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Warum lebt man den Sex nicht mit den eigenen Partner aus ?

Empfohlener Beitrag

Anicet25
Geschrieben

Gibt ja, wie auch etliche hier schon (und immer wieder) zu Recht geschrieben haben, etwas mehr als eine Partner*in "neben" sich zu haben und Fremd gehen.

Die Welt, in der Partnerschaft heißt, dass Sex, emotionale Bindung, Liebe, wechselseitige Verantwortung, durch dick und dünn gehen, Ehevertrag, bis das der Tod euch scheidet usw. alles zusammen gehen müssen, und sich die Welt dementsprechen notwendigerweise in "treu sein" und "fremdgehen" aufteilt, existiert ungefähr seit der bürgerlichen Moderne um 1800. Das war bestimmt auf der einen Seite eine nicht zu unterschätzende Errungenschaft, weil die Verbindung damit im besten Fall nicht mehr als Besitzwechsel der Frau (vom Vater zum Ehemann) gesehen wurde, sondern als (mehr oder weniger) freiwilliger, wechselseitiger Vertrag, aber auf der anderen Seite hats halt den Nachteil, dass damit nun alles geteilt sein muss. Die Romantik erfindet dann ganz clever dafür die Absicherung auf emotionaler Ebene, nämlich diese schmachtende Idee, dass auf jeden und jede, die eine große Liebe wartet, die ihn oder sie komplett macht. Was wunderschön klingt und bestimmt für einige wenige romanhafte und romantische Ausnahmen sich auch wundervoll anfühlt (und Hollywood hat zu Recht erkannt, dass sich das dementsprechend auch gut verkauft), vor allem aber jede Beziehung mit der Hoffnung auf das Erreichung des Himmelreichs belastet.

Es gibt bestimmt tausend Gründe, die einen tragischer als die anderen, die anderen verlogener und untreuer als die letzten und die übrigen vielleicht egoistischer, hedonistischer oder freigiebiger als die ersten beiden, aus denen dieses Beziehungsmodell scheitert oder gar nicht erst geführt wird. Und der einzige Grund das Ganze jenseits von der (oft mehr als berechtigten) Kritik am Verhalten konkreter Personen zum moralischen Problem zu machen, ist es, die Bestätigung für seinen eigenen Glauben an diese Zweisamkeit zu erhalten. Ich möchte hier auch niemandem diesen Glauben nehmen, jede und jeder soll glauben was sie oder er will, aber die Frage impliziert ja, dass alles jenseits davon irgendwie weird und unverständlich, wenn nicht moralisch verwerflich ist.

Dieses Unverständnis fängt im Alltag bei Fragen an, warum man denn bitte nach 8 Jahren Beziehung partout nicht zusammen wohnt oder in der gemeinsamen Wohnung konsequent getrennte Zimmer hat, nicht alle Freunde, Freizeitvergnügungen und auch sonst alles teilt und es nervig findet irgendwann nur noch im Pärchen-Plural adressiert zu werden, von allen Aufforderungen zu staatlich oder kirchlich sanktionierten Verbindungen mal abgesehen. Und findet seinen Höhepunkt, in der Frage, warum man denn, wenn man mit einer Partnerin liiert ist, zu allem Überfluss noch auf die Idee kommt andere Menschen (des einen oder des anderen Geschlechts) für begehrenswert zu halten und daraus kein Drama zu machen. Liebe ist nicht Sex (auch wenn sich beides wahnsinnig schön ergänzen kann), eine Partnerschaft kein geschlossener Vertrag mit irgendwelchen Ansprüchen, die man einfordert, Vertrauen nichts, über dessen Einhaltung man eifersüchtig wacht und Beziehung nichts, was Selbstaufgabe erfordern sollte. Und trotzdem kann man "wunderschön" zusammen sein, sich gegenseitig mehr lieben als alle anderen, sich vertrauen und ehrlich miteinander sein, alles teilen, was man teilen kann und will und gemeinsam individuell getrennt zusammen leben.  Das ist nicht immer einfach und, ja, es gibt auch Situationen, wo man grandios scheitert und sich eingestehen muss, dass man an einem Punkt gelandet ist, wo man alleine, geschweigedenn zusammen nie hinwollte, aber dass ist wohl so im irdischen Leben mit unperfekten Menschen, davor rettet einen ja auch die Idee der idealen Zweisamkeit nicht. ;)

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Thorshammer59
Geschrieben
Am 6.8.2018 at 07:47, schrieb KarlaLangenfeld:

Früher war die Schwiegermutter:older_woman: die Mutter der Partnerin....Heute ist sie ein geiles Luder was man mal eben so auf den Küchentisch weg knallt .

Der Schwiegervater war der Herr mit Respekt ...Heute ein Mann der lüstern sich die String:bikini: der Schwiegertochter an die Hase hält.

da liegt viel wahres in den worten. die qualität vom sex wird durch die rollen der beteiligten bestimmt. die permanente gemeinsame bewältigung von aufgaben oder teilung der wohnung macht aus irgendwie einmal geschätzten männlichen oder weiblichen rollen eben die rolle eines partners oder mitbewohners. mit zunehmender dauer sogar zuverlässig und kalkulierbar und dafür wird er auch noch geschätzt.

so ein mensch zeichnet sich eben auch dadurch aus, dass er einen eben "nicht mal so eben auf dem küchentisch weggknallt", sondern wartet, bis das abendbrot aufgetischt wird. manchen menschen fehlt dann halt was....

FrenulumLinguae
Geschrieben
Am 5.8.2018 at 15:43, schrieb Feuerblume01:

ich verstehe es nicht warum man ( N ) bzw. Frau fremd geht

Ich denke, du wirst es auch nicht verstehen, wenn andere, die es tun, dir zu erklären versuchen.

  • Mal ein Taxi zu nehmen statt das eigene Auto, kann auch mal ganz schön sein.
  • Mal beim Imbiss ne Pommes Currywurst ist auch lecker, obwohl das Selbstkochen einfach besser ist.
  • Eine professionelle Massage ist auch schön, selbst wenn die/der eigene Partner/in das gut kann.

Manche Menschen sind offen oder bereit für Außerbeziehungsdinge, andere nicht. Im Fall von Fremdgängern ist es bei Frauen wie bei Männern 50:50, die Hälfte der Menschen ist schon fremdgegangen. Das muss man nicht verstehen. Man könnte aber akzeptieren, dass das in unserer Gesellschaft ein ganz normales Phänomen ist.

Da tun sich manche nur schwer mit.

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BlueVelvet
Geschrieben
Am 13.8.2018 at 15:02, schrieb Anicet25:

Dieses Unverständnis fängt im Alltag bei Fragen an, warum man denn bitte nach 8 Jahren Beziehung partout nicht zusammen wohnt oder in der gemeinsamen Wohnung konsequent getrennte Zimmer hat, nicht alle Freunde, Freizeitvergnügungen und auch sonst alles teilt und es nervig findet irgendwann nur noch im Pärchen-Plural adressiert zu werden, von allen Aufforderungen zu staatlich oder kirchlich sanktionierten Verbindungen mal abgesehen. Und findet seinen Höhepunkt, in der Frage, warum man denn, wenn man mit einer Partnerin liiert ist, zu allem Überfluss noch auf die Idee kommt andere Menschen (des einen oder des anderen Geschlechts) für begehrenswert zu halten und daraus kein Drama zu machen. Liebe ist nicht Sex (auch wenn sich beides wahnsinnig schön ergänzen kann), eine Partnerschaft kein geschlossener Vertrag mit irgendwelchen Ansprüchen, die man einfordert, Vertrauen nichts, über dessen Einhaltung man eifersüchtig wacht und Beziehung nichts, was Selbstaufgabe erfordern sollte. Und trotzdem kann man "wunderschön" zusammen sein, sich gegenseitig mehr lieben als alle anderen, sich vertrauen und ehrlich miteinander sein, alles teilen, was man teilen kann und will und gemeinsam individuell getrennt zusammen leben.  Das ist nicht immer einfach und, ja, es gibt auch Situationen, wo man grandios scheitert und sich eingestehen muss, dass man an einem Punkt gelandet ist, wo man alleine, geschweigedenn zusammen nie hinwollte, aber dass ist wohl so im irdischen Leben mit unperfekten Menschen, davor rettet einen ja auch die Idee der idealen Zweisamkeit nicht.

Ganz wundervoll zusammengefasst.

Partnerschaft, Beziehung, was auch immer zwei Menschen verbindet, scheitert einzig an einer ganz banalen Sache ...

man vergisst im WIR sein eigenes ICH, und nimmt, in ganz selbstverständlicher Weise, auch dem Partner sein ICH. Zwei nicht existente ICH, die ergeben aber kein erfülltes WIR ... alles was am Ende da ist, ist Leere und Entäuschung.

Nur wenn ich ICH bleibe, in unserem WIR, ICH, mit all meinen Facetten, Gedanken, Wünschen, Träumen, Macken, Eigenheiten, der Partner natürlich ebenso, dann erfülle ich das WIR mit Leben ... wie kann ich lebendig sein, wenn ich mich sterben lasse?

Alles was ist, alles was sein könnte, wird erstickt in der Erwartungshaltung eines erfüllten WIR ... dafür etwas geben, dran arbeiten ... miteinander ... wozu ... ich habe ja schon alles gegeben was ich hatte ... mein ICH. Nun mach du mich als Dank dafür glücklich. Und wenn du mich nicht glücklich machst, muss ich mein Glück halt woanders suchen ...

Es ist einzig diese Sichtweise, die alles zerstört ... und dann zu solchen Fragen führt, wie sie nun der TE gestellt hat.

Sich einen Glücksersatz suchen, sich etwas für nebenbei suchen, ist ganz klar einfacher als an sich zu arbeiten, aber nichts was wirklich erfüllend ist ... ich überdecke damit nur ... "Mangel in meinem/unserem Leben".

Die richtigen Fragen müsste lauten ... wann und warum haben wir aufgehört, miteinander verständlich und verstehend zu kommunizieren ... wann haben wir aufgehört uns selbst, und den anderen, als ein ICH wahrzunehmen. Wann haben wir aufgehört, uns Geschenk zu sein?

Meine Meinung zum Thema? ... wer im ICH frei ist und bleibt, wer gemeinsam das WIR, als das lebt, was es ist, der lebt den Sex ... MIT seinem Partner.

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Anicet25
Geschrieben
Am 13.8.2018 at 17:40, schrieb BlueVelvet:

Sich einen Glücksersatz suchen, sich etwas für nebenbei suchen, ist ganz klar einfacher als an sich zu arbeiten, aber nichts was wirklich erfüllend ist ... ich überdecke damit nur ... "Mangel in meinem/unserem Leben".

Die richtigen Fragen müsste lauten ... wann und warum haben wir aufgehört, miteinander verständlich und verstehend zu kommunizieren ... wann haben wir aufgehört uns selbst, und den anderen, als ein ICH wahrzunehmen. Wann haben wir aufgehört, uns Geschenk zu sein?

Meine Meinung zum Thema? ... wer im ICH frei ist und bleibt, wer gemeinsam das WIR, als das lebt, was es ist, der lebt den Sex ... MIT seinem Partner.

Ob das was ich geschrieben hab, ein Plädoyer für Monogamie war?! :confused:  Zumindest war es nicht das, was ich sagen wollte, auch wenns ich die Option ganz sicher nicht ausschließen wollte. Vielleicht les ich da aber auch gerade bei dir was rein, was du gar nicht sagen wolltest. Ich bin mir nicht sicher. Bei Fremdgehen als "Glücksersatz" bin ich aber ganz deiner Meinung, und bei der Arbeit an sich selbst, miteinander reden und sich verstehen zu versuchen sowieso. Wobei man aber auch nicht jeden Sex teilen muss, man sollte dabei nur ehrlich sein und sich gegenseitig vertrauen können (so oder so). Und in jedem anderen Fall zumindest so ehrlich sein und seine Beziehung grundsätzlich überdenken, zu welchem Schluss man dann auch immer für sich kommt. Die Antwort hängt dann auch ein wenig mit der eigenen Erwartung an sich und sein Leben zusammen, da kennt sich dann jeder am besten aus und zur Not hilft der Spiegel. :P

Geschrieben
Am 6.8.2018 at 07:18, schrieb Blutgräfin:

Verstehe ich auch nicht. Wenn man seinen Partner liebt, will man garnicht mit Anderen.

Wie kommst du darauf? Verstehst du es nicht? Liegt es außerhalb deines Erfahrungshorizontes?

In unserer Beziehung zB ist das genaue Gegenteil der Fall. 

Nur WEIL wir uns so sehr lieben und ganz genau wissen, wo wir zuhause sind, können wir diese Form der Beziehung leben und unsere Abenteuer genießen.

Mein Partner ist kein Stück Seife.....Der nutzt sich nicht ab, nur weil er mal in anderen Händen war.

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BlueVelvet
Geschrieben
Am 13.8.2018 at 18:23, schrieb Anicet25:

Ob das was ich geschrieben hab, ein Plädoyer für Monogamie war?! :confused:  Zumindest war es nicht das, was ich sagen wollte, auch wenns ich die Option ganz sicher nicht ausschließen wollte. Vielleicht les ich da aber auch gerade bei dir was rein, was du gar nicht sagen wolltest. Ich bin mir nicht sicher. Bei Fremdgehen als "Glücksersatz" bin ich aber ganz deiner Meinung, und bei der Arbeit an sich selbst, miteinander reden und sich verstehen zu versuchen sowieso. Wobei man aber auch nicht jeden Sex teilen muss, man sollte dabei nur ehrlich sein und sich gegenseitig vertrauen können (so oder so). Und in jedem anderen Fall zumindest so ehrlich sein und seine Beziehung grundsätzlich überdenken, zu welchem Schluss man dann auch immer für sich kommt. Die Antwort hängt dann auch ein wenig mit der eigenen Erwartung an sich und sein Leben zusammen, da kennt sich dann jeder am besten aus und zur Not hilft der Spiegel. :P

Nein, lach, du hast ganz sicher kein Plädoyer für die Monogamie gehalten, ich aber auch nicht. DU hast in deinem letzten Abschnitt ganz wunderbar aufgezeigt, auf was es alles ankommt, was da alles auf einen zukommt, was man "bedenken" muss, was reinspielt, wenn man sich für eine Partnerschaft entscheidet, /entscheiden würde. ICH habe deinen Gedankenansatz dann keck weiter ausformuliert ...

Anscheinend ist es nicht klar rübergekommen was darin meine Aussage sein soll ...

Wenn ich mich mit jemand anderem dafür entscheide ein Paar zu sein, wurscht ob verheiratet, ob zusammenwohnend oder nicht, habe ich mich der Gefühle wegen dafür entschieden ... wir wollen freudigen Herzens ein WIR sein. Dafür entscheide ich mich aber doch logischerweise  erst, wenn alles stimmig ist ... wenn die Sache rund ist ... wenn mich mein Partner bereichert, ergänzt, mein Leben rund macht. Wenn er das tut, habe ich in ihm doch dann alles was ich haben wollte ... wenn dem nicht so ist, dann wäre ich ja schön blöd mich überhaupt an ihn zu binden.

In dieser Paarbeziehung, in diesem WIR, sollte aber dennoch jeder das bleiben und sein, was er ist ... ein Individuum. Jeder geht weiter seinen ganz eigenen Interessen, seinen Hobbys nach, je nachdem auch allein, ohne Partner ... um sie dann am Ende doch mit dem Partner zu teilen, weil man sich, interessiert am anderen, darüber austauscht ... sich mitteilt. Mitteilen, dieses Wort in sich bedeutet ja nichts anderes als ... mit dir teilen.

In Bezug auf Sex jedoch, da sehe ich das anders ... da sehe ich uns ausschließlich als WIR.

Alleingänge wie als Single sind für mich ein absolutes no go ... wenn das von ihm gebraucht wird, obwohl er mich hat, fehlt ihm etwas, was ich ihm nicht gebe und in dem Fall würde ich unser WIR hinterfragen müssen. Seine diversen Wünsche und Sehnsüchte, die sexuelle Abenteuerlust die kann man natürlich dennoch ausleben ... aber gemeinsam ... als Paar, das zu sein, wir freudigen Herzens gemeinsam beschlossen haben.

Ist das nicht möglich ..... kann oder darf ich meine Wünsche, mein ICH, nicht leben in diesem WIR, dann habe ich mich entweder vorher nicht kommuniziert, verlange nun aber etwas was der andere mir gar nicht sein oder geben kann, oder aber ich bin grundsätzlich falsch in dieser Paarbeziehung.

Plädiere ich nun für die Monogamie ... hm ... ja, nein, jein ... lach. Ich sag`s mal so ... das Leben ist zu kurz, zu bunt und zu schön, um nicht das Leben zu leben, das einen erfüllt und glücklich macht.

Bin ich ein Paar machen wir das gemeinsam ... sexuelle Alleingänge gehören für mich ins Singleleben.

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Geschrieben

Verstehe ich auch nicht...jetzt die Paare mal ausgenommen die zusammen nach Spass suchen (Jedem das was ihm gefällt)Der Grund warum ich Single bin ist dass mir keine Frau über den Weg gelaufen ist mit der ich mir vorstellen konnte mein Leben zu teilen..Jetzt mal die ausser acht gelassen die mich nicht wollten.. 😂Aber wenn ich diese Person doch an meiner Seite habe..gibt s keinen Grund nach was anderem zu schauen.. Vlt sind diejenigen auch nur in einer Beziehung um nicht alleine sein zu müssen..

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BlueVelvet
Geschrieben
Am 13.8.2018 at 19:02, schrieb Funtastictwo:

Mein Partner ist kein Stück Seife.....Der nutzt sich nicht ab, nur weil er mal in anderen Händen war.

"nur weil er mal in anderen Händen war" ... ich sage immer Liebe hat viele Gesichter, aber diese Art von Liebe, so es denn Liebe ist, die werde ich wirklich niemals nachvollziehen können.

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Anicet25
Geschrieben
Am 13.8.2018 at 21:37, schrieb BlueVelvet:

ICH habe deinen Gedankenansatz dann keck weiter ausformuliert ...

Anscheinend ist es nicht klar rübergekommen was darin meine Aussage sein soll ...

Doch ist es im Grunde, ;) ich war mir nur tatsächlich nicht sicher ob ich dich da richtig gelesen habe. Was das Sexuelle angeht: Agree to disagree! Aber das ist nix was man diskutieren müssen sollte. Das muss jede*r mit sich, seinen Gefühlen, seinem oder seiner Partner*in und ihren Gefühlen und der gemeinsamen Idee von Beziehung ausmachen. 

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Traumstrand_79
Geschrieben
Am 6.8.2018 at 09:25, schrieb jungdickgeil:

Lust und liebe sind zwei völlig verschiedene Dinge. Die Lust ist ein trieb, die Liebe eine Emotion die in besonderen Fällen sogar körperliche Empfindung hervorrufen kann. Generell ist es selten so das man beides zusammen in der gleichen Intensität ausleben kann. Zu viel Gefühl und Emotion lässt uns oft uns selbst vergessen. Hin zu kommen bei langjährigen Beziehungen oft ein Kommunikationsproblem. Wenn man 10Jahre und länger immer mit dem zufrieden war und dann durch einen neuen Impuls mal seine Lust laufen lässt.. hat man oft Angst den Partner zu verschrecken. (Meist denken so die Männer) anders rum, machen viele Frauen Dinge die sie gar nicht möchten oder mögen nur um ihren Partner zu halten. Das man das oft merkt, wird gar nicht gesehen.. Guter Sex und das Bedürfnis der Befriedigung ist daher eindeutig nicht mit liebe zu verwechseln (viele tuen das leider). Ich für meinen Teil kann nur sagen.. ich brauche nicht 100te Männer, einer der gut ist reicht.. aber meinen Trieb kann ich viel besser ausleben mit jemanden den ich gerne habe und nicht liebe.. ein gesunder Egoismus ist nämlich dann wirklich das was Grenzen erweitert und Schubladen denken abschafft.. Und dennoch wache ich jeden Morgen neben meinem Partner auf und weiß das es keinen besseren als ihn gibt. Nicht immer ist alles fremdgehen.. die Situation ist entscheident..

Klasse ausgesprochen, was ich sehr oft schon gedacht und selbst empfunden habe!

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Engelschen_72
Geschrieben
Am 13.8.2018 at 10:42, schrieb MisterJoes:

nur weil der Mensch gezwungen ist wider seine Natur zu leben und zu lieben

Ich fühle und fühlte mich nie gezwungen NUR mit meinem Partner Sex zu haben!

Und diese Begründung, daß der Mensch für Monogamie nicht geschaffen sei... für mich eine Ausrede für`s Fremdgehen!

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Lindberg76
Geschrieben

Ich würde es schon sehr gerne mit meiner Partnerin ausleben. Doch leider hat sie diesbezüglich nicht die gleichen Ansichten (Partnertausch) wie ich. Für sie wäre es schon ein Trennugsgrund wenn ich sie mit einem anderen Mann teilen würde ohne eiversüchtig zu werden.

Mello67
Geschrieben

Es gibt schon mal etwas was er oder sie nicht mag deshalb geht Mann oder Frau mal wo anders hin und wenn es in der Ehe akzeptiert wird ist doch alles gut

 

SexyWife06
Geschrieben

Ich finde es ein wenig verwunderlich warum sich einige User so viele Gedanken darüber machen wie andere ihr Sexleben ausleben. Macht man das wenn man selber unzufrieden ist?

Mir ist es vollkommen egal wie andere Paare ihre Lust ausleben. Wir für uns haben festgestellt das Sex mit einem anderen Paar etwas ganz tolles und aufregendes ist.

Und eben auch der Partnertausch oder der Sex mit einer Frau.

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govinda763
Geschrieben
Am 6.8.2018 at 00:13, schrieb cberthel:

Grundsätzlich hast Du natürlich vollkommen Recht ... und Sex mit dem eigenen Partner ist für mich auch der schönste ... Aber manchmal gibt es Gedanken / Phantasien bei denen der eigene Partner nicht mitzieht / mitziehen möchte. ... Ich z.Bsp. fahre sehr darauf an, mich mit Pärchen zu treffen. Das ginge nicht mit meiner Frau. :) Viele Grüße Claus

Phantasien habe ich auch, kann aber Phantasie bleiben.

Am 9.9.2018 at 00:54, schrieb Mello67:

Es gibt schon mal etwas was er oder sie nicht mag deshalb geht Mann oder Frau mal wo anders hin und wenn es in der Ehe akzeptiert wird ist doch alles gut

Wahrscheinlich wird es meistens eher hingenommen um den Partner nicht zu verlieren

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Geschrieben

Es ist natürlich einfacher, wenn eine Alibifunktion herhalten für viele die etwas nebenbei haben. Meine Meinung:  Sie machen es sich zu einfach und bequem.

Wenn ich unzufrieden in der Beziehung bin, egal welchen Bereich es betrifft, er zehrt an den Kräften, sich bei einigen sogar Depressionen einstellen ( hat mir jemand ausgiebig geschildert wie und warum), würde ich meine Energie einsetzen mich von dem zu lösen, was mir missfällt oder nicht gut tut, selbst wenn es einelanger Weg bis dahin ist. Irgendwann ist das Mass halt voll und dann hilft nur eine andere Richtung einzuschlagen, die zunächst sicher unbequem und kompliziert ist. Es lohnt sich aber.

Wenn ich ständig jemanden hintergehen würde, fühlte ich mich nicht wohl dem anderen gegenüber. Ich bringe niemals einem anderen etwas gegenüber, was ich selber nie möchte.

Für mich gibt es keine guten Fremdgänger. Beim Fremdgehen wird entgegen gebrachtes Vertrauen missbraucht, das schadet jeder Beziehung und lässt sich schwer wieder aufbauen. Wie soll das gehen, denn es könnte immer wieder dazu kommen. Irgendwann fliegt es meist auf oder der Partner weiss es längst und schweigt aus Angst.

Stell dir einfach vor jemand würde das mit dir tun und Du wüsstest nichtsahnend mit wem dich dein Partner betrügt. Dein beste(r) Freund(in), jemand aus der Familie oder weit entfernter.....

Am Monday, August 13, 2018 at 17:40, schrieb BlueVelvet:

der lebt den Sex ... MIT seinem Partner.

Aber auch nur den. In anderen Bereichen, Ebenen erkennt er den anderen nicht wirklich. Ist für mich nur einseitig, nur die körperliche Sichtweise.

Am Saturday, September 08, 2018 at 15:51, schrieb Lindberg76:

Für sie wäre es schon ein Trennugsgrund wenn ich sie mit einem anderen Mann teilen würde ohne eiversüchtig zu werden.

Wäre es für mich sicher auch. Du würdest in die Hände klatschen und dich nicht daneben fühlen, wenn sie sich von einer Frau anfassen ließe,  weil sie sich viel besser einfühlen könnte als Frau?

Am Monday, August 13, 2018 at 21:37, schrieb BlueVelvet:

wenn mich mein Partner bereichert,

ergänzt, mein Leben rund macht. Wenn er das tut, habe ich in ihm doch dann alles was ich

haben wollte ... 

Eben der Trugschluss. Dafür ist er ganz bestimmt nicht zuständig, sondern jeder für sich selbst. Daher läuft vieles quer im Zusammensein, weil sie es gerne so hätten

Am Monday, August 06, 2018 at 14:34, schrieb winternick:

Dies zeugt von absoluter Liebe, den Liebe bedeutet nicht sich glücklich zu machen sondern den Partner.

Nur in so einem Fall besorgt es jemand anderes bei dem Liebe keine Rolle spielt sondern nur Befriedigung. Wer sagt ich würde nur einen Partner lieben, wenn ich ihn teile oder ihn mit anderen seine Freuden gönnen würde? Meiner Meinung geht Liebe da zu weit und es ist eher ein Thema der Treue oder des Vertrauens.

BlueVelvet
Geschrieben

@Likeable007irgendwie hast du mich falsch verstanden.

Ich weiß, dass ich für mein Wohlergehen, mein Glück selbst zuständig und verantwortlich bin, dafür braucht es für mich also auch keinen Zweiten ... das kann ich wirklich super gut alleine.

Deswegen sprach ich auch von bereichern und ergänzen ... und was den Sex betrifft ... meine Aussage, dass man den, in einer wie auch immer gearteten Beziehung, dann MIT dem Partner hat, bezog sich auf den Thread. Da ist meine Meinung ganz klar ... habe ich einen Partner, dann lebe ich Sex immer NUR mit ihm ZUSAMMEN aus ... dass wir uns auch auf den anderen Ebenen "sehen", ist für mich eine Selbstverständlichkeit ... ansonsten hätte ich keine Partnerschaft und logischerweise dann auch keinen Sex mit ihm.

mini6400
Geschrieben
vor 14 Stunden, schrieb BlueVelvet:

@Likeable007irgendwie hast du mich falsch verstanden.

Ich weiß, dass ich für mein Wohlergehen, mein Glück selbst zuständig und verantwortlich bin, dafür braucht es für mich also auch keinen Zweiten ... das kann ich wirklich super gut alleine.

Deswegen sprach ich auch von bereichern und ergänzen ... und was den Sex betrifft ... meine Aussage, dass man den, in einer wie auch immer gearteten Beziehung, dann MIT dem Partner hat, bezog sich auf den Thread. Da ist meine Meinung ganz klar ... habe ich einen Partner, dann lebe ich Sex immer NUR mit ihm ZUSAMMEN aus ... dass wir uns auch auf den anderen Ebenen "sehen", ist für mich eine Selbstverständlichkeit ... ansonsten hätte ich keine Partnerschaft und logischerweise dann auch keinen Sex mit ihm.

Ich hätte auch gern Sex nur mit meiner Frau!!! Aber wenn sie nicht mehr will, was mache ich dann? Nur Handbetrieb mit 66 will ich nicht. aber was dann???

BlueVelvet
Geschrieben
vor 16 Minuten, schrieb mini6400:

Ich hätte auch gern Sex nur mit meiner Frau!!! Aber wenn sie nicht mehr will, was mache ich dann? Nur Handbetrieb mit 66 will ich nicht. aber was dann???

Offene Beziehung in beiderseitigem Einvernehmen, oder halt Trennung. Mehr ehrliche Möglichkeiten gibt es nicht. Mein Leben wäre mir zu schade, um es mit Lügen und Heimlichkeiten zu belasten. 

mini6400
Geschrieben
vor 18 Minuten, schrieb BlueVelvet:

Offene Beziehung in beiderseitigem Einvernehmen, oder halt Trennung. Mehr ehrliche Möglichkeiten gibt es nicht. Mein Leben wäre mir zu schade, um es mit Lügen und Heimlichkeiten zu belasten. 

Du kennst doch meine Situation. Bevor ich mich nach 43 trenne, lieber heimlich.

Geschrieben
vor 23 Stunden, schrieb Likeable007:

Nur in so einem Fall besorgt es jemand anderes bei dem Liebe keine Rolle spielt sondern nur Befriedigung. Wer sagt ich würde nur einen Partner lieben, wenn ich ihn teile oder ihn mit anderen seine Freuden gönnen würde? Meiner Meinung geht Liebe da zu weit und es ist eher ein Thema der Treue oder des Vertrauens.

wenn mein Partner zum befriedigts ein etwas brauchtw as ich ihm nicht geben kann und ich ihn Liebe finde ich einen Kompromiss.
Wenn ich nicht Liebe , bezw.. mich mehr Liebe wie ihn bestehe ich auf diesem saudummen wir sind uns treu und zwinge ihn entweder etwas heimlich zu tun oder eben unbefrieidgt zu bleiben.

Geschrieben
vor 45 Minuten, schrieb winternick:

etwas heimlich zu tun oder eben unbefrieidgt zu bleiben.

In einer Affäre hab ichs erlebt, selbst da wo beide sich Freiheit zugestanden hatten, auch darüber sprachen, die Gattin wenigstens wissen wollte wer es in etwa ist, hat er geschwiegen, weil ich darum bat. In dem Moment wusste die Frau nicht von mir. Gewisse Heimlichkeiten sind trotzdem nicht ausgeschlossen, da sollte sich keiner sicher sein.

mini6400
Geschrieben
Am 13.8.2018 at 17:40, schrieb BlueVelvet:

Ganz wundervoll zusammengefasst.

Partnerschaft, Beziehung, was auch immer zwei Menschen verbindet, scheitert einzig an einer ganz banalen Sache ...

man vergisst im WIR sein eigenes ICH, und nimmt, in ganz selbstverständlicher Weise, auch dem Partner sein ICH. Zwei nicht existente ICH, die ergeben aber kein erfülltes WIR ... alles was am Ende da ist, ist Leere und Entäuschung.

Nur wenn ich ICH bleibe, in unserem WIR, ICH, mit all meinen Facetten, Gedanken, Wünschen, Träumen, Macken, Eigenheiten, der Partner natürlich ebenso, dann erfülle ich das WIR mit Leben ... wie kann ich lebendig sein, wenn ich mich sterben lasse?

Alles was ist, alles was sein könnte, wird erstickt in der Erwartungshaltung eines erfüllten WIR ... dafür etwas geben, dran arbeiten ... miteinander ... wozu ... ich habe ja schon alles gegeben was ich hatte ... mein ICH. Nun mach du mich als Dank dafür glücklich. Und wenn du mich nicht glücklich machst, muss ich mein Glück halt woanders suchen ...

Es ist einzig diese Sichtweise, die alles zerstört ... und dann zu solchen Fragen führt, wie sie nun der TE gestellt hat.

Sich einen Glücksersatz suchen, sich etwas für nebenbei suchen, ist ganz klar einfacher als an sich zu arbeiten, aber nichts was wirklich erfüllend ist ... ich überdecke damit nur ... "Mangel in meinem/unserem Leben".

Die richtigen Fragen müsste lauten ... wann und warum haben wir aufgehört, miteinander verständlich und verstehend zu kommunizieren ... wann haben wir aufgehört uns selbst, und den anderen, als ein ICH wahrzunehmen. Wann haben wir aufgehört, uns Geschenk zu sein?

Meine Meinung zum Thema? ... wer im ICH frei ist und bleibt, wer gemeinsam das WIR, als das lebt, was es ist, der lebt den Sex ... MIT seinem Partner.

So einfach ist es glaube ich nicht. WIR haben gemeinsam 43 Jahre gemeistert, zwei Kinder großgezogen , auf die WIR stolz sind, von denen WIR sechs Enkel haben, die uns viel Freude bereiten. Wenn WIR uns vor etwa 25 Jahren wegen des nicht mehr Sex getrennt hätten, hätten WIR einen großen Fehler gemacht. So hat jetzt der eine sein ICH ( kein Sex mehr zu wollen) und der andere auch sein ICH ( noch Sex zu wollen ). Um das WIR nicht nicht kaputt zu machen, muß halt der eine ICH ( der noch Sex will, oder braucht ) sich überlegen, ob er etwas heimlich macht um sein ICH zu befriedigen, aber gleichzeitig bereit sein, Ausreden ( Lügen ) zu suchen um von zu hause wegzukommen um sein ICH, das mit dem WIR nicht mehr geht, zu leben. 

 

BlueVelvet
Geschrieben
vor 7 Minuten, schrieb mini6400:

So einfach ist es glaube ich nicht. WIR haben gemeinsam 43 Jahre gemeistert, zwei Kinder großgezogen , auf die WIR stolz sind, von denen WIR sechs Enkel haben, die uns viel Freude bereiten. Wenn WIR uns vor etwa 25 Jahren wegen des nicht mehr Sex getrennt hätten, hätten WIR einen großen Fehler gemacht. So hat jetzt der eine sein ICH ( kein Sex mehr zu wollen) und der andere auch sein ICH ( noch Sex zu wollen ). Um das WIR nicht nicht kaputt zu machen, muß halt der eine ICH ( der noch Sex will, oder braucht ) sich überlegen, ob er etwas heimlich macht um sein ICH zu befriedigen, aber gleichzeitig bereit sein, Ausreden ( Lügen ) zu suchen um von zu hause wegzukommen um sein ICH, das mit dem WIR nicht mehr geht, zu leben. 

 

Wenn du so weit glücklich bist in diesem Leben mit deiner Frau, ist es ja schön für dich, aber ...

wenn sie keinen Sex mehr möchte, du aber schon, dann kann sie nicht erwarten, dass du nun

ebenso wie sie damit zufrieden bist. Dann muss es möglich sein, darüber offen zu reden und

wenn man den Rest behalten will, dann sollte man dem anderen die Freiheit gewähren, sich

woanders zu holen, was man selbst nicht mehr geben kann, bzw., nicht mehr geben will.

 

Lügen und Heimlichkeiten machen unfrei ... und ich kann mir halt nicht vorstellen, dass so

das Glück aussieht. Das ist nun mal meine Meinung zu dem Thema.

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