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Aussteigszenario Atomenergie...

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Da es im Japan-thread ja leider nicht mehr um Japan ging, beuge ich mich einfach mal folgender Aufforderung:


So Leute, das reicht jetzt aber.

Bitte führt eure Diskussion um das optimale Aussteigszenario anderweitig weiter. Da es hier schon lange nichts mehr um die aktuelle Situation in Japan geht, schließe ich hier.

CaraVirt, Team Poppen.de


Man mag diesen thread nun als spaßige Provokation ansehen und umgehend schließen, aber tatsächlich fand ich die Diskussion im Japan-thread (abgesehen von für mich trotzdem vernachlässigbaren Anfeindungen hier oder dort) unterm Strich sehr gesund und informativ!

Mein Ausstiegsszenrium wäre (sehr ähnlich den schon recht konkreten Ausführungen im Japan-thread):

Global, aber regional abgestimmt --&gt sofortiger Umstieg von Atomkraft auf neue, regenerative Alternativen.

Aber nicht mit der Brechstange, sondern mit Weitblick die nicht vollständig erkannten (neuen) Risiken berücksichtigend!

Aus dem anderen thread habe ich für mich jedenfalls die Erkenntnis gewonnen, dass nahezu jede Alternative ihre ebenfalls gefährlichen Risiken hat, wenn sie unüberlegt in zu großem Stil durchgeknüppelt würde.

Wenn der thread wider Erwarten stehen bleiben darf, dann würde ich vorschlagen, sich erstmal nur konkret regional auf Deutschland zu beziehen und dazu in Liste die möglichen Alternativen mit bisher erkanntem Pro und Kontra zu definieren...


Geschrieben (bearbeitet)

... warum also sollten die Mods hier den Thread nicht zulassen? Der emotionale und technische Aspekt übersteigt den politischen um längen.

Also poppen.de geeignet.

Die Diskussionen in Frankreich und Japan sind übrigens die spannensten. Tenor: Ausstieg unmöglich.


bearbeitet von KlarKopf
Geschrieben


Die Diskussionen in Frankreich und Japan sind übrigens die spannensten. Tenor: Ausstieg unmöglich.

Das nehme ich als Herausforderung,
solchen Staaten umgehend zu beweisen, dass ein konsequenter Ausstieg doch möglich sein kann...

Bisher hatte auch ich den Standpunkt: Wieso soll Deutschland immer Vorreiter sein?
Wieso solle Deutschland der einzig Dumme sein, der auf den großen Profit mittels Atomkraft verzichtet?

Heute sehe ich das ganz anders, nämlich:

Mit gutem Beispiel voran gehen und beweisen, dass es (nach meinem Glauben) doch möglich ist!

Natürlich wäre es extrem ärgerlich, wenn andere EU-Staaten da nicht mitziehen und uns weiter extrem gefährden, indem sie auf den gemeinsamen Grenzen weiter ihre Teufelswerke betreiben.
Klare Sache, aber man hätte einen Anfang und beweisbare Argumente, sollte es gelingen.

Aber, alles wie gesagt mit Weitblick, es wird nicht so einfach in wenigen 5 oder 10 Jahren realisierbar sein.


popcorn69
Geschrieben

duetschland war und ist bei weitem nicht immer vorreiter.....
ich kann mir durchaus vorstellen, dass die oberschlauen dann irgendwann wieder hinten stehen.
normal sieht das doch hier so aus: neuer einfall...grosse begeisterung.... irgendwas geht nicht so wirklich oder man weiss nicht weiter... einstampfen mit hohen verlusten.

irgendwie fehlt häufig genug das rechte mass...der richtige blick für´s wesentliche.

wirkliche kompetnez hätte die nutzung der kernkraft von vornherein ausschliessen müssen. alle warnungen wurden runtergemacht....

tschernobyl...warnung genug... wurde schlicht ignoriert: weil russische technik(ich benutze lieber die gebräuchliche bezeichnung nicht...sonst ist gleich wieder das ende der banane erreich ) ebne einfach nicht mit deutscher zu vergleichen ist... häääää die fliegen auch in´s weltall, ey.... dat sind doch keine deppen.

wir hätten heute noch keine kat´s in den autos.... das ging nämlich in den 70igern nicht... der musste erstmal neu erfunden werden....genau wie der drei-punkt-sicherheitsgurt....

mit politik hat das wahrlich nix zu tun...sagte ich ja schon. das dürfte es auch gar nicht... das ist ein physikalisch/philosophisches problem.

man schaue sich diese stümperei in japan an. grausam....und hier wäre es auch so. weil es nicht machbar ist.

richtig...überhasten muss man nun nix.... so sicher wie möglich und schnell wie möglich die geschichte zuende bringen....

sich neues einfallen lassen(mir würde aus dem stegreif ´ne menge einfallen) auch jenseits und diesseits von windrädern und siliziumzellen....


Geschrieben (bearbeitet)

Global, aber regional abgestimmt --&gt sofortiger Umstieg von Atomkraft auf neue, regenerative Alternativen.

Das ist zwar wünschenswert, aber auf Jahrzehnte hinaus nach meiner Einschätzung unrealistisch. Fangen wir doch erst mal mit Europa an, daran werden wir uns schon die Zähne ausbeißen müssen.

erstmal nur konkret regional auf Deutschland zu beziehen

Richtig, step by step und folglich zuerst bei uns schauen.

Ich darf der Einfachheit halber noch einmal auf FVEE verweisen, die eine Machbarkeitsstudie vor Japan vergangenes Jahr Herrn Röttgen übergeben hat. Ich vermag das Wissen, die Erkenntnisse und Rückschlüsse der Ersteller nicht überschreiten und würde mich daran anlehnen wollen. Die Studie ist allerdings mit Endzeit 2050 ausgelegt. Es besteht daher sicherlich noch Optimierungsbedarf und ich glaube auch Optimierungspotenzial. Die Daten noch einmal:

Beitrag der Institute:
Fraunhofer IBP, Fraunhofer ISE, Fraunhofer IWES, ISFH,
IZES gGmbH, ZAE Bayern und ZSW, die im ForschungsVerbund
Erneuerbare Energien (FVEE) zusammengeschlossen sind,
für das Energiekonzept der Bundesregierung
Juni 2010
Erstellt vom Fachausschuss
"Nachhaltiges Energiesystem"

Forschungsthemen im FVEE
Photovoltaik, solarthermische Kraftwerke, Biomasse, Brennstoffzellen und Wasserstoff, Windkraft und Meeresströmung, Kraftstoffe, solares Bauen, Geothermie, Systemtechnik und Netzmanagement

Dieser Verbund hat eine Studie angefertigt mit dem Thema "Energiekonzept 2050 - Eine Vision für ein nachhaltiges Energiekonzept auf Basis von Energieeffizenz und 100% erneuerbaren Energien". Diese wurde vergangenes Jahr im Juni 2010 Herrn Röttgen überreicht. Sie stellt eine Basis und Diskussionsgrundlage für eine reale Umsetzung in unserem Lande dar.

Eine europäische Lösung als Stromverbund ist dabei vorgesehen.
(Dies ist noch der "Haken" an der Sache, mittelfristig aber sowieso die einzige Lösung)

Die Studie könnt Ihr hier einsehen:
**edit by mod - keine Fremdlinks im Forum - Bitte die Forenregeln lesen u. anwenden. Danke**


bearbeitet von linguafabulosa
**Fremdlink entfernt**
samaris2603
Geschrieben

Seit Inkrafttreten des Atommoratoriums importiert Deutschland offenbar doppelt so viel Strom aus Frankreich wie bislang. Zudem sei die Bundesrepublik vom Nettoexporteur zum Nettoimporteur von Strom geworden, erklärte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) auf der Hannover Messe.


Seit dem 17. März importierte Deutschland demnach täglich rund 50 Gigawattstunden mehr, als es exportierte. "Die Stromflüsse aus Frankreich und Tschechien haben sich verdoppelt", sagte BDEW-Chefin Hildegard Müller. Frankreich hat europaweit mit Abstand die meisten Atomreaktoren, sie sorgen für mehr als Dreiviertel des Stroms im Nachbarland. Tschechien greift vor allem auf Kohlekraftwerke zurück...

Quelle :NTV

Da werden die Franzosen wohl extra für uns noch n AKW bauen und die Tschechien verblasen noch mehr CO² in die Luft
Aber hauptsache in Deutschland bleibts sauber


Geschrieben (bearbeitet)


wirkliche kompetnez hätte die nutzung der kernkraft von vornherein ausschliessen müssen. alle warnungen wurden runtergemacht....

Interessant wäre dazu auch mal der Aspekt, wieso man vor 1975? ohne Kernkraft zurecht kamen?

Zwar sind einige alte Kohlekraftwerke abgeschaltet worden, aber es kam die Wind/Sonnen-Energie (beispielsweise) hinzu.

Dank Atomkraftwerken wurde nicht etwa die Grundversorgung gesichert, sondern es entwickelte sich für Deutschland immer weiter in Richtung Profit durch Export.

Erstmal geht es also beim Atomausstieg in Deutschland sehr konkret um die Frage, wie viel Export-Profit denn überhaupt zwingend nötig ist!

@mausi2603
All diese Zahlen halte ich im Moment für äußerst unglaubwürdig und Propaganda der Atomlobby!
Angeblich wären auch veraltete Kohlekraftwerke wieder angeworfen worden, um das deutsche Stromnetz stabil zu halten.
Sorry, aber ich glaube das nicht so leichtfertig, halte es für reichlich durchwachsene Verarscheversuche.


bearbeitet von PaanTuu
popcorn69
Geschrieben (bearbeitet)

@mausi2603
das kann ich mir so wirklich nicht vorstellen, weil die maximalkapazität in deutschland bisher 30% über dem spitzenverbrauch lag. beim abschalten der paar dinger müsste also immer noch überschuss da sein.

ich glaub da eh niemandem... die lügen doch das blaue vom himmel, um ihre raffgier zu befriedigen.

wenn das alles hochtechnologie wäre, dann betrüge der wirkungsgrad
min 80% und nicht 40% wie momentan. bei richtiger ausnutzung würden selbst die fossilen vorräte doppelt bis dreimal so lange halten....

wir werden belogen: welteit werden die menschen belogen. von durchgeknallten raffzähnen.


bearbeitet von popcorn69
Geschrieben


wir werden belogen: welteit werden die menschen belogen. von durchgeknallten raffzähnen.


Bei allem Verständnis für diesen Unmut (den ich persönlich absolut teile) bringt uns das aber leider nicht weiter.

Da müssen Fakten auf den Tisch, sachlich und sauber recherchiert...
(kostet aber Zeit und Mühe, die ich im Moment nicht habe)


samaris2603
Geschrieben (bearbeitet)


@mausi2603
All diese Zahlen halte ich im Moment für äußerst unglaubwürdig und Propaganda der Atomlobby!
Angeblich wären auch veraltete Kohlekraftwerke wieder angeworfen worden, um das deutsche Stromnetz stabil zu halten.
Sorry, aber ich glaube das nicht so leichtfertig, halte es für reichlich durchwachsene Verarscheversuche.

Wenn du meinst
Die meisten AKW die abgeschaltet wurden liegen in Süddeutschland
Und nur die in Süddeutschland haben das Problem
Die Stromtrassen aus Norddeutschland haben ihre Kapazitätsgrenze zum Transport nach Süddeutschland hin erreicht
Die Norddeutschen Energiekonzerne exportieren immer noch. Aber die Süddeutschen müssen importieren


bearbeitet von mausi2603
Geschrieben

Wenn du meinst...


Einige der über das Moratorium abgeschalteten AKW standen für dieses Jahr eh im Revisions-Plan, wären also ohnehin abgeschaltet worden.


Ballou1957
Geschrieben (bearbeitet)

Ich frage mich jetzt natürlich, warum wir ausgerechnet in die Schweiz 1974 MWh liefern ? So weit meine Geographie-Kenntnisse reichen, liegt die südlich von Baden Württemberg und wenn hier der Strom so knapp ist und die Trassen von Norden überlastet sind, dann könnte man doch diesen Strom nehmen, anstatt 1450 MWh aus Frankreich und 1058 MWh aus Tschechien zu beziehen?
Und warum dann noch 1860 MWh aus Dänemark - die müssen doch auf jeden Fall durch die norddeutschen Trassen in den "unterversorgten" Süden gejagt werden ?

Ich bleibe dabei:
1.) Aufdeckung der Wahrheit ist für mich Schritt 1: eine internationale Expertenkomission unter ausdrücklicher Beteligung von Nichtregierungs- und nicht Stromkonzernangehörigen im Auftrag der UN nach Fukushima, um innerhalb einer Woche einen umfassenden Bericht über den Kenntnisstand offenzulegen.

2.) Offenlegung der tatsächlichen Herstellkosten von Atomstrom unter Berücksichtigung der erforderlilchen Rückstellungen für Rückbau und jahrhundertelange Zwischenlagerung der Brennstäbe.
Dann werden wir schnell sehen, ob wir uns diesen Strom noch leisten können.

3.) Auf Basis von 1 ein Sofortmaßnahmen-Katalog für die bessere Risikoabsicherung von Abklingbecken (Containment-Erweiterung) Ich frage mich die ganze Zeit schon, warum die Innenminister der westlichen Welt noch nicht in Hysterie verfallen sind: seit Fukushima weiß jeder potentielle Terrorist, dass er nicht einmal ein Flugzeug braucht, um so einen kleinen GAU auszulösen, da nirgendwo die Abklingbecken im Containment eingebettet sind und schon eine Wasserstoffexplosion reicht, um sie freizulegen.

Pardon: Die Zahlen oben stammen aus Spiegel-Online: Stand 4.4.2011 - als brandaktuelle Import- und Exportzahlen


bearbeitet von Ballou1957
Geschrieben


Die Stromtrassen aus Norddeutschland haben ihre Kapazitätsgrenze zum Transport nach Süddeutschland hin erreicht
Die Norddeutschen Energiekonzerne exportieren immer noch. Aber die Süddeutschen müssen importieren

Nun werde auch ich aber nochmals hellhörig, von wegen den Sachargumenten vom @Ballou1957,
denn zumindest bietet sich damit die Nachfrage an, wie viel Strom wegen der Abschaltung konkret nun importiert
und wie viel Strom dagegen weiterhin exportiert wird (Verlustrechnung).

Weiterhin würde damit transparent, dass Deutschland sehr unoptimal vernetzt zu sein scheint, warum das plötzlich?

Schließlich werden jährliche Zugewinne (nicht Gewinne, sondern Zugewinne) in Millardenhöhe erziehlt - wie darf es da überhaupt noch unzureichend ausgebaute "Strom-Trassen" geben?


samaris2603
Geschrieben (bearbeitet)


Pardon: Die Zahlen oben stammen aus Spiegel-Online: Stand 4.4.2011 - als brandaktuelle Import- und Exportzahlen

Das Ende hast du wohl überlesen
Das war der Stand VOR der Abschaltung (total verpeilt ist heute )



Weiterhin würde damit transparent, dass Deutschland sehr unoptimal vernetzt zu sein scheint, warum das plötzlich?

Es ist nur unoptimal geworden weil dummerweise im Süden mehr AKW vom Netz sind, als im Norden
Auf dem Stand: Alle AKW am laufen , ist es wieder optimal


bearbeitet von mausi2603
Geschrieben

....

Global, aber regional abgestimmt --&gt sofortiger Umstieg von Atomkraft auf neue, regenerative Alternativen.

Aber nicht mit der Brechstange, sondern mit Weitblick die nicht vollständig erkannten (neuen) Risiken berücksichtigend!



Dieser Relativierung des "SOFORT" kann ich nur beipflichten.


LG xray666


noregrets60
Geschrieben (bearbeitet)

@Ballou zur Schweiz: Die kriegen mW soviel Strom, weil die viele Pumpkraftwerke haben. In der Nacht kann man also prima Strom in die Schweiz transferieren und damit Wasser in einen hoch gelegenen Stausee pumpen. Über Tag wird das hochgepumpte Wasser wieder in Strom verwandelt und meinetwegen nach Italien verkauft, die chronischen Strommangel haben.

Statistiken sind nicht immer so einfach.


bearbeitet von noregrets60
Ballou1957
Geschrieben

@Mausi:

Montag, 4.4.2011, 11 Uhr bis 12 Uhr, Quelle: SPIEGEL ONLINE



Wie kommst Du auf die Aussage, das sei von vorher? Der 4.4.2011 ist heute!

Und nein, @Noregrets - es war nicht nachts!


Geschrieben


Es ist nur unoptimal geworden weil dummerweise im Süden mehr AKW vom Netz sind, als im Norden
Auf dem Stand: Alle AKW am laufen , ist es wieder optimal

Nein, nein - unoptimal ist das gesamte Netz damit, hat nichts mit laufenden oder abgeschalteten AKW zu tun.

Unoptimal ist deswegen ja auch, dass man sich mit alternativen Energien so schwer tut,
weil das Netz dafür nicht ausgelegt wurde und auch weiterhin nicht wird.

Hierzu unterstelle ich sogar Absicht der heutigen vier oder fünf "Energie-Riesen",
die genau diesen Zustand forcieren, um ihre Monopole behalten zu können.


noregrets60
Geschrieben (bearbeitet)

Die Strommenge in die Schweiz könnte trotzdem eine Pufferung sein, wenn 11-12 eine Zeit von relativ geringem Stromverbrauch in D ist.

Sei's drum. Für regenerative Energien fehlen Netze und Puffer. Beides kann gebaut werden. Am besten mit Geld, das man bei den Solarpanelen und beim Eurofonds zur Zeit rauswirft.

Blackouts zu bestimmten Zeiten sind auch eine Idee. Wenn die Versorgungssicherheit zugunsten der Effizienz etwas runtergeschraubt wird, so lassen sich hohe Spitzen vermeiden.
Man sollte es nur lange im Voraus wissen -- kein Scherz!


bearbeitet von noregrets60
samaris2603
Geschrieben

@Mausi:



Wie kommst Du auf die Aussage, das sei von vorher? Der 4.4.2011 ist heute!
!


total verpeilt
sorry


baldness
Geschrieben

Bevor hier fleißig über alternative Energieumwandlung (Energie kann nicht erzeugt werden!) und -verteilung gefachsimpelt wird, sollte vielleicht erst einmal der Verbrauch genauer beäugt werden.

Schaut Euch doch bitte mal in Eurem Haushalt um, könnt Ihr da vielleicht Verbrauchsmonster erkennen?

- alte Kühl- und Gefriergeräte => Wie alt sind Eure Kisten?

- wie wird Eure Hütte geheizt?

- wie wird bei Euch Warmwasser bereitgestellt?

- wie schaut's mit der Wärmedämung daheim aus?

- wie ist so Euer Nutzerverhalten? Licht immer brav aus? Läuft der Compi 24h/7d die Woche?

- ganz böse(TM): Tempolimit fürs Auto anpassen. Warum dürfen tonnenschwere Fahrzeuge mit Rennwagencharakter überhaupt zugelassen werden?

Ich denke, es muss erst einmal bei jedem der Wille geweckt werden, den persönlichen Verbrauch zu reduzieren.


Geschrieben


Für regenerative Energien fehlen Netze und Puffer. Beides kann gebaut werden. Am besten mit Geld, das man bei den Solarpanelen und beim Eurofonds zur Zeit rauswirft.

Netze ist eh klar, da hapert es zwar zur Zeit (in Deutschland), aber ist problemlos machbar.

Puffer, oder nennen wir es besser Zwischen-Speicher?

Hierzu gibt es doch prima Möglichkeiten, leider alles bisher in den Kinderschuhen, finanziell nur mäßig bedient.

Einmal die Geschichte mit den Pumpspeichern, wo also überschüssige Energie in Form von Wasser auf eine Höhe (Berg) gebracht wird und bei Bedarf mittels Schleusenöffnung abgerufen wird.

Dann, (finde ich persönlich besonders interessant), die Speicherung im Boden, was also der Geothermie nahe kommt.
Überschüssige Energie (fertig erzeugter Strom) wird in Form von heißem Wasser im Boden zwischengespeichert.

Vorteil ist dabei, dass es nur wenig Wärmeverluste gibt, weil je nach Bodentiefe schon eine Grundwärme vorhanden ist.


noregrets60
Geschrieben (bearbeitet)

Eine interessante Art der Energiespeicherung wurde jüngst von einem Wirtschaftsinformatiker vorgeschlagen. Man solle einen 1km x 1km x 1km großen Granitblock mit Seilsägen tief im Scharzwald aussägen. Dann Wasser hydraulisch drunter pumpen. Da reicht relativ wenig Wasserhub, um gewaltige Energien zu speichern.

Ist ein ernsthafter Vorschlag ... auch wenn die Ingenieure unter euch nun am Boden liegen vor Lachen

Schion erprobt wird die Speicherung von Energie mit Druckluft, Die wird einfach dorthin gepumpt wo vorher Erdgas war. Vorteil wäre, dass die Windräder die Druckluft direkt produzieren könnten, also ohne Umweg über einzelne Generatoren an jedem Windrad. Die von vielen Windrädern gespeicherte Druckluft ruft man nach Bedarf ab und wandelt sie in Strom um.

Für Autos gibt es auch schon Druckluftantriebe, deren Speicher für ca. 100km reicht... Strom braucht man da noch für die Blinker und das Licht. Da nimmt man einen Dynamo am Rad und LED-Leuchten


bearbeitet von noregrets60
Geschrieben


Ich denke, es muss erst einmal bei jedem der Wille geweckt werden, den persönlichen Verbrauch zu reduzieren.


Und die Einsparung anteilsmäßig am Gesamtenergieverbrauch wäre dann... ?

Ich will Deine Gedanken nicht schlecht reden, natürlich sollten wir alle schon im kleinen, privaten Bereich konsequent umdenken, keine Frage, das wird sehr sicher sinnvolle Einsparung von Energie bringen.

Aber:
Sollte nicht die Wirtschaft den Hebel ansetzen und uns Verbraucher weniger zu sinnlosem Verbrauch manipulieren?
Fängt an mit Werbung für unnötige Produkte, Briefkastenwerbung (real läuft mein Briefkasten regelmäßig über mit unerwünschter Werbung), absichtlich riesige Luftverpackungen, die unwahre Inhalte vorgaukeln und nur der Entsorgung dienen (wird alles über Öl und Energie hergestellt).. und... und... und...

Werden Altpapier oder Inhalt der gelben Tonne wirklich sinnvoll wiederverwertet?

Teilweise haben wir als Verbraucher doch überhaupt kaum noch Einfluss.


Geschrieben

@baldness - da möchte ich PannTuu beipflichten, was das Potenzial angeht. Ich hatte es schon im Japan-Thread erwähnt. Der Anteil der Privat-Haushalte am Gesamtverbrauch liegt bei ca. 23%. Du darfst Dir selber eine mögliche Einsparquote denken. Es löst das Problem nicht, es mindert es nur in geringem Umfang. Ein größeres Einsparpotenzial liegt da schon bei der öffentlichen Hand, deren Anteil bei ca. 1/3 am Gesamtverbrauch liegt. Sie kann auch durch die konsequente Nutzung von bestimmten Energieformen eine steuernde Wirkung haben. Da Länder und Kommunen aber im allgemeinen pleite sind und dies zunächst enorme Investitionen und Umrüstkosten verursachen würde, sehe ich eine solche Entwicklung leider nicht. Das müsste dann vom Bund vorgegeben werden und im wesentlichen aus Bundesmitteln finanziert werden. Und wenn wir wieder beim Bund angelangt sind, würde dies nur Sinn im Rahmen eines Gesamtkonzeptes machen, wobei wir wieder bei der Ausgangsfrage sind. - Also macht es entgegen Deiner Aussage schon Sinn, zunächst primär über ein realisierbares Gesamtkonzept nachzudenken. Dieses schließt dann auch die Berücksichtigung von Einsparpotenzialen ein.


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