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Wo entspringt die Quelle unserer Gefühle?


Empfohlener Beitrag

Geschrieben
Hass ist für mich bezogen auf etwas ganz Schlimmes....z. B. auf Menschen die Lebewesen quälen, umbringen, wissentlich in Gefahr bringen... (z. B. die Raser, Alkohol am Steuer), Schläger, also wirklich etwas was andere verletzt und/oder tötet. Unter Umständen gehört da auf psychische Quälerei zu. Wenn ich in einer Freundschaft/Beziehung sag..ich hasse dich... dann weiß die Person das auch einzuschätzen... das ist dann eher lustig gemeint..auf deine Haare liegen besser... Hast 3 KG abgenommen..fährst zum dritten mal in den Urlaub ..etc. also .... zu 1.) Ich denke es gehört auch zu einer Freundschaft zu kritisieren, (zumal ich weder jemanden als Egoist einschätze wenn er sich Zeit für sich nimmt, Übergewicht hat oder schlecht rechnen oder schreiben kann (auch wenn ich schreiben und rechnen sehr wichtig finden, aber es gibt nun mal die Menschen die es nicht können oder Schwachpunkte da haben) ). Wenn er keine Überstunden macht...ok..kann ich nicht nachvollziehen... wäre vielleicht ein Punkt zu kritisieren..aber jeder ist nun mal anders und ich kann auch anderer Meinung sein, ich muss nicht alles an jemanden mögen, der Großteil sollte stimmen, der Rest fällt vielleicht unter liebenswerte Macken oder Dinge die ich nicht gut finde, aber mit klar kommen, es gibt nun mal andere Meinungen, auch hier im Forum, auch das ist OK, für mich ist das wichtige...wie man mit einander umgeht. ...man muss auch nicht alles an mir lieben... zu 2. Nein, das bewerte ich auch in einer Partnerschaft nicht anders...
Geschrieben
Herkunft P.de und das Gefühl würgereiz... Ne Sorry, weiß nicht. Lieben und hassen tue ich selbstständig, natürlich gab es zu beidem immer einen Auslöser, aber das Ergebnis trag ich in mir mit mir mit und auch wenn es oft einen Auslöser gibt, gibt es wenig was andere bei diesen Gefühlen einwirken können. Beim Freund sowie Freunden, find ich schickt sich das mal gar nicht alles zu kritisieren. Versuchen positiv auf jemanden zu wirken, versuchen jemanden zu bestärken in dem was ihm/ihr gut tut, ohne Druck, ohne imperativ, ohne zu erwarten oder fordern, find ich hingegen sinnvoll. Nein, wieso sollte eine Freundschaft weniger deswegen bedeuten. Hat halt einfach einen anderen Stellenwert. Und Ja, es sind andere Gefühle die ich mit meinem Partner teile. Vorallem Intimität die geteilt wird, die bei Freundschaft meist eine andere ist.
Nordlichterwhv
Geschrieben
Sagt man nicht man muss sich riechen können?
Geschrieben

Hmm was ist denn hier los? So viel unnötiger Hass. @rainbow_1954, was hast dem armen Kerl nur getan, das der sich so einen Hassfilm auf dich schiebt?

Geschrieben

Sie muss kochen und backen können.... Und guten Kaffee machen... Dann ist se weit vorne 

 

Geschrieben
Wow... Mega Denkanstoß 😃 Danke
Geschrieben
vor 1 Minute, schrieb Pastor2710:

Sie muss kochen und backen können.... Und guten Kaffee machen... Dann ist se weit vorne 

Tja die kennen die kleinen Dinge des Lebens nicht.... 

Wobei die "klenen" Dinge des Lebens eigentlich ganz große Dinge sind

Geschrieben
vor 1 Minute, schrieb Laila227:

Wobei die "klenen" Dinge des Lebens eigentlich ganz große Dinge sind

Eben und manchmal sind Kleinigkeiten doch so schwer

Geschrieben
Wahre Liebe entspringt aus dir selbst. Nur wenn du dich selbst liebst und wertschätzt, so wie du bist, kannst du deine Liebe anderen schenken. Sie ist ein sollte ein selbstloses Geschenk sein, das keine Gegenleistung fordert. Nur wenn du etwas aus ganzem Herzen verschenken kannst , wirst du etwas entsprechendes von selbst zurückbekommen.Akzeptiere dein Gegenüber mit allen Stärken und Schwächen, versuche Verständnis zu haben, interessiere dich für ihn mit all seinen Facetten.Dein Partner oder andere Menschen sind nicht verantwortlich für dein Glück, auch das bist nur du selbst. All das ist nicht einfach umzusetzen, Grundlage ist immer die Fähigkeit sich selbst zu lieben, das kann man aber lernen. Was du ausstrahlst bekommst du zurück. Hass ist die Reaktion auf enttäuschte Liebe, Zurückweisung, Missverstehen. Ich habe hier nur die Kommentare überflogen, da ich ur Arbeit muss,aber was hier gerade zum Teil abgeht bestätigt genau diesen Satz.Ach ... man muss Liebe auch annehmen können.
Geschrieben
vor 2 Stunden, schrieb Gegen-Gift:

Warum lassen sich so viele Menschen dann zeitweise gefühlsmäßig so runterziehen, wenn Dinge mal nicht so laufen wie man es sich selbst vorgestellt hat? (Nitro, ja, ich weiß das es bei dir nicht so ist!)

Ich denke, es ist Sehnsucht nach etwas...und im negativen Falle die Habgier gepaart mit Enttäuschung

vor 2 Stunden, schrieb Gegen-Gift:

Der Auslöser kann doch eigentlich nur eine Projektion der eigenen Vorstellung auf das Gegenüber sein

oder halt der Wunsch, vom Gegenüber so gesehen zu werden, wie man sein Gegenüber sieht. 

Mit einseitiger Zuneigung muss man umgehen können. Ich weiss nicht, ob das jemand 24/7 kann

vor 3 Stunden, schrieb Gegen-Gift:

Warum vergisst man bei der Verarbeitung, dass es nur die eigene Anschauung ist und macht diese zum Zentrum des Gegenübers

ist das denn so?

kann man einen 'liebenswerten' Menschen nicht um seiner selbst Willen mögen? ganz ohne irgendwelche Projektionen, einfach weil er ist wie er ist? 

kann es nicht auch einfach sein, dass das Gegenüber, dann keinen liebenswerten Menschen in einem sieht, einfach weil man ist wie man ist?

im Laufe der Zeit 'Verhaltensweisen' an den Tag treten, die nicht liebenswert sind, aber Anfangs nicht sichtbar waren, weil das Gegenüber sich von seiner besten Seite zeigen/Gefallen wollte?

wollen wir nicht alle einen guten ersten Eindruck machen? muss man verklärt sein, um die Fassade des Gegenübers nicht zu sehen? oder wird man nicht eher getäuscht, verleitet etwas zu glauben, sich zu 'verlieben', gefangen ... und irgendwann kann das Gegenüber die Maskerade nicht mehr aufrecht erhalten... kann sich nicht mehr verstellen um zu gefallen?

Vielleicht, weil es sich seiner Sache zu sicher ist

Geschrieben
vor 2 Stunden, schrieb Engelschen_72:
vor 3 Stunden, schrieb v1980er:

Liebe empfinde ich in mir drin, niemals an irgendeine Person gebunden. Entweder gehe ich liebevoll mit meiner Umgebung um oder eben nicht.

 

vor 2 Stunden, schrieb Engelschen_72:

Man muss mit einem gesunden Egoismus immer erst sich selbst lieben und wohl auch in sich ruhen, um überhaupt andere Menschen lieben zu können. Sich selbst zum Ausgleich gebracht haben, um wirklich offen zu sein

Vorallem diese zwei Passagen bringen`s auf den Punkt!

finde ich nicht.

Liebe ist Selbstlos

und was ist Egoismus?

was ist in sich ruhen? 

ich kann meine Kinder lieben, obwohl ich unzufrieden mit mir selbst bin. Warum sollte ich einen Aussenstehenden nicht auch lieben können, ohne mit mir selbst zufrieden zu sein? Ich bin vielleicht nicht liebenswert, weil unzufrieden...dennoch bin ich in der Lage Gefühle zu hegen.

Wenn ich mich auf den Anderen projiziere, dann kann ich den nicht lieben...das mache ich dann ja aber eh nicht, sondern dann liebe ich lediglich meine Illusion.

 

Man muss wissen, wer man selbst ist. Das ist wichtig. ob in sich ruhend oder nicht. man muss sich selbst erkennen und man muss das Gegenüber erkennen. Das Gegenüber als eigenständiges Individuum erkennen. Frei von projizierten Wünschen und Vorstellungen. 

Dann kann man lieben.

wenn man sein ich klar sieht und wenn man sein Gegenüber klar sieht.

das was ihr meint, ist verliebt in einen Traum... und hat in meinen Augen nichts mit tiefer Liebe zu tun

  • Moderator
Geschrieben

Ich habe so Einiges entfernt *koppschüddel.

Lieben Gruß

Brisanz

Team-Poppen.de

deinkleinesgeheimnis
Geschrieben
vor 4 Minuten, schrieb Ignorance_is_bliss:

ich kann meine Kinder lieben, obwohl ich unzufrieden mit mir selbst bin. 

Ganz ungünstig 🙁

Nur mit sich selbst zufriedene Eltern können gute Eltern sein (Vorbildfunktion). Und wirkliche Liebe ist in uns drinnen. Wenn da keine ist, dann erfahren auch die Kinder keine. Leider gibt's das viel zu oft 🙁🙁🙁

Geschrieben (bearbeitet)
vor 11 Minuten, schrieb v1980er:

Ganz ungünstig 🙁

Nur mit sich selbst zufriedene Eltern können gute Eltern sein (Vorbildfunktion). Und wirkliche Liebe ist in uns drinnen. Wenn da keine ist, dann erfahren auch die Kinder keine. Leider gibt's das viel zu oft 🙁🙁🙁

aha... bist du nicht zufrieden mit dir in deinem Job und überlegst etwas anderes zu machen, bist du kein guter Vater? Hält man sich mit 150 kg für zu dick und ist dadurch unzufrieden mit sich, ist man kein gutes Vorbild mehr für die Kinder, weil man ja mit 150 kg mit sich zufrieden sein muss? 

es reicht nicht, wenn man seinen Kindern zeigen kann, dass man ein vollwertiger Mensch ist, wenn man nicht mit sich zufrieden ist? wenn man seinen Kindern zeigen kann, wie man seine Situation verändern kann...soso...

ich finde, man ist kein guter Elternteil, wenn man tut, als wäre man Einhorndompteur

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben (bearbeitet)

Interessantes Thema.

 

vor 11 Stunden, schrieb Gegen-Gift:

Wenn man jemanden hasst oder jemanden liebt, was macht man? Man projiziert seinen Hass oder seine Liebe auf diese Person. Man denkt: "Diese Person ist dafür verantwortlich, dass ich mich so oder so fühle".

? Man liebt seinen Partner und deshalb glaubt man, er sei die Quelle der eigenen Gefühle? - Was passiert wirklich? - Ist das Gegenteil von Liebe wirklich Hass? - Ist es nicht vielmehr Angst, wenn man selbst liebt?

[...]

Natürlich hat dein Freund auch Fehler und Schwächen, aber würdest du ihn deswegen ständig kritisieren? Würdest du ihm sagen, er sei ein Egoist, wenn er sich manchmal Zeit für sich nimmt?

Würdest du im Vorhalten, er sei faul, weil er keine Überstunden macht? Würdest du denken, er sei ein schlechter Mensch, weil er übergewichtig ist oder nicht gut rechnen kann?

[...]

1) Würde eine Freundschaft deshalb weniger bedeuten?

2) Ist eine Partnerschaft anders zu bewerten?

 

Ich würde das Thema Projektion gerne ausklammern, da es psychologisch ganz klar definiert ist.

In Deinem Beispiel redest Du von Faulheit, weil er keine Überstünden macht. Vielleicht ist das in seinem Job nicht so nötig. Vielleicht hat er mehr Durchsetzungsvermögen es zu unterlassen. Vielleicht sind ihm andere Dinge wichtiger etc. Der, der dem Anderen aber vorwirft deswegen faul zu sein, kann sich vielleicht nicht dagegen wehren, würde es aber gerne und ich eigentlich auf sich sauer und wäre auch gerne mal faul. Dieses Gefühl projiziert er dann auf den Freund und wirft ihm genau das vor, was er selber so gerne tun würde, aber aus bestimmten Gründen nicht kann.

Also oft werden die Dinge bei anderen kritisiert, die man selber "falsch" macht, sich aber nicht eingestehen will oder Dinge die man so gerne täte, die aber moralisch nicht gerne gesehen werden.

 

Also möchte in den Begriff Projektion jetzt erstmal rauslassen.

Gefühle entstehen nach der kognitiven Verhaltenstherapie in den Gedanken. Das geht mitunter in millisekunden. Der Mann will eine Frau ansprechen. Der Mensch wägt ab. "Was ist, wenn sie "nein" sagt?". "Was ist, wenn ich mich blamiere?" - "Was ist, wenn ich kein Wort rausbringe?". Folge -> körperliche Angstsymptome und vermutich Vermeidung.

Man befürchtet also erstmal nur das Schlimmste, was in der Folge die Gefühle auslöst. Nicht umgekehrt. Somit sagt die kognitive Verhaltenstherapie, dass man die Gedanken mit den dazu gehörigen Gefühlen auf die Echtheit prüfen sollte. "Ist die Gefahr wirklich so groß?" - "Was ist das Schlimmste, das passieren kann?" - "Was hab ich zu verlieren?" - "Was hab ich zu gewinnen?"

Wie der Mensch denkt hängt von seinen Vorerfahrungen (Glaubenssätzen) ab.

 

So und nun zum Thema Beziehung. "Rumnörgeln" ist das Schlimmste das man tun kann. Damit erniedrigt man den Anderen. Dennoch lösen die Taten und Worte des Anderen automatisch Gefühle aus, die in unserem System gedeutet werden. Ein lapidar dahin gesagter Satz kann jemanden tieftraurig machen und man weiß gar nicht, was man falsch gemacht hat, weil man es völlig anders meinte. Dann zu reflektieren und zu sagen: "Ich habe den Satz so aufgefasst.... und fühle mich daher so und so.." hilft, dem Anderen zu verstehen, was da passiert ist. Dann kann man darüber reden und Missverständnisse ausräumen.

 

Es gibt halt nur die subjektive Empfindungen. Als Beispiel. Ich hatte ganz früher mal einen Ex Freund, der sehr auf Pünktlichkeit beharrt hat. Dann kam ich aber gerade der der Arbeit, musste noch was anderes erledigen, mit dem Hund raus, kurz mit der Freundin quatschen und wollte dann nochmal ne halbe Stunde Zeit für mich, bevor ich losfahre. Also hab ich dann meist etwas rumgetrödelt. Dann kamen laufend die Vorwürfe "Du liebst mich nicht". Es war aber seine Angst, die er mir untergeschoben hat. Wenn man diese Ängste aber aufgrund eines sehr verminderten Selbstwertgefühles schon hat, kann der Andere auch nichts richtig machen. Für ihn war Pünktlichkeit (und viele andere Dinge) ein Zeichen von Liebe, was es für mich nicht war. Also ein Zeichen. Liebe war es dann ganz schnell aber auch nicht mehr, weil das sowas von anstrengend ist, sich mit einem solchen Menschen auseinandersetzen zu müssen.

Viel später hatte ich einen Ex, der auch immer unpünktlich war. (zu normalen Treffen. Wichtige Termine wurden natürlich immer eingehalten). Ich hatte vollstes Verständnis. Die Lösung war für mich, dass er mich dann einfach anruft, wenn er losfährt. So musste ich mich nicht unnütz abhetzen.

 

Es ist also nicht das Verhalten alleine, sondern die Bewertung, die wir diesem Verhalten zuschreiben. "Wenn er mich lieben würde, würde er doch....." - "ich würde "sowas" nie tun, weil..."

 

Ich trenne also auch nochmal zwischen Charakter und Verhalten. Verhalten aus Unwissenheit kann man ganz einfach ansprechen und dafür Lösungen finden. "Ich wünsche mir, dass Du die Schuhe ins Schuhregal stellst".

Verhalten das aus Charaktereigenschaften hervorgeht ist ein bisschen schwieriger. Jemand, der eher introvertiert ist und auf Parties kein Wort rausbekommt, wird nicht auf: "Ich wünsche mir, dass Du mehr redest" eingehen KÖNNEN!

Das heißt für mich. Wenn es charakterlich einfach nicht passt und ich den Menschen echt drehen müsste, oder mich drehen müsste, könnte ich keine Beziehung eingehen. Passt es aber, kann man über die Kleinigkeiten sicher reden.

 

Freunde sind in dem Fall was ganz anderes. Davon kann man mehrere haben. Man kann jemanden zum Feiern haben, jemanden, mit dem man gut über Erziehungsprobleme reden kann, jemanden, mit dem man über Beziehungsprobleme reden kann etc. Ein Freund muss nicht alle Bereiche abdecken.

Ein Beziehungspartner natürlich auch nicht, aber davon kann man ja nur einen haben. Und wäre der dann sauer, weil ich gerade lieber das spezielle Problem mit einem anderen Menschen besprechen möchte, weil dieser in den Bereich kompetenter ist, würde mich das auch sehr nerven.

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben
vor 43 Minuten, schrieb Ignorance_is_bliss:

ich kann meine Kinder lieben, obwohl ich unzufrieden mit mir selbst bin.

Anlass zur Unzufriedenheit mit sich selbst gibt es doch eigentlich immer.

Das schließt doch aber nicht aus, dass man sich - natürlich in einem gesunden Maße - auch sich selbst liebt.

vor einer Stunde, schrieb WeißeLöwin:

Wahre Liebe entspringt aus dir selbst. Nur wenn du dich selbst liebst und wertschätzt, so wie du bist, kannst du deine Liebe anderen schenken.

Meine Meinung. Um etwas geben zu können, muss ja erst mal etwas vorhanden sein.

vor einer Stunde, schrieb WeißeLöwin:

Dein Partner oder andere Menschen sind nicht verantwortlich für dein Glück, auch das bist nur du selbst.

"In uns selbst liegen die Sterne unseres Glücks."

Hat mir eine Foristin dankenswerter Weise ins Profil geschrieben. Ich habe es meinen beiden Enkelinnen am vergangenen Sonntag anlässlich ihrer Taufe mit auf den Lebensweg gegeben.

Geschrieben
vor einer Stunde, schrieb Ignorance_is_bliss:

Ich kann meine Kinder lieben, obwohl ich unzufrieden mit mir selbst bin. Warum sollte ich einen Aussenstehenden nicht auch lieben können, ohne mit mir selbst zufrieden zu sein? Ich bin vielleicht nicht liebenswert, weil unzufrieden...dennoch bin ich in der Lage Gefühle zu hegen.

Ich glaube, dass Mütter ihre Kinder IMMER lieben (ganz wenige Ausnahmen mal außen vor gelassen), egal, was sie sagen oder ob sie mit dem einverstanden sind, was sie tun. DAS ist für mich bedingungslose Liebe. Loyalität.

Allerdings muss ich dafür auch in mir ruhen, damit mich Taten oder Worte nicht aus dem inneren Gleichgewicht bringen und/ oder mich angreifbar machen.

 

'nicht liebenswert, weil unzufrieden'? Machst Du tatsächlich Deinen Wert von Deinem Verhalten abhängig? Der Wortteil '...wert' in 'liebenswert' lässt mich das fragen. 

 

 

@Topic: 

Für meine Gefühle bin ich selbst verantwortlich. Niemand anderes. 

Gewisse Gefühle entstehen -aus meiner Sicht- durch Erfahrungen. Positive, wie auch negative. 

 

 

 

Geschrieben

@Gegen-Gift

Ich finde grad die Liebe ist das Einzige was sich als Beispiel eben nicht anbietet ,

eben weil sie keine erklärbare Gegenreaktion auf ein bestimmtes Verhalten ist .

Das sieht bei Enttäuschung schon ganz anders aus und das liegt die Klärung ja schon im Begriff .

Man hat sich getäuscht .

Das kann jetzt an an einem selber liegen oder am Gegenüber der Das absichtlich gemacht hat .

Also auch da gibt es 2 schwarz-weiß Möglichkeiten und ne´n ganzen Sack von Zwischenstufen .

Natürlich wird jede Gegenreaktion auf ein Verhalten davon bestimmt was ich als akzeptabel und was als absolut arschig empfinde .

Das ist so lange ich als soziales Wesen interagiere eine Selbstverständlichkeit .

In jeder sozialen Gruppe gibt es einen Grundkonsens über bestimmte moralische Werte und ein Verstoß dagegen wird als negativ eingestuft .

Nicht erwiderte positive Gefühle sind davon aber klar ausgenommen .

Wer damit nicht klar kommt hat ein ganz persönliches Problem und im Normalfall in der Kindheit oder Jugend .

Da gibt es dann den nötigen Lerneffekt oder eben auch nicht .

Geschrieben
vor 10 Minuten, schrieb Tristania_:

Machst Du tatsächlich Deinen Wert von Deinem Verhalten abhängig

nein... mir fällt kein anderes Wort für von anderen, aus deren freien Stücken geliebt werden ein. Dir? 

Es geht nicht um mich und wie ich mich finde, sondern darum wie, das Gegenüber mich sieht...bei liebenswert... mir ist es völligst wumpe wie andere mich sehen und ob sie mich für liebenswert halten oder nicht

Geschrieben (bearbeitet)

Wow, ..:scream:.. damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Danke allen für diese rege Beteiligung. Ich habe bisher nur überflogen und habe schon so vieles auf dem Herzen.

Ich zitiere jetzt einfach den Beitrag wo ich in diese Gedanken versunken bin und lege ganz pauschal noch einmal nach.

vor 3 Stunden, schrieb Ignorance_is_bliss:
vor 6 Stunden, schrieb Gegen-Gift:

Warum vergisst man bei der Verarbeitung, dass es nur die eigene Anschauung ist und macht diese zum Zentrum des Gegenübers

ist das denn so?

kann man einen 'liebenswerten' Menschen nicht um seiner selbst Willen mögen? ganz ohne irgendwelche Projektionen, einfach weil er ist wie er ist? 

kann es nicht auch einfach sein, dass das Gegenüber, dann keinen liebenswerten Menschen in einem sieht, einfach weil man ist wie man ist?

im Laufe der Zeit 'Verhaltensweisen' an den Tag treten, die nicht liebenswert sind, aber Anfangs nicht sichtbar waren, weil das Gegenüber sich von seiner besten Seite zeigen/Gefallen wollte?

wollen wir nicht alle einen guten ersten Eindruck machen? muss man verklärt sein, um die Fassade des Gegenübers nicht zu sehen? oder wird man nicht eher getäuscht, verleitet etwas zu glauben, sich zu 'verlieben', gefangen ... und irgendwann kann das Gegenüber die Maskerade nicht mehr aufrecht erhalten... kann sich nicht mehr verstellen um zu gefallen?

Vielleicht, weil es sich seiner Sache zu sicher ist 

Warum vergisst man bei der Verarbeitung empfangener Eindrücke, dass man sein eigenes Weltbild zu Grunde legt und dieses im Gegenüber gespiegelt haben möchte, wäre vielleicht besser ausgedrückt?

Es ist aber auch wirklich harte Kost, dass alles in Worte zu fassen.

Sicher kann ein Gefühl viele Ursachen und Beweggründe haben. Ich meinte allerdings mehr die eigene Wahrnehmung eines Gefühls. Mehr so in Richtung Bewahrheitung von Zumutung und auch Zutrauen.

Wenn mir ein, meiner Meinung nach, liebenswerter Mensch, sehr höflich und respektvoll begegnet, dann stellt sich doch zwangsläufig dieses schöne Gefühl meiner ohnehin schon zuvor vermuteten Nettigkeit ein.

Wie wäre es im Umkehrschluss? Ich fühle Aufgrund eines Vorurteils, dass ich einfach von Dritten übernommen habe, eine tiefe Abneigung zu einer Person. Dementsprechend begegne ich dieser Person mit einem gewissen Argwohn. Bei dieser Begegnung stelle ich aber fest, dass ich mich in dieser durchaus netten Person getäuscht habe. Die Person hingegen hat sich doch überhaupt nicht geändert? Ich selbst muss meine Ansicht doch in mir zu einem Gefühl verarbeiten? Wie soll ich das jetzt besser verdeutlichen?

Ich habe selbst in diesem Thread einige Paradebeispiele für meine Gedankengänge gelesen. Ich habe eindeutig gelesen, dass es nicht die andere Person ist, die Wut. Unbehagen oder auch Traurigkeit auslöst. Keine andere Person war hier für das Gefühl von Glück, Freude oder Enthusiasmus unmittelbar verantwortlich. Das ganze Repertoire an Emotionen, mal dahingestellt ob angenehm oder unangenehm, wurde durch vorherige Gedanken und eigene Ansichten ausgelöst. Antworten waren hier teilweise nur abhängig von eigenen Erfahrungen und daraus gewonnenen Überzeugungen.

Jeder von uns hat doch Gefühle, Wünsche und Absichten. Einige sind bestimmt auch hin und wieder ein Grund sich selbst nicht wohl zu fühlen oder sich vielleicht sogar, im Inneren ein wenig dafür zu schämen, sodass unser Unterbewusstsein rebelliert. Es gibt diese Dinge in uns, die wir nicht gewillt sind, zu sehen. Um sich selbst zu schützen, benutzt man dann vermutlich diese Art der Projektion. Wir projizieren quasi ein Verdachtsmoment auf das Gegenüber um es selbst nicht wahrhaben zu müssen. Mein Vater würde jetzt bestimmt einfach nur sagen → "Junge schließe bitte nicht von Dich auf Andere".

Nur wer sich selbst mal wirklich hinterfragt, gibt sich meiner Meinung nach, die Chance, dass Leben und natürlich auch sein Gegenüber bewusster wahrzunehmen. Das kann sich doch nur positiv auf Beziehungen auswirken. Sei es Freundschaft oder auch Partnerschaft. So eine Selbsterkenntnis, dass jede Form von Beziehung in Wahrheit auch eine Begegnung mit sich selbst bedeutet, würde doch viele Spannungen relativieren.

Sicher ist so eine Erkenntnis irgendwo auch unbequem, da man Ursache und Verantwortung für Gefühle nicht mehr auf Andere oder etwaige Umstände abwälzen kann. Aber im Gegenzug würde es doch auch dieses Ende einer Ohnmacht bedeuten. Man hat wieder Macht über das eigene Leben und würde sich nicht einfach nur ausgeliefert und hilflos fühlen.

Beziehungen wie auch Partnerschaften, die vielleicht schon an diesem Punkt: → "Wer schafft wen zuerst“, angelangt sind, bekämen doch eine ganz andere Qualität.

Kein Partner wäre mehr für das Glück des anderen verantwortlich und somit würde dieser dumme Erwartungsdruck gänzlich wegfallen. Man begegnet sich unvoreingenommen und unbelastet mit beidseitig geöffneten Herzen.

Das könnte doch eigentlich nur Harmonie hervorrufen? Gerade Missverständnisse, falsche Vorstellungen, Unwissen und auch falsche Erwartungen, sind doch im Grunde zwischenmenschlich, die größten Beziehungskiller.

Sie würden, meiner Meinung nach, aber auch einer Entwicklung von Liebe total im Wege stehen. Nur wenn man sich selbst reflektiert, kann man sein eigenes Leben bewusst verändern, gestalten und somit auch Krisenzeiten besser überstehen. Jeder von uns ist doch neugierig. Auf uns selbst aber genauso auf all unsere Freunde, Familie und zu guter Letzt natürlich auch auf einen Partner.

Nur dieses "Kennen" fördert doch unser Vertrauen. Aber nicht nur unsere Partner, sondern auch uns selbst (Selbstvertrauen)

Ich wollte Hass hier überhaupt nicht ins Gespräch bringen. Darum habe ich ja auch diese Angst als Antonym zu Liebe ins Spiel gebracht. Wobei ich nicht einmal über Liebe diskutieren wollte. Das ist ein ganz anderes Metier.

Mir ging es nicht darum eine tolle Beziehung oder die wahre Liebe zu finden, sondern zu sich selbst.

Ich bin jetzt aber mit meinem Latein am Ende. Ich habe eben diesen Thread grob überflogen und dieser, mal wieder viel zu lange Beitrag, musste einfach aus mir raus.

Ich habe wirklich aus Herz und Bauch geschöpft und nicht nur versucht, meine Ansicht zu beschreiben, sondern auch meine eigenen Gedanken und Gefühle zu vermitteln, die mich zu dieser Ansicht bewegt haben.

Viele neue Erkenntnisse, auch über mich selbst, habe ich bisher in diesem Thread verarbeitet.

Ich werde mich jetzt auch zurücknehmen, mal etwas gründlicher und tiefer in diesen Thread eindringen und nur noch, auf an mich gerichtete Fragen, reagieren. Danke nochmals.

P.S. Auch Menschen mit Tunnelblick können in gewissen Situationen hilfreich sein. Und wenn sie nur als Beispiel dienen oder sogar eine ganz andere Perspektive beleuchten. Man sollte sich nur nicht ständig über Dinge aufregen, die garantiert nicht zu ändern sind. Tatsachen kann man akzeptieren, ablehnen aber niemals ändern. Jeder von uns hat seine eigene Last zu tragen. Mir persönlich reicht das. Bitte keine weitere Disharmonie :pray:

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
*Korrektur
Geschrieben

das böse Mädchen hat dies alles aber schon ganz , oder besser gesagt sehr gut erklärt. Letztendlich haben wir alle ausgeprägte Verhaltensmuster, diese auch ihren Ursprung haben. Diesen MUSS man kenne, von jedem Verhaltensmuster. 

Sich dann selbst kontrollieren und diese Verhaltensmuster im entscheidenden Moment erkennen und besser handeln, der nächste Schritt. 

Und sich mit seinen Schattenthemen auseinander zu setzen kann auch nicht schaden, wenn man es ernst und gewissenhaft macht.  

Geschrieben
Meine lieben dürfen so sein wie sie sind, ganz einfach.
deinkleinesgeheimnis
Geschrieben
vor 11 Minuten, schrieb Ignorance_is_bliss:

aha... bist du nicht zufrieden mit dir in deinem Job und überlegst etwas anderes zu machen, bist du kein guter Vater? Hält man sich mit 150 kg für zu dick und ist dadurch unzufrieden mit sich, ist man kein gutes Vorbild mehr für die Kinder, weil man ja mit 150 kg mit sich zufrieden sein muss? 

es reicht nicht, wenn man seinen Kindern zeigen kann, dass man ein vollwertiger Mensch ist, wenn man nicht mit sich zufrieden ist? wenn man seinen Kindern zeigen kann, wie man seine Situation verändern kann...soso...

ich finde, man ist kein guter Elternteil, wenn man tut, als wäre man Einhorndompteur

Wirklich weiterentwickeln kann man sich nur, wenn man mit sich selbst im Reinen ist...

Geschrieben
vor 1 Stunde, schrieb Gegen-Gift:

Wie wäre es im Umkehrschluss? Ich fühle Aufgrund eines Vorurteils, dass ich einfach von Dritten übernommen habe, eine tiefe Abneigung zu einer Person. Dementsprechend begegne ich dieser Person mit einem gewissen Argwohn. Bei dieser Begegnung stelle ich aber fest, dass ich mich in dieser durchaus netten Person getäuscht habe. Die Person hingegen hat sich doch überhaupt nicht geändert? Ich selbst muss meine Ansicht doch in mir zu einem Gefühl verarbeiten? Wie soll ich das jetzt besser verdeutlichen

ich denke, es liegt nicht darn, dass du dich falsch Ausgedrückt hast, sondern das ich von einer anderen Seite sehe. Nämlich ohne das, was du beschreibst. Frei von dem was andere sagen, oder dem was ich gerne hätte oder wäre. Sondern eher wie ein Kind. unbedarft... nur den Ist-Zustand betrachtend. Sicher habe ich Punkte, über die ich nicht hinwegsehen kann oder will, weil ich sie nicht in meinem Leben will, aber die muss mir jeder Mensch selbst offenbaren

vor 1 Stunde, schrieb Gegen-Gift:

Es gibt diese Dinge in uns, die wir nicht gewillt sind, zu sehen. Um sich selbst zu schützen, benutzt man dann vermutlich diese Art der Projektion. Wir projizieren quasi ein Verdachtsmoment auf das Gegenüber um es selbst nicht wahrhaben zu müssen

ich habe gelernt, dass nichts mehr schmerzt, als die Augen vor dem Ist zu verschliessen, egal wie grauenhaft es ist und Wunsch, quasi als MakeUp zu projizieren. Für mich bedeutet Selbschutz daher, eben nicht Wunschvorstellungen zu suchen und zu finden, sondern das Ist zu sehen und zu akzeptieren, das was nicht meinen Wünschen zu tolerieren oder zu vermeiden, aber niemals zu ignorieren

vor 1 Stunde, schrieb Gegen-Gift:

Gerade Missverständnisse, falsche Vorstellungen, Unwissen und auch falsche Erwartungen, sind doch im Grunde zwischenmenschlich, die größten Beziehungskiller.

eben... ansonsten würde man eine Beziehung zu einer Vision unterhalten

 

vor 31 Minuten, schrieb v1980er:

Wirklich weiterentwickeln kann man sich nur, wenn man mit sich selbst im Reinen ist...

wirklich weiter entwickeln kann man sich nur, wenn man seine Fehler erkennt und zu ihnen steht...mit sich im reinen sein, bedeutet, man erkennt sich und findet keine Fehler, bzw. findet sie toll. 

Geschrieben
vor 2 Stunden, schrieb Ignorance_is_bliss:

nein... mir fällt kein anderes Wort für von anderen, aus deren freien Stücken geliebt werden ein. Dir? 

Nein. Momentan nicht. Aber die Erklärung reicht mir. Danke dafür. :)

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