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Schlafprobleme

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Hallo ihr Lieben,

ich dachte, ich mach mich hier mal auf die Suche nach ein paar Ideen.

Ich habe in letzter Zeit große Probleme damit, Schlaf zu finden. Das hatte ich früher schon häufiger, war damals aber nicht wirklich ausgelastet, bzw hatte einen eher unregelmäßigen Tagesrythmus - Studentenleben halt.

Nun habe ich einen geregelten Alltag, stehe morgens gegen 7 Uhr auf und komme abends so um 19 Uhr heim von der Arbeit. Obwohl ich den ganzen Tag über müde bin, finde ich abends aber nicht in den Schlaf. Ich liege stundenlang wach oder nicke kurz ein, um dann direkt wieder wachzuwerden. Irgendwann rege ich mich dann so sehr über mich selbst auf, dass ich erstrecht nicht mehr schlafen kann. Was dann dazu führt, dass ich am nächsten Tag noch viel müder und kaputter bin und befürchte, im Büro ausversehen einzupennen.

Meine üblichen Methoden, um in den Schlaf zu finden, helfen mir leider nicht mehr... ich höre Hör-CDs zum Einschlafen, gehe vorm ins Bett gehen heiß duschen, esse nicht zu spät. Baldrian wirkt bei mir nicht, Schlaftabletten mag ich nicht.

Komischerweise habe ich diese Probleme am Wochenende nicht, da kann ich wunderbar schlafen. Bis es dann Sonntagabend ist und das ganze Spiel wieder von vorne beginnt.

Kennt ihr das? Habt ihr eine Idee, woran das liegen könnte?
Und vorallem: Habt ihr Tips, was man dagegen machen könnte?


Geschrieben (bearbeitet)

Eine Psychotherapeutin wird dir da auf jeden Fall weiter helfen können...
Genauer eine Verhaltenstherapeutin....


bearbeitet von Dreamseller
Geschrieben

Versuche, einen Termin im Schlaflabor zu bekommen. Dort kann man feststellen, ob für deine Schlafstörungen organische Ursachen bestehen oder nicht.
Du erhältst dann auch die entsprechende Handlungsempfehlung.


hannah65
Geschrieben



Komischerweise habe ich diese Probleme am Wochenende nicht, da kann ich wunderbar schlafen. Bis es dann Sonntagabend ist und das ganze Spiel wieder von vorne beginnt.

Kennt ihr das? Habt ihr eine Idee, woran das liegen könnte?



Ich habe eine, mir kommt das Problem bekannt vor.

Bedingt durch unregelmäßige Schichtarbeit, gibt es für mich eigentlich keinen "normalen" Schlaf-Wach-Rhythmus.

Immer und nur dann, wenn ich am nächsten Tag Frühdienst hatte, also kurz vor 5 aufstehen muss, konnte ich nicht einschlafen, selbst wenn ich schon drei Tage so früh aufstehen musste und eigentlich todmüde war.

Die Erklärung ist ganz einfach, es war die unbewusste Angst zu verschlafen, die mich am Einschlafen hinderte.

Da ich jetzt nicht mehr verschlafen kann, schlafe ich auch wunderbar ein.


Engelschen_72
Geschrieben

Komischerweise habe ich diese Probleme am Wochenende nicht, da kann ich wunderbar schlafen. Bis es dann Sonntagabend ist und das ganze Spiel wieder von vorne beginnt.


Könnte sein, daß du unter der Woche so "unter Strom" stehst, jobmäßig, abends dann aus Sorge, daß du den Wecker am nächsten Morgen nicht hörst, daß dich das unter der Woche hemmt in den Schlaf zu kommen.
Am Wochenende sind diese Sorgen wohl nicht gegeben.
Oder aber du nimmst zuviel "mit ins Bett". Probleme, Gedanken etc.
Das hemmt auch in den Schlaf zu kommen.

Habt ihr Tips, was man dagegen machen könnte?


Feste Einschlafrituale wählen. Hast du es schon mal mit einer Baldrian/Hopfen Mischung versucht? Das hat mir bei meinen leichten Schlafstörungen damals geholfen.

Wenn du merkst, daß es nicht besser wird, dann solltest du auf alle Fälle einen Arzt aufsuchen und ihm alles schildern. Denn sonst werden aus leichten Schlafproblemen schnell massive Schlafstörungen.
Viel Glück!


DerLeibhaftige
Geschrieben

Versuche, einen Termin im Schlaflabor zu bekommen.



Schlaflabor bringt nur was, wenn man Probleme BEIM Schlafen hat, nicht wenn man gar nicht erst ans pennen kommt. Da war ich mal, konnte nicht pennen, dann bin ich wieder nach Hause...

Wenn ich (was selten vorkommt) nicht schlafen kann, gibts ein paar Sachen, die mir helfen.
1. ich steh wieder auf, und versuche was Sinnvolles zu mache. Rumrollen machts eher schlimmer
2. Ich denke dran, WAS ich jetzt tun müsste, und keinen Bock drauf habe... Z.B. Hemden bügeln... Dann schläft sichs gleich 3x so gut
3. ein Glas Rotwein wirkt wunder!
4. last but not least: Sex!


DickeElfeBln
Geschrieben

lass es nicht zu lange schleifen um dir nur rat...im forum zu suchen.
bei mir haben sich *leichte probleme* zu einem "Restless-Legs-Syndrom" entwickelt, weil ich mir auch einredete, es alleine hinzubekommen


Geschrieben

Schlaflabor bringt nur was, wenn man Probleme BEIM Schlafen hat, nicht wenn man gar nicht erst ans pennen kommt. Da war ich mal, konnte nicht pennen, dann bin ich wieder nach Hause...



Empfehle dein Schlaflabor bitte nicht weiter!


DerLeibhaftige
Geschrieben

vielleicht hängt das auch etwas davon ab, was man herausfinden will. Bei mir gings um Schlafapnoe, da bringts halt wirklich nichts, wenn man nicht pennt.


DickeElfeBln
Geschrieben

vielleicht hängt das auch etwas davon ab, was man herausfinden will. Bei mir gings um Schlafapnoe, da bringts halt wirklich nichts, wenn man nicht pennt.


doch, denn die aufzeichnungen geben hinweise - und sekundschlaf wird auch ausgewertet


Geschrieben

Könnte sein, daß du unter der Woche so "unter Strom" stehst, jobmäßig, abends dann aus Sorge, daß du den Wecker am nächsten Morgen nicht hörst, daß dich das unter der Woche hemmt in den Schlaf zu kommen.


Ja, ich denke, das könnte ein Grund sein. Bin Praktikantin, mein Praktikum endet bald und ich hoffe, danach übernommen zu werden... da kann ich es mir nicht leisten, morgens nicht pünktlich aus dem Bett zu kommen...


4. last but not least: Sex!



Schon probiert, bringt nichts


Tristania_
Geschrieben

Ich sehe es genauso wie @ Geile.
Deine Angst, früh zu verschlafen, hindert Dich, in den Schlaf zu kommen.
Das Problem habe ich auch, wenn ich einen wichtigen Termin habe oder verreise, wo ich an feste Zeiten gebunden bin, die ich keinesfalls verpassen darf.

Das, was mir geholfen hat, war, meinem Kopf zu verbieten, darüber nachzudenken und mich so weiter hochzuschaukeln und die Angst so zu nähren.
Je mehr Du Dich diesbezüglich unter Druck setzt, umso weniger Ruhe wirst Du finden.
Dass Du die Finger von Schlaftabletten läßt, finde ich gut.
Vielleicht solltest Du vor dem Schlafengehen Tagebuch schreiben - am Besten bei einer Tasse Tee. So beugst Du möglicher Grübelei vor und kommst Deinem Problem, was Dich nicht in den Schlaf finden läßt, eher auf die Schliche.


Ein kleines Ritual, was mir auch die Unruhe nimmt: Putzen. Ich kann dabei herrlich nachdenken.


Geschrieben

Schlaflabor halte ich für ganz leicht übertrieben. Du bist unter der Woche unter Umständen geistig unter Spannung aber körperlich nicht ausgelastet - ne Runde Sport oder ein Spaziergang in der Mittagspause oder am Abend (aber nicht zu knapp vorm Schlafen) und das könnte schon viel besser klappen. Und nachmittags/abends kein Koffein/Tein mehr und kurz vorm Schlafen auch keine großen/schweren Mahlzeiten.


Engelschen_72
Geschrieben

.... mein Praktikum endet bald und ich hoffe, danach übernommen zu werden... da kann ich es mir nicht leisten, morgens nicht pünktlich aus dem Bett zu kommen...


Dinge, die einen nicht zur Ruhe kommen lassen. Gedanken, die kreisen.
Ich kann das sehr gut nachvollziehen!

Mir hat eine zeitlang schwimmen gehen gut geholfen!
Ich mußte mir zwar oftmals selber in den Arsch treten, habe mich dann aber mit ein paar "Keine-Ausrede-parat"-Tricks (die Tasche stand schon gepackt bereit oder lag direkt im Auto) gezwungen, abends noch für `ne Stunde ein paar Bahnen zu ziehen.
Danach war mein Kopf meist frei und ich hab geschlafen wie ein Baby.


harrybosch0000
Geschrieben

was Du beschreibst (Ärgern über das Wachliegen) ist der typische Teufelskreis bei Schlafstörungen, der leider dazu führt, dass man erst recht nicht schläft (weil der Ärger ja aktiviert). man sollte möglichst nicht auf die Uhr schauen ("2 Uhr und ich schlafe immer noch nicht, verdammt"), sich von unangenehmen Gedanken eher ablenken (evtl. hilft es, auf den Atem zu achten). am besten wäre natürlich, sich nicht darüber zu ärgern, dass man wach liegt und nicht schlafen kann.
eine Frage wäre, wann Du ins Bett gehst (auch wenn Du dann evtl. noch nicht schläfst) und wann Du morgens aufstehst und wie lange die Schlafprobleme schon anhalten? man sollte nicht zu lange im Bett liegen (z.B. 9 Stunden und länger), dadurch wird der Schlaf eher schlechter und der Tiefschlaf und die Schlafarchitektur (mit verschiedenen Schlafphasen) geht evtl. verloren. eine Art Schlafrestriktion kann helfen (d.h. die Zeit im Bett verkürzen, auch wenn man damit kurzfristig evtl. noch weniger schläft), allerdings kann es einige Wochen dauern, bis das einen Effekt ergibt. dabei sollte man eher spät ins Bett gehen (wenn man richtig müde ist), nicht im Bett TV gucken oder lesen, tagsüber nicht im Bett schlafen (sonst kann man später schlechter einschlafen) und maximal 7 Stunden im Bett liegen (aber nicht unter 5 Stunden gehen!). auf Medikamente (machen evtl. abhängig, wenn sie wirken abhängig) und Alkohol würde ich verzichten.

es klingt so, als ob es der Stress im Beruf ist, der Dich nicht schlafen lässt. machst Du Dir evtl. (zu) große Sorgen, nicht übernommen zu werden oder einen Fehler im Job zu machen? kannst Du da mit jemanden drüber reden? wenn es länger anhält und Du darunter leidest, würde ich Dir ebenfalls eine kognitive Verhaltenstherapie empfeheln. ich hatte mal ca. 3 Wochen deutliche Einschlafprobleme als ich meine Abschlussprüfungen hatte, danach war es wieder okay.


Liebegesucht001
Geschrieben

@wolfsgirl...
mein erster Tipp wäre, wenn es dich schon so sehr belastet dass du durch den wenigen Nachtschlaf auf Arbeit einnickst...
lass es durch einen Arzt abklären. es ist ein Unterschied ob man Einschlaf- oder Durchschlafprobleme hat, diese haben nämlich verschiedene Ursachen
mein zweiter Tipp.... heiß duschen puscht den Körper möglicherweise zu sehr auf, nimm lieber ein Entspannungsbad in der Wanne mit warmen Wasser und Zusätzen
dritter Tipp.... nicht im Bett lesen, es ist zum Schlafen da... sondern sich müde lesen, dann in die Federn
vierter Tipp... das Zimmer nicht "überheizen", vorher nochmal richtig Sauerstoff reinlassen
Lärm von draussen kann auch schädlich sein
einige Stunden vor Schlafen keine Zigarette, keinen Kaffee, grünen Tee, keine Cola( Coffein)
zum einschlafen eine Tasse Milch mit Honig(Omas Hausmittel ;-) oder auch ein Stück schoki /banane... es sind Stoffe drin die den Einschlaf fördern
kein anstrengendes Joggen vor zu Bett gehen, aber ein Spaziergang, bei dem du nämlich deine Gedanken etwas "runterfährst"
der Arzt kann also auch organische Ursachen feststellen
wie z bsp Magen- Darm Probleme, Rheuma, Bluthochdruck
und es gibt noch eine Möglichkeit
lerne Entspannungstechniken wie z. Bsp Autogenes Training

warte also nicht zu lange, denn wer dauermüde auf Arbeit ist... macht keinen guten Eindruck


Geschrieben

Hi ,
dir fehlt einfach frische Luft
So ein Spaziergang durch den Wald oder um einen See bewirkt oft Wunder.
Gruß Gaby


Engelschen_72
Geschrieben

Ich glaube, daß was du ansprichst, ist auch ein guter Aspekt @Gaby.
In Köln bin ich zwar auch mal an die Luft gegangen, aber meistens doch mit dem Auto unterwegs, auf die Arbeit und heim.

Hier jetzt muß ich mindestens 3 mal am Tag mit den Hunden raus. Die interessiert es nicht, ob ich dazu Lust habe oder nicht.
Seit September letzten Jahres schlafe ich wieder und merk jetzt erst, was fast 1 1/2 Jahre Schlafstörungen wirklich für ein Mist sind.
Sicherlich ist auch viel an Stress durch den alten Job weggefallen, aber mit einen Grund sehe ich in der vielen frischen Luft.


Tristania_
Geschrieben

Was mir bei mir aufgefallen ist:
Geräusche in der Wohnung ... bei den Nachbarn ... durch die Kater ... lassen mich immer wieder aus dem Schlaf hochfahren.

Zusätzliche Hilfe beim Ein- UND Durchschlafen gab mir Ohropax.
Das dämpft die Geräusche genug und den Wecker -sofern nicht ZU leise- überhört man nicht.
Seit der Verwendung schlafe ich wie ein Stein und verschlafe es trotzdem nicht.


Geschrieben

Geräusche in der Wohnung ... bei den Nachbarn ... durch die Kater ... lassen mich immer wieder aus dem Schlaf hochfahren.


das mag jetzt mal als beweis dafür dienen das es keine allgemeingültigen regeln für einen guten oder schlechten schlaf gibt .

bei mir ist es nämlich genau umgekehrt , ich mag , mehr oder weniger , vertraute geräusche um gut einschlafen zu können .
da ich direkt am rande eines gebirges wohne ist , gerade im sommer , immer eine geräuschkulisse im hintergrund :
die bäume rauschen bei wind oder regen trommelt auf die blätter , nachtvögel rufen oder igel schnaufen , es ist nachts immer was los und ich mag es , das ist genau die geräuschkulisse bei der ich bestens einschlafe .


Tristania_
Geschrieben

Bei mir müßte allerdings noch angemerkt werden, dass ich Nachwuchs habe.
Seit den Zwergen habe ich einen extrem leichten Schlaf --&gt daher das Ohropax.

Im Sommer im Freibad finde ich die Geräuschkulisse auch nicht als störend - eher als ungemein einschläfernd.


Geschrieben

@ Schmuselöwe

es sind ja auch zwei unterschiedliche Arten von Geräuschen.

Es gibt ja Entspannungs-CDs mit Waldgeräuschen. Wenn diese Geräusche störend wären, dann würde man diese CDs nicht verkaufen können....


Geschrieben

Hatte ich früher auch mal. Schaust du im Bett TV oder liest? Wenn ja würde ich das sein lassen. Ich hatte früher im Bett noch TV gesehen. So 1-2Wochen nachdem ich das nicht mehr gemacht habe konnte ich viel besser einschlafen.


Geschrieben (bearbeitet)

[URL="../dreamseller"][/URL]@ dreamseller

ne wald-cd brauch ich ja nicht , ich mach einfach das fenster auf .

ich glaube aber trotzdem das es ein psychologisches problem ist .
wer die hintergrundgeräusche seiner schlafumgebung , bewußt oder unbewußt , als störgeräusche betrachtet und schon fast darauf wartet sich davon stören zu lassen und sich darüber zu ärgern den werden sie wirklich stören .
nimmt jemand die geräusche als gegebene und "natürliche" hintergrundgeräusche wahr wird es im leichter fallen sie zu akzeptieren und sanft und selig entschlummern , solange es nicht wirklich massive störungen sind .


bearbeitet von Schmuseloewe51
Geschrieben (bearbeitet)

Wenn die Hintergrundgeräusche ein einigermaßen sich wiederholendes Muster haben dann geht das (z.B. Pendeluhr). Wenn es keine Regelmäßigkeit gibt dann wird es schwierig.
Natürlich spielt auch eine Rolle wie gereizt / gestresst man ist.


bearbeitet von Dreamseller
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