Jump to content

Eine Frage der Moral...

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Mir gehen grade verschiede Gedanken zur Plattform durch den Kopf. Nicht direkt zur Plattform selbst, sondern eher zu ihrem sozialen Standing.

In einem anderen Beitrag in der PC-Ecke wurde sich darüber beklagt, dass die Profildaten teilweise öffentlich einsehbar wären, wenn man sich selbst googled. Bezogen auf den Datenschutz ist das ein Bug, weil er erscheinbar nur bei manchen Profilen vorkommt. Das soll aber nicht Thema sein.
Dann las ich im VIP-Bereich einen Beitrag, in dem sich ein Poster fragte, ob es denn sinnvoll wäre ein Gesichtsfoto zuveröffentlichen. Ob das die Kontaktchancen erhöht und überhaupt. Er würde das erstmal nicht wollen, er wäre ja auch noch nicht einmal bei Facebook.

Zwei kleine Beispiele, bei denen sich die User sorgen um die Wahrung ihrer Identität machen. Zum einen total verständlich. Wenn man eine Plattform besucht, auf der die Verwendung von Nicknames möglich ist, dann sollte man die auch benutzen. (Ich verstehe nämlich auch nicht, warum sich die Leute in den Chats mit Vornamen ansprechen müssen, wenn sie doch einen Nick haben... aber egal. )
Öfter mal lese ich dann aber auch in Profilen, dass die Leute aus beruflichen Gründen oder ähnlichem kein Gesichtsfoto veröffentlichen wollen. Das ist schon eher ein Ansatzpunkt für meine Gedanken:

Ist die Plattform eher in der sozialen Schmuddelecke zu verorten? Ein Fall von: "OMG mein Leben ist vorbei, wenn irgendwer aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis oder gar mein Chef erfährt, dass ich hier einen Account habe?" Ich frage mich also zum einen nach der moralischen Verortung von poppen.de und zum anderen nach dem sozialen Status von Sex im Allgemeinen. Letztlich ist unsere Gesellschaft scheinbar übersexualisiert. Leicht bekleidete und sich lasziv räkelnde Magermodels auf Werbeplakaten sind schon längst alltag. Titten auf den Titelseiten von Stern und Spiegel sind auch total normal und Mädels die auch bei Minusgraden mit Hotpants und dicken Strumpfhosen rumlaufen, machen das sicher nicht, weil ihnen so warm ist. An Beispielen gibt es sicher noch vieles mehr. Warum ist es nun aber offenbar ein moralisches Problem, einen Account auf einer "Sex-Kontakt-Plattform" zu haben? Geistert in den Köpfen der Menschen immer noch dieses frühneuzeitliche Konzept der romantischen Liebe umher, die allein in der Lage ist, eine Rechtfertigung für sexuelle Kontakte zu schaffen? Ist demnach alles, was nicht in dieses Konzept der romantischen Liebe passt automatisch "pfui"? Würde es den Umgang mit intimen Kontakten entzaubern, wenn sie "so einfach" herstellbar wären? Ich meine: Sie sind ja recht einfach herstellbar... in entsprechenden Etablissements legt man ein wenig Geld auf den Tisch des Hauses - tada.. und dennoch scheint noch etwas anderes dabei mitzuschwingen, wenn es sich nun um ein Community-Ding handelt... Ist es das Fehlen an Wirklichkeit? Die einfache Kopier- und Zurückverfolgbarkeit von Daten? "Der schnelle K(l)ick"? Oder einfach nur eine Art sozialer Selbstbetrug, basierend darauf, dass unser aller Sexualverhalten doch noch nicht so enttabuisiert ist, wie wir alle immer gern und lauthals behaupten? Spielen wir hier nun doch alle mit Schmuddelkindern oder will uns das die Matrix (sprich der soziale Druck) nur einreden?

Ich bin mir da nicht wirklich sicher...


DickeElfeBln
Geschrieben

will uns das die Matrix (sprich der soziale Druck) nur einreden?


du hast dir die antwort hier schon selber gegeben

wobei jeder muss für sich entscheiden, wie weit er sich entblösst und mich stört es nicht, das viele kein foto eingestellt haben. es sind momentaufnahmen, die sich im realen oft als anderes entpuppen. auch naggische profile sind für mich kein thema, denn wir sind hier kein katalog in dem der artikel genauestens beschrieben werden muss. aber hier denkt jeder anders, so wie jeder sein profil anders ausfüllt.


Geschrieben (bearbeitet)

Moin.
@core_dump
Nochmal für dich zum mitschreiben:
Der F+F Trieb (fressen+ficken)
ist uns aus der Urzeit geblieben.
Moral hingegen, ist eher eine relativ junge menschliche Erfindung. Kaum eine Disziplin läßt mehr Spielraum für Deutung, Definition und gleichsam Empörung und Voyeurismus
als "die Moral", oder Moral.
MsFzF


bearbeitet von MsFzF
ricaner
Geschrieben

In einem anderen Beitrag in der PC-Ecke wurde sich darüber beklagt, dass die Profildaten teilweise öffentlich einsehbar wären, wenn man sich selbst googled. Bezogen auf den Datenschutz ist das ein Bug, weil er erscheinbar nur bei manchen Profilen vorkommt......



Das man nur einige Profil auf den Suchmaschinen findet liegt wohl eher daran das nicht alle den Button "Privatsphäre" gefunden haben.
Dort kann man sich aus den Suchmaschine rausnehmen.....



.


Geschrieben (bearbeitet)



Ist die Plattform eher in der sozialen Schmuddelecke zu verorten?

Warum ist es nun aber offenbar ein moralisches Problem, einen Account auf einer "Sex-Kontakt-Plattform" zu haben?

Geistert in den Köpfen der Menschen immer noch dieses frühneuzeitliche Konzept der romantischen Liebe umher, die allein in der Lage ist, eine Rechtfertigung für sexuelle Kontakte zu schaffen?

Ist demnach alles, was nicht in dieses Konzept der romantischen Liebe passt automatisch "pfui"?

Würde es den Umgang mit intimen Kontakten entzaubern, wenn sie "so einfach" herstellbar wären?

Ist es das Fehlen an Wirklichkeit?

Die einfache Kopier- und Zurückverfolgbarkeit von Daten? "Der schnelle K(l)ick"?

Oder einfach nur eine Art sozialer Selbstbetrug, basierend darauf, dass unser aller Sexualverhalten doch noch nicht so enttabuisiert ist, wie wir alle immer gern und lauthals behaupten?

Spielen wir hier nun doch alle mit Schmuddelkindern oder will uns das die Matrix (sprich der soziale Druck) nur einreden?



Ich hatte beim Lesen Schwierigkeiten, Deine eigentliche Frage rauszufiltern. Im Grunde sind es mehrere Fragen, zum Teil rethorisch. Aber ich glaube herausgelesen zu haben, was Du eigentlich wissen willst:

Muss man sich schämen, bei poppen.de angemeldet zu sein?

Da es "die" Moral nicht gibt, ist es nicht möglich eine allgemeine Antwort darauf zu geben. Selbst wenn man sich selbst und seinem Familien-/Freundeskreis gegenüber dazu stehen kann, gibt es ja immer noch die berufliche Ebene, auf der ganz andere Moralvorstellungen herrschen können.

Für die Suchanzeigen im Forum schäme ich mich schon manchmal, geht es doch weit über das hinaus, was ich mir vor meiner Forenaktivität überhaupt vorstellen konnte.

Aber Grundsätzlich sehe ich poppen.de als eine Plattform, auf der man sich frei positionieren kann. Beziehung, Flirt, Chat, ONS...für jeden ist etwas dabei.
Erst mit der Gestaltung des Profils gibt der User seine Moralvorstellungen preis.


bearbeitet von nightdoll
Geschrieben

Moin.
@nightdoll
Mit deiner Einschätzung des Zwecks von poppen.de
bin ich auch einverstanden.
Ich habe ausdrücklich den Begriff "Sinn und Zweck" vermieden.
Allerdings stößt das Forum bei Themen die sich NICHT um
diesen Zweck drehen, sehr schnell an seine Grenzen.
Und die der User. Natürlich auch an meine.
Aber HIER über Moral philosophieren zu wollen
ist quasi mit einem Luftgewehr auf einen Elefanten zu schießen.
Es bleibt ein nutzloser Versuch.
MsFzF


Geschrieben

..
Erst mit der Gestaltung des Profils gibt der User seine Moralvorstellungen preis.



Nein. Die zeigen sich erst in der realen Begegnung. Mit dem Verhalten der Person

Halkyonia


Geschrieben

(

Das man nur einige Profil auf den Suchmaschinen findet liegt wohl eher daran das nicht alle den Button "Privatsphäre" gefunden haben.
Dort kann man sich aus den Suchmaschine rausnehmen.



.

)
Privatsphäre habe ich geklickt,dennoch erscheinen Beiträge bei google


Geschrieben


Aber HIER über Moral philosophieren zu wollen(...)bleibt ein nutzloser Versuch.


Ja, weil es die Moral nicht gibt. Aber man kann versuchen, seine eigenen Moralvorstellungen in seinem Profil darzustellen.


Nein. Die zeigen sich erst in der realen Begegnung. Mit dem Verhalten der Person


Abgesehen davon, dass jegliche Aktivität hier bereits zum Verhalten gezählt werden muss (und man bei der realen Begegnung die Möglichkeit der Überprüfung und Vervollständigung des Avatars hat), sagte ich ja nur, dass man mit dem Profil seine Moralvorstellungen preisgibt...nicht sein ganzes Wesen.


Geschrieben

Moin.
@nightdoll
Mit Verlaub, aber das ist Mumpitz.
Der Inhalt der Profile ist meistens unvollständig, unkorrekt,
Ergebnisorientiert, gefaked etc.
Und das IST die Moralvorstellung des Profilinhabers.
That simple.
MsFzF


Geschrieben

Dann las ich im VIP-Bereich einen Beitrag, in dem sich ein Poster fragte, ob es denn sinnvoll wäre ein Gesichtsfoto zuveröffentlichen. Ob das die Kontaktchancen erhöht und überhaupt. Er würde das erstmal nicht wollen, er wäre ja auch noch nicht einmal bei Facebook.



Eine Frage, die sich jeder selbst stellen muss. Aus meiner Sicht sollte es ein wohlüberlegter Schritt sein, ein Gesichtsbild mehr oder weniger öffentlich ins Profil zu stellen. "Das Internet vergisst nichts" zeigt eigentlich, dass es keine zweite Chance gibt, wenn man so einen Schritt wagt und seine Meinung hinterher vielleicht ändert.

Ein Fall von: "OMG mein Leben ist vorbei, wenn irgendwer aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis oder gar mein Chef erfährt, dass ich hier einen Account habe?"



Als Beispiel möchte ich dir mal die Personaler anführen, die nach Bewerbern googeln und z. B. auf Facebook die Sauf- und Partybilder des kompletten Jahres vorfinden, da wissentlich oder unwissentlich öffentlich einsehbar. Was an manchen Stellen beinahe zu einem Volkssport geworden ist und sich unmittelbar auf die berufliche Karriere auswirken kann. Für manch einen bedeutet das tatsächlich, dass das (berufliche) Leben in manchen Firmen gegessen ist.

Im eigenen Bekanntenkreis sehe ich diese Gefahr weniger, denn genau dafür werden solche Bilder ja online gestellt. Oder z. B. Selbstbeweihräuchern, profilieren, "DU bist Deutschland, Papst und was weiß ich nicht alles", das sind Punkte die vor allem jüngere Leute betreffen. Die damit zu sorglos umgehen und sich den Konsequenzen oft noch nicht mal bewusst sind.

Auf hier bezogen betrifft das z. B. den Typ junge, dynamische Sekretärin, vielleicht in einer großen Bank tätig. Die sich hier als gangbang-freudig und 3-fach-Luder beschreibt. Was meinst du, würden Chef und Kollegen/-innen von ihr denken, würde sich das am Arbeitsplatz rumsprechen? Wie würde man sie behandeln? Wenn du hier von Frauen mitbekommst, in welcher Art sie von Männern schon in einer relativ anonymen Umgebung angesprochen werden? Die bekommt keinen Fuss mehr auf den Boden. Und das ist nicht revidierbar. Zumindest nicht an diesem Arbeitsplatz, an dem man vielleicht aus monetären Gründen hängt. Dieses Beispiel lässt sich auf viele andere übertragen.

In manchen Profilen steht dann beispielsweise: "Hallo Freund/Bekannter/Kollege, schön dass du auch hier bist" (sinngemäß). Ist das nicht vielleicht eine trügerische Sicherheit? Nur weil mich jemand erkennt, heißt das noch lange nicht, dass ich ihn/sie automatisch auch erkenne. Was fängt derjenige mit den Informationen an? Weiß ich das? Als Realist sehe ich das grundsätzlich kritisch.

Ich frage mich also zum einen nach der moralischen Verortung von poppen.de[...]


Die liegt bei jedem User selbst. Der Betreiber stellt im Prinzip nur das Werkzeug zur Verfügung. Beispiel Profilbeschreibung "Was interessiert mich?" oder "Meine Fantasien/geheime Wünsche". Du als User bekommst die Basis vorgesetzt, füllen kannst du sie nach eigenem Wunsch. Keiner muss bei geheime Wünsche "je perverser, desto besser" eintragen. Dem Betreiber hier eine moralische Verantwortung zu übertragen, finde ich nicht richtig.

Man kann sicher darüber diskutieren, ob unsere Gesellschaft nicht mehr Moral vertragen könnte. Solange Gewinnmaximierung jedoch ein essentieller Bestandteil des geschäftlichen Lebens bleibt, wird es wahrscheinlich eher immer weniger moralisch zugehen. Der Mensch an sich ist nicht wichtig, der (finanziell) verwertbare Nutzen zählt. Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral. Ich will das jetzt nicht weiter vertiefen, finde aber deinen Gedankenansatz sehr interessant und wichtig.

Leicht bekleidete und sich lasziv räkelnde Magermodels auf Werbeplakaten sind schon längst alltag. Titten auf den Titelseiten von Stern und Spiegel sind auch total normal und Mädels die auch bei Minusgraden mit Hotpants und dicken Strumpfhosen rumlaufen, machen das sicher nicht, weil ihnen so warm ist. An Beispielen gibt es sicher noch vieles mehr. Warum ist es nun aber offenbar ein moralisches Problem, einen Account auf einer "Sex-Kontakt-Plattform" zu haben?



Weil eben nicht jede/r ein Umfeld hat, das ein solches Verhalten toleriert. Wir leben halt nicht auf Werbeplakaten, sondern überwiegend in einem stinknormalen Leben ohne Blitzlichtgewitter. Kein seriöser Dienstleister, kein Unternehmensführer mit Verantwortung (und hohem Gehalt), kein bodenständiger "Arbeiter" im konservativen Umfeld kann es sich erlauben, seine Sexualität nach aussen hin zu thematisieren. Auch wenn die religiöse Wahrnehmung scheinbar immer mehr am Bröckeln ist, sind dennoch viele Gemeinden, viele Arbeitsplätze und viele Menschen eher konservativ ausgelegt. Wer so ein Umfeld nicht hat oder sich einen Dreck darum schert, der hat ja immerhin die Freiheit, sein/ihr Gesichtsbild samt Genitalien und allen möglichen Ritzen zu zeigen, wem immer er/sie will. Nur sollte man hinterher nicht heulen, wenn das in die Hose gehen sollte.

Denk mal an deinen Steuerberater, deinen Ansprechpartner bei der Bank, deinen Chef oder den Bürgermeister deiner Stadt. Willst du von den Leuten wirklich wissen, was die abends machen, wenn das Licht ausgeht? Bekommen sie damit mehr "Profil" oder werden sie vertrauenswürdiger? Mich schaudert allein der Gedanke daran. Es gibt Dinge, die will ich von Menschen - vor allem von denen, die ich kenne - definitiv nicht wissen. Und ich betrachte mich noch nicht einmal als nennenswert konservativ.

Oder einfach nur eine Art sozialer Selbstbetrug, basierend darauf, dass unser aller Sexualverhalten doch noch nicht so enttabuisiert ist, wie wir alle immer gern und lauthals behaupten? Spielen wir hier nun doch alle mit Schmuddelkindern oder will uns das die Matrix (sprich der soziale Druck) nur einreden?[...]



Schön formuliert... Vielleicht ein wenig zu allgemein gehalten, aber im Prinzip stimme ich dir zu. Ich glaube nicht, dass wir eine bessere Welt bekommen, wenn das Sexualverhalten komplett enttabuisiert wird. Das ist eine Illusion. Finden wir einen dementsprechenden Partner oder "Schmuddelkind", mit dem wir das teilen können/ wollen, finde ich das ausreichend.

Sehr interessanter Beitrag, wären wir bei Facebook, würde ich sofort "liken"...


Geschrieben


Der Inhalt der Profile ist meistens unvollständig, unkorrekt, Ergebnisorientiert, gefaked etc.
Und das IST die Moralvorstellung des Profilinhabers.


Bleib mal im Kontext.

Ich sagte, Moralvorstellungen gibt man im Profil preis

Du sagtest, über Moral zu diskutieren ist nutzlos

Ich sagte JA, aber man kann sein Profil nutzen, seine Werte darzustellen.



Falsche Angaben im Profil sagen immer etwas über Moral aus.


SinnlicheXXL
Geschrieben

Es ist doch auch eine Frage, in welchem Kontext und unter welchen Umständen du lebst!
Nein, es geht die Leute nichts an, dass und warum ich fremdgehe! Meine Eltern leben in einem sehr katholischen Minidorf. Wenn mich also jemand von dort hier erkennen würde, müssten sie sich einige boshaften Bemerkungen anhören. Mein Mann hat ein Geschäft - müssen wirklich seine Kunden wissen, welche sexuellen Neigungen seine Frau hat?

Außerdem ist es im meinem Beruf ein absolutes NO-Go, wenn zu viele private Details publik werden.....

Auch sonst - egal wie freizügig man auch sein mag - man stellt sich doch Leuten auf einer Party nicht mit seinen sexuellen Vorlieben vor: "Hallo, ich bin die Gisela und mag anal und Gangbangs!"

Wenn mich hier gebundene Männer anschreiben, die ein Gesichtsfoto drinhaben, dann frage ich sie regelmäßig, ob sie das ihrer Frau wirklich antun müssen! Sie muss nicht hintenrum erfahren, dass ihr Mann auf der Suche ist, es müssen auch nicht alle Bekannten wissen, dass sie betrogen wird. Und es bringt auch diejenigen, die es wissen, in eine schwierige Situation. Wie würde ich damit umgehen, wenn ich hier den Mann guter Freundinnen entdecken würde?


Geschrieben

Öfter mal lese ich dann aber auch in Profilen, dass die Leute aus beruflichen Gründen oder ähnlichem kein Gesichtsfoto veröffentlichen wollen.



Ja, natürlich. Wer nichts mehr zu verlieren hat, der kann hier alles offenbaren was es so gibt. Andere Leute müssen zusehen, dass sie hier anonym bleiben, solange es nicht auf reale Kontakte hinausläuft und der Kontakt vertrauenswürdig ist. Was glaubst Du, warum so viele Verheiratete ebenfalls gebundene Sexpartner suchen ? Alleine schon, damit beide ein Interesse an Diskretion haben.

Das Beispiel mit dem Job ist auch völlig klar. Wirst Du nackig vom Personaler in einer Firma mit seriöser Fassade ausgegoogelt, war es das mit der Karriere.

Ein tolles Beispiel hier in NRW war diese Piraten-Landtagsabgeordnete, die in 1-2 Twittermeldungen über ihren AIDS-Test und ein geplatztes Kondom berichtet hatte. Eigentlich völlig harmlos - das Ergebnis war aber eine öffentliche mediale Kreuzigung.

Also - Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste...


BabetteOliver
Geschrieben

( )
Privatsphäre habe ich geklickt,dennoch erscheinen Beiträge bei google


Das ist richtig, weil das Forum für die Suchmaschinen freigeschaltet ist. (das lockt neue User an, die z.B. ein Date im Internet suchen - so wie uns seinerzeit. )

Aber Dein Profil ist trotzdem nicht einsehbar, wenn Du es sperrst.

Man muss sich also überlegen, was man im Forum von sich preisgibt...


Geschrieben

Moin.
@sinnlichexxl
Eine nette, gut gemeinte Einstellung.
Allerdings genauso naiv.
Der Alkoholiker glaubt auch dass die anderen nichts merken,
nur weil niemand was sagt.
Der einzige der das nicht peilt ist er selber ;-)
MsFzF


SinnlicheXXL
Geschrieben

Wie meinst du das denn? Dass die Frauen es doch bemerken? Och - ich habe sehr viel Erfahrung mit fremdgehenden Männern und gemerkt hat es nur eine Frau!


Nurayia
Geschrieben

@TE

Moral? Das ist doch was wir draus machen. Und ich tue hier nichts, was ich nicht auch im "anderen" Leben tun würde - ich unterhalte mich nett, flirte ein bisschen. Rede vielleicht über Themen, die sonst nicht so öffentlich oder detailliert beredet werden. Allerdings achte ich darauf, dass nach Möglichkeit keine Verbindung zu meiner Person im "anderen" Leben hergestellt werden kann - dem Internet trau ich nicht.


Geschrieben

Das mit der Moral ist wie ein Gummiband und jeder zieht es sich
so zurecht, wie es für ihn passt und das kann sogar für ein und dieselbe Person je nach Sitation varieren.

Ich möchte jedenfalls nicht, dass Nachbarn, Kollegen, Familie
über meine intimsten Dinge Bescheid wissen, das nutzt schliesslich
keinem, wenn er weiss, wie ich sexuell ticke und welche Wünsche ich habe oder ob ich evtl. fremdgehen will und warum.
Klar, ganz sicher kann man nie gehen, schliesslich wissen die
Personen, die mich hier persönlich kennengelernt haben über mich
Bescheid und manches habe ich auch im Forum preisgegeben.
Da muss man natürlich auf Diskretion HOFFEN.
So ganz ohne Risiko gibt es keinen Spass.


Geschrieben

Moin.
@sinnlichexxl(obwohl ich erst etwas anderes schreiben wollte)
Die Frauen die angeblich nicht merken dass ihre Männer sie mit dir "betrügen" spielen entweder in der gleichen Liga wie du,
oder warten auf eine Gelegenheit es ihrem Kerl oder dir heimzuzahlen.
Mit meinem vorherigen Post habe ich aber etwas anderes gemeint.
MsFzF


Geschrieben

gemerkt hat es nur eine Frau!



glaubst Du das wirklich? Ich habe mit mehreren Betrogenen gesprochen. Man meinte , die Geliebte ist wie ein Schatten, den der Mann mit sich trägt.

Ich denke eher , das der soziale Status , die Bequemlichkeit usw usw , die Frauen abhält , die Männer drauf anzusprechen und so die Gewissheit zu bekommen.


Geschrieben

Moin.
Ich denke eher dass mangelnder Selbstwert, Bequemlichkeit
und Konfliktvermeidung die Hauptgründe sind,
MsFzF


Geschrieben

Das denke ich auch, so manche ahnt etwas, will es aber garnicht wissen. Die meisten Männer sind leicht zu durchschaun.


Geschrieben

das kann auch sein ,
aber was bedeutet im Klartext eine Scheidung ,
sozialer Abstieg, ein Haufen teure Steine verkaufen zu müssen und dann ist noch so was ,wie die Macht der Gewohnheit.

Ist ja auch egal, aber ich spreche es der Sinnlichen einfach ab, das die betrogenen Frauen es nicht merken.


Geschrieben (bearbeitet)

Hach das ist eine tolle Fragestellung hier!

Also ich hab mir son bisschen den Kopf drüber zerbrochen, als ich mein Profilbild reingestellt habe:
-Was, wenn das irgendwer sieht und dich erkennt, den du kennst?
-Jemand von deiner Arbeit, Uni, Schützenverein (ok, bin ich nicht drin), im Biergarten, Freunde etc.
-Wird dich das später deine Arbeitsplatz kosten
-Musst du dich dafür schämen, weils hier um Sex geht...


Und ganz im Ernst:

I dont give a F***

Mir soll mal jemand im Ernst glaubhaft machen, er interessiert sich nicht für Sex (Mönche, Nonnen und Langzeitverheiratete ausgeschlossen)
Und dann noch erklären, wieso er meine Bilder solange gegoogled hat, bis er irgendwie noch aufn Namen dazu gekommen ist.
Und mir dann erklären, ich sei der Moralisch Verwerfliche von uns beiden, weil ich hier Sachen reinschreibe, die ich auch in meinem "Normalen Leben" erzählen könnte...
Und falls ich dadurch meine Job als Finanzberater bei der Schwäbisch Hall verliere:

Totally worth it!


P.S.: Wirklich eine sehr, sehr interesannte Diskussion um betrogene / betrügende Ehefrauen!!!


bearbeitet von rhainer_zufall
×