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Wenn jeder an sich denkt


Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

Mal so von Zuschauer zu Zuschauer, Mandarina, ich glaub es ist nichts persönliches, sondern eine allergische Reaktion auf einen "Holier-than-thou"-Pollenflug. Ich muss gestehen, ohne meine virtuellen Antihistamin-Kügelchen würde ich auch niesen müssen

Aber so seh ich das ganz entspannt. Die einen machen, die anderen reden. War schon immer so.


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
eeePC. Die Tastatur ist echt gewöhnungsbedürftig
Geschrieben (bearbeitet)

Mit der Loveparade gebe ich zu bin ich wohl zu weit gegangen. Das es ein Unglück war ist klar und das Massen nicht zu steuern sind auch.
Deswegen bleibe ich Massenveranstaltungen fern und drängel und schubse nicht sondern gehe weg...
Dafür habe ich schon selbst genug in solchen Situationen erlebt.


Genau das habe ich auch gedacht! Und ich werde den Verdacht nicht los, dass da etwas Persönliches abgearbeitet werden soll! Könnt Ihr das nicht unter Euch klären?



Dieses Thema hat nichts und rein gar nichts mit irgendwelchen Personen hier zu tun. Ich habe mich früher viel ehrenamtlich betätigt und musste feststellen das man sich auch noch über diese Leute lustig gemacht hat.


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

Die einen machen, die anderen reden.



ich bleibe beim machen!



Ich habe mich früher viel ehrenamtlich betätigt und musste feststellen das man sich noch über diese Leute auch noch lustig gemacht hat.



...aber doch sicher nicht die "Betroffenen"? Das würde mich wundern. Wer ist denn "man"? Dass es auch andere ansichten gibt, sollte einen nicht vom eigenen Weg, der eigenen Überzeugung abbringen.

Leute , die sich nirgendwo engagieren, können das nicht nachvollziehen. Es gibt auch heute das schöne schimpfwort des "Helfersyndroms" - aber manchmal ist da auch was dran.


Geschrieben


Dieses Thema hat nichts und rein gar nichts mit irgendwelchen Personen hier zu tun. Ich habe mich früher viel ehrenamtlich betätigt und musste feststellen das man sich auch noch über diese Leute lustig gemacht hat.



"Diese Leute"? Müsste das nicht "uns" heißen? Aber wie dem auch sei, genau das ist der Punkt. Man muss das tun, weil man es selber gut findet, und weder erwarten, dass Leute einen dafür lobpreisen, noch viel auf irgendwelches Gemecker aus dem Off geben. Die richtigen Leute wissens schon zu schätzen. Und darauf kommts an.


Geschrieben (bearbeitet)

Auf das lobpreisen kann ich getrost verzichten
Und das meine Hilfe ankommt, dafür sorge ich selber.
Ich finde nur wenn lobpreisen dann auch die Richtigen!

Gruß der Chris


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

Und solange man keinen Richtigen zum Lobpreisen findet, kann man ja immer noch sagen, die gibts garnicht und daher ganz allgemein auf die böse Gesellschaft schimpfen, gell?

Na, ist schon ok. Den Richtigen machts nix aus, die hören nur auf andere Richtige


Geschrieben

Wenn Schimpfen helfen würde...
Ich glaube die Menschen sollten mal ein wenig weniger Internet Masseninformation konsumieren und dafür mehr mit ihren Mitmenschen agieren...


Der Chris


Geschrieben

Dann melde dich doch in einer Hilfsorganisation an...

Ein Helfersyndrom ist in Wirklichkeit ,häufig,ein getarnter Komplex!

Hilfsbereitschaft ist das eine, eine durchweg lobenswerte Eigenschaft, gutmensch Getue das andere.


Geschrieben

Laaaaaangsamer bitte! Dieser Jump & run-Fred hier wird langsam zu anstrengend für einen alten Bären!

Erst geisseln wir das Aussterben der Dinos, dann die Spielkonsolenspieler, dann die Besucher von Massenveranstaltungen - und nu sind wir schon bei der Informationsbeschaffung im Internet.

Wobei ich den Zusammenhang zwischen Informationsbeschaffung im Internet und mangelnder Beschäftigung mit Mitmenschen nun nicht ganz verstehe.

Also - seit ich mir z.B. die CAD-Daten für Kauf- und Normteile fast vollständig im Internet beschaffen kann, hab ich viel mehr Zeit für meine Mitmenschen, weil ich mit meiner Arbeit schneller fertig werde.


Geschrieben

Wenn Schimpfen helfen würde...
Ich glaube die Menschen sollten mal ein wenig weniger Internet Masseninformation konsumieren und dafür mehr mit ihren Mitmenschen agieren...


Der Chris



Ich glaube, jeder sollte nach sich selbst gucken und nicht andere Menschen überzeugen wollen, selbst den Anfang machen und
gut is.
Man kann andere nicht ändern, nur sich selbst.


Geschrieben



Hilfsbereitschaft ist das eine, eine durchweg lobenswerte Eigenschaft, gutmensch Getue das andere.



ich glaube, dass jeder von uns schon mal die Hilfsbereitschaft anderer erlebt hat. Es muss ja nicht immer das "ganz große Kino" sein, manchmal sind es nur Alltäglichkeiten. ich bin froh, dass es so ist!


Geschrieben (bearbeitet)

Kratze einen Altruisten und du siehst einen Heuchler bluten...!-Für meinen Geschmack glauben viel zu viele Menschen an diesen Satz!
Es gehört doch wohl nicht viel dazu freundlich und hilfsbereit sein;oder?Es ist doch viel einfacher,einer Mutter mit Kinderwagen die Tür aufzuhalten,als zu überlegen,wie man dies umgehen könnte!Gerade diese kleinen Gesten sind doch manchmal viele wichtiger,als wenn man mit der moralischen Keule kommt,große Reden schwingt und dann im Bedarffall doch nichts tut!


bearbeitet von cadmus
Geschrieben

Es ist auch eine Frage der Motivation. Ich kann die Tür aufhalten um der Mutter behilflich zu sein und ihr den Alltag etwas leichter zu machen.

Ich kann mich damit, aber auch selber profilieren und die Tür nur auffhalten um mich ins "Gespräch" zu bringen. Das wäre dann egoistisches Denken unter dem Deckmantel der Höflichkeit...


Geschrieben

Das wäre dann egoistisches Denken unter dem Deckmantel der Höflichkeit...



vielleicht unterstellen die "Egoisten" den "Altruisten" (bitte beides nicht so plakativ nehmen) auch nur Egoismus, um die eigene fehlende Hilfsbereitschaft zu rechtfertigen.

wie dem auch sei: Positive Gedanken und Handeln bleibt nicht ohne auswirkungen auf die Person. Selbst wer anfängt, aus "Berechnung" Türen aufzuhalten, dem geht das irgendwann in fleisch und blut über und es wird zur Selbstverständlichkeit.

(Hier steht das "tür aufhalten" auch nur als Metapher)

Die meisten Menschen helfen doch in einer situation, ohne darüber nachzudenken. die meisten von denen,die nicht helfen (z.B. Unfall), seien verunsichert. (laut eines ausbilders im 1.-Hilfe-Kurs)


Geschrieben

Ich hätte vom TE mal gerne den Zeitraum " früher" und dann das "besser" definiert!

Ich kann auch in der Vergangenheit immer noch nichts finden,was besser oder schlechter war!

Mich deucht, wir haben da zwei geteilte Wahrnehmungen!

Wenn Dir soviel daran liegt, wäre Deine Zeit dann nicht besser mit Werbung für das " Gut-sein" in irgendeiner Einkaufspassage Deiner Wahl verbracht?


Geschrieben



Die meisten Menschen helfen doch in einer situation, ohne darüber nachzudenken. die meisten von denen,die nicht helfen (z.B. Unfall), seien verunsichert. (laut eines ausbilders im 1.-Hilfe-Kurs)



Das ist übrigens wirklich völlig korrekt - die meisten Leute sind sogar sehr froh, wenn man ihnen in sowas wie Krisensituationen einfach klare Anweisungen gibt wie "bitte rufen Sie die 112 auf ihrem Handy an und fordern Sie einen Krankenwagen an". Natürlich gibts immer Gaffer, und Leute, die sich ekeln, oder Angst haben, wenn sie mit etwas "ungewöhnlichen" konfrontiert werden, aber die meisten sind - mein Eindruck! - wirklich FROH helfen zu können. Wenns nicht zu viel Zeit und kein Geld kostet, aber naja... das ist schon ok.

Ich empfinde jedenfalls auch keinen ausgesprochenen Mangel an Hilfsbereitschaft in der Gesellschaft. Höchstens Angst davor, selber irgendwie geschädigt oder über den Tisch gezogen zu werden. Weshalb nicht jeder gleich sagt "jaa, ich will Altruist werden!" sondern erstmal guckt, ob man nicht selber mehr gibt oder macht als andere, das wär ja irgendwie dumm, da wird man ja irgendwie verarscht... aber, wie gesagt, in so etwas wie Krisensituationen, in denen nicht viel Zeit zum Nachdenken ist und die Notlage und Maßnahmen klar umrissen, zögern die Leute meines Erachtens nicht zu helfen. Die meisten warten nur auf Anweisungen.


Geschrieben

Ich bin selber Ersthelfer in meiner Firma und hab schon einige Notfälle gehabt...und in der Tat,wenn man die Leute explixt anspricht,dann helfen sie auch einen!
Aber ich glaube,die Frage ist dich die,in was für einer Welt wollen wir eigentlich leben?In einer Ellbogengesellschaft,wo jeder gegen jeden ist,die Leute nur auf ihre Vorteile und ihr Prestige bedacht sind,wo man immer auf der Hut sein muß,um nicht gemobbt zu werden...also,ein zutiefst paranoide Welt!
Oder wollen wir eine Welt,wo Freundschaft,Liebe,Respekt,Vertrauen und Toleranz mehr zählt,als der Kontostand?


Geschrieben

... ich bin der festen überzeugung das 99% garnicht auffällt das er oder sie total abgefuckt egoistisch handeln/leben...


Geschrieben

Oder wollen wir eine Welt,wo Freundschaft,Liebe,Respekt,Vertrauen und Toleranz mehr zählt,als der Kontostand?



Aber leider ist das Leben kein Wunschkonzert und die Realität ist nun einmal anders als wie wir uns die Welt wünschen!

Von Luft und Liebe kann leider niemand leben.


Geschrieben

Aber leider ist das Leben kein Wunschkonzert und die Realität ist nun einmal anders als wie wir uns die Welt wünschen!

Von Luft und Liebe kann leider niemand leben.



Es ist mal wieder eine Frage des Blickwinkels...

Und die Erste-Hilfe-Nummer ist ein Thema für sich. Neben Versagensängsten, rechtliches Fehlinformationen, urbanen Legenden ( Helm abgenommen, Kopf war noch darin usw) , ggf. Auseinandersetzten mit der eigenen Sterblichkeit spielen noch sozial emotionale Aspekte und gesellschaftliche Punke eine Rolle...


Geschrieben

freiwilligen Feuerwehren erwähnen, die trotz anders lautender Gerüchte nicht nur saufen

ja und sie sind auch diejenigen die gerne zündeln... oder hat jemand schon mal davon gehört dass ein Berufsfeuerwehrmann das tut?

nur mal nebenbei bemerkt

ps ich will und kann nicht jeden retten, wenn ein Boot(im übertragenen Sinn) kentert...aber deswegen bin ich doch nicht egoistisch


Geschrieben

Gabe aber auch schon, bei der Berufsfeuerwehr. Ehrenamtliche Feuerwehr macht aber durchaus Sinn!


Geschrieben

Hab mir den Thread durchgelesen und möchte auch mal meine Meinung dazu einbringen.

Meiner Meinung nach darf man das Thema nicht pauschalisieren.
Es gibt Bereiche, in denen wir bewusst egoistisch handeln, weil
wir Ziele verfolgen. Sei es im Job(um aufzusteigen oder mehr Geld zu verdienen), sei es im Strassenverkehr (um schneller voranzukommen) und so weiter. Und es gibt Bereiche, wo wir eher
unbewusst egoistisch handeln. Und sei nur es die Nachtbarschaftshilfe, die gar nicht so uneigennützig ist, wie die meisten glauben.
Denn läuft die nicht meistens nach dem Motto: "Hilfst du mir, so helfe ich dir". Was ich auch in Ordnung finde.

Was ich bedenklich finde, ist der Umgang mit der Hilfsbereitschaft und der Wirkung auf andere Menschen. Ist es nicht so, daß Hilfsbereitschaft und Gütmütigkeit heute häufig als Schwäche ausgelegt wird, die man gnadenlos ausnutzen kann?

Und da kommt man nicht mehr umhin, zu differenzieren. Braucht jemand wirklich Hilfe, weil er sich nicht selbst helfen kann
( wie der Verletzte beim Unfall oder Rollstuhlfahrer an der Kreuzung )? Da sollte es eigentlich kein Frage sein, daß man hilft.

Oder fragt jemand nach Hilfe, weil er keinen Bock hat, es selber zu tun? Erlebe ich jeden Tag auf Arbeit und zeige demjenigen gerne die kalte Schulter.

Und fragt man nicht auch nach Hilfe, weil diese kostenlos ist und man hofft, damit Geld zu sparen zu können? Das lebt uns die Gesellschaft jeden Tag vor. Und damit meine ich nicht nur die ehrenamtlichen Tätigkeiten, die vom Umfang her durchaus ein Vollzeitbeschäfftigung rechtfertigen würden.
Darunter fällt für mich auch der Ruf nach Zivilcourage. Denn ich finde es schon sehr berechnend, wenn man auf der einen Seite die Bevölkerung zu mehr Zivilcourage auffordert und Risiken für die Menschen in Kauf nimmt und auf der anderen Seite Polizisten einspart, die diese Aufgaben erfüllen sollen.

Hilfe setzt Kommunikation voraus. Aber da wir uns ja lieber per Mail oder SMS via Handy verständigen und persönliche Kommunikation vernachlässigen, sehe ich da etwas schwarz.

Und die Zunahme der Single-Haushalte könnte auch ein Indiz sein, daß der Mensch immer schlechter mit anderen kann oder will.

Fazit: Ich denke schon, daß der TE recht hat, wer er meint, daß die Ego-Gesellschaft (leider) auf dem Vormarsch ist.

Der Baer


Geschrieben (bearbeitet)

Das klassische Vereinswesen, mit festen Mitgliedschaften ist nicht mehr gefragt. Die Tendenz geht schon seit Jahren hin zu freiwilligem Engagement, das durch Freiwilligenbörsen und Ehrenamtsagenturen angeboten wird.

Die Gründe dafür sind vielschichtig:

- keine feste Vereinsbindung
- kein Mitgliedsbeitrag
- freie Einteilung der Zeit
- Fahrtkosten werden evtl. vom Träger übernommen
- Selbstverwirklichung
- sich selbst ausprobieren was einem liegt.
- soziale Kontakte
- Möglichkeiten der Weiterbildung
- Reibungsverluste im Vereinswesen werden nahezu vermieden
- Je nach Bundesland gibt es einen Versicherungsschutz
- flache Strukturen
- es muss kein Ehrenamt übernommen werden
- die Möglichkeit eines Wechsels zu einer anderen Tätigkeit ist
schnell möglich


Gerade Traditionsvereine, wie beispielsweise Gesangvereine. Schützenvereine uvm. haben massiven Nachwuchsmangel.


Andererseits darf man nicht vergessen, das jedes ehrenamtliche Engagement an gewisse Grenzen stößt. Nicht alles was in diesem Land "schief hängt" kann durch Freiwillige / Ehrenamtler aufgefangen werden.....


bearbeitet von Jerry61
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