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Summertime777

Die Jugendlichen von heute sind Schlaffis?

Empfohlener Beitrag

Summertime777
Geschrieben

Was waren das für Zeiten, als ich mit 14 in dünnen Wildlederstiefeln, Bluse von Vattern, breitem Gürtel und Jeansjacke regelmäßig zur Disco ging, wir uns mit Wermut, Cola gespritzt und mitgebrachtem Pfefferminzlikör, der draußen deponiert war, die Birne zugekippt haben.
Einfach göttlich, diese Ko**arien auf dem Mädelklo, um danach wieder da anzufangen, wo man aufgehört hat. Kampfsaufen halt.

Nun...mein 16jähriger kommt gestern abend heim und grint mich an wie ein Honigkuchenpferd, wedelte mit einem Röhrchen herum und meinte, dass er die ab jetzt sammelt: Ich frag, was das ist und er durfte wohl in Lehrte auf dem Stadtfest pusten. Ergebnis 0,000000 (hey! was`n das! in MEINEM Alter wäre das NICHT passiert!)
Sein Kumpel hatte 0,01! (ein halbes Bier) und daraufhin Stubenarrest bekommen - wegen einem halben Bier mit 16 (Oh Gott, da wäre ich NIE mehr rausgekommen damals).
Was ist denn da los?
In seiner Warsteiner Cola - Flasche (beim DVD gucken mit mir) von gestern ist sogar noch was drin. Also wir hätten anno Tobac kein Bier umkommen lassen.
Wollen eure älteren Kinder auch irgendwie nicht dieses Klischee vom Komasäufer erfüllen?
Meiner trinkt nichtmal Kaffee oder Cappucchino.


Engelschen_72
Geschrieben

Ich verstehe den Sinn nicht wirklich .
Man sollte doch froh sein , wenn sein Kind nicht zum Komasäufer wird und meint , es müsse unbedingt mitmachen , weil`s ja ach so cool ist .

Oder hab ich die Intension des Threads falsch verstanden ?


Geschrieben

Hallo Summertim777,

irgendwie verwechselst du wohl was, die Jugendlichen heute hängen viel mehr an der Flasche als du denkst... Die Zahl von jugendlichen die auf Alkoholentzug sind sind drastisch gestiegen, Komasaufen ist In wie noch nie... In Berlin saufen sich 12, 13 jährige Jungs und Mädels regelmäßig ins Koma...

Aber ich weiß irgendwie was du meinst, früher war das ganze noch mit Stil und einfach gelassener. Die Vorschriften und Kontrollen aber auch nicht so da wie heute...

Grüße


Geschrieben

früher war alles besser, sogar die armen waren ärmer

karl valentin


Summertime777
Geschrieben (bearbeitet)



Oder hab ich die Intension des Threads falsch verstanden ?


Jap. Die Intention war ironischer Natur.
Die Medien wollen uns halt weismachen, dass die Jugendlichen nur abhängen, saufen, Null Bock u.s.w.
Aber komischerweise entspricht das nun ja gar nicht allen Tatsachen. Die Perspektivlosigkeit in Bezug auf Lehrstellen haben ja nicht unsere Kinder verschuldet, aber man will es ihnen einreden - subtil...


Hallo Summertim777,

irgendwie verwechselst du wohl was, die Jugendlichen heute hängen viel mehr an der Flasche als du denkst...



Dass das passiert, weiß ich. Die werden dann hier in Hannover zur Bult gebracht, der Magen wird ausgepumpt und sie bekommen ne Windel um zur Abschreckung. Ist peinlich, aufzuwachen unter anderen kranken Kindern mit DER Klamotte um.
Aber da ich ja nun 4 Kinder habe und genug andere kenne, kann ICH nur sagen, dass Alkohol eher keine! Rolle spielt.
Und ich bin nun die typische "Assi - Familie", da alleinerziehend seit 11 Jahren.
Ich glaube nicht, dass ich die Ausnahme bin, was Non - Sucht betrifft (außer dass der große raucht seit 1 Jahr, aber sein Vater ist da wohl leider "Vorbild").


bearbeitet von Summertime777
Schlüppadieb
Geschrieben

Wäre es nicht so ein ernstes Thema, würd ich sagen, tolles Thema, toll geschrieben, schön gewürzte Ironie.

Aber irgendwie fehlt mir der Humor bei solch einem Thema.

Gut, ich bin auch mit 12 vom DRK mit Alkoholvergiftung nach Hause gebracht worden. Sicher war auch vor 30 Jahren Jugendalkolismus teilweise verbreitet.

Aber wenn ich mir die Entwicklung in Zahlen anschaue und wie durch Werbung und zu lasche Gegenmaßnahmen Alkohol heut bei Jugendlichen gesellschaftsfähig gemacht wird, hört bei mir der Spaß auf.

Ich sag ja nix gegen nen ordentlichen Kater, den sich ein Jugendlicher gern mal holen darf.

Nur in Hinblick dramatischer Zuwachszahlen und der Tatsache, das der Weg zur dauerhaften Sucht ein kurzer ist, wird m.E. viel zu wenig gemacht, Jugendliche zu schützen.

Ich bin Vater und mir graut vor dem Gedanken, mir vorzustellen, meine Kinder könnten Gefallen am Komasaufen zu finden

Von daher wird mir eigentlich eher schlecht, wenn ich den Eingangsthread lese, denn wie gesagt, das Thema ist mir zu ernst, um ihn selbst durch eine ironische Brille zu betrachten.


jeano2
Geschrieben

ich glaube, dass heutzutage ein Punkt erreicht ist, an dem die Extremen kaum noch zu toppen sind. Damals als ich noch jung war, gab es diese Tendenz zwar auch schon aber es reichten geringere Mengen von Übertreibung, um sich aus der Masse hervorzuheben bzw. in eine Gruppe erstmal zu integrieren. Es gab noch Luft nach oben.

In allen Bereichen müssen es immer mehr Reize sein.
Ist das ein normales Verhalten bzw. eine normale Entwicklung?

Ich find es schön zu lesen, wenn die TE von einem Einzelfall der Umkehr dieses Teufelskreises berichtet. Oder ist dies schon das andere Extrem was es in dieser Zeit zu toppen gilt?
Das lässt hoffen. In ein paar Jahren ist mein Spross hoffentlich auch in diese Richtung unterwegs.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.


Geschrieben

Ich habe seit Jahren mit Jugendlichen zu tun und muss sagen, dass man sie nicht als in sich geschlossene, in Verhalten und Einstellung identische Gruppe bezeichnen sollte. Es gibt genug junge Leute, die sich mit Alkohol oder anderen Substanzen "wegschießen". Es gibt auch genug, denen das nichts gibt und, wie immer, alle möglichen Verhaltensweisen dazwischen.

An der Herkunft aus bestimmten sozialen Umfeldern kann ich das Verhalten aus meiner Beobachtung heraus auch nicht festmachen.


Geschrieben


Und ich bin nun die typische "Assi - Familie", da alleinerziehend seit 11 Jahren.



Achso, weil man alleinerziehend ist, ist man also "Assi"? Ist mir unbekannt, ich bewunder jede Frau die es schafft in der heutigen Zeit ihre Kinder allein durchzubringen... Ich bin selbst alleinerziehend aufgewachsen, genauso wie meine beiden älteren Geschwister. Alle 3 sind super in der Gesellschaft etabliert, haben gute Jobs und ein gutes Leben. Man muss halt, als Kind einer/es alleinerziehenden mehr Verantwortung, vorallem früher Verantwortung, für sich selbst übernehmen...

Grüße


Summertime777
Geschrieben

Achso, weil man alleinerziehend ist, ist man also "Assi"?



Achtung. Ironie! (die Anführungszeichen )

Ich prangere einfach die Propaganda der Medien an, welche bestimmte Bevölkerungsschichten gegeneinander durch Erstellung von Klischees aufhetzt.
(z.B. die inszenierten Vaterschaftsshows bei Oli G und Co)


wirbeiden6069
Geschrieben

@summer....
ich verstehe was und wie du das meinst....unsere jungs sind 17 und 14 ...und die sind genauso ....der kleine hat einmal erst ein bier getrunken...was ihm nicht wirklich geschmeckt hat wie er sagt.....der große trinkt mal was auf partys ...die allerdings nicht sehr oft vorkommen...geburtstage /sylvester...und auch da nicht bis zum wirklichen abschießen...sie rauchen auch nicht ....kiffen nicht...trinken keinen kaffee ..dafür sind sie iner schule echt recht gut zur zeit..
(dazu vielleicht noch ne kleine geschichte die sich vor kurzem bei unserem großen ereignet hatte: er hatte ne freundin ...sie war 19 und die war total streng drauf...denn sie mukierte sich über uns ....das wir noch weggehen und so feiern..das wäre doch nichts mehr für uns.... )
es gab mal bei dem großen einen freundeskreis ...die dann mit 14 oder 15 anfingen mit dem alk und auch gras rauchten...von denen hat er sich dann schnell zurückgezogen weil er es einfach nicht wollte ......es gibt sie also doch noch ...
aber ich bin ganz froh dabei das meine nicht so sind ...denn man hörts ja immer wieder ...wenn sie dann mit saufen einmal angefangen haben...dann auch irgendwann bis zum koma...
auch ich habe mit 14 und 15 schon geraucht und auch iner clique mit getrunken...wir nannten es gesoffen...obwohl es eigentlich auch echt nicht viel war *grins
also niemals bis zu nem koma ...nur so das wir gut drauf waren ...und mal bis zur brechgrenze
aber das wars dann......okay auch mal gekifft...


Summertime777
Geschrieben

@wirbeiden6069: Also ist euch das auch schon aufgefallen.
Ich habe allen (10, 13, 14, 16) halt gesagt, dass ich nichts dagegen habe, dass ich etwas Alkohol erlauben würde, wo der Spaß aber aufhört, sind Drogen. (dazu zähl ich auch Gras)
Ich hab ihnen auch wahrheitsgemäß von meiner Jugend und dem Umgang mit Alkohol erzählt und die fanden das schon schlecht.
Auch weggehen ist gar nicht so das Thema, wir früher haben uns Montag schon auf Freitag gefreut. *g*


wirbeiden6069
Geschrieben

jappp.....summer
genauso haben wir es auch immer gehalten...gegen ein wenig alk haben wir wirklich nichts einzuwenden ....und haben ihnen auch schon selbst zuhaus n bier angeboten ....was sie meist ablehnen *g
auch rauchen...wenn sie rauchen...können sie es uns sagen....sind immer unsere worte gewesen...(das gegenteil is der fall...beschweren sich schon über unser rauchen... )
und genau auch wir haben gesagt ...nur drogen...absolutes no go !!
haben immer gesagt....mit drogen verstehn wir dann kein spaß mehr...(zählen wir auch gras zu ....denn auch wenn ichs früher gemacht habe mal...heute seh ich das anders..)


Pumakaetzchen
Geschrieben

Die Perspektivlosigkeit in Bezug auf Lehrstellen haben ja nicht unsere Kinder verschuldet, aber man will es ihnen einreden



Hmm, vorgestern kam noch die Meldung, dass zigtausende Lehrstellen nicht besetzt werden können, weil keine GEEIGNETEN Bewerber da sind. Sorry, aber ist man nicht SELBST dafür verantwortlich, wie der Schulabschluss aussieht? 20% der 15jährigen können laut Bericht weder ausreichend lesen, rechnen oder schreiben. Tschuldigung, wie willst du jemanden ausbilden, wenn schon die Grundlagen dafür nicht vorhanden sind? Allerdings gibt es noch massig "normale" junge Menschen, die Perspektiven haben und im Leben voran kommen wollen. Und die sind nicht weniger ehrgeizig, als es ältere Generationen waren.

Ich hab so ne "unqualifizierte Azubine" bei meinem Stamm-Metzger erlebt. Meine Rechnung: 3,68 Euro. Ich hab 5 Euro gegeben und bekam 1,14 Euro zurück. Auf meine Bemerkung, dass das Wechselgeld nicht stimmt, meinte die Azubine, dass das gar nicht sein könnte, es seien 1,14 Euro. Hab dann nur gemeint, dass sie doch mal bitte rechnen möge. Verständnisloser Blick. Und ich: "3,68 € + 2 Cent. Dann sind wir bei 3,70 €. 30 Cent dazu sind 4 € und wenn wir dann noch nen Euro dazu tun, stimmt es". Die hat mir nicht geglaubt und ist erst mal zum Chef gerannt. Ich krieg jetzt jedes Mal Zustände, wenn die mich bedient. Naja, ist ja auch offensichtlich höhere Mathematik. Armes Deutschland! Wenn man noch nicht mal die Grundrechnungsarten beherrscht...


Geschrieben

Genau so ist es Puma, das habe ich auch gehört. Zig Leerstellen sind noch unbesetzt, weil die heutige Jugend nicht lesen oder schreiben geschweige denn rechnen kann. Ich bin nur froh, dass meine beiden Nichten nicht dazu gehören.


Summertime777
Geschrieben

@pumakätzchen: Über die LernMETHODIK in der heutigen Schulzeit schüttle ich auch den Kopf.
Eigenes (Mit)denken ist weder erwünscht noch wird es angeregt. Lösungswege sind stupide vorgegeben und die Lehrer sind überfordert und unmotiviert. Eine Teufelsspirale.
Das alles ist aber GEWOLLT, denn nur ein dummes Volk sagt zu allem ja und Amen.
Wissen ist halt immer noch Macht.


Geschrieben (bearbeitet)

Sie brauchen auch einen Taschenrechner dazu, um auszurechnen, daß 4 x 0,25 Cent 1 Euro ergibt.
Neulich auf dem Markt passiert.
Und daß nur die Jugendlichen nicht lesen und schreiben können, da spricht auch schon einiges dagegen.
Z. B., wenn man hier so liest...

Summertime, das stimmt.
Als meine Tochter noch zur Schule ging, fand ich damals schon, daß die Lerninhalte völlig unlogisch aufgebaut sind.


bearbeitet von Silbersternchen
Geschrieben

mal ein auzzug aus einer gruppe einer anderen plattform.....:


Wir sind Helden!

Wenn du NACH 1980 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun!
Aber du solltest trotzdem weiterlesen.
Schon allein, um zu verstehen, warum die PAMPERS-Generation (zu der du vielleicht auch gehörst) keine Helden hervorbringen wird.

Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags. Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium.
Das Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.
Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Finger,
und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.
Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.
Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach
einigen Unfällen klar.
Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen.
Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht einmal ein HANDY dabei!

Wir haben uns geschnitten, brachen uns Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. NIEMAND HATTE SCHULD AUSSER UNS SELBER!

Keiner fragte nach „Aufsichtspflicht“. Kannst Du Dich noch an „Unfälle“ erinnern?

Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders.

Wir aßen ungesundes Zeug (Schmalzbrote, Schweinsbraten usw.), keiner scherte sich um die Kalorien und trotzdem war keiner fett. Wir tranken Alkohol und trotzdem wurde keiner alkoholsüchtig. Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.

Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo64, X-Box, Video-Spiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video und DVD, Surround-Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms, Jahreskarten im Fitness-Club, Handys etc.

WIR HATTEN FREUNDE!

Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu denen nach Hause und klingelten. Manchmal gingen wir auch ganz einfach so hinein. Ohne Termin und Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns …

Wie war das nur möglich?
Wir dachten uns Spiele selber aus. Wir aßen Würmer und es traf nicht ein, dass die Würmer in uns weiterleben. Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.

Fahrräder (nicht Mountain-Bikes) wurden von uns selber repariert. Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.

Wir bumsten quer durch den Gemüsegarten, hatten jede Menge Sex. Wir wussten zwar nicht immer, wer gerade mit wem, aber das war egal. Wir mussten uns nicht Pornos aus dem Internet laden, wir machten sie selber.

Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken.

Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel herausholen. Im Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei.

Na so was !
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht.

Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit allem mussten wir umgehen, wussten wir umzugehen!
Und du gehörst auch dazu?!

Herzlichen Glückwunsch!
Geboren nach 1980 … SO, JETZT WISST IHR WARMDUSCHER DAS AUCH!

Geboren vor 1980: Wir sind HELDEN!


Geschrieben

Dem ist nichts hinzuzufügen!


jeano2
Geschrieben (bearbeitet)

da schliesse ich mich an. Es ist doch immer schön wenn die eigene Generation über den grünen Klee gelobt wird.

Aber:
Wir erziehen unsere Kinder zu dem was sie sind.

Wir sind dafür verantwortlich wenn wir Ihnen immer mehr Ängste einflösen.

Wir lassen sie tun was sie wollen und ärgern uns wenn sie nicht mal mehr eine einfache Aufgabe selbsständig lösen können bzw. lösen wollen.

Wir gestalten das System, in dem unsrere Kinder, (unsere Zukunft) nicht mehr klar kommt.

Kinder können nur das was sie beigebracht bekommen oder sich abschauen/kopieren.
Kinder lernen nicht um des Lernens Willen. Sie lernen nicht weil sie damit evtl. eine bessere Zukunft haben.
Kinder lernen nur wenn man ihnen den Inhalt ansprechend serviert und sie motiviert. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.

Also wer ist denn nun die Loosergeneration?


bearbeitet von jeano2
MannsuchtLust
Geschrieben (bearbeitet)

Hach ja, dem posting von lestat kann ich nur beipflichten. Allerdings ist das nur eine Seite der Medallie. Die andere sah dann so aus: 2 Selbstmorde von Freunden in den 80ern sowie 3 hübsche Drogen-Alkoholabhängigkeiten inkl. krimineller Karriere von 3 Bekannten. (Alles im Alter zwischen 16 und 19)
Trotzdem hege ich den Verdacht das heute Kinder gefährdeter sind als früher.


bearbeitet von MannsuchtLust
Geschrieben (bearbeitet)

Niemand hat ja gesagt, daß es früher keine Aussetzer gab.
Nur tendenziell sieht es eben heute schlimmer aus wie früher.
Wobei ich sagen würde, daß es eben halt auf die Elternhäuser ankommt, was dort vorgelebt und vermittelt wird.
Vielleicht hatte man ja einfach auch als auf dem Land lebender Mensch gewisse Vorteile.
Wenn meine Tochter früher fortging, so wußte ich halt, wohin sie geht, z. B. in den Sportverein. Ich wußte auch, mit wem sie da zusammen ist etc.
Nur so als Beispiel eben.
Ich würde auch keineswegs behaupten, daß alle Jugendlichen heute Taugenichtse seien... keineswegs. Dafür gibt´s zuviele Gegenbeispiele. Aber einige driften sehr ab und kriegen dann die Kurve nicht mehr.


bearbeitet von Silbersternchen
Pumakaetzchen
Geschrieben

Ein paar Beispiele für Leseprobleme und eingeschränktes Vokabular:

"Was ist denn bitte ein Rese Verrat?" Die Gute meinte das Reserverad.

"Hier steht, ich muss Abendlicht einschalten. Was ist das denn?" Ich habe den jungen Mann mehrfach aufgefordert, die Frage nochmals durchzulesen. Immer wieder das selbe Ergebnis. Öhm... da stand aber "Abblendlicht".

"So ein Quatsch. Da steht Wasserlachen. Seit wann kann Wasser lachen?"

Was sind denn "Kuppen"?

Hab mir mittlerweile angewöhnt, in den einfachsten Worten zu erklären. Alles andere macht keinen Sinn, weil die meisten es sonst nicht raffen.

Andererseits ist es kein Wunder, wenn man sieht, dass Mütter ihre Kinder von Kleinkindbeinen an vor der Glotze parken, statt sich mit ihnen zu beschäftigen. Mir hat eine Nachbarin ganz stolz erklärt, dass ihre Dreijährige das Videospiel "Spongebob" besser spielt als sie. Na toll. Dafür kommt die Kleine nicht vor die Haustüre, kennt nichts von der Natur. Die Glotze läuft ab morgens um 6 Uhr bis nachts in die Puppen. Echt toll.


Geschrieben

Ich hab mich schon oft gefragt, wieso die Leute die Kinder überhaupt in die Welt setzen, wenn sie ihnen doch ganz offensichtlich dann nur ein Klotz am Bein sind.
Den man irgendwo parkt und ruhigstellt.
Einfach nur armselig.


SinnlicheXXL
Geschrieben

Eigenes (Mit)denken ist weder erwünscht noch wird es angeregt. Lösungswege sind stupide vorgegeben und die Lehrer sind überfordert und unmotiviert.
Das alles ist aber GEWOLLT, denn nur ein dummes Volk sagt zu allem ja und Amen..


Das ist völliger Unfug! Ok, ich kenne nur das Schulsystem in Bayern genau und wenn da etwas in den letzten Jahren reduziert wurde, dann eher Pauken (also im Sinn von Auswendiglernen). Es wird sehr viel Wert auf eigenständiges Erarbeiten und Vielfalt gelegt und kürzlich war ich an einer Schule, wo schon Erstklässer kleine Referate anfertigten.

Die Lehrer sind nicht unengagiert (zumindest die meisten), sondern sie müssen immer mehr Defizite der Eltern auffangen und Unmengen an Zeit für Formularkram und Evaluation aufwenden (wie in allen Bereichen).

Zum eigentlichen Thema: Ich selbst war mit 14 brav daheim, habe nie geraucht oder Drogen genommen und Alkohol schmeckte mir nicht. Wohl aber etlichen anderen Jugendlichen. Heute werden die Kids in der Stadt ständig kontrolliert und müssen schon einen Alktest machen, wenn sie ein halbes Bier getrunken haben. Das ist mir nie passiert und wenn bei uns auf einer Party (auf die ich ab 16 ging) 10 Teenies sturzbesoffen waren, stand das in keiner Zeitung. Christiane F spielte in meiner Zeit - es gab also immer Jugendliche, die durchs Netz fielen. Nur ist deren Anzahl bedingt durch Arbeitslosigkeit und schwierige Familienverhältnisse angestiegen.

Wenn deine Kinder nicht dazu gehören - sei unendlich dankbar!


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