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Moderate Alternativen zu massiven Löschungen und Threadschließungen

Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

In zwei ernsthaften Diskussionsthreads der jüngeren Vergangenheit haben User ihr Missbehagen darüber zum Ausdruck gebracht, dass ein Zuviel an gelöschten Postings, geschlossener und gelöschter Threads, die Freude am Lesen und Schreiben im Forum nimmt.

Dürfen sich Diskussionen nicht weiterentwickeln?

Editieren von Forenbeiträgen unterbinden

Wir - Ballou1957 und Sumatic - teilen dieses Missbehagen und sind beide zu dem Schluss gekommen, dass eine Suche nach alternativen Moderationsmöglichkeiten ein konstruktiver Diskussionsansatz wäre. Wir respektieren und schätzen nämlich durchaus das persönliche Engagement und den Einsatz der Moderatoren und Administratoren hier und legen Wert darauf, dass unser Thread keine taktische Konzession ist, um Forenregeln zu beugen oder zu umgehen, sondern die ehrliche Absicht dahinter steht, zu einer positiven Veränderung beizutragen.
Deshalb auch unsere Entscheidung hier im Bereich Verbesserungsvorschläge zu schreiben, da wir die Diskussion gerne darauf konzentriert sähen.
Deshalb unsere Bitte an all diejenigen unter euch, die glauben ihrem Ärger über DIE Mods und Admins loswerden zu müssen, dies nicht hier, sondern an geeigneter anderer Stelle zu tun. Kritik an uns und/oder Kommentare über unser schleimerisches oder anbiederndes Verhalten sind bitte auch dort zu platzieren.

Zum Thema:
Eine Community wie diese ist logischerweise in ihrer Zusammensetzung äußerst inhomogen, entsprechend vielfältig sind Interessen, Ausdrucksweisen und Anschauungen.
Dass diese Unterschiede, noch dazu in einem schriftlichen Medium, in dem Mimik und Gestik fehlen, wie es das Forum ja darstellt, aufeinanderprallen, ist selbstverständlich, eine ausschließliche Selbstregulierung kann von daher nicht funktionieren.
Moderation und Administration sind daher erforderlich, um bei Bedarf Grenzen zu setzen und in der Folge deren Einhaltung zu gewährleisten.

Aktuell geschieht dies sehr stark durch Maßnahmen wie allgemeine Ermahnungen im Thread, Löschen von Beiträgen, in seltenen Fällen, Nutzung des Aufzugs, bis hin zur Schließung von Threads.

Betrachtet man diese durchgeführten Maßnahmen näher, stellt man fest, dass sie vornehmlich administrativer Natur sind – was definitiv zu kurz kommt, ist das moderierende Element.

Wir kennen den Hinweis auf das, was man von erwachsenen Menschen erwarten können müsste, zur Genüge: aber kann man in einer heterogenen, noch dazu anonymen Community etwas erwarten, dass selbst in homogenen Gruppen, oder auf "höchster" Ebene in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nicht funktioniert?
Wir sind Menschen und reagieren menschlich – mit Eitelkeiten, Verletzlichkeiten, Sturheit, wir nehmen uns da nicht aus. (Wäre der fehlerfreie "erwachsene" Mensch gegeben, wären im Übrigen Moderation und Administration hinfällig.)

Es wäre jedoch trügerisch, aus oben gesagtem den Rückschluss zu ziehen, wir wären eine unreife Masse, denn dem ist nicht so.
Ein Zuviel an Administration führt von daher logischerweise zu Gegenreaktionen: teils in Form von Aufsässigkeit (womit wir nichts entschuldigen!), teils in Form von Rückzug aus verschiedenen Bereichen des Forums, wie es im Moment zu beobachten ist.

Die Folge ist eine Austrocknung des Forums: es fehlen gerade im Diskussionsbereich Threads, die ein Thema auch wieder einmal ernsthaft und tiefergehend "beackern", die Spaß machen und die man tatsächlich auch als bereichernd empfindet, durch das Kennenlernen neuer Aspekte, anderer Erfahrungen.

Und es führt natürlich auch zu einer Eiszeit im Verhältnis User – Moderatoren, die sich ja nur noch in Distanz und vermeintlicher Gegnerschaft begegnen.
Weder können wir uns vorstellen, dass dieses Klima den Moderatoren Spaß macht, noch der überwältigenden Mehrzahl der User, die es für ihr Wohlbefinden nicht brauchen, einmal täglich einen Mod zu beleidigen – es aber auch nicht mögen, sich zu sehr reglementiert zu fühlen.

In diesem Sinne plädieren wir für ein mehr an Dialog zwischen Moderatoren und Usern.
Oder um es einmal beispielhaft zu erklären: man kann bei der Feststellung, dass einige Beiträge off topic laufen, löschend einschreiten, einen drohenden Hinweis schreiben (Schluß damit, oder wir schließen) – oder einfach mal locker darauf hinweisen, dass sich die Diskussion vom Thema wegbewegt und gegebenenfalls ein eigener Thread fällig wäre, wenn man das diskutieren will. Und vielleicht sollte man auch beachten, ob sich der TE selbst an der Diskussion beteiligt und vielleicht mit dem Wegbewegen, hin zu einem Seitenaspekt, durchaus einverstanden ist.

Natürlich sind wir lange genug dabei, um die Fälle zu kennen, wo Beleidigungen und persönliche Angriffe eine Form annehmen, die nicht tolerabel ist und somit nicht stehenbleiben kann.
Aber auch hier stellt sich die Frage, ob es nicht wirksamer wäre, mittels öffentlicher Verwarnung und notfalls Sperrung Ruhe zu schaffen. Diese Maßnahme hat sich in einigen anderen Foren auch sehr gut bewährt, hat den Vorteil, dass der Diskussionsfluß nachlesbar gewahrt bleibt, und dass gegebenenfalls der wirkliche Provokateur im Zentrum der Maßnahme steht und sich nicht noch auf Grund gelöschter Beiträge als Opfer gerieren kann.

Aber eines sollten wir bei dieser Diskussion nicht vergessen, eine Reduzierung der reglementierenden Eingriffe bedeutet ein mehr an Freiheit im Forum, die jeden von uns betrifft und jedem zugute kommt, sie bedeutet aber genauso ein mehr an Verantwortung und das auch für jeden von uns, einer Verantwortung, der wir uns dann nicht mehr entziehen können, denn sie ist der Preis der Freiheit.


Denken sich Ballou und Su


bearbeitet von sumatic
Geschrieben

das moderierende element sollte eigentlich am ehesten vom TE kommen, wenn diesem sein thema wirklich am herzen liegt...

wenn dieser sich nicht mehr beteiligt oder beschwert, wundere ich mich auch oft, wenn auf die einhaltung eines themas gedrungen wird, von dem sich die diskussion wegbewegt...

eine diskussion kann sich immer von ihrem ausgangspunkt wegentwickeln, weil oftmals hinter dem gedanklichen ausgangspunkt ganz andere ursachen und motive stecken können als bei der Themeneröffnung angenommen...

wenn jedes thema auch noch inhaltlich betreut werden müsste, würde dies zum teil die user ein wenig entmündigen außerdem würde es wesentlich höhere anforderungen an die moderatoren stellen...


Geschrieben (bearbeitet)

Da kann ich nur zustimmen. Es ist wirklich schade wenn eine rege und interessante Diskussion geschlossen wird, weil es vom Thema abgeht..
Ich finde auch das sich manche Diskussionen eben weiterentwickeln können. Selbstverständlich sollten Beleidigungen gelöscht werden..oder evtl. wirklich ne Sperre dann für den User gegeben werden....aber gleich den ganzen Thread schließen find ich wirklich manchmal sehr schade.

lg Sonnenschein


bearbeitet von Sonnenschein_40
Geschrieben

@Powerpassion

Um es nochmal zu verdeutlichen, ich habe nämlich den Eindruck, dass Du uns in diesem Punkt falsch verstanden hast, wir erwarten nicht, das ein Thema inhaltlich von den Moderatoren betreut wird, sondern eben vom TE.


PricCara
Geschrieben (bearbeitet)

@Su, ich kann Deine (und Ballou's) Intention durchaus unterstreichen. Vielleicht müßte man dazu aber auch etwas unter der Grasnarbe kratzen

Du weißt, das an manchen Tagen oder eher Abenden gerade die Diskussionsbereiche, und damit mein ich nicht allein D&F recht frequentiert sind, nicht in ihrer Anzahl der Threads, sondern in der Geschwindigkeit ihres Verlaufs, wo teilweise im Minutentakt kontrovers gepostet wird. Um das zu "moderieren" müßte, so habe ich das Gefühl, allein ein Moderator nur diesen Thread allein im Fokus behalten.

Wenn man aber die Zahl der aktiven Moderatoren zugrunde legt, von denen nicht immer alle rund um die Uhr on sind, und darüber hinaus nicht alle für alle Bereiche zuständig sind, kann in Konsequenz auch nicht permanent jeder aus dem Ruder laufende Thread zeitnah betreut werden, um frühzeitig moderativ einzugreifen, oft bleiben dann nur kritisierte Maßnahmen. Mir fällt dazu irgendwie die Rolle eines Bademeisters ein, der tobende Kinder im Wasser an 20 Stellen im Aug behalten muß

Hier denke ich, sollte neben der oft gemachten Schelte der MOD-Reaktionen stärker die von Dir angesprochene Verantwortung der teilnehmenen User greifen.

Ich beobachte oft, das sich viele gestandene, mündige, intellektuelle meißt Altuser an einer Diskussion beteiligen, die Entwicklung also miterleben, aber oft nix oder leider zu wenig von deren Seite unternommen wird, die Eigenverantwortung zu nutzen, den Verlauf in der Hinsicht zu beeinflussen, das es Reaktionen aus moderativer Seite unnötig machen würde.

Ich erlebe selten von Userseite, das in Posts Störenfriede mahnend angesprochen werden das mittels Forenmeldungen darauf aufmerksam gemacht wird. Nein, oft wird sogar noch versucht, Forentrollen argumentativ entgegen zu treten

Ich weiß nicht, woran s liegt, aber ich habe oft das Gefühl, man möchte sich im Forum nicht opportun gegenüber störenden Usern äußern, weil das wiederum oft auch dazu führt, das andere User einen dann zum Hilfssheriff abstempeln.

Du spichst ja richtigerweise an, das ihr beide Euch mehr Übernahme der Verantwortung durch die User wünschen würde, um das gewünschte Maß an Freiheit der User zu wahren.

Nur entscheiden doch schlussendlich ja auch die User darüber, denn eingegriffen wird ja nur, wo die Verantwortung der User nicht funktioniert.

Ich weiß, hier kommt vermutlich das Argument der Verhältnissmäßigkeit, nur beeinflussen das ja auch in erster Linie die User wiederum, ist der Eklat erst mal da, eine entsprechende Reaktion erfolgt und es folgt der empörte Aufschrei, statt das die User, die in Eigenverantwortung Einfluss nehmen könnten, im Vorfeld schon drauf einzuwirken versuchen.

Mir fällt dazu der Vergleich im Verhalten zu meinen Kindern ein, wobei ich mich davon distanziere, die User hier als Kinder zu diskreditieren, aber Verhaltensparallelen mag ich doch erkennen , aber ich habe mir auch abgewöhnt, einen sich entwickelnden Streit im Keim ersticken zu wollen, ich überlasse ihnen ihre Diskussion, um sie zu einer eigenverantwortlichen Lösung kommen zu lassen, ich denke, das ist auch wichtig. Ich greife nur ein, wenn es zu eskalieren droht.

In diesem Sinne plädieren wir für ein mehr an Dialog zwischen Moderatoren und Usern.
Oder um es einmal beispielhaft zu erklären: man kann bei der Feststellung, dass einige Beiträge off topic laufen, löschend einschreiten, einen drohenden Hinweis schreiben (Schluß damit, oder wir schließen) – oder einfach mal locker darauf hinweisen, dass sich die Diskussion vom Thema wegbewegt und gegebenenfalls ein eigener Thread fällig wäre, wenn man das diskutieren will.



Ich finde diese Aussage sehr gut. Leider werden solche Maßnahmen aber oft einfach ignoriert. Ignoriert, weil manchen Leuten die Fähigkeit zu fehlen scheint, es zu einem bestimmten Zeitpunkt auch mal auf etwas beruhen zu lassen. Nein, man muß, ungeachtet eines Hinweises, nachtreten, denn man möchte ja eine Aussage eines anderen Users ja nicht ( bissig ) unkommentiert lassen.

Ich denke, der Eingangspost bietet sicherlich sehr viele gute Ansätze, aber in erster Linie ist er auch immens davon abhängig, wie die User mit ihrer Vernatwortung umgehen, einen Threadverlauf mitzugestalten, mitzulenken. Eine Verbesserung allein in einer Verhaltensänderung der Moderation zu suchen, halte ich nicht für den richtigen Weg. Ich denke, der "verantwortungsvolle" User kann in gewisser Beziehung selbst sehr stark moderativ einen Threadverlauf lenken, ohne das es dafür eine Bezeichnung unter dem Nicknamen bedarf.

Auch wenn Du Dich in manchen Punkten auf das Lenken seitens des TE's eines Threads beziehst, habe ich mich weniger darauf bezogen, denn nicht selben stellt ein TE ein Thema ein, ohne später weiter an der Diskussion teil zu nehmen. Und die angesprochene Thematik betrifft ja nicht ausschließlich nur diese Threads.

Und vielleicht sollte man User und Moderatoren nicht zu weit auseinander dividieren. Auch Moderatoren sind User, was aber nicht bedeutet, ihnen allein die Verantwortung zu überlassen, denn die Forenbeiträge werden für die User geschrieben, nicht um die Moderatoren in ihren Verhaltensweisen zu prüfen

Deshalb unsere Bitte an all diejenigen unter euch, die glauben ihrem Ärger über DIE Mods und Admins loswerden zu müssen, dies nicht hier, sondern an geeigneter anderer Stelle zu tun. Kritik an uns und/oder Kommentare über unser schleimerisches oder anbiederndes Verhalten sind bitte auch dort zu platzieren.



Ich bin mal gespannt, wie verantwortlich seitens der User mit diesem Appell umgegangen wird


bearbeitet von PricCara
Geschrieben (bearbeitet)

ich denke es wäre besser, wenn die user ein wenig mehr selbstdisziplin an den tag legen würden und sich gegenseitig ein bisschen einfangen...

die selbstheilungskräfte würden in einem thread ein ganz anderes bild hinterlassen als die löschorgien...

solche threads hinterlassen beim lesen ein komisches gefühl, weil man niemals weiß, ob das bild eigentlich noch so ist, wie der thread war...

und oftmals ist es problematisch wenn ein TE mehr negatives feedback bekommt als erwartet... die reaktionen gehen dann von löschen bisheriger aussagen, um sich schlagen, zurückziehen oder gar den thread mit den beiträgen aller anderen user löschen lassen...



@priccara

man kommt sich aber auch blöd vor, wenn man in einem thread einen kommentar verfasst, der dann später als reaktion auf gelöschtes posting gelöscht wird...

man kann seine zeit auch angenehmer das clo runter spülen...

die eigenverantwortung würde in meinen augen auch eine deutliche änderung im moderationsverhalten voraussetzen...


bearbeitet von powerpassion
PricCara
Geschrieben

die eigenverantwortung würde in meinen augen auch eine deutliche änderung im moderationsverhalten voraussetzen...



@PP , lass uns nu aber nicht das Thema mit dem Huhn und dem Ei ausdiskutieren , denn ich setz dem entgegen, würde die Eigenverantwortung besser greifen, würde es Reaktionen überflüssig machen. Es heißt ja nicht umsonst Reaktion, es setzt also etwas vorangegangenes voraus.


Geschrieben (bearbeitet)

die eingriffe der user, die aber durchaus da sind, werden einfach gelöscht...

sie sind nachher nicht mehr zu sehen, gehören nicht mehr zum bild des threads...

deshalb würde ich ja viel mehr stehen lassen...

und ich denke, das wäre eine voraussetzung für stärkeres einbringen seitens der user...

dann lieber bei wiederholtem fehlverhalten (beleidigungen, notorischem spammen), ermahnen und anschließend tageweißer entzug der schreibrechte...

löschen und aufzug haben zumindest keinerlei erzieherische und verhaltensändernde wirkung gezeigt...



edit: unter einem paarprofil mit ich zu posten ist unfair... wer bist du??? zeig dich!!!


bearbeitet von powerpassion
Geschrieben

Die Eigenverantwortung, die von uns gefordert wird, hat natürlich zwei Seiten, zum einen, dass sie von den Usern dieses Forums wahrgenommen wird, auch in dem Sinne, wie Prickel es in seinem Beitrag beschrieb, hier kann ich ihm nur vollumfänglich zustimmen.

Aber dies Selbstregulierung, auch diese Problematik wurde ja von ihm angesprochen, führt eben häufig zu anderen Kontroversen, und das oft mit Usern, denen das eigentliche Thema egal ist, und die Ermahnung als Startsignal für ihren persönlichen Feldzug gegen alle "linientreuen" Mitglieder dieser Seite sehen.

Dem ist so, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann, wurde ich in der Vergangenheit oft genug wegen solcher Kommentare angegangen.
Dabei wird häufig völlig vergessen, dass man an anderer Stelle massive Kritik übt.

Hier wird häufig nur schwarz und weiß gesehen, und da setzt auch meine, oder besser unsere Kritik ein.
Nur weil ich meine Mituser ob ihres Verhaltens in einem Thread kritisiere, bedeutet das nicht, dass ich mich als Hilfssheriff sehe, in diesem Moment geht es mir um die Sache, und meine Loyalität gilt dem Thema, in dem ich schreibe und nicht der Seite.
Diese Differenzierung vermisse ich leider nur allzu oft.

Hier muss auf unserer Seite, also der Seite der User ein Umdenken stattfinden.

Wenn dieses Umdenken einsetzt, dann findet in weiten Teilen des Forums eine Selbstregulierung statt, die ein Eingreifen der Moderatoren was den Verlauf eines Themas anbelangt, immer seltener nötig machen sollte.

Dass es immer wieder Fälle geben wird, wo alle Versuche mäßigend einzugreifen fehl schlagen, und von Moderatorenseite durchgegriffen werden muss, lässt sich kaum vermeiden, aber es sollte eben die Ausnahme und nicht die Regel sein.


Ballou1957
Geschrieben

Die Huhn-Ei-Diskussion sollte tatsächlich nicht Gegenstand der Debatte sein. Dass gegenseitige Beeinflußung vorhanden ist, wissen wir sicher alle - und entsprechend können wir das Packman-Spiel hinsichtlich Verantwortung sicher lassen: User und Moderat tragen ihren Teil dazu bei, dass die Situation so ist, wie sie ist - und umgekehrt zeichnen sie auch verantwortlich, wenn sich etwas zum Positiven ändern soll.

Man kann Powers Einwurf jedoch einmal als einfache Problematisierung des Ist-Zustandes sehen: die Nichtnachvollziehbarkeit von Löschungen führt zu Skepsis und natürlich auch zu falscher Solidarisierung. Fasst man das einmal nicht als Vorwurf an die Moderatoren auf - dann kann man sehr wohl überlegen, welche alternative Maßnahmen möglich wären


Geschrieben (bearbeitet)

mir geht es nicht um einen vorwurf an die moderatoren...

es geht um die motivation der user...

wenn user eingreifen und sich die situation beruhigt, dannn kommt man ein paar stunden später wieder und dieser gesamte verlauf ist verschwunden...

beim nächsten mal überlegt man mehrmals, ob man sich dahingehend äußert...

das ist ein lernprozess der genau in die andere richtung geht, nämlich abwarten, aussitzen, wird eh alles gelöscht...

wenn eingreifen der user dann muss der verlauf stehen bleiben... ist meine meinung...


bearbeitet von powerpassion
PricCara
Geschrieben

Wenn dieses Umdenken einsetzt, dann findet in weiten Teilen des Forums eine Selbstregulierung statt, die ein Eingreifen der Moderatoren was den Verlauf eines Themas anbelangt, immer seltener nötig machen sollte.



und mehr Zeit zum "moderieren" ließe


Geschrieben

und zum poppen...


Geschrieben (bearbeitet)

Hallo, wie allgemein bekannt, sind Moderatoren auf dieser Plattform absolut Mangelware. Die, die als Mods geeignet wären, sind nicht bereit bzw. sind zeitlich kaum in der Lage und die, die gerne Mods wären, sind evtl. nur eingeschränkt geeignet.

Wie wäre denn die Idee umsetzbar, wenn bspw. an einem bestimmten Wochentag zu einer bestimmten Uhrzeit für ca. 1 Stunde ein Diskussionsthema zur Verfügung gestellt wird?

Es gibt Themen, die es sicher wert sind, immer am selben Wochentag und zur selben Zeit moderierend zu begleiten. Der Vorteil ist, dass es zeitlich begrenzt ist und dass der jeweilige zuständige Mod in der Thematik involviert ist.

LG Mondi


bearbeitet von monddiamant
PricCara
Geschrieben

Hallo, wie allgemein bekannt, sind Moderatoren auf dieser Plattform absolut Mangelware. Die, die als Mods geeignet wären, sind nicht bereit bzw. sind zeitlich kaum in der Lage und die, die gerne Mods wären, sind evtl. nur eingeschränkt geeignet.



Du meinst, User beider Kategorien seien beschränkt , laß das mal lieber nich die Betroffenen lesen

In Punkto "zeitlich" ließe sich streiten. Ich wüßte genügend User, die sehr viel Zeit im Forum verbringen, von denen sicher auch eine Eignung vorhanden wäre. Es mag da aber auch eine Rolle spielen, wieviel der einzusetzenden Zeit ein User als Moderator mit verbundenen Aufgaben bereit wäre, einzubringen, auch mit der Intention, seine private Interessen dabei moderativen Verpflichtungen unterzuordnen, bzw. hinten an zu stellen. Des Weiteren mag auch nicht jeder "Geeignete" seine Rolle als Nuruser aufgeben wollen.


Geschrieben

Also so negativ möchte ich meine Ausführungen nun nicht verstanden wissen,

Meine Idee dabei ist, dass bspw. Sonntags um 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr (oder ein beliebiger anderen Wochentag und Uhrzeit) das Thema "Liebeskummer" diskutiert werden könnte. Von 20-2100 Uhr z.B. "Alleinerziehend... muss ich jetzt ins Kloster"

Wenn es zeitlich begrenzt ist, wieso sollte jmd der viel Zeit im Forum verbringt und als Mod geeignet wäre, sein sonstiges User-Dasein dadurch aufgeben müssen?

Es geht doch hpts. darum, dass zu einer bestimmten Zeit ein Mod das Thema empathisch und sachlich begleitet.


Ballou1957
Geschrieben

@Mondi Ich muß ehrlich sagen, dass ich mir bevormundet vorkäme, wenn ein Moderator die Führung eines Threads übernehmen würde, den ich erstellt habe - und ich kann mir vorstellen, dass dies vielen so geht.
Insofern sehe ich die allererste Verantwortung für die Moderation eines Threads beim TE - was oft schon bei der Präsentation des Themas beginnt. Hier sehe ich einen gewissen Niedergang: die Zahl von Threads, die eine durchdachte Eröffnung haben und nicht nur ein paar schnell hingeschmierte Zeilen, hat rapide abgenommen.

Ein zweiter Punkt ist für mich dann die Frage, wo notfalls Löschungen ansetzen: ich kenne z.B. aus einem anderen Forum die Ampel bei jedem User als nützliche Einrichtung: bei Verstoß gegen die Forenregeln schaltet jeweils ein Licht der Ampel von grün auf rot und bei drei roten Ampel ist eine Schreibsperre von 48 Stunden die Folge - das hilft z.B. erhitzte Gemüter abzukühlen. Nach 48 Stunden ist ein rotes Licht zurückgeschaltet und wenn keine Verstöße erfolgen ist nach vier Wochen alles wieder grün.
Das reduziert z.B. die Zahl der wirklichen Ausraster und erspart andererseits Löschungen.

Nur als Beispiel: in einem ersten Posting wurde ein User beleidigt. Dies wurde in den beiden Folgepostings korrekt und sachlich zurückgewiesen. Aktuell erfolgt hier die Löschung des ersten Postings wegen Anprangerung, zwei und drei wegen Reaktion auf gelöschtes Posting. Im Resultat ist nicht nachvollziehbar, was geschehen ist.

Ich wurde z.B. heute angeschrieben, warum ich es zulasse, dass ein User beleidigt wird. Hab ich aber nicht: ich hatte widersprochen und das Posting wurde wie oben beschrieben gelöscht.

Die Ampel ist hier in meinen Augen z.B. eine gute Alternative.


PricCara
Geschrieben (bearbeitet)

@Ballou, wer trifft die Entscheidungen über die Ampel, oder anders gefragt, wer ermisst einen Regelverstoß ? Gibt es Unterschiede oder eine Gewichtung in der Qualität des Verstoßes ? besteht nicht die Gefahr, das Verstöße ungesehen bleiben und betroffene User darauf verweisen würden, um ihr Vergehen zu relativieren ?


bearbeitet von PricCara
Geschrieben

Ballou, was ich meine, ist eher als Alternative zu sehen und keinesfalls Bevormundung eines Threaderstellers und Meinungen anderer User.

In meiner Idee geht es darum, dass es z.B. ein sog. *Schwarzes Brett* gibt, an dem für bestimmte Wochentage und Uhrzeiten bestimmte Themen zur Diskussion bzw, zur Unterhaltung bekannt gegeben werden.

Es würde auch die letztlich immer wiederkehrenden "neuen" Threaderöffnungen mit den gleichen Thema, die es schon mehrfach gibt, einschränken.

Ich hatte auch erwähnt, dass der dann zuständige Mod begleitet und nicht leitet, so dass es durchaus auch ein Selbstläufer im positiven Sinne sein kann.

Wie unterbesetzt hier die Moderatoren sind, ist doch schon erkennbar daran, dass sie aufgrund der Menge der verschiedenen Forenbeiträge zeitlich gar nicht anders agieren können als mit Löschung einzelner Postings statt sich einzuschalten und auf die Forenregeln verstärkt aufmerksam zu machen und damit Präsenz zeigen. Viele User haben den Eindruck, sie könnten sich deshalb hitzig auslassen, weil niemand im Hintergrund ist.


Ballou1957
Geschrieben (bearbeitet)

@ PriCara Der für den Forenbereich zuständige Mod:

- entweder bei eklatantem ersichtlichen Verstoss gegen Forenregeln
- nach Meldung des TE, wenn jemand den Thread zertrollen oder usurpieren will und sich nicht an die Aufforderung hält beim Thema zu bleiben
- nach Meldung durch den betroffenen User, sofern eine Beleidigung erfolgt ist (letzteres ist wichtig, weil tatsächlich häufig User auf die Beleidigung gar nicht eingehen. Der Beleidiger denunziert sich dann selbst für jeden sichtbar)

Meine Erfahrung ist, dass hierdurch besser nachvollziehbar bleibt, weshalb die Ampel betätigt wurde - und die Akzeptanz ist sehr groß.


@ Mondi - ich sehe den Moderatorenmangel durchaus auch im Zusammenhang mit der Situation, wie sie aktuell gerade ist: tatsächlich bedeutet eine große Kluft zwischen Usern und Moderatoren natürlich auch, dass die Moderatorentätigkeit alles andere ist als ein Vergnügen: Freizeit in eine Zeitdisziplin zu pressen, um hier Dienst zu tun - und sich dafür noch an allen Ecken und Enden beleidigen und anmachen zu lassen - was soll daran erstrebenswert sein? Andererseits bleiben durch den Mangel und den Zwang zur späten Reaktion die Mods für viele User nur ein administrierendes Feindbild - bestimmt auch kein Beweggrund für freundlichen Umgang. Das ist einer der Gründe, weshalb Su und ich für einen konstruktiven Dialog zu diesem Thema eingetreten sind - um diese Punkte überhaupt mal zur Diskussion zu stellen.


bearbeitet von Ballou1957
Nachtrag zu zeitgleichem Beitrag von Monddiamant
Geschrieben (bearbeitet)

Mein (o.t.) Vorschlag zu diesem Thema wäre, es parallel auszukoppeln und damit vorwurfslos,

nämlich dann vor allen Dingen politisch korrekt Regelkonform!

dazu auch diskutiert werden darf.


bearbeitet von PaanTuu
Ballou1957
Geschrieben

Welches Thema möchtest Du auskoppeln?


PricCara
Geschrieben

wenn ich es richtig verstanden habe, den Emanzenthread, um die Wertungen der User und das eigentliche Thema getrennt weiter laufen zu lassen.


Geschrieben

Nein, ja, da auch natürlich.

Ich meinte aber hier das Thema, weil es sich doch unweigerlich mehr und mehr zur Diskussion entwickelt, entwickeln wird und hier ist nun mal Verbesserungsvorschläge und nicht der Diskussionsbereich.


Ballou1957
Geschrieben

Paan, von Su und mir wurde bewußt der Bereich Verbesserungsvorschläge gewählt, weil wir hier die Diskussion in Richtigung von Vorschlägen, wie eine Verbesserung erzielt werden kann, konzentriert wissen wollten.

Deshalb ist aber im Eröffnungsposting ja bereits auf den bestehenden Thread hingewiesen worden, wo diese Diskussion geführt wurde und auch weiter geführt werden kann. Ansonsten sehe ich nicht, dass es regelwidrig wäre, hier eine inhaltliche Diskussion über die Vor- und Nachteile bestimmter Verbesserungsvorschläge zu führen.


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