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curiousshyguy87

Gamescom 2018 - Die größte Messe für Computer- und Videospiele

Empfohlener Beitrag

curiousshyguy87
Geschrieben

Hallo liebe Mitforisten/Mitforistinnen,

Statistiken geben an das in Deutschland fast jeder zweite Mensch Computer-/Videospieler ist oder regelmäßig Kontakt zu diesem Medium pflegt, um genau zu sein wird die Zahl von 34,3 Millionen Spielern/Spielerinnen genannt, bei der 47% der Spieler/Innen Frauen sind. Wir sind also eine ziemlich große und breitgefächerte Masse, welche neben ihrem echten Leben ein klein wenig Zerstreuung auch in Computer-/Videospielen findet.

Nicht weiter verwunderlich ist es das wir in unserem Land, berechnet an Besucherzahl und Messefläche, die größte Computer-/Videospielmesse der Welt veranstalten dürfen welche nicht nur deutsche, sondern überwiegend auch eine große Menge Gäste aus der gesamten Welt anzieht und uns jährlich ein weiteres Wachstum der Besucherzahl, Messefläche und Diversität beschehrt.

Kommenden Mittwoch ist es also wieder soweit das sich die Tore in eine kleine skurille Parallelwelt für die Allgemeinheit öffnen, bei der man selbst als schlimmster Sozialphobiker in Gespräche verwickelt werden kann, die Kostüme von Menschen bewundert welche hunderte von mühseeligen Stunden in ihre Cosplays steckten, Turnieren beiwohnen kann zu den beliebtesten Spielen (oder aber auch beispielsweise Skateboardwettbewerben), sich selbst an Neuheiten versucht, einen haufen Merchandise und Goodies hinterhergeschmissen bekommt, wo die Zeit an einem vorbei fliegt und man für eine gewisse Zeit das Kind im Manne/der Frau wieder hervorlugen lassen darf.

Da das Thema viel zu groß ist als das man über einen einzelnen Aspekt diskutieren könnte, wünsche ich mir hier einen regen Austausch über Erfahrungen, Erlebnissen während der Messe (nicht sexueller Natur), euren persönlichen Gedanken, euren Plänen und den schönsten Momenten welche ihr auf der Messe erleben durftet.

Auch ein Austausch darüber wo es welche sinnvollen Goodies gibt, könnte nützlich sein für den ein oder anderen, vor einigen Jahren gab es beispielsweise einen Dreibeinhocker den ich immer neidisch beäugte wenn die Menschen in den Warteschlangen saßen, während ich sitzend über den Boden schlurfte. (dieses Jahr habe ich es auf ein neues Mousepad abgesehen, nachdem mein altes Messemousepad zwischenzetilich runter gerockt wurde) ;)

Also wie sehen dieses Jahr eure Pläne aus? Was wollt ihr unbedingt anspielen? Welche Neuheiten interessieren euch dieses Jahr am meisten? Seid ihr Merchandiseverrückte und was sind/waren eure größten Messegoodies? Habt ihr eventuell sogar schon mal bei Gewinnspielen oder Giveawayaktionen Gamingrechner oder Hardware gewonnen/gefangen? Seid ihr sogar eurer großen Liebe auf der Messe begegnet oder habt den/die mysteriöse Fremde/n vergessen nach dem Namen zu fragen bevor man sich aus den Augen verloren hat? Welche Survivaltipps wollt ihr euren Mitforisten/Mitforistinnen mit auf dem Weg geben? Seid ihr selber Cosplayer und wollt eure Kostüme mit der Community teilen? Wo geht ihr hin um abzuschalten wenn es euch auf der Messe zu viel wird? Wer schwelgt ebenfalls in Erinnerungen an die Kindheit wenn er die riesige Retrovideospielhalle mit Automaten, Brettspielen oder uralter skurriler Hardware ausprobieren kann? ;)

p.s.: Da es unter Umständen nötig wird darauf hinzuweisen, was dieser Thread nicht sein soll: Bitte beim Thema bleiben, dieser Thread ist nicht vorgesehen um zu flirten oder Begattungspartner zu suchen (erledigt das bitte per PN wenn nötig), Menschen die auf dem Stand der Berichtserstattung von RTL 2011 sind -> Bitte draußen bleiben solange nichts konstruktives beigetragen wird.

Da dies mein erster selbst erstellter Thread ist weiß ich nicht inwiefern es möglich ist unangebrachte Beiträge selber zu entfernen, sollte dies nicht möglich sein bitte ich alle Mitschreiber unangebrachten Content zu melden damit der Thread für weitere Konversationen frei bleibt.

Mit freundlichen Grüßen

CuriousShyGuy

Geschrieben

Würde an den öffentlichen Tagen nicht noch einmal für eine hohe Antrittsprämie dort erscheinen. Abartige Schlangen für jeden noch so billigen Ramsch und einen kurzen Einblick in den xten Serienableger - muss nicht sein. Die Gamescom zeigt wirklich das Computerspiele in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind - hemmunglose Selbstbeweihräucherung der Industrie und denkbefreites Konsumieren inbegriffen wie bei der Musik- und Filmindustrie vor dem großen digitalen Knall.

 

Innovation gab es in den letzten Jahren lediglich in der Entdeckung weiterer Möglichkeiten den Konsumenten mehrfach auszupressen und zu entmündigen. Gab es wider Erwarten mal etwas Neues wurde es im Nachhinein bis zum bitteren Ende totgeritten. Die Rahmenveranstaltungen für Interessierte waren kaum mehr als ein Feigenblatt. Für den Fachbesucher irrelevant und dementsprechend werde ich die nächsten Jahre nicht mehr hingehen. 

 

Fantastisch ist eigentlich nur der Enthusiasmus der privaten Besucher, Zielgerichtet leider in die Kassen Skrupelloser Geschäftemacher.

 

 

curiousshyguy87
Geschrieben

Moin Moin Manni,

Immerhin eine Antwort, damit kann man arbeiten bis/falls sich noch mehr Antworten hier einfinden.

Natürlich wäre es angenehmer an einem Fachbesuchertag vor Ort zu sein, dies ist allerdings zum Glück für die Fachbesucher überhaupt nicht möglich. In meinen Augen siehst du das allerdings zu eindimensional, vielleicht war deine Erwartungshaltung eine andere bevor du das erste mal die Messe besucht hast und sie konnte deiner Erwartungshaltung nicht gerecht werden, eventuell konntest du auch die Intention mit der du dorthin gingst aufgrund der Warteschlagen nicht erfüllen.

Klar sagen muss man hierbei allerdings auch das wirklich lange Warteschlagen existieren, unbestritten, man kann sogar teilweise Schilder sehen auf denen steht: "Ab hier 5 Stunden" (realistisch gesehen endet es dann meist bei 2 Stunden wartezeit), die andere Seite der Medaille ist, diese Wartezeiten treten nur bei den Blockbustern auf, eben jene Spiele denen du selber zuschreibst das sie auch im Mainstream angekommen sind, in der Mitte der Gesellschaft, und somit natürlich ein großes potentielles Publikum anziehen. Dagegen stehen dann aber auch unzählige Anspielstationen bei denen man 10-30 Minuten warten soll (laut Schildern), jedoch nach 5 bis 10 Minuten auch schon dran kommt und noch mehr Anspielstationen bei denen man überhaupt nicht warten muss (oft Indie-Titel ausgewiesene Warteschlagen). Eben jene kleineren Spiele sind heute auch leider der Innovationsmotor der Industrie, wo man wirkliche Neuheiten zu Gesicht bekommt, wenn es einem um Gameplaymechanik oder Artdesign geht.

Ich würde dir auch widersprechen wollen bei dem Punkt, dass es darum gehe neue Möglichkeiten zu finden den Konsumenten auszupressen. Ich kann deinen Schmerz ja verstehen, auch ich bin nun schon etwas betagter und habe die goldene Zeit der Videospiele miterleben dürfen, bei der ein Addon für ein Spiel so viel neuen Content brachte das die Entwicklung des Addons selber noch 2 Jahre eingenommen hat und damit beinahe ein vollständiges zusätzliches Spiel ausmachte. Jedoch muss man sagen das die Videospielindustrie nun wieder VR voran gebracht hat, von dem die Nutzer auf unterschiedlichste Art und Weise profitieren können -> einerseits natürlich der Konsumentenmarkt der Videospiele konsumiert, andererseits hat der technische Fortschritt (ja klar, man könnte jetzt pessimistisch rum fotzen das es noch nicht ausgereift sei) dahingehend auch andere Verwendungszwecke gefördert, beispielsweise findet VR heute auch schon teilweise bei altersschwachen Verwendung, bei denen Depressionen aufgrund der Immobilität mitbehandelt werden (neue Sinneseindrücke können da Wunder wirken), da wir hier bei Poppen sind, ja auch die Pornokonsumenten profitieren bereits davon. Falls sich das Auspressen widerum auf Lootboxen bezog, glücklicherweise gehen die ja nun zurück, für kosmetisches Zeug gebe ich in Spielen ohnehin kein Geld aus und es wird ja auch niemand gezwungen.

Ich möchte hier keine hohen Preise für die Technik rechtfertigen, aber das ist das Schicksal des Early Adaptors, wenn jemand Küchenverrückt ist und den neuesten Thermomix braucht bezahlt er auch die paar hundert Euro mehr. Man darf eben nicht vergessen das es sich bei allen Betrieben in erster Linie auch um Wirtschaftsbetriebe handelt die ihr Personal, ihre research and development Programme und die Produktion bezahlen müssen und danach noch schwarze Zahlen schreiben wollen.

Mit ein bisschen Vorbereitung lässt sich die Gamescom allerdings gut ertragen, man muss mit einem offenen Geist an die Sache herantreten, das selber Spielen nicht in den Mittelpunkt stellen, Kontakt zu Menschen knüpfen (die Warteschlangen sind dann ja dankbare Bereiche für Gespräche wenn man sich die Zeit sowieso totschlagen muss) - so bin ich immerhin an einem Tag mit mehr Meinungen und Ansichten konfrontiert als in den meisten Foren üblich - immerhin konnte ich interessante Menschen mit interessanten Geschichten kennenlernen, aus diversesten Ländern zu denen ich teilweise auch noch Kontakt pflege und alleine dafür hat es sich bisher gelohnt.

Sinnvoll ist wohl auch sich Ruhezeiten einzuplanen, in denen man sich einen Drink gönnt oder eine Zigarette raucht, vielleicht auch einfach mal abschaltet von den ganzen Sinnesreizen welche einen auf Dauer schon überfordern (laute Musik, laute Menschenmassen, Lichter, usw.). Das unterscheidet sich dahingehend aber auch nicht von anderen Großveranstaltungen wie Festivals.

Eine willkommene Abwechselung bieten dann auch Gespräche mit Entwicklern, diese nehmen sich auch gerne Zeit für einen und diskutieren über Aspekte ihrer Spiele ohne einen doof zurechtzuweisen oder wegzuschicken (von Selbstherrlichkeit auf der Seite der Angestellten kann also keine Rede sein), da ich selber ein Projekt nebenbei betreibe bin ich auch jederzeit dankbar für Tipps und Tricks wie sich gewisse Dinge umsetzen lassen. Natürlich ist es leichter ins Gespräch mit kleineren Indieentwicklern zu kommen, bei den größeren Playern herrscht da evtl. mehr Andrang.

Warteschlangen lassen sich im übrigen noch besser ertragen wenn man eine mobile Hardware dabei hat, oft genug saß ich in Wartebereichen in denen andere Menschen das selbe Gerät dabei hatten und man sich kurzfristig zusammenschloss und ein paar Runden Mario Kart spielte, dabei vergeht die Zeit wie im Flug.

Sollte man wirklich Blockbustertitel anspielen wollen, lohnt es sich Erfahrungsgemäß vor der Öffnung der Tore schon da zu sein, sich einen Hallenplan vor der Messe anzuschauen und zielgerichtet den Eingang zu wählen der die kürzeste Strecke zum Objekt der Begierde bietet, somit lassen sich dann 5 stündige Wartezeiten entspannt auf 30 Minuten oder weniger drücken (abhängig davon ob man wie ein verwirrter hinrennt oder schnellen Schrittes geht). Für den Fall das man so verrückt ist sich wirklich in eine überfüllte Schlange zu stellen lohnt sich auch ein Buch, so kann man das angenehme mit dem nützlichen Verbinden (man sieht genug Menschen mit so richtigen analogen Büchern da rum laufen - Ich habe sogar mal jemanden getroffen der für eine Klausur in der Universität geübt hat während des wartens).

Bei allem negativen gibt es auch das Positive an so einer Veranstaltung, das darf man nicht aus den Augen verlieren. Für alle unannehmlichkeiten existiert dieser Survivaltrhead mit Tipps wie man es sich angenehmer gestalten kann. Aus meiner Erfahrung teile ich auch nicht dein Bild, welches die Allgemeinheit dort als Lemminge darstellt welche man ausnutzt, sicher gibt es auch die, alle als solche zu Bezeichnen wäre aber eine Strategie sich ein äußerst einfaches Weltbild zu gestalten. An mir hat kein Unternehmen, außer der Messe und den Imbissständen profitiert, gekauft habe ich mir nichts - dafür bin ich gratis mit einem haufen Schlaf- oder Gammelshirts nach Hause gegangen der sich so über die zwei Tage ansammet. Die Goodies allgemein als Ramsch und Müll zu bezeichnen finde ich auch irgendwie schwach, wenn es einem nicht gefällt kann man es immernoch gewinnbringend bei Ebay an Liebhaber verkaufen und somit seinen Besuch gegenfinanzieren. Darüberhinaus bekommt man, sollte man eines der Spiele spielen auch noch kosmetische Goodies für Spiele geschenkt -> kein Interesse dann verkaufen im nachhinein (ich weiß zumindest von einem relativem Underdog Spiel das Gamescom Skins einst für mehrere hundert Euro über den Handel liefen).

Ein kleiner Tipp mit auf dem Weg, versuch die Dinge nicht so schwarz zu malen, es ist nichts einzuwenden gegen eine gesunde Portion Skepskis und Reflektion, man kann sich aber auch über die Aufregung alles kaputt machen. Am Ende ist das was wir erleben und was wir daraus machen, durch uns selber erschaffen, wir sind die Schmiede unserer eigenen Realität und ich will nicht abstreiten das es auch welche gibt die sich ihre Realität so schlecht schmieden das sie selbst anderen die Freude an ihrem eigenen unvermögen madig machen wollen. Vielleicht sind solche Veranstaltungen einfach nicht der Ort an dem du dich wohl fühlst, dann ist dein Entschluss dein Glück in anderen Dingen zu suchen nur richtig und gut.

Mit freundlichen Grüßen

CuriousShyGuy

cid001
Geschrieben

Ach so, Stundenlang in einer Schlange stehen und dann nur ein paar Minuten zocken macht Spaß? 

Ne, mal in Ernst, die Gamescom spielt im internationalen Vergleich doch kaum eine Rolle. Da giebt es immer noch die E3, wo die Entwickler jedes Jahr die Trümpfe ausspielen und aufwändige Pressekonferenzen ab halten. 

Dann ist da auch noch die Tokio Games Show, wo immer wieder die Japanischen Spieleendwickler für eine Uberwachung gut sind. 

Gegen die Beiden, ist die Gamescom ein Witz. Somal die deutschen Spieleendwickler in letzter Zeit, nichts vernünftiges auf die Reihe bekommen, was sie auf der Gamescom vorstellen könnten, 

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