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Railgun12

Brustkrebs

Empfohlener Beitrag

Railgun12
Geschrieben

Hallo , ich möchte heute mal ein Thema aufgreifen das leider alltäglich ist und jeden Treffen kann.....! Frauen mit der Diagnose  Brustkrebs !!!!! 

Aufgrund der traurigen Geschichte einer guten Freundin möchte ich die Frage an Frauen und Männer richten . Wie gehen Frauen damit um , die eine operierte Brust bzw amputiert Brust haben ? Wie lebt ihr damit wie sieht euer Sex leben aus ,   wie gehen die oder eure Männer damit um ? 

In meinem Fall kann ich von einer verzweifelten Frau sprechen die sich selbst als Krüppel sieht und keinen Mann mehr an sich ranlässt ! 

Mich würde einfach mal eure Meinung und Erfahrung interessieren ! Und bitte keine dummen kommentare .. dazu ist das Thema zu ernst . Danke!!!!

Geschrieben

Ja das ist wohl für eine Frau nicht ganz einfach.

Meine wollte sich damals gar nicht behandeln lassen und erst nach einiger Überzeugung hat sie dann in die Behandlung eingewilligt.

Ich hatte nach der OP bzw nach den OPs nie ein Problem damit wobei sie schon etwas unsicher war.

Mit der Zeit hat sich aber dann doch das gewohnte Vertrauensverhälnis durchgesetzt und unser Liebesleben war dann

wieder so wie vorher auch.

Ich denke mal das Männer so körperliche Veränderungen die halt mal im Verlauf des Lebens auftreten können sehr viel gelassener als Frauen annehmen können.

Das Ergebnis der Brusterhaltenden Therapie sieht auch nicht anders aus als nach z.B. einer Brustvergrößerung und die

meisten haben da ja auch keine Probleme damit.

Na ja für die Frau ist es halt erst mal ein Schock den man aber schnell überwinden muss da es ja auch ums überleben

geht.

 

 

vampirchen
Geschrieben (bearbeitet)

Meine Freundin war nach der eventuellen Diagnose noch zuversichtlich. Operation mit Schnellschnitt /Amputation falls....

Aufgewacht ist sie mit einer Brust und war am Ende. 

Sie hatte Angst um ihr Leben, fühlte sich beschissen. 

Ihr grosses Glück war ihr toller Mann, der zu ihr stand, Freunde und keine Streuung vom Krebs. 

Sie hat es geschafft, einen Aufbau der Brust "brauchte" sie nicht.

Im Sinne von :sich angenommen und gut fühlen. 

Es ist auf jeden Fall für die Frau eine wahnsinnig schwere Zeit, in der sie falls vorhanden einen guten Mann braucht. ..schwer einen bislang fremden an sich heran zu lassen. 

Wer leben möchte, keine Metastasen und ein gutes Netzwerk an Freunden hat. ....schafft das. 

Es ist verdammt schwer, es braucht Zeit. 

Je nachdem wie es ihr geht kann man über die eventuelle Rekonstruktion sprechen. Später. 

Lg Vampi 

bearbeitet von vampirchen
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Railgun12
Geschrieben

Hallo zusammen ,  Danke euch einmal für eure ehrlichen Antworten ! Besonders Dir Sabrinaohnesub das Du da so offen als betroffene schreibst ! Mal sehen ob sich noch wer zu Wort meldet 

cuddly_witch
Geschrieben
vor 17 Stunden, schrieb SabrinaohneSub:

Auf jeden Fall ist danach nichts mehr wie es war, evtl. bekommt man auch noch Medikamente, die die Libido einschränken oder die Schleimhäute dünn und empfindlich machen.Insgesamt denke ich, braucht Frau mehr Rücksicht auch körperlich, die Narben tun noch sehr lange weh.
 

Das sehe ich auch so! Ich hatte zwar kein Brustkrebs aber dafür Gebärmutterkrebs und mir fehlen auch ein paar Körperteile. Ich bin im Moment froh, dass ich nicht in einer festen Partnerschaft lebe, weil ich gar nicht weiß, wie ich damit überhaupt umgehen soll. Aber mehr möchte ich hier gar nicht schreiben. Ich bin froh, ich lebe noch und immer in der Hoffnung, dass es nicht noch einmal passiert. Wenn ich z.B. die Sängerin von Roxette sehe oder meine Oma, läuft es mir kalt den Rücken runter und ich frage mich, wie ich überhaupt noch ruhig schlafen kann.

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DickeElfeBln
Geschrieben

Dadurch das meine Oma an offenem Brustkrebs starb, die Gene es so wollen, schwebt die Diagnose ständig über mir. Zweimal schon Brustkrebsverdacht gehabt, einmal Gebärmutterkrebsverdacht muss man sich damit auch schon vorab anders auseinandersetzen.....

Alle Szenarios schon im Kopf durchgespielt, doch wie es wirklich dann kommt und was dann mit mir und meiner Seele passiert, weiss ich nicht.

Geschrieben

Ich habe in jungen Jahren in einer Rehaklinik für Krebsoperierte gearbeitet. Darunter waren natürlich auch viele Frauen mit Brustkrebs, die eine oder sogar beide Brüste verloren hatten. Wenn man 4-6 Wochen mit solchen Frauen zusammen ist, erfährt man viel über ihre Ängste, Zweifel, Hoffnungen und auch über das Privatleben. Besonders schlimm waren die Frauen betroffen, die mit dem Verlust ihrer Brust/Brüste auch noch ihren Mann verloren hatten, weil er damit nicht klar kam. Sicher ist es auch für einen Mann nicht leicht, wenn eine Frau in solcher Phase psychisch "daneben" ist, doch gerade dann sollte man zu seiner Partnerin stehen und sie in jeder Form unterstützen. Und nur weil Frau etwas Muskel-/Drüsen- und Fettgewebe weniger hat, wird sie nicht gleich zu einem vollkommenen anderen Menschen. Diese Fälle waren für mich besonders schlimm, denn viele Frauen leideten mehr unter die Trennung ihres Mannes, als unter der ihrer Brust/Brüste. War natürlich besonders hilfreich für die psychische Stabilisation und den Genesungsprozeß. *Achtung! Ironie*

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SabrinaohneSub
Geschrieben

trotzdem besser dann alleine als mit einem Mann, der nicht damit klar kommt, dann darf er gerne gehen, anstatt wegen seines guten Gewissens zu bleiben.

Aber Leute, danke an alle Götter, gerade Brustkrebs oder überhaupt diese hormonell bedingen Krebsarten sind super erforscht und sehr gut behandelbar, wenn die Diagnose früh genug gestellt wird. Es mach keinen Spass, ist aber längt kein Todesurteil mehr.

Die Methoden zum Wiederaufbau der Brüste sind auch sehr viel weiter als noch vor 20 Jahren.

Vielleicht kann Frau daraus schöpfen, dass es wichtiger Dinge gibt als ihre Brüste und das Leben z.b. den Frühling und die schönen Dinge jetzt noch mehr geniessen, auch vielleicht ein bischen dankbar sein, überlebt zu haben  :)

 

 

 

 

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