Jump to content

Als Einzige(r) nackt?


Je****

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

@ filzpantoffel

hier widerspreche ich dir aber entschieden!

was soll der nachwuchs denn vorgelebt bekommen?

sich überall wo sie möchten nackt zu sonnen? das wäre für dich zeitgemäß?

das kann doch nicht dein ernst sein.


Deine Interpretation ist etwas einseitig.
Natürlich soll der Nachwuchs nicht lernen, sich überall nackt hin zu legen, sondern die Ansichten und Meinungen anderer zu respektieren und tolerieren.
Wir leben nun mal nicht mehr im Mittelalter, und die jüngere Generation ist hier und da etwas freizügiger. Es ist ihre Revolution.


Geschrieben


Das mag richtig sein, trotzdem entmündigt es nicht automatisch die, welche darüber zu entscheiden haben.


Geschrieben (bearbeitet)

Es gibt da wohl ein Ost-West-Gefälle. I

... und ein Nord-Süd-Gefälle - je südlicher in der Republik, desto konservativer die Menschen. Mir hier im hohen Norden würde eine nackte Frau im Park nicht besonders auffallen.

In NRW (lt. TE-Profil wird es wohl in diesem Raum gewesen sein) scheint es da schon anders zu sein:

Ich war erst mal völlig sprachlos.

Für den TE war dieses Erlebnis sogar dermaßen nachhaltig, dass er einen Thread dazu aufmacht. In dieser Region, in dieser Stadt und in diesem Park scheint es dann wohl nicht so selbstverständlich zu sein. Und nur darum geht es, völlig egal, ob es jede Einzelne und jeden Einzelnen von uns stören würde oder nicht. Wenn Leute mehrheitlich Anstoß daran nehmen und man es weiß, nimmt man im Normalfall Rücksicht darauf, egal ob man die Leute für prüde oder spießig hält. Das ist das Gebot der Menschlichkeit im Idealfall. Jedoch ist zu beobachten, dass es sehr viele Menschen gibt, die sich das Recht herausnehmen, ihre eigenen Bedürfnisse über die ihrer Mitmenschen zu stellen, wie in diesem Fall offenbar geschehen. Krass gesagt ist das asozial.

Und wenn man noch weiter südlich Richtung München fährt und in katholisch geprägte Gegenden kommt, herrscht eine noch spießigere und engere Auffassung zu dem Thema. Und ebenso dort sollte man sich den ortsüblichen Gepflogenheiten anpassen.


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

Natürlich ist der Ort des Geschehens mit ausschlaggebend, wobei ich anmerken möchte, dass München mit dem Englischen Garten bekannt für die nackten Sonnenanbeter ist.

Zitat von montago 100:

Wenn Leute mehrheitlich Anstoß daran nehmen und man es weiß, nimmt man im Normalfall Rücksicht darauf, egal ob man die Leute für prüde oder spießig hält. Das ist das Gebot der Menschlichkeit im Idealfall. Jedoch ist zu beobachten, dass es sehr viele Menschen gibt, die sich das Recht herausnehmen, ihre eigenen Bedürfnisse über die ihrer Mitmenschen zu stellen, wie in diesem Fall offenbar geschehen. Krass gesagt ist das asozial.


Klar, der TE hat Anstoß an eine, meiner Meinung nach harmlose, Gegenbenheit genommen, aber wie viele außer ihm haben es noch?
Scheinbar nicht sehr viele, ansonsten wäre diesem "verruchtem Treiben" bald der Garaus gemacht worden.
Nun dürfte nur noch geklärt werden, wer sich das Recht heraus nimmt, sein Bedürfnis über das anderer zu stellen.


Geschrieben


mir ist schon klar, das Du Deine Argumentationen dadurch aufrecht zu erhalten versuchst, nicht verstehen zu wollen



Was gibt es da groß zu verstehen?

Die Bestimmung Kleidung tragen zu müssen, ist auch eine Form von "Aufdrängen von Freiheitsempfinden", nämlich der Freiheit Kleidung tragen zu dürfen.

Darum ist es in FKK-Bereichen ja auch den Nackten respektlos gegenüber, wenn man sich dort mit Kleidung hinlegt.

Momentan wird den Menschen ein Kleidungszwang verordnet. Die Mehrheit ist als intolerant gegenüber denjenigen Menschen, die sich dem gesellschaftlichen Gruppenzwang nicht beugen möchten.

Man darf ja auch nicht vergessen, dass Kleidung etwas künstliches ist, was nicht zum menschlichen Körper dazu gehört. Nacktheit bedeutet also im philosophischen Sinne auch immer alles abzulegen was einem (dem Körper) nicht gehört.

Wie dem auch sei, ich hätte aus so einer Szene keine Diskussion gestartet, weil ich öffentliche Nacktheit toleriere und in gewissen Grenzen auch für normal halte.


Geschrieben (bearbeitet)

im philosophischen Sinne

Es geht in einer Alltagssituation und wie man sich dort angemessen zu verhalten hat, nicht um philosophische Betrachtungsweisen. Philosophen sind die wenigsten Deiner Mitmenschen. Es geht vielmehr um sozialgerechtes Verhalten.


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben



Man darf ja auch nicht vergessen, dass Kleidung etwas künstliches ist, was nicht zum menschlichen Körper dazu gehört.



Ähm... Ich behaupte, dass die Menschen nicht nackt waren, als sie Europa zum ersten Mal betraten. So vor einigen 10.000 Jahren. Mensch hat ja Verstand und erfriert nicht gern. Ganz ähnlich den Einsiedelerkrebesen, die ja auch nicht gerne nackig rumlaufen


Geschrieben

Geboren werden wir aber nackt.

Kleidung müssen wir erst künstlich erschaffen, denn sie kein Teil unseres Körpers.


Geschrieben (bearbeitet)

Das hatten wir doch schon vor mehr als 200 Jahren.

"Ich habe, mein Herr, Ihr neues Buch gegen die menschliche Gattung erhalten ... Niemand hat es mit mehr Geist unternommen, uns zu Tieren zu machen, als Sie; das Lesen ihres Buches erweckt in einem das Bedürfnis, auf allen Vieren herumzulaufen."

Voltaire in einem Brief zu Rousseau


bearbeitet von noregrets60
Geschrieben

Vielleicht sollte man einfach mal darüber nachdenken, dass bestimmte Traditionen historisch gewachsen sind - und in unserer Kultur ist - auch klimabedingt - Kleidung und das christlich geprägte Schamgefühl verankert.

Man mag das für lächerlich und für veraltet halten - aber es ist eben ein historisch gewachsenes Faktum, das nicht einfach ausgeschaltet werden kann.

Da wir in einer Demokratie leben (Mehrheit bestimmt) und nicht in einer Anarchie (jeder darf tun, was er will) gibt es bei uns eben nach wie vor eine Mehrheit, die im Allgemeinen auf Bekleidung in der Öffentlichkeit besteht.

Ich brauche es nicht und ich halte es auch nicht für schädlich, wenn Kinder nackte Menschen sehen.

Aber Mehrheitsverhältnisses sind eben Mehrheitsverhältnisse - und die Tatsache, dass es inzwischen genügend öffentliche Bereiche (auch in Süddeutschland) gibt, in denen man sich nackt aufhalten kann, spricht doch eigentlich eher dafür, dass es eine lebbare Toleranzbasis für beide Seiten gibt.

Generell halte ich es für etwas dürftig, wenn die Frage von Nackheit zu einem wesentlichen Merkmal werden soll, ob man tolerant ist oder nicht. Es ist wohl eher eine Frage von Freizügigkeit


Geschrieben

Klar, der TE hat Anstoß an eine, meiner Meinung nach harmlose, Gegenbenheit genommen, aber wie viele außer ihm haben es noch?


So wird man missverstanden! Ich habe NIE Anstoß genommen! Ich habe mich lediglich verwundert gezeigt, dass in einer Menge mehr oder weniger bekleideter Menschen eine einzige Person den Mut/das Selbstbewusstsein aufbringt, sich komplett nackt zu zeigen. Weiterhin sagte ich, dass mir dafür der Mut fehlen würde. Wenn ich auf eine Wiese / an einen Baggersee / an einen Strand komme und da ist die Hälfte der Leute komplett nackt, dann habe ich auch keine Probleme mich auszuziehen. Aber als Einziger hätte ich Bammel - noch dazu fände ich es merkwürdig, mich mit Freunden zu sonnen und mich als Einziger in meiner Gruppe auszuziehen.


Geschrieben (bearbeitet)

Kleidung ist ein Teil der Kultur des jeweiligen Landes und der jeweiligen Gegend.
Sie ist geprägt von der Witterung, dem Glauben und den vorhandenen Materialien. Dazu kommen Merkmale von Stämmen (z. B. Schotland) oder Volksgruppen (wie in Bayern, Niedersachsen usw.)

FKK hat auch eine eigenständige Kultur, ebenfalls abhängig von verschiedenen Faktoren.
In der ehemaligen DDR war es "normaler" als in der alten BRD, hier wiederum war der Norden freizügiger als der Süden.
Mittlerweile ist ein gewisser Ausgleich vollzogen, wobei der Süden noch etwas Aufholbedarf hat.

Jede Kultur hat ihre Berechtigung und sollte von der anderen respektiert werden.
Es ist nicht so angebracht, unbekleidet in der Innenstadt einkaufen zu gehen.
Genau so daneben ist es, sich angezogen auf dem FKK-Bereich nieder zu lassen. Noch unmöglicher ist es, ständig einen FKK-Bereich zu padroulieren und zu spannen.
Ein Mittelweg ist sehr einfach zu finden, ohne andere zu belkästigen.

Ich war erst mal völlig sprachlos. Nicht nur, dass sie die einzige auf der Wiese war, sondern dann auch als Einzige innerhalb ihrer Clique.


Völlig sprachlos und dann nicht geschockt?


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

Ich brauche es nicht und ich halte es auch nicht für schädlich, wenn Kinder nackte Menschen sehen.




gut, aber Nacktheit kann viele Facetten haben und die Tatsache, das Kinder vielleicht auch mal mit dieser konfrontiert werden ist eines, nur wo zieht man dann die Grenze ?

Ich sehe schon einen Unterschied darin, wenn zu Hause nicht mit übertriebenem Schamgefühl aufgewachsen lassen wird, oder irgendwo jemand mit seiner Nacktheit kokettiert.

Ich weiß, das war nicht das Eingangsthema, aber ich störe mich an der Bagatellisierung 3. gegenüber, und ich will nicht andere darüber entscheiden lassen, wo ich meine Grenzen zu setzen hätte, über deren Entwicklung ich die Verantwortung trage.


Geschrieben

Prickel, jetzt hast Du aber das Zitat gehörig aus dem Zusammenhang gerissen!

Die Tatsache, dass ich diese Haltung dazu habe, bedeutet eben gerade nicht, dass ich sie zwingend durchsetzen muss - zumal Kleidung bei uns über weite Teile des Jahres hinweg absolut Sinn macht, auch wenn sie nicht natürlich ist (@Jungmann) Weshalb dies überhaupt ein Argument sein soll, verstehe ich nicht - Internet ist auch nix natürliches!

Aber es ist eben nun mal so, dass die jeweilige gesellschaftliche Leitkultur entscheidet - und in Papua-Neuginea hättest Du bei den Pygmäen Probleme mit Deiner Haltung. Für die ist Nacktheit eben Standard und ihre Penisköcher gehören für sie zur Kleidung - auch wenn es für manche Menschen mit unserer Leitkultur anstössig wäre.


Geschrieben

...und in Papua-Neuginea hättest Du bei den Pygmäen Probleme mit Deiner Haltung...



Du meinst bestimmt nicht Papua-Neuginea!

Die Pygmäen sind in Zentralafrika zu Hause!


Geschrieben

Mea culpa - ich meine Papua-Neuguinea, aber nicht die Pygmäen!


Geschrieben

Und ich schränke im übrigen niemandens Freiheit ein, wenn ich mich nackt im Park lege.


Woher willst du wissen, daß sich niemand von dir ( indirekt ) belästigt fühlt, wenn du nackt im Park liegst .
Du zwängst genau in diesem Moment anderen Menschen deine eigene Freiheit auf!!!!
DU willst in diesem Moment nackt sein, also haben es alle anderen um dich herum einfach so hinzunehmen.
Ohne Worte .

Ich bin freizügig aufgewachsen, aber dennoch habe ich gelernt, daß man anderen Menschen nix gegen ihren Willen aufzwängt/auferlegt!


Geschrieben

... und ein Nord-Süd-Gefälle - je südlicher in der Republik, desto konservativer die Menschen. Mir hier im hohen Norden würde eine nackte Frau im Park nicht besonders auffallen.

Und wenn man noch weiter südlich Richtung München fährt und in katholisch geprägte Gegenden kommt, herrscht eine noch spießigere und engere Auffassung zu dem Thema. Und ebenso dort sollte man sich den ortsüblichen Gepflogenheiten anpassen.



Du glaubst wohl, die Leut im Süden leben total hinterm Mond?
Noch nie hier gewesen, was?


Geschrieben (bearbeitet)

"Freiheit endet dort, wo sie die Freiheit eines anderen in ihrem Handeln oder Denken einschränkt"

Was die Motivation der jungen Frau war, sich in dem Park auszuziehen, entzieht sich unser aller Kenntnis. Eine Wette? Zuviel Alkohol? Provokation? Geilheit?

Ja, ich fände es störend und deplaziert, da es genügend Möglichkeiten des Nacktbadens gibt. Man sollte immer bedenken, dass Menschen anderer Kulturkreise oder Glaubensrichtungen, Familien mit Kindern etc. den Park queren können und mit etwas konfrontiert werden, was ihrem Denken widerspricht (auch dies ist Toleranz!!).

Gehe liebend gerne in Sauna und fühle mich ohne Klamotten sauwohl. Achte aber darauf, dies dort zu tun, wo es möglich ist und keinen stört.

Betrachten wir uns die Evolution, laut der wir ja vom Affen abstammen (manche auch noch heute), so hatte der Urmensch selbst ein Fell (was er mit der Zeit verlor).
Schon der Neandertaler trug einen Pelz/Fell.

Selbst eine Vielzahl von Tieren wird nackt geboren und bekommt ihr Fell/Federn erst später.

Auch Ureinwohner tragen einen Lendenschurz und verbergen ihr Geschlechtsmerkmal (auch in der Bibel trugen Adam und Eva ein Feigenblatt, und dies vor tausenden von Jahren).

Im übrigen würde ich es begrüßen, keine weiteren Vergleiche von Menschen mit Tieren, Pflanzen, Bäume etc. zu führen. Ich fühle mich als Mensch und nicht als Kaktus oder Wildsau.

Ach, der Süden ist verklemmt???
München (Englischer Garten) war in den 70ern schlagartig in der Weltpresse als die ersten Nackten im Park (unerlaubterweise) lagen. Die Stadt hat dann zügig einen Teil als FKK Gebiet (mitten in der Stadt ohne Zaun, nur mit Hinweistafeln) ausgewiesen und war dadurch die erste Großstadt mit FKK mitten in der Stadt!!!
Die Menschen haben dies toleriert und es gab kaum Probleme (ausser mit Spannern).

Nebenbei gab es noch die "Pupplinger Au" an der Isar für FKK (und anderen Dingen :rolleyes.


bearbeitet von Leckerbaer6
Geschrieben

Nicht nur, dass sie die einzige auf der Wiese war, sondern dann auch als Einzige innerhalb ihrer Clique.



Ich setze einfach mal vorraus, das dort FKK erlaubt ist!

Dann finde ich es nämlich vollkommen in Ordnung und auch das sie es als natürlichen Vorgang gegenüber ihren Begleitungen sieht.

Wo FKK nicht erlaubt ist, sollte man sich einfach so verhalten, das man lt. Gesetz nicht zur Erregung des öffentlichen Ärgernisses beiträgt

Ich persönlich habe auch keine Probleme mit FKK Sonnenbaden an Orten wie Baggerseen, abgelegenen Wiesen, wo es üblich ist.
Was mich nur stört ist, das manche Menschen sexuell aktiv werden müssen, obwohl Minderjährige auftauchen könnten.


Geschrieben

Prickel, jetzt hast Du aber das Zitat gehörig aus dem Zusammenhang gerissen!




Deinem Post galt auch keine Kritik


Geschrieben (bearbeitet)

Du glaubst wohl, die Leut im Süden leben total hinterm Mond?Noch nie hier gewesen, was?

Doch schoon. - aber ist laaange her. Nettes Völkchen seid Ihr, da will ich gar keinen Zweifel aufkommen lassen. Nur eben, Katholiken und Protestanten ticken nicht im Gleichklang, - jedenfalls nicht so öffentlich - auf der Alm da gibts koa Sünd´(oder so ähnlich?) Hinter der Scheunentür sind die Krachlederne und das Dirndl auch keine traditionelle Tracht mehr, da macht Ihr Euch genauso gerne naggisch wie wir hier oben im Park.


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

Oha! Als ob es im Süden keine Protestanten gäb!!! Und wia!


Geschrieben

Ich versuche mal die eigentliche Frage zu beantworten: Nein, ich würde es mich nicht trauen! Ich würde mich total unwohl fühlen, von allen angestarrt zu werden - aber ich hätte auch kein Bedürfnis danach, denn ich finde nicht, dass man sich zwanghaft entblößen muss!

Was mag aber die junge Frau bewegt haben, es zu tun? Wollte sie andere sexuell provozieren oder einfach schauen, wie die Leute darauf reagieren? Gehört sie dieser Bewegung an, die ein generelles Recht auf Nacktheit einfordern? Standen irgendwo Leute herum, die heimlich die Reaktion der Passanten filmten und das nun im Internet einstellen? Oder handelt es sich - wie schon von Leckerbär vermutet - nur um eine Wette oder ausufernden Alkoholkonsum?

Wir kennen ihre Motivation nicht, aber ich finde nicht, dass es für die übergroße Toleranz von Nackten spricht, sich in nicht FKK-Bereichen auszuziehen. Sie zwingen anderen Menschen ihr Weltbild auf und missachten, dass es Menschen gibt, die dadurch in ihrem Schamgefühl verletzt werden.


Geschrieben (bearbeitet)

Montago und noregrets:
Und es gibt sogar Leut, die sind weder Protestanten noch Katholiken!
Und richtig:
im Heustadl wird auch noch gefickt!


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
×
×
  • Neu erstellen...