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Arteras

Tag der Organspende

Empfohlener Beitrag

Geschrieben
vor 8 Minuten, schrieb OneNo:

Ich besitze keinen und ich werde mir auch niemals einen zulegen.

Um den empörten Aufschreien zuvorzukommen, die mir attestieren wollen, ein Unmensch und völlig egoistisch zu sein (den Egoismus kurz im Hinterkopf behalten - ich komme gleich darauf zurück), erkläre ich auch gern den Grund.

Hast Du schon einmal die Reaktionen der Menschen gesehen, die nach langer Wartezeit ein Spenderorgan erhalten haben? Ihre Reaktion und die Reaktion der dazugehörigen Familie und Freunde? Pure Freude. Erleichterung. Beinahe schon Erlösung. Toll, nicht? Und jetzt kurz einmal zurücktreten und betrachten, worüber sich gefreut wird und worauf man so lange gewartet hat: Daß ein anderer Mensch stirbt, damit man selbst länger leben kann. Das ist für mich Egoismus. Schlimmer wird es dann nur, wenn die freudige Nachricht über ein Spenderorgan überbracht wird und die Angehörigen des Spenders aufgelöst und tränenüberströmt ein paar Schritte weiter stehen, wenn jene freudigen Jubelschreie ertönen.

(Knochenmarkspenden einmal außen vor, da sie nicht den Tod des Spenders verlangen - ich spreche von den Situationen, daß ein Ableben Voraussetzung ist.)

Und, um dem beliebten "Gegenargument" zuvorzukommen, das aus "Und wie würde es Dir gehen, wenn Du auf ein Organ angewiesen wärst, um überleben zu können?" besteht: Ich würde keines haben wollen. Jeder Mensch wird sterben. Ausnahmslos jeder. Und ich sterbe lieber in Würde - wozu auch gehört, mir nicht den Tod eines anderen Menschens herbeizusehnen, damit ich ein paar Jahre über meinen körperlichen Verfall hinaus noch auf dieser Welt bleiben kann. Ein Verbleib, der früher oder später nun einmal im Grab enden wird.

Ich will weder ein Ersatzteillager sein noch andere Leute als Ersatzteillager betrachten. Gerade Letzteres ist in meinen Augen absolut unwürdig.

Ich musste im ersten Augenblick schlucken bei deinem Post, aber kann sehr gut nachvollziehen was du meinst. Vielleicht wäre bei dir ein Zettel/Ausweis praktisch wo du fest legst dass du nicht spendest.

Deswegen danke für diese Perspektive.

 

Ich selbst überlege noch ob ich mir wieder einen Ausweis zulege und ob mit oder ohne Einschränkungen falls ja.

 

 

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zorro1972
Geschrieben
Ja, ich habe einen in meinem Portemonnaie und finde es auch wichtig. Leider habe ich in meinem bisherigen Leben nicht so viel Freude erfahren dürfen. Aber es wäre schön, wenn es andere mehr hätten nach meinem Ableben.
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Geschrieben
Habe schon sehr lange einen Organspenderausweis, warum sollen Organe vermodern oder in Rauch aufgehen, wenn anderen Menschen geholfen werden kann? Es müßte mmn. nach Todeseintritt zur Pflicht werden, daß Organe gespendet werden, wenn es passende Empfänger gibt.
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Gummi1985
Geschrieben
Die Kommentare die man hier liest lassen mich echt am Verstand mancher zweifeln. Wie kann man Aussagen treffen das sich andere darüber freuen wenn eine Tür weiter jemand gestorben ist. Zum einen gönne ich es jedem der ein spenderorgan bekommt und somit auch die Freude die dazu gehört. Das sich diejenigen freuen hat aber herzlich wenig damit zu tun das dafür ein anderer sterben musste. Zumal muss man ja auch mal der Tatsache ins Auge sehen und sagen das die Person so oder so eventuell gestorben wäre (Schwere Krankheit oder dergleichen). Ich kann mir vorstellen das es dann in der ein oder anderen Familie vielleicht sogar die Aussage gibt, nun hat sein tot zumindest noch jemand anderem geholfen. Ich kann der Organspende nur positives abgewinnen und bin auch schon seid über zehn Jahren bei der DKMS als Knochenmarkspender gelistet. Auch dieses ist eine super Sache und um sich dort registrieren zu lassen braucht man wirklich nicht viel machen. Liebe Grüße
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DerSanfthändige
Geschrieben
In Zukunft werden wohl mehr Menschen einen Organspende-Ablehn-Ausweis mit sich herumtragen "müssen", denn im Gespräch ist die generell vorgesehene Organspende für Jedermann/-frau. So wird ein nicht vorhandener Spendenausweis in Zukunft für klarere Linien bei den Hinterbliebenen sorgen. Ich sehe diese generelle Festlegung als Hilfe für Angehörige, die sich nicht entscheiden können oder meinen, sie könnten nach meinem Ableben über mich/meinen Körper entscheiden.
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Geschrieben
Über Organspende kann man durchaus geteilter Meinung sein, unter anderem aus religiösen Gründen. Aber gegen eine Registrierung bei DKMS spricht nun wirklich nichts da hier überhaupt keine Nachteile entstehen. Ganz im Gegenteil vielleicht erfüllt es manchen mit etwas Stolz ein Leben gerettet zu haben. ABER DAS IST NUR MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG. MAG MANCHER SICHER ANDERS SEHEN.
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Geschrieben
Ich bin Blutspender in Karlsruhe in Heidelberg bin ich im stammzellenregister registriert und Organspende bin ich auch. Ich finde es gut wenn man damit anderen Menschen hilft weiterzuleben da mein ist ja selbst und nicht mehr geschafft hat was sollen funktionsfähige Organe im Krematorium mit verbrennen wenn andere dadurch weiter leben können. Hört sich vielleicht für den ein oder anderen krass an aber so sehe ich das halt. Leider gibt es zu wenig Spender man kann es ja teilweise verstehen aber man sollte daran denken an die Menschen wo keine Chance mehr haben ohne ein fremdes Organ
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Geschrieben
@oneno, Sorry Dir steht natürlich zu diese Meinung zu haben und zu vertreten, trotzdem ist sie mmn. vollkommen daneben und auch nicht richtig. Die Freude des Empfängers und seiner Angehörigen, bezieht sich mit Sicherheit nicht auf den Tod des spendenden Menschen, sondern ist Jubel und Freude eine 2.Chance bekommen zu haben! Ich weiß nicht ob Du schon mal operiert wurdest und dabei eine Transfusion benötigt hast, woher ist die Transfusion gekommen - vom lieben Gott oder einem Spender, der sich sicherlich keine Gedanken darüber gemacht hat, ob Er sich als Ersatzteilspender fühlt oder Angehörige jubeln. Wie gesagt, natürlich steht Dir diese Meinung zu, für mich ist das allerdings purer Egoismus, vielleicht kommst Du ja mal in so eine Situation, wo dein Leben auf der Kippe steht, mal sehen ob Du dann aber auch so fair bist und ein Spenderorgan strikt ablehnst. Ich wünsche es Dir natürlich nicht, nur gönnen.
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OneNo
Geschrieben
vor 1 Minute, schrieb darfichauch:

vielleicht kommst Du ja mal in so eine Situation, wo...

Lies meinen ersten Beitrag - er behandelt all das, was Du gerade angesprochen hast (Egoismus; Organspenden hinsichtlich der Organe, die den Tod des Spenders voraussetzen - die Freude/Erleichterung, daß jemand nun dieses Organ nicht mehr braucht (was den Tod eines anderen Menschens voraussetzt, von dem profitiert wird); meine Haltung hinsichtlich dessen, falls ich einmal in solch einen Gesundheitszustand verfallen sollte; etc.). Steht alles bereits da.

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Geschrieben
vor 3 Minuten, schrieb OneNo:

Lies meinen ersten Beitrag - er behandelt all das, was Du gerade angesprochen hast (Egoismus; Organspenden hinsichtlich der Organe, die den Tod des Spenders voraussetzen - die Freude/Erleichterung, daß jemand nun dieses Organ nicht mehr braucht (was den Tod eines anderen Menschens voraussetzt, von dem profitiert wird); meine Haltung hinsichtlich dessen, falls ich einmal in solch einen Gesundheitszustand verfallen sollte; etc.). Steht alles bereits da.

Ja ja über so eine Situation reden bzw. schreiben ist eine Sache, drinstecken ist was anderes! 

Vielleicht wäre es ratsamer, sich erstmal mit Menschen zu unterhalten, die eine Spende bekommen haben, da wirst Du kaum jemanden finden, der über den Tod des Spenders jubelt oder Erleichterung empfindet! 

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OneNo
Geschrieben
vor 1 Minute, schrieb darfichauch:

drinstecken ist was anderes

Falls in Zukunft eine Antwort abseits moralischer Polemik kommen sollte, bin ich gern bereit, darauf zu antworten. Bis dahin ist es allerdings müßig, da tatsächlicher Inhalt fehlt, um ihn besprechen zu können.

Geschrieben
vor 1 Minute, schrieb OneNo:

Falls in Zukunft eine Antwort abseits moralischer Polemik kommen sollte, bin ich gern bereit, darauf zu antworten. Bis dahin ist es allerdings müßig, da tatsächlicher Inhalt fehlt, um ihn besprechen zu können.

Das ehrt Dich, daß Du einsiehst, deinem Beitrag fehlt es an tatsächlichen Inhalt 👍und daher müßig ist, darüber weiter zu diskutieren 

Ironie aus 

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Geschrieben
vor 17 Stunden, schrieb DreiSterneCock:

Das eigentliche Problem, das hier noch nicht thematisiert worden ist, sehe ich nicht mal in der Position von @OneNo

 

Von Mord zu sprechen, mit Verlaub absoluter Bullshit, niemandem werden Organe entnommen ohne Einverständniserklärung. Daher anscheinend doch nicht richtig informiert

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Geschrieben (bearbeitet)

 ganz unrecht hat OneNo nicht, sie warten darauf dass einer stirbt dessen organ für sie geeignet ist.

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
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