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Nixe_HRO

Kiss&tell - warum und wem erzählt ihr von euren Dates?

Empfohlener Beitrag

Nixe_HRO
Geschrieben

Eigentlich hatte ich diesen Beitrag schon mal in einem anderen Thread, als Reaktion auf ein inzwischen zu Recht als OT gelöschtes Posting geschrieben. Aber vielleicht ist das Thema ja dennoch diskussionswürdig ... also probiere ich es mal hier.

Vorgeschichte: ein Vorposter äußerte sich kritisch zu Berichten über tolle Dates. Daraufhin wurde er gefragt, ob er die Fabel von dem Fuchs und den Trauben kennen würde.

Ich bin nicht sicher, ob die hier passt. Der VP zweifelte eher den Wahrheitsgehalt der hier erzählten Geschichten an. Der Fabel-Fuchs hingegen erkannte, dass er die Trauben, die er unbedingt haben wollte, nicht bekommen kann, und gab deshalb vor, sie aufgrund mangelnder Süße abzulehnen.

Voraussetzung war, dass der Fuchs die Trauben UNBEDINGT haben wollte. Und ich hoffe mal, dass für die Wenigsten hier ein tolles Sexdate das Ziel all ihrer Träume ist. Meist ist es doch so, dass man die wirklich wertvollen Dinge im Leben - das, was einen wirklich glücklich macht - nur mit ein paar guten Freunden teilt, sie aber nicht der Weltöffentlichkeit zum Fraß vorwerfen mag. Von einigen Fällen von "wenns Herzle voll ist, läuft's Schnäuzle über" und PR-Maßnahmen wie Rumhopsen auf Ophras Couch mal abgesehen.

Insofern würden die meisten hier dargestellten Erlebnisse kaum Trauben-Qualität haben. Sind zwar nice-to-have, aber nichts, wofür man sich wirklich krumm machen würde.

Was mich viel mehr interessieren würde, wäre die Motivation der Schreiber, solche Dinge wie "hab drei Dates pro Woche" oder "hab es ihr viermal besorgt" zu publizieren. Ist das die neue Form von "mein Haus, mein Auto, mein Boot"? Ein Rückfall in Teenie-Zeiten, als das Ansehen eines Menschen noch proportional zu seinen sexuellen Erfahrungen war? Ein Fall von Eigenwerbung a la "bin ein geiler Stecher, probiert mich doch auch mal aus"? Oder lediglich ein gut gemeinter Beitrag zum Unterhaltungswert dieses Forums? Eine neue Form von Exhibitionismus? Nachträgliche Aufwertung durch öffentliche Anerkennung? Nur um mal einige Optionen zu nennen ...

Und natürlich wäre auch die Motivation solcher Nachtret-Beiträge wie "seiner war zu kurz und roch mies" oder der Jammerposts a la "hatte noch nie eins" zu klären. Ist aber meiner Meinung nach etwas offensichtlicher ...

Also, liebe Mitschreiber und -schreiberinnen: erzählt ihr von euren Dates - und im weiteren Verlauf von eurem Liebesleben? Wenn ja, warum - und wem? Wenn nein, warum nicht?


kuschelnstattvögeln
Geschrieben

Die einzigen die meine Dates was angehen würden, sind meine Partnerin/nen (wenn es denn aktuell eine/welche gäbe). Und da erzähle ich aus Fairness auch von mir aus, dass ich ein Date hatte, wenn da denn mehr ist/war als "Kaffee trinken". Und wenn sie das nicht genauso hält, kann sie gleich wieder gehen.

Wieviel? Kommt drauf an, wieviel sie wissen will.


Oberharz001
Geschrieben (bearbeitet)

Was mich viel mehr interessieren würde, wäre die Motivation der Schreiber, solche Dinge wie "hab drei Dates pro Woche" oder "hab es ihr viermal besorgt" zu publizieren.


Wenn einer Stolz drauf ist, warum soll man nichts erwähnen. Allerdings meine ich damit nicht, wie oft besorgt usw. das zeigt meiner Meinung nach, die Einstellung, eine Frau als Sexobjekt zu sehen, die erstere, wieviel Date, ist da meiner Meinung nach OK.

Wir haben alle etwas worauf wir Stolz sind. Und wenn man eine schöne Frau erobert, wo alles stimmt (wie meine Affaire ), was auch noch auf Gegenseitigkeit basiert, (was gibts es Tolleres) dann kann man eben zu Recht, Stolz sein. Bin ich auch und sie übrigens ebenso (sagte sie zumindest gestern noch .)

Abwertend dagegen finde ich die sexuelle Aussage (wie oft besorgt z. B.). Kann man vielleicht auch Stolz drauf sein, jeder geht auch anders mit den Erzählungen der Intimsphäre um, aber mein Ding ist es nicht. Wenn der Mann seine Eroberung nunmal als Betthäschen sieht, worüber man erzählen kann (wenn auch ohne Nennung des Nicknamens) dann finde ich das zwar abwertend einer Frau gegenüber, aber nicht verächtlich.

Ich würde als z.B. niemals ins Detail gehen, ausschliesslich eine intime Sache zwischen ihr und mir ist, also wie oft, wie lang, wieviel Tage schon Sex usw. (also die Praxis dessen) weil, wie ich schonmal schrieb, sie kein Betthäschen ist, aber auch dann würde ich nichts erzählen, ausser vielleicht, "klasse Frau, tolles Date". Da kann sich dann jeder für sich selbst Gedanken machen, wie das wohl gemeint ist. Eigentlich muss man das aber gar nicht erwähnen (das Sexuelle), da ich mal ganz frech unterstelle, dass sich absolut JEDER hier denken kann, dass kein Mensch hier einen ONS, Seitensprung, Affaire usw. rein nur zum Händchenhalten sucht.


bearbeitet von Oberharz001
in10thief
Geschrieben (bearbeitet)

Ich gebe zu, ich verstehe dieses Marke setzen (als nichts anderes empfinde ich das öffentliche Bekunden von angehenden und erfolgten Dates) ebensowenig, wie den hier allseits verbreiteten Alltagsexhibitionismus. Mir ist natürlich klar, dass es dabei um Selbstdarstellung geht. Dennoch schäme ich mich dabei immer ein wenig fremd. Natürlich weiß ich, dass das eher etwas mit mir zu tun hat als mit dem Alltagsexhibitionisten.
Mir sind bescheidene, weniger "laute" Menschen von Haus aus näher, weshalb ich dazu neige, Alltagsexhibitionisten auf meiner Sympathieskala eher weiter unten anzusiedeln.


Menschen, den ich vertraue, erzähle ich durchaus von angehenden oder stattgefundenen Dates. Allerdings, so stelle ich fest, ist es der Mensch, der dabei im Mittelpunkt steht und weniger mehr oder weniger prekäre Inhalte.


bearbeitet von in10thief
Geschrieben

wenn es dann mal dazu kommt hier ..aber nicht im detail ! oder meiner freundin..sie weiss alles


Nixe_HRO
Geschrieben (bearbeitet)

Wenn einer Stolz drauf ist, warum soll man nichts erwähnen. ....
Und wenn man eine schöne Frau erobert, wo alles stimmt (wie meine Affaire ), was auch noch auf Gegenseitigkeit basiert, (was gibts es Tolleres) dann kann man eben zu Recht, Stolz sein.



Danke - auf genau solche Einblicke hatte ich gehofft. Als frau hat man ja diesen "Erobererstolz" traditionell eher nicht. Und selbst wenn man über das "ich will erobert werden"-Schema hinausgewachsen ist - dieses "Stolz darauf, einen tollen Mann ins Bett bekommen zu haben" - Konzept ist den meisten Frauen wohl fremd. Insofern ist es toll, mal eine männliche Sichtweise zu lesen.



Menschen, den ich vertraue, erzähle ich durchaus von angehenden oder stattgefundenen Dates. Allerdings, so stelle ich fest, ist es der Mensch, der dabei im Mittelpunkt steht und weniger mehr oder weniger prekäre Inhalte.



Geht mir ähnlich. Allerdings gibt es da die vom Oberharz erwähnte "Betthäschen" - Grenze. Sobald ein Mann anfängt, mir etwas mehr zu bedeuten, gibt's bis auf ein "alles prima" nix mehr. Und das auch nur auf Nachfrage.

Allerdings ... für Lästereien im Freundeskreis bei Fehlschlägen bin ich berüchtigt. Dann aber auch immer anonym, nie so, dass der Betroffene es erfährt und nie über anatomische Unabänderlichkeiten. Also kein "seiner war zu kurz" sondern eher ein "wie kommt der eigentlich darauf, dass ihn die detaillierte Beschreibung seiner Vibratorensammlung irgendwie sexuell attraktiver erscheinen lässt?"


bearbeitet von Nixe_HRO
SinnlicheXXL
Geschrieben

Pauschal kann ich das nicht beantworten. Ich erzähle eher Sachen, die mich bewegen. Also entweder emotional oder aber weil sie so herausragend - in positivem wie im negativen Sinn - waren. Allerdings auch nicht dieses "wie oft, wie lange"oder präzise sexuelle Details.

Manches erzähle ich meinen Liebhabern, manches engen Freundinnen und über manches tausche ich mich auch im Forum aus. Ok, müsste dabei allerdings eher in der Vergangenheitsform schreiben, denn derzeit gibt es eher "ich habe so überhaupt gar keine Lust" zu berichten.

Früher wurde mir oft unterstellt, ich wolle z.B. mit multiplen Orgasmen prahlen. Ich habe das aber nie so gesehen, sondern war selbst verblüfft, wie sich Sexualität verändern kann und wollte daher eher anderen Mut machen.

Als Frau mit einer Vielzahl von Dates oder Liebhabern prahlen zu wollen, wäre ohnehin kontraproduktiv. Da setzt man sich nämlich sehr schnell dem "Schlampen"- oder Beliebigkeitsvorwurf aus. Als Frau irgendeinen "Stecher" zu finden, ist ja nun wahrlich kein Problem. Die Kunst besteht doch vielmehr darin, die richtige Wahl zu treffen.


Geschrieben (bearbeitet)


Als Frau mit einer Vielzahl von Dates oder Liebhabern prahlen zu wollen, wäre ohnehin kontraproduktiv. Da setzt man sich nämlich sehr schnell dem "Schlampen"- oder Beliebigkeitsvorwurf aus. Als Frau irgendeinen "Stecher" zu finden, ist ja nun wahrlich kein Problem. Die Kunst besteht doch vielmehr darin, die richtige Wahl zu treffen.




DITO wenn man sie trifft

ER..hat mich eben verwöhnt.. da is es schwer ein gleichniss zu finden


bearbeitet von redcherry2014
in10thief
Geschrieben

Allerdings ... für Lästereien im Freundeskreis bei Fehlschlägen bin ich berüchtigt. Dann aber auch immer anonym, nie so, dass der Betroffene es erfährt und nie über anatomische Unabänderlichkeiten. Also kein "seiner war zu kurz" sondern eher ein "wie kommt der eigentlich darauf, dass ihn die detaillierte Beschreibung seiner Vibratorensammlung irgendwie sexuell attraktiver erscheinen lässt?"


Da erkenne ich mich wieder + ein Haaaaaaach wenns ein Volltreffer (sic!) ist.


SilentHill_
Geschrieben

Vor langer Zeit als ich Anfang 20 war, wurde alles, wirklich alles bis ins Detail mit einer Freundin ausgetauscht, sogar Fotos von Schwänzen gezeigt, und abgelästert, wie unfähig manche waren.

Jetzt, und eigentlich auch schon lange, erzähle ich gar nichts
Weder Freundinnen, noch irgendjemand...muss mich auch nicht brüsten,
Ich geniese und schweige


Nixe_HRO
Geschrieben (bearbeitet)

Als Frau irgendeinen "Stecher" zu finden, ist ja nun wahrlich kein Problem. Die Kunst besteht doch vielmehr darin, die richtige Wahl zu treffen.



Ich denke mal, als Mann irgendeine "Dorfmatraze" zu finden, ist ähnlich leicht. War gestern mal wieder mit paar Freunden im Nachtleben unterwegs ... schon fast beängstigend, was da alles sucht und findet

Aber wenn frau dann was Sinnvolles gefunden hat - warum sollte man das hier posten? Wenn man vom vorhin erwähnten "mein Haus, mein Auto, meine Eroberung" - Stolz mal absieht, würde mir da als Grund nur Werbung für den entsprechenden Herren (für zukünftigen Partnertausch) einfallen ... Oder vielleicht "bin vergeben, lasst mich in Ruhe".


Da erkenne ich mich wieder ....



*lach* Schon mal über nen Ostseeurlaub nachgedacht? Wir finden vermutlich ne Menge gemeinsamer Gesprächsthemen


bearbeitet von Nixe_HRO
Geschrieben

Ein wirklich schönes und sehr interessantes Thema,allerdings würde schon die kurze Beschreibung von einem,so einiger Dates die wir hatten,um dieses Verständlich herüber zu bringen,leider den Rahmen sprengen.!,aber................................so viel mal weiter im meißt uns passierten weiter dazu ist,das wir zwei Süßen............................selbst nach ca 5 Jahren suche wie hoffen,noch auf keine echte dauerfreundschaft mit echtem harmonischem Wert wie genügend guter passender Chemie in allem treffen durften.!"!"!

Leider.!!! Freut uns für jeden hier,der,oder die das gegenteil für sich behaupten können.!!!


Geschrieben

<<<Hardcorestecher der aber nix erzählt


ebeka
Geschrieben

Männer,die es im realen Leben gebacken kriegen,brauchen nicht drüber reden.

Die,die viel reden,sind die,die es halt nicht so hinkriegen,wie gewünscht.
Hunde,die bellen,beißen nicht.
Passt natürlich nicht auf jeden,ist nur meine persönliche Beobachtung.


Geschrieben

wenn eklatant - positiv oder negativ - , dann nur mir nahestehenden personen, wat interessiert mich, was andere user lesen wollen, hier postete ich, wie ich will...vllt. ehrlich, vllt. gelogen...


Geschrieben (bearbeitet)

Männer,die es im realen Leben gebacken kriegen,brauchen nicht drüber reden. (...)


Stimmt. Das wichtigste Wort im Satz scheint mir "brauchen" zu sein.

Ich äußere mich öffentlich glücklich wenn ich glücklich bin und damit niemandem gegenüber indiskret werde. Ganz nüchtern halte ich deutlich mehr als die Hälfte aller p.de-Beiträge für das Setzen einer öffentlichen Marke – mal schwer erkennbar, mal subtil/elegant, mal eindeutig-zweideutig, mal völlig plump, mal machomässig/chauvinistisch. Allerdings meistens OT . Dann doch lieber nett und zum Thema...


bearbeitet von Papposilenos
Geschrieben

ich erzähle eigentlich immer wenn ich ein date hab.
keine details, keine namen..
warum ? es dient meiner eigenen sicherheit.


Geschrieben

... es dient meiner eigenen sicherheit.



Genau, so handhabe ich es auch. Meine Tochter weiß immer wo ich mit wem bin, falls ich mal "verloren gehen" sollte.


Oberharz001
Geschrieben (bearbeitet)

Danke - auf genau solche Einblicke hatte ich gehofft. Als frau hat man ja diesen "Erobererstolz" traditionell eher nicht.


Da hast Du mich grundlegend falsch verstanden, zumindest worauf ich Stolz bin.

Das trifft vielleicht auf Männer zu, die alle 3 Jahre mal eine abbekommen und das auch nur Nachts bei tiefster Dunkelheit.

Nein, ich bin Stolz auf die Frau, wie sie ist, was sie repräsentiert, ihr Intellekt, nicht darauf, dass sie jetzt "mir" gehört. Natürlich auch Stolz dass sie meine ist, aber keinen Eroberungsstolz, wie Du es jetzt herausgelesen hast. Den hatte ich noch nie. Ich glaube, sowas hat man auch nur, wenn man eine Frau als Trophäe ansieht und das ist sie bei mir definitiv nicht.

Ausserdem lässt sich nicht jede Frau erobern. Sie suchen sich aus, was sie wollen, wissen auch was sie wollen. Und so ist auch sie, die ich kennenlernte.


bearbeitet von Oberharz001
Geschrieben

@ vp
das ist also so zu verstehen dass du gerne etwas erwähnst weil du sie bewunderst, weil sie dir einfach gut tut ? du könntest noch viel mehr erzählen eben weil du stolz auf sie bist, tust es aber nicht aber so rein gefühlsmässig könntest du ?


Oberharz001
Geschrieben

@magnifica "das ist also so zu verstehen dass du gerne etwas erwähnst weil du sie bewunderst, weil sie dir einfach gut tut ? du könntest noch viel mehr erzählen eben weil du stolz auf sie bist, tust es aber nicht aber so rein gefühlsmässig könntest du ? "

Habe die Quotenzeichen weggemacht, weil der über 99% meckerte.

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toll, besser hätte ich es nicht in Worte fassen koennen.

Ja, das trifft den Nagel auf den Kopf


Delphin18
Geschrieben

Also, liebe Mitschreiber und -schreiberinnen: erzählt ihr von euren Dates - und im weiteren Verlauf von eurem Liebesleben? Wenn ja, warum - und wem? Wenn nein, warum nicht?

Meiner Frau, sonst geht es niemanden etwas an.


Geschrieben



Also, liebe Mitschreiber und -schreiberinnen: erzählt ihr von euren Dates - und im weiteren Verlauf von eurem Liebesleben? Wenn ja, warum - und wem? Wenn nein, warum nicht?



nur einer Freundin hier in Poppen, bei der kann ich mich auch dann auskotzen und sie sich bei mir.

Und wenn ich Dates habe mit anderen Männern außer meiner Affaire, dann auch ihm, zum einen damit er weiss wann ich wo mit einem bin, zur Vorsicht und dann das danach, weil wir es geil finden...


Nixe_HRO
Geschrieben

ich erzähle eigentlich immer wenn ich ein date hab.
keine details, keine namen..
warum ? es dient meiner eigenen sicherheit.



Ja, diese Sicherheits-Informationen geb ich auch weiter. An eine einzige Freundin; aber dann mit allen Details, die ich vorm Date kenne. Was würde im Ernstfall ein "ich treff mich mit nem Typen" nützen?

@Oberharz: dann hab ich Dich wohl teilweise missverstanden, und mich teilweise falsch ausgedrückt. Du schreibst also über sie, weil Du stolz auf sie bist. Ähnlich wie Papposilenos schreibt, weil er glücklich ist. Mich interessierte allerdings nicht primär euer Seelenzustand (obwohl ich es durchaus schön finde, glückliche Menschen zu lesen) - sondern der Grund, warum so viele Leute über solch intime Dinge öffentlich schreiben - und zunehmend auch reden. Ist es lediglich eine Frage des individuellen Temperaments - sprich, sind diese Menschen schon als Kind mit ihrem tollen Zeugnis durchs Haus gerannt und haben es allen gezeigt? Oder erleben wir gerade einen gesellschaftlichen Wandel - ade, Privatsphäre, willkommen, Transparenz?

Manchmal gibt es ja Situationen, in denen wir unser Glück mit jedem teilen - oder unseren Frust herausschreien wollen. Früher redeten wir dann mit Freunden. Waren keine aufzutreiben, mit nem Barkeeper. Heute wohl scheinbar mit dem Internet. Warum auch nicht; das ist im Gegensatz zu Freunden immer verfügbar, erwartet keine Gegenleistung, wir müssen weder auf seine Befindlichkeit Rücksicht nehmen (ner frisch getrennten Freundin von der neuen Liebe vorschwärmen kommt nicht gut ) - und wir müssen keine Drinks bestellen, damit uns einer zuhört.

Und sicher gehört eine frische Verliebtheit zu diesen "der Mund läuft über"-Ausnahmesituationen. Aber um die ging es mir gar nicht. Meine Frage galt diesen eher banalen Dingen. Hier bei poppen.de sind das eben Berichte über Dates (die ja meist keinen emotionalen Ausnahmezustand hervorrufen), auf anderen Plattformen wird der Verlauf der letzten Darmspiegelung, der Stoffwechsel des Kleinkindes, das Ergebnis des letzten Shoppings oder die bewegende Frage, was es zum Mittag gab, ausführlich dokumentiert. Hier ist es für mein Empfinden nur am deutlichsten, weil Themen addressiert werden, die tief in die Intimsphäre gehen. Woher kommt dieser plötzliche Drang, die ganze Welt an der eigenen Privatsphäre teilhaben zu lassen? Oder ist der nicht plötzlich - war er vielleicht schon immer da, und kann durch das Internet lediglich besser ausgelebt werden?


Carolien
Geschrieben

Warum?
Es gibt fuer mich keinen erkennbaren oder triftigen Grund irgendjemandem etwas darüber zu erzählen.
Wem?
Absolut niemandem.

Hier?
Werde ich öfter mal gefragt. Meine Antwort ist stets die gleiche:
Treffen dieser Art (also meiner) leben von absoluter Diskretion. Nur wer dabei war, weiss was geschah.


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