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Er30_sucht_Sie

Bitcoin und Co.

Empfohlener Beitrag

Er30_sucht_Sie
Geschrieben

Hallo zusammen,

 

gibts hier auch leute die Bitcoin als Wertanlage nutzen oder mit dem Gedanken spielen sich biscoin zuzulegen?

Immerhin hat sich der Kurs in den letzten 12 Monaten fast ver-sex-facht :-D

 

Würde mich freuen wenn sich hier mal freunde von Kryptowährungen melden.

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SilentHill_
Geschrieben

Ich habe tatsächlich die letzten Wochen darüber nachgedacht, Bitcoins zu kaufen.

 

Wer vor 5 Jahren 1000 Euro investiert hat, ist jetzt Millionär.....:$   vielleicht geht's ja so weiter...

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Geschrieben

Ich vermute mal stark, Cryptowährungen sind entweder der nächste Schritt eine wirklich freien weltweiten Geldwirtschaft oder - sehr viel wahrscheinlicher - sie werden in naher Zukunft hart unterdrückt.

Das ist Geld ohne Staat und Zentralbank, das Konzept ist absolut revolutionär!
Fast unsere kompletten modernen Herrschafts-Strukturen hängen an der Kontrolle von Geldsystem und den darin stattfindenden Geldströmen.

Und wie die meisten revolutionären Konzepte gewinnt es jetzt im Augenblick - Staatskrise aller Orten - massiv an Popularität und damit an Wert.

Persönlich glaube ich nicht, daß sich die Meister des Geldes das noch lange bieten lassen - ich vermute das strikte Verbot und die rigorose Verfolgung der Nutzer läßt nicht mehr lang auf sich warten.
Schleßlich habe wir ja in allen modernen Verfassungen das Primat des staates bei der Geldschöpfung drinstehen - die Ersatzwährungen a,la Wörgl habe in echten Kriesen auch nie lang existieren dürfen.

Loki665
Geschrieben

Ich sehe es sehr zum Bedauern ähnlich wie @FingerTanz. Indizien dafür sind nicht nur das Zurückholen der Goldreserven vor der Zeit, sondern auch die Überlegung zur Abschaffung des harten Geldes. Damit werden private Geldströme komplett kontrollierbar.

Keldhar
Geschrieben (bearbeitet)

Ich mine sogar ZEC, allerdings nur auf Basis vorhandener Hardware, im Augenblick lohnt es sich noch. Der Kurs liegt um die 190-200 Euro im Moment. Das Problem in DE sind die hohen Strompreise, welche bei mir aber durch eine Solaranlage abgefedert werden. Und da Eigenverbrauch besser als Einspeisevergütung ist, mache ich das. Zum aktuellen Kurs komme ich bei 40-50 € im Monat. Nach Abzug der Stromkosten. Zum Normaltarif bliebe von dem Gewinn nicht viel übrig. Dann könnte man höchstens mit fallenden und steigenden Wechselkursen versuchen Gewinn zu erzielen. 

bearbeitet von Keldhar
Nutz-Stute
Geschrieben

Die ganze Sache ist eine riesige Blase.

Derzeit lässt man die Miner noch gewähren. Allerdings vermehren sich die Anzeichen, dass es aus dem Ruder läuft.

1. Punkt ist massive Energieverschwendung. 

2. sind das nicht kontrollierbare Währungen, was den Staaten nicht wirklich gefällt.

Und spätesten dann, wenn das schürfen von Cryptowährung als Einkommen (noch dazu aus selbstständiger Arbeit )gilt, und darauf Steuern erhoben werden, wird es generell unrentabler, und die Sache wird strafrechtlich relevant. Kein Gewerbe angemeldet? Keine Steuern abgeführt? 

Dazu werden diese Währungen von nichts gestützt. Wenn jetzt heute der Kurs gegen Null einbricht, wars das einfach. Es gibt keine Garantien, keine Einlagensicherung und nichts.

Die Dinger sind ein schönes Spekulationsobjekt, aber hochriskant. Wer bereit ist da mit zu machen, sollte sich darüber im klaren sein, dass das Geld morgen weg sein kann. Also wenn schon, dann bitte nur mit Überschüssen, auf die man zur Not verzichten kann.

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Geschrieben

Die Fiat-Währungen, die alle modernen Staaten (und wir alle) verwenden sind auch durch sprichwörtlich nichts gestützt!

Was Einlagensicherungen im Zweifelsfall wert sind...bleibt abzuwarten. 1929 haben sie nichts genützt, obwohl es auch damals schon schriftlich/gesetzlich formulierte Einlagensicherungen gab. Wenn das System kollabiert ist das Papier nichts mehr wert.

Nutz-Stute
Geschrieben

Und wie stufst du die Wahrscheinlichkeiten ein, dass a) ein Staat in Europa kollabiert, und b) eine lose Zusammenwürfelung von Privatpersonen kollabiert? 

Nehmen wir mal Griechenland. Eigentlich pleite,  aber wird gestützt. Über die Art und Weise kann man sich prima streiten, aber sie gehen nicht kaputt. 

Geschrieben

Ich habe den Vergleich zu `29 sehr bewußt gewählt. 

Griechenland ist winzig - das KANN stabilisiert werden.
Wenn erst mal eine plötzliche Kursanpassung im Rembini, Dollar oder Euro passiert, fällt binnen wenigen Tagen ALLEN auf, daß unser Geld eigentlich garnichts wert ist. Das geht schnell, daß keine Rente, keine Gehälter merh ausgezahlt werden, die Supermärkte leer sind ect.

Es gibt von hochrangigen  Währungsspezialisten die Annahme, daß der Dollar zur zeit  ca 60-100fach überbewertet ist weil er die Welt-Reservewährung ist....
Das ganze Weltwirtschaftssystem steht auf sehr tönernen Füßen, und wenn ein großer Player fällt, klappt das ganze System zusammen.
2009 war schon ziemlich knapp wie man liest

Nutz-Stute
Geschrieben

Okay, du hast also kein Vertrauen in die Realwährungen. Kann ich nachvollziehen. Aber du vertraust einer Pseudowährung, die,  nehmen wir mal an, es gäbe einen landesweiten Stromausfall, gar nichts mehr ist? Bargeld könnte man immer noch manuell aus den Automaten holen, und vor Ort verteilen. Bei Cryptowährung.... naje ne?

Geschrieben (bearbeitet)

Ich vertraue keiner Währung. Währung ist ein völliges Konstrukt.
Selbst Gold wird wertlos wenn eine ernsthafte Hungersnot passiert (nicht vergessen - nur knappe 30% aller bei uns konsumierten Nahrungsmittel kommen auch von hier - und die sind auch international geahndelte Treibstoffe und Dünger angewiesen)


Aber ja, ich gehe davon aus daß ein Euro nicht sicherer ist als ein Bitcoin oder ein Paybackpunkt.

Natürlich benutze ich sie praktisch - aber sowas wie ein auf 40 Jahre angelegte Riesterversicherung  ist ein Witz.

bearbeitet von FingerTanz
SilentHill_
Geschrieben

Ich glaube nicht, dass der Bitcoin so einfach bekämpft werden kann. Wenn ein Land meint, das zu tun....die Währung wird weltweit genutzt. 

Ist anonym zu erwerben. Niemand kann es kontrollieren. Ist auch sehr schwierig, Unternehmen oder Händlern zu verbieten, Bitcoin anzunehmen. 

Ich habe eine Sendung über IT-Leute und Hacker gesehen, die bereits einen Chip implantiert haben, gefüllt mit Bitcoins...um immer anonym zu bezahlen.

Wie will man etwas bekämpfen, das weltweit genutzt wird, und niemand weiß, wer es hat....und niemand weiß, wer wo bezahlt....

Sehr schwierig...  Und das Internet ist die Zukunft...

Nutz-Stute
Geschrieben

Schwierig aber nicht unmöglich. Der Staat kann diese Währung als illegal erklären. Damit ist der Handel damit verboten. Geschäfte die es dennoch annehmen, können dicht gemacht werden. Geschäftsführer/Eigentümer können dafür inhaftiert werden. Und das werden sie. Warum? Ganz einfach: Wie versteuert man eine illegale Währung? Antwort: Gar nicht. Folglich Steuerhinterziehung.

Und dem Bürger bringt es relativ wenig, wenn er Bitcoin/Whatever hat, aber dafür nichts bekommt. 

Geschrieben

Alle nicht direkt kontrollierbaren Privatgeschäfte entgehen der Verfolgung allerdings elegant .
Wenn du mir ein Paar deiner getragenen Damenschuhe gibst und dir von den Bitcoins die ich dir dafür gebe beim Bauern nebenan Gemüse hohlen kannst, der es wiederum dem Flaschner gibt der ihm schwarz Dachrinnen repariert - ohne daß der Staat oder die Banken je davon erfahren...
Da geht schon noch eine Menge.

Aber du hast natürlich Recht - alle Firmen mit kontrollierbarem Warenfluss, sprich der ganze gemeldete Handel, können ggf gesetzlich unterdrückt werden. Alle Berufsgruppen bei denen der Staat eine Vorstellung vom Einkommen hat - Öffentliche angestellte und Beamte - können auch nur begrenzt damit agiren.
Aber im Grunde alle geschäfte die heutzutage schon für Schwarzarbeit oder Schwarzhandel geeignet sind könnten durchaus auf so ein Währungssystem umsteigen, der Rechtsstaatliche Nachweis ist ziemlich mühsam.

Geschrieben (bearbeitet)

Ich frage mich, warum immer noch alle glauben, der Bitcoin wäre anonym. Er ist prinzipiell das genaue Gegenteil von anonym: Jede einzelne Transaktion, die jemals gemacht gemacht worden ist, steht in der Blockchain.

Und: Was kann es denn bitte geileres geben, als eine komplett überwachbare, vollständig nachvollziehbare, öffentlich einsehbare und jederzeit auswertbare Kette aller Transaktionen, die jemals mit jedem gemacht worden sind?

Vor allem, was viele unterschätzen: Vielleicht muss man keinen Namen angeben, um Bitcoins zu kaufen und deswegen halten die Leute das alles für Anonym. Aber irgendwie kommt das Geld da hin. Irgendwann hat es mal ein ganz normales Konto verlassen, bevor es ein Nutzer in sein Wallet bekommen hat. Und hier heißen die Zauberworte dann "Zahlungsstromanalyse" und "rekursive Nutzerverhaltensüberwachung".

Insofern gibt's aus Sicht der "Herrscher über das Geld" nichts geileres, als Bitcoins. Endlich kann niemand mehr dieses elende Bargeld unterm Kopfkissen verstecken, von dem niemand so richtig weiß, wo es eigentlich hin wandert.

bearbeitet von Upcoming_Storm
Keldhar
Geschrieben

So wie es zur Zeit gerade mit dem normalen Zahlungsmitteln gewollt wird, alles soll per Karte oder Überweisung gehen. Der 500er Schein wird abgeschafft. Und was der Beispiele noch mehr sind. Schweden ist fast bargeldlos. Und wer da glaubt, der Euro wäre sicher, der sieht nicht, das der gerade mit Fleiß und Hurra an die Wand gefahren wird. Zins im Keller, Wert auf dem absteigenden Ast. Kommt es wieder zu einer Bankenkrise reicht der mickrige Schirm nicht aus. Den, unter anderem, der Steuerzahler trägt. Und da braucht man sich nicht wundern, wenn er anderen Währungen mehr und mehr glaubt. Sicher ist es hochspekulativ und mit Risiko verbunden. Aber das sind die Geschäfte der Banken auch. Oder Aktien, oder Lebensversicherung. Die auch noch mit einer miesen Rendite. Da klingen die Renditen beim Mining schon besser. Ich habe mir vom Miningertrag schon das eine oder andere geleistet. Meistens natürlich Hardware zum Minen. Aber da bin ich inzwischen gut aufgestellt, eine weitere Aufrüstung ist zwar möglich, aber das wäre dann schon nicht mehr hobbymässig. 

Ich sehe es eher so, als das ich mir mit einem Miningprojekt ein weiteres s Standbein erschaffe. Neben dem Euro, neben den Aktien, neben den Fremdwährungen, die ich habe. Und nichts weiteres ist es auch eine Währung neben dem Euro. Wird das reglementiert, muss ich weitersehen.

Nutz-Stute
Geschrieben

Es sei dir durchaus gegönnt. Solange du nicht den Fehler machst, und deinen Job aufgibst, weil du ja beim Minen so viel verdienst... Und ja, das haben schon welche abgezogen. Dann bricht der Kurs ein, und der Millionär kann seine Stromrechnung nicht mehr zahlen.

Switchport
Geschrieben

Man legt ein weltweit agierendes und dezentrales Netzwerk nicht einfach still. Selbst wenn einzelne Staaten oder ganze Kontinente Cryptowährungen verböten und technisch gegen die Netze arbeiten, reicht der "verbleibende " Rest dicke aus, das System bzw. die Blockchain am Leben zu erhalten. Was juckt es z.B. das Internet, wenn der Chinese den Zugang zu ihm sperrt? Für die Chinesen ist es bedauerlich, dem Netz ist es egal. Genau diese Technologie wird Cryptowährungen am Leben halten. Die Frage ist nur, wieviel Vertrauen die Menschen in sowas haben. Man hätte sich ja statt auf Bitcoin auch auf Kirschkerne "einigen" können. Cryptogeld lebt davon, dass genug Menschen daran glauben - an Kirschkerne als Zahlungsmittel glaubt halt niemand.

Ich verfolge die Sache seit vielen Jahren und kann mich noch gut an die Abwärme erinnern, die meine Grafikkarten erzeugt haben. Heute ist das im kleinen Stil kaum noch sinnvoll möglich, es sei denn, man beschäftigt sich mit dem "Burstcoin" - er ist ja schon fast "GreenIT" im Vergleich zu allen anderen Coins ;)

Geschrieben

Ungeachter der mal mehr mal weniger akzeptablen "Systemkritik" stelle ich mir die Frage, wie man allen Ernstes eine der härtesten Währungen des Planeten (den Euro) mit den historisch höchsten Schutzmaßnahmen der Währungsgeschichte mit einem Spielgeld aus dem Internet gleichsetzen kann. Genauso gut können sich hier World of Warcraft-Spieler hinstellen und sagen, dass ihre Währung genauso viel wert ist wie Bitcoins. Mit einem Unterschied: Mit Bitcoins können die nicht neue Reittiere kaufen... :clapping:

Oder anders ausgedrückt: Bitcoins entstanden wie so manch andere "tolle" Investitionsmöglichkeit (Na, in letzter Zeit mal eine eigene Baustelle neben einem Denkmal gekauft?) nach einer Finanzkrise, bei der viele ihr Geld verloren. Nur eines verlor nicht: das Prinzip staatlich geschützter Währungen. Die sind weiter garantiert. Verlieren könnte in einem wirklichen Crash dann übrigens nur die Summe an Debitoren, d.h. jener Leute, die anderen Geld liehen. Denn dank erwartbarer Hyperinflation sind die Schulden, die man vormals hatte, mir nichts dir nichts weg. Da hilft dann auch kein Goldbarren, kein Bitcoin. Vielleicht ein paar Dosen Gulasch im Keller.

Sicher ist nur eins: je "sicherer" und "moderner" eine Lösung ist, desto höher ist das Risiko. Ganz zu schweigen von der Kleinigkeit, dass mir "Euro" auch in so ziemlich jedem Laden abgenommen werden. Ich bezweifle jedoch, dass der nächste Aldi das auch mit Bitcoins so handhabt...

Und da es ja schon vorab gesagt wurde, das Stichwort lautet "Vertrauen" - und allen Unkenrufen zum Trotz ist der Euro eine Währung, der man international traut. Das zeigen so täglich Tausende von Unternehmen, Hunderte von Staaten und Milliarden von Menschen. Das kann keine Cryptowährung von sich behaupten. Und seien wir mal ehrlich - auch das ließ sich erkennen - Bitcoins sind ein kleines Internetphänomen, weil man ja quasi "aus nichts Geld gemacht hat", das ist die ganze banale Wahrheit. Okay, bis auf die Sache mit den Stromkosten... :coffee_happy:

*Aluhut auf* Hat mal jemand bei den Stromkonzernen nachgefragt, ob die was mit der Erfindung von Cryptowährungen zu tun hatten?
P.S.: Wieviele Kapitalverbrechen werden eigentlich gegenwärtig durch Bitcoin finanziert? Da es ja so "undurchschaubar" ist (also: Noch...)

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SilentHill_
Geschrieben (bearbeitet)
Am ‎28‎.‎08‎.‎2017 at 17:10, schrieb Upcoming_Storm:

Ich frage mich, warum immer noch alle glauben, der Bitcoin wäre anonym

ja, wenn man möchte, dann kann man das anonym machen.  Es gibt auch völlig anonyme Paykarten, womit man überall bezahlen kann. So kann man absolut anonym Bitcoins erwerben, 

es kann anonym sein, wenn man will.

bearbeitet von SilentHill_
Geschrieben

Ich habe an dieser Stelle geschlossen, weil dies hier ohne die Politik mit einzubeziehen nicht diskutierbar ist.

Gruß

Brisanz

Team-poppen.de

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