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opus pistorum vs. shades of grey

Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

das in den frühen jahren von henry miller seitenweise geschriebene und bezahlte werk, ist dieser tage in neuauflage erschienen.
wer meint beim lesen von shades of grey schon rote ohren zu bekommen, bekommt bei opus pistorum sicherlich einen herzstillstand.
was sagt ihr zu diesem jahrelang auf dem index gestandenen werk von henry miller!?


bearbeitet von dolan001
SinnlicheXXL
Geschrieben

Ist das das Buch, in dem auch sehr großzügig Sex mit Kindern und Inzest praktiziert wird? Tja - das halte ich schon für sehr zweifelhaft, da es ein sehr ernstes Problem verharmlost. Das betrifft aber genau so Josephine Mutzenbacher, wo ja angeblich schon Kleinkinder großen Spaß an Sex haben und kleine Mädchen scheinbar erpicht darauf sind, einen Schwanz im Po zu haben....


Geschrieben

was sagt ihr zu diesem jahrelang auf dem index gestandenen werk von henry miller!?



garnichts, ich fand seine Bücher absolut langweilig, das mag aber an mir liegen.


Geschrieben

Shades of grey ist totlangweilig. Millers Bücher sind sicher anspruchsvoller geschrieben, stammen aber auch aus einer anderen Zeit.
Damals legte man mehr Wert auf das Handwerkliche als heutzutage, wo dann auch alles am Besten gleich als Filmvorlage dienen muß.

Allein sprachlich ist Shades of grey eine Katastrophe. Ich sage nur "postkoitale Frisur".


Geschrieben

ja bitte! ich lieeeeeebe Real-Satire!


Lichtschimmer
Geschrieben

Das Buch ist langweilig und kommt in der Qualität nicht weit über billige Pornoliteratur hinaus. Während die anderen vielleicht gut geschrieben und langwelig sind, ist das schlecht geschrieben und langweilig. Und ich hab das vor 30 Jahren gelesen. War ganz normal bei Rororo erschienen.

Aber schön, Du blaubeslipter Intellectueller, dass Du überhaupt mal was liest...


Geschrieben (bearbeitet)

"wer meint beim lesen von shades of grey schon rote ohren zu bekommen".... empfehle ich Nancy Fridays, sexuelle Phantasien der Frauen bzw. der Männer -
wieso:
1.: ganz einfach weil ich die Bücher schon 5mal nachkaufen musste,die Mädels, haben die Bücher geliehen und ich hab sie nie mehr zurück bekommen!

2.: nach dem gegeseitigen Vorlesen der Lieblingsgeschichten
gibt es immer wilden Sex

LG Tom


bearbeitet von wwtom
Engelschen_72
Geschrieben

was sagt ihr zu diesem jahrelang auf dem index gestandenen werk von henry miller!?


Es wird seit langem bezweifelt, daß es sich bei diesem "Werk" wirklich um eines von Henry Miller handelt, soviel mal dazu!

Was man an einem Buch toll finden soll, indem es um Sex mit Minderjährigen und Sex mit Tieren geht, kann ich nicht wirklich verstehen!
Was ich dazu sage?
Ich kann mich da nur diesen Worten anschliessen...

Tja - das halte ich schon für sehr zweifelhaft, da es ein sehr ernstes Problem verharmlost.


Geschrieben

keines von beiden!
ich mag die bücher von charles bukowski


DickeElfeBln
Geschrieben (bearbeitet)

für miller - braucht man nen faibel und muse, das keine werke für´s zwischendurchlesen - baccaraverschnitte kann man an jeder ampel lesen


da die rechtschreibbrichtigung als aussage stehen bleibt..,mein kommentar dazu aber nicht - ich werds nicht ändern, es bleibt so wie ich es tippte


bearbeitet von DickeElfeBln
Lichtschimmer
Geschrieben (bearbeitet)

Es heißt Faible und Muße.

Hab ein bisschen recherchiert (Wikipedia, Deutsche Nationalbibliothek, Spiegel), weil ich neugierig war:

Es gibt im Spiegel einen schönen Artikel vom 19. Juni 63 (kann man online finden), der ein bisschen widerspiegelt, was der "Wendekreis des Krebses" damals augelöst hat.

Opus Pistorum wurde erst spät, 1988 indiziert und bereits 1993 wieder vom Index genommen. Das erklärt auch, warum ich es in den 80ern lesen konnte. 1984 ist es erstmals bei Rohwolt erschienen und ich hatte es dann später als rororo-Taschenbuch. Von Index runter kam es deshalb, weil der Kunstanspruch höher gewertet wurde als die doch ziemliche Derbheit des Werkes.

Ich fand es sprachlich ziemlich gut geschrieben, hatte aber den Eindruck, dass da einfach eine Menge Sexszenen aneinandergereiht wurden - ohne bedeutende Geschichte. Wie ein billiges Pornobuch halt. Deshalb kam es mir als Buch wohl auch so langweilig vor, obwohl manche Stellen schon sehr heiß geschrieben waren. Es hatte keinen Handlungsstrang und keinen Spannungsbogen.

Klar, man kann es wegen gewisser Passagen verurteilen, aber ich denke, man muss das Buch ganz gelesen haben, um es zu beurteilen. Man muss es aus seiner Zeit heraus verstehen, und wenn Miller es tatsächlich selbst geschrieben hat, dann war wohl einiges daran auch gesellschaftskritisches Programm und drastisch gegen die amerikanische Prüderie und Bigotterie gerichtet.

Was mich rückblickend stört: Es ist so unerotisch. Es geht nur ums Ficken. Eigentlich besteht das Buch aus fast nichts anderem. Auch ein Grund, warum es ein bisschen langweilig war. Je länger man las, desto übersättigter war man.


bearbeitet von Lichtschimmer
SinnlicheXXL
Geschrieben


Ich fand es sprachlich ziemlich gut geschrieben, hatte aber den Eindruck, dass da einfach eine Menge Sexszenen aneinandergereiht wurden - ohne bedeutende Geschichte. Wie ein billiges Pornobuch halt. Deshalb kam es mir als Buch wohl auch so langweilig vor, obwohl manche Stellen schon sehr heiß geschrieben waren. Es hatte keinen Handlungsstrang und keinen Spannungsbogen.

Klar, man kann es wegen gewisser Passagen verurteilen, aber ich denke, man muss das Buch ganz gelesen haben, um es zu beurteilen. Man muss es aus seiner Zeit heraus verstehen, und wenn Miller es tatsächlich selbst geschrieben hat, dann war wohl einiges daran auch gesellschaftskritisches Programm und drastisch gegen die amerikanische Prüderie und Bigotterie gerichtet.


Gesellschaftskritik? Bitte? Miller brauchte dringend Geld und daher schrieb er pornografische Geschichten, die erst später zu einem Buch zusammengefasst wurden. Es lässt nichts aus: Vergewaltigungen, Sex mit Kindern und Tieren, NS, Schwarze Messen, etc.

Wenn nicht Henry Miller draufstünde, könnte man es auch für eine dieser erotische Geschichtensammlungen aus dem Netz halten.


Geschrieben

Ich hab "Opus Pistorum" mit 18 gelesen und dabei ständig onaniert. Gewisse Szenen, die mich mehr abschreckten als anmachten, hab ich einfach ausgeblendet.

Das Buch seiner Freundin "Anäis Nin" fand ich allerdings schon damals viel erotischer.
Heißt glaube ich "Delta der Venus"!


Lichtschimmer
Geschrieben (bearbeitet)

Sinnliche. Du bist mal wieder überfordert. Die Gesellschaftskritik zieht sich durch sein Werk. Sie ist auch in diesem (vermeintlichen) Bezahlwerk zu finden. Ich habe ja nicht behauptet, er habe es aus gesellschaftskritsichen Gründen geschrieben. Auch ich sehe an dem Buch einiges kritisch. Aber ich versuche, es ausgewogen zu betrachten.




[um]**edit by MOD **[/um]


bearbeitet von monddiamant
Hat mit dem Thema nichts zu tun.
SinnlicheXXL
Geschrieben (bearbeitet)

[um]**edit by MOD **[/um]




Zum eigentlichen Thema: Gut, wenn du meinst, dann ist dieser Auftragsporno eben ein sozialkritisches Werk!


bearbeitet von monddiamant
Hat mit dem Thema nichts zu tun
Geschrieben (bearbeitet)

Literatur ist Kunst und Kunst ist subjektiv. Was dem einen gefällt, stößt bei anderen auf Ablehnung...jeder nach seiner Facon und seinen persönlichen Vorlieben. Auch Interpretationen sind immer subjektiv behaftet.
Über Kunst - egal in welcher Form, zu diskutieren kann bereichernt und anregend sein, bedarf aber auch ein Mindestmaß an Akzeptanz anderer Meinungen, Ansichten, Sichtweisen.
Ich finde es immer sehr Schade, wenn Argumentationen dann durch persönliche Angriffe "scheinbar" aufgewertet werden. Das zeugt für mich von wenig intellektueller Reife und einem sturen beharren auf die EIGENE MEINUNG!
Offenheit anderen gegenüber - auch gegenüber Kunst die mir persönlich nicht gefällt - bereichert doch erst das Leben.


bearbeitet von devoteloewin
Lichtschimmer
Geschrieben (bearbeitet)

@Sinnliche. Jetzt mal ganz nah am Thema: Nein, es ist kein sozialkritisches Werk. Es enthält aber sozialkritische Elemente. Mehr habe ich nicht behauptet. Hast Du das Buch gelesen? [um]**edit by MOD **[/um]

Ich korrigiere meinen vorherigen, von Monddiamant geänderten Teil dieses Postings in weniger persönlicher Form:

Liebe Sinnliche, es tut mir leid, dass du meine Ausführungen entweder nicht auf Anhieb verstehst oder bewusst oder unbewusst nicht verstehen möchtest (den Grund vermag ich nicht zu beurteilen). Da ich den geschilderten Sachverhalt aber für recht einfach halte und ihn auch gut formuliert erklärt habe, sehe ich davon ab, es hier zu Lasten der anderen noch einmal zu erklären. Bitte konsultiere mein früheres Posting zum Thema und versuche nochmals mir zu folgen. Sollte dir das nicht gelingen, kannst Du mir gerne eine PN schreiben. Dann fasse ich es noch einmal in noch einfacheren Worten zusammen, falls das möglich sein sollte.


bearbeitet von Lichtschimmer
Steffi_45
Geschrieben (bearbeitet)

[um]**edit by MOD **[/um]


Jetzt zum Thema: Opus Pistorum ist nicht sonderlich erotisch. Es gibt einige wirklich heiße Seiten aber im gesamten eher langweilig bis abstoßend.
Shades of grey ab ich mir bisher gespart. Wenn es in den Masenmedien dermaßen hochgejubelt wird, wird es wohl eher auf "Otto-Normalverbraucher" zugeschnitten sein. Kritiken von Personen die sich in dieser "Szene" auskennenen lassen kein gutes Haar dran.
Wirklich erotisch und lesenswert ist, wie oben schon erwänt, Das Delta der Venus von Anäis Nin.


bearbeitet von monddiamant
Reaktion auf gelöschtes Teilposting
oneoldmilf
Geschrieben

Habe mich auch einmal dieses Buches angenommen, es sogar extra gekauft.Nach den ersten fünfzig Seiten habe ich es erstmal beiseite gelegt, finde es einfach nur abstossend und pervers!


H-Kennzeichen
Geschrieben

Den "Opus" hab ich mal in den 80ern gelesen. Fand den Stil ziemlich plump und hart an der Grenze zur Pornographie (oder schon drüber). Erotische Literatur sollte auch Platz fürs Kopfkino lassen.

"Shades of grey" schenk ich mir, weil mich diese Thematik nicht anspricht.


Geschrieben

bin jetzt soweit im buch(opus pistorum) fortgeschritten um sagen zu können das die gesamt bandbreite der sexuellen vorstellungen in dem buch abgearbeitet wird.
sicherlich nicht jedermanns sache, das ein oder andere für den einzelnen sogar neu.bei den vorlieben der damen hier im forum, können die herren der schöpfung vielleicht sogar noch etwas dazulernen!


sozusagen
Geschrieben (bearbeitet)

Ist das das Buch, in dem auch sehr großzügig Sex mit Kindern und Inzest praktiziert wird? Tja - das halte ich schon für sehr zweifelhaft, da es ein sehr ernstes Problem verharmlost.



Miller verharmlost doch nicht Inzest und Kindesmissbrauch.
Miller hat mit seinem Opus Pistorum ( übrigens eines meiner Lieblingsbücher, neben dem Zauberberg und Dr. Faustus von Mann ).. nun, jedenfalls Miller hat mit seinem Werk, und mit den vielen anderen, einfach eine grandiose Gesellschaftsstudie der damaligen 20er geschaffen. Und ich finde die Charaktere großartig gezeichnet. Erschreckend, durchaus. Pornografisch. Ja... und dabei nicht immer unanregend - auch erschreckend. Grotesk.. verdammt!

Aber die Ernsthaftigkeit des Problems ( das heute fast wie ein anderes erscheint ) wird dadurch in keiner Weise berührt.. wie i c h zumindest finde.

Shades of grey ist Schrott ( wobei ich nur reingelesen habe. )


Edith meint: Mist, mein Beitrag ist völlig überflüssig - ich habe den Thread nicht gelesen, sondern nur geantwortet. Fail


bearbeitet von sozusagen
oneoldmilf
Geschrieben (bearbeitet)

jedenfalls Miller hat mit seinem Werk, und mit den vielen anderen, einfach eine grandiose Gesellschaftsstudie der damaligen 20er geschaffen.


Wenn man heute sein Werk liest erscheint einem vieles wirklich grotesk, aber denke meine Vorposterin hat Recht indem Sie sagt es wird nichts verharmlost sondern beschrieben.
Ich denke das die sozialen Umstände anfang der 20er gänzlich anders waren als heute.Sicherlich auch die Moralvorstellungen!


bearbeitet von oneoldmilf
BinUeberall
Geschrieben


Was mich rückblickend stört: Es ist so unerotisch. Es geht nur ums Ficken.




Stimmt und dann macht das lesen auch keinen Spass.
Zur gleichen Zeit etwa, schrieb der olle Konsalik auch seine Bücher.
Meine Mutter hatte das volle Programm vom Heinz im Bücherregal.

Mit 14 j. habe ich mal aus Langeweile das Buch "Liebe am Don" gelesen.(der Alte hatte nur Werke von Paul Carell im Schrank)
Ich weiß heute, noch das der Name des wilden Kosaken- Mädel Njuscha hieß und "Er" en Deutscher war.
Konsalik beschreibt ihre erste Begegnung, den ersten sexuellen Akt der beiden so realistisch leidenschaftlich,das man glaubt die Gefühle die das Paar für einander empfindet,selbst im ganzen Körper zu spüren.

Diese Talent sollte für mich ein Schriftsteller haben,wenn er in seinem Buch erotisches einfliesen laßt,um nen 14 jährigen Jungen beim lesen zu begeistern und sich fast 40jahre später noch daran zu erinnern.

Kennt jemand noch von Bastei die Lassiter Western Romane?
Bereits auf Seite1 wurde im Pornoslang geschrieben.
Die Romane standen regelmäsig auf dem Index!

Entscheidung Nr. 2770 vom 17. Mai 1979: "Grund für die Indizierung war hier zum einen die Verbindung von Sexualität und Gewalt und auch das Frauenbild, das durch den Umgang der Identifikationsfigur LASSITER mit seinen Liebschaften präsentiert wird. Frauen werden in den Romanen als jederzeit verfügbare Sexualobjekte dargestellt"

Zu kaufen gab es die 30 Seiten Sex und Gewalt für 50pfennig an jedem Kiosk, lol.


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