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Beuteschema

Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

Habe mich heute mit einem Freund über unsere Beziehungen ausgetauscht, und wir sind dann irgendwann auf das Thema Beuteschema gekommen. Was sehr spannend war: Er hat ein eindeutiges optisches Beuteschema, ich ein mehr ein charakterliches.

Sprich. Seine Frauen passten immer in ein bestimmtes Bild, waren aber von ihren Grundhaltungen sowas von unterschiedlich.

Meine unterschieden sich im Aussehen (und auch Alter,etc.) sehr, aber es gab immer so zwei bis vier Lebensauffassungen, die sich wie ein roter Faden durchzogen.

Nun trat bei uns die Frage auf, ob es eigentlich zwingend nötig ist solche Konstanten in seinem Leben in Frage zu stellen (es kann da ja durchaus eine gewisse ungesunde Abhängigkeit dahinter stecken), oder nimmt man es wahr und hin, dass man diesen Partnertyp wohl braucht.

Sollte man solche Strukturen nicht vielleicht durchbrechen, um auch für sich selbst neue Horizonte zu erforschen, oder verleugnet man sich genau dadurch nicht schon wieder selbst?

Mich würden da eure Erfahrungen interessieren, vor allem wenn ihr euer Beuteschema schon mal (vielleicht auch radikal) durchbrochen habt, und was dies bei euch verändert hat.

Nachtrag: Ich meine nicht die psychischen Abhängigkeitsverhältnisse wie z.B.: eine Frau (oder Mann) die/der sich immer wieder einem gewalttätigen Partner/In verschreibt. Es geht mit um die Ebene darunter.


bearbeitet von megamod
mieh001
Geschrieben

Ich hatte ein bestimmtes "Beuteschema" allerdings eines das mir nicht gut getan hat. Eher aber unbewußt.
Das habe ich durchbrochen, jetzt habe ich kein bestimmtes mehr, teste eher ein bischen aus.


Ferkel007
Geschrieben

Welche Ebene darunter?.........

Partnerin für eine Beziehung oder ONS?........



Da dürften Welten zwischen liegen........


Geschrieben (bearbeitet)

Stimmt Ferkel, da war ich nicht genau genug. Ich meinte für eine länger anhaltende Beziehung. Und mit der Ebene darunter meinte ich, dass ich gerne selbstzerstörisches Verhalten (wie das Beispiel mit dem gewalttätigen Partner) ausschließen möchte.

Mal als Beispielkonstante aus meinem Leben:
Ich hatte immer Partnerinnen, die beruflich aus der pädagogischen Ecke kamen (jaja, hat nicht viel gebracht bei mir). Nun erschließt sich mir nicht wirklich warum, und ob es nicht sinnvoll gewesen wäre, dieses Schema mal zu durchbrechen.


bearbeitet von megamod
Xenialll
Geschrieben

Nun erschließt sich mir nicht wirklich warum, und ob es nicht sinnvoll gewesen wäre, dieses Schema mal zu durchbrechen.




Es war in der Vergangenheit. Dort hast du dieses Schema nicht durchbrochen, bzw. durchbrechen können. In der Gegenwart setzt du dich mit diesem Schema auseinander und hinterfragst es.Du hast alle Möglichkeiten.


Geschrieben (bearbeitet)

Die hatte ich in der Vergangenheit auch. Habe sie aber aus der damaligen Perspektive nicht gesehen (oder sehen wollen/können).
Könnte ich sie heute wirklich sehen, trotz meines Wissens darum?
Ist man da vielleicht doch Gefangener seines Selbst?
Oder ist es ganz einfach: Routine erkannt, Gefahr gebannt?


bearbeitet von megamod
Ferkel007
Geschrieben (bearbeitet)

Das kann in deinem Fall an vielem liegen und muß nicht unbedingt auf den Beruf zurückzuführen sein........

Nein, Routine erkannt heißt nicht gleich Gefahr gebannt, so simpel funktioniert die Gefühlswelt nicht und genau diese steuert dich........

Ich könnte zwar von Kopf her sagen ich mag die Farbe ROT nicht mehr und verbanne sie aus meinem Leben, aber ich wüßte ich belüge mich, da mußt du schon tiefer graben..........




bearbeitet von Ferkel007
Geschrieben

Ich sehe schon, es läuft wieder auf die Schimäre vom freien Willen heraus. Hmm, warum können dann aber manche (wie Mieh) diese doch bannen?


Ferkel007
Geschrieben

Sie hatte gute Gründe............

Die genau da liegen wo du nicht drüber reden wolltest, aber da ist halt der Knackpunkt. Wenn auch nicht bei jedem so dramatisch............


Xenialll
Geschrieben

Es stellt sich hier die Frage, ob der Frauentyp, der bewusst,oder unbewusst von dir bevorzugt wurde, generell für ein scheitern der Beziehung(en) verantwortlich war...


Die Lebensauffassungen waren kontär zu deinen?


Brisanz2009
Geschrieben

Mit diesem Thema habe ich mich mal sehr lange und intensiv auseinander gesetzt.

Warum, wieso, weshalb ist unwichtig.

Ich kann dazu sagen, dass es wichtig ist sein eigenes "Muster" (Beuteschema?) zu erkennen. Dann, ob es nun gut war/ist? Ich meine wie @Xeniall schon sagte, ob denn das Ende auf Grund dessen erfolgte weil das "Muster" eine Bedeutung hatte, oder ob es damit gar nichts zu tun hatte?!

In meinem Fall, "musste" ich es ändern.....da es ansonsten nicht das wäre was Andere als Liebe bezeichnen würde (verständlich?).

Es ist also möglich auf bestimmte "Reize" in diesem Muster nicht mehr zu reagieren. Oder wenn man doch reagiert, es zu erkennen und früh genug die Beine in die Hand zu nehmen

Wie mein neues "Muster" aussieht kann ich nicht sagen, seitdem gab es keinen neuen Mann....


Mopeder
Geschrieben

Mein Beuteschema ist noch ziemlich grob. Es sollte eine Frau sein, mehr weiss ich noch nicht


Wotanbad81
Geschrieben

Beuteschema ? hatte ich auch..... jedoch mit der Zeit ( alter ) ändern sich die Ansichten.


CadillacCouple
Geschrieben

Für ernsthafte Beziehungen habe ich sogar ein sehr eng gestricktes Beuteschema. Ich sehe keinen Grund, dies irgendwie zu ändern.

Was lockere Geschichten angeht, bin ich auch sehr offen. Da habe ich eh nicht den Anspruch, dass dies langfristig funktioniert - da geht es mir nur um den Spass für den Moment.


(Sie)


sleeping_beasty
Geschrieben

Ich hab ein ganz klares optisches Beuteschema: wenn jemand lange dunkelblonde Locken hat, darf er mehr charakterliche Defizite mitbringen. Hat lange gedauert, bis ich davon weggekommen bin, weil das Auge ja ueber die Sympathie immer mitentscheidet. Also bin ich jahrelang zwischen unzuverlaessigen langhaarigen Bombenlegern und netten sauberen erfolgreichen (aber leicht langweiligen) Anzugtypen hin und her geflippert. Allerdings war ich damals auch bewusst nicht auf der Suche nach einem Partner, sondern hatte nur "Kumpel mit Anfassen".


AndreasDeg
Geschrieben

den einen intresieren die "inneren Werte" mehr den anderen weniger...!Ich für meinen Teil sag immer es muss von beidem ein "Mindestmass" vorhanden sein damit eine Frau auf mich "intresant" wirken kann!und da der Charakter online nicht wirklich gut rüber kommt geh ich schon erstmal nach der optic!Und manche Faktoren ziehen mich halt nich an sondern stossen mich eher ab bei einer Frau?Geist ist geil aber Masse hat nicht immer auch Klasse z.B....! ;o))


Delphin18
Geschrieben (bearbeitet)

Wenn der TE ein "optisches" und ein "charakterliches" "Beuteschema" unterscheidet, habe ich beides - obwohl ich es nicht unbedingt als "Beuteschema" bezeichnen würde.
Eigentlich dachte ich, dass es bei jedem Mann so ist.

Klar reagiere ich wie jeder Mann und wahrscheinlich auch jede Frau auf optische (sexuelle) Reize. Eine gute Freundin behauptete einmal, jeder Mann stehe auf blonde Frauen und große Busen. Sie ist selbst blond und hat gut entwickelte Brüste. Leider musste ich sie enttäuschen und widersprechen.

Die eine oder andere Leserin im Forum mag es schon gelesen haben, dass ich, was die Optik angeht, auf große, schlanke, vorzugsweise rothaarige Frauen stehe.

Andererseits ist meine geliebte, mir seit 32 Jahren angetraute Ehegattin deutlich kleiner als ich, hatte dunkle Haare und ist zwar schlank, aber sehr muskulös mit breiten Schultern.

Die beiden Frauen, denen ich (scherzhaft, aber mit einem wahren Kern) einmal gesagt habe, dass ich ihnen schon längst einen Heiratsantrag gemacht hätte, wenn ich nicht glücklich verheiratet wäre, sehen weder meinem "optischen Beuteschema" noch meiner Frau ähnlich, sind aber wie meine Frau intelligent, selbstbewusst, humorvoll, sportlich und trotzdem sehr weiblich.


bearbeitet von Delphin18
Geschrieben



Die eine oder andere Leserin im Forum mag es schon gelesen haben, dass ich, was die Optik angeht, auf große, schlanke, vorzugsweise rothaarige Frauen stehe.



Echt jetzt? Ich glaube das hat jetzt wirklich jeder hier mitbekommen, Delphin.
Und die Suche ist ja bekanntlich weiter unten.


Lichtschimmer
Geschrieben

Ich muss mit ihr reden können. Und da das selten ist, kommt schon fast jede in die engere Wahl, mit der das geht und die mir optisch auch zusagt. Wobei engere Wahl noch nichts final festlegt. Ich habe keine optischen Standardkriterien. Ich glaube auch nicht wirklich an falsche Muster. Meistens hat man selbst das Defizit. Und dadurch ist das Muster falsch. Wer dann das Partnerprofil ändert, kommt meist vom Regen in die Traufe, weil man ja seine eigene Macke nicht bekämpft hat.


Geschrieben

hatte mich auch schonmal mit dem thema auseinander gesetzt.
meine partnerinnen waren immer unterschiedlich.
lediglich die grundeinstellung ähnelte sich.
bei mir gibt es kein bestimmtes schema.
weder äußerlich noch charakterlich. hauptsache ist nur ein gewisser grad an gepflegtem
es muss einfach "klick" machen.
alles andere ist zweitrangig...


Geschrieben

...ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau'n! Ich glaube, der gute Jopi Heesters hat das mal gesungen.

Das Beuteschema läßt sich meist auf die erste Frau/Mann im Leben des Kindes zurückführen, also die Eltern.
Das Kind nabelt sich erst sehr viel später auch davon ab...

Ich bevorzuge keinen bestimmten Typus, doch sollte sie meinen Intellekt ansprechen...

Eine rothaarige Freundin hatte ich noch nie, aber das muss Zufall sein...hat sich einfach nicht ergeben


Geschrieben (bearbeitet)

Entschuldigt, dass ich das erstmal einfach so laufen lassen habe, aber es fokusierte sich doch zu stark auf Einzelschicksale (sprich mich) und wurde mir etwas zu therapeutisch.

Was ich aber jetzt herausgelesen zu haben glaube, ist dass ein Beuteschema eher mit negativen Gefühlen gesehen wird.

Ob man das negative Empfinden nun auf den Partner oder auf sich selbst projeziert, ist dabei ja erstmal egal.

Warum eigentlich? Sind Festlegungen denn per se schlecht?
Oder wird das Gefühl eingeschränkt zu sein (durch eben diese Festlegungen), dann irgendwann zu einer Wertvorstellung?


bearbeitet von megamod
Ferkel007
Geschrieben

Nein, sie sind nicht per se schlecht solange du damit zufrieden bist bzw sie dir nicht offensichtlich Schaden...........

Man wird halt eher durch negatives dazu gebracht sich damit zu beschäftigen denn warum sollte ich über etwas nachdenken bzw mir bewußt machen wenn ich doch mit dem IstZustand zufrieden bin................

Und warum sollte man dadurch eingeschränkt sein wenn man sich doch hingezogen fühlt?.............



Ich glaube dein Problem ist lediglich die Angst irgendetwas zu verpassen..........


Geschrieben

bei mir ist es wie beim essen, es gibt zwar eine lieblings-speise, aber auch von der möchte ich nicht jeden tag essen.
ich mag die abwechslung!
abhängig von stimmung und jahreszeit, ändert sich demnach das "beuteschema".
je fixierter ich bin, desto eingeschränkter die auswahl, offen für neues und anderes, heisst meine devise.

"was der bauer nicht kennt, isst er nicht" stimmt für mich auf keinen fall.


Delphin18
Geschrieben

Und die Suche ist ja bekanntlich weiter unten.

Falls ich einmal suchen sollte, werde ich die auch nutzen.
Der Inhalt meines Beitrags hatte aber nichts mit Suche zu tun.


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