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Was wäre nach Wiedereinführung der D-Mark anders?

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Die Suche hat mir ehrlich gesagt kein Ergebnis dieser Richtung gezeigt, deshalb hier das Thema ab sofort "neu und exclusiv".

Habe vorhin erst wieder in den aktuellen Nachrichten im Internet gelesen, dass die Mehrheit der Deutschen sich die D-Mark zurückwünscht. Okay, ich eigentlich auch. Aber: meiner Meinung nach würde danach nichts mehr so sein, wie früher - von wegen für 100 Mark einkaufen und man hat einen ganzen Korb voll... Und die Löhne würden ganz bestimmt nicht wieder verdoppelt, und die Preise halbiert.
Ich denke eher, dass in Sachen Löhne evtl. alles so bliebe, wie es jetzt ist, und die Preise würden noch teurer. Irgendwer müsste dann doch die Umstellung wieder bezahlen, wenn nicht wir kleinen Bürger?!

Und, vielleicht als "B-Frage" formuliert: kämen wir mit der D-Mark in der europäischen Marktwirtschaft überhaupt klar? Warum nicht?! Den Engländern und gerade den Schweizern mit ihrem momentan starken Franken scheint es ja gut zu gehen...

Wie denkst du zu dem Ganzen, liebe Leserin/lieber Leser?

Bitte tut mir den Gefallen und artikuliert euch sachlich, ohne dabei einen Hass-Thread draus zu machen. Danke.


Geschrieben

Eine starke Währung ist für eine EXPORT-Nation eine Katastrophe. Der Euro ist stabil und da braucht sich auch keiner Sorgen machen, trotz Merkel, Griechen, Zaziki oder sonstigem. Das "früher war alles besser" hat man schon vor 1000 Jahren dahergelabert.


Geschrieben

Der Euro ist leider nicht stabil, er rutscht allmählich immer weiter nach unten, langsam, aber vorerst sicher.
Wenn Griechenland baden geht, geht der Euro höchstwahrscheinlich mit, das ist ja der Grund, warum Merkel bereits 3 Pakete geschnürt hat. Sonst wäre ihr Griechenland sicher (fast) egal, abgesehen davon, dass die EU ein Mitglied verlieren würde.


MannohneSusi
Geschrieben

Mal sehen, ob die Moderation das stehen lässt!
Keine Ahnung, ob eine Frage zur Währung schon als zu politisch gesehen wird.
Vielleicht klappt es, wenn sich alle ein wenig zurück halten?

Ich vermute mal, dass sich Vor- und Nachteile die Waage halten würden. Die neue Mark würde gegenüber dem Euro und dem Dollar aufgewertet werden, was unsere Produkte im Ausland verteuern würde. Andererseits würden Importe billiger für uns werden.
Die Umstellungszeit würde unseren Arbeitsmarkt erstmal ziemlich erschüttern, aber das würde sich meiner Meinung nach nach ein paar Monaten wieder beruhigen.
Der Bundeshaushalt hätte dann auch wieder etwas mehr Knete, wenn die Verpflichtungen gegenüber den Euroländern entfallen würden. Wenn sie dann auch entfallen, es handelt sich nun mal um Verträge! Davon hängt auch unsere Glaubwürdigkeit im internationalen Rahmen ab!
Ich denke mal, spätestens wenn die Eurobonds kommen sollten, wird die Diskussion darüber nicht mehr zu stoppen sein, auch wenn das einigen Eurobefürwortern nicht gefallen wird!



Der Mann


Geschrieben

Vielleicht klappt es, wenn sich alle ein wenig zurück halten?


Darum habe ich jedenfalls im Eröffnungthread ausdrücklich gebeten. Vom Konjunktiv will ich nichts wissen.

Ich denke mal, spätestens wenn die Eurobonds kommen sollten, wird die Diskussion darüber nicht mehr zu stoppen sein, auch wenn das einigen Eurobefürwortern nicht gefallen wird!
Der Mann


Da fällt mir gerade ein: Sigmar Gabriel hat sich doch vor 2 bis 3 Tagen erst für den Wählerentscheid zur Wiedereinführung der D-Mark ausgesprochen.


oxycodon01
Geschrieben

Es würde sich für mich die selbe Angst stellen die ich schon (begründet) bei der Einführung des € hatte: Halbiert sich mein Gehalt schon wieder?

Trotz relativ hoher Kaufkraft: Warum ist denn zB Benzin bei uns so teuer? Da merke ich nichts von hoher Kaufkraft.


Geschrieben

Dann würde die MErcedes E - Klasse CDI wieder 50 t DM kosten..


Geschrieben

Es würde sich für mich die selbe Angst stellen die ich schon (begründet) bei der Einführung des € hatte: Halbiert sich mein Gehalt schon wieder?



Genau auf diese Frage versuche ich ehrlich gesagt jetzt schon mal Antworten zu finden - nicht hier, allgemein. Der Euro nämlich wurde bereits in den 60er Jahren erstmal debattiert, als die EU noch EG hieß. Unseren Vorfahren wurde damals definitiv gesagt, dass alles teuerer wird (siehe "Historische Debatten" auf phoenix). Aber wie die Deutschen halt so sind: "Och, was interessiert mich, was in Jahrzehnten mal sein wird!" Und heute will keiner von den älteren informiert worden sein.
Die Gegenwart ist aber viel schnellebiger. Was also tun mit den paar "Groschen", die man evtl- über hat? In Gold anlegen lohnt im Moment glaube ich nicht mehr, da der Goildpreis stets weitersteigt. Vor `nem Jahr oder vor anderthalb Jahren hätte ich gerne 50.000 EUR über gehabt...


MannohneSusi
Geschrieben

Warum ist denn zB Benzin bei uns so teuer? Da merke ich nichts von hoher Kaufkraft.



Also, ich finde knapp 60ct. pro Liter Sprit sind nicht zu teuer!
Damit sind schließlich alle Kosten von der Rohölförderung bis zur Zapfsäule abgedeckt!

Ach so, wegen dem Rest musst Du schon den Finanzminister fragen!

Übrigens, eine neue, harte Mark würde auch das Öl für uns billiger machen



Der Mann


oxycodon01
Geschrieben (bearbeitet)

Nur noch Steine und Land. Nichts anderes mehr. Das bleibt stabil, und wenn die INflation kommt: Ja biiiiiiiittttttteeeeeeeeeeee...
Meine Hypotheken sind festgeschrieben...





Übrigens, eine neue, harte Mark würde auch das Öl für uns billiger machen



Der Mann



ja wo denn? siehste doch das es nicht klappt. was an kohle verblasen wird... wir müssten nen gesundheistsystem mit vollservice haben...


bearbeitet von oxycodon01
Geschrieben

Übrigens, eine neue, harte Mark würde auch das Öl für uns billiger machen
Der Mann



Wieso denn das? Und meinste, dass die D-Mark sich wieder als Währung durchsetzen und stabil bleiben könnte?
Gut, haste ja vorhin schon geschrieben, aber ich bin skeptisch...

Übrigens wollen die Chinesen "mit aller Gewalt" (sprichwörtlich) an die Weltmacht und den Dollar ablösen..., also schon mal andere Zeiten als damals mit der DM.


oxycodon01
Geschrieben

.

Übrigens wollen die Chinesen "mit aller Gewalt" (sprichwörtlich) an die Weltmacht und den Dollar ablösen..., also schon mal andere Zeiten als damals mit der DM.



In der WAZ (Westdt Allgm. Zeitung) gab es vor ca 3 Jahren einen gaaaanz kleinen Seitenartikel. Da sagte ich zu meiner Mutter: Jetzt knallts, und das war vor der Wirtschaftskrise. "OPEC bestätigt Dollar als Ölwährung".

Da hätte es klingeln müssen. Der Dollar ist durch nichts mehr gedeckt, dafür ist viel zu viel im Umlauf. Der Dollar ist gestützt durch China die den Dollar horten, und Öl was in der Welt noch in der Erde liegt. Prima aussichten.


Geschrieben

Dann frage ich mich, was die Chinesen mit ihrer "Weltmacht" mit dem Dollar erreichen wollen? Und welche Auswirkungen hätte das auf die evtl. künftige D-Mark? Die Schweiz und England wie gesagt... Aber unsere neue und alte Währung müsste sich doch erst mal wieder behaupten. Aber wie?


oxycodon01
Geschrieben

Stell dir vor die Chinesen machen die $-Schleusen auf... Dann gute Nacht Marie... Und das wie sie sich derweil verhalten was Technikklau angeht... Das sollte am allerschnellsten Reglementiert werden statt ihnen alles in den Popo zu schieben.

Viel mehr sollten wir uns darum kümmern Afrika anständig zu entwickeln. Wir brauchen ihre Rohstoffe und sollten unsere Vorteile einsetzen.


MannohneSusi
Geschrieben

Wie? Genau so, wie sich die alte D-Mark durchgesetzt hat!



Der Mann


Geschrieben

Ich sagte ja "mit aller Gewalt". Wie die Chinesen sich in den letzten 10 Jahren verändert haben (ich kenne sie freundlicher)... Oder kommt jetzt, mit dem Erfolg, der wahre Charakter durch?
Die Chinesen haben doch schon vor 12, 13, 14 Jahren, noch zu Zeiten Chiracs, begonnen, in Immobilien in Paris und umliegendes Frankreich zu investieren, und was für Immobilien! Dann in den letzten Jahren Afrika... Und wie die mit den Tibetern umspringen, finde ich eh eine..., nee, ich sag`s nicht. Sollten die zur Weltmacht werden, na dann aber echt "Gute Nacht, Marie".

Und sollte Griechenland tatsächlich baden gehen, dann sollte die Merkel sich dafür einsetzen, dass nicht noch ein weiteres veramtes Land der EU beitritt. Unterstützung dürfte sie von Frankreichs Sarkozy und meiner Wunsch-Nachfolgerin Marine le pen haben - ginge es nämlich nach Sarkozy und le pen, dann wäre Frankreich raus aus der EU und aus der NATO, und Frankreich hätte den Franc wieder. Ich bin frankophil, habe französische Vorfahren, deshalb interessiert mich auch Frankreich.
Aus der EU ist nämlich nur geworden, um auf das Thema wieder zurückzukommen, dass die wenigen damals starken Länder wie Deutschland, Frankreich, Nidederlande, Belgien, Schweden usw. die anderen 20 schwachen und verarmten Nationen "aufgefressen" bzw. "mitgekauft" haben - und nun gehen fast alle 27 EU-Staaten auf dem Zahnfleisch.


Nylonsforyou
Geschrieben (bearbeitet)

Das kommt darauf an, wann wir zur D-Mark zurückkehren.
Je schneller wir das tun, umso harmloser werden die Auswirkungen für uns sein; davon bin ich überzeugt.
Spürbar, aber noch verkraftbar.

Wie hier schon von einigen beschrieben würde die D-Mark nach ihrer Einführung eine starke Aufwertung erfahren.
Schlecht für den Export und den damit verbundenen Arbeitsplätzen; gut für den Import.

Zu erwarten ist aber, dass die Politik den Euro bis zum bitteren Ende erhalten wird. Obwohl ein Euro-Crash zum jetzigen Zeitpunkt schon nicht mehr abzuwenden ist. Sämtlicht Stabilitätsabkommen wurden gebrochen und sie werden weiter gebrochen. Griechenland wird die nächste Tranche in wenigen Tagen von der Troika zugesprochen bekommen, obwohl sie nicht die Kriterien erfüllen werden. Weil man ja angeblich kein Land pleite gehen lassen darf. Genau wie man Banken nicht pleite gehen lassen darf. Genaugenommen retten wir auch gar nicht Griechenland; sondern die Banken. ...genau wie in Irland und Spanien.
Naja egal...
...irgendwann wird Italien am Tropf liegen. Der Rettungsschirm wird dafür aber nicht mehr reichen.
Spätestens dann wird man der EZB den Befehl zum Gelddrucken geben. Und das wird der Anfang vom Ende sein.

Als normaler Bürger wird man wenig zu seinem Schutz machen können. Die Geschichte hat gezeigt, dass Regierungen, wenn es ernst wird, zu radikalen Mitteln greifen wie Enteignungen, Vermögensabgaben oder Goldbesitzverbot. Auch der normale Eigenheimbesitzer, Riester-Rentner oder Lebensversicherte wird sein Fett wegbekommen. Ist der Staatsnotstand erst erreicht, sind auch die Grundrechte außer Kraft.

Also kauft euch was schönes, solange euer Geld noch Kaufkraft hat!!!

Wenigstens werden wir nach dem großen Crash frei sein!
Für alle die mal wissen wollten, wie es ist, wenn man den Counter auf Null stellt.

In dem Sinne
Alex von NFY


bearbeitet von Nylonsforyou
oxycodon01
Geschrieben

und nun gehen fast alle 27 EU-Staaten auf dem Zahnfleisch.



Du hast in vielem Recht, auch ich mag Frankreich, nur mag mich vordergründig Frankreich nicht. Obwohl ich meine wirklich schönsten Erinnerungen nicht in der Karibik, sondern in der französischen, englischen und irischen Gastfreundschaft habe, ist mir auch sehr misswollen aus Frankreich entgegen geschlagen.

Es wäre schade wenn Frankreich eine eigene Währung einfüren würde. Aber das glaube ich nicht. Vielmehr ist GB ein Problem: Sie sitzen mit in der EU, nehmen sich alle Vorteile und bestimmen überall mit, wettern aber gegen alles was sie auch mal was kosten würde.

Die EU hat auch sehr viel Gutes hervorgebracht: Die baltischen Länder zB, die 10 Jahre so Gas gegeben haben das sie europäischer sind als viele andere. Irland die es wohl aus eigener Kraft wieder schaffen können aber auch gemaßregelt werden mussten! Thema Zinsen...

Es gab wirkliche Überraschungen in den letzten Jahren, viele Armenhäuser des Kontinents leben deutlich besser als früher. Aber einige haben sich auch die Kohlen genommen und hatten die Sonne im Arsch. Und so geht es eben nicht...


Geschrieben (bearbeitet)



Also kauft Euch was schönes, solange euer Geld noch Kaufkraft hat!!! Und poppt Euch die Seele aus dem Leib!!!


Du plädierst also zum Sex-Tourismus?! Herrlich...

Dein Beitrag lief bei mir jedenfalls echt runter wie Öl. Genauso könnte ich mir nämlich auch vorstellen, dass es endet, das wäre echt bitter für uns kleinen Leute.

Würdest du also ein paar ersparte Groschen (bedenke: mittlerweile ist jeder ZWEITE Bundesbürger verschuldet, nicht mehr jeder dritte) irgendwo investieren? Oder würdest du raten, dafür Kredite aufzunehmen? Und in was würdest du investieren? In Aktien?


bearbeitet von adamist_hetero
Nylonsforyou
Geschrieben (bearbeitet)

Momentan könnte man durchaus griechische Anleíhen kaufen und sich so einen Teil seines Steuergeldes wiederholen! ...lach... Sichere 25%!!! Der Rettungsschirm steht ja schon bereit. Das Geschäftsmodell stammt übrigens von den Hedgefonds, die Griechenland erst in diese missliche Lage gebracht haben. Auf die Politik ist ja Verlass!!!


bearbeitet von Nylonsforyou
Geschrieben

*grins* Da wirst du aber, falls Griechenland baden gehen sollte, erst mal "totes Kapital" haben, denn deine Häuser in Griecvhenland will dann erst mal keiner haben - und zwar über Jahre nicht, denke ich.


Nylonsforyou
Geschrieben (bearbeitet)

...wenn China etwas vertrauenswürdiger wäre, könntest Du auch Yuans kaufen. Die Währung ist stark unterbewertet.


bearbeitet von Nylonsforyou
Geschrieben

*seufz* Im Grunde genommen, auch da bin ich ehrlich, würde ich mir vielleicht weniger Sorgen machen, wenn das gesamte deutsche Volk endlich mal geschlossen auf die Straße gehen würde, statt sich immer gegenseitig zu bekriegen. In Frankreich funktioniert das doch auch. Wenn da einer streikt, dann heißt es nur noch "rien ne va plus!", siehe die LKW-Fahrer Mitte der 90er und Anfang des Jahrtausends und die im öffentlichen Dienst vor wenigen Jahren erst
Wie schnell haben und hatten Aktien z.B. schon an Wert verloren. Wie schnell kann von heute auf morgen ein Grundstück an Wert verlieren. Der Olpreis steigt und fällt auch ständig - nur Gold hatte schon vor 2.000 Jahren wert.
Würde das deutsche Volk endlich mal gemeinsam und geschlossen..., wüssten "die da oben" dann, wie weit sie bei uns zu gegen hätten. Aber das deutsche Volk wartet seit Jahrhunderten immer nur auf einen, der es richtet, und den sie nachher zum Sündenbock machen können, wenn alles schief gegangen ist. Und es wird schief gehen, egal was man als "Kanzler" anpackt, man macht immer Fehler.

Ich glaube, das ist unser eigentliches Problem.


rita07
Geschrieben

Adamist, hoffentlich wirst Du den Geist, den Du mit Deinem letzten Beitrag rufst, wieder los.


Geschrieben

Das war kein braunes Gedankengut, keine Sorge.


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