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Die traurige Geschichte hinter dem Fremdgehen

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

So, oder ähnlich ist es nun schon häufiger in meinem Freundeskreis geschehen:


Ein Paar ist schon seit Jahren zusammen. Das Haus / Die Wohnung ist gekauft. Beide arbeiten und ziehen die Kinder groß. Meist arbeitet der Mann etwas mehr, dafür ist die Frau etwas mehr zu Hause. Alles in Allem ist der Alltag vollgestopft mit Pflichten (Arbeit, Haushalt), Familienleben (Kinder erziehen, Kinder versorgen, Familienfreizeit) und Freizeitstress (man will sein soziales Umfeld ja nicht vernachlässigen). Es gibt viele Tage an denen das Paar einfach zu müde ist, um an Sex zu denken.

Allerdings wächst in dem Mann eine Frustration. Er hat mehr Lust auf Sex, als seine Frau und entsprechend ist er auch eher der Initiator. Manchmal hat die Frau Lust, manchmal nicht. Das ganze Thema beginnt, unangenehm zu werden. Er fühlt sich mehr und mehr abgewiesen. Sie fühlt sich bei jeder Zärtlichkeit bedrängt. Nach einigen teils sehr emotionalen, aber fruchtlosen Gesprächen über dieses Thema stellt sich eine gewisse Traurigkeit beim Mann ein. Er fühlt sich nicht mehr gewollt und er möchte nicht mehr nur Sex haben, wenn die Frau es zulässt. Nicht mehr „um Sex betteln“, oder „mal ran dürfen“. Die Frau lässt sich nichts anmerken und scheint kein Bedürfnis nach Sex zu haben. Maximal kuscheln. Auf Ihre Lust angesprochen, kommen ausweichende Antworten, wie „ach, ich bin meist viel zu müde, und wenn, dann mach ich es mir halt mal selber. Ist auch schön. Ich brauche das nicht so häufig.“

Der Mann sucht ein Ventil für seine Lust und findet es im Bordell, oder in einer Affäre. Beides kann er gut verheimlichen und stellt somit die Stabilität in der Beziehung wieder her. Das Thema Sex ist „outgesourced“. Allerdings entfernt er sich langsam immer mehr von ihr. Je weniger Sex er mit seiner Frau hat, umso weniger zärtlich, sensibel und aufmerksam wird er ihr gegenüber. Die Frau fühlt die wachsende Lieblosigkeit und fängt nun ihrerseits an zu Leiden. Alle Zeichen stehen früher oder später auf Trennung. Zu viele Verletzungen, zu viel Frust und Abweisung haben sich angehäuft.

Liebe Paare: Kennt Ihr diese Geschichte? Wie seid Ihr Euch wieder näher gekommen? Oder habt Ihr einen Schnitt gemacht und seid jetzt gute Freunde?
Liebe Frauen, Liebe Männer: Wie sieht die Geschichte aus Eurer Sicht aus? Gibt es an irgendeinem Punkt in der Geschichte Hoffnung? Oder eine andere Lösung?


Busensucht
Geschrieben

Die Geschichte kenne ich


SabrinaohneSub
Geschrieben

arme Männer

Wahrscheinlich ist die Ehefrau wirklich zu müde, Haushalt, Kinder
gesellschaftlichen Umgang pflegen wahrscheinlich auch noch
arbeiten.......


Früher gab es das Recht auf den ehelichen Beischlaf, jetzt nicht mehr, dumm gelaufen


Aber keine Sorge, das gibt es auch andersrum


Busensucht
Geschrieben

Das Recht auf ehelichen Beischlaf würd ich dann eh nicht in Anspruch nehmen....wer hat denn da Lust drauf....?


SabrinaohneSub
Geschrieben

Vielleicht sollte man dann mal gucken, was man aus dem vollgestopften Alltag raus nehmen könnte, wer halt auf allen Hochzeiten tanzen will


Mopeder
Geschrieben

...Oder eine andere Lösung?



Ganz auf Sex verzichten, ging fast 20 Jahre gut.


Busensucht
Geschrieben

Ganz auf Sex verzichten, ging fast 20 Jahre gut.




geht gaaaaar nicht.....


SabrinaohneSub
Geschrieben

Ganz auf Sex verzichten, ging fast 20 Jahre gut.




Wenn der Sex outgesourced wird bei klaren Regeln, geht das schon


Geschrieben

arme Männer

Wahrscheinlich ist die Ehefrau wirklich zu müde, Haushalt, Kinder
gesellschaftlichen Umgang pflegen wahrscheinlich auch noch
arbeiten.......



Dies soll kein "arme Männer, böse Frauen Thread sein".
Ich finde es in der Tat sehr traurig, dass weder Mann noch Frau einen Ausweg aus dem Dilemma finden. Beide tragen ihr Schärflein zum Untergang bei.

Was die Müdigkeit angeht: Beide sind gleich platt und gestresst.

Nur scheint es eben so, dass Männer die Nähe zum Partner (welche sich in einer gelebten Sexualität ausdrückt) viel schneller vermissen während die Frauen die Nähe in dem Augenblick vermissen, wo die Männer lieblos im Umgang werden.


DirtyLoverXL
Geschrieben

Braucht es echt noch einen weiteren Fremdgeh-Tröd? Ich kann diesen ewigen Sermon, dass nur Treue oder Trennung langfristig eine Lösung sind, echt nicht mehr hören. Und das würde ich auch so empfinden, wenn ich einer dieser Ideologien anhängen würde. Kaum jemand geht ohne "guten" , d.h. ernsthaften, Grund fremd, dass jemand wirklich nur aus Spaß durch die Gegend vögelt, obwohl er oder sie in einer Beziehung ist, kommt nur selten vor. Aber keinen von beiden - weder den Fremdgeher, noch den Spaßvögler, wird man durch solche Diskussionen zu einer Änderung seines Verhaltens bewegen können. Sie steigern nur die gegenseitigen Ressentiments.


bipaarreif1234
Geschrieben

Ich sehe das so ähnlich auch bei meinen Kindern mit Sorge.

Vielleicht sollte man dann mal gucken, was man aus dem vollgestopften Alltag raus nehmen könnte...


Sicher ein wesentlicher Ansatz. Die vorhandenen Strukturen durchdenken und neu ordnen.
Am leichtesten ist es sicher, wenn der finanzielle Rahmen nicht allzu eng gesteckt ist. Dann ist es eher möglich, sich Freiräume als Paar zu schaffen, mal ein Wochenende alleine weg, eine Veranstaltung besuchen, nach der man nicht gleich nachhaus fährt. Dafür brauchts dann mal die Großeltern, sonstige Verwandte, Freunde mit Kindern im gleichen Alter, wo die Kiddys mal übernachten können. Babysitter ...

Je nach Alter der Kinder kann und sollte man sie auch am Haushalt beteiligen, um Entlastung für alle zu schaffen.
Am "Freizeitstress" lässt sich sicher auch sparen. Das soziale Umfeld ist etwas weniger wichtig als der Partner.

Oft fehlt es auch an den kleinen Komplimenten und Berührungen einfach so im Vorbeigehen. Ein schneller flüchtiger oder auch inniger Kuss einfach mal so, ein Indenarmnehmen. Mal wieder sagen, dass sie/er die schönste Frau/Mann ist u.ä.
Irgendeine Kleinigkeit von unterwegs mitbringen ohne Anlass wie Geburtstag und ich rede da nicht von den "nützlichen" Sachen. Socken kann sich jeder alleine kaufen.

Man kann sicher einiges tun, um den Alltag aufzuhellen, um daraus Nektar für einige Zeit zu ziehen.
Von einem gelungenen langen Wochenende zu zweit kann man ganz schön lange zehren, insbesondere wenn ein nächstes in Aussicht steht.

Wenn nur beide vor sich hin "bocken", wird das nichts.

Sie


Mopeder
Geschrieben

Wenn der Sex outgesourced wird bei klaren Regeln, geht das schon



Outsourcen ist kein Verzicht, oder?

Das ist dann doch also die Standard-Lösung, zu der jedes Ehepaar irgendwann greift.


Geschrieben

So, oder ähnlich ist es nun schon häufiger in meinem Freundeskreis geschehen:


Ein Paar ist schon seit Jahren zusammen. Das Haus / Die Wohnung ist gekauft. Beide arbeiten und ziehen die Kinder groß. Meist arbeitet der Mann etwas mehr, dafür ist die Frau etwas mehr zu Hause. Alles in Allem ist der Alltag vollgestopft mit Pflichten (Arbeit, Haushalt), Familienleben (Kinder erziehen, Kinder versorgen, Familienfreizeit) und Freizeitstress (man will sein soziales Umfeld ja nicht vernachlässigen). Es gibt viele Tage an denen das Paar einfach zu müde ist, um an Sex zu denken...............



Klingt für mich nach total langweiligen Leuten, beide ohne Hobby, beide strampeln sich ab, ..

Kein zärtliches oder warmes Wort fällt in diesem Beitrag der mich ahnen lassen würde, dass ein liebender aber verzweifelter Mann hinter dieser Story lebt.

Das Leben ist mehr als nur Familie , Arbeit und Alltag. Menschen sind mehr als nur Familie , Arbeit und Alltag. Blödsinn reden und machen, sich necken und sich auch mal überraschen...mal etwas völlig ausgefallenes und anderes machen, obwohl es vielleicht nicht klug ist....es gibt so viele Dinge die man tun kann, man muss nur beginnen sie zu tun...sich zu befreien....


Busensucht
Geschrieben

...aber das mit dem "befreien" liegt nicht jedem...bzw. ist ein Lernprozess...


Geschrieben

...aber das mit dem "befreien" liegt nicht jedem...bzw. ist ein Lernprozess...



Ja...das ist wohl so...deshalb braucht es Leute, die daran erinnern...


Geschrieben

Gibt es an irgendeinem Punkt in der Geschichte Hoffnung? Oder eine andere Lösung?



der partner muss sich neu in seinen partner verlieben.

wenn der sex allerdings schon immer nichts war dann wird er auch danach nicht besser.


Geschrieben

wenn der sex allerdings schon immer nichts war dann wird er auch danach nicht besser.



Stimmt nicht!! Willst du mir sagen jeder war beim ersten mal schon der super Stecher!!!
Da kommt auch wieder der Punkt Kommunikation ins Spiel.. Warum ständig drauf achten was dem Partner gefällt und was nicht?? Da ist Mann auch nicht wirklich bei der Sache.. Einmal klare Worte und ich glaube das kann einiges bewirken.. Vielleicht auch noch nicht gleich zum Supergau, aber eine Verbesserung sollte doch schon zu spüren sein...


Geschrieben


Einmal klare Worte und ich glaube das kann einiges bewirken.. Vielleicht auch noch nicht gleich zum Supergau, aber eine Verbesserung sollte doch schon zu spüren sein...



Da sagste was...jene klaren Worte sind es übrigens auch oft, die leider nicht gesprochen werden, wenn es um andere Dinge im Leben geht. " Kann ich doch so nicht sagen... "... " was sage ich denn jetzt ? " ...wie erkläre ich das denn jetzt ? "...

und überhaupt gilt grundsätzlich : Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden....weil und auch ehrlich währt am Längsten...


Geschrieben

und überhaupt gilt grundsätzlich : Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden....weil und auch ehrlich währt am Längsten...



Glaube oft sind es meistens dann aber doch die Frauen die den Mann vor vollendete Tatsachen stellen so nach dem Motto du hättest es doch merken müssen das ich nicht mehr glücklich bin.. War jetzt nur mal ein Bsp.


Geschrieben

arme Männer

Wahrscheinlich ist die Ehefrau wirklich zu müde, Haushalt, Kinder
gesellschaftlichen Umgang pflegen wahrscheinlich auch noch
arbeiten...

richtig, frau wurde ja nicht gefragt ob sie kinder haben will oder sich beruflich entwickeln will.der mann hat ihr das befohlen


Geschrieben

Glaube oft sind es meistens dann aber doch die Frauen die den Mann vor vollendete Tatsachen stellen.......



Jeder löffelt seine Suppe so, wie er es gelernt hat


Geschrieben

richtig, frau wurde ja nicht gefragt ob sie kinder haben will oder sich beruflich entwickeln will.der mann hat ihr das befohlen



Da stimm ich dir voll und ganz zu, aber die Frauen brauchen doch n Buhmann.. Kenne keine Frau die jemals mit dem Finger auf sich selbst gezeigt hat..

Wenn man die Suppe immer gleich auslöffelt bleibt das ja ein ewiger Teufelskreis..


cuddly_witch
Geschrieben

Das muß ja nicht immer so ausgehen, wie geschildert. Ist ja totaler Horror!

Man muß sich immer so ein bisschen Zweisamkeit aufrecht erhalten und Rituale usw. Dann sollte man schauen, dass man Arbeiten geht um zu leben und Leben um zu arbeiten. Und von den Kindern sollte man sich nicht zuviel auf dem Kopf rumtanzen lassen und sie am besten sehr eigenständig erziehen und denen auch mal vertrauen als Eltern (weil dann hat man öfter mal Ruhe vor den Kids).


Geschrieben (bearbeitet)

@ heat

wenn man einen partner hat der vor dem alltagstrott schon kein grossen spass am sex hatte und manches nicht wollte, dann hat der danach bestimmt nicht mehr nachdem du klare worte gesprochen hast.
es geht hier nicht um kurze beziehungen sondern um langjährige.


bearbeitet von magnifica_70
SabrinaohneSub
Geschrieben

richtig, frau wurde ja nicht gefragt ob sie kinder haben will oder sich beruflich entwickeln will.der mann hat ihr das befohlen




im Allgemeinen gehören zwei dazu

So wie ich es beobachte im Umfeld, ist es leider oft so, dass die
Leute alles wollen, erst mal das Haus, dann schöne Autos, dann
2 mal im Jahr ans Meer möglichst dahin wo's grade angesagt ist, auch mal nett essen gehen mit Freunden
dann die Kinder die natürlich das Beste haben müssen evtl. der
private Kindergarten......
Dann noch Aktivitäten, die im Kindergarten erwartet werden....
so Gruppen-Dinger mit anderen Eltern.

Auch wenn dann Kinder da sind, will man auch auf nix verzichten
und sich auch weiterhin selbst verwirklichen.....auch beruflich
na klar, muss ja auch alles bezahlt werden

Ist alles ein bischen viel oder ??

Ich könnte mir so ein bischen vorstellen, dass da einige überfordert sind und die Zweisamkeit auf der Strecke bleibt.

Das mag nicht bei allen so sein, aber ich seh es bei vielen
Paaren

Es kann wahrscheinlich auch keiner was dazu, es wird ja so suggeriert


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