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Tauschhandel in der Paarbildung

Liege ich richtig?  

12 Stimmen

  1. 1. Liege ich richtig?

    • Ja klar, alter Hut, wozu gibt es Rosen an jeder Tanke?
    • Teilweise richtig.
    • Nein, nur die Liebe zählt.
    • Anderes / Sonstiges


Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

Ein völlig unromantischer Ansatz, die Kosten-Nutzen-Rechnung, scheint ein wesentlicher Bestandteil der erfolgreichen Paarbildung zu sein.

Die offensichtliche Wertschöpfung der Paarbildung (Sex, Gefühlsaustausch, etc.) scheint nicht zu genügen.

Kurzfristig angelegte Paarbildungen scheinen erfolgreicher wenn sie mit diversen Events (Parties, Restaurantbesuche, Geschenke etc.) unterstützt werden.

Mittelfristig angelegte Paarbildungen scheinen erfolgreicher wenn sie mit verschiedenen Projekten (Reisen, grössere Anschaffungen, Förderung des Partners etc.) unterlegt werden.

Langfristig angelegte Paarbildungen scheinen erfolgreicher wenn sie mit Massnahmen der Lebensgestaltung (Rentensicherung, Lebensversicherung, Vermögensbildung etc.) begleitet werden.

Liege ich richtig?


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EDIT: Tauschhandel bezieht sich auf Dinge/Können welche in die Beziehung eingebracht werden. Der Mehrnutzen entsteht durch das Teilen oder gegenseitige Schenken der Dinge. (z.B. Hausrat wird eingebracht, gemeinsam genutzt, und muss nicht gekauft werden oder banal, einer kann kochen der andere nicht, beide essen mit einem geringen Mehraufwand.)
Partnertausch war damit nicht gemeint...


bearbeitet von KlarKopf
Ballou1957
Geschrieben

Nöö!


SinnlicheXXL
Geschrieben

Klarkopf, du scheinst definitiv zu viel Paysex zu haben!

Gerade was kurzfristige "Paarbildungen" anbelangt, geht es doch (mir zumindest) nur darum, ob es mit dem "Kurzzeitpartner" angenehm ist. Ehrlich gesagt wäre mir dann guter Sex in "billiger Umgebung" lieber als schlechter Sex im Luxushotel - womit ich natürlich keinesfalls sagen will, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen Vermögen und den Qualitäten als Liebhaber bestünde.


Für Beziehungen, die auf Familiengründung angelegt sind, schadet es aber nichts, wenn man auch rationale Erwägungen miteinbezieht.


Geschrieben

also, in den 90er Jahren war Scheidungsforschung in Deutschland ganz groß im Trend (google nach mannheimer scheidungsstudie befragen). dort kam grob raus, warum die scheidungsraten früher (gute alte zeit) niedriger waren, als heute (die böse gegenwart). früher spielten (neben romatischen gefühlen) sozio-ökonomische faktoren bei der paarbildung eine größere rolle. frauen brauchten notwendig einen ernährer, weil erwerbsarbeit und eigenens auskommen schwerer zu realisieren waren. wieder heirat als geschiedenen frau, war fast unmöglich. kam es also zu problemen in der beziehung (konflikte, gewalt, kein sex mehr usw.), musste die trennung mit den sozio-ökonomischen folgen abgewogen werden. das führte dazu, dass viele paare krisen "besser" (wie mans nimmt) überstanden und sich eben arrangierten (bis das der tod sie schied). heutzutage ist die ökonomische abhängigkeit der frau vom ehemann reduziert und die soziale ächtung von geschiedenen geringer. daher führen krisen eher zu einer trennung. außerdem spielen bei der paarbildung weniger ökonomische faktoren eine rolle als romantische (die man sich früher eben nicht "leisten" konnte).
just my two cents


Geschrieben (bearbeitet)

... Ehrlich gesagt wäre mir dann guter Sex in "billiger Umgebung" lieber ...



Das ist schön, dir genügt die Wertschöpfung der reinen Paarbildung. Das nenne ich romantisch.


... weniger ökonomische faktoren eine rolle als romantische (die man sich früher eben nicht "leisten" konnte)...



Noch mehr Romantik! Grossartig.


bearbeitet von KlarKopf
Geschrieben



Langfristig angelegte Paarbildungen scheinen erfolgreicher wenn sie mit Massnahmen der Lebensgestaltung (Rentensicherung, Lebensversicherung, Vermögensbildung etc.) begleitet werden.



diesen satz würden wir so unterschreiben!

den rest nicht.


SinnlicheXXL
Geschrieben (bearbeitet)

Das ist schön, dir genügt die Wertschöpfung der reinen Paarbildung. Das nenne ich romantisch.


Das ist nicht romantisch, das nenne ich emanzipiert. Wenn ich der Meinung bin, dass ich an gutem Sex (oder meinetwegen auch einfach an gemeinsamen Unternehmungen) genau so viel Spaß habe, wie der Mann, ist es nicht einzusehen, warum er zahlen sollte und ich neben dem Lustgewinn auch noch monetäre Vorteile haben sollte.


Ich gebe aber zu, dass ich neulich die Vorstellung, dass ein Mann mich mit dem Taxi in seine Luxussuite abholen wollte, sehr verlockend fand.... Was soll ich sagen? Taxi wollte ich nicht, auf den Champagne verzichtete ich (da ich ja darauf bestand, selbst zu fahren), für Whirlpool war die Zeit zu knapp, und sonst....


bearbeitet von SinnlicheXXL
Geschrieben

Das ist nicht romantisch, das nenne ich emanzipert. ...



Es ist natürlich auch emanzipiert, da aber die Sehnsucht nach gutem Sex eine tragende Rolle spielt auch romantisch. Selbstverständlich eine Frage der Definition von romantisch. (für mich: Sehnsucht nach immatriellen Werten wie Liebe, Geborgenheitgefühl, Glücksgefühl etc.)


sleeping_beasty
Geschrieben

Meine Mama sagt immer "kleine Geschenke erhalten die Freundschaft". Ich bin ganz klar ein Fan von Rosen etc. Wenn ich merke, jemand hat sich bemueht, mir eine Freude zu machen, wird mir ganz flauschig... und das merkt man dann schon auch in anderen Aspekten der Beziehung. Aber es sollte gegenseitig sein, sonst macht es keinen Spass.
Restaurantbesuche und andere Events foerdern die Paarbindung. Nicht wegen des Geldwertes, schliesslich zahlen heutzutage bei den meisten Paaren beide abwechselnd, sondern wegen der gemeinsamen Erinnerungen, die bei gemeinsamen Unternehmungen gebaut werden und die Partnerschaft untermauern.


Geschrieben

Selbstverständlich eine Frage der Definition von romantisch. (für mich: Sehnsucht nach immatriellen Werten wie Liebe, Geborgenheitgefühl, Glücksgefühl etc.)




ich hätte nicht gedacht das wir romantisch veranlagt sind,aber da diese Defination auch nach 34 Jahren Ehe immer noch auf uns zutrifft....Gut dann sind wir halt romantisch

Susi


Ballou1957
Geschrieben

Du dürftest einfach noch nicht die Gelegenheit gehabt haben. Männer sind im Allgemeinen schwer verkäuflich in diesem Geschäftsfeld.


sleeping_beasty
Geschrieben

Das stimmt wohl.

Aber da er ja gerade seinen eigenen Feldversuch macht: Klarkopf, kannst Du uns bitte in ein paar Tagen hier mitteilen, ob das erfolgreich war?


Ballou1957
Geschrieben (bearbeitet)

Auf jeden Fall können wir - glaube ich - festhalten, dass insbesondere bei kurzfristiger Paarbildung hinsichtlich der Kosten-Nutzenrechnung ein sinnvoller Aspekt darin besteht, das Ende der Paarbildung an eine geographische Position zu binden, wo ein finaler Tausch der Partnerin gegen monetäre oder monetär verwertbare Mittel

a) legal
b) relativ problemlos

möglich ist.

Für Frauen fällt mir dagegen nur der Lösungsansatz ein, sich bei der Partnerwahl an der Liste der meistgesuchten Terroristen zu halten und dieselben beim Ende der Paarbildung an die ermittelten Behörden zu melden und dann das Geld zu kassieren

Bei langfristiger Paarbildung ist das alles viel schwieriger, da man ja nicht vorhersehen kann, ob Frau sich am Ende noch so einfach eintauschen lässt.


bearbeitet von Ballou1957
sleeping_beasty
Geschrieben

Bei langfristiger Paarbildung ist das alles viel schwieriger, da man ja nicht vorhersehen kann, ob Frau sich am Ende noch so einfach eintauschen lässt.

Aber auch das sollte regionalen Schwankungen unterliegen (blond in Schwarzafrika...) - ich fange an, die Logik zu verstehen!


Ballou1957
Geschrieben

Wenn denn Blond dann noch zutreffend ist!

Aber es wäre mal interessant die Reiseziele des TE hinsichtlich der finalen Tauschmöglichkeiten genauer zu untersuchen!


Geschrieben

Wenn ich solche Rechnungen aufgemacht hätte in meinem Leben,
ich hätte so manch einen dann nie nehmen dürfen...
ganz ehrlich.
Vielleicht mag es mancher unklug nennen... aber ich stelle die menschlichen Qualitäten von jemandem höher als seine Mittel/Vermögenswerte oder daß er mir was "bieten" kann, was auch immer das heißen mag.
Was ich brauche, besitze ich selbst. Was ich ned besitze, das brauche ich auch ned. Folglich muß ich es auch nirgendwo anders "abstauben", mal kraß gesagt.

Stellte schon desöfteren fest, daß mit zunehmendem Wohlstand einzelner Leute deren Charakter doch sehr zu wünschen übrig ließ, sie begannen, auf einem sehr hohen Roß zu sitzen und elitäres Gehabe an den Tag zu legen... dabei kochen sie ihren Kaffee auch bloß mit Wasser.

Ein interessanter Gesprächspartner und zuverlässiger Mensch ist mir allemal als Freund (oder auch als Liebhaber) echt lieber, als jemand, der glaubt, daß er mit Geld alles kaufen kann, auch Menschen.

Die wesentlichen Dinge des Lebens sind ohnehin ned käuflich und "Zuneigung", die nur geschenkt wird, solange man als Gönner auftritt, forget it!


sleeping_beasty
Geschrieben

Jemandes Vermoegenswerte sind mir auch egal, aber ich schaetze es, zu sehen, dass er an mich gedacht hat (nicht erst Blumen an der Tanke nebenan gegriffen hat) und mir was nettes mitbringt. Aber Kreativitaet punktet bei mir auch deutlich besser als Geld.


Delphin18
Geschrieben

Die offensichtliche Wertschöpfung der Paarbildung (Sex, Gefühlsaustausch, etc.) scheint nicht zu genügen.

Seit wann?


Geschrieben (bearbeitet)

Seit wann?



Einen Link auf die sehr geschwätzige Studie geht nicht. Wenn dich das Thema interessiert beginne mit einem Artikel über die Arbeit welche sogar den Nobelpreis erhalten hat. Frage dazu die allwissende Müllhalde ("Gut und Börse" and "Kosten-Nutzen-Rechnungen" and "spiegel") und dann immer den externen links nach. Am Ende landest du bei den Arbeiten welche das Kosten-Nutzen Verhalten der Menschen bei der Bildung von Paaren beleuchtet.

Edith sagt: Syntax


bearbeitet von Prickel
entlinkt
Geschrieben

Wenn eine partnerschaft ein tauschhandel ist sollte sich die partner besser ne putzfrau ,mikrowelle und paysex leisten !

Abgesehen dafon kauft mann nicht an der tanke blumen sondern mann maust sie persöhnlich unterwegs !
So ein buschrosen zweig aus nachbars garten ist doch viel individueller als der staniolstraus von der tanke ,erlich gar kein sinn für romantig riskante situationen !
Aber nicht erst ein haus vor der angebeteten pflücken ,kann peinlich sein wenn nachbars grade vor deren tür stehen wenn du dessen ganzer blütenstolz in der hand hälst !!


Richtig ist schon das eine partnerschaft auch eine ergänzung verschiedener eigenschaften sein kann ,das man in einer langfristigen partnerschaft auch wirtschaftlichen erfolg gemeinsam gestalten kann eben so ,wobei auch klar ist das fast alles was man gemeinsam nutzt für jeden güntiger wirt!
Das liegt aber an der natur der sache das sich festkosten einfach durch mehr nutzung verteilen ,und wenn das genutzte objekt mehr durch alterung als den durch gebrauch verschleist wirt die nujtzung effektiver !
Ob dies alleine und die sicht einer wirtschaftlichkeit aber gute grundlagen für eine gemeinsamme lebengestaltung und der sinn dieser sind kann ich nur verneinen !


Delphin18
Geschrieben (bearbeitet)

@Klarkopf

Du meinst also, wenn ich dier persönliche Erfahrung mit meiner persönlichen Paarbildung gemacht habe, dass Sex und Gefühlsaustausch zur Paarbildung vollkommen genügte, soll ich mich von dem, was irgendeiner geschrieben hat, vom Gegenteil überzeugen lassen?

Das erinnert mich daran, dass mir mal eine Kollegin vorgeworfen hat, ich würde meinen Sohn in der Erziehung bevorzugen, weil alle Eltern grundsätzlich Söhne gegenüber ihren Töchtern bevorzugen würden.

Als ich ihr sagte, dass sei Quatsch entgegenete sie mir, dass es Tatsache sei, ich müsste nur in (und hier nannte sie mir drei Emanzenbücher) nachlesen. Da stünde genau drin, wie ich meinen Sohn meinen Töchterg gegenüber bevorzugte.

Die Beispiele, die sie mir nannte (gelesen habe ich den Schwachsinn natürlich nie) waren völlig hahnebüchen und hatten mit mir und meinen Kindern nicht das mindeste zu tun..


bearbeitet von Delphin18
Tippfehler
Geschrieben

@Klarkopf
Auf deinen Edit bezogen, finde ich es nicht gut, dass du die aufgeführten Beispiele unter dem Aspekt des Tauschhandels betrachtest.

Es ist doch so, dass wenn man zusammenzieht, einiges gemeinsam in die Beziehung mitbringt (und doppelte Dinge entsorgt - also nicht wirklich ein Mehrwert entsteht).

Gemeinsam sucht man doch Wege, sich das gemeinsame Leben bestmöglich zu gestalten. Dazu gehört doch meiner Meinung nach auch, dass die unterschiedlichen Fähigkeiten des Einzelnen ihre Berücksichtigung findet und auch Aufgaben nach Interessenlage aufgeteilt werden.

Das sind für mich eher Kompromisse und Absprachen denn ein Tauschhandel.


Bei der vermögenden Oberschicht mag es diesbezüglich noch einige Kriterien geben, die den Gedanken an einen Tauschhandel eher aufkommen lassen.

Papas Firma, die einen einen neuen Job beschert, das Häuschen in der Toskana. Die Nutzung des nigelnagelneuen Porsches, da Männe ja ab sofort den Firmen Mercedes fährt usw.


Geschrieben (bearbeitet)

@Klarkopf
Auf deinen Edit bezogen, finde ich es nicht gut, dass du die aufgeführten Beispiele unter dem Aspekt des Tauschhandels betrachtest.



Schön finde ich das persöhnlich auch nicht. Die Frage ist ob Bezieungen bei positiver Kosten/Nutzen Bilanz geschlossen und wenn die Kosten plözlich überwiegen wieder aufgelöst werden. Bekocht zu werden ist damit ein Nutzen. "Tausche bekocht werden gegen Einwilligung für Nachwuchs" klingt wirklich sehr unschön...


... soll ich mich von dem, was irgendeiner geschrieben hat, vom Gegenteil überzeugen lassen? ...



Nein, natürlich nicht. Eigentlich freue ich mich über jeden Romatiker welcher jede Kosten/Nutzen überlegung in der Paarbindung von sich weisst. Deine Einstellung ist nur konsequent und ein hervoragender modus vivendi.



Das sind für mich eher Kompromisse und Absprachen denn ein Tauschhandel.



Kompromis klingt natürlich besser. Aber es ist ein Tauschhandel von Dingen und Können welche in die Beziehung eingebacht wurde.


bearbeitet von KlarKopf
Geschrieben

Beziehungen sind oftmals Zweckgemeinschaften in der gerne getauscht, bezahlt oder bestochen wird...die "Zahlart sowie Summe" ist aber individuell verschieden.

Auch wenn sich viele den Schuh nicht anziehen wollen...Beziehungen beeinhalten nunmal das Geben und Nehmen...Fällt das ins Ungleichgewicht sind Streitigkeiten nicht selten


willymille
Geschrieben

Ach,

einfach herlich diese Luft in diesem Tröd......

So mal kurz durchatmen, und los geht es.

Ich lebe eine Zweckgemeinschaft!!

Keine Affäre, keine BEziehung und auch keine Poppgeschicht.

Ich lebe einen waren Tauschhandel.
Durch Zufall hat es sich so ergeben.


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