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Liebe?!

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Liebe ist ein Versprechen, durch liebe wird das Versprechen gebrochen.
Passt irgendwie……. Oder wieso gehen sonst so viele Beziehungen zu Bruch?


Geschrieben

Nein, Liebe ist kein Versprechen, sondern ein Gefühl. Monogamie ist ein Versprechen. Monogamie geht auch ohne Liebe, genauso wie Polyamorie mit Liebe geht. Ich bin für letzteres.


Geschrieben


Oder wieso gehen sonst so viele Beziehungen zu Bruch?




Weil ,

wenn der erste Liebesrausch verflogen ist der Alltag zu bewältigen ist und erst da zeigt sich was eine Partnerschaft wirklich taugt.

Susi


Geschrieben

.. genauso wie Polyamorie mit Liebe geht.



Örks, ohne Liebe wäre es nicht polyamor

Liebe ist nicht mit Beziehung gleichzusetzen.

Liebe ist ein Gefühl, Beziehung ein Zustand. Viele können dauerhaft nicht beides in Einklang bringen. Verwechseln "Liebe" mit "du musst aber wenn..."

Halkyonia


LeBatteur
Geschrieben

Liebe ?
Wenn ich doch nur wüsste, was das ist ?

Aber ich gehe davon aus, dass das, was ich für meinen Sohn (z.B) empfinde, Liebe ist.
Und das, was viele als Liebes-Beziehung (im Sinne einer Partnerschaft) bezeichnen, meist nur eine Zweckgemeinschaft ist.
Häufig wird auch Liebe mit Lust verwechselt ...


Geschrieben

Örks, ohne Liebe wäre es nicht polyamor



Ja, im eigentlichen Wortsinn hast Du recht. Inzwischen wird Polyamorie aber als Eigenname ja auch für eine bestimmte Art Beziehungen zu führen verwendet. Von Bigamie oder Polygamie als Beziehungsform grenzt man sich da natürlich ab, weil sich das auf die Ehe bezieht und das in Deutschland illegal ist.

Polyamore Beziehungen unterscheiden sich was die Gefühlstiefe angeht vermutlich nicht von monogamen Beziehungen, nur das man sich gegenseitig erlaubt mehrere parallele Liebesbeziehungen zu führen, während in der offenen Monogamie man sich "nur" erlaubt fremdzuvögeln und in nicht offenen Beziehungen wird eben von vielen ohne Erlaubnis und Wissen des Partners fremdgevögelt, wobei Gefühle dabei meistens vermieden werden sollten.


Geschrieben

.. Inzwischen wird Polyamorie aber als Eigenname ja auch für eine bestimmte Art Beziehungen zu führen verwendet.



Für welche ausser tatsächlich polyamore?

Alles andere hast du ja schon beschrieben. Offen oder fremficken ist ja genauso etwas anderes wie auch eine monogam vereinbarte Zweisamkeit.

Halkyonia


Geschrieben

Ich frage mich immer wieder, warum es einen Unterschied zwischen "verliebt sein" und "lieben" geben muss. Ist es überhaupt eine berechtigte Annahme, dass es diese zwei Zustandsformen des gleichen Gefühls gibt?

Ich zumindest halte das für eine ziemliche Augenwischerei und eine Art Selbstbetrug einer immer emotionsloser werdenden Gesellschaft.

Entweder man liebt einander oder nicht. Dass ein Gefühl über die Zeit abnehmen kann, ist klar. Wenn es abnimmt und man sich in jeman anderen verliebt - nun ja, passiert. Irgendeine evolutionäre Anpassung hat es zumindest notwendig gemacht, dass wir all das komische Zeug empfinden. Und sei es auch nur, damit wir uns gegenseitig deswegen aus Eifersucht an die Gurgel gehen und die Population reduzieren.


Geschrieben (bearbeitet)

Für welche ausser tatsächlich polyamore?



Sind die Menschen, die so leben nicht auch die Ausschlaggebenden ?

Ich frage mich immer wieder, warum es einen Unterschied zwischen "verliebt sein" und "lieben" geben muss. Ist es überhaupt eine berechtigte Annahme, dass es diese zwei Zustandsformen des gleichen Gefühls gibt?



Ich denke nicht, dass Liebe und Verliebtheit das gleiche Gefühl ist.


bearbeitet von Stranger0001
Geschrieben


Ich denke nicht, dass Liebe und Verliebtheit das gleiche Gefühl ist.



Weil? (Und hier kommen mehr als zehn Zeichen...)


Geschrieben

Wenn ich das richtig im Kopf habe, wird beides durch unterschiedliche Hormone ausgelöst und fühlt sich ehrlich gesagt und anders an. Verliebtheit ist viel kurzfristiger und macht dann, wenn sich eine Beziehung festigt, der Liebe Platz. Liebe ist weniger spontan und wechselhaft, verlieben kannst Du Dich jede Woche neu.


Geschrieben (bearbeitet)

Ich frage mich immer wieder, warum es einen Unterschied zwischen "verliebt sein" und "lieben" geben muss. Ist es überhaupt eine berechtigte Annahme, dass es diese zwei Zustandsformen des gleichen Gefühls gibt?



Ich glaube nicht, dass es sich um zwei sich in der gleichen Gefühlskategorie befindlichen Empfindungen handelt. (Gott, klingt das geschwurbelt )

Das verliebt sein ist ein Gefühl des Augenblicks. Hingerissen und oder mitgerissen sein von etwas, was uns kurzfristig und kurzzeitig aus der Realität katapultiert.

Liebe ist ein Gefühl, welches wir alle als Grundausstattung in uns tragen. (noch geschwurbelter kann ich nicht )- es kommt nur darauf an, ob wir Liebe und Beziehung gleichsetzen.

Liebe ist das, was wir in uns haben und als Ausdruck wird es nur in der Übertragung möglich. Das "Objekt" unserer Liebesbegierde (nicht sexuell gemeint) soll diese Grundausstattung lebbar und empfindbar machen. Kann "es" das nicht so, wie wir das wollen, bricht die Beziehung.

Halkyonia


bearbeitet von Halkyonia
Geschrieben (bearbeitet)

Strange. Dann war ich vermutlich noch nie wirklich verliebt und liebte direkt drauf los... Oder ich bin einfach eine viel zu treue Seele. Oder... ich hab überhaupt keine Ahnung wovon überhaupt die Rede ist, wenn von "Liebe" oder "Verliebtheit" die Rede ist.

Letztlich würde ich sagen: Is'n scheiß Spiel - egal ob Liebe oder verliebt. Die Storyline is einfach kacke, die Physik lässt zu wünschen übrig und überhaupt sollte man mal viel mehr Speicherstände zulassen.



Das verliebt sein ist ein Gefühl des Augenblicks. Hingerissen und oder mitgerissen sein von etwas, was uns kurzfristig und kurzzeitig aus der Realität katapultiert.

Liebe ist ein Gefühl, welches wir alle als Grundausstattung in uns tragen. (noch geschwurbelter kann ich nicht )- es kommt nur darauf an, ob wir Liebe und Beziehung gleichsetzen.

Liebe ist das, was wir in uns haben und als Ausdruck wird es nur in der Übertragung möglich. Das "Objekt" unserer Liebesbegierde (nicht sexuell gemeint) soll diese Grundausstattung lebbar und empfindbar machen. Kann "es" das nicht so, wie wir das wollen, bricht die Beziehung.



Na - nur was, wenn man sich in einer Beziehung immer vom anderen Hingerissen fühlt und aus der Realität katapultiert werden? Ich meine, es ist ein psychologisches Faktum, dass jemand der verliebt ist oder auch liebt den anderen (aka Partner) völlig überhöht darstellt, in einem absolut positivem Licht erscheinen lässt und all die Macken die er hat und den Mist den er verzapft überhaupt nicht wahrnimmt...

Ich behaupte nach wie vor: Da ist kein Unterschied, sondern nur eine Behauptung von Leuten, die glauben, es müsste eine Ausrede dafür geben, dass sie sich nicht dauerhaft auf jemanden einlassen können oder wollen.


bearbeitet von core_dump
Geschrieben

Strange. Dann war ich vermutlich noch nie wirklich verliebt und liebte direkt drauf los..D



Nee nee, das zeigt nur, dass meine Defintion das non plus ultra ist

Die Liebe ist als Grundausstattung da und du hast beim richtigen "Objekt" die Möglichkeiten ausgelebt

.. man mal viel mehr Speicherstände zulassen.



Du Zau

Sind die Menschen, die so leben nicht auch die Ausschlaggebenden ?



Klar, aber eine (halbwegs angenommene) Definition gibt es nunmal und du hast die anderen auch benannt.


sleeping_beasty
Geschrieben

Liebe ist ein Versprechen

Nein, ist es nicht, es ist nur ein Gefuehl.
Versprechen kann man "bis dass der Tod uns scheidet" oder "ewige Treue" oder einen ganzen Haufen anderer Sachen.

Oder wieso gehen sonst so viele Beziehungen zu Bruch?

Weil die beiden den Unterschied nicht verstanden haben. Wenn einer schwoert, dem anderen bis zum Tod zur Seite stehen zu wollen, sehen beide in dem Versprechen andere Dinge. Fuer einen mag das ewige Treue sein, fuer den anderen aber eher ein "wir stehen uns immer zur Seite und sind treu, falls es passt..."
Die Resultate kann man dann hier bewundern: "meine Frau will keinen Sex mehr, laesst mich aber auch mit keiner anderen schlafen..." - waehrend die Frau denkt "ich mache ja einmal im Monat beim Pflichtsex mit, also braucht er keine andere..."

Ob die beiden sich noch lieben, ist doch damit ueberhaupt nicht gesagt! Vielleicht hat sie im Ohr, wie er mal seinem Kumpel erzaehlt hat, dass die Kleine aus der Nachbarstrasse so einen geilen Knackarsch hat... und ein Blick in den Spiegel sagte ihr, dass sie fuer ihn haesslich sei... und da er aus Gewohnheit schon seit Jahren keine Komplimente mehr macht, hat sich das dann so eingeschliffen, bis sie am liebsten gar nicht mehr angefasst werden wuerde...
Trotzdem kann zwischen den Beiden immernoch eine tiefe Liebe sein.


Engelschen_72
Geschrieben

Liebe ist ein Versprechen



Geschrieben

"liebe" ist ein wort,bestehend aus 5 buchstaben!
welches ein gefühl benennen soll,dass von den meisten entweder falsch,oder aber erst gar nicht verstanden wird.

so weit es uns angeht,kann man das was wir für die empfinden die uns am herzen liegen,nicht mit lächerlichen 5 buchstaben beschreiben.daher ist das wort "liebe" in unseren augen schlichtweg eine "floskel"!


CeruleanBlues
Geschrieben (bearbeitet)

Ich frage mich immer wieder, warum es einen Unterschied zwischen "verliebt sein" und "lieben" geben muss. Ist es überhaupt eine berechtigte Annahme, dass es diese zwei Zustandsformen des gleichen Gefühls gibt?



Verliebt sein ist wie eine schöne Blume zu entdecken.
Liebe ist, sie über längere Zeit hinweg kennenzulernen, zu pflegen, schätzen zu lernen und sie einen Teil von sich selbst werden zu lassen.
Meine Meinung.


bearbeitet von CeruleanBlues
Geschrieben


Ich glaube nicht, dass es sich um zwei sich in der gleichen Gefühlskategorie befindlichen Empfindungen handelt. (Gott, klingt das geschwurbelt )

Halkyonia



Das habe ich vor kurzem im Netz dazu gelesen.
Finde das trifft es noch ganz gut ;-)

Ulrich Mees, Liebe und Verliebtsein, April 1997

"Nach den Ergebnissen dieser Studie weisen "Liebe" und "Verliebtsein" auf der einen Seite bestimmte Gemeinsamkeiten auf: Beide Gefühle sind durch die unverzichtbaren Merkmale "starke Zuneigung zum Partner", "Freude über das Zusammensein mit ihm" und "Zärtlichkeit" charakterisiert.

Gleichzeitig lassen sich aber gravierende Unterschiede ausmachen: "Verliebtsein" ist wesentlich gekennzeichnet durch das Verspüren "körperlicher Empfindungen" (also den berühmten "Schmetterlingen im Bauch", dem Herzklopfen, Kniezittern usw.) in Anwesenheit der geliebten Person. Dieses Merkmal ist jedoch bei der "Liebe" nur gering ausgeprägt. Ferner denken Verliebte sehr oft an die Person, in die sie sich verliebt haben und empfinden eine starke Sehnsucht nach ihr. Dagegen hat ein Verliebter kein "Vertrauen" in die geliebte Person, ist zu ihr nicht "offen und ehrlich" und will keine "Verantwortung" für sie übernehmen. Gerade diese Merkmale sind nun aber zentrale Bestandteile der Liebe. Zusätzlich ist diese noch gekennzeichnet durch die unverzichtbaren Merkmale: Wertschätzung des Partners, Trauer bei Ende der Liebe, Mitfreude, sehr gutes Verständnis, enge Verbundenheit und Akzeptieren von Schwächen."


Geschrieben

Das habe ich vor kurzem im Netz dazu gelesen.
Finde das trifft es noch ganz gut ;-)

Ulrich Mees, Liebe und Verliebtsein, April 1997

"Nach den Ergebnissen dieser Studie weisen "Liebe" und "Verliebtsein" auf der einen Seite bestimmte Gemeinsamkeiten auf: Beide Gefühle sind durch die unverzichtbaren Merkmale "starke Zuneigung zum Partner", "Freude über das Zusammensein mit ihm" und "Zärtlichkeit" charakterisiert.

Gleichzeitig lassen sich aber gravierende Unterschiede ausmachen:...



Das kann man so Unterschreiben und das deckt sich wohl mit der Erfahrung der meisten. Auf jeden Fall mit meiner.


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