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Frage und Diskussion ...


Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Nein, @elfe, nicht im Wortlaut ... aber inhaltlich kam es schon so rüber, und das nicht nur bei mir


Geschrieben (bearbeitet)

Nein, das ist ganz dicht am Thema - denn die intoleranten sind doch oft diejenigen, die irgendwo ihren moralischen Senf dazugeben, statt sich zur Sache zu äußern, und darum geht es dem TE doch gerade, so wie ich Eddie verstanden habe.

...



Wie intolerant ist das denn, Aussagen anderer Menschen, die vielleicht mit einem völlig anderen Wertesystem groß geworden sind, als dem eigenen, abwertend als moralischen Senf zu bezeichnen?

Wer also anders denkt als du, denkt also gleich in der Kategorie "moralischer Senf"? Verstehe ich dich da richtig?

Ich möchte betonen, wir unterhalten uns hier nicht über strafbewehrte Sachverhalte.


LG xray666


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben (bearbeitet)

Nein, @elfe, nicht im Wortlaut ... aber inhaltlich kam es schon so rüber, und das nicht nur bei mir



ich bin nicht für das verantwortlich, was du interpretierst und mir....auf...schmunzel..*tolerante* weise..unterstellen möchtest...denn ICH..zwinge niemandem..mein denken und handeln hier im thread auf - betone ich immer wieder , das es um MICH und mein empfinden geht


da ich nicht bezugspunkt für das thema bin, ich mein handeln nicht ändern werde, überlasse ich nun.......den anderen, ohne weitere erklärungen meiner worte, das feld
konstruiert euch aus meinen zeilen was ihr wollt - schmunzel - zeigt es doch so manches auf.....


bearbeitet von DickeElfeBln
Geschrieben

Ich hab`s eher ironisch verstanden.

Für alles offen ist bekanntlich niemand, wer Toleranz mit jedem Satz betont ist es bekanntlich nicht und von daher sind mir die als "intolerant" geltenden Menschen auch lieber, die dafür eine eigene Meinung haben

Meine Frage/Feststellung sollte zu keinem tief schürfenden Disput werden.

Baba Nina


Geschrieben

Na ja, ist halt wie immer hier - jeder liest aus den Worten der anderen, was er will, und nimmt wahr, was er will - und wenn mal was unsauber formuliert wurde, sind auch immer die anderen schuld. Und davon nehme ich mich auch nicht aus, keine Sorge.

Daher gehe ich darauf jetzt auch nicht weiter ein - das führt zu nichts. Nur eins noch zu Deinem Post, @xray - Moral ist immer subjektiv, nie objektiv, wird von mir daher auch hier nicht bewertet, und hat meinem Empfinden nach somit in einer fachlichen Diskussion auch nichts zu suchen ... das hat also nichts mit Abwertung zu tun, sondern mit Diskussionskultur. Wenn ich z. B. über die technische Qualität eines Autos fachsimpeln möchte, sind Kommentare, ob man denn generell noch Auto fahren sollte, fehl am Platz - und so wie ich den TE verstanden habe, ist es das, was ihn (und mich) hier auch oft so stört. Jetzt verständlicher?


Geschrieben

und wie sehr sich hier....an meinem posting aufgehangen wird, anstatt..sich zum thema zu äussern

ääähm - ich habe mich zum Thema geäußert.


Geschrieben

Wenn ich z. B. über die technische Qualität eines Autos fachsimpeln möchte, sind Kommentare, ob man denn generell noch Auto fahren sollte, fehl am Platz - und so wie ich den TE verstanden habe, ist es das, was ihn (und mich) hier auch oft so stört. Jetzt verständlicher?



Die Richtung stimmt schon.

Ich bleib mal bei dem Autobespiel.

Für mich fühlt sich das immer wieder so an:
Da möchte jemand über ein bestimmtes Manöver beim Autofahren disskutieren.
Mit etwas Glück kommen auf der ersten Seite noch Hinweise, aber der erste fängt dann an, dieses Manöver für ein Fahrrad misszuverstehen.
Nun entbrennt eine Disskusion darüber, das Fahrradfahren gesünder ist und besser für die Umwelt.
Ab der dritten Seite ist ein heißer Grundsatzkampf zwischen Fahrrad- und Autofahrern entbrannt.
Am Ende wird der Fred dann geschlossen weil die Disskusion über die Ausbeutung der Arbeiter auf den Katschukplantagen, zur Produktion der Reifen für beide Fahrzeuge, nicht mehr friedlich gelösst werden kann.

Es gibt hier immer wieder spannende Themen, zu denen ich gerne die Kommentare lese, obwohl mich das Thema als solches für mich nicht reizt.
Ist solch ein Thema dann stark frequentiert, kann man drauf warten, dass es irgendwann aus dem Ruder läuft.


Geschrieben

Aber ist das nicht normal, dass in einer unmoderierten Diskussion irgendwann das Thema dynamisch wird?
Genau deshalb hat man ja in jeder Diskussion Moderatoren, die diese immer wieder auf Kurs lenken.
Dieser Job wird hier nur dadurch erfüllt, dass ab und zu mal Posts gelöscht werden. Das lenkt keine Diskussion.


Geschrieben (bearbeitet)

Aber ist das nicht normal, dass in einer unmoderierten Diskussion irgendwann das Thema dynamisch wird? *Systembedingt gekürzt*


Grundsätzlich schon.

Es ist aber dann auch oft schon so, dass der TE auf das eigentliche Thema hinweißt, dann aber in der Disskusion zu seinem Thema nicht mehr wahr genommen wird.

Eine Disskusion nach dem Motto: "Alles ist erlaubt, solange kein Moderatot eingreifft" geht aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Diese Sichtweise scheint ja etwas aus der Mode gekommen zu sein.
Der aktuelle Trend erinnert mich da eher an den Diebstahl von Sandförmchen.


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben



Ich bleib mal bei dem Autobespiel...




herrlich... Treffende Beschreibung!


Geschrieben

http://www.poppen.de/forum/t-2425405-Hilfe-ich-will-Kinder-Sie-aber-nicht

Wenn ich den Profiltext des TE`s lese, den Beziehungsstatus dazu und dann das Thema, welches er eröffnet hat, dann frag ich mich einfach wie das eine mit dem anderen zusammenpaßt!
Und dann kann ich da einfach keinen wirklich ernst gemeinten Diskussionswunsch lesen, sondern fühle mich verkackeiert.
Ist so, sorry.

Zu Toleranz gehört auch, dass man auf das eigentlich Posting des TE eingeht, ohne sich auf dessen Profil um zu schauen und gewisse angaben des TE im Profil in Bezug zum Posting setzt. Was hat das eine mit dem anderem zu tun?


Wenn ich ein interessantes Thema lese, dann schau ich mir im Regelfall auch das Profil des Erstellers an.
Und wenn ich dann dort absolut widersprüchliche Aussagen zum Threadthema lese, dann frag ich mich schon wie das zusammenpaßt.

Bestes Beispiel aktuell das hier
-&gt


Geschrieben (bearbeitet)

xray:

Wie intolerant ist das denn, Aussagen anderer Menschen, die vielleicht mit einem völlig anderen Wertesystem groß geworden sind, als dem eigenen, abwertend als moralischen Senf zu bezeichnen?

Danke, xray. Das bringt es auf den Punkt.

Viele hier stricken sich ihr sexuelles Wertesystem exakt nach ihren Lüsten. Die meisten haben hier nicht zuerst eine Moral, aus der ihr Handeln folgt, sondern haben Lust auf etwas, für das sie sich die passende Moral stricken.

Und aus dieser rein subjektiven Selbstrechtfertigung beziehen sie dann ihre Toleranzkritierien. Die "ganz Freien" sind aber dann plötzlich intolerant jenen gegenüber, die andere Werte haben. Man kann hier an allen Ecken bemerken, dass ziemlich viele Typen, die sich für sexuell tolerant halten, menschlich bornierte Ignoranten sind.

Das amüsiert mich schon ein paar Jährchen hier und jedes Jahr kommt neue Nahrung fürs Amüsement hinzu. Während die Klügeren tolerant und teils begründet argumentieren: "Ich finde das doof, aber okay... wers mag...", verdammen die Dummen alles in Grund und Boden, was ihnen nicht in den Kram passt. Und das sogar ohne Gründe dafür anzugeben.

Und nein, werter TE, "Leben und leben lassen" ist nicht der Punkt. Die Frage ist, ob ich zu jemandem, den ich "leben lassen kann" eine kritische Äußerung machen darf oder nicht. Und das muss erlaubt sein, sofern ich ihn nicht menschlich totalverurteile. Ich muss bei seinem konkreten Handeln bleiben.


bearbeitet von Lichtschimmer
Geschrieben

Ich versuche mal die Frage nach dem Warum zu beantworten:
Es gibt relativ viele Menschen, die ihre Identität darin suchen, sich von anderen Menschen oder Sichtweisen abzugrenzen. Das fängt an, indem man sagt: "Das ist ekelhaft"; steigert sich zu "Was der tut, ist nicht richtig" bis hin zu "Die Gesellschaft wäre besser dran ohne solche Menschen". Wahrscheinlich mache ich es selbst genauso, indem ich mich von solchen Menschen eher abgrenze, allerdings suche ich darin nicht meine Identität. Aus dem Paradoxon, 'ist man intolerant, wenn man die Intoleranz nicht tolerieren will?' weiß auch ich keinen rechten Ausweg.


Geschrieben

Aus dem Paradoxon, 'ist man intolerant, wenn man die Intoleranz nicht tolerieren will?' weiß auch ich keinen rechten Ausweg

Das ist kein Paradoxon. Du musst es nur tun. Sag einfach: "Ich verurteile Intoleranz bei anderen, aber ich toleriere sie."

Oder bei dir selbst, wenn Du Intoleranz nicht hinnehmen möchtest: "Ich bin tolerant, außer bei Intoleranz. Die toleriere ich nur bei meiner eigenen Intoleranz im Hinblick auf Intoleranz in allen anderen Dingen." Daraus, dass Du hauptsächlich tolerant bist, folgt nicht, dass Du zwangsweise in allem tolerant sein musst.


Geschrieben

Aus dem Paradoxon, 'ist man intolerant, wenn man die Intoleranz nicht tolerieren will?' weiß auch ich keinen rechten Ausweg.

Was genau kann man eigentlich tun außer die Intoleranz Intoleranter zu tolerieren.
Mann kann vielleicht den Kopf schütteln, möglicherweise auch mitleidig lächelnd den Kopf schütteln.

Andere Menschen erziehen wollen?

Um Himmels Willen, nein.
Dann lieber heulend wegrennen.


Geschrieben

Man muss ja nicht heulend wegrennen und ein "Rückzug" sollte auch nicht automatisch als "Niederlage" betrachtet werden. Es kommt natürich auch immer auf die Situation an, ob man tatsächlich der Klügere sein will der nachgibt. Es gibt Menschen die der Ansicht sind das Toleranz "veraltet" sei, und in der heutigen Zeit nicht mehr nötig sei. Wenn man auf jemanden mit dieser Ansicht trifft und dieser sogar ausdrücklich durchblicken lässt das er nichts von Toleranz hält, dann ist aus meiner Sicht Vorsicht geboten.


Geschrieben

Das sehe ich genauso. Aber ich habe es mir grundsätzlich abgewöhnt andere, angeblich erwachsene Menschen erziehen zu wollen.
Wer offen äußert, von Toleranz nichts zu halten, wird eben nicht zu meinem engeren Bekanntenkreis gehören.


Geschrieben

Absolut Delphin das sehe ich genauso!


  • 4 Monate später...
Geschrieben (bearbeitet)

Was genau kann man eigentlich tun außer die Intoleranz Intoleranter zu tolerieren.
*Systenbedingt gekürzt*


Ein sehr interessantes Statement ..... Das ist es, worauf ich hinaus wollte.

Es geht nicht darum, andere Leute erziehen zu wollen, sondern einfach nur darum, mal einen anderen Standpunkt stehen zu lassen, darüber nachzudenken und dann Teile davon in sich einfliessen zu lassen.

Es gibt keinen allgemein gültigen Eindruck (ausser dem Eigenen) der allgemeine Gültigkeit hat.

Es ist schon intolerant seinen eigenen Standpunkt, der einem ja wichtig ist, als allgemeine Meinung verbreiten zu wollen und alles andere zu negieren.

Ich habe nicht immer recht und das will ich auch gar nicht haben.


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

Es gibt keinen allgemein gültigen Eindruck (ausser dem Eigenen) der allgemeine Gültigkeit hat.


Ähh ja, genau. Mein eigener Eindruck ist ganz klar der einzige allgemein gültige.


Geschrieben

Na dann hast Du irgenwas gänzlich falsch verstanden ...


Geschrieben

Ohne den kompletten Thread gelesen zu haben:

Die Zauberwoerter heissen - meiner Meinung nach - Toleranz und Akzeptanz.

Ich muss nicht alle Praktiken gut heissen bzw ausprobiert haben. Trotzdem sollte ich es akzeptieren, dass es Menschen gibt, die es moegen
Waere doch langweilig wenn jeder das Selbe gut findet

Natuerlich gilt das nicht fuer illegale Dinge, das ist klar und darueber muss man eigentl nicht diskutieren

Lg


Geschrieben

ich gebs zu, ich bin intolerant - und umgebebe mich somit auch gerne mit intoleranten menschen, denn ich muss nicht alles gut heissen - was anderes bedeutet nämlich toleranz nicht



Also für mich bedeutet Toleranz nicht, ALLES gutzuheissen..sondern im Gegenteil, das was man NICHT gutheisst so stehenlassen zu können..mit dem Gedanken im Kopf "Ich denke so und Du denkst anders und solang unsere beiden Ansichten zum Thema niemandem schaden, ist das völlig okay so!"

Alles gutzuheissen hiesse ja,keine eigene Meinung zu irgendetwas zu haben..


Geschrieben

Also für mich bedeutet Toleranz nicht, ALLES gutzuheissen..sondern im Gegenteil, das was man NICHT gutheisst so stehenlassen zu können..



Toleranz ist kein Selbstzweck. Toleranz (mal technisch gesprochen) ist eine zulässige Abweichung. eine gewisse Bandbreite an Meinungen kann ich akzeptieren auch ohne die jeweilige Meinung zu teilen. Es gibt für mich aber auch ganz klare (Toleranz)Grenzen.
Es gibt Dinge, die kann und will ich nicht akzeptieren und manchen nicht mal tolerieren. Nicht bei mir und nicht bei anderen. Ich muss nicht alles erdulden oder so stehen lassen nur um tolerant zu sein. Ich hab auch einen eigenen Standpunkt, den ich vertrete. Andere mögen einen anderen Standpunkt haben und das ist gut so.
Aber es gibt eben auch Standpunkte, die ich weder akzeptiere noch bereit bin zu tolerieren (im Sinne von das einfach so stehen zu lassen)
Es gibt zwischen "Alles was nicht meine Meinung ist ist falsch, weil es nicht meine Meinung ist" und "weil ich so tolerant bin finde ich Alles o.k. was andere tun auch wenn ich es nicht o.k. finde" noch einen Bereich.
Das Problem im Forum ist IMHO auch eher, dass Toleranz öfter gefordert, als gewährt wird.
Mir sind Leute mit einer niedrigern Toleranzschwelle sogar lieber. Die haben nämlich meist einen klaren Standpunkt auf dem sie stehen und nicht sitzen. Und darüber kann man dann auch (gern auch kontrovers) diskutieren.
Für ein "piepiepiep wir haben uns alle lieb. Du bist o.k ich bin o.k wir alle sind o.k...." braucht man auch kein Forum zum Meinungsaustausch.
Ein Forum ist doch auch dazu da Standpunkte kritisch zu hinterfragen (auch die eigenen) andere Ansichten zu hören/lesen und sich damit auseinander zu setzen.
Meinungsausstausch bedeutet ja nicht Du kommst mit Deiner Meinung und gehst mit meiner (Meinung ausgetauscht)

Marc

P.S. dies ist ein freies Land! Hier hat jeder das Recht auf meine freie Meinung


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