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Marc-Spitz

Leseabend

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

schöne lesung, macht spass zu lesen.................................

Geschrieben

Sehr schön.bitte eine Fortsetzung.

Monte80
Geschrieben

Sehr schön geschrieben

kleenesbiest
Geschrieben

Das nenne ich erotisch. Bitte um Fortsetzung.

bisven001
Geschrieben

WOW sehr einfühlsam. Danke für die Geschichte

Marc-Spitz
Geschrieben

Wie es weiter ging....

Es vergingen einige Tage, in denen das erlebte nicht zur Sprache kam. Ich machte mir mit dem Buch noch einige schöne Stunden und gab es Judith, nachdem ich es ausgelesen hatte, im Büro zurück. Wir verabredeten mit den Kollegen an dem Tag wieder zum Sport zu gehen. Wir machten unser üblichen zwei Runden Zirkeltraining und noch eine dritte Runde ‚um mal die Anforderung zu erhöhen‘. Reichlich platt von der Anstrengung verabschiedeten sich die Anderen und Judith zwinkerte mir zu, ging Richtung Sauna und zog sich noch bevor sie hinter der Tür verschwand ihr Shirt aus. Sie trug einen schwarzen Sport-BH. Ich holte mein Saunatuch, legte meine Sachen ab und ging in die Sauna. Wir waren nicht allein und so setzte ich mich neben Judith.

Nach einer Weile in der wir uns schweigend dem Schwitzen hingaben, drehte Judith sich rücklings auf die Bank und legte ihren Kopf auf meinen Oberschenkel. Da ich meine Hand neben mir abgestützt hatte und Judith sie beim hinlegen einfach bei Seite schob, musste ich sie aus dem Weg nehmen und wusste nun nicht so recht wo ich sie ablegen sollte. Judiths geschlossenen Augen strahlten ein leichtes Lächeln aus und so legte ich meine Hand einfach auf ihr Dekolleté. Das quittierte sie mit einem Lächeln um ihre Mundwinkel. So saßen/lagen wir weiter schweigend bis wir genug von der Hitze hatten. Mit einem kurzen Blickkontakt verständigten wir uns und gingen nach einander Richtung duschen. Wie immer nahm Judith den Wassereimer, der an der Decke hing und ich den Schlauch um uns abzukühlen.

Wir suchten uns eine leere Ecke in der Ruhezone und Judith begann zu erzählen, wie erregend sie den Leseabend gefunden hatte. Diese seltsame Mischung aus der ungestörten Selbstbefriedigung und der Anwesenheit eines „Fremden“ der Sicherheit, so hatte sie es Empfunden, sich unberührt von einem Anderen ganz auf sich selbst einlassen zu können aber auch zugleich durch einen Dritten erregt je bis zum Schluss stimuliert worden zu sein. Den eigenen Orgasmus voll auszukosten und gleichzeitig selbst die Erregung für meinen Orgasmus gewesen zu sein. Sie überlegte seid dem, ob da eine exhibitionistische Ader in ihr geweckt worden sei. Und wie sie es herausfinden konnte. Ich erinnerte sie an die Dienstreise nach Rostock, die wir in der nächsten Woche zusammen machen würden. Da würden sich bestimmt gute Gelegenheiten schaffen lassen. Sie schaute mich an und fragte, wie ich den zu öffentlicher Nacktheit ausserhalb der Sauna stehen würde. „Nun splitternackt über den Ku’damm zu laufen, finde ich wenig erregend.“ antwortete ich, „aber in einer erotischen Stimmung andere Menschen, wissentlich oder nicht, in der Nähe zu haben, und vielleicht beobachtet zu werden, war schon immer eine Phantasie von mir.“ Sie nickte und verstand.

Eine junge Frau, die eben noch mit uns in der Saune war kam nun in ihr Handtuch gewickelt aus der Dusche und legte sich uns gegenüber in eine Liege. Judith beobachtete die Frau und wartete auf Blickkontakt. Als die junge Frau etwas unsicher zurück lächelte stellte Judith ein Knie an, wobei der Bademantel zu Seite rutschte und den Blick auf ihren blank rasierten Schoß frei. Die junge Frau wendete ihren Blick sofort ab und wirkte peinlich berührt. Doch Judith tat nichts um sich zu bedecken und quatschte mit mir weiter darüber, was in Rostock so passieren könnte, und was sie sich vorstellen könnte. Die junge Frau schaute gelegentlich verstohlen zu Judith. Mal versuchte sie in Judiths Gesicht zu lesen, mal schaute sie sich den dargebotenen Körper an. Judith spielte mit, sie schaute nicht mehr zu der jungen Frau herüber, aber ließ auch die andere Mantelseite von ihrem zweiten Knie gleiten und öffnete sich etwas mehr. Alle Bewegungen waren kaum merklich und wie zufällig. Ich fragte sie, ob sie gerade nur ihre exhibitionistische Ader erforschte, oder sie neuerdings auch Lust auf Frauen hätte.

„Die Vorstellung mit einer Frau nackt im Bett zu liegen, sich aneinander zu kuscheln und etwas zu streicheln, habe ich schon seid meiner Teenagerzeit.“ gab sie zu. „Aber ausprobiert habe ich es noch nicht.“

Ich gab zurück, dass ihr Gegenüber sich scheinbar gerade das gleiche überlegte. Mittlerweile beobachtete die junge Frau Judith ohne unterlass.

„Warum legst Du nicht noch ein paar Kohlen ins Feuer?“ spitzte ich Judith an.

„Wie meinst Du das?“

„So, wie du mich auf meiner Terrasse heiß gemacht hast. Mal sehen, ob sie zu- oder wegschaut“

„Oder wegläuft.“ ergänzte Judith

Judith legte ihre Hand auf ihren Bauch und streichelte sich als ob sie ein kleines Kribbeln weg massieren wollte. Dann streifte sie achtlos zu ihrem Oberschenkel und streichelte sich dort ein wenig. Die junge Frau blickte kurz weg, um aber sofort wieder zu beobachten, was Judith weiter tun würde.

Mit einem Mal stupste Judith mich an und sagte „Zeit für die nächste Runde.“

Auf dem Weg zur Tür gab sie der jungen Frau ein fast unsichtbares Zeichen uns zu folgen. Wir hängten unsere Bademäntel an die Haken vor der Sauna und ging hinein. Ich setzte mich in die oberste Reihe und Judith legte sich nun gleich auf die Bank und legte wieder ihren Kopf auf meinen Schoß. Stellte ein Bein an und lehnte es gegen die Rückenlehne. Wir waren allein. Wie vorhin stand ich wieder vor der Frage wohin mit meinem Arm. Judith machte es mir einfach, sie nahm meine Hand und legte sie ohne umschweife auf ihre Brust.

„Das wolltest Du doch vorhin schon tun.“ grinste sie mit geschlossenen Augen.

„Stimmt.“ sagte ich.

„Und warum hast Du es nicht getan?“

„Weil ich Dir auf keinen Fall zu Nahe treten möchte!“

„Manchmal wollen Frauen, daß ‚Mann‘ sich nimmt, was er möchte. Aber nur manchmal.“

„Ihr seid kompliziert!“

„Stimmt“ grinste sie.

Die Tür öffnete sich und die junge Frau kam herein. Ich überlegte kurz meine Hand von Judith zu nehmen und lies sie doch liegen. Im Gegenteil, so wie Judith die junge Frau provozierte, wollte sie mehr, war meine Überlegung und fing an ihren Nippel zu verwöhnen.

„Du hast verstanden!“ sagte Judith mit einem Schnurren in der Stimme.

Die junge Frau suchte sich einen Platz in der Ecke der Saune. Setzte sich auf unsere Ebene und lehnte sich uns zugewandt an die Rückwand. Sie stellte wie Judith ein Bein auf und lehnte es an die andere Wand, das Andere ließ sie über die Sitzkante auf die nächste Ebene hängen. Ich schaute zu ihr herüber. Sie hatte ihren Blick auf Judiths Körper, der nun von nichts verhüllt war und meine Hand gerichtet und schaute dann zu mir auf. Entgegen ihrer Unsicherheit im Ruhebereich, sah sie mich jetzt mit festem freundlichem Blick an und ließ ihre Hand über ihren Schenkel in ihren Schoß wandern. Sie streichelte ihre Lippen und folgte dann wieder mit ihren Augen meiner Hand die Judiths Brust verwöhnte. Judith konnte aus ihrer Position nur schlecht sehen, was die junge Frau tat und so bat sie mich laut genug, dass die junge Frau sie verstehen konnte, zu beschreiben, was ich sah.

„Die junge Frau lässt ihre…“

„Anne“ sagte sie eben laut genug.

„Anne, lässt ihre Hand über ihren Schenkel und ihren Schoß gleiten, verwöhnt ihre Lippen und beobachtet, wie ich deine Brust streichle. Mit dem Mittelfinger öffnet sie ihre Lippen und streicht durch die feucht glänzende Spalte.“

„Mach bitte das gleiche, bei mir, was sie bei sich tut.“ befahl Judith flehend.

Ich lies meine Hand von ihrer Brust über den Bauch ihren aufgestellten Schenkel hinauf gleiten und an der Innenseite wieder hinab bis zu ihrer Scham. Wie Anne ließ ich die Fingerspitze meines Mittelfingers durch die Spalte gleiten. Bis ich kurz vor ihrer Öffnung wieder die Richtung änderte. Meine Vorreiterin kreiste mit ihrem Finger um ihre Klitoris und so machte ich es ihr nach. Sie nahm den Finger an ihren Mund und saugte ihn einmal tief ein um ihn so gleich feucht und glänzend wieder über ihre Öffnung gleiten zu lassen. Ich überlegte, sollte ich meinen Finger selbst anfeuchten und dabei Judiths Geschmack kennenlernen, oder es sie selbst machen lassen. Ich entschloss mich für letzteres und legte meine Finger auf Judiths Lippen. Sie verstand sofort und sog ihn sofort tiefe ein, spielte kurz mit ihrer Zunge an ihm als wäre es ein harter Schwanz und ließ ihn feucht glänzend wieder frei. Ich umkreiste direkt ihre Öffnung, ohne ein Eindringen auch nur anzudeuten. Anne bemerkte, wie sehr Judith sich das jetzt gewünscht hätte, und nickte mir ihren Finger über ihre Perle streichend zu. Draußen waren Geräusche zu hören.

Anne sprang schnell auf, drehte das Schild in der Glastür von „frei“ auf „gesperrt“ und drehte das Licht etwas runter. Schnell huschte sie wieder auf ihren Platz und machte direkt dort weiter wo sie aufgehört hatte. Wann immer Anne über ihre Öffnung streifte und um sie herumspielte, folgte ich ihrem Beispiel und Judith bäumte sich zunehmend auf und konnte oder wollte ein leichtes Stöhnen nicht mehr verhindern. Anne hatte ein einsehen mit Judith und feuchtete erneut ihren Finger an. Diesmal ließ ich mir Judiths Geschmack jedoch nicht entgehen und kostet Judiths Saft, der inzwischen tröpfchenweise aus ihr floss. Zum befeuchten reichte ich ihr wieder den Finger und ließ ihn dann wie Anne es vormachte langsam und direkt in Judith verschwinden. Ich drang so weit ein wie ich konnte und bewegte den Finger leicht hin und her, bis Judith an einer Stelle anfing zu zucken. Jetzt wusste ich wo ich sie reizen konnte. Wir zogen unsere Finger wieder zurück um sie jetzt am Eingang spielen zu lassen. Ein leichtes rein und raus in dem ersten Zentimeter. Judith atmete tiefer und Anne war immer mehr mit sich selbst beschäftigt. Sie nahm für ihre Klit die zweite Hand zu Hilfe, mir reichte der Daumen um das Selbe bei Judith zu erreichen. Mit Daumen und Mittelfinger reizte ich Judith bis sie sich aufbäumte und mich, nach Luft japsend, anfleht nicht aufzuhören. Sie verkrampfte immer mehr und sagte „weiter, weiter“ wobei sie aber auch versuchte meine Hand weg zu schieben. Ich hielt sie fest bis sie sich in einem tiefen Zittern und Seufzen entspannte und wieder zurück auf meinen Schoß legte. ich rührte meinen Finger keinen Millimeter in ihr, bis sie wieder etwas bei Atem war.

Anne saß ebenfalls erschöpft und atmend wie nach einem 1000m Sprint in ihrer Ecke und lächelte Judith an.

„Dein Erdbeben war wohl etwas heftiger als meins.“ sagte sie.

„auf jeden Fall unglaublich schön.“ erwiderte Judith und streichelte meinen Arm, dessen Finger noch immer in ihr ruhte. Ich wollte ihn langsam herausziehen, was Judith mit einem „untersteh Dich!“ abmahnte.

 

Nach einigen Minuten ließ sie meine Hand frei und wir machten uns zu dritt auf den Weg unter die Dusche. Wir schenkte es uns, die Tücher um zu binden und liefen nackt durch den Saunabereich zu den Duschen. Beide Frauen wollten sich unter den Eimer stellen. Judith bot Anne an zuerst zu gehen.

„Der braucht zu lange bis er wieder voll ist, geh Du zuerst.“ konterte Anne.

„Dann zusammen!“ offerierte Judith

„OK.“

Die beiden stellten sich aneinander hielten sich jeweils mit einem Arm an der Anderen fest und zogen gemeinsam an der Kette, die den Eimer über sie ausschüttete. Ein Bild als wären sie schon zwanzig Jahre beste Freundinnen. Ich nahm mir schnell den Schlauch, bevor meine Erregung allzu offensichtlich würde. Gerade als ich mich etwas bückte um meine Beine abzuspritzen, schlug Judith mir mit der flachen Hand im vorbei gehen auf den Hintern und sagte „Danke schön!“ und gleich hinterher Anne „Danke schön!“ - klatsch.

Na da hatten sich zwei gefunden.

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Steckspiel60
Geschrieben

sehr prickelnd geschrieben, die Geschichte sprüht nur so vor Erotik...sehr geil, bitte mehr davon:thumbsup::praise:

Geschrieben

schön bitte weiter

gourmet30
Geschrieben

Toll geschrieben, wirklich faszinierend und fantasievoll... Eine ausgewogene Mischung aus Zärtlichkeit und Geilheit... Toll! 

Fotofreund7
Geschrieben

So eine Begegnung wünsche auch ich mir immer in der Sauna. Bis auf heisse Blicke gab es leider noch keine Kontakte. Schade

Marc-Spitz
Geschrieben

Die Frauen verschwanden in der Umkleide. Offensichtlich hatten sie nicht das Bedürfnis, noch etwas zu Ruhen. ‚Na, gut. Dann nicht.‘ dachte ich mir und ging in die Herrenumkleide. Als ich geduscht und angezogen war checkte ich am Empfang aus und stieß im Foyer auf Judith.

„Noch hier?“ fragte ich sie lächelnd.

„Ich wollte mit Dir nach Hause gehen.“

Ich schaute Sie verwundert an. „Etwa zu mir? Ich verstehe nicht.“

„Jeder zu sich!“ Sie hakte sich bei mir ein und wir gingen an unseren Autos vorbei in Richtung unserer Wohnungen.
„Wir müssen reden.“ begann sie und ich merkte, dass sie selber nicht so genau wusste, was jetzt kommen würde. Ich beschloss sie erst einmal reden zu lassen und ihr nur zuzuhören.

„Du weißt, wie aufregend ich den Leseabend fand. Und heute Abend! Das war so geil, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe.“ Begann sie.

„Das freut mich.“ entgegnete ich leise und verständnisvoll.

„Aber es verwirrt mich auch.“ Ihre Stimme klang unsicher und etwas Hilfe suchend. „Ich liebe Jochen und daran hat sich auch in den letzten Tagen nichts geändert. Ich möchte mit Ihm mein Leben verbringen.“

„Er ist nicht der Schlechteste. Intelligent, gute Jobaussichten, wenn er seine Promotion durch hat, und vor allem ehrlich und treu.“ bestätigte ich sie.

„Aber das was wir beide gerade erleben. Das wäre mit ihm niemals passiert. Da…, da ist er zu … zu ‚verklemmt’!“

So, wie sie es sagte, spürte ich wie es ihr auf die Seele drückte. Ihr fast die Luft zum Atmen raubte.

„Und ich spüre, dass ich da noch eine ganze Menge entdecken möchte.“

„Du hast Angst, dass er davon erfährt?“

„Ja, und das er es mir nicht verzeiht.“

„Du bist eine tolle Frau und hast den Mann verdient, den Du Dir aussuchst. Von mir wird er nichts erfahren.“

„Das ist lieb und ich weiß in meinem Herzen, dass ich Dir vertrauen kann.“ Sie legte ihren Kopf an meine Schulter. „Aber komme ich mit der jetzt aufgegangenen Neugier klar? Mit ihm werde ich sie nicht stillen können, da bin ich mir sicher.“

„Das ist ein Spiel mit dem Feuer.“ ich wollte, dass sie sich klarmacht, worüber sie nachdachte und welche Konsequenzen es haben konnte. „Die meisten verbrennen sich dabei.“

„Willst Du es mir ausreden?“

„Was sollte ich Dir ausreden wollen.“ hakte ich nach.

„Die Suche nach neuen Erfahrungen.“

„Auf keinen Fall, aber überlege Dir gut wie Du sie machst. Sonst setzt Du etwas auf’s Spiel, das vielleicht wichtiger ist als die Erfahrung.“

„Du bist auch kein schlechter Kerl.“

Ich legte meinen Arm um sie und wir gingen schweigend weiter, bis wir bei Ihr ankamen. Wir herzten uns zum Abschied, wie wir es immer taten und ich ging nach Hause.

Die nächste Woche redeten Judith und ich nicht viel Privates miteinander. Der Schreibtisch war wie immer voll mit der regulären Arbeit. Dazu kamen jetzt noch ein schwieriges Meeting mit unserer Schwesterfirma in Rostock und ein Qualitätsmanagement-Audit bei einem neuen Lieferanten. Viel extra Arbeit. Am Freitag-Mittag waren wir die beiden Meetings noch einmal mit den Kollegen, die nicht mit auf Dienstreise gehen würden, durch gegangen und befanden uns für ‚vorbereitet‘.
„Auch wenn die erste Besprechung erst am Dienstag ist. Wollen wir nicht schon am Montag morgen losfahren? Ich hasse es immer kurzfristig anzureisen. Wir sind vorbereitet und Anderes bekommen wir am Montag eh nicht mehr fertig.“ sagte ich etwas von der Woche angeschlagen.

„Das klingt gut. Ich spreche  mit dem Chef!“ erwiderte Judith.

Ich konnte nur noch den Daumen heben.

Eine Stunde später telefonierte Judith mit unserer Abteilungssekretärin.

„5mal Umsteigen? 7h?“

„Sonst nichts mehr? keine Alternative?“

Pause
„rufst Du gleich zurück? …. Danke, bis gleich.“

Ich schaute Judith an. „7 Stunden und 5mal Umsteigen? Da fahr ich lieber mit dem Fahrrad.“

„und Fahrer sind auch keine frei.“ antwortete sie leicht unzufrieden.

das Telefon klingelte wieder.
„Hallo Sandra, gut Nachrichten?“
„Ok!“
„so schnell?“
„Den frag ich gar nicht erst, das machen wir, Danke Sandra!“ sie legte wieder auf.

„Was werde ich nicht gefragt?“ bohrte ich jetzt wieder hellwach nach.

„Ob Du in 90 Minuten zu Hause abgeholt werden kannst.“

„Wieso in 90 Minuten?“

„Weil unser oberster Chef heute noch nach Rostock fliegt und noch zwei Plätze frei hat. Also er ist allein im Flieger, aber er würde uns mitnehmen. Bedingung ist, dass wir Montag Überstunden abbauen.“

„Das ist nen fairer Deal.“ antwortete ich und begann den Schreibtisch für’s Wochenende aufzuräumen.

„Meine lieben Kollegen, ich muss jetzt Kofferpacken!“ erklärte Judith in die Runde und verschwand.

Ich beeilte mich ebenfalls zügig nach Hause zukommen, packte ein was ich für die Reise brauchte und dachte sogar noch an Badeklamotten. Ich machte gerade den Koffer zu, als der Taxifahrer an der Tür klingelte.

Judith saß bereits im Font  des Wagens und hatte sich in ein den Temperaturen angemessenes Wochenend-Sommeroutfit geworfen. Das heißt, sie trug eine weiße Bluse mit einer khakifarbenen Shorts. und weißen Leinenschuhe. Der Taxifahrer verstaute mein Gepäck und schaffte die Fahrt zu dem kleine lokalen Flughafen in neuer Rekordzeit. Sicherheitskontrollen gab es keine und die Maschine wartete bereits. Unser Gepäck wurde in den Flieger, ein 9-sitziger LearJet, geladen. So mussten sich wirklich reiche und wichtige Menschen fühlen. Jetzt fehlte nur noch der Firmenchef. Er kam ganz entspannt mit seinem Privatwagen vorgefahren und trug seinen kleinen Tageskoffer selbst zur Maschine. Wir begrüßten ihn förmlich und stiegen nach ihm in den Flieger. Er setzte sich in die vierer Gruppe und bat uns, uns zu ihm zu setzen. Er verwickelte uns in ein angenehmes Gespräch und horchte uns geschickt über die Stimmung und Probleme in der Firma aus. In Rostock gelandet fuhren wir noch gemeinsam ins Hotel und trennten uns dann. Judith und ich stiegen im 2 Stock aus und hatten unsere Zimmer zum Innenhof. Unser Chef drückte auf den obersten Knopf. Judith und ich schauten uns an und sagten zeitgleich. „Meeresblick.“ Wir lachten kurz und ging zu unseren Zimmern.

Judith und ich hatten zwei Zimmer nebeneinander und verabredeten uns, schnell die Koffer auszupacken, uns frisch zu machen und uns dann die Beine auf der Ufer-Promenade zu vertreten. Wir trafen uns wie verabredet in der Lobby. Das Judiths Reiseoutfit, welches unser Chef mit den Worten „Sie haben sich ja schon auf Urlaub eingestellt.“ kommentiert hatte, hatte Judith jetzt gegen die bekannten Hotpants und eine leichte ärmellose Bluse eingetauscht. Die Bluse war aus weißer Seide und sehr durchsichtig. Ärmel gab es keine, dafür waren die Ansätze und der Ausschnitt sehr tief geschnitten und darüber hinaus war die Bluse mindestens eine Nummer zu groß und hing lose über ihre Hose. Darunter trug sie - nichts. Ganz offensichtlich hatte sie Lust sich zu zeigen.

„Chic siehst Du aus.“ begrüßte ich sie.

„Chic??“ sie zog eine Augenbraue hoch.

„Ok, eher frivol bis geil.“

„Das war beabsichtigt.“ sagte sie zufrieden und verlies das Hotel.

 

Ich folgte ihr und wir schlenderten eingehakt die Promenade entlang. Nahezu jeder und jede, die uns entgegen kamen, mussten im letzten Augenblick noch einmal einen Blick auf Judith werfen. Einige Frauen sahen Judith darauf direkt an und schüttelten ihren Kopf, andere grinsten schelmisch, doch die meisten Frauen schauten einfach wieder ihres Weges. Die Männer dagegen brauchten deutlich länger als die Frauen um zu verstehen, wie Judith gekleidet war und in ihren Gesichtern waren überwiegend gefesselte oder erregte Gesichtsausdrücke. Was denen, die mit Begleitung unterwegs waren, zu so manchem Rüffel verhalf. Judith genoss es, legte einen Arm um meine Hüfte und hob gelegentlich den Anderen um sich durch das offene Haar zu fahren. Meist wenn neben uns Passanten liefen, die dann einen freien seitlich Einblick hatten. Ich dagegen fragte mich inzwischen, welche Rolle ich spielte. Den ‚Aufpasser’ und ‚Beschützer‘, den ‚Mutmacher‘ wobei ich sie ja zu nichts motiviert hatte, oder spielte sie auch mit mir. Wahrscheinlich tat sie das, aber welches Spiel? Zu mir selbst sagte ich: „Pass auf, dass Du da nicht in eine Sackgasse läufst.“

 

Wir kamen an einem Eiscafé vorbei und suchten uns eine Platz in der Sonne. Bei einem echten ‚alten Italiener’ bestellten wir uns je einen Eisbecher und sprachen noch einmal über den Flug und das sich unser oberste Chef wieder einmal so nahbar gezeigt hatte, wie man ihn kannte. Nachdem wir das Eis genossen hatten, blieben wir noch eine Weile sitzen und beobachteten im leichten Wind den Sonnenuntergang. Auf dem Rückweg, schmiegte sich Judith noch weiter an mich. Ohne Sonne und mit dem zunehmenden Wind wurde es wirklich frisch. Im Fahrstuhl des Hotels streckte sie sich und massierte ihre Schultermuskulatur. Dies augenscheinlich aber es wirklichem Unbehagen, den aus der Absicht heraus eine Wirkung zu erzielen. Ich erinnerte mich sofort an meine erste Ausbildung, von der ich schon seid Jahren niemanden mehr erzählt hatte. Wir verabredeten uns für 9 Uhr zum Frühstück umarmten uns und gingen auf unsere Zimmer. Dort angekommen rief ich sofort bei der Rezeption an und fragte nach einem Massageöl, ei gutes sollte es sein. Ich stellte den Wasserkocher mit etwas Wasser an. Einige Minuten später klopfte es an meiner Tür und eine junge Auszubildende brachte eine kleine Flasche. Ich bedankte mich und schloss wieder die Tür und stellte die Flasche in eine Teetasse und fühlte die Tasse mit dem warmen Wasser auf. Ich sprang schnell unter die Dusche und warf mir ein T-Shirt über, schlüpfte in meine Trainingshose und sprang in meine Turnschuhe. Mit der Flasche Öl bewaffnet, klopfte ich an Judiths Tür. Einmal. Ein zweites Mal. Beim dritten Mal öffnete sie in ein Badetuch gehüllt die Tür.

„Du sahst im Fahrstuhl etwas verspannt aus.“ ich hielt Ihr das Massageöl entgegen.

Sie schaute mich etwas überrascht an, dann auf das Öl und mir dann wieder in die Augen.

„Ich stehe seid einer viertel Stunde unter der heißen Dusche und so ganz will es sich nicht lösen.“

„Da kann ich helfen.“

„Aber nur als ein Freund, das ist keine Einladung.“ entgegnete sie.

„Nur als ein Freund, der Dir etwas gutes tun will. Versprochen!“

„Dann komm herein.“

Sie zog eine Grenze, sie schien aufrichtig zu sein und kein Spiel zu spielen.

„Mach’ Dir eben einen Turban, damit Dein Kopf nicht von den nassen Haaren auskühlt.“ schlug ich vor.

Sie verschwand im Bad und kam sekundenspäter mit einem Handtuch um den Kopf wieder heraus. Ich hatte inzwischen die Decke zur Seite geschlagen und das Kopfkissen der länge nach in die Mitte des Bettes gelegt. Mit einer kleinen Geste deutete ich ihr, sich auf das Bett zu legen. Sie drehte mir den Rücken zu und ließ das Handtuch auf ihr Becken sinken, legte sich der länge nach auf das Kopfkissen und legte die Arme seitlich an. Den Kopf drehte sie zur Seite. Ich bat sie den Kopf gerade zu lassen und legte ihr eine Nackenrolle unter die Stirn. Die Decke zog ich ihr über die Beine und Füße, damit diese für das Wohlbefinden schön warm blieben. Ich kniete mich neben sie auf das Bett und nahm etwas Öl in meine hole Hand es war noch warm. Zuerst verteilte ich es in meinen Händen und legte dann beide Hände gemeinsam auf Judiths linkes Schulterblatt. Mit leichten kreisenden Bewegungen verteilte ich erst einmal das Öl auf ihren Schultern und im Nackenbereich, dabei spürte ich über all die verspannten Stellen. Mit leichtem Druck begann ich die gesamte Muskelpartie warm zu massieren und übte auf die Verspannungen leichten Druck aus, ohne sie aber zu verschieben. Mit nachlassendem Druck dehnte ich dann vorsichtig die Muskelfasern. Sie quittierte meine Bemühungen mit sanftem Schnurren und tiefen genießenden Seufzern.

„Hast heute Abend im Wind und ohne Sonne wohl nicht ganz das richtige angehabt?“ musste ich sie einfach provozieren.

„Dir hat es doch auch gefallen, oder?“

„Das hat es und jedem anderem auch.“

„Der einen oder andere Ehefrau, wohl nicht so.“ kicherte sie.

„Hat es gekribbelt oder dich erregt, dass Dich alle angeschaut haben?“ fragte ich sie direkt.

„Nicht so wie ich es erwartet habe. Es war spannend aber ich wollte mich manchmal doch verhüllen, hatte aber ja nichts mitgenommen.“
„Was hattest Du den erwartet?“

„Das es mich erregt, geil macht, aber es war eigentlich nur der Reiz etwas Verbotenes zu tun. Es hatte eigentlich keine erotische Wirkung auf mich.“

„Also keine Wiederholung wert?“

„So jedenfalls nicht.“

Die üblichen zwanzig Minuten für eine Massage waren schon mehrfach abgelaufen und so langsam hatten sich die meisten harten Knoten aufgelöst, doch einige ganz hartnäckige waren immer noch da. Die würden aber heute auch nicht mehr zu knacken sein. Also wechselte ich zu einer reinen Wohlfühlmassage. Ich bezog die Schultergelenke und Oberarme mit ein. Dehnte die Gelenke, die Muskeln und setzte mich schließlich neben ihre Schulter und begann die restliche Anspannung, die Sorgen und Gedanke von ihrem Nacken her nach unten zur Hüfte und zu ihrem Po zu massieren. Dabei gleitete meine Hand auch unter das Handtuch, auf ihren Po, was sie kommentarlos geschehen ließ. Nach einer Weile deutete ich an, das ihr Rücken nun genug hätte, was sie aber nicht ganz gelten lassen wollte. Ich zog ihr die Deck den Rücken hoch und wollte mir gerade die Händewaschen gehen, als sie sich von dem Kissen rollte und nun von der Decke nur noch halbbedeckt auf dem Rücken da lag.

Ich schaute sie an. Ihr rechtes Bein bis zur Hüfte frei. Die rechte Seite ihres Oberkörpers nur halb bedeckt. Die Schultern lagen entspannt und gerade da, die Arme weit gestreckt, schaute sie mich an.

„Warum tust Du das?“ fragte sie mich.

„Was tue ich?“

„Warum gibst Du Dir solche Mühe, mir das Leben so schön und angenehm zu machen. Und stellst dabei keinerlei Ansprüche.“

Ich schwieg.

„Du hörst Dir alle meine Sorgen an. Verwöhnst mich heute Abend mit einer stundenlangen Massage und kratzt nicht mal an den Grenzen. Neulich in der Sauna, hast Du nur gegeben. Und forderst kein bisschen, weder mit Worten noch mit Gesten.“

„Für Momente wie diese eine Sekunde.“ antwortete ich, drehte mich langsam um und verschwand im Bad.

Ich hörte, wie es im Bett raschelte und sie kam mir mit ihrem Nachthemd bekleidet nach und blieb im Türrahmen stehen.

„Das erkläre mir bitte. Was gibt Dir der Moment, wenn ich Dich frage warum Du mich verwöhnst?“ sagte sie.

Ich legte das Handtuch beiseite und lehnte mich an das Waschbecken und sah sie aufrecht an.

„Es geht um Vertrauen. Wenn Du mir von deinen Sorgen und Phanatsien erzählst, wenn Du Dich auf meiner Terrasse so gehen lassen kannst, wenn Du Dich mir, wie in der Sauna so auslieferst, wenn Du Dich so von mir massieren lässt, dann vertraust Du mir.“

Sie schwieg.

„Und dieses Vertrauen möchte ich um nichts in der Welt auf’s Spiel setzen.“

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