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Sind Gegensätze im Alltag beim Sex egal?

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Der Titel ist vielleicht etwas unglücklich gewählt, aber es fällt mir einfach schwer, die Kernproblematik bei diesem Thema kurz und prägnant auf den Punkt zu bringen.

Es geht darum, dass wir mit einer Bekannten eine hitzige Diskussion über die Wahl ihrer Sexpartner hatten. Die betreffende Dame ist Single und von Haus aus sehr kommunikationsfreudig, so dass es ihr nicht schwer fällt, neue Leute kennenzulernen. Sehr oft endet dieses Kennenlernen noch am selben Abend im Bett - woran ich mich eigentlich gar nicht störe.
Was mich stört, sind die Partner an sich, denn unter ihnen sind viele, deren Lebenseinstellungen, politische Ansichten und moralischen Wertvorstellungen den ihren vollkommen widersprechen. Ich kann einfach nicht verstehen, dass man (oder in diesem fall eher frau ) sich jemanden mit Leidenschaft hingeben kann, mit dem man so gut wie nichts gemeinsam hat, außer die akute Lust auf Sex. Zumal die Dame sich sonst nicht scheut, einen Streit vom Zaun zu brechen, wenn man anderer Meinung ist.

Stehe ich mit dieser Meinung alleine da? Ist es normal, dass die Lust alltägliche Antipathien aushebelt und man über Dinge, die einen sonst stören würden, einfach hinwegsieht?
Wie seht ihr das?


MannohneSusi
Geschrieben

Kann es sein, dass diese Dame ihre sexuellen Gelüste von ihren anderen Gefühlen gut trennen kann?

Ein anderer Grund fällt mir dazu nicht ein.
In diesem Augenblick will sie eben nicht über die innenpolitische Lage oder das Welternährungsproblem oder so reden, sondern nur ordentlich durchgevödumdidum werden!

Sie sucht sich den dazu passenden Partner, egal ob der nun ein Verfechter oder Gegner der Todesstrafe ist.

Hauptsache, er verspricht ihr eine ereignisreiche Nacht.
Ich vermute mal, dass die Kerle am nächsten Morgen zeitig verschwinden sollen......

Wenn ich mich auf privater Ebene mit einer Frau treffen würde, könnte ich das vielleicht nicht so trennen, in einem Swingerclub ist das aber ein ziemlich normales Verhalten!
Auch da geht es nur um Sex.


Der Mann


Geschrieben

Kann es sein, dass diese Dame ihre sexuellen Gelüste von ihren anderen Gefühlen gut trennen kann?



gute frage - ich weiß es nicht. uns männern wird so etwas ja meist als "schwanzgesteuert" nachgesagt. im prinzip würde ich ja so etwas vermuten, da mir auch keine andere erklärung einfällt. allerdings weißt unsere bekannte jeden verdacht, sie könnte in solchen momenten "muschigesteuert" sein, vehement zurück. es wäre vielmehr so, dass der partner sie nur als mann und nicht als mensch(!) interessieren würde.


Vala_Su
Geschrieben

Vielleicht gibt ihr ja gerade der Unterschied den Kick. So wie auch Versöhnungssex nach großen Streits oft sehr heftig ist, kann sie ja auch dadurch erregt werden, dass der Partner in dem Moment die Gegenseite einnimmt.


MannohneSusi
Geschrieben

es wäre vielmehr so, dass der partner sie nur als mann und nicht als mensch(!) interessieren würde.



Frauen nennen das aber "Bauchgefühl" und nicht muschigesteuert!
Das ist das weibliche Pendant zu schwanzgesteuert, hört sich aber besser an!

Aber wenn sie ihn dann nur als Mann (also Schwanzträger) und nicht als kompletten Menschen sieht, spricht das doch eher für unsere Idee mit der Trennung der Gefühle.



Der Mann


Geschrieben

was ich bei all dem nicht verstehe:

wenn ich jemanden kennenlerne, unabhängig ob mann oder frau, dann entwickelt sich bei mir recht schnell ein gefühl dafür, ob ich die betreffende person mag oder nicht. sex zu haben, kann ich mir nur mit personen der ersten kategorie vorstellen (sofern es sich um frauen handelt ). unsere bekannte vergnügt sich aber häufig mit personen, von denen sie selbst sagt, dass sie sie normalerweise auf den tod nicht ausstehen könnte.

wie kann mann oder frau sich also jemanden hingeben, den man eigentlich nicht leiden kann?


BabetteOliver
Geschrieben

Die betreffende Dame ist Single und von Haus aus sehr kommunikationsfreudig, so dass es ihr nicht schwer fällt, neue Leute kennenzulernen. Sehr oft endet dieses Kennenlernen noch am selben Abend im Bett

So wie Du es schilderst, ist Sex nicht der Grund des Kennenlernens. Und der Sex steht erst am Ende eines gemeinsamen Abends. Das setzt voraus, dass man sich einen Abend lang gut verstehen muss. So gut, dass es mit Sex endet (das tut es ja wohl nicht immer). Also gibt irgendwelche Berührungspunkte zwischen ihr und ihm, jenseits dessen, dass sie an vielen Punkten oder so ganz grundsätzlich - aber eben nur auf Dauer - nicht zusammen passen.


Geschrieben

Also gibt irgendwelche Berührungspunkte zwischen ihr und ihm, jenseits dessen, dass sie an vielen Punkten oder so ganz grundsätzlich - aber eben nur auf Dauer - nicht zusammen passen.



theoretisch schon, aber:

unsere bekannte vergnügt sich aber häufig mit personen, von denen sie selbst sagt, dass sie sie normalerweise auf den tod nicht ausstehen könnte.


Geschrieben

@Te

was leute reden vor allem wenn sie gerne viel reden und tun sind zwei paar schuh und ob du die ausagen auch richtig verstehste ist noch ein drittes paar ,nun könnt ihr schon einen wanderverein gründen !

Warum soll der sex nicht wunder bar klappen mit leuten wo man nie eine beziehung führen könnte ?

Warum sollte sich deine bekannte jemanden in den sie sich verlieben könnte ausuchen nur weil sie gerade lust hat auf sex ,mit möglichst wenig intimer emutionalität und möglicht viel ficken !

Ich kenne ne ganze menge frauen die einen partner fürs leben haben und um ihre lust zu befriedigen eine reihe von liebhabern bei denen vor allem die liepido zählt und das er gewaschen zum date erscheint !
Der soll nicht schmusen oder kuscheln und nicht mit geistreichen gesprächen glänzen ,vor allem soll er sich nach dem sex nicht einbilden den platz des partners einehemen zu können oder zu dürfen , ficken ficken ficken nächster herr die selbe dame !

Ich hab übrigens auch eine bekannte die genau so ist wie die beschriebene ,die nimmt sich was ihr gerade gefällt und dabei auch nie ein blatt vor den mund !
Sowas muß mann einfach nur zu nehmen wissen ,was nicht bedeutet das er es dann auch zu behalten wissen oder wollen muß ?


BabetteOliver
Geschrieben

[COLOR=blue]@Blue, Du setzt das theoretisch vor das falsche Zitat. [/COLOR]

Theoretisch ist die Erklärung der Frau, dass sie sich nicht mit diesen Männern einlassen würde, denn praktisch tut sie es.

Das eine ist die Theorie, das andere die Praxis.


SinnlicheXXL
Geschrieben

Na ja - sie lässt sich körperlich ein, aber emotional und mental nicht.

Das kann durchaus auch seinen Reiz haben, denn meist findet man auch an Menschen, die so völlig anders sind, irgendeinen Punkt, der einen fasziniert. Auf Dauer stelle ich mir so ein Verhalten aber schwierig vor! Zumindest Respekt und Zuneigung sollte man doch vor seinen Liebhabern haben.

Vielleicht hat deine Freundin auch Bindungsängste. Wenn sie immer nur mit "Idioten" ins Bett geht, schützt sie sich quasi vor dem Verlieben.


BabetteOliver
Geschrieben

[COLOR=blue]@sinnliche, deshalb belässt sie es auch bei einem ONS mit diesen Männern.[/COLOR]

Die Idee mit den Beziehungsängsten ist gut - aber auf Grund der geringen Datenlage nur schwer zu verifizieren.


Geschrieben

Zwei Grundideen.

A) Sie sucht sich bewusst "solche" Partner, um der Gefahr zu entgehen, tiefere Gefühle zu entwickeln (aus welchem Grund nun auch immer. Und das soll dann evtl. auch für ihr Gegenüber gelten. Kind of "Wegwerf-Sex".

B: Sie sucht sich absichtlich Partner, an denen sie sich erstmal "reiben" kann, die sich also von ihr stark unterscheiden - und dieses Reiben erzeugt eine Art Spannung, welche sich dann beim Sex entladen und so das Erlebnis intensiviert.

Absolute "Partnerbeliebigkeit" schließe ich mal aus, denn dann würde es nicht auf ein Muster hinauslaufen.


Geschrieben

Der Titel ist vielleicht etwas unglücklich gewählt, ..

Stehe ich mit dieser Meinung alleine da?
Wie seht ihr das?

Zunächst finde ich es unglücklich, wenn jemand von seiner Aussage her, diese runter bewertet wie du, das irritiert und du musst dich damit ja auch nicht disqualifizieren.

Generell haben Sex und das Begehren nach dem Anderen nichts mit den sozialen Unterschieden unserer Gesellschaft zu tun.

Ich glaube sogar, dass gerade hierbei sich Gegensätze besonders reizen!


Geschrieben


Die Idee mit den Beziehungsängsten ist gut - aber auf Grund der geringen Datenlage nur schwer zu verifizieren.



genau das wollte ich eigentlich nicht - eine diskussion über das verhalten einer einzelnen person.

also, um das ganze zu spezifieren:

könnt ihr euch vorstellen oder nachvollziehen, mit einer reihe von menschen in einem unbestimmten zeitraum sex zu haben, teils einmalig, teils regelmäßig, obwohl ein großer teil dieser menschen so rein gar nichts mit euch gemein hat und ihr sie vom charakter her nicht leiden könnt?


Geschrieben

Hm, für nachvollziehbar halte ich es, ja, aus den o.g. Gründen.


Geschrieben

Wenn ich jemanden doch gar ned leiden kann und mit ihm keinerlei Gemeinsamkeit habe (welcher Art auch immer),
klare Antwort: Nein.


Geschrieben

Würden es differenzieren: Wenn wir die Person nur zum Sex Treffen (also eher die anonyme Clubsituation, sind uns iher Ansichten relativ egal, da wir sie in der Regel auch nicht erfahren), wenn wir die Person kennen lernen und sie (für uns) inakzeptable Überzeugungen vertritt, ist dies ein absoluter Ausschlussgrund. Insofern können wir die Ausgangssituationnicht wirklich beurteilen, da wir nicht wissen inwieweit sich die Freundin von @Banane näher mit ihren Partnern auseinander setzt.


BabetteOliver
Geschrieben (bearbeitet)

[COLOR=blue]@Blue, dann musst Du dieses "nichts gemein haben" aber deutlich besser erläutern.[/COLOR]
Denn in Deinem Beispiel ist die Frau in der Lage, mit den Männern einen unterhaltsamen Abend zu erlben, bevor es zum Sex kommt. Sie kann also nicht "gar nichts gemein haben". Irgendwas muss da sein, sonst würde es keinen gemeinsamen Abend geben.

Ich habe kein Problem, mit einem Menschen Sex zu haben, dessen politische Ansichten ich nicht teile, dessen Lebensführung ich nicht teile, dessen Bildungshorizont ich nicht teile oder dessen kulturelles Umfeld ich nicht teile.

Wenn ich aber vorher einen anregenden Abend mit dier Person verleben soll, muss es allerdings irgendeinen Anknüpfungspunkt zwischen uns geben. Sich den ganzen Abend anschweigen oder sogar anöden macht keinen Spaß.
Es geht ja nicht um eine Beziehung sondern um eine Bekanntschaft mit Sex.

Und wenn wir z.B. im Swingerclub sind, dann wissen wir sehr wenig über das Leben der Menschen dort, welches sie ausßerhalb des Clubs führen. Geiler Sex klappt trotzdem - oder grade deswegen.

[COLOR=blue]@smpaar, zu einem Ausschlußgrund kann aber nur werden, was man weiß. Daher muss es nicht auf die anonyme Clubsituation beschränkt sein. Bei einem launigen Abend lernt man nicht alles von seinem Gegenüber kennen.[/COLOR]


bearbeitet von BabetteOliver
sleeping_beasty
Geschrieben

...mit einer reihe von menschen in einem unbestimmten zeitraum sex zu haben [...] rein gar nichts mit euch gemein hat und ihr sie vom charakter her nicht leiden könnt?

Also mit jemandem, den ich nicht leiden kann, hab ich keinen Sex. Aber ich hatte durchaus schon boytoys, mit denen ich ausser dem Bett nur ein einziges Hobby geteilt habe. Irgendeine Gemeinsamkeit brauche ich allerdings.
Fuer mich ist das der Unterschied zwischen einer Beziehung (die ja auch durchaus offen und lose definiert sein kann) und einem boytoy, den ich einmal im Monat anrufe, um zu fragen, ob er mal eben auf ein Glas Wein vorbeikommen will. Wenn ich weiss, dass er unmoegliche politische Ansichten hat, aber geniale Fussmassagen gibt, kann ich das Thema doch auf Fuesse beschraenken und Politik morgen mit jemand anderem diskutieren!
Wenn es fuer jeden von uns den einen perfekten Partner gaebe, mit dem wir in allem 100%-ig uebereinstimmen, waeren wir doch alle nicht hier!


Geschrieben

ein letzter versuch, das verhalten einer person, die es selbst nicht genau erklären kann, als außenstehender zu beschreiben:

die besagte dame sucht abends eine bar, eine disco oder auch einen pub auf, kommt im laufe des abends mit einem mann ins gespräch, häufig kommt es zum streit, wenn die dame feststellt, dass ihr die ansichten und einstellungen des betreffenden mannes nicht gefallen. wenn es zeit wird, nach hause zu gehen, stellt die dame die sinngemäße frage "willst du ficken?"

nun ist diese besagte dame eigentlich alles andere als damenhaft und benutzt sehr oft drastische ausdrücke und kann auch leicht handgreiflich werden, zudem hält sie mit ihrer meinung nicht hinter dem berg zurück. wie kann also ein solch impulsiver und selbstbewusster mensch all diese charakterzüge urplötzlich ablegen, um jemanden, der bis eben noch ein "volldepp" oder "asi" war, in extase um den hals zu fallen?


hannah65
Geschrieben (bearbeitet)

Das Verhalten der von Dir beschriebenen Frau erinnert mich an einen Artikel über Sexsucht bei Frauen, den ich unlängst gelesen habe.


bearbeitet von hannah65
Geschrieben

also, meine bekannte ist per definition weder sexsüchtig, noch nymphoman. auch lässt sich kein richtiges muster erkennen.
während des im eingangspost erwähnten gesprächs konnte sie sich an 12 partner aus den vergangenen zehn monaten erinnern, mit denen insgesamt ca. 25 mal sex hatte - von diesen 12 männern waren vier "ausgemachte arschlöcher vor dem hernn" (zitat), mit einem davon hatte sie öfter als ein mal sex...

immerhin konnte ich bisher feststellen, dass ich nicht der einzige bin, dem dieses verhalten unverständlich ist


BabetteOliver
Geschrieben

genau das wollte ich eigentlich nicht - eine diskussion über das verhalten einer einzelnen person.


ein letzter versuch, das verhalten einer person, die es selbst nicht genau erklären kann, als außenstehender zu beschreiben:


was denn jetzt?
Geht es um das spezielle Verhalten einer bestimmten Person, die ausser Dir keiner kennt - oder darum, wie die User sich verhalten würden?


Geschrieben

Geht es um das spezielle Verhalten einer bestimmten Person, die ausser Dir keiner kennt - oder darum, wie die User sich verhalten würden?



jetzt hackt net so darauf rum

ist halt schwer, über ein bestimmtes verhalten ganz allgemein zu reden, wenn es nur ein bekanntes beispiel dafür gibt...


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