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Umzug (Teil 2)


Empfohlener Beitrag

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Geschrieben

„Setzt Dich doch“, bat sie mich.

Ich wunderte mich wieder: schließlich wollte ich doch nur die blöde Kiste mit dem rätselhaften Inhalt abholen.

Also setzte ich mich auf das alte Sofa in Erwartung dessen, was passieren würde.

„Ich bin gleich zurück“, ließ sie verlauten und verschwand im schmalen Flur. Es dauerte eine Weile bis sie mit einem – mir wohlbekannten – Karton zurückkehrte.

Währenddessen sah ich mich um und es kamen einige Erinnerungen zurück.

„Das hast Du vergessen“, grinste sie – fast etwas höhnisch – wie mir schien.

Ehrlich gesagt: beim ersten Anblick des Kartons bekam ich einen kräftigen Schreck, denn ich wusste sofort um seinen Inhalt: darin befanden sich einige Manuskripte meiner erotischen Erzählungen. Sicher dies und das unvollständig – aber doch explizit genug.

Ich erstarrte buchstäblich zu einer Salzsäule. Etwas deutlich Peinlicheres hätte nicht passieren dürfen…

Schmunzelnd setzte sie sich neben mich.

„Oh“, enfuhr es mir. „Tut mir leid…. Ich hätte es nicht übersehen dürfen“, rang ich mir geknickt ab.

„Och, nicht schlimm“ grinste sie, „aber Du haust ja ganz schön auf die Pauke“

„Wie bitte?“
„Na, wenn das mal nicht alles erfunden ist!“
„Du hast es gelesen?“
„Naja, was glaubst Du denn?“

Ich dachte, jetzt ist alles vorbei.
Der halb offene Karton enthielt eine Sammlung von – teils ausgedruckter, teils handschriftliche verfasster – Aufzeichnungen der Erinnerungen meiner amurösen Erlebnisse. 
Ich hatte das zwar alles auch auf meinem Rechner gesammelt und verfasst, aber diesen Karton mit den Aufzeichnungen hatte ich schlicht vergessen: ich wusste zwar, dass es ihn irgendwo sicher gab, aber: dass ich ihn hier nicht mit eingepackt hatte, erschien mir in diesem Moment als ein vollständiges Debakel.

So stellte sie den Karton vor uns und saß schmunzelnd neben mir.

„Ich… also.. ich dachte, ich hätte alles eingepackt...“, versuchte ich.

Sie lachte.
Ich war sicher knallrot.

Mir war unwohl. „Das ist mir sehr unangenehm, wirklich. Sehr unangenehm.“

sagte ich kopfschüttelnd und blickte auf den Karton.

„Muss es nicht…,“ sagte sie etwas leise.

„Möchtest Du ein Bier?“ ohne meine Antwort abzuwarten stand sie auf und ging in Richtung Küche. Kurz bevor sie hinter dem Türrahmen verschwand, sah ich noch, wie sie sich ihr Sweatshirt abstreifte.

Das wäre eine Gelegenheit gewesen, den Karton einfach zu nehmen und über die Terrasse zu verschwinden. Aber ich blieb wie angenagelt sitzen. In der Küche hörte ich zwei Bierverschlüsse aufzischen.

Kaum das ich darüber nachgedacht hatte, war sie zurück.

Zwei geöffnete Bierflaschen in der Hand, ein weites weißes T-Shirt und ihre –  jetzt besser zu sehen – etwas zu enge Leggins.

Offensichtlich trug sie nichts weiter unter dem TShirt, ihre nicht zu üppige Oberweite schwebte mit kleinen Bewegungen unter dem Stoff, der unverkennbar ihre Knospen abbildete; die Leggins schmiegten sich reichlich eng an ihre Schenkel.

So kam sie zu mir, reichte mir eine Flasche und setzte sich wieder neben mich.

„Prost“, sagte sie lächelnd und hob die Flasche.

Hastig trank ich einen großen Schluck, das Bier war angenehm kalt.

Auch sie trank, stellte die Flasche vor sich auf den Boden und griff gleich in den Karton und holte sich zu meinem Entsetzen einen kleinen Stapel Papier heraus.

Ich trank noch einen großen Schluck. Übersprungshandlung, sagt man glaube ich.

Schmunzelnd ruhte ihr Blick auf dem Papier.

„Du schreibst wirklich sehr schön“, begann sie, „aber hast Du das wirklich alles so erlebt??“
„Naja, eigentlich schon“ hüstelte ich, „ich meine… also ich… ich habe ein paar Sachen verändert… Namen und so...“

„Ah… die Namen.“

„Ja. Und die Orte und so. Es sind ja erst mal nur Erinnerungen, die ich aufheben wollte“, versuchte ich mich zu rechtfertigen.

„Ziemlich heftige Erinnerungen, ich muss schon sagen.“

Ich sagte nichts. Sie las.
„Und ziemlich kribbelig“, schob sie nach. „Ziemlich verlockend. Ziemlich anregend.“

Ach Du lieber Himmel, dachte ich.
„Ziemlich anregend?“

„Ja, diese Geschichte mit der Zeitreise zum Beispiel.“

„Was hat Dich angeregt?“

„Wie sie wissen will, was Du Dich traust. Whow. Eine interessante Frau…“

Sie blätterte in dem Papier, trank einen Schluck.

„Hier ist es. Das hier.“, sie reichte mir ein Blatt. „Liest Du mir vor?“

Ich nahm erstaunt das Blatt.

„Ich soll….?“
„Ja, klar, warum denn nicht?“ Wieder nahm sie das Bier und lehnte sich zurück.
„Also gut“, hüstelte ich und begann langsam, oben auf dem Blatt zu lesen: „Sie kam barfuß zurück in den Garten und hatte sich offensichtlich umgezogen. Ein fast bodenlanges Indien-Kleid aus diesem schönen, knitterigen Stoff in leuchtendem Gelborgange, vorne durchgeknöpft, es spannte sich oben fest über ihre Brüste, sie trug scheinbar nichts darunter. In der Hand trug sie ein kleines Tablett mit ein paar Früchten und zwei exotisch wirkenden Drinks. Sie stellte es auf dem kleinen Gartentisch ab, reichte mir einen Drink und setzte sich mir gegenüber in den ausladenden Korbsessel und musterte mich aufmerksam. „Schön, dass Du dich getraut hast… mit zu kommen“. 

Ich nippte an meinem Drink und sah, wie sie sich eine Banane nahm und diese – wie schon vorhin im Geschäft – viel zu langsam abschälte und die Spitze genüsslich ableckte.

Keine Chance, wegzusehen.
„Deiner ist bestimmt größer, als diese Banane oder?“ Ich verschluckte mich fast, konnte mich aber zu einem Schulterzucken durchringen.

Sie lächelte mich an, legte den Kopf zurück und ließ diese Banane ungeheuerlich tief in ihrem Mund verschwinden, zog sie wieder heraus und biss mit einem kleinen Lachen ein Stück ab.“

Mir wurde ganz komisch. 

„Eine Banane“, gluchste sie leise. „Ganz schön frech,wirklich… Lies weiter…“, sagte sie leise.

„Meine Aufregung wuchs, auch weil sie langsam und versonnen anfing, oben die ersten Knöpfe ihres Kleides zu öffnen und sichtlichen Gefallen an meinen Blicken fand, die ich nicht abwenden konnte. Der sichtbare Streifen Haut, den ich erst oben zwischen ihren Brüsten sah, wurde immer länger und als sie den letzten Knopf auf ihrem Oberschenkel geöffnet hatte, nahm sie das Glas, trank mit schelmischem Blick einen Schluck, löste ihre übereinandergeschlagenen Beine und der dünne Stoff fiel nach hinten. Ihre prachtvollen Brüste wippten leicht, als sie Drink abstellte und nun ihre linken Oberschenkel langsam über die Lehne des Korbstuhles schob…“

Ich musste Luft holen.

„Oh.. jaaa. Die weiß aber, wie es geht“, sagte sie leise und ich bemerkte mit einem Seitenblick ihre Hand weit oben auf ihrem Oberschenkel, die sie sofort wegzog und dann aufstand.

„Das macht mich neugierig…. So, lass mal sehen“ sagte sie.

Sie ging zum dem zerschlissenen Sessel gegenüber setzte sich betont langsam, lehnte sich etwas zurück und schob mit geschlossenen Augen ihren linken Oberschenkel langsam über die Lehne.

Geschrieben

Sehr schöne Geschichte, toll geschrieben. Es ist Dir gut gelungen, den Spannungsbogen schön auf zu bauen. Freue mich schon auf die nächste Fortsetzung.

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