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Beziehungsgeschädigt und Altlasten?

Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

Ich habe den Titel meines Themas bewusst provokant formuliert weil mich dieses aktuell beschäftigt und hätte gerne mal einen Meinungs- und Erfahrungsaustausch dazu.

Ist kein Jammer oder Frust fred! Das möchte ich betonen!
Ich schreibe dies aus der Sicht eines Mannes, mag anders herum natürlich genau so gelten. Aber das kann ich natürlich nicht so gut beurteilen.

Zum Hintergrund:
meine Intention mich im Netz nach einer Frau um zu schauen ist der Wunsch möglichst etwas "Langfristiges" zu finden. Meine "Sturm- und Drangzeit" ist vorbei, auf Abenteuer oder Ähnliches lege ich keine Wert mehr (die Phase habe ich hinter mir). Ich denke (bin kürzlich 51 geworden) das ist nachvollziehbar. Irgendwann möchte man(n) mal ankommen!

Poppen.de kenne ich seit knapp 3 Jahren. Aber auch andere sogenannte "seriöse" Kontakt Börsen.

Daraus resultierten bei mir einige nette und anfangs auch viel versprechende Kontakte (drei davon auch sexueller Natur).
Natürlich spielten die sich etwa in meiner Altersklasse ab.

In jedem Fall war von Anfang an klar dass es um die Chance auf eine mögliche Beziehung geht was auch grundsätzlich erwidert wurde. Soll heißen keine rein sexuellen Affären.

So weit so gut!

Ich musste aber mehrfach die Erfahrung machen dass Frauen in meiner Altersklasse (entgegen ihrer ursprünglichen Aussage) nicht beziehungsfähig waren.

Dies äußerte sich häufig in Misstrauen, krankhafter Eifersucht (unbegründet!), die doch noch nicht verarbeitete Beziehung zu Vorgängern oder aus Aussagen wie "ich habe nachgedacht und bin doch noch nicht reif für etwas Neues" (nein das waren keine höflichen Absagen, so viel Erfahrung und Menschenkenntnis traue ich mir zu!).

Ich frage mich nun ist das typisch für meine Generation?

Natürlich hat da jeder seiner Geschichte, gute und schlechte Erfahrungen und auch eigene Fehler gemacht.
Ich gehe selbst von daher mit einer (gesunden!) Vorsicht an neue Kontakte heran. Das finde ich zwecks Selbstschutz ( wer möchte gerne verletzt oder enttäuscht werden?) normal. Ich halte das für okay und legitim.


bearbeitet von Uwe0703001
Schlüppadieb
Geschrieben

Kann aber auch gegeteilig laufen, daher sehe ich es nicht als altersspezifisches Problem.

Meine bessere Hälfte und ich hatten beide die beziehungsmäßige Vergangenheit aufgearbeitet, aber kein gezieltes Interesse an einer Zweisamkeit. Das ließ uns unbefangen kennen lernen.

Das Thema Kinder war keines, der klassische Hausbau auch nicht, man konnte sich mit reichlich Lebenserfahrung unvoreingenommen aufeinander einlassen.

Eifersucht ? ist weniger eine Frage des Alters als der Einstellung.


Brisanz2009
Geschrieben

Hmm....ich hab ein kleines Problem damit, dass Du schreibst, dass wenn man eifersüchtig ist....dann ist man auch beziehungunsfähig?!
Ich selber bin gar nicht eifersüchtig (was mir oft als Gleichgültigkeit und/oder mangelndes Interesse ausgelegt wurde), demnach müsste ich ja total beziehungsfähig sein?!
Ich selber sehe mich allerdings eben genau nicht so.

Ebenso bin ich mittlerweile sehr skeptisch was die Partnersuche via Internet angeht.
Ich glaube wir mißachten dann einfach den natürlichen Prozess, der im Internet nicht stattfinden kann.

Es gibt Menschen die können sich toll schriftlich ausdrücken, was ich persönlich mag, lerne ich diesen Menschen dann in der Realität kennen, ist er nicht mehr das was ich erst "gesehen" habe.
Fängt bei mir schon oft bei einem Telefonat an. Da schreibt ein Mann total witzig, ich könnte mich wegschreien vor lachen....und dann habe ich ihn das erste Mal am Telefon, und denke mir "Gott was für ne Schlaftablette ".

Ich glaube einfach, wenn man sich verliebt....und der Andere ebenfalls, dann passt es erst einmal. Schwindet langsam dieses Gefühl, entscheidet sich ob es "Liebe" wird, und man es mit dem anderen Menschen aushalten kann, wird auch das stimmen.

Somit glaube ich nicht, dass es ein "Generationsproblem" ist, und dieses Frauen beziehungsunfähig waren/sind....sondern einfach die Gefühle entweder bei Ihr oder bei Dir nicht ganz "gestimmt" haben.

Ich habe es nämlich oft erlebt, dass Frauen/Männer sagten: "nee ich bin nicht beziehungsfähig derzeit, und es wäre nur unfair wenn ich Dir was vormachen würde....und Dich verletzen würde..." und komischerweise zwei Wochen später sind genau diese Menschen auf einmal schrecklich verliebt, und sowas von beziehungsfähig ....


Geschrieben

Hmm....ich hab ein kleines Problem damit, dass Du schreibst, dass wenn man eifersüchtig ist....dann ist man auch beziehungunsfähig?!
Ich selber bin gar nicht eifersüchtig (was mir oft als Gleichgültigkeit und/oder mangelndes Interesse ausgelegt wurde), demnach müsste ich ja total beziehungsfähig sein?!



Eifersucht ist normal, das meinte ich nicht. Wenn gar keine da ist gäbe mir das zu denken! Ich meinte krankhafte Eifersucht.

Somit glaube ich nicht, dass es ein "Generationsproblem" ist, und dieses Frauen beziehungsunfähig waren/sind....sondern einfach die Gefühle entweder bei Ihr oder bei Dir nicht ganz "gestimmt" haben.



Ich sprach nicht von nicht vorhandenen Gefühlen. Natürlich gab es das auch mal, auf beiden Seiten.
Ich sprach von Beziehungsfähigkeit an sich und mir stellt es sich so dar dass dies bei reiferen Frauen häufiger vor kommt.


Brisanz2009
Geschrieben (bearbeitet)

dann definiere mir doch bitte mal "beziehungsunfähig"!

Ab wann ist mal beziehungsfähig, und wann nicht mehr?

EDIT:
Ach so, ich sprach auch nicht, von "nicht vorhanden Gefühlen", sondern davon dass sie eben wohl "nicht gereicht" haben!


bearbeitet von Brisanz2009
Geschrieben

dann definiere mir doch bitte mal "beziehungsunfähig"!



Ich versuche es mal mit meinen Worten:

beziehungsfähig ist man dann wenn man mit seiner Vergangenheit (Beziehungen) emotional abgeschlossen hat und bereit ist sich der "Gefahr" aus zu setzen sich auf einen neuen Partner ein zu lassen.
Damit meine ich nicht eine natürliche Vorsicht wie sie oft gerade im Netz angebracht ist. Du hattest das selbst aus deiner Erfahrung geschildert. Aber damit bist du zweifellos nicht alleine!


Missy_83
Geschrieben

Ich glaube nicht, dass es ein "Generationsproblem" ist oder erst in einem "gewissen Alter" auftritt. Wenn ich mir meinen Freundes- und Bekanntenkreis anschaue, kommt es nicht selten vor, dass sich mit "Altlasten" in eine neue Beziehung gestürzt wird, häufig aus dem einfachen Grund, dass man nach der Trennung nicht alleine sein kann und/oder möchte. Und meist gehen die dann genauso schnell wieder in die Brüche, wie sie entstanden sind, weil man doch noch am Ex hängt.

Andererseits, als ich meinen Partner kennengelernt habe, hab ich auch von mir behauptet, ich wäre nicht beziehungsfähig. Ich hatte gerade eine riesen Enttäuschung hinter mir und keinen Bock auf eine Beziehung. Lieber wollte ich mir einen netten Abend mit einer Freundin in der Disco machen, was trinken und die Männer Männer sein lassen. In der Theorie war der Plan gut, praktisch dann aber nicht umzusetzen


rita07
Geschrieben




Meine bessere Hälfte und ich hatten beide die beziehungsmäßige Vergangenheit aufgearbeitet, aber kein gezieltes Interesse an einer Zweisamkeit. Das ließ uns unbefangen kennen lernen.

COLOR]



Das kommt mir gerade wahnsinnig bekannt vor. Ich denke auch, dass ohne diese "Unbefangenheit" beider Seiten keine "klare Sicht" erfolgen kann.




.....wie "ich habe nachgedacht und bin doch noch nicht reif für etwas Neues" .......




Das ist doch eine ehrliche Aussage, Uwe. Es zeigt, dass Frau beim intensiveren Kennenlernen nachgedacht hat. Ich denke, das zeigt das "Erwachsensein". Und das ist gut so.


Brisanz2009
Geschrieben

Sicherlich sollte man seine vorherigen Beziehungen überwunden haben.

Aber diese Frauen haben ja den Versuch mit Dir gestartet?!

Es war ja dann eher so, dass DU mit z.b. der Eifersucht nicht klar kamst?! Hättest Du dieser Frau gegenüber genug Gefühle gehabt, hättest Du evtl. mit ihr erarbeiten können woher diese Eifersucht rührt, und man hätte etwas dagegen machen können.
Dies allein hätte schon Vertrauen geschaffen, aber es war Dir zu anstrengend, richtig? du hast nicht einsehen können, warum Du nun den "Müllhaufen" beseitigen sollst, den Andere (vor Dir) dahin gelegt haben. Du möchtest es eben lieber "einfacher"?!

Aber es sollte Dir eben klar sein, dass etwas "Neues" im fortgeschrittenem Alter nicht mehr wirklich zu finden ist....aber man kann etwas "Altes" sehr schön restaurieren, so das es wieder schön anzuschauen ist.

Vielleicht solltest Du Dich selber reflektieren und schauen, was bin ich selber bereit zu geben?


Geschrieben

Das ist doch eine ehrliche Aussage, Uwe. Es zeigt, dass Frau beim intensiveren Kennenlernen nachgedacht hat. Ich denke, das zeigt das "Erwachsensein". Und das ist gut so.



Da hast du zweifellos Recht Rita! Überhaupt keine Frage!
Nur in den Fällen sage ich einfach hätte man sich das nicht vorher überlegen können?
Okay ich weiß manchmal spürt man das auch erst später, wenn man es versucht und es doch nicht klappt.
Nur in so einem Fall betrifft es auch noch einen anderen Menschen der es wohl ehrlich meint und dadurch verletzt wird.
Klar kann vorkommen ist menschlich aber unschön für den Betroffenen!


Es war ja dann eher so, dass DU mit z.b. der Eifersucht nicht klar kamst?! Hättest Du dieser Frau gegenüber genug Gefühle gehabt, hättest Du evtl. mit ihr erarbeiten können woher diese Eifersucht rührt, und man hätte etwas dagegen machen können.

Du möchtest es eben lieber "einfacher"?!



Ich sprach von krankhafter (unbegründeter) Eifersucht!
Und einfach gemacht habe ich es mir ganz gewiss nicht, im Gegenteil. Das kannst du mir glauben! Nur zum Erarbeiten gehören immer zwei, spielt einer nicht mit hat der andere keine Chance.


Vielleicht solltest Du Dich selber reflektieren und schauen, was bin ich selber bereit zu geben?



Ich habe genug bei mir geschaut, keine Sorge! Ich kenne auch durchaus meine Fehler und Schwächen.
Gegeben habe ich oft sehr viel. Nur wenn das weitgehend eine Einbahnstraße wird macht es keinen Sinn oder?
Beziehung heißt Geben und Nehmen!


Maus33_Baer40
Geschrieben

Naja...vielleicht ist das Ganze eine Mischung, die aus Lebenserfahrung und Torschlusspanik resultiert.

Zum einen wissen die Frauen nach etlichen Versuchen, was sie für einen Mann suchen. Und wenn sie diesen gefunden haben, versuchen
sie ihn mit aller Macht zu halten. Ob die Mittel die richtigen
sind, lasse ich mal dahingestellt


Missy_83
Geschrieben


Nur in den Fällen sage ich einfach hätte man sich das nicht vorher überlegen können?
Okay ich weiß manchmal spürt man das auch erst später, wenn man es versucht und es doch nicht klappt.
Nur in so einem Fall betrifft es auch noch einen anderen Menschen der es wohl ehrlich meint und dadurch verletzt wird.
Klar kann vorkommen ist menschlich aber unschön für den Betroffenen!



Sicher ist man erst einmal verletzt, wenn doch eine Abfuhr kommt. Mir wäre es allerdings allemal lieber, in der "Kennenlernphase" eine Abfuhr zu bekommen, weil mein Gegenüber es sich anders überlegt hat, als dass er/sie noch eine Weile wartet in der Hoffnung, dass sich vielleicht doch noch Gefühle einstellen.

Ich kann wieder nur von mir reden, aber ich habe auch schon gedacht, ich wäre über eine Beziehung hinweg und könnte mich auf etwas Neues einlassen, musste dann aber in der Kennenlernphase feststellen, dass es doch übereilt war.


Teildespaares
Geschrieben

@Uwe0703001

Ein interessantes und vielschichtiges Thema, sicherlich nicht mit dem Anspruch auf Allgemeingültigkeit zu beantworten.

Zum Thema Alter würde ich sagen, dass es schon mit hineinspielt, weil man mit zunehmendem Alter lebenserfahrener wird, somit jeder für sich individuell auch konkreter definiert, wie eine Partnerschaft aussehen sollte, was einem an einer Partnerschaft wichtig ist, in welchen Punkten man Kompromisse einzugehen bereit ist und wo nicht. Man wird also in Sachen Partnerschaft kompromissloser,um negative Erfahrungen nicht noch einmal erleben zu müssen. Man kommt dann zu der Erkenntnis, lieber alleine leben als unglücklich mit jemand anderem zusammen.

Leider führt diese Lebenserfahrung aber auch dazu, dass die Zahl der möglichen passenden Partner sich stark dezimiert.

Das Problem gilt übrigens in meinen Augen gleichermaßen für Mann und Frau.

Meine persönliche Erfahrung ist die, dass man solange Schiffbruch erleidet, wie man " krampfhaft " sucht. Wenn man nichts erwartet, ist der Blick für das Wesentliche auch schärfer.

Wünsche Dir alles Gute.

P.S. Ich hatte für mein persönliches Glück 18 Jahre " warten/suchen " müssen, aber die Zeit hat sich aus heutiger Sicht wahrlich gelohnt.


Geschrieben

@Teildespaares:

Ich stimme dir voll zu!

Ich hatte vor Jahren mal die Phase "krampfhaft" suchen zu wollen. Geht natürlich gar nicht! Musste ich lernen.

Heute habe ich für mich durchaus entschieden entweder die "Richtige" für mich zu finden was Partnerschaft angeht oder halt alleine zu bleiben. Punkt!
So nötig habe ich es nicht...


Geschrieben


Ich sprach von Beziehungsfähigkeit an sich und mir stellt es sich so dar dass dies bei reiferen Frauen häufiger vor kommt.


Ist aber auch bei Männern so.
Nur weil ich mich verliebe, denken viele, ich will ne Beziehung. Dazu gehört mehr. "Weil alle Frauen so sind".
Viele lernen Beziehung als Einengung kennen. Hab ich nie. Können sich dann nicht vorstellen, das andere anders sind.
Du lernst nur solche kennen....nimm doch mal die selbständigeren unabhängigen Frauen.


Geschrieben

@Toygirl:

Ich glaube dir dass es bei Männern ähnlich ist. Warum sollte es auch anders sein?
Ich schließe mich doch selbst nicht davon aus. Nur ich denke ich habe aus meinen Fehlern gelernt (hoffe ich zumindest...).


Ich sage immer gerne verlieben kann man sich leicht, Liebe muss wachsen! Und erst dann ist das möglich was ich unter einer festen Beziehung verstehe!


Teildespaares
Geschrieben

@Toygirl:




Ich sage immer gerne verlieben kann man sich leicht, Liebe muss wachsen! Und erst dann ist das möglich was ich unter einer festen Beziehung verstehe!



Da fällt mir ganz spontan ein, dass das sich verlieben meist eine ziemlich spontane Angelegenheit ist, wogegen Liebe sich dadurch auszeichnet, dass man den anderen so nimmt wie er ist, mit all seinen Ecken und Kanten, mit all seinen Stärken und Schwächen, und die Schwächen des anderen einem nicht nach dem schwächer werden des anfänglichen Feuers auf den Geist gehen. Man nennt es glaube ich Toleranz.


Geschrieben

Hallo Uwe,

na ja, ich denke, es ist auch eine Frage der Persönlichkeit.
Klar hat man in unserem Alter bereits mehr Lebenserfahrung, habe gleiche Erfahrungen mit Männern gemacht. Meine letzte Affaire war durch und durch beziehungsunfähig. Einerseits wollte er seine Freiräume...klar, geht in Ordnung aber dann war er auch noch eifersüchtig - DAS geht nicht bei mir.
Ich bin inzwischen leider auch "beziehungsgeschädigt" - nach über 25 Jahren Ehe. Dennoch denke ich, beziehungsfähig zu sein. Mit meinem jetzigen Freund verbindet mich ein tiefes Vertrauen und das, obwohl ich weiß, obwohl mein Mann es vor Jahren brach und auch mit dem Wissen, dass mein jetziger Freund schon viele Frauen hatte. Trotzdem spüre ich, wie sehr er mich liebt und das macht mich diesbezüglich sehr selbstsicher. Er kann mir umgekehrt ganz genauso vertrauen.
Ich denke, wenn man ganz tief miteinander verbunden ist, eine gewisse emotionale Sicherheit bekommt, kann es funktionieren, schlechte Erfahrungen beiseite zu legen.

LG und alles Gute


RidiReloaded
Geschrieben

Ich hab ja echt ein Problem mit dem Wort " Altlasten"!
Warum kann man es nicht einfach Erfahrungen nennen?
Denn diese sind für uns alle doch enorm wichtig,bilden eine Lebensgrundlage!
Da alle individuell sind geht auch jeder individuell mit seinen Erfahrungen um: lernt man daraus für die Zukunft oder neigt man dazu, immer wieder dieselben Fehler zu machen...

Gefühle und den daraus resultierenden Beziehungen kann man durch nichts erzwingen.Was nicht passt ,passt eben nicht...aber deshalb gleich auf beziehungsgeschädigt zu schliessen, halte ich für abwegig...


Geschrieben



Gefühle...... . kann man durch nichts erzwingen.Was nicht passt ,passt eben nicht...aber deshalb gleich auf beziehungsgeschädigt zu schliessen, halte ich für abwegig...



Sehe ich genauso.
Eins ist klar und man sieht es auch hier bei Dir, Uwe:
Zurückweisung tut immer weh.
Lass es sacken und sieh es sportlich!
Du drückst Dich gewählt aus, bist kein hässlicher Vogel und Du weißt,was Du willst. Wird schon klappen, mein Bester!


DickeElfeBln
Geschrieben



Ich frage mich nun ist das typisch für meine Generation?



es gibt auf männer wie frauenseite immer wieder menschen, die sich in neue beziehungen stürzen, ohne alte verarbeitet zu haben - aus dieser situation ergibt sich dann die *beziehungsunfähigkeit* - meist - und das ist meine meinung - ergibt sich das aber auch aus der angst vor der einsamkeit


oxycodon01
Geschrieben

und es gibt leute die das beziehungsleben ad acta legen.
ich für meinen teil werde mit ende als partner nr x sicherlich nicht mehr eine beziehung bis ans lebensende planen. dazu weiß ich inzwischen, das es eh nicht hält.

und ich mag die ruhe...


Teildespaares
Geschrieben

die sich in neue beziehungen stürzen, ohne alte verarbeitet zu haben - aus dieser situation ergibt sich dann die *beziehungsunfähigkeit* -




Ich denke, Beziehungsunfähigkeit ist nicht gleich Beziehungsunfähigkeit. Wenn man aus seiner Lebenserfahrung heraus kritischer bei der Auswahl seiner Partner wird, muss man deswegen nicht beziehungsunfähig sein.

Als beziehungsunfähig würde ich einen Menschen bezeichnen, der in einer Partnerschaft trotz eigentlich bester Voraussetzungen nur an sich denkt, für den eine Beziehung ein ICH und DU ist, und nicht ein WIR.


DickeElfeBln
Geschrieben

Ich denke, Beziehungsunfähigkeit ist nicht gleich Beziehungsunfähigkeit. Wenn man aus seiner Lebenserfahrung heraus kritischer bei der Auswahl seiner Partner wird, muss man deswegen nicht beziehungsunfähig sein.

Als beziehungsunfähig würde ich einen Menschen bezeichnen, der in einer Partnerschaft trotz eigentlich bester Voraussetzungen nur an sich denkt, für den eine Beziehung ein ICH und DU ist, und nicht ein WIR.



jeder hat einen anderen blickwinkel
bezogen auf das EP ist jeder, der mit der alten partnerschaft nicht abgeschlossen hat und vergleiche zieht und seine ängst auf den neuen partner projeziert - beziehungsunfähig - und das ist und wird meine meinung bleiben

erst wenn ich aufgearbeitet habe, bereit bin mich *vorurteilsfrei* der neuen partnerschaft zu stellen - bin ich beziehungsfähig


hannah65
Geschrieben


meine Intention [...]ist der Wunsch möglichst etwas "Langfristiges" zu finden.

[...]

In jedem Fall war von Anfang an klar dass es um die Chance auf eine mögliche Beziehung geht was auch grundsätzlich erwidert wurde......

Ich musste aber mehrfach die Erfahrung machen dass Frauen in meiner Altersklasse (entgegen ihrer ursprünglichen Aussage) nicht beziehungsfähig waren.
.....

Ich frage mich nun ist das typisch für meine Generation?


....



Diese Erfahrung habe ich auch gemacht, allerding vor mehr als 15 Jahren und ohne Internet. Da gehörte ich noch zur Eltern und nicht zur Großelterngeneration.

Und jetzt erging es mir wie diesen beiden (vieren) hier:




Meine bessere Hälfte und ich hatten beide die beziehungsmäßige Vergangenheit aufgearbeitet, aber kein gezieltes Interesse an einer Zweisamkeit. Das ließ uns unbefangen kennen lernen.


Das kommt mir gerade wahnsinnig bekannt vor. Ich denke auch, dass ohne diese "Unbefangenheit" beider Seiten keine "klare Sicht" erfolgen kann.



Wir waren uns völlig einig, dass wir beide keine Partnerschaft wollten.


Ganz klar, ich halte es nicht für eine Generationsfrage sonder für eine Frage der Einstellung. Wobei der Verdacht natürlich nahe liegt, dass man mit zunehmendem Alter diese oben beschriebene Unbefangenheit immer mehr verliert.

Wenn man sich einen "Second hand" Partner sucht, und ab einem gewissen Alter gibt es keine anderen, muss man einfach damit leben, dass der andere eine Vergangenheit hat, die die Gegenwart beeinflusst.
Sei es, dass da Kinder oder junge Erwachsene sind, die den neuen Partner als Vater oder Mutter immer noch brauchen, sich somit der direkt oder indirekte Kontakt zu desser/deren Expartner nicht wirklich vermeiden lässt, (da kann manchmal Eifersucht aufkommen) oder sei es, dass es beim Partner Punkte gibt, an denen er aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen ganz anders reagiert, als man es selber tun würde.
Das kann ganz schön verwirrend und auch erschreckend sein!
Auch abschreckend.


Ich denke, wenn man ganz tief miteinander verbunden ist, eine gewisse emotionale Sicherheit bekommt, kann es funktionieren, schlechte Erfahrungen beiseite zu legen.



Vielleicht ist das der Schlüssel.


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