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Ist Monogamie noch zeitgemäß?

Ist Monogamie noch zeitgemäß?  

101 Stimmen

  1. 1. Ist Monogamie noch zeitgemäß?



Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Moin, moin zusammen!

Mich interessiert, was Ihr darüber denkt.



Ist Monogamie noch zeitgemäß?
Ist der Mensch überhaupt dafür gemacht?



Okay… Oma und Opa sind sich höchstwahrscheinlich immer treu geblieben, so wie sie es sich versprochen haben. Die wurden ja auch durch verschiedene Umstände zusätzlich aneinander gebunden. Nennen wir es mal “schlechte Zeiten” und durch das Rollenverständnis.




Schlüppadieb
Geschrieben


beziehungsmäßig, sexuell ?


Geschrieben

@Prickel: Ich befürchte, wir haben das Problem, dass wir uns nicht verstehen

Meine Antwort lautet: Ja


nick999999
Geschrieben

Das sollte jeder für sich selbst entscheiden.


Geschrieben

@nick999999: Puh!



Dann ist das Thema ja damit erledigt. Oder wie?????

Ich fass es nicht!


Cunnix
Geschrieben

Also, als ich vor paar Jahrzehnten geheiratet hatte, wollte ich monogam sein.

Jetzt, nach 24 Jahren Single-Dasein halte ich überhaupt nichts mehr davon!


blulagoon
Geschrieben (bearbeitet)

Sexuelle Zurückhaltung früherer Zeiten war wohl auch immer an die einfachen Lebensbedingungen der kleinen Leute gebunden, die hart körperlich arbeiten mussten. Die Reichen und Adeligen waren hier seit jeher viel offenherziger. Ehen wurden (und werden) sowieso nur aus politischen, oder finanziellen Gründen geschlossen und mit wem man sich ansonsten vergnügte, hatte damit nicht zwangsweise etwas zu tun. Die besseren Herren vergangener Zeiten, die sich systematisch durch ihre Hofstaaten gevögelt haben, müssen nach heutiger Betrachtung als Sexsüchtig bezeichnet werden.


bearbeitet von blulagoon
Geschrieben (bearbeitet)

Ist Monogamie noch zeitgemäß?

Jein. Zumindest ist sie ökonomisch nicht mehr zwingend. Frauen kommen auch ohne "Ernäherer/Beschützer" ganz gut durch das Leben.


Ist der Mensch überhaupt dafür gemacht?

Eigentlich ja. Aufzucht von Nachkommenschaft ist ein Projekt auf anderthalb Jahrzehnte, und dafür ist eine stabile 2er-Partnerschaft von erheblichem Vorteil. Jetzt mal von segensreichen Errungenschaften wie Sozialstaat abgesehen. Diese Umstände sind entwicklungsgeschichtlich gesehen das allerneueste, und das genetische Erbe der Menschheit hat sich noch nicht darauf eingestellt.

Wir leben also unter Umständen, die die Evolution noch gar nicht berücksichtigen konnte. Und deshalb zum Teil mit genetisch vorbestimmten Verhaltensmustern, die gar nicht richtig auf unsere Lebensumstände passen.

Wir müssen das beste daraus machen.


bearbeitet von SommerBrise
Geschrieben (bearbeitet)

Eigentlich ja. Aufzucht von Nachkommenschaft ist ein Projekt auf anderthalb Jahrzehnte, und dafür ist eine stabile 2er-Partnerschaft von erheblichem Vorteil.


Ist das wirklich so?
Könnten nicht auch andere denkbare Lebensgemeinschaften, zB Großfamilie, emotionalen und wirtschaftlichen Halt geben?




Jetzt mal von segensreichen Errungenschaften wie Sozialstaat abgesehen. Diese Umstände sind entwicklungsgeschichtlich gesehen das allerneueste, und das genetische Erbe der Menschheit hat sich noch nicht darauf eingestellt.



Wie ist es in anderen Kulturen?


Wir leben also unter Umständen, die die Evolution noch gar nicht berücksichtigen konnte. Und deshalb zum Teil mit genetisch vorbestimmten Verhaltensmustern, die gar nicht richtig auf unsere Lebensumstände passen.


Genetisch vorbedingt? Bist Du sicher? Ist es nicht viel mehr ein ein politisches und/oder religiöses Relikt?


bearbeitet von velvetviolence
"religiös", nicht "kirchlich"
Geschrieben

ich bin tatsächlich der meinung,das man das nicht generell sagen kann.
jeder mensch ist ein individuum,es kommt darauf an,ob man selbst sich vorstellen kann,vorstellen will treu zu sein oder ob man..warum auch immer..seine freiheit höher schätzt als die treue.

mir persönlich wäre körperliche treue bei einem mann völlig unwichtig.
weil sie..in meinen augen..verlogen ist..niemand begehrt nur einen menschen sein leben lang.

insofern fände ich es aufrichtiger,wenn auch sehr unkonventionell..wenn es normal wäre,das jeder,der will..die möglichkeit hat,einen kleinen harem zu besitzen.

egal ob frau oder mann...wie auch immer..fände ich persönlich ehrlicher..
aber..meine gedanken waren schon immer unkonventionell..insofern bin ich mir sicher,das die massen anderer meinung sind,lächel..


nick999999
Geschrieben

In früheren JAhren wurden die Kinder nicht im zweierverband der Eltern erzogen, Sondern im Familienverband oder der Sippe.

Das hat mehr Sinn gemacht, da die Sterblichkeit doch sehr hoch lag.

Ob monogamie, vielehe oder was auch immer, mus sjeder selbst mit sich ausmachen, und einen Partner suchen der damit umgehen kann.


Geschrieben

...insofern bin ich mir sicher,das die massen anderer meinung sind,lächel..



Da bin ich mir nicht so sicher

Du weißt sicher genauso gut wie ich, wieviele Männer vorgeben treu zu sein


Geschrieben (bearbeitet)

joh,seh ich wie nick....

stimmt auch wieder..

na,ich meinte mehr..ich denke das die massen derer..die kleinen massen halt,lächel..für die monogamie ne lanze brechen werden.

die meisten frauen befürworten sie und die wenigsten männer äussern sich öffentlich zum thema untreue leben..ist mir zumindest insgesamt so aufgefallen.

nur..nach meiner definition wäre es keine untreue..denn es wäre einfach die andere mögliche variante eines lebensstiles.
wenen sich immer menschen finden,die diese einstellung teilen,ist es ja genausowenig betrug am partner wie bei swingern beispielsweise..


bearbeitet von blaselfchen
hannah65
Geschrieben

Ich glaube, die Monogamie wurde erfunden, als die Lebenserwartung noch sehr gering war...

Außerdem halte ich sie für eine männlicher Erfindung für Frauen, wollte man doch sicher stellen, dass er nur seine Kinder durchfüttert. Und die Frauen hielten sich weitestgehend (auch zwangsweise) daran, denn schließlich konnten sie ja nicht so gut selber für den Unterhalt für sich und ihre Kinder sorgen. Das ist jetzt zum Glück anders,

Wie sehr sich die Männer in alten Zeiten selber an das Dogma der Monogamie hielten, wurde ja schon geschrieben.

Dass der Mensch für die Monogamie "gemacht" wurde, bezweifel ich. Die ursprüngliche Lebensweise des Menschen ist, wie bei den Primaten, doch eher in der Sippe. Die Familie, die Monogamie, ergab sich erst im Laufe der Zivilisation.


Geschrieben



Wie ist es in anderen Kulturen?



Leben wir in einer anderen Kultur?


LG xray666


Rayn25
Geschrieben

In anderen Kulturn wie zum Beispiel im Orient ist es so das der man nicht Monogam ist jedoch die Frau schon,siehe Harem (zu mindest war es vor ein paar Jahrzenten noch so wie es jetzt ist weiß ich auch nicht genau denke aber mal das sich da nicht viel dran geändert hat).In unserer heutigen Gesellschaft kann man das nicht mehr so einfach sagen monogam oder nicht.Wir sind doch alle größtenteils Weltoffener geworden und wissen eigentlich auch was wir wollen.Demzufolge ist dieses Thema auch nicht mehr mit Schwarz und Weiß zu betrachten sondern man muss schonmal einige Grautöne mit einfließen lassen.Ich kenne zum Beispiel Singels die sind monogam und werdn es auch bleiben da gibt es garnichts daran zu rütteln.Wiederum kenn ich aber auch Paare die gleichermaßen ihre sexuellen Gelüste mit anderen in einer Affäre oder ähnlichen Beziehungen ausleben,dennoch aber mit ihrem Partner zusammen leben und auch genauso mit ihnen schalfen.Ich denke mal das ist von Mensch zu Mensch verschieden,und jeder muss nach seiner Fasson glücklich werden.


Geschrieben

...Ich kenne zum Beispiel Singels die sind monogam und werdn es auch bleiben da gibt es garnichts daran zu rütteln...



Wie meinst Du das?
Entweder jemand ist single, also "alleine" oder jemand bindet sich sexuell an 1 Person, also monogam.


Also ich bin auch monogam. Jeden Tag auf´s Neue. Manchmal sogar mehrmals


Rayn25
Geschrieben (bearbeitet)

Ich meinte das so das diese Singles wenn sie sich binden monogam bleiben.Tut mir leid hätte ich dazu schreiben sollen.Sie binden sich dann sexuell gesehen nur an eine Person.


bearbeitet von Rayn25
Ballou1957
Geschrieben

Interessant ist, dass immer an diesem schönen Bild festgehalten wird, dass es bei Monogamie darum gegangen wäre, sich auf einen Partner festzulegen.
Tatsächlich war historisch Monogamie nichts anderes als die Festlegung auf einen Partner für die Zeugung von Kindern, die dann auch Erbansprüche hatten - und ging einher mit der Erbrechtslosigkeit von Bastarden, die ursrünglich nichts anderes waren, als uneheliche Kinder, die keinen Erbanspruch hatten.

Über Jahrhunderte weg war die übliche Basis für Eheschließungen das Erlangen von wirtschaftllichen Vorteilen - Existenzssicherung, Zugewinn von Land, Geld, und Arbeitskraft - und Liebesheiraten bildeten tatsächlich die Ausnahme.

Vor diesem Hintergrund ist Monogamie absolut nicht mehr zeitgemäß, da die historische Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau nicht mehr erforderlich ist, um Erbansprüche und/oder wirtschaftliche Überlebensfähigkeit zu sichern.

Eine ganz andere Frage ist für mich, der Sinn monogamer Lebensweise als freier Entscheidung, weil die entsprechende Gefühlsbasis vorhanden ist.

Und da ist es mir - mal etwas salopp gesagt - schietegal, ob es zeitgemäß ist oder nicht Das einzig Relevante ist dabei für mich, dass zwei erwachsene Menschen eine solche Entscheidung frei von irgendwelchen Fragen treffen sollten, ob es zeitgemäß sei oder nicht.

Sie müssen nämlich selbst wissen, ob sie damit glücklich und zufrieden sind oder nicht. Wer sich da von einer solchen Frage leiten läßt, ob sein Verhalten zeitgemäß sei, sollte erst mal noch ne Weile alleine leben und erwachsen werden - mit dem nötigen Maß an Souveränität und Gleichgültigkeit gegenüber Konventionen.


Geschrieben

Na,ja, prinzipiell finde ich schon, dass Monogamie immer noch etwas zeitgemässes hat, weil es nichts mit der Epoche, in der wir nun mal leben, zu tun hat, sondern mit einer allgemeinen, uns eigenen , Auffassung von "Liebe"!
Liebe teilt man nicht! Jedenfalls nicht in unseren Breitengraden!
Selbst Swingerpaare sagen, dass sie Sex teilen können, aber nicht Liebe, was bedeutet, dass der/die Dritte, Vierte...leider das Nachsehen hätte!
In anderen Kulturen, Orient, Afrika...ist Vielweiberei verbreitet, aber auch da haben Frauen die A....karte, weil nur der Mann Anrecht auf Polygamie hat! Warum eigentlich? In der heutigen Zeit?


Rayn25
Geschrieben

Das hat was mit Tradition bei denen zu tun.Die sind nicht so schnelllebig und weltoffen und aufgeschlossen wie wir.Die leben ihre alten Mythen und Rythen noch aus.


Cunnix
Geschrieben

Monogamie biologisch betrachtet

Die Biologie unterscheidet zwischen sozialer und sexueller Monogamie. Soziale Monogamie beschränkt sich auf die gemeinsame Aufzucht der Jungen und bezieht neben dem Aufzuchtspartner noch weitere Sexualkontakte mit ein.

Wem sich nun eine Parallele zu menschlichem Paar(ungs)verhalten aufdrängt, der irrt nicht. So zeigen neuere anthropologische Untersuchungen, dass streng eingehaltene Monogamie unter Menschen eher selten zu beobachten ist. Und dies nicht erst seit dem Ruf der Hippies nach Freier Liebe in den wilden 60er Jahren oder in unseren übersexualisierten Zeiten, sondern in sämtlichen Epochen der Menschheitsgeschichte, bis zurück in die Prähistorie.

Vögel gelten als durchweg monogame Lebewesen (Höckerschwäne gehen beispielsweise lebenslange soziale und sexuelle Bindungen ein), doch auch bei dieser Spezies kommt das geflügelte Wort vom Kuckuckskind nicht von ungefähr. Genetische Untersuchungen belegen, dass ein Großteil der Jungtiere nicht von dem Männchen gezeugt wurde, das sich in der festen Paarbindung um seinen Nachwuchs kümmert.

Dass auch dies auf den Menschen übertragbar ist, kommt vielleicht nicht ganz überraschend.
Anhand von Untersuchungen rezessiver Erbanlagen konnte festgestellt werden, dass in bestimmten Ländern und Regionen bis zu 30% aller Kinder, die in monogamen Partnerschaften aufwachsen, außerhalb dieser Beziehungen gezeugt wurden.

©lebenspartnerschaft-eheaehnliche-gemeinschaft.suite101


Ballou1957
Geschrieben

Anhand von Untersuchungen rezessiver Erbanlagen konnte festgestellt werden, dass in bestimmten Ländern und Regionen bis zu 30% aller Kinder, die in monogamen Partnerschaften aufwachsen, außerhalb dieser Beziehungen gezeugt wurden.



So isses und so war es bereits vor 2000 Jahren. Nur dass das mit der Aufzucht nicht stimmt, denn die gab es vorher in der Sippe und die Mehrzahl der Ehen fanden übrigens bis in dieses Jahrhundert ebenfalls in sippenähnlichen Großfamilien statt. Interessant war tatsächlich das Erbrecht und damit meist die Sicherung der Existenzgrundlage für die Familienverbände.

@Ryan25 - weshalb die Ablehnung von Monogamie per se fortschrittlich und aufgeschlossen sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis und ich zweifle es aus eigener Erfahrung an: dazu kenne ich zuviele, die ihren Dödel in alles hängen, was nicht bei drei auf dem Baum ist - aber dermaßen engstirnig und rückständig sind, dass ich es als Maßstab für Weltoffenheit verwerfen würde!


Rayn25
Geschrieben

Das was ich eben geschrieben hatte mit Tradition und Weltoffenheit war nicht auf die Monogamie bezogen sondern auf die Lebensweise die die einzelnen Völker führen.Und das die Ablehnung der Monogamie Weltoffenheit und Fortschrittlichkeit bedeutet habe ich auch nicht gesagt.Zu mindest war es nicht darauf bezogen


Meerweib
Geschrieben



Vögel gelten als durchweg monogame Lebewesen



Kann man so auch nicht sagen. Gegenbeispiel wären z.B. Hühnervögel.


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