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Bemerken des Ehebruches/Betruges

Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

Ich würde gerne eine Diskussion darüber anregen, ob es wirklich
möglich ist, nicht zu merken dass der Partner über längere Zeit hin oder auch immer wieder fremd geht. Ich denke, irgendwann wird mal ein oder mehrere Fehler gemacht und die betrügende Person wird
unvorsichtig oder evtl. wird es ihr auch egal, ob sie erwischt wird.
Ich hatte es erst mal nicht bemerkt, weil ich eigentlich ein naiver Mensch bin, aber bald war es nicht mehr zu übersehen,die
Ausreden wurden auch fadenscheiniger.
Vielleicht drückt auch der eine oder andere ein Auge zu und macht weiter wie bisher. Bei mir war es dann so, dass ich den Respekt verloren hatte aufgrund der Scheinheiligkeit.
Es wäre schön, wenn dieser thread ohne persönliche Angriffe und Beleidigungen auskäme.


bearbeitet von SabrinaohneSub
Tristania_
Geschrieben

Ich habe ein äußerst ausgeprägtes Bauchgefühl.
Noch nicht mal zwingend den Betrug
bewusst wahrnehmend, reagiert es.

Ich glaube nicht, dass sich ein Betrug auf Dauer verbergen lässt.
Ich habe bisher noch nie betrogen und werde es auch nicht tun.
Diese von Dir angesprochene Scheinheiligkeit ist mir zuwider.



Geschrieben

Die Scheinheiligkeit hatte mich eigentlich mehr verletzt als
der Betrug an sich.


Geschrieben

Mich hatte es eigentlich eiskalt erwischt, denn meinem Mann hätte ich es alleine aufgrund seines Alters nicht mehr zugetraut.
Das Fremdgehen wäre auch nicht das Thema gewesen, dafür hätte ich noch Verständnis gehabt, denn wir teilten schon geraume Zeit nicht mehr das Ehebett. Unsere Ehe bestand also nur noch auf dem Papier, womit ich mich inzwischen abgefunden hatte.
Der knallharte Bruch kam erst nachdem wir wieder dabei waren uns neu zu entdecken und ich erfuhr, dass er doppelgleisig fuhr. Da waren Achtung und Respekt verloren.


Geschrieben

Doch ich denke schon daß es relativ Problemlos ist, einen Partner auch langfristig an der Nase herumzuführen.

Solange die "Affäre" über die geheimhaltung bescheid weis und das mitträgt oder zumindest nicht aktiv torpediert - easy.
Obwohl ich selber kein guter Lügner bin, das halte ich für echt machbar.
So viele Leute wie immer aus allen Wolken fallen und so planlos wie ich selber war, als ich betrogen wurde....no Problemo.


Ich glaube im Gegenteil eher, daß die Ehebrecher die "ertappt" werden im Grunde genau das wollten und daher vorbewußt achtlos waren.
Weil halt die Eier zum eingestehen fehlen erstmal das entsperrte Handy mit sextings rumliegen lassen o.ä.


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Tristania_
Geschrieben

Um eine Affaire dauerhaft geheimhalten zu können, ist das Verhalten wichtig.

Es darf sich der eigenen Ehefrau/ -mann gegenüber nicht verändern.



Ganz ehrlich?
Würde sich mein Mann nachts beim Schlafen nicht mehr an mich schmiegen und auch so über einen längeren Zeitraum keinen Körperkontakt mehr suchen, wäre ich schon alarmiert. Da brauche ich keinen Blick ins Handy werfen.


Geschrieben

Da schließe ich mich deiner Meinung an, sofern es sich noch um eine intakte Ehe handelt.
Die Veränderungen innerhalb meiner Ehe habe ich schon lange zuvor bemerkt, allerdings vermutete ich bei meinem Mann die vorhandenen gesundheitlichen Probleme und das Alter.


LesbeMH
Geschrieben

Ein sehr interessantes Thema. Wer seinen Partner betrügt, betrügt immer auch sich selbst. Er muss dauernd lügen und Theater spielen und kann nie entspannt er/sie selbst sein. Das stelle ich mir sehr anstrengend vor.

Ob der Partner es immer merken kann? Ich denke, das kommt auf die Gesamtsituation und auf die Sensibilität des betrogenen Partners an. Und auch ganz stark auf das Ausmaß des Fremdgehens. Alle paar Jahre mal ein One Night Stand ist was anderes als eine feste Daueraffaire.


SilentHill_
Geschrieben


Es darf sich der eigenen Ehefrau/ -mann gegenüber nicht verändern.


Ist denn sowas möglich, dass er sich gar nicht verändert? Ich glaub nicht...

Ich habe heute gelesen, dass Frauen (die Geliebte oder Affaire), durch regelmäßgen Sex, an den Mann gebunden werden. Es entsteht eine Bindung.

Keine Ahnung, ob bei allen Männern auch eine Bindung entsteht...nur wenn es so wäre, dann verändert er sich.

Veränderungen spüre ich einfach...


Geschrieben

Die Scheinheiligkeit hatte mich eigentlich mehr verletzt als
der Betrug an sich.



genau dies, also die scheinheiligkeit, die mit der lüge so eng verbunden ist, habe ich im ehebrecherthread bemängelt. das fremdgehen ist sicher verzeihlich, sofern es kommuniziert wird und dem betrogenen nicht das " bauchgefühl" geklaut wird.

dort hast du dich allerdings eindeutig positioniert für dieses aufrechterhalten eines lügenkonstruktes, wie es eine userin praktiziert.

mich verwundert dein schwenk daher gerade ein bisschen.

OT: ich habe einen 6. sinn für lügen, daher ist es ziemlich schwer, mich zu bescheißen. und wenn das passiert, verliere ich jeglichen respekt. da geht es mir wie dir.


SilentHill_
Geschrieben

Auf dem Handy kann heutzertage keiner mehr was festellen....
Wenn der Betrüger technisch auf Zack ist....

unsichtbare Apps...., um Bilder zu verstecken
whats app fake anzeige...
Und und und....

Fremdgänger hatten noch nie soviel Unterstützung....


Geschrieben (bearbeitet)

ich glaube schon, dass man sehr lange fremdgehen kann, ohne dass der partner etwas davon bemerkt... ausser man hat einen partner der ein sehr feines gespür hat oder man unter " beobachtung" steht, bzw man einen eher eifersüchtigen partner hat. kontrollmöglichkeiten gibt es ja.

ich geh zwar grundsätzlich keinem partner fremd, doch wenn ich mich jetzt mal trotzdem in diese situation hinein denke ( als fremdgeherin ) glaube ich nicht, dass ich erwischt werden würde, da die möglichkeiten zum fremdgehen einfach zu gross sind.

es kommt natürlich auch darauf an, wie der alltag jedes einzelnen aussieht, der eine hat mehr gelegenheit.. der andere weniger.

ich denke eher, dass man es am verhalten merkt, als wie daran, dass einer mal einen fehler macht, .. also unvorsichtig ist.

ich käme mir da ziemlich schäbig vor, mein partner könnte das wohl daran merken ( an meinem verhalten ) weil ich mich fragen würde... wie tief ich eigentlich gesunken bin, wo mein stolz hin ist... ständig dieses schauspiel zu spielen.


bearbeitet von magnifica_70
96angel
Geschrieben

Ich meine es reichen Nuancen im Verhalten,das kriegt wohl kaum jemand hin sich nicht ein klein wenig zu ändern.


ricaner
Geschrieben

Es kommt aber wohl auch darauf an welche Priorität der betrogene Partner in seine Ehe legt....

Ich hatte früher mal 6 Jahre lang ein Verhältnis mit einer Verheirateten gehabt und ich denke mal das der Ehemann nie auf die Idee gekommen ist das seine Ehefrau fremd geht....

Er war eher der häusliche Typ und hat sich in seinem Beruf viel engagiert....
Aber er hat seiner Frau auch alle Freiheiten gelassen das sie etwas unternehmen konnte ohne das sie ihm jedesmal gesagt hat was sie macht wenn sie aus dem Haus gegangen ist....


.


Tristania_
Geschrieben

das fremdgehen ist sicher verzeihlich, sofern es kommuniziert wird und dem betrogenen nicht das " bauchgefühl" geklaut wird.


Ersteres ist es für mich nicht, aber in Verbindung mit Letzterem so mies ...

Man fängt an, an sich zu zweifeln und das ist wohl auch so beabsichtigt. Und das alles nur für einen Fick.


Geschrieben


dort hast du dich allerdings eindeutig positioniert für dieses aufrechterhalten eines lügenkonstruktes, wie es eine userin praktiziert.



OT: ich habe einen 6. sinn für lügen, daher ist es ziemlich schwer, mich zu bescheißen. und wenn das passiert, verliere ich jeglichen respekt. da geht es mir wie dir.



Nein, Luna, das verstehst du falsch, ich habe mich nirgends positioniert für das Aufrechterhalten einen Lügenkonstruktes,
ich URTEILE nicht über das was andere tun und nebenbei halte
ich niemanden für unfehlbar und habe für einiges Verständnis,
was Menschen so tun.

Ich mag auch dieses losgehen auf jemanden nicht so besonders,
weil ich nicht in den Schuhen dieser Person gegangen bin.
Ich zweifel auch etwas, dass es wirklich möglich ist, auf Dauer seinen Partner zu hintergehen, evtl. kann es ja auch sein,
dass er nichts davon wissen will und die Augen schliesst, das gibt es, glaub mir.


Den Respekt vor meinem Mann hatte ich nicht aufgrund seines Fremdgehens verloren, hätte er aufrichtig mit mir gesprochen,
als es eindeutig war, dass er fremdging, hätte ich versucht zu verstehen, es gehören immer zwei zu allem, wahrscheinlich
hatte ihm wohl etwas gefehlt.

Diese Scheinheiligkeit an den Tag zu legen und über andere Leute herzuziehen und zu urteilen, aber selbst nicht besser zu sein,
das hat mir den Respekt genommen, auch dass er mich wohl für blöd hielt.


Geschrieben

frauen kneissen sowas generell viel schneller als männer - und sind um einiges geschickter im verbergen und verheimlichen.


Geschrieben

Da widerspreche ich dir


SilentHill_
Geschrieben



Diese Scheinheiligkeit an den Tag zu legen und über andere Leute herzuziehen und zu urteilen, aber selbst nicht besser zu sein,
das hat mir den Respekt genommen, auch dass er mich wohl für blöd hielt.


Die Scheinheiligkeit muss doch gar nicht so scheinheilig sein?
Vielleicht gibts bei manchen Gründe?
Vielleicht sind sie Bisexuell, können es nicht sagen, weil sie eine prüde
Frau daheim haben? Vielleicht hat die Frau sich gehen lassen und ist 3 x so schwer? Und er will die Familie nicht verlassen? Vielleicht ist er aber einfach ein Windhund...


Geschrieben (bearbeitet)

Scheinheilig heisst für mich, zu behaupten, ich bin der oder die
beste und mach sowas nicht oder aus irgendwelchen Gründen über
die Unmoral andere Leute herzuziehen und dann selbst mal die Dinge nicht so genau nehmen.
eben zum Schein heilig

Und dann noch nicht mal dazu stehn, dass man betrogen hat,
ist ja auch egal aus welchen Gründen, die es immer gibt.
Ja gut, verstehen kann ich es auch, wenn jemand sich einfach nicht traut zu outen, vielleicht hat der oder die auch einfach
Angst verlassen zu werden.

Aber darum geht es ja nicht, sondern darum ob es wirklich möglich ist auf Dauer nichts zu merken, wenn man betrogen wird.

Kann man es sich nicht vorstellen, achtet man nicht so genau auf
die Anzeichen, glaubt man den angeblichen hohen moralischen Ansprüchen, die der andere hat.
oder oder........
Es geht mir nicht um Schuldzuweisungen, es interessiert mich einfach


bearbeitet von SabrinaohneSub
Geschrieben

sabrina, als ich anfing, ehezubrechen, war das zufällig in etwa zeitgleich zum tod meines geliebten herrn papas.

klar hab ich mich da verändert und zwar aus beiden gründen. aber scheinbar nicht so sehr, als dass es dem mann komisch vorgekommen wär in richtung ehebrechen - er hat es wohl lediglich auf meinen papa zurückgeführt.

und danach blieb/bleibt mein verhalten konstant. oder nein, das stimmt nicht, ich habe dazwischen immer mal wieder eingelenkt, weil ich mir im bezug auf mich selbst auch nicht ganz sicher war.

von daher...


Epona302
Geschrieben

Ich glaube das Wort " Ehebruch" ist nicht mehr wirklich zeitgemäß wenn ich sehe,wie heutzutage betrogen und beschissen wird. " Ist doch normal fremd zu gehen " sagte kürzlich mal jemand zu mir.

Meine Freundin ging ihrem Mann jahrelang fremd ohne dass der es bemerkt hat, heute weiß ich , warum er es nicht bemerkt hat:Sie lebten aneinander vorbei, er ging den ganzen Tag arbeiten, sie war zu Hause und kümmerte sich um den Haushalt und die Kinder.
Sie hatte ein wenig stark ausgeprägtes Selbstbewusstsein, war etwas dicklich und fühlte sich wertlos. So ließ sie sich auf eine Affaire ein und betrog selbst diese noch mit einzelnen One night stands .
Wie diese Story ausging, kann sich jeder denken.

Er hat es also nicht bemerkt. Aus Erzählungen von meiner Freundin weiß ich, dass er zu Depressionen neigte, sich zu gern in seinen Kellerraum zurückzog um dort an seinem Buch zu schreiben.

Ich persönlich glaube dass es ähnlich in vielen Ehen abläuft. Ich glaube auch, dass diejenigen die fremd gehen, oft schwache Persönlichkeiten sind, bei denen großartige Veränderungen an Verhalten und Ausdruck eh nicht wahrzunehmen sind, auch weil sie vielleicht einen ebensolchen Partner haben.


Geschrieben

Sie lebten aneinander vorbei


Das (!!!) ist der springende Punkt dessen warum wieso und weshalb überhaupt.


Sebastian-ERZ
Geschrieben

Das (!!!) ist der springende Punkt dessen warum wieso und weshalb überhaupt.



Das könnte in einigen Beziehungen durchaus ein Punkt sein, warum ein Fremdgehen einmalig oder über einen längeren Zeitraum nicht entdeckt wird. Aber in einigen Beziehungen eben auch nicht. Ich denke hier kommt es wahrscheinlich auch etwas auf den Grund an, warum der Partner "ehebrüchig" ist / wird. Das es Phasen gibt, wo ein Partner plötzlich keine Lust mehr auf Sex hat, wurde bei anderen Gelegenheiten ja bereits ausgiebig diskutiert. Wenn dieser Umstand zum Ehebruch führt, müssen beide nicht zwangsläufig aneinander vorbei leben. Oder anders und ganz konkret: Ich gehe fremd. Grund dafür ist in erster Linie unser mittlerweile sehr unterschiedlich stark ausgeprägtes sexuelles Verlangen. Deshalb liebe ich trotzdem noch meine Frau und Sex mit ihr ist der beste Sex den ich haben kann. (Da hier Liebe und Sex zusammenfallen.) Aber ich kenne auch die andere Seite, wo ich beim Fremdgehen Sex (ohne diese tiefe Liebe) nur zur reinen Lustbefriedung (oder wie auch immer man das beschreiben mag) erlebe. Deshalb merke ich trotzdem, wenn der Alltagstrott in meiner Beziehung dazu führt, dass wir nur noch aneinander vorbei leben und investiere Zeit und Kraft in meine Beziehung. Das ist also nicht unbedingt oder ausschließlich der Grund, warum Ehebruch nicht bemerkt wird.
Ich denke, dass ich eher stutzig und misstrauisch werden würde, wenn man nur noch aneinander vorbei lebt. Dann würde ich mich nämlich schon fragen warum mein Partner keinerlei Interesse mehr an mir hätte.


Geschrieben

Wenn man sich die derzeitige Umfrage ansieht, so stellt man fest, dass 26% zugeben, regelmäßig (und nicht nur hin und wieder) fremdzugehen. Da die Dunkelziffer wahrscheinlich etwas höher liegt, kann man mindestens zu 33% davon ausgehen, dass man selbst oder der Partner betrügt.
Da, wie Hexe zutreffend formuliert, Frauen geschickter in Planung, Durchführung und Geheimhaltung sind, verschiebt sich diese Wahrscheinlichkeit nochmal zu Lasten der Männer.
Da es also insgesamt sehr häufig vorkommen muss, es gleichzeitig aber eher selten auffällt, kann man ebenso schlussfolgern, dass es eher selten direkt bemerkt wird.
Was das Bauchgefühl angeht, so liegt das meist daneben, wenn man andere Statistiken hinzuzieht. Ich persönlich überlasse das Denken lieber meinem Gehirn .
Auf die Art bin ich allen Betrügerinnen in meinen Beziehungen auf die Schliche gekommen. Woher ich weiß, dass ich alle erwischt hab? Weil mich tatsächlich alle betrogen haben. Und nein, es waren nicht nur 2 .
Das lag zum einen am gegen- oder einseitigen Interesseverlust, an längeren berufsbedingten Auslandsaufenthalten, an purer Neugier oder Langeweile, oder...
es liegt einfach daran, dass der Mensch nun mal tut, was er kann und vielleicht auch will, nicht was er soll. Gelegenheit macht Diebe. Reue oder Krokodilstränen im Falle der Entdeckung sind dabei total für den Arsch, alles Gewäsch.
Ich habe diese beziehungen sämtlich nicht wegen meiner gekränkten Eitelkeit odre meines Anspruchs an Monogamie beendet, sondern wegen dieses scheinheiligen Getues hinterher.

Es fällt auf, dass Frauen sehr viel leichter ein Sexleben haben können als Männer, und demzufolge es sehr viel öfter auch haben, mit, gegen oder neben dem Partner.
Das ist kein Vorwurf, sondern schlicht die Beschreibung von ganz normalem, menschlichem Verhalten.

D.


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