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Dualität des Menschen.....

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Dualität des Menschen.....ein weitläufiger Begriff mit vielen Erklärungsmöglichkeiten (siehe Wikkepedia).

Was verbindet ihr damit und wie legt ihr den Beriff Dualität des Menschen für euch persönlich aus?

Unsere persönliche Auslegung oder Erklärung z.b. ist auch mal Dinge zu tun, die man normalerweise nicht ständig macht und nur zeitweise auslebt und dann wieder in die Normalität zurückkehrt.


with_u
Geschrieben

Dualität = Peace-Zeichen an der Brust, "born to kill" auf dem Helm.

Über den klassischen Sinn brauchen wir nicht wirklich diskutieren, sind ja nicht in einer Philosophievorlesung hier

Manchmal hat Dualität etwas von doppelten Standards, manchmal einfach nur sich ausschließende Gegensätze.


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(Rezension wer es nicht kennt: Full Metal Jacket)

Joker versucht lange Zeit in der Position des Beobachters zu bleiben. Als Reporter registriert er das Töten ringsum, aber er bleibt beim Beobachten stehen. Weder rechtfertigt er den Krieg, noch vollzieht er den Schritt zur Reflektion oder Kritik. Diese Indifferenz drückt er auch äußerlich aus, wenn er gleichzeitig ein Peace-Zeichen trägt und den Schriftzug „Born to Kill“ auf seinem Helm. Von einem bis zur Kenntlichkeit karikierten Oberst deshalb zur Rede gestellt, sagt Joker er wolle damit die Dualität des Menschen („the duality of man. The Jungian thing, sir“) zum Ausdruck bringen und landet beinahe vor dem Kriegsgericht. Die einzig mögliche Haltung für ihn ist es, den coolen Zyniker zu spielen, den Komödianten. „You are a real comedian“, identifiziert ihn Animal-Mother und er antwortet schlicht: „They call me Joker“. Dies ist für ihn die Möglichkeit dem Irrsinn zu entgehen


noregrets60
Geschrieben

Ich seh das so:

Dualität: Paarprofil
Monismus: Einzelprofil

Nur eine von vielen Interpretationen


ompul
Geschrieben (bearbeitet)

Dualität des Menschen [...]
Was verbindet ihr damit und wie legt ihr den Beriff Dualität des Menschen für euch persönlich aus?


Ich verwende den Begriff selber im Zusammenhang mit Menschen nicht, weil die Zahl Zwei viel zu klein bzw. viel zu groß ist.


bearbeitet von ompul
Geschrieben

Hmm, meine Fähigkeit Richtigkeit zu erkennen und teilweise nicht entsprechend zu handeln.

Ich symbolisiere das mit einer Omega Speedmaster am Handgelenk und einfacher Kleidung.


Geschrieben

Nun hat mich der titel auf den Gedanken gebracht hier ginge es um ein hochphilosophisches streitgespraech Kugelmenschen vs. in sich vereinter anima und animus, und es wuerden sich hier neue, inspirierende Gedankengaenge aufspueren lassen. Dabei geht es nur um vielseitigkeit oder gar nur um selbstdarstellung. KarKopf das ist bestenfalls unter Understatement zu suchen ist aber auch nur eine zur schau stellung.

With u das ist doch nur ausdruck der eigenen zerrissenheit bzw um es hart zu sagen feigheit nicht zur eigenen denke bis in letzter konsequenz zu stehen. Mangelnde courage....


SMpaarOB
Geschrieben

Ich verbinde menschlichen Dualismus mit einer durch menschliches Denken auseinandergerissene "Einheit". Freude und Leid , hell und dunkel, Liebe und Hass sind in uns als Einheit, werden aber durch unser Denken erst auseinander dividiert.


pp6m
Geschrieben

Eigene Zerrissenheit? Okay, da bin ich dabei. So Hab ich Kubrick auch verstanden.

Aber "Feigheit", "Mangelnde Courage"?

Ich kann mir gut vorstellen das die, die gerade auch für dich an den Kriegsschauplätzen der Welt den Kopf hinhalten das etwas anders sehen.

Sie sorgen u.a. dafür das du sicher und bequem in deiner warmen Stube/Büro sitzen kannst und von Feigheit und mangelnder Courage reden kannst während andere sich Gedanken machen und sich fragen "Bin ich breit zu töten?" und widerspricht das nicht meinen Einsatz für den "Frieden".

Ich würde das nicht als Feige bezeichnen im Gegenteil.

Hätten die Deutschen das früher ebenso kritisch gesehen und nicht als Feigheit hingestellt wäre der Welt einiges erspart geblieben.


VerbotenerMann
Geschrieben

Dominant und devot.
... oder nur aktiv und passiv?
Sei's drum.

Man hat eine dominante Ader. Versucht die auch auszuleben.
Gibt es keinen devoten Ausgleich?
Ich denke schon.
Umgekehrt genauso.
Ob der Augleich natürlich im sexuellen angesiedelt ist, stattfindet, .. oder nur unterdrückt wird? ... ist eine andere Frage.

Zur Überschrift zurück!
Das ist auch die Dualität des Menschen: einen Ausgleich zwischen zwei Richtungen, Flügeln, Extremen zu schaffen.
Ist das nicht auch mit Ying und Yang gemeint?


popcorn69
Geschrieben

schwierig daran ist nur, dass umfeld und erziehung fordern, dass man EINE persönlichkeit mit EINER meinung sein muss.

wenn man erkannt hat, dass das unmöglich ist....und man nicht nur dual sondern multilateral veranlagt ist, dann wird die erkannte gefahr entschärft.

G.B. Shaw soll gesagt haben: mich wundert, dass mehrere leute eine meinung haben können, ich allein hab schon immer mehrere......

und so ist das mit den persönlichkeiten auch. muss ja nicht so krass sein wie bei jekyll and hyde und wird es wohl auch nicht, wenn man ein bewusstsein dafür entwickelt.

wie kommt es, dass gerade unzählige erzieher unter dieser dualität leiden?

wird dieser zustand erkannt, haben sich die verschiedenen seiten sicher gegenseitig unter kontrolle.


VerbotenerMann
Geschrieben

schwierig daran ist nur, dass umfeld und erziehung fordern, dass man EINE persönlichkeit mit EINER meinung sein muss.



... und treiben uns der Psychoanalyse in die Arme.


... wird dieser zustand erkannt, haben sich die verschiedenen seiten sicher gegenseitig unter kontrolle.


vielleicht nicht unter Kontrolle, aber man kann leichter ohne schlechtes Gewissen oder Moral-Keule im Nacken damit umgehen.


with_u
Geschrieben


Aber "Feigheit", "Mangelnde Courage"?



Es ist eine Rezension aus dem Internet (einfach mal googlen), nicht meine Meinung. Da ich ja keine Links schreiben darf, kann ich keine Quelle angeben.

Im Film ist das die Szene, wo Joker und Animal zu einem Massengrab kommen, in denen Zivilisten liegen.
In welcher modernen Gesellschaft ist ehrenvoll und voller Zivilcourage Zivilisten zu erschießen?
Oder in welcher aufgeklärten Gesellschaft ist es angemessen, Rekruten persönlich zu schikanieren und systematisch kaputt zu machen, sodass Unfälle passieren oder sonderbare Verhaltensweisen gefördert werden (Zitat aus der Presse: "größte schwimmende Puff der Welt" für die Gorch Fock)?

Ja, wir brauchen Soldaten. Nicht unbedingt, um in fernen Ländern zu kämpfen, zumindest aber zum Schutz der Gemeinschaft (was nicht zwangsläufig Deutschland heißt, sondern zb auch NATO oder UN Blauhelme).
Terroristen halten sich nicht an Grenzen, sie greifen die Bevölkerung an. Es geht ihnen nicht um Macht oder Geld in erster Linie, sondern meist um Angst, Schrecken oder gar Glaube.

Wieder ein Dualismus, der der christlich geprägten Welt schwer aufstößt (zumindest in der Neuzeit, Mittelalter mal dahingestellt):
Töten im Auftrag des Herrn, sein Wille geschehe und er zerschmettere die Feinde.


Geschrieben



Aber "Feigheit", "Mangelnde Courage"?

Ich kann mir gut vorstellen das die, die gerade auch für dich an den Kriegsschauplätzen der Welt den Kopf hinhalten das etwas anders sehen.

Sie sorgen u.a. dafür das du sicher und bequem in deiner warmen Stube/Büro sitzen kannst und von Feigheit und mangelnder Courage reden kannst während andere sich Gedanken machen und sich fragen "Bin ich breit zu töten?" und widerspricht das nicht meinen Einsatz für den "Frieden".

Ich würde das nicht als Feige bezeichnen im Gegenteil.



Nein, da verstehst du mich miß. Ich verstehe das Dilemma schon. Nur muß sich jeder für sich die Frage stellen - Schaffe ICH das?! Ich würde es nicht schaffen und in jüngeren Jahren hätte ich eher mir die Kugel als jemanden anderen gegeben, vermutlich hätte ich nicht mal in Notwehr jemanden getötet.

Heute .... heute würde ich vermutlich mein Leben oder das meiner Kinder schützen, wenn mich bzw sie jemand unmittelbar bedroht. Alles andere ist für mich aber nach wie vor nicht vorstellbar, ICH würde daran zerbrechen. (Ich gehe mit dem Leid auf einer anderen Ebene in Konfrontation....)

Wobei sich auch die Frage stellt, wieviel Grausamkeit ist in einem Krieg notwendig.... Couragiert sein bedeutet auch, gegen unnötige Grausamkeit aufzubegehren.

Ich habe den Film vor 10-15 Jahren gesehen, kann mich aber nicht mehr an viel erinnern. Seltsam, Das Bildnis des Dorian Gray habe ich vor 20 Jahren gesehen und ich kann mich noch gut erinnern.

Aber wenn ich das richtig in Erinnerung habe, wurde in dem Film in erster Linie die ART der Kriegsführung angeprangert, oder?


pp6m
Geschrieben

@with_u
Tut mir Leid unter "dualität full metal jacket feigheit "mangelnde courage"" finde ich nix.

Allerdings habe ich die Szene auch anders in Erinnerung.

Und zwar so:


...
Joker versucht lange Zeit in der Position des Beobachters zu bleiben. Als Reporter registriert er das Töten ringsum, aber er bleibt beim Beobachten stehen. Weder rechtfertigt er den Krieg, noch vollzieht er den Schritt zur Reflektion oder Kritik. Diese Indifferenz drückt er auch äußerlich aus, wenn er gleichzeitig ein Peace-Zeichen trägt und den Schriftzug „Born to Kill“ auf seinem Helm. Von einem bis zur Kenntlichkeit karikierten Oberst deshalb zur Rede gestellt, sagt Joker er wolle damit die Dualität des Menschen („the duality of man. The Jungian thing, sir“) zum Ausdruck bringen und landet beinahe vor dem Kriegsgericht. Die einzig mögliche Haltung für ihn ist es, den coolen Zyniker zu spielen, den Komödianten. „You are a real comedian“, identifiziert ihn Animal-Mother und er antwortet schlicht: „They call me Joker“. Dies ist für ihn die Möglichkeit dem Irrsinn zu entgehen.



Kubrick bietet in seinem Film keine bequeme Lösung an, keine Trennung von Gut und Böse, von Richtig und Falsch. Es gibt keine moralischen Orientierungspunkte im Film.
...



@RosaDorn
Kapische.
Bin größtenteils mit dir vereint. Gedanklich.


Geschrieben (bearbeitet)

Ich habe den Film vor 10-15 Jahren gesehen, kann mich aber nicht mehr an viel erinnern. Seltsam, Das Bildnis des Dorian Gray habe ich vor 20 Jahren gesehen und ich kann mich noch gut erinnern.


Geht mir genauso... Liegt vielleicht daran, das Dorian Gray die deutlich faszinierendere Geschichte ist. Obwohl die Dualität des Menschen in der Geschichte um Dr. Jekyll und Mr. Hyde noch deutlich besser zum Tragen kommt. Jeder Mensch gat eine - wenn wirs mal christlich betrachten wollen - gute und eine böse Seite. Selbst psychopathische Massenmärder haben vorher immer ganz lieb ihre Nachbarn gegerüßt. Ich selbst glaube eher es ist eine Dualität zwischen Egoismus und Nächstenliebe...


bearbeitet von Schattenlady
SMpaarOB
Geschrieben

Ich glaube, der Begriff Dualität des Menschen geht nicht auf den Film zurück, sondern er existiert schon viel länger und hat einen philosophischen Hintergrund. Gemeint ist wohl, dass wir Alle Dinge in uns vereinen, die in Wirklichkeit Eins sind. Erst durch unser Denken und unsere Sprache dividieren wir sie auseinander. Gut und Böse zum Beispiel. Wer bestimmt jetzt wo Gut aufhört und Böse anfängt. Dies sind vom Menschen willkürlich gezogenen Grenzen, die in unterschiedlichen Kulturen auch unterschiedlich gezogen werden.. Am besten lässt sich das am Beispiel von Farben erläutern, obwohl es da nicht direkt um Dualismus handelt, aber die Problematik besser erkennen lässt.. Nehmen wir mal die Farben des Spektrums, sie gehen ineinander über, sind eigentlich " Eins ". Jetzt geht der Mensch hin und erklärt, von hier bis dort ist es grün, von hier bis dort rot, usw. , bezeichnender Weise gibt es in unterschiedlich Sprachen auch teilweise unterschiedliche Abgrenzungen für die einzelnen Farben..


with_u
Geschrieben

@SMPaarOB:
Wie jetzt? Es gab schon Leute, die haben sich vor Kubricks Film über Dualismus gemacht? Das kann doch gar nicht sein, das muss die Triebfeder gewesen sein!

@with_u
Tut mir Leid unter "dualität full metal jacket feigheit "mangelnde courage"" finde ich nix.



Feigheit und Courage stammen von dir, ich habe die Worte nicht ins Felde geführt.
Ich habe weder dem Film noch Soldaten vorgeworfen, sie seien feige, der Zusammenhang wurde von dir aufgestellt.

Aber "Feigheit", "Mangelnde Courage"?
Ich kann mir gut vorstellen das die, die gerade auch für dich an den Kriegsschauplätzen der Welt den Kopf hinhalten das etwas anders sehen.


Deine Worte - und ich habe meine auch nicht verändert in dem ersten Posting.


VerbotenerMann
Geschrieben

... wir brauchen Abgrenzungen, um die Ordnung in unserem sonst noch chaotischeren Hirn zu behalten. Daher ständige Kategorienbildung (gut/böse, schwarz/weiß, ...), bevorzugt extrem, weil dann leichter memorierbar, Grautöne (farbig wie emotional) können wir uns schlechter merken.
Auch im Unterbewussten: wir kennen alle die über das Blatt verteilten schon geordneten schwarzen Punkte. Dennoch sehen wir Linien zwischen den Punkten, die bei genauerem Hinschauen verschwinden, weil sie vom Gehirn nur als Hilfs-Ordnungs-Linien eingesetzt werden. Unserem Hirn fehlt noch etwas: das weiter ordnende Gitter.
Weiter gedacht: wir sollten nicht von einer Dualität des Menschen ausgehen, sondern doch von einer Multialität, die aber unser Hirn und Handeln überfordert (weil zu komplex oder zu vektoriell?).


pp6m
Geschrieben

@with_u
Du warst ja auch gar nicht gemeint. Ich bezog mich auf:

...
With u das ist doch nur ausdruck der eigenen zerrissenheit bzw um es hart zu sagen feigheit nicht zur eigenen denke bis in letzter konsequenz zu stehen. Mangelnde courage....



Aber genug jetzt zu dem Film. Zwischenzeitlich gibt es genügend weitere interessante Erklärungen.

Da wir hier auf einer Sexlastigen Seite sind rechne ich eher das mit "Dualität (von lat. dualis = „zwei enthaltend“; „Zweiheit“)" eine sexuelle Dualität hinterfragt werden soll.


Geschrieben (bearbeitet)

@Sm.paar; irgendwo las ich mal das die entwicklung der Sprache die vertreibung des menschen aus dem paradies war bzw ist weil er durch die differenzierung sich selbst nicht mehr als teil des ganzen sieht.

Mir hat mal jemand erzaehlt im chinesischen gibt es kein subjekt oder objekt wie in unserem sprachkreis. Auf meine frage wie man denn ein objekt bezeichnet kam als antwort dass das eine umschreibung ist im sinne von " das universum stellt sich als katze dar" aber ob das stimmt kann ich nicht sagen.



Da wir hier auf einer Sexlastigen Seite sind rechne ich eher das mit "Dualität (von lat. dualis = „zwei enthaltend“; „Zweiheit“)" eine sexuelle Dualität hinterfragt werden soll.


*Feix* sagen wir doch einfach bisexualitaet dazu


bearbeitet von RosaDorn
Geschrieben

Ich dachte bei dem Ausdruck an "Dualismus" im Sinne des Welle-Teilchen-Dualismus in der Physik, der für mich den Umstand symbolisiert, dass zwei äusserlich anscheinend widersprüchliche Dinge Teil derselben Wahrheit sein können, und damit eigentlich eher eine Art Unendlichkeit des Möglichen, Wirklichen widerspiegelt.

In seiner logischen Fortsetzung bedeutet das für mich z.B. im Rahmen von Konflikten oder Diskussionen, dass im Falle voneinander abweichender Meinungen nicht unbedingt die eine falsch und die andere richtig sein muss, sondern jeder Standpunkt seine Berechtigung haben kann.

Wikipedias Erklärung, dass es sich hierbei um einen unvereinbaren Widerspruch handelt, ist mir zu unversöhnlich.


with_u
Geschrieben

Rein vom Begriff dürften die meisten entweder an den Leib-Seele-Dualismus oder eben den Welle-Teilchen-Dualismus denken. Entweder philosophisch/religiös oder naturwissenschaftlich/physikalisch

Man sollte sich aber nicht zu sehr auf Wortspielerei verlassen, nicht umsonst ist die männliche Vorsorgeuntersuchung auch digital :P


Geschrieben

... wir brauchen Abgrenzungen, um die Ordnung in unserem sonst noch chaotischeren Hirn zu behalten.

So meine ich, es auch mal gelernt zu haben. Unser Gehirn funktioniert bei der Aufnahme relativ simpel. Es werden Plus- und Minus-Botschaften empfangen, die es dann zu verarbeiten gilt. Das ist die rein rationale Ebene. Dann kommen ja Faktoren wie Erbgutanlage, Charaktereigenschaften, Bauchgefühl und gewonnene Lebenserfahrung hinzu. Diese Variablen müssen sich ständig mit dem im Gehirn verankerten Rationalen austauschen. Dadurch entsteht die innere Mehrschichtigkeit, sprich die von Euch benannte Dualität. Ist allerdings keine wissenschaftlich unumstössliche Tatsache, sondern nur meine Erklärung dafür.


VerbotenerMann
Geschrieben

@RosaDorn: ich find Du sollstest ein wenig mehr Butter bei die Fische geben. Der Kultur- oder Technikfortschritt Sprache als Ende des Paradieses? Da hat der Autor doch sicherlich mehr dazu geschrieben, oder??? ;-)

Wollen wir das als schlüssig ansehen?

Da müsste doch eine gewisse Reflexion stattgefunden haben.
Deren Ergebnis aber nur lauten kann: Hurra, wir haben Sprache gefunden, wir haben einen Fortschritt gemacht.
Dagegen kann ich mir nur aus misanthropischer Sicht (GRINS) vorstellen, dass man Sprache, also Kommunikation mit anderen als negative Wendung eines vorher glücklichen Lebens empfindet.


SMpaarOB
Geschrieben

@RosaDorn

Zu der Geschichte mit dem Paradies und der chinesischen Sprache kann ich nichts sagen, weil ich von beidem noch nie etwas zuvor gehört habe. Aber sowohl das menschliche Denken als auch Sprache generell unterteilt Dinge, die es so nicht gibt, weil sie aus einem "Ganzen" herausgerissen sind. Stelle Dir den Regenbogen als Ganzes vor, das wäre die existierende Einheit. Die Farbeinteilung ist durch das Denken und Einteilen des Menschen erst entstanden. Gut, im Beispiel Regenbogen handelt es sich nicht um zwei Dinge (Farben), aber zum Veranschaulichen ist es ganz gut geeignet. Jetzt überträgst Du das auf zwei gegensätzliche Begriffe, wie z.B. Gut und Böse, dann hast Du Deinen Dualismus.

Der Begriff Dualismus wird Descartes zugeschrieben, obwohl der er da zwei ganz andere Ebenen im Blick hatte, kommt aber im Endeefekt auf das Gleiche hinaus.


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