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Ray_Silverman

Kleines Erotikon: Tanz in den Mai

Empfohlener Beitrag

Ray_Silverman

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Geschrieben

Rituelle Liebesakte auf Feldern, die in vorchristlicher Zeit angeblich die menschliche Fruchtbarkeit auf den Ackerboden übertragen sollten, gehören längst der Vergangenheit an. Trotzdem hat sich das Brauchtum um den Tanz in den Mai erhalten. Hierzu einmal ein Gedicht von mir, das mein geistiges Eigentum ist.

© SILVER RAY 2018

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Zu Walpurgis ging er in den Wald,
denn die Nacht zum ersten Mai kam bald.
Eine Birke würde er fällen
und seiner Liebsten vors Haus stellen.

Nach der Devise „ein Mann ein Wort“,
stand der Baum tags drauf an jenem Ort.
Früh am Morgen sah sie das Symbol
und verstand sein Ansinnen sehr wohl.

Zeichen der Fruchtbarkeit der Natur
erneuerte er so seinen Schwur.
Da war sie bar jeder Eitelkeit
und gern zu einem Treffen bereit.

Bei Sonnenuntergang im Garten
durfte er sie endlich erwarten.
Hier empfing er mit Stolz seinen Schatz
und geleitete ihn zum Festplatz.

Der Maibaum stand nach alter Sitte
wie jedes Jahr in der Dorfmitte.
Freudig umtanzten ihn die Paare
und dabei flatterten die Haare.

Manchem Paar war’s wohl nicht geheuer,
doch sprang man noch übers Maifeuer.
Kurz vor dem Maisprung küsste er sie,
dann war man auch mit von der Partie.

Ein Blick in ihre treuen Augen
steigerte nur noch das Verlangen.
Ihr Herz hatte schon längst entschieden,
daher ließ sie sich gern entkleiden.

Voller Inbrunst liebten sich beide
im Schutze einer alten Weide.
Und so wurde aus der Nacht im Feld
eine Liebe, die bis heute hält.

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