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Depressionen

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Ich möchte gern mal die Frage stellen..., wer schon mit Depressionen zu tun hatte oder auch hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihr selbst welche habt oder vielleicht ein Angehöriger bzw. ein Freund. Wie geht Ihr damit um? Ist es wirklich so, dass man heute viel offener darüber reden kann?

Ich werde immer wieder von Depressionen heim gesucht und versuche sie ständig aufs neue in den Griff zu bekommen. Leider geht das oft nicht ohne Medikamente. Der Spass am Sex geht zusehend mit den Medikamenten verloren. Wenn ich ehrlich bin, ist das einzige mein Kind, was mich immer wieder auf dem Boden zurück holt. Diese Krankheit beeinträchtigt mein ganzes Leben und denken. Das schlimme ist, je älter ich werde, desto überflüssiger fühle ich mich.

Bin ich die einzige hier oder gibt es andere, die darüber schreiben können?


Geschrieben (bearbeitet)

@Bist du in psychologischer Behandlung?



Ergänzung:


Ich habe z.Z Depressionen, schade das du nicht antwortest!


bearbeitet von Modersitzki50
Geschrieben


Ich habe z.Z Depressionen, schade das du nicht antwortest!



ja, ich bin in Behandlung, zumindest erst mal mit Medikamenten. Leider ist es sehr schwer, Therapeuten zu finden, die auch Kassenpatienten behandeln.


vampirchen
Geschrieben

depressionen sind heute kein tabu-thema mehr.

wer wie offen damit umgeht das muss jeder selbst wissen.ich habe die erfahrung gemacht:medis alleine helfen nicht und wer dazu steht lernt seine wahren freunde kennen und tut sich einfacher.

du siehst an der zeit um an einen therapieplatz zu kommen schon,dass es immer menschen trifft.

nicht aufgeben....es klappt.

es braucht zeit um psychisch krank zu werden.dann die erkenntnis:ich brauche hilfe.

dann nochmal viel zeit um halbwegs zu genesen.es wird ein langwieriger prozess sein.

lg vampy


Geschrieben

Ich habe manchmal auch Depressionen, kann mich aber immer selber da rausziehen. Ich denke, wichtig ist, gute Freunde zu haben, mit denen man reden kann. Und immer positive Dinge rausholen: Kinder, Freunde, gute Erinnerungen, gute Erlebnisse.Aber eine allgemeinverbindliche Handlungsanleitung gibt es nicht.
In jedem Fall alles Gute für Dich!


Geschrieben (bearbeitet)

@Alpina007

und wenn man keine Freunde hat, so wie ich, was ist dann? Könnte jetzt auch gerne tröstende Worte gebrauchen.


bearbeitet von Modersitzki50
Geschrieben

ja, ich bin in Behandlung, zumindest erst mal mit Medikamenten. Leider ist es sehr schwer, Therapeuten zu finden, die auch Kassenpatienten behandeln.




Hallo Denkanstoss,

auch ich bin in Behandlung, wegen eines Burn Outes sowie einiger Traumata aufgrund meines Unfalles im März... Kannst mich gerne anschreiben, auch was Therapeuten usw angeht.... Ich zahle im Moment die Therapie selber, da Kassenpatienten leider zu lange warten müssen, bis sie einen Therapieplatz bekommen.

LG Teufele


oxycodon01
Geschrieben (bearbeitet)

ich hab 10 Jahre in einer offenen Psychatrie gearbeitet, dazu habe ich nen depressiven Vater.

Wenn ich Deinen thread lese, dann ist es gerade mal wieder soweit, oder?

Vorweg: Es ist gut das man drüber redet. Ob anonym oder persönlich... egal. Es soll helfen. Und wenn es Dir hier anonym hilft um vll auch nur was zu lesen zu haben oder ein wenig Bestätigung zu erfahren, ist das alle mal auch gut und recht

Wie man damit umgehen kann? Offen natürlich. Was sonst? Wo soll sonst Hilfe herkommen? Behalte das bloß bei... Aber jammer nicht nur.
Das Dein Kind Dich hoch hält ist super. Und nicht selten. Im Gegenteil, es sollte Dein Reiz sein und bleiben. Dein Kind als Aufgabe zu sehen für das Du zwar schwächeln, aber nicht aufgeben darfst. Gibst Du auf, ist es das Schlimmste was Du ihm antun kannst, ich sehe das an meinem Vater. Sowas will kein Kind, auch nicht wenn es 38 ist

Thema Sex: Ja und? Ist ja nicht poppen- Sport, es sei denn Du hast FI. Wenn es mal keinen Spaß macht, dann ist es so. Warum denn unter Druck setzen (lassen)? Vor allem: Für wen? Muss Dir doch gut damit gehen. Und wenn dem nicht so ist, dann ist es eben weniger Belastung die Du zu tragen hast.
manchmal ist es auch einfach so das man Nähe nicht ertragen kann, ist doch normal

Du weißt doch: Wem die Schei*e bis zum Hals steht, sollte den Kopf nicht hängen lassen. Machs für Dein Kind.

Vll noch eines mit auf dem Weg, vll alt, abgedroschen, aber von der anderen Seite der Krankheit: Ein Suizid beraubt Dich der Tage, an denen Du Spaß (vll auch nur sehr kurz!) hast, Stolz sein kannst (vll Dein Kind?), kleine Erfolge feierst, nen Sonnenaufgang genossen hast oder Dich mal kurz wohl gefühlt hast. Und deinem Umfeld helfen diese Momente, Dich weiter zu Unterstützen.

Viel Glück


bearbeitet von oxycodon01
Vala_Su
Geschrieben

Bin ich die einzige hier oder gibt es andere, die darüber schreiben können?



Hallo Denkanstoss,

hier im Forum sind einige Leute, die schon Erfahrungen als Depressions-Patienten machen durften.

Ich habe Glück gehabt und relativ schnell einen Therapie-Platz bekommen, als ich ihn brauchte. Dazu kann ich Dir nur den Tipp geben, immer wieder nachfragen und nicht aufgeben. Irgendwann klappt es.

Hoffentlich lässt Du Dein Kind nicht wissen, welche Verantwortung es anscheinend trägt, denn so etwas sollte niemanden auferlegt werden.

Wenn Du willst, kannst Du mir gerne eine PN schicken, und ich erzähle Dir gerne mehr von meiner Geschichte.

Du stehst nicht alleine da.

Vala_Su


Geschrieben (bearbeitet)

Glaubst du wirklich, dass du krank bist?



Sorry, unter diesen Umständen sorge ich mich mehr um dich!



@Alpina007

und wenn man keine Freunde hat, so wie ich....



...auch damit bist du nicht allein..., die meisten können damit nicht umgehen und distanzieren sich immer mehr...


@Teufelin oder Vala

euer Filter ist zu


bearbeitet von Denkanstoss
Geschrieben (bearbeitet)

Sorry, unter diesen Umständen sorge ich mich mehr um dich!



Q.E.D: Absolut gesunde Menschen wollen krank sein.


bearbeitet von Namal
Geschrieben (bearbeitet)

Ist es wirklich so, dass man heute viel offener darüber reden kann?

Ich werde immer wieder von Depressionen heim gesucht und versuche sie ständig aufs neue in den Griff zu bekommen. Leider geht das oft nicht ohne Medikamente. Der Spass am Sex geht zusehend mit den Medikamenten verloren.



Nein, ich glaube nicht, dass man heutzutage offener darüber reden kann.
Wenn jemand eine seelische Erkrankung hat, gilt er schnell als "Psychopath" o.ä.

[sB]**edit by MOD**[/sB]


bearbeitet von dickmanns69
keinerlei Hinweise in dieser Art
Geschrieben

Ich bin kein Fake Werd mich mal um den Filter kümmern

On Topic:

Ich denke, dass hier keiner Spammen muss, der sich a.) nicht auskennt und b.) gesund ist und c.) keine ahnung was auch immer...


LaHood
Geschrieben

Und dass dich irgendwelche Medikamente oder Therapien wieder gesundmachen?



Ich entnehme deinem Beitrag das Du der Meinung bist das Therapien nicht helfen? Interessant.


Geschrieben

hilfe holen in welcher form auch immer , ist schonmal gut. das ganze mit selbsthilfe kombinieren.

wecker stellen, früh morgens aus dem bett quälen und direkt in die turnschuhe, ein paar runden um den block laufen und sauerstoff tanken.
danach wechselduschen, gut frühstücken und den tag willkommen heißen.

das wird dich nicht heilen, aber es hilft.


Marsden69
Geschrieben

mit 26 konnte ich da auch noch nicht mitreden oder verstehen was depression überhaupt ist. viele denken ja das das nur ne art traurigkeit ist aber das stimmt so nicht. depression äußert sich in vielen dingen. bei mir war (und ist es noch ein klein wenig) es vor allen dingen starke kraft- und antriebslosigkeit sowie gefühlslosigkeit und anteilnahmslosigkeit.
körper ganz schwer, alles fällt schwer, essen schmeckt nicht, nichts macht mehr richtig spaß, alles grau, jeder tag gleich unter leute wollt ich nicht mehr.
war 7 wochen in stationärer therapie, gebracht hats gar nix.
kann aber helfen ! gerade das herausnehmen aus einer belastenden lebenssituation für eine weile und das reden mit leuten bei denen man sich nicht erklären muß tut vielen schon gut.
mir haben medikamente geholfen, alles andere an therapie war total sinnfrei, eher noch belastend sich das gejammer von den mitpatienten den ganzen tag geben zu müssen.

ich hatte einige medis probiert und kann nur abraten von den trizyklischen wie amitriptylin und mirtazapin. das ist müll, bekommt man aber als erstes angedreht weil die billiger sind als die modernen ssri.
empfehlen kann ich venlafaxin (trevilor) gerade bei antriebsstörungen oder cipralex (besseres citalopram) ohne antriebsproblematik. v wirkt sehr gut, hat aber anfangs unangenehme nebenwirkungen die sich aber geben mit der zeit. da muß man halt durch aber es lohnt sich !

depression ist definitiv eine ausgewachsene krankheit und ist zum teil auch am niedrigen hormonspiegel meßbar.
die leute die sagen, sie waren am we ganz schön depri gewesen wissen gar nicht was es wirklich bedeutet depressiv zu sein.
viele leiden ihr leben lang darunter.

alles gute, kopf hoch und nach vorne schauen...


LtPferdeschwanz
Geschrieben

Warten?
gehst zum allgemeinarzt der gibt dir ne überweisung und dann kriegst du auch ohne vorherige diagnose deine therapiestunden. Es sei denn du hast ne kack krankenkasse. Also meine machts.


Geschrieben (bearbeitet)

@TE:

Ich kenne Depressionen leider nur zu gut. Ich bin mittlerweile 34 und leide schon seit etwa meinem 11. Lebensjahr daran. Diagnostiziert wurde das ganze aber erst vor etwa 3 Jahren, als ich komplett zusammengebrochen bin und wochenlang rein garnichts mehr machen konnte. Seitdem bin ich in Therapie und versuche mich zu erinnern, wie es war, als ich noch ein Kind war. Weil ich nur dort Erinnerungen habe, wie es ist, wenn man vollen Zugang zu seinen Gefühlen hat.
Man fühlt sich seltsam abgenabelt von der Welt, lebt irgendwie in seiner eigenen Welt und kann so unglaublich schwer, positive Emotionen erleben.
Das tägliche Leben fühlt sich an, als würde man alles durch einen Schleier erleben. Man ist abgestumpft, benebelt.. Schwer das ganze in Worte zu fassen. Dazu kommt die Antriebslosigkeit und die Nebenwirkungen der Medikamente. Sie helfen. Es geht mir mit Ihnen etwas besser als in den ganzen Jahren ohne jegliche Behandlung.
Aber in meinem Fall ist auch ganz klar, dass vieles kaputt gegangen ist durch die Jahrzehnte ohne wirkliche Hilfe.
Mir war ja nie wirklich klar, dass etwas nicht mit mir stimmt. Hab gelebt und versucht, mich nicht "anzustellen". Was dabei rauskommt, hab ich dann gemerkt...
Man kann es einem Außenstehenden auch nicht wirklich vermitteln, wie es einem geht. Man kann oftmals ja selbst nicht mal sagen, ob einem gut geht oder nicht. Das macht einen ziemlich verrückt.
Vorallem die Kommentare von anderen sind hart... "Stell dich nicht so an" und solche Späße.
Bricht sich einer das Bein, sieht das jeder und hat Verständnis. Erleidet deine Seele einen Bruch, dann ist der erst sichtbar, wenn Du am nächsten Baum hängst.

Man kann das ganze ein bisschen lindern. Ich gehe regelmäßig laufen und manchmal schwimmen. Andere sind danach aufgeputscht. Ich hingegen fühle mich unversändert. Kaputt ja, aber das war's auch schon.

Auf die Ernährung achten ist auch nicht verkehrt. Vorallem weil viele Medikamente zur Gewichtszunahme führen. Ich habe die Kalorienzufuhr stark reduziert, damit die Kilos nicht mehr werden, aber es ist echt schwer. Ich glaube als Frau würde man unweigerlich zunehmen. Der Stoffwechsel ist ein bisschen anders.

Aber ich habe eine sehr tolle Therapeutin. Ohne sie wäre ich vermutlich schlechter dran als jetzt.

Hab bissl viel geschrieben, sorry dafür.


bearbeitet von jtkirk68
Vala_Su
Geschrieben

@Marsden

Grundsätzlich sehe ich die Thematik ähnlich wie Du. Wobei eine stationäre Therapie mir auch schon geholfen hat.

Problematisch finde ich Deine Medikamenten-Empfehlung, da diese von den Ärzten bei verschiedenen Arten von Depressionen eingesetzt werden und nicht alles für jeden geeignet ist.

Da sollte sich jeder lieber auf seinen Arzt verlassen, als auf jemanden, der im Forum seine persönlichen Lieblingspillen "verschreibt".


Geschrieben

Vala_Su

Ich wollte dir auch schreiben , aber dein Filter


Geschrieben

Vielen Dank für die ehrlichen Tips und Ratschläge.

Ich habe erst gestern mit Citalopram angefangen. Das heisst, dass ich noch etwas warten muss, bis die Wirkung einsetzt.

Momentan bin ich noch am arbeiten, was mich ein wenig ablenkt, obwohl ich mich oft selber ertappe, dass ich vom nachdenken kaum noch meine Kollegen wahr nehme.

Ich werde es erst mal mit schwimmen oder einfach nur spazieren gehen, versuchen. Appetit habe ich ehhh nicht....


Engelschen_72
Geschrieben (bearbeitet)

belästige uns bitte nicht weiter mit deinem unsinnigen geschreibsel.
danke.

mädel.....sollte es so sein:ganz schlechter scherz


Einfach nur eines: ABARTIG!!!!
Leuten den Mund verbieten und anderen etwas unterstellen zeugt von unheimlich grossem Stil!



Zum Thema:
Ich selber habe zum Glück noch nie mit Depressionen zu tun gehabt. Ohne jemandem zunahe zu treten bin ich aber der Meinung, daß es heutzutage viele Menschen gibt, die bei Stress/sich ausgelaugt fühlen/Tief`s direkt sagen, daß sie depressiv sind.
Mein persönliches Empfinden!

Richtige Depressionen sind eine Krankheit, die unbedingt behandelt werden müssen.
Meinem Ex Lebenspartner hat damals eine 2 jährige Therapie geholfen, die zu Anfang auch medikamentös begleitet wurde.
Dank dieser Therapie hat er Wege gefunden sein Leben so zu gestalten, um nicht mehr in so eine extreme Depression zu rutschen.
Ihm hilft, bis heute, Radfahren.


bearbeitet von Geile72
Geschrieben

Citalopram hatte ich auch schon. Das wirkt sich nicht so schlimm auf den Stoffwechsel aus. Zunehmen wirst Du davon also eher nur wenig. Empfehlen kann man ein bestimmtes Medikament auch nicht wirklich, weil die Hirnchemie von jedem Menschen anders ist. Was bei dem einem hilft, kann bei dem anderen total kontraproduktiv sein.
Man sollte bei einem neuen Medikament aber IMMER daran denken, falls es einem anfängt schlechter zu gehen, dass es dann an den Pillen liegt. Also sofort den Arzt anrufen und fragen, ob man es lieber wieder absetzen soll. Gut ist es auch, wenn Du jemanden um dich hast, der Dich ein bisschen beobachtet und schaut, ob es Dir besser oder schlechter geht. Manchmal kriegt man selbst wenig mit, weil man oft ziemlich müde wird. Ist zumindest bei mir der Fall bei den meisten Medikamenten. Autofahren sollte man dann besser sein lassen


Marsden69
Geschrieben

das hat mit persönlichen lieblingspillen nichts zu tun. schonmal wer trizyklische ad genommen ? das sind downer ! nicht nehmen bei antriebsproblemen, fragt eine arzt der sich mit sowas auskennt !
ich berichte nur meine subjekjtive erfahrung und das was ich an anderen in der therapie gesehen hab. jeder der auf ssri oder snri umgestellt wurde war nach ner kurzen zeit besser dran. macht daraus was ihr wollt, sollte keine aufforderung sein ein bestimmtes mittel einzuwerfen. klar entscheidet der arzt (normalerweise).
ich hab mich so umfangreich mit dem thema befasst und hab das medi selbst beim arzt vorgeschlagen, bekommen und hat geholfen. ich weis nicht wo ich heute wäre wenn ich mir noch die mirtazapin geben würde... ganz , ganz unten warscheinlich.
sicher wirken ad nicht bei jedem gleich, meine mutter verträgt zb. mirta. aber sie erzählt immer das ihr so schwindelig ist und die kapiert nicht das das ne nebenwirkung davon ist.

das die ärzte erstmal zu den billigen sachen greifen ist aber fakt ! in ner klinik sieht das anders aus.

so, hoffe gibt keine mißverständnisse mehr.


vampirchen
Geschrieben

zu einer wirklichen therapie gehört bei entsprechender medikation. auch das heraus nehmen aus dem beruf.alles andere ist gefährlich!


wenn du wirklich aus der sch... heraus willst kann eine tagesklinik helfen.du hast therapie von 8:00-16:00.danach und am we bist du zuhause.

ich bin lange genug noch trotz medis arbeiten gegangen.das ist fahrlässig.


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