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Alleine, einsam / zusammen einsam

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Irgendwie traurig, viele von uns sind oder machen sich von der Technik abhängig, es geht soweit das man schon Sklave der Technik ist.
Was ist aus der alten gute Zeit geworden?
Man besucht nicht mehr so oft freunde, es wird lieber mit Handy telefoniert. Immer mehr laufen auf den Strassen mit Handy in der Hand, hoffen auf Anruf oder sms……(Irgendwann ist es wie im „Wilden Westen“, nur statt den Revolvercolt haben wir dann einen Handy/Tablet Colt)
Leben mehr in der virtuellen Welt statt in der realen Welt (zugegeben, die virtuelle Welt ist inzwischen ein Teil der realen Welt, aber es sollte nur ein Teil sein)
Wir haben immer weniger Zeit, obwohl wir weniger arbeiten als vor 30 Jahren (Stundenwoche)

Oh Schreck, bin ich alt geworden


Geschrieben

Woher ziehst du die Annahme, es würde in der Woche weniger gearbeitet. Auch verfolgt viele die Arbeit noch ins WE rein.

Vor hunderten von Jahren arbeitete man auch noch am WE, aber man hatte dennoch mehr Zeit für soziale Gespräche, und zwar mit Menschen die einem vertrauten.


Geschrieben

Immer mehr laufen auf den Strassen mit Handy in der Hand



Das siehst Du falsch.
Nicht diese Leute laufen mit dem Handy in der Hand durch die Gegend, sondern das Handy läuft mit diesen Leuten durch die Gegend.

Aber es hat in der Tat etwas zombiehaftes an sich...


Geschrieben

die digitale Welt ist um einiges unsinnlicher als
sie davor war.
Nun gibt es schon 1-2 Generationen die die Zeit davor
nicht mehr kennen,
ist wohl der Gang der Welt,
der nicht immer der beste ist.


Geschrieben


vor 60 Jahren liefen die meisten Arbeiter zu Fuß zu ihrer Arbeitsstelle, das hatte morgens um 05:00 Uhr vielleicht etwas zombiehaftes, da kann das Handy nicht mithalten.



Jemand, der morgens um 5 Uhr durch die Gegend läuft.
Und ein Handy, das mit einem "Menschen" durch die Gegend läuft.

Tja, nun kann man ja darüber fachsimpeln, was zombiehafter ist....


sunschine39
Geschrieben (bearbeitet)

auch wenn hier wieder jeder satz im sinn verdreht wird,... ich stimme dir voll zu!

habe mich auch schon gefragt, wie stressig die welt unserer kinder sein wird, weil in der heutigen zeit ist ja schon genug stress!?


bearbeitet von sunschine39
Geschrieben


um mich daran zu erinnern, wie 1954 morgens um 05:00 Uhr 30 Leute im Gänsemarsch stumm durch den Schnee. Da ist heute jemand mit Handy weniger auffällig(oder zombiehaft).



1954 habe ich noch nicht gelebt. Von daher kann ich das nicht beurteilen.

Ich kann nur beurteilen, was ich so seit ca. 5 Jahren beobachten kann:
Da hält ein "Mensch" sein Handy in der Hand, auf Brusthöhe, mit ca. 40 cm Abstand von der Brust.
Das wirkt ziemlich ferngesteuert.

Gut, ich gebe zu, dass beide Situationen recht zombiehaft sind.
Also gilt es, selbst nicht zombiehaft zu sein.
Dann ist man den Schafen immer ein paar Nasenlängen voraus.


Geschrieben


Da kommt dein Handtyp ziemlich schlecht weg, bei diesem Vergleich.



Stimmt. Der kommt grundsätzlich schlecht weg.


Geschrieben

Egal, was Du getrunken hast, Virility,
ich will das auch haben.


Geschrieben

@dreibeiner
die 30 Arbeiter erscheinen zombiehafter als dein einsamer Telefonierer.



Tja, vielleicht war das ja die Besetzung von dem Film "Dawn of the Dead".


Geschrieben

Mhm... ich bin nicht sicher, ob "einsam" wirklich ein passender Begriff für die technischen Neuerungen ist.

Ob man nun mit dem Handy rumläuft oder nicht - es hält Kontakte aufrecht, macht aber einiges unsinniger als früher.

Wie sagte es ein Freund von mir kürzlich so schön:

"Früher, als ich 16 war, bin ich zu meinem Kumpel Alex gegangen. Hingefahren, an der Tür geklingelt, gefragt ob er da ist. Wenn ja, haben wir nen schönen Nachmittag gehabt, Musik gehört, laber schwätz, was man halt so macht. Und heute? Heute schreiben sich die 16-Jährigen tausend Facebook-Nachrichten, wundern sich, wenn mal niemand online ist, schicken SMS und warten, warten, warten... na - und wenn nichts passiert schicken sie halt das Musikvideo über Facebook und beschweren sich dann, dass sich niemand gemeldet hat. Hach, was war das früher doch einfach."

Und ich finde, da hat er irgendwie Recht, wenn er die Kids von heute als "Kommunikationskrüppel" bezeichnet. Da kommt niemand auf die Idee doch mal anzurufen oder hinzufahren und persönlich zu fragen. Statt dessen werden digitale Kanäle benutzt. Das hat Vorteile! Das will ich gar nicht bestreiten! Insbesondere dann, wenn der Bekanntenkreis nach der Schule im Studium über ganz Deutschland verteilt wird. Aber es nimmt schon ein paar sehr merkwürdige Züge an.

Besonders putzig fand ich eine Gruppe Teenies, die WhatsApp-Gruppennachrichten schrieb. Sie sich alle gegenseitig - wobei einer der Beteiligten wohl nicht im Zug saß, sondern irgendwo anders.

Vorteil ist, dass man mit seinem sozialen Netz verbunden bleibt. Man hat seine Bekannten halt immer dabei und kann jederzeit alles mit ihnen teilen, wenn man will. Nachteil ist, dass genau das ziemlich zur Last werden kann.


Geschrieben

Ja, kann dir voll zustimmen. Ich habe auch das Gefühl, dass eher die jungen Leuten ein Schaden davon nehmen. Es gibt einige, die sich von ihren Facebook-Freunden sehr abhängig machen und nichts mehr selbst entscheiden, was für ihre Weiterentwicklung echt nicht gut ist. Die Kontakten bleiben auch ziemlich oberflächlich. Man hat sich nicht viel zu sagen, wenn man sich dann irgendwann sieht. Bin gespannt, wohin es führt.


SeuteDeern001
Geschrieben (bearbeitet)

Es gibt einige, die sich von ihren Facebook-Freunden sehr abhängig machen und nichts mehr selbst entscheiden, was für ihre Weiterentwicklung echt nicht gut ist. Die Kontakten bleiben auch ziemlich oberflächlich. Man hat sich nicht viel zu sagen, wenn man sich dann irgendwann sieht. Bin gespannt, wohin es führt.



@black_leo


richtig! Und die Folge davon ist doch, das es eine Tendenz schon gibt.
Das es vermehrt Menschen gibt, die immer mehr vereinsamen ( sei es, das sie verfrüht ihre Eltern schon verloren haben keine oder falschen Freundeskreis haben)

Man kann sich im Internet ja sogar schon "Freunde" kaufen.

Schaut Euch doch mal in den Großstädten um? Zuweilen kennt in den Hochhäusern niemand seine Nachbarn, und wenn jemand etwas passiert, bekommt es keiner mit oder man liegt 3 Wochen tot in seiner Wohnung, ohne das es jemand mitbekommt.
Das ist ua. eine wie von Dir in deinem Posting beschriebene Folgeerscheinung der zunehmenden Vereinsamung!


bearbeitet von SeuteDeern001
Geschrieben

Die Tatsache mit Großstädten kann ich so nicht bestätigen. Ich bin in einer Großstadt aufgewachsen, in einem 5-stöckigen Haus und wir kannten kaum unsere Nachbar und haben sie selten getroffen. Momentan wohne ich in einem 7-stöckigen Haus in Berlin (eine viel größere Hauptstadt) und die Nachbarn kenne ich genau so wenig, aber besser als damals.
Dies hängt eher von der Person an sich, bin ich eher der Meinung.


SeuteDeern001
Geschrieben (bearbeitet)

und wir kannten kaum unsere Nachbar und haben sie selten getroffen. Momentan wohne ich in einem 7-stöckigen Haus in Berlin (eine viel größere Hauptstadt) und die Nachbarn kenne ich genau so wenig, aber besser als damals.
Dies hängt eher von der Person an sich, bin ich eher der Meinung.




@black_leo


ich denke, es ist ein Puzzle aus verschiedenen Faktoren, einen davon habe ich beschrieben.

Ein weiterer ist die Anonymität und Schnellebigkeit unserer Gesellschaft!




Nachtrag:


und die zunehmende Arbeitslosigkeit und daraus die Folge--&gt weniger oder gar kein Geld--&gt man geht nicht mehr raus in die Disco oder Kino.

Schau dir zum Vergleich mal die ländlichen Gegenden an.
Im Dorf kennt jeder jeden!


bearbeitet von SeuteDeern001
Nachtrag hinzugefügt
Geschrieben

Hast Du zufällig eine eigene Seite, wo Du deine Amischergüsse niederschreibst?? Oder schreibst Du grad an einem Buch?


Geschrieben (bearbeitet)

Kein Ding. Habe es nicht geschafft, zu lesen, bevor du es bereits gelöscht hast. Alles Gut! ;-)

@virility: Find ich interessant.^^Und Trinken oder Rauchen habe ich nicht unterstellt oder gemeint. Ich finde es interessant, wenn man auf Anhieb solche Ergüsse hat, aber kenne ich ab und zu auch von mir. Zeigt Schreibkreativität, find ich.

Die Frage ist, wieso geht die Sozilisation verloren? Und ob dies der einzige Faktor ist? Und wenn nicht, welche kommen noch dazu?


bearbeitet von black_leo
Was vergessen
dejay
Geschrieben


Die Frage ist, wieso geht die Sozilisation verloren? Und ob dies der einzige Faktor ist? Und wenn nicht, welche kommen noch dazu?



Technischen Fortschritt gab es ja schon immer. Meist hat er sich aber kompatibel zur menschlichen Entwicklung verbreitet. Das ist wohl seit dem Einsatz von Computern und besonders dem Internet anders.

Die Entwicklung und besonders die Verbreitung scheinen mir aktuell etwas zu schnell für die menschliche Anpassungsfähigkeit zu sein.


Geschrieben (bearbeitet)

@dejay
Ich sehe es bissel anders. Bin der Meinung, dass bei vielen fortschrittlichen Entwicklungen der Normalverbraucher nicht wirklich hinterherkommt. Das ist natürlich sehr pauschal ausgedrückt und weiß, dass es so nicht 100%ig stimmt. Bei vielen Erfindungen steckt Genialität dahinter und mühsam erarbeitete jahrelange Erfahrungen. Und das ist, denke ich beim Computer und Internet nicht anders.
Damals erging es den Menschen, als der Fernseher entdeckt wurde, ähnlich. Ich vermute, dass damals die älteren, die damit nicht aufgewachsen waren, auch behauptet haben, dass es sich schlecht auf die jungen Generation auswirken wird und die Sozialisation drunter leiden wird. Mittlerweile kennen wir die Konsequenzen.
Was Internet und die globale Vernetzung darstellt, ist eine neue und schnelle Form der Verbindung zwischen eine sehr große Maße von Menschen. Früher waren es Brieffreundschaften und waren allerdings nur einige, mittlerweile sind es viele. Ich denke, dass da eher unser Hirn nicht hinterherkommt und oberflächlich bleibt, da wir die Tendenz haben, "immer" nach mehr und besser zu streben. Dennoch glaube ich, dass Personen denen gute Freundschaften wichtig sind, sich dafür einsetzen und sie aufrecherhalten werden.
Teenager sind meistens sehr leicht beeinflussbar, aber sie wachsen, wie alle anderen irgendwann aus dieser Phase raus und dank ihrer eigenen Erfahrungen entwickeln sie sich weiter. Erziehung bleibt weiterhin, denke ich, der wichtigste Faktor in dieser ganzen Situation.
Und was das Vereinsamen angeht. Es hängt immer von der Person selbst. Sich im Internet zu verstecken, ist ein beqeumer Weg. Dann muss man sich eher fragen, was man eigentlich will und bereit zu tun ist, um nicht einsam zu bleiben. ;-)

@virility:
Ich glaube, dass es ein zusätzliches Thema über Forumsmissverständnisse, anderen hinterherhacken, beleidigen oder nicht beleidigen im Forum bedarf.
Ich finde es schade, dass man hier oft anderen schlecht macht, obwohl sich hier so tolle intelligente Menschen rumtummeln und immer wieder sehr interessante Ergüsse zu lesen sind.
Aber das ist dann die Frage, wofür dieser Forum/Internet an sich/ benutzt wird. Manche wollen ihren Frust ablassen und projizieren auf andere, wollen das tun, was sie im realen Leben nicht können und sich nicht trauen. Das hat die virtuelle Welt an sich. Man kann sich gut verstecken, unter anderem falsche Fotos, falsche Angaben, falsche Geschichten, etwas sein, was man sein will aber nicht kann. ;-)
Früher hatte man nur Bücher, wo man sich vorstellen konnte, dass man der mutige, erfolgreiche Hauptdarsteller ist. Dann kamen Filme und jetzt gibt es die Portale, die virtuelle Welten. Alles neue Zufluchtsorten vom Alltag. Da fliehen in unserer Natur steckt und allein bleiben und nachdenken, uns eher schwer fällt, weil es weh tut, weil man dann einsehen muss, dass man was ändern muss und das ist dann meistens mit Mühe und Anstrengung verbunden. Dies führt dann zu dieser Egalhaltung, was im realen Welt passiert.
Andererseits führen die Netzwerke zu schnelle Verbreitung von Infomationen und Aufklärung von Anderen, denen es eben nicht egal ist. Aber manchmal wird man von zu vielen über das selbe Problem aufgeklärt, dass man dann die Schnauze voll hat. ;-)


bearbeitet von black_leo
Korrektur
root82
Geschrieben

Man besucht nicht mehr so oft freunde, es wird lieber mit Handy telefoniert.


Kann ich über mich gar nicht sagen. Ich sehe die Leute live mit Sicherheit 10 mal so lange wie ich sie am Telefon höre ...

Wir haben immer weniger Zeit, obwohl wir weniger arbeiten als vor 30 Jahren (Stundenwoche)


Vor 30 Jahren habe ich nicht gearbeitet, aber eines weiß ich ganz sicher: der Job und die Technik wird mich nicht von zwischenmenschlichen Beziehungen, Sport, usw. abhalten. Ich würde lieber auf sehr viel Wohlstand verzichten, als dass ich zu einem ferngesteuerten Workaholic werde.


Geschrieben

Früher , ja, war früher alles besser?
Sicherlich nicht aber in der Rückbetrachtung mußten die Menschen sich noch etwas mehr anstrengen um zusammenzukommen, sich zu verständigen usw.

Meine Mutter(77) schreibt immer noch Briefe mit der Hand an ihre Schwester und zu meiner Oma als diese noch lebte.
War doch irgendwie schön, etwas auf vielleicht schönes Briefpapier zu bringen, etwas nettes mit Phantasie zu schreiben,
den Brief in einen Umschlag zu stecken, Briefmarke drauf und bei Wind und Wetter zum Briefkasten, das war noch ein Erlebnis in sich. Genau so gut wenn man was bestellte, ein schön aufgemachter Katalog mit Bestellkarte, brachte man zum Kasten und nach 1-2 Wochen oder so war das bestellte da.
Heutzutage macht man alles per Mausklick vielleicht vom Klo aus, zack und weg.

Als ich 1985 bei der Bundeswehr war gab es nach Dienstschluß immer einen Auflauf an den Telefonzellen die meist am Kasernentor neben den Wachhäuschen war, man mußte genug Kleingeld sammeln,warten auf eine freie Zelle und hoffen das die Herzallerliebste auch zu Hause vorm Telefon wartet um sich ein paar süße Worte des Verlagens ins Ohr zu flüstern.
Heute ? Handy,SMS,Mail, ständige Erreichbarkeit !!

Ich weiß nicht, ich finde es nicht schön, zwar bequem und schnell,schneller,am schnellsten, dieses moderne Leben.
Aber Sinnlichkeit,Leichtigkeit,Phantasie,Kreativität,
das ist doch weitesgehend auf der Strecke geblieben.
Und wie ich schon schrieb,es gibt schon mind. eine Generation,
die die alte Zeit nicht mehr kennt.
Wohin soll das alles noch führen.


Geschrieben


Wir haben immer weniger Zeit, obwohl wir weniger arbeiten als vor 30 Jahren (Stundenwoche)



Hi ,
bei mir ist das Gegenteil der Fall
Ich habe früher 10-12 Stunden im eigenen Laden gestanden und das trotz dem ich Angestellte hatte.

Heute wo ich in "Rente" bin finde ich auch wieder die Zeit mich mit Freunden zu treffen und meinen Hobbys nachzugehen.


Gruß Gaby


Geschrieben

Das erinnert mich gerade an eine Begebenheit mit meinem Sohn und seinen Kumpels!
Vor einigen Jahren trafen sich die Jungs regelmässig zu sogenannten Lan-Parties (meine in Erinnerung zu haben, dass die so hiessen), und zockten in unserem Keller irgendwelche PC-Spiele.
So kamen immer 4-6 Jungs zusammen, einen Kasten Bier im Schlepptau und bauten ewig lange ihre Rechner auf.
Einen Abend nachdem Alles aufgebaut war, merkten die Jungs, dass sie keinen Strom hatten und anstatt dass es sich im Keller gemütlich machten, sich ein Bier tranken und quatschten, bauten die Jungs ihre PC`s wieder ab, teilten das Bier untereinander auf, riefen teilweise ihre Eltern wieder an, die sie auch zu uns gebracht hatten, und jeder ging wieder zu sich nach Hause.
Von da aus "zockten" sie dann jeder für sich.

"So was hätte es früher nicht gegeben!"


Pumakaetzchen
Geschrieben

Mir tun die "Handysklaven" wirklich leid. Es gibt mittlerweile so viele, vor allem junge Menschen, die offenbar ohne ihre Smartphones nicht mehr lebensfähig sind. Die sitzen nebeneinander, doch anstatt miteinander zu reden, schicken sie SMS hin und her. Völlig bescheuert.

Abgesehen davon, finde ich es absolut nervig, überall und in jeder Lebenslage von diesen "Terrorphonisten" belästigt zu werden. Die vielfach lautstarken Gespräche um Belanglosigkeiten sind echt furchtbar. Wenn ein Angehöriger schwer krank in der Klinik liegt oder Ähnliches, sieht es anders aus. Aber um zu hören, dass Simone jetzt mit Frank gevögelt hat, der ja eigentlich auf Petra abfährt, WEN interessiert das?

Wenn eine/r auf der Straße Haken schlägt oder Schlangenlinien fährt, kann man beim Überholen oft genug feststellen, dass er/sie simst. Dass er/sie sich und andere in Gefahr bringt, ist denen offenbar wurscht. So ein Trottel hat mein Auto zum Totalschaden verwandelt und mir 9 Wochen Arbeitsunfähigkeit beschert, weil er vor lauter Simserei nicht erkannte, dass wir am Stopschild hielten. Er ist uns mit schlappen 50 km/h in der Zone 30 in den Kofferraum geknallt.

Wenn ich was zu melden hätte, würde telefonieren ohne Freisprecheinrichtung oder simsen während der Fahrt ein Bußgeld von 1000,- € und mindestens 3 Monate Fahrverbot bescheren. Das würde dann wohl abschrecken. Und Gelder in die Staatskasse spülen, die man für die Beseitigung der Straßenschäden nutzen könnte.

Neue Medien sind ja schön und gut, aber ich glaube, dass außer dem einen oder anderen Wirtschaftsboss oder Spitzenpolitiker, kaum einer SO wichtig ist, dass er 24 Stunden rund um die Uhr erreichbar sein muss.

Mein Handy hab ich für Notfälle. Es steht ständig auf lautlos. Wer was von mir will, soll ne SMS schicken oder auf die Mailbox quasseln. Wenn ich es dann für wichtig genug befinde, melde ich mich zurück. Mein Handy ist ein Uralt-Knochen, nicht mal mms-fähig. Für meine Zwecke reicht das dicke. Ich mach mich nicht zum Sklaven meines Mobiltelefons.

Außerdem gibt es noch ein reales Leben neben dem virtuellen. Und das ist erheblich wichtiger.


Engelschen_72
Geschrieben

Man besucht nicht mehr so oft freunde...


Das ich Freunde teilweise nicht mehr so oft real sehe hängt hauptsächlich an Entfernungen, die locker mal 250km einfach betragen.
Da fährt man nicht grade mal auf `nen Kaffee für 2 Stündchen vorbei .

"Handymania" gab`s, in meinen Augen, in den letzten 15 Jahren immer schon!
Kommt immer drauf an, ob man sich selber von so `nem Mobiltelefon abhängig macht!


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