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Spenden

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Hier in der Schweiz ist es nicht anders als in Deutschland, zur Weihnachtszeit wird gerne gespendet.
Schon im Beitrag Advent Advent….. wurde die Frage im Raum geworfen ob man an die Menschen auch denkt den es nicht so gut geht.

Warum nur zur Weihnachtszeit oder wenn irgendeine grössere Katastrophe passiert ist spenden?

Nur um sein Gewissen reinzuwaschen? Damit man wenn der Sensenmann kommt ein ruhiges Gewissen hat und dann doch noch in den Himmel kommt?

Warum nicht das ganze Jahr an die Menschen denken/helfen die es brauchen?


sleeping_beasty
Geschrieben

Warum nur zur Weihnachtszeit oder wenn irgendeine grössere Katastrophe passiert ist spenden? [...] Warum nicht das ganze Jahr an die Menschen denken/helfen die es brauchen?

Weil die meisten von uns Zeit und Geld nur in begrenzter Menge zur Verfuegung haben.


Liebegesucht001
Geschrieben

machst du es denn @TE ... das ganze Jahr über...
also ich kann nicht immer finanziell spenden... aber ich spende gern meine Aufmerksamkeit Menschen gegenüber wo ich meine sie können es gebrauchen...


_tobias_
Geschrieben

In der Werbung nennt man das "Awareness", wenn Leute in bestimmten Situationen (z. B. Weihnachtszeit) sich eher für bestimmte Themen (z. B. Spenden) interessieren.

Das ist das normalste der Welt und ich finde, wenns sinnvoll angelegte Spenden sind (z. B. Viva con Agua) und nicht irgend ein Quatsch (PeTA, NPD), isses doch relativ egal, wann die Leute Spenden, solange sie eben Spenden..


in10thief
Geschrieben

Da ich derzeit beruflich auch damit beschäftigt bin, Spendengelder im Auftrag einer Tageszeitung an Bedürftige zu verteilen, bin ich oftmals entsetzt ob der Selbstverständlichkeit und Dreistigkeit mit der manche auf ihr "Recht" an dieser Spende (sie ist natürlich ortsbekannt) pochen.
Ich gestehe, diese Aktion, die ich für wirklich sinnvoll erachte, nimmt mir dennoch jegliche Lust am Spenden. Geldspenden gibt es bei mir nur noch selten. Ich spende Aufmerksamkeit und Zeit.


Geschrieben (bearbeitet)

Sach mal @TE, hast du gerade den christlichen Weihnachtsblues? Oder warum eröffenest du einen christlich angehauchten (Kirchenbesuch zu Weihnachten, Beerdigungen, Spenden zur Weihnachtszeit) Thread nach dem nächsten?

Aber um deine Frage zu beantworten,mal so threadübergreifend:

Wenn du stirbst werde ich zur Christmette gehen und dort etwas spenden.

Nun biste schlauer, gell!


bearbeitet von megamod
SinnlicheXXL
Geschrieben

Was mich echt nervt, ist die Tatsache, dass man als Folge einer Spende an eine größere Institution, dauernd Bettelbriefe bekommt. Heute gleich zwei! Da spendest du 100€ und in den nächsten 10 Jahren bekommst du dann Briefe, die mehr als 10 Euro kosten.


Geschrieben

@sinnliche
Das geht mir auch auf den Wecker.
Seit ich vor Jahren mal einer Datenschutz-Orga 20 Euro gegeben habe, bekomme ich drei-viermal im Jahr einen vollgepackten Hochglanz-Druckflyer im Umschlag.

Letztes Jahr hatte ichs dann satt und habe denen eine Mail geschrieben, daß ich damals gespendet habe, damit sie politische Entwicklungen im Datenschutz beobachten und begleiten, nicht damit sie es ökologisch und ökonomisch sinnlos in Werbefachleute investieren.
Gerade wo sie als Web-Orga auftreten täte doch auch eine gut recherchierte regelmäßige Infomail reichen.

Das war lustig, da bekam ich ein persönliches Schreiben der Öffentlichkeitsabteilung (allerdings wieder als Brief und auf beschichtetem Papier), in dem sich eine PR-Tussi für die Spendensammlerei rechtfertigte. Meine Antwort darauf war nur, daß die PR-Frau das natürlich verteidigen muß, weil ihr Job dran hängt, und daß ich eigentlich dachte ich bezahle die Arbeit von Datenschuzexperten, nicht von Spendenrechtfertigern.
Seitdem ist Funkstille....


Geschrieben

Ich finde es eigentlich schön das Leute spenden!
Ist doch egal ob das nur zur Weihnachtszeit ist.
Hauptsache sie tun es.

Allerdings muß ich sagen, das ich sehr sehr vorsichtig bin mit Geldspenden. Denn enorm vielen kannman garnicht trauen.
Und ich wäre echt traurig wenn meine Spende, statt armen Kindern in Afrika, irgendwelchen gierlappen in den Schoß fällt.

Da sicher zu sein ob es ankommt und wenn wieviel überhaupt, ist schwer finde ich.
Genauso entsetzt war ich über das Rote Kreuz mit den Kleiderspenden.
Es war ein langer Bericht im Tv, wieviel weg geworfen wird und das was gut ist, wird dort unten noch verkauft, statt verschenkt !

Da hab ich auch mal gestaunt.
Find ich eine Frechheit sowas.
Deswegen spende ich eher seltener , leider !

Lg.


SensualGuy
Geschrieben

Ist das schon wieder eine rhetorische Frage mit hypermoralischem Unterton? Oder interessiert Dich die Antwort tatsächlich?


Geschrieben

Geld spende ich schon lange nicht mehr ....
Ich beteilige mich leiber an konkreten Projekten, letztens zb. habe ich an der Renovierung eines Jugendclubs in der näheren Umgebung mitgeholfen ( gratis natürlich ), da weis ich wenigstens was konkret erreicht wird und nicht das sich der Wasserkopf von großen Organisationen, das neue iphone leiten ...


Liebegesucht001
Geschrieben

apropo Spenden... ins Ausland spende ich nicht
es gibt genug Kinder - und Altersarmut HIER!Leider !!!!


cuddly_witch
Geschrieben

apropo Spenden... ins Ausland spende ich nicht
es gibt genug Kinder - und Altersarmut HIER!Leider !!!!




Bin ich absolut auf deiner Seite! Ich spende auch nie für "irgendwen". Wenn, dann lasse ich es den Menschen hier in Deutschland zukommen. Gibt auch genug Kinder, die hier verhungern und alte Menschen, die nichts haben.


Geschrieben


Warum nicht das ganze Jahr an die Menschen denken/helfen die es brauchen?



Ich habe seit 25 Jahren Patenkinder bei PLAN..
die jährliche Spendenquittung kann ich von der Steuer absetzen
und erkaufe mir so auf einfache Weise das ruhige Gewissen, alle diese Spendenbettler ohne schlechtes Gewissen weg zu schicken.

...kann ich nur jeden raten, der es sich leisten kann. Es befreit ungemein.

...und seid mal ehrlich - wer könnte nicht auf 23 € monatlich verzichten?


SteKat2324
Geschrieben

23 Euro im Monat ist für uns schon Ne Menge.


Geschrieben

Bei mir hat nicht mal der ungemein nette und sogar von der Politik auferlege Pflicht- Spendenaufruf der GEZ Erfolg.

Spenden tut man im Prinzip das ganze Jahr über, in Form von Beschaffung von Arbeits(Bastel-, Spiel-)materialien für die Schule oder den Kindergarten, Renovierung von Kindergartengruppenräumen oder Klassenräumen, als unentgeltliche Aufsichtsperson bei Ausflügen, bei der Hausaufgabenbetreuung, in Vereinen als Mädchen für alles und bei vielen anderen Gelegenheiten mehr.

Das Geld, welche viele Menschen spenden, sollte derzeit in Deutschland für deutsche Kinder verbleiben. Es gibt genügend Missstände innerhalb dieses, so scheinbar wohlhabenden, Landes.


Geschrieben

23 Euro im Monat ist für uns schon Ne Menge.



Sorry, ich wollte ich überheblich klingen..
23 € haben und nicht haben sind 46 €....auch für mich!

Aber man muss sich ingendwann fragen, ob man sie wirklich nicht aufbringen kann oder will.
Was fehlt mir, wenn ich sie spende und was bewirken sie dort, wo sie ankommen?

...oder man steht dazu, dass man eben nix spenden will, obwohl an es könnte.

Worüber ich dann nur immer lächeln muss, sind all die, die sagen: "Wenn ich spenden würde, dann aber nicht dort, sondern...." Ja, wenn sie spenden WÜRDEN....! Aber nächstes Weihnachten spenden sie dann bestimmt.....wenn sie gefragt werden.....und gerade 2€ klein haben....oder eigentlich reicht auch 1€....kommt ja sowieso nichts dort an, wo es hin soll...!

Und damit kann man sich doch herrlich jeder Verantwortung entziehen und trotzdem an jeder Diskussion darüber teilnehmen.


oxycodon01
Geschrieben

Spenden? Ich zahle Steuern. Und nicht zu knapp. Das Geld wird aktiv zu Genüge verspendet: EU, Hartz 4, Entwicklungshilfe.

Des weiteren habe ich einen Job, in dem Hartz 4 bei der Nachfrage nach Arbeit als Job angegeben wird. Da ich diese "Hürde" (Hartz 4) nehmen darf, habe ich nach der Beratung auch noch Vertragsberatungen mangels Sprach- und Bildungsmangel. Somit doppelte Arbeit, die ich garnicht zu leisten hätte. Und nein, ich verkaufe keine Versicherungen.

Da ich mir hier wie in meinem alten Job vorkomme (Sozialarbeit > Psychatrie), leiste ich genug freiwillige Arbeit (mit dem offenen Klappmesser in der Tasche).


SinnlicheXXL
Geschrieben

Wenn, dann lasse ich es den Menschen hier in Deutschland zukommen. Gibt auch genug Kinder, die hier verhungern und alte Menschen, die nichts haben.


Bitte? Wo verhungern hier denn Kinder? Doch nur diejenigen, die von ihren Eltern vernachlässigt werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass man mit HartzIV auf vieles verzichten muss, aber wenn man das Geld einigermaßen vernünftig einteilt, wird man sicher nicht verhungern - zumal es überall Tafeln, Suppenküchen, etc. gibt. Und diese Müllaktivisten leben sogar ganz ohne Geld und holen sich alle Lebensmittel aus den Containern von Spermärkten.

Von daher verstehe ich nicht, warum jemand nur im eigenen Land helfen will, wenn woanders wirklich viele Menschen verhungern.


hobbyfreund
Geschrieben

Also wer spenden will; immer her mit dem Zaster.
Dient auch einer guten Sache; nämlich nur mir und wird 100%ig für meine EU Auswanderung nach der Bundestagswahl benutzt.


Geschrieben

Manche hier scheinen nicht zu wissen, worüber sie schreiben, sonst würden sie nicht so einen Mist von sich geben.

Ich hoffe für Euch, dass Euer Überlegen nicht auch mal von derm Wohlwollen anderer abhängt.

Kein Kind, egal wo es geboren wird, hat sich ausgesucht, vor dem
5. Geburtstag zu verhungern!
Im Übrigen hatten unsere Großeltern auch noch wesentlich mehr Kinder, u.a. weil diese mithelfen mussten, den Familienunterhalt zu verdienen und im Alter die Eltern ernähren.
Das haben viele heute anscheinend vergessen.

Und die, die sich über Hartz4 beklagen, sollen bitte mal daran denken, dass das auch eine Unterstützung derjenigen ist, die mehr verdienen und ihren Beitrag zur Solidargemeinschaft leisten.

Ihr stöhnt auf sehr hohem Niveau!


SinnlicheXXL
Geschrieben

Allerdings!

Mal ganz davon abgesehen, dass global gesehen viele Menschen nur deswegen am oder unterhalb des Existenzminimums leben, weil wir ihnen für ihre Arbeit so wenig bezahlen. Klar ist es für uns nett, dass es hier Jeans für 9,90 gibt - dass aber die armen Näherinnen in Bangladesh von ihrem Lohn nicht mal leben können, sieht man der Hose nicht an. Oder der Kaffee, der seit Jahrzehnten fast das Gleiche kostet - nur bekommen die Bauern eben nur Minimallohn.

Ich fürchte, wenn die Menschen aus Entwicklungsländern, die den ganzen Tag unter entsetzlichen Umständen schuften und dennoch nicht satt werden, in Wohnungen von Hartz-IV-Empfängern, die für das Geld nichts tun müssen außer Anträge auszufüllen, sehen könnten, könnte es echt zu Aufständen kommen. (Von Managern oder Superstars, die unverschämt hohe Einkommen haben, gar nicht zu reden)


Geschrieben

Es gibt halt hier auch Menschen, die auf billige Klamotten angewiesen sind und die Näherin in Bangladesch hätte vielleicht
garkeine Arbeit, wenn die billig-Artikel hier nicht gekauft werden würden. (Nicht dass ich es gutheisse, wennn Menschen ausgebeutet werden)
Aber die Menschen dort müssen eben auch selbst etwas dazu tun um ihre Lebensumstände zu verbessern, wir können nicht die ganze Welt retten.
Wer hat kann geben, wer nichts hat, nicht und es bleibt auch jedem selbst überlassen, wofür er sein Geld ausgiebt.


SinnlicheXXL
Geschrieben

Sabrina - das stimmt - und gleichzeitig ist es dennoch falsch. Wir denken vielleicht, dass wir sehr wohltätig sind (Die Deutschen sind doch vglw. spendefreudig) - aber gleichzeitig verursachen wir all das Elend erst! Die großen Handelsketten üben inzwischen einen derartigen Druck auf die Produzenten aus, dass denen gar nichts anderes übrig bleibt, als Hungerlöhne zu zahlen. Wenn wir wollten, könnten wir aber durchaus Sachen kaufen, die fair produziert werden - nur könnten wir dann eben nicht mehr so viel kaufen. Übrigens nehem ich mich da selbst auch nicht aus - ich weiß es, mache es aber auch nur selten. (Sollte ich gleich mal als Vorsatz für neue Jahr ins Auge fassen).

Natürlich kann sich nicht jeder leisten, teures Zeugs zu kaufen, aber dann kann man es gebraucht erstehen. Ich verkaufe gerade Sachen meiner Schwiegermutter bei Ebay - und da geht vieles für nur einen Euro weg - obwohl sie fast nur teure Markenprodukte hatte und manches ungetragen aussieht.

Ich kann gerne jemandem, der Jungskleidung in Größe 128/134 braucht, alle abgelegten Sachen meines Sohnes schenken (und da ist auch einiges ungetragen....)


Geschrieben

Wie passen denn DIESE Aussage:


Ich kann mir gut vorstellen, dass man mit HartzIV auf vieles verzichten muss, aber wenn man das Geld einigermaßen vernünftig einteilt, wird man sicher nicht verhungern



und DIESE Aussage:

Klar ist es für uns nett, dass es hier Jeans für 9,90 gibt - dass aber die armen Näherinnen in Bangladesh von ihrem Lohn nicht mal leben können, sieht man der Hose nicht an.



Ich fürchte, wenn die Menschen aus Entwicklungsländern, die den ganzen Tag unter entsetzlichen Umständen schuften und dennoch nicht satt werden, in Wohnungen von Hartz-IV-Empfängern, die für das Geld nichts tun müssen außer Anträge auszufüllen, sehen könnten, könnte es echt zu Aufständen kommen.


zusammen?

Du sagst: wenn man HartzIV erhält muss man eben schauen dass man das Geld beisammen hält. Eingekleidet müssen die Kinder aber auch (Wachstum)....aber dann soll es auch eine Hose für 120€ sein, weil man damit ja dann die Menschen in Bangladesh besser unterstützt?

Richtig, ich find es auch besser dass es dem Arbeiter in Bangladesh gut geht. Nur gibt es auch bei uns Menschen, die keine Wahl haben und deren Job es ist, ihre Kinder bestmöglich zu versorgen...

Hartz-IV-Empfängern, die für das Geld nichts tun müssen außer Anträge auszufüllen,



stell dir vor, es gibt sogar Menschen, die bei uns Vollzeit arbeiten und trotzdem ergänzend Hartz IV benötigen...

z. B. alleinerziehende Frauen... für die es sicher nicht einfach ist, alles unter einen Hut zu bringen...

und die vllt sogar froh sind, wenn sie ne Jeans für 9,90 € bekommen... einfach weil sie sich auch gar keine teurere kaufen könnten...

Klar gibt es tolle und gutbezahlte Jobs, wo man nicht jeden Cent zweimal umdrehen muß, wo man total viel Tagesfreizeit hat... in denen man viel online sein kann, seine minderjährigen Kinder versorgen kann und den Stall voll Liebhaber abarbeitet... aber das Glück hat halt nicht jeder..

ansonsten finde ich total toll, dass es Menschen gibt, die bereit sind etwas für andere zu tun... egal ob durch Geldspenden oder durch z. B. ehrenamtliche Tätigkeiten...
und zu welchem Zeitpunkt man das macht.. spielt für mich keine Rolle...


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