ja vielleicht auch schon am Telefon sagen können. Hinzu kam dann noch, daß sie meinte, beim nächsten Termin müsse ich einen Lebenslauf mitbringen. Ich erwiderte, daß ich diesen doch bereits bei meinem ersten Termin im Januar vorgelegt habe und er im System eingepflegt ist. Antwort darauf: Wissen Sie, wir müssen schauen, wie Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind.

Hallo?!?!

Es sind also nicht immer nur die "bösen" Leistungsempfänger, die nicht arbeiten wollen. Es ist auch oft genug die "böse" ARGE, die einem Steine in den Weg legt alles so zu erledigen, wie es von ihnen gefordert wird.

Achja, beim Termin bekam ich dann zwei Vermittlungsvorschläge mit. Seitdem ist jetzt fast ein Monat vorbei und weitere kamen nicht. Aber wehe man kommt als Leistungsempfänger seinen Pflichten nicht nach...


hobbyfreund
Geschrieben

Wie wäre es mit einem Westerwelle Fan-Club?
Namen hätte ich auch schon:
"Die Demagogen spätrömischer Dekadentz"


Geschrieben

Das einzige Arbeitsangebot, das mir die Agentur vor Jahren vorgelegt hat, war eine Stelle als Pizzafahrer mit eigenem Fahrzeug.
Ich hatte nen 6,50 Meter Sprinter angegeben....
Da muss ich dem TE Recht geben: DEN Job wollte ich nicht...


Geschrieben (bearbeitet)

Der Autor ist ein renommierter Personalberater, der Themen zu Job und Karriere schreibt.

Was meint ihr dazu?
Was geht euch durch den Kopf wenn ihr das lest?



der mann leidet an einer disozialen persönlichkeitsstörung, unbehandelt kann sich sowas zu einer echten psychose entwickeln und endet dann nicht selten mit einer zwangseinweisung nach psych kg.

umgehende therapieeinleitung mit 50 mg seroquel, nach 3 wochen isser vollständig sediert und reif für hariperidol.

bei den dann sporadisch auftretenden epileptischen phasen unbedingt fixieren und sauerstoffversorgung mit schnorchel sicherstellen.


bearbeitet von soulmusic
Geschrieben

ich kann mich nur der meinung von su anschließen


Geschrieben

Bei der ARGE wird selten richtig gearbeitet.
Man steckt unseren Ihn in eine Umschulung und ruft ihn dann an, man habe einen Job für ihn.
Er arbeitet nach erfolgreich abgeschlossener Umschulung seit mittlerweile 6 Jahren in der selben Firma - und immer noch kommen Anrufe "Sie sind ja schon so lange ohne Job, ich hab da was".
Und das, obwohl monatlich die Gehaltsbescheide eingereicht werden (müssen).

Wer arbeitet da?


root82
Geschrieben

Schon interessant, welche Aggressionen sich hier entwicklen, wenn ein solcher Beitrag gepostet wird.

Zur Seriosität wurde ja schon einiges erwähnt - nichts desto trotz geht es doch um einen ganz realen Hintergrund, bzw. sogar um mehrere.

Die Grundfrage ist doch nun mal ganz einfach: Wieso kann es passieren, dass jemand nicht arbeiten will? Die Antwort ist ganz einfach: Wir haben ein soziales System - für das hat man sich mal entschieden, in der Wahl unserer Politik zeigen wir auch unsere Zustimmung zu dem System.

Geht man dem Thema etwas weiter auf den Grund, so stellt sich eine weitere Frage: Für wen ist es denn "interessant" nicht zu arbeiten? Auch da ist die Antwort gar nicht so schwer: Für Menschen, die keinen Job finden (frei ohne Hintergründe und Urteile) und für Menschen, denen Jobs geboten werden, bei denen sie weniger verdienen, als sie vom Staat bekommen würden. Auch über die zweite Option will ich hier kein Urteil fällen.

Nun könnte man noch die Frage stellen, was man dagegen tun kann, dass Leute arbeitslos sind, bzw. dass Leute "absichtlich" arbeitslos sind. Die radikalste Art wäre die Abschaffung des Sozialstaats. Das wollen wir wohl als Gemeinschaft nicht. Es wird zwar oft geschimpft, einer Abschaffung würde aber wohl keiner zustimmen, weil man ja selbst in die Situation geraten könnte. Für diese Versicherung zahlt man nun mal (wie bei jeder anderen) Geld. Komischerweise beschweren sich die Leute weniger über Mitmenschen, die krank werden oder Autounfälle erzeugen, obwohl das genauso ihre Gebühren hochtreibt ...
Eine weitere Möglichkeit: Weitere Überprüfungen und Zwangsverordnungen einrichten. Das Minimum, das zum Überleben notwendig ist, müsste man den Leuten aber auch an der Stelle noch lassen - selbst wenn sie wirklich sagen: "Ich hab einfach keine Lust". Insgesamt würden wohl ebensoviel Geld kosten für die Maßnahmen anfallen, als sie einbringen (wenn nicht sogar mehr) -> bringt also gesamthaft auch nichts.

Im Endeffekt bleibt also nur, die Wirtschaft so gut wie möglich am Laufen zu halten und die einheimischen Produkte persönlich etwas zu fördern, so dass zumindest ein Teil der unfreiwillig Arbeitslosen einen Job findet, der sich für sie auch rechnet.
Einen Beitrag muss entsprechend die Politik leisten, den anderen die Gesellschaft. Dazu gehört dann auch eine gewisse Zahlungsbereitschaft der Arbeitenden. Wenn man erwartet, dass ein T-Shirt für 2 Euro zu haben ist (nur als Beispiel), dann unterschreibt man an der Stelle auch indirekt die Kündigungen deutscher Arbeitnehmer ... Ich kann z.B. die Leute nicht verstehen, die im Supermarkt irgendein deutsches Produkt in der Hand halten, es zurück legen und dann ein ausländisches Produkt kaufen, das gerade mal ein paar Cent günstiger ist. Neulich wieder erlebt am Beispiel Butter (Preisunterschied knapp 5 Cent). Wenn ich von meinen Mitmenschen erwarte, dass sie die Produkte meiner Firma kaufen, welche man im Ausland sicherlich günstiger herstellen könnte, dann sollte ich in dem mir möglichen Rahmen so etwas auch zurückgeben. Nur so funktionierts langfristig. Mit Fälschungen aus dem osteuropäischen Ausland oder Asien, sowie ständigem Ausweichen auf Produkte aus den ausländischen Billiglohnländern wird hier jedenfalls nichts besser. "Buy domestic" ist manchmal gar kein so doofes Prinzip.
Just my 2 Cents ... (in der Hoffnung keinem persönlich zu Nahe getreten zu sein)


Geschrieben


Und das, obwohl monatlich die Gehaltsbescheide eingereicht werden (müssen).



Kurze Zwischenfrage: Warum müssen die Gehaltsbescheide eingereicht werden, wenn er nicht mehr bei der ARGE als Kunde geführt wird? Er arbeitet doch seit 6 Jahren wieder. Bei mir hat damals ein Anruf gereicht und die haben nie wieder was von sich hören lassen.


Geschrieben

Kurze Zwischenfrage: Warum müssen die Gehaltsbescheide eingereicht werden, wenn er nicht mehr bei der ARGE als Kunde geführt wird? Er arbeitet doch seit 6 Jahren wieder. Bei mir hat damals ein Anruf gereicht und die haben nie wieder was von sich hören lassen.


wenn das ausgezahlte nettoeinkommen nicht für den lebensunterhalt reicht und aufgestockt werden muss


blulagoon
Geschrieben (bearbeitet)

Sicher Propaganda des faschistischen Bertelsmann Konzerns, wie sie über RTL & Co. verbreitet wird.

Bevor diese Bande nicht entmachtet ist, wird es niemanden in diesem Land besser gehen.
(siehe auch [PR]**** EDIT BY MOD , bitte im Forum ohne Fremdlinks ****[/PR])

Wenn man diesen Dreck liest, oder im TV konsumiert, sollte man sich darüber klar sein, dass nur 10% der Bevölkerung über 75% des Kapitals verfügen.

Diese Ungleichverteilung muss beendet werden.

Jemand hat ausgerechnet, dass man jedem ohne Ansehen der Person ein üppiges Grundeinkommen ohne Gegenleistung auszahlen könnte, wenn die Spekulation endlich zur Kasse gebeten werden würde.

Es gibt nur einen Schuldigen: Die Bankster.

Die sollen mal schön unsere Kohle wieder rausrücken!


bearbeitet von Prickel
Geschrieben

wenn das ausgezahlte nettoeinkommen nicht für den lebensunterhalt reicht und aufgestockt werden muss


Genau so ist es.
Das Gehalt reicht nicht für uns 4, trotz 40 Stunden Woche.
Und zusätzlich 400€-Job meinerseits.
Wenn einem aber 1. gesagt wird, dass man als "Arbeitslos im Computer steht" und einem dann 2. ein Job angeboten wird, der noch weniger Gehalt bringt - dann zweifelt man wirklich mehr als nur manchmal an den Leuten bei der ARGE.
Zumal diese oft selbst nur noch Zeitverträge haben.


Geschrieben

tja , wie war das mit der macht!.......auch wenn es nur kurzzeitig ist grummel*


Geschrieben (bearbeitet)

Morgen wird Rick einen neuen Versuch starten. Auch das ist Deutschland.



Womöglich sollte es "Rick, der Zeitarbeitsvermittler" heißen.
Als ich arbeitslos war, da wurden mir auch die haarsträubensden Gehälter angeboten.

Natürlich sind nicht alle so. Aber eine Sekretärin, antwortete doch tatsächlich auf die Frage, wieviel man in den Job denn nun "unterm Strich" rauskriegt, mit einem "Darüber habe ich mir niw Gedanken gemacht"

lol. gehts noch ? die hat sich nie gedanken darüber gemacht wieviel die leute rauskriegen bei einer 35 stunden woche (151 std/monat) bei 6.50 pro stunde ?

ich hab sie das dann mal ausrechnen lassen.

"nehmen sie mal nen taschenrechner. und jetzt 151 x 6.50"

"1004 !" *zufriedene miene*

"mal 0.8"

"mal 0.8 ?" *ungläubiger blick*

"ja. mal 0.8. 20% steuern abziehen"

".. umm, also.. -0.8 ?"

"nei-en. mal 0.8. was kommt raus ?"

"... 785 ..."

"785 ? meien güte ! da sehen sie mal wieviel die leute bei ihnen verdienen.
da kann man ja besser nen 400 euronen job machen, da hab ich unterm strich dasselbe für weniger arbeit"

"also mein chef fährt gerade einen raus, da hat vorher für 6.00 euro gearbeitet"

"selber schuld"

"also sie wollen den job nicht ?"

"nee, ich schau mich woanders um. aber trotzdem danke"



.. und das ist auch Deutschland. andere dummdreist abzocken.
echt der hammer der spruch "da hab ich mir noch nie gedanken gemacht ..
geil war auch das mit den 0.8. zu doof zum kacken.


... so jetzt muss ich aber los. noch was essen. hab nachtschicht.


bearbeitet von Honigsammler32
blumeimrevier
Geschrieben

ich erfreue mich immer mehr der zunehmenden intelligenzallergie in unserem lande...
in vermittelnder tätigkeit darf ich jeden tag auch 25 telefonate führen. was einem da an dummheit entgegenschlägt ist erschreckend.

aber gut, man soll sich ja nicht aufregen und einfach an seinem job erfreuen. so langsam denke ich über auswandern nach....


root82
Geschrieben

so langsam denke ich über auswandern nach....


Das mache ich schon länger. Nur die Frau die mich am Zielort heiratet, dass ich nicht wieder raus muss, fehlt mir noch ;-)


Sir_To
Geschrieben

Oh, wie erheiternd ist das denn.

... Diese Ungleichverteilung muss beendet werden.
Jemand hat ausgerechnet, dass man jedem ohne Ansehen der Person ein üppiges Grundeinkommen ohne Gegenleistung auszahlen könnte, wenn die Spekulation endlich zur Kasse gebeten werden würde.
...
Die sollen mal schön unsere Kohle wieder rausrücken!



Eine tolle Idee und so bequem, der Sozialstaat als Hotel Mama, bei dem die dafür notwendigen finanziellen Mittel nicht erwirtschaftet werden müssen, sondern einem Asche speienden Vulkan nicht unähnlich, wie Manna vom Himmel fallen. Dabei wird dann niemand mehr nach seinen Leistungen entlohnt, sondern nur nach seinen Bedürfnissen.
Um fehlende Eigeninitiative zu rechtfertigen, müssen natürlich die inkompetenten und faulen Sachbearbeiter im Jobcenter herhalten. Ein netter, aber leider untauglicher Versuch, von der eigenen Unfähigkeit abzulenken.


MacabEr
Geschrieben (bearbeitet)

folgendes hat sich bei mir, IT`ler (Beruf & Hobby) auf der Arbeitsagentur (AA) abgespielt. Nach 3 Monaten A-losigkeit kam der erste Brief mit der Aufforderung Nachweise für meine 'Arbeitswilligkeit' zu erbringen und ich musste antanzen. Die Dame betreute hier fast ausschließlich IT`ler. Zum Ende des ersten Gespräches entspann sich folgender Dialog fast wörtlich:

Sie:
"Herr Xmann, ich habe eine Fortbildung für sie. Sie können bei uns einen Internetführerschein erwerben."
Lakonische Antwort meinerseits: " An welcher Stelle soll ich den Kurs übernehmen?"
Sie : " Das ist ein wichtiges Dokument, Herr Xmann. Das muss man heute haben. Da lernen sie wie man sich sicher im Internet bewegt und wie man eine E-Mail schreibt."
Ich: " Wollen Sie mich hier ernsthaft auf den Arm nehmen? Ich warte und konfiguriere Internetserver oder Inhouseserversysteme? Ich erwarte einen SQL-, PHP- oder von mir aus Microsoft Schein, aber keinen 'Internetführerschein.' Den Schein kann ich stante pe geben. In meinen Unterlagen ist angegeben, dass ich Schulungen leite und leiten kann."
Daraufhin schaute sie zu ihrem Computer und murmelte während des Tippens: " Fortbildungsunwillig ..." . Das Gespräch war kurze Zeit später beendet und ich war um cirka 90 Minuten meines Lebens ärmer und eine ziemlich lange 'to do-Liste' reicher ... grml ... u. a. Ausdrucken aller ca. 70 versandten Bewerbungen. Ich beschloss der Dame eine ausgedruckte Liste der angeschriebenen Firmen zukommen zu lassen, was ich auch tat.

Zwei Wochen später durfte ich dann erneut bei der Dame antanzen. Ich sollte alle Anträge, die ich bereits im Stadtthaus2 ausgefüllt hatte noch einmal ausfüllen. Ich fragte erstaunt nach , ob es nicht möglich sei auf die Daten des Stadthaus 2 zuzugreifen. Es gehöre doch schließlich beides zur 'ARGE'. Die Beraterin erklärte mir daraufhin, dass sie keinen Zugriff auf die Daten habe. Zitat: "Wir haben hier kein Netzwerk und auch kein Outlook .." (Outlook war Ihrer Meinung nach E-Mailverkehr im Allgemeinen)

Bei einem weiteren Gespräch mit erneutem Hinweis ihrerseits auf den Internetführerschein und die auszudruckenden ca. 80 Bewerbungen wies ich die Dame dann noch einmal zart darauf hin, dass ich ja nun zufällig IT`ler sei und Zitat:".. solche Menschen wie ich dieses Problem mittels zwei brauchbaren Routern unter Nutzung gesicherter Tunnel relativ zügig beheben können " Ich versuchte zu scherzen. Ging wohl schief...grml..

Sie hat mich irgendwie nicht verstanden und versuchte mir auf Grund von 'Arbeits- und Fortbildungsunwilligkeit' die Leistungen um 30% zu kürzen. Dies zumindest teilte sie mir per Brief mit. Ich war perplex. Also: In die Klamotten und zum Amt.

Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt innerhalb von 4 Monaten nachweislich 90+ Bewerbungen à 5 Blatt geschrieben. Diese Dateien befinden sich nach wie vor im gleichen Ordner auf meinem Rechner. Das waren bis auf eine alles Onlinebewerbungen. Lediglich der erste Absatz des Anschreibens wird bei mir auf die Firma ausgerichtet, der Rest ist fix und lediglich mit anschreiben-1-firmenname-datum.doc benannt.

Die Sachbearbeiterin besaß bereits eine Liste der angeschriebenen Firmen von besagter 'to-do-Liste' und ein komplettes Probeexemplar meiner Bewerbung nach neuesten Erkenntnissen. Mein Vater schult in diesem Bereich. Viele meiner Bewerbungen liefen auch über Portale, die der jungen Dame unbekannt waren (StepStone etc) Sie erwartete, dass ich die Internetformulare noch einmal mit den gleichen Angaben fülle und ausdrucke.


Ich bot der Dame von der AA an eine E-Mail zu senden oder ihr die Daten auf einem USB Stick oder einer CD zukommen zu lassen. Ging nicht. OK. Sie hat ihre Regeln, da steht das drin. Sicherheit. Da kann man nichts machen....grml...

Die Sachbearbeiterin beharrte beim nächsten Treffen immer noch darauf, dass ich alle Bewerbungen ausdrucke und zu ihr bringe. Ich fragte daraufhin, ob es nicht reiche, wenn ich lediglich die Anschreiben (mittlerweile waren es mehr als 100) ausdrucke. Sie verneinte. Zitat: " Es ist Ihre Pflicht sich zu kümmern und das bei uns nachzuweisen. Ansonsten kürze ich Ihnen die Leitungen um 30%. " Das stünde so in den Regularien und daran hätte sie sich zu halten. Damit warf sie mich raus aus ihrem Büro.
Ein weiteres Mal in meinem Leben stand ich nun ziemlich bedeppert in diesem dusseligen Flur herum.





R E G E L N !?!

Mit dieser Geschichte bin ich daraufhin zu ihrem Vorgesetzten und habe mich ihren Regeln entsprechend verhalten.

Ergebnis: Ich bekam einen anderen Sachbearbeiter, der aber nicht mehr notwendig war. Ich hatte mir schon selbst einen A-Platz besorgt. Sie sitzt heute in einer anderen Abteilung. Ob das besser oder schlechter für sie ist, weiß ich nicht. Für mich ist ihre Versetzung besser



Gruß MacabEr

p.s.: normalerweise beschwere ich mich nicht 'bei Vorgesetzten', aber in diesem Fall wusste ich mir leider nicht mehr anders zu helfen.


bearbeitet von MacabEr
FippTehler
Geschrieben (bearbeitet)

Fehlende Eigeninitiative

Wo liegt denn die Ursache für die "Faulheit" der Hartz IV-Empfänger?

Es herrscht eine unwahrscheinliche Perspektivlosigkeit in Deutschland, die von Leuten wie Herrn Westerwelle, der sich ja vor einigen Wochen ganz weit aus dem Fenster gelehnt hat, mit verursacht wurde. Ich finde es auch immer ganz interessant, das gerade die, wie im Falle von Herrn Westerwelle, am lautesten sind, die sich in ihrem ganzen Leben noch nie Gedanken machen mussten, ob sie nächsten Monat alle Rechnungen bezahlen können. Aber klar das man davon ablenken will, wo die eigentlichen Probleme liegen und die Bevölkerung, über die Medien, lieber auf einen Sündenbock einschiesst, der da heisst "Sozialschmarotzer"



Diskussion über Geringverdiener und Armut überflüssig - Diskussion über Topverdiener und Reichtum längst überfällig



Ausserdem hat Balou ganz recht. In Deutschland gibt es Sanktionen für Arbeitsverweigerer und die werden auch angewendet.


Zu diesem Propaganda-Artikel vom Topbody im Eröffnungsthread. Der gute Rick arbeitet für ne Leihfirma. Da werden Arbeitssuchende ja auch total entrechtet und unheimlich schlecht bezahlt und behandelt. Ich kann das voll und ganz verstehen, das man sich nicht für ein modernes Sklaventum hergeben möchte.


bearbeitet von Juggalo75
Geschrieben (bearbeitet)

Meine Erfahrungen mit der ARGE sind auch eher schlecht...

Ich wurde leider im 2.ten Lehrjahr von meiner Firma fristlos entlassen. Daraufhin bin ich zur ARGE. Die meinten ich wäre ein Härtefall und würde mit einer hohen Priorität behandelt.
Eine Woche später hatte ich einen Termin bei der Berufsberatung??
In den Gespräch hiess es, ich solle mich noch mindestens auf 3 weitere Berufsfelder bewerben, was viel Sinn macht, da die bisherigen knapp 2 Jahre dann nicht angerechnet würden...
Desweiteren müsse ich mich jetzt auch monatlich um mindestens 3 Arbeitsstellen oder Aushilfsstellen bewerben und müsse dort ggf. solange ich keine Ausbildung habe arbeiten. Auch als ich meinte dass sich das schwer gestalten würde, da ich weiterhin zur Berufsschule gehe und diese im Block stattfindet, hiess es wenn ich das nicht mache, dann würden meine Bezüge gekürzt ( HALLO, was wollen die denn noch kürzen ?? Ich bekomme 60% vom von der ARGE ausgerechneten Lehrlingsgehalt, das sind knapp 200€. Damit kann ich gerade so mein Auto + Kippen + Handy bezahlen...)

Mal abgesehen davon, dass bisher jeder Termin eher unnötig war. Also ich bin da angetanzt und war im Schnitt nach 5 Minuten mit dem "Gespräch" fertig. Um einige Anträge reicher und mit diversen Jobangeboten, welche ich mir auch selber aus dem Netz hätte holen können bzw. ich mich zt. sogar schon bei den Firmen beworben hatte.
Alles reine Zeitverschwendung...

Auch wurde ich schon zu einer "Gruppenveranstaltung mit Einzelgesprächen" eingeladen. Im Schreiben hiess es, es dauert 2 Stunden. Nach ca. 45 Minuten war es vorbei, 30 Minuten haben die eine schlechte Power Point Präsentation eher vorgelesen, danach noch 15 Minuten gebraucht, um geschätzte 30 Teilnehmer mit 2 Beamten zu "beraten".
Da haben sich die 50km zur ARGE ja wieder gelohnt...

BTW: Die ARGE gibt auf jeden Fall Nummern und Adressen von Ihren Leuten raus. Ich wurde schon von diversen Zeitarbeitsfirmen angerufen, wobei die Anrufer meist sehr unfreundlich sind...


bearbeitet von JBL
Geschrieben

Naja, um jetzt nochmal für die ARGE und AA Mitarbeiter in die Bresche zu springen.
Die tun mir schon leid. Ein Bekannter von mir ist Angestellter beim Arbeitsamt und sehr frustriert.
Er meinte das absolut keine Kommunikation zwischen den verschiedenen Etagen stattfinden würde. Es kommen Anweisungen und Auflagen von oben, die ausgeführt werden MÜSSEN. Feedback und Vorschläge der normalen Angestellten wird überhaupt nicht angenommen.
Die MÜSSEN ihre Arbeitswege einhalten und dürfen sich dann mehrfach am tag von Arbeitslosen ankeifen lassen.


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