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Sind die Frauen von heute emanzipiert?


Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Hmmmm... Emanzipation... ich habe negative Empfindungen bei diesem Wort, da Männer den Frauen teilweise vorwerfen Emanzen zu sein, obwohl sie nur gleichberechtigt behandelt werden wollen. M.E. haben Frauen wie Frau Schwarzer einiges für diesen Zustand (Gleichberechtigung) beigetragen, aber nun sollte man nicht weiterhin verbissen weiterkämpfen, sondern es dabei belassen. Frauen müssen den Männern nicht vorgezogen werden, nur weil sie Frauen sind, das wäre ja wiederum eine Diskriminierung der Männer.

Mein Exfreund hat mir damals vorgeworfen, dass ich eine Emanze sei, nur weil ich vor seinen Freunden nicht derselben politischen Meinung war wie er, sondern die Meinung seiner Freunde geteilt habe und er sagte zu mir, bevor ich ihm in den Rücken falle, solle ich doch lieber meinen Mund halten...
Ähm... nein... ich muss zwar nicht immer meinen Senf zu allem geben, aber auch ich habe eine eigene Meinung und die muss ich ja nun nicht verbergen, nur weil dem Mann die Argumente ausgehen. Ist man also schon gleich emanzipiert, nur weil man eine eigene Meinung hat?

In diesem Zusammenhang habe ich nur gedacht, es lebe der Artikel 5 Abs. 1 GG... juhuuu...
Die Frau hat immer derselben Meinung zu sein wie der Mann, hat der Mann keine eigene Meinung, so darf er sich die Meinung anderer Männer einholen. Sind zwei Männer nicht derselben Ansicht, hat sich eine Frau nicht einzumischen und ihre Meinung zu äußern. Die Rechte der Frauen beschränken sich auf’s Kinder kriegen, kochen und das immer genügend Bier im Kühlschrank vorhanden ist. Die wichtigste Regel lautet, sie hat das Recht bei Fußballspielen das Wohnzimmer stillschweigend zu betreten, um Bier und Knabberzeug zu bringen.
Dies ist natürlich nur ein kleiner Auszug von den „Rechten“ der Frauen gegenüber ihren Männern.

Nein, ich bin keine verbitterte Frau, die alle Männer über einen Kamm schert. Aber es hat noch keinem Mann geschadet eine Frau so zu behandeln, wie auch er gerne behandelt werden möchte...
Also liebe Männer, geht einkaufen, deckt den Tisch und zaubert euren Liebsten ein Essen in einem wunderschönem Ambiente. Ich glaube, dass dieser Abend dann noch lange in positiver Erinnerung der Frau sein wird. Es muss ja nicht immer einen bestimmten Anlass dafür geben, das „einfach nur so“ ist doch viel schöner.

So, jetzt bin ich nun ein wenig vom Thema abgeschweift.

Carpe diem et noctem


Geschrieben

wenn emanzipation gleichheit bedeutet
was ist dann irgendwann in grauer vorzeit geschehen und geschieht immer noch tag für tag warum müssen frauen seit jahrhunderten darum kämpfen gleiche rechte wie männer zugestanden zu bekommen und werden dafür noch als
emanzen ganz bewußt verhöhnt


Geschrieben

Ich finde diese Emanzipationsgeschichte wird viel zu sehr übertrieben.
Was ist so verkehrt daran seinem Partner, oder einem geliebten Menschen auch mal einen Wunsch von den Augen abzulesen und ihn zu erfüllen???
Was ist verkehrt daran, die Bedürfnisse eines anderen Menschen, wenn auch nur zeitweise mal über die eigenen zu stellen??? Egal ob Mann oder Frau.
Alice Schwarzer...geht gar nicht, hat vielleicht viel für die Frauenwelt getan, aber meiner Meinung nach auch für viel Ärger und Mißverständnissen zwischen Mann und Frau gesorgt.
Ich denke wenn jeder sein Gegenüber so behandelt wie er selbst behandelt werden möchte, und nur das verlangt, was er auch selbst bereit ist zu geben....dann kann man sich das Emanzipationsgefasel in Zukunft sparen....


stillesWasser82
Geschrieben

So,jetzt will ich auch mal was dazu sagen.Ich denke genau wie meine Vorrednerin das,das Thema viel zu sehr Übertrieben wird.Wenn ich immer höre das auch im Berufslebn überall eine Frauenquote eingeführt werden soll,halte ich dies für total den falschen ansatz.Wir können ja nicht in jedem Beruf eine 50:50 Quote schaffen da Männer und Frauen ja ganz verschiedene Vorraussetzungen haben.Fakt ist einfach das Männer in der Regel mehr kraft haben als Frauen(und bitte jetzt nicht wieder andere extrembeispiele nennen),Frauen dafür im sozialen Miteinander besser zurecht kommen.Wobei sie vorteile in anderen Berufen haben.
Menschen die gegenüber anderen Dominant auftreten wird es immer geben,egal ob eine Frau einem Mann gegenüber oder halt anders herum.Ich denke mal,da wir jetzt eine Bundeskanzlerin haben,könne auch einige übertriebenen Emanzen mal ruhig sein.
Zum Thema Bundeswehr:Ich finde es ja toll wenn dort jetzt auch Frauen ihren Bienst leisten können,halte es aber für total falsch wenn sie andere (zum Beispiel) Sprtliche leistungen bringen müssen.Im ernstfall (was nütürlich keiner will) sind halt ,männerspezifische eigenschaften gefragt.In diesem Fall sehe ich sogar eine gefahr,für Leib und Leben.

Mein fazit ist:Frauen sind aus meiner sicht schon längst emanzipiert.Jede Frau die es nicht ist, ist selber schuld und sollte sich mal an die eigene Nase packen,befor sie eine Ungerechte behandlung von oben vorschieben.

PS.Ich währe froh gewesen hätte ich mir die 9 Monate beim Bund sparen können


Geschrieben

wenn man die Welt in 2 Gruppen einteilt ist es logisch das eine Gruppe verliert oder? Dinge die in 4 Jahren gewachsen sind lassen sih aber auch nicht einfach in 30 Jahren rückgängig zu machen. Und der "größte Nachteil" für Frauen ist halt das sie Kinder kriegen und daher meist auch eine tiefere Verbindung dazu haben und deswegen sich mehr um die Erziehung kümmern und daher auch die arbeit ganz bzw. zum Teil aufgeben. die liegt für mich als jemand der im Osten aufgewachsen ist aber an der politisch gewollten schlechten Kinderbetreung in diesem Land.



Es soll eben keine der 2 Gruppen (Frauen - Männer) verlieren, sprich Nachteile haben. Soweit jedenfalls die Theorie.
Den zweiten Teil Deiner zitierten Aussage kann ich allerdings nur unterstreichen.

Gewiss sind in den letzten 40 Jahren Fortschritte gemacht worden (ob uns Männern das nun gefällt oder nicht) aber das Ziel der Emanzipation, die weitgehende Gleichstellung von Mann und Frau sind hier in unserem Land trotz Bundeskanzlerin noch lange nicht erreicht.
Dass allerdings Teilfortschritte gemacht wurden, zeigt ja gerade diese Seite.
Ich habe noch nirgendwo so viele selbstbewusste Frauen erlebt wie hier auf poppen.de (alles Emanzen? )


Geschrieben

ich kenne nun leider immer noch nicht den unterschied zwischen emanzen und emanzipierten frauen....


Geschrieben

EMANZE ist die eher spöttische Bezeichnung für eine Frau, die sich zwar aufgeschlossen und emanzipiert gibt und die alles das auch macht, was Männer machen, und die aber trotzdem an dem vorbeigeht, was wirkliche Emanzipation bedeutet. Typische Emanzen betonen zwar ihre angebliche Befreiung von der Unterdrückung und Bevormundung durch Männer wo immer nur möglich, doch haben alle ihre Beteuerungen etwas Oberflächliches, Irrationales und irgendwie nicht den Kern der Sache Treffendes an sich: Sie doktern immer nur an Äußerlichkeiten herum, von der eigentlichen, der inneren Emanzipation, scheinen sie keine Ahnung zu haben. Wenn Emanzen beispielsweise auf den weiblichen Formen der Berufsbezeichnungen bestehen, wenn sie also statt einfach von Lehrern stets von Lehrern und Lehrerinnen reden, sofern beide gemeint sind, so ist das eine solche belanglose Aufwertung.

Emanzen machen den Männern genau das nach, was schon bei ihnen oft genug falsch und witzig ist.



und

Die heutige Bedeutung "Befreiung aus Abhängigkeit" greift daher zu kurz, Emanzipation sollte eigentlich mehr sein: Die "Emanzipation der Frau" etwa sollte nicht nur die Befreiung von ihrer entwürdigenden materiellen, sozialen und rechtlichen Abhängigkeit vom Mann sein, sondern auch, sie so auf das Leben vorzubereiten, daß sie wirklich gleichberechtigt ist und ihr Leben wirklich selbstverantwortlich leben kann - auch im Hinblick auf ihr persönliches Glück. Und das ist oft wohl wirklich noch gar nicht der Fall.

Wir müssen daher nach eher äußerer und innerer Emanzipation unterscheiden:

Die äußere Emanzipation ist erreicht, wenn niemand mehr in seinen Rechten und Pflichten gegenüber einem anderen benachteiligt ist. Emanzipierte Menschen können dann ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten und sich mit anderen zusammentun, wenn eine Gemeinschaft zu dieser Gestaltung erforderlich ist. Der "emanzipierte Mensch" "besitzt" also etwa das Wahlrecht und kann einen Reisepaß, einen Führerschein haben und ist unabhängig von der Bevormundung durch Eltern, Lehrer oder Kirche. Er kann - zumindest, wenn man nicht so genau hinschaut - frei entscheiden, welchen Beruf er ergreift, welcher Konfession er angehört und ob er sich vom Religionsunterricht abmeldet, welche Verträge er abschließt und wen er heiratet. Schließlich liegt es natürlich auch in seinem Belieben, ob und wie er sich versichert, wie er sich bei Krankheiten behandeln läßt, ob und welche Drogen er konsumiert (ganz so weit ist es bei uns glücklicherweise noch nicht), wie lange und wo er tags und nachts seine Zeit verbringt und auch, mit wem er Geschlechtsverkehr hat, ob und welche Verhütungsmittel er benutzt oder auch, ob er eine Abtreibung machen läßt oder ob er gar homosexuell wird (siehe Homosexualität).

Es ist allerdings höchst unsicher, ob eine solche umfassende Emanzipation wirklich zum höheren Glück eines Menschen beiträgt. Nur zu oft dürfte ein derartig emanzipierter Mensch eher als "Emanzipationskarikatur" wirken - siehe Emanze. Zu gelungener Emanzipation gehört wohl eher die

innere Emanzipation. Bevor wir von Emanzipation reden können, muß der Mensch erst einmal dafür fit sein - sonst geht es ihm wie dem Kind, dem man die Erbschaft von der Großmutter gibt, ohne daß das Kind überhaupt gelernt hat, mit Geld umzugehen. Wer ohne diese Bedingung Emanzipation befürwortet oder auch gar nicht einmal an diese Bedingung denkt, dem geht es doch nur um das Geld des Kindes!

Und das gilt ganz allgemein, auch im Hinblick auf die Sexualmoral! Am Beispiel von zwei unterschiedlich veranlagten Menschen oder auch Menschen, die von unterschiedlichen Voraussetzungen herkommen, wird deutlich, um was es geht. Denn für einen aus irgendwelchen Gründen schwächere Menschen bedeutet eine rein äußerliche Gleichstellung schlicht und einfach auch immer eine Benachteiligung - bei der sogenannten Aushandlungsmoral, wie sie heutzutage bei uns weitgehend modern ist, wird er also immer letztlich nicht wirklich in seinem eigenen Interesse handeln (siehe Egoismus). Inzwischen hat es sich wenigstens schon einmal herumgesprochen, daß man bei Leichtathletikkämpfen nicht "gleichberechtigt" Frauen gegen Männer antreten lassen kann, denn Frauen würden dabei unverhältnismäßig oft den Kürzeren ziehen.

Dabei sind Frauen nicht grundsätzlich schwächer, sondern sie sind nur anders veranlagt als Männer. Ursache dafür ist die unterschiedliche Rolle von Mann und Frau bei Weitergabe des Lebens, und wie das vom Körperlichen gilt, gilt das auch vom Seelischen, also bei der Erfüllung der Einheit von Leib und Seele. Wir empfinden gewiß richtig, wenn wir uns dagegen wehren, daß es da beispielsweise Sinn der Emanzipation sein soll, wenn Mädchen wie manche Jungen und Männer hier alle Hemmungen beiseite werfen und alle möglichen Abenteuer durchleben. Allenfalls wäre es ein Zeichen von Emanzipation, wenn die Mädchen so selbstbewußt und kritisch auftreten, daß sich die Jungen einer höheren Vorstellung von Moral anpassen





quelle: ein basislekion..in den weiten des www gefunden...durch eigabe des wortes emanze bei google


Geschrieben

Da hab ich mal zwei Erklärungen zu gefunden:

Emanze - (umgangssprachlich, oft abwertend) Frau, die sich bewusst emanzipiert gibt u. sich aktiv für die Emanzipation einsetzt.
Duden Fremdwörterbuch 1997

Zum einen wird der Begriff abwertend gebraucht, zum anderen schildert er einen tatsächlichen defizitären Zustand. Eine Frau, die sich "bewusst emanzipiert gibt", ist nicht emanzipiert. Einer "Emanze" wird nicht zu Unrecht Männerfeindlichkeit nachgesagt. Oft sind es enttäuschende, defizitäre oder negative Erfahrungen mit Männern, insbesondere dem eigenen Vater, die dazu führen Männlichkeit nur oder überwiegend negativ wahrzunehmen. Eine Emanze gibt sich daher nicht weiblich, sondern Antiweiblich, da sie auf alle Fälle nicht das Interesse von Männern auf sich ziehen will. Positive Signale von Männern wehrt sie ab, bzw. interpretiert sie als feindlich gegen sie gerichtet (Projektion). Das Bemühen um Abwehr spüren natürlich die Männer, die dadurch ihrerseits wiederum in die Richtung der Frau negativ reagieren oder agieren. Die Frau (Emanze) fühlt sich dadurch bestätigt (Männer sind schlecht, frauenfeindlich, etc.)

Das ist wohl ernst gemeint.


Emanzen leben nach der Maxime :

"Ihr Männer, gehorcht euren Frauen."

Nennen tun sie ihr Verhalten "Gleichberechtigung".

EMANZE ist die eher spöttische Bezeichnung für eine Frau, die sich zwar aufgeschlossen und emanzipiert gibt und die alles das auch macht, was Männer machen, und die aber trotzdem an dem vorbeigeht, was wirkliche Emanzipation bedeutet. Typische Emanzen betonen zwar ihre angebliche Befreiung von der Unterdrückung und Bevormundung durch Männer wo immer nur möglich, doch haben alle ihre Beteuerungen etwas Oberflächliches, Irrationales und irgendwie nicht den Kern der Sache Treffendes an sich: Sie doktern immer nur an Äußerlichkeiten herum, von der eigentlichen, der inneren Emanzipation, scheinen sie keine Ahnung zu haben. Wenn Emanzen beispielsweise auf den weiblichen Formen der Berufsbezeichnungen bestehen, wenn sie also statt einfach von Lehrern stets von Lehrern und Lehrerinnen reden, sofern beide gemeint sind, so ist das eine solche belanglose Aufwertung.

Emanzen machen den Männern genau das nach, was schon bei ihnen oft genug falsch und witzig ist.

Nur: Sie können es nicht richtig, und daher wirkt es noch komischer und bringt auch noch Probleme.


Ob das auch so ernst gemeint ist möchte ich mal nicht beurteilen.

Ich hoffe Dir damit ein wenig weiter geholfen zu haben.

NB


Geschrieben

@ misssexy:
Der Unterschied dürfte vielleicht schon deshalb so schwer fallen, weil jeder etwas anderes drunter versteht. Ich kriege wohl auch keine allgemein konsentierte Definition hin:
Emanzipierte Frauen sind solche, die aus eigener Kraft ihren Platz im Leben gefunden haben und behaupten können. Das muss nicht als Bundeskanzlerin sein; eine Studienfreundin in Berlin, die trotz verpatzten Studienabschlusses eine erfolgreiche Selbständigkeit aufgebaut hat, fällt genauso darunter.
Dabei heißt das nicht, dass diese nicht in einer Bezeihungleben oder verheiratet sein dürfte. Und auch die Frage der Namenswahl - im Eingangsposting erwähnt - ist unerheblich; überhaupt bin ich bei Symbolismus skeptisch.
"Emanze" ist nach meinem Verständnis ein Kampfbegriff, mit dem - ob zu recht oder unrecht spielt keine Rolle - tatsächlich oder vermeintlich radikale Frauenkämpferinnen (auf altdeutsch Sufragetten) belegt oder auch verspottet werden. Mir persönlich fallen da auf die schnelle am ehesten die GALierinnen in Hamburg aus den 80er Jahren ein, die letztlich den gleichen miefigen Biologismus wie manche Männer (nur umgekehrt) durchzusetzen versuchten.
Allerdings gilt gerade hier der Satz: "Feminismus ist albern - Antifiminismus ist vulgär".


Geschrieben

Puhh, das waren jetzt wirklich viele informationen!
danke an alle! ich habe wieder was gelernt!

mir gehen jetzt verschiedene fragen im kopf herum.
einmal, wenn wir uns die arabische welt anschauen, stellen wir fest, das männer und frauen eine andere lebensweise miteinander haben als hier im westen.
manche leute denken ja auch, das diese frauen unterdrückt werden.
meine erfahrung nach, ist es aber doch irgendwie so, das in der arabischen gesellschaft, die geschlechtertrennung teilweise auch sinnvoll erscheint. männer und frauen sind ja schliesslich unterschiedlich und haben unterschiedliche bedürfnisse.
auch wenn meine frage nun vielleicht schwammig rüberkommt.
ist das nun fortschrittlich oder rückschrittlich?


Geschrieben (bearbeitet)

Weder noch: Anders.
Wenn man sich auf Leute verlassen kann, die sich wirklich auskennen, dann gibt es die arabische Welt ja nicht. Da gibt es in jedem Land andere Lebensweisen und teilweise in einem Land mehrere.

Und arabische Welt ist noch lange nicht gleichzusetzen mit Islam, in Ägypten und Äthiopien (nur als Beispiel) gibt es viele Christen.

Soweit braucht man ja auch gar nicht zu gehen. Es gibt durchaus ernstzunehmenede Leute bei uns, die fordern, die Koedukation, also den gemeinsamen Unterricht von Buben und Mädchen, wieder zu beenden, weil die Erfahrung gemacht wurde, daß Mädchen in einer reinen Mädchenklasse in naturwissenschaftlichen Fächern besser vorankommen.

Mit dem einen Vorteil erkauft man sich immer einen Nachteil auf einer anderen Seite.


Heinrich


bearbeitet von cuthein
Geschrieben

Ich selbst kann an den gegenwärtigen Verhältnissen insbesondere in Arabien leider derzeit nicht viel fortschrittliches erkennen.
Vor allem ist es oft schlicht so, dass eine Frau sich ihr Leben nicht aussuchen kann. Meist nicht einmal den Ehemann; der wird durch die Familie (genauer: deren Oberhäupter) bestimmt. Darüber hinaus ist das ganze Leben durchreglementiert.
Auch stellt sich wieder die Frage nach dem einzelnen Individuum: Da gibt es welche, die erleben ggf. zu 100% Unterdrückung.
Es ist übrigens kein Problem des Islam als solchem: der war auch mal erheblich liberaler und da benehmen sich viele so wie zahlreiche Christen, als ihre Religion so ca. 1000 bis 1600 Jahre alt war (vielleicht ein kritisches Alter für Religionen, das müsste man mal erforschen).
Es mag sein, dass damit auch der Vorteil verbunden ist, nicht soviele Unsicherheiten zu haben. Aber hier gilt der Satz Benjamin Franklins: "wer glaubt, Sicherheit zu erlangen, indem er Freiheit aufgibt, wird beides verlieren".


Geschrieben

hmmm vermutlich hätte ich das ganze etwas besser differenzieren müssen und bin mal wieder zu schwammig geblieben.
konkret habe ich da an die VAE gedacht, wo frauen/touristinnen sehr höflich und zuvorkommend behandelt werden und es für frauen extra sowas wie einen Club(tennis,golf, schwimmen etc) gibt.
das leben verläuft zwar miteinander aber auch teilweise streng getrennt.


Geschrieben

Über die konkreten Verhältnisse in der VAE kann ich nichts sagen (war nur einmal für eine Stunde im Transitbereich des Flughafens von Dubai). Eigene Rückzugsräume zu haben, kann natürlich von Vorteil sein, un insbesondere nicht von Männern bedrängt zu werden (wenn ich den - leider nur sehr lückenhaft und flüchtig gelesenen - Koran richtig in Erinnerung habe, wird dort die Verhüllung empfohlen [nicht befohlen], damit Frauen nicht auf der Straße belästigt werden).


Geschrieben

Es gibt durchaus ernstzunehmenede Leute bei uns, die fordern, die Koedukation, also den gemeinsamen Unterricht von Buben und Mädchen, wieder zu beenden, weil die Erfahrung gemacht wurde, daß Mädchen in einer reinen Mädchenklasse in naturwissenschaftlichen Fächern besser vorankommen.



Jepp. Und Buben - so hat die gleiche Studie ergeben - kommen besser und schneller voran, wenn es (man glaubt es kaum) um musische (!) Fächer geht...

Wir leben also in einer Welt lauter kleiner verkannter "Marie Curies" und "Wassiliy Kandinskys"

Grüße

Apno

P.S.: Ich bin für die Efrauzipation des Mannes...


Geschrieben

die frauen in der arabischen welt werden in eine rolle reingedrückt, von kindheit an gedrillt diese rolle auszuführen. viele fügen sich dem schicksal, ich denke mal du kannst ne anglo frau nicht mit frauen aus arabischen/afrikanischen kulturen vergleichen.

wenn ich nur dran denke wie vielen frauen in afrikanischen ländern die klit abgeschnitten wird..........., wenn ich dran denke wie hoch die aids qoute in afrikanischen ländern ist, nur weil der mann alles poppt was ihm in die quere kommt,
einer frau ist das natürlich nicht möglich, wird sogar in einigen moslemischen staaten mit der todesstrafe durch steinigung bedroht.......

ich kann nur sagen, ich bin froh in der westlichen zivilisation zu wohnen, auch wenn dort in sachen emanzipation nicht alles so ist, wie es sein sollte.

Sonja


Geschrieben

morgaine, bei dem was du ansprichst läuft es mir kalt den rücken runter.
ich bin einfach nur froh, das ich in eine welt hineingeboren wurde, wo derlei recht weit entfernt ist.
beschneidung von frauen und die anderen themen sind heute leider immer noch so aktuell.
ich habe vor kurzen einen artikel gelesen über die selbstmordquote junger frauen in der türkei (in einer bestimmten region in anatolien) und das studien heruasgefunden haben wollen, das viele dieser selbstmorde versteckte ehrenmorde sind.
die frauen die dazu getrieben wurden, sich umzubringen hatten vielfach keine andere wahl. es war erschreckend.


Geschrieben

eine kleine Filmempfehlung am Rande: "eMANNzipation"

Dann mach ichs mal wie Noknoi:

Für Deutschland gilt:
Welche Gruppe ist stärker von Armut betroffen? Männer
Welche Gruppe stellt die meisten Analphabeten? Männer
Welche Gruppe erhält duch den Gesetzgeber spezielle bevorzugte Privilegien und Rechte? Frauen
Welche Gruppe erhält in Deutschland die bessere Ausbildung? Frauen
Welche Gruppe erhält eine spezielle Ausbildungsförderung? Frauen
Welche Gruppe erhält bei Sorgerechtsstreiten eher Recht zugesprochen? Frauen
Welche Gruppe hat mehr spezielle Vereine, Organisationen, Häuser, politische Programme, die nur dieser Gruppe "zustehen"? Frauen
Welche Gruppe erhält für das gleiche Vergehen mildere Strafen? Frauen
Welcher Gruppe wird nachgesagt, daß sie weder Gewalt noch Missbrauch ausübt und so die Opfer diskreditiert werden? Frauen


Eine These, die immer mehr Beachtung findet, lautet: Frauen sind emanzipiert, nur die Männer noch nicht. Jetzt ist es an der Zeit, daß die Männer für die Gleichberechtigung und -stellung kämpfen.


Geschrieben

ich habe vor kurzen einen artikel gelesen über die selbstmordquote junger frauen in der türkei (in einer bestimmten region in anatolien) und das studien heruasgefunden haben wollen, das viele dieser selbstmorde versteckte ehrenmorde sind.


So schnell weicht man vom Thema ab. Türkei ist nicht arabische Welt.


Heinrich


Geschrieben

für mich sind frauen heute mehr emanzipiert als je zuvor, ob im beruf oder im privatleben. noch nie konnten junge mädchen so frei entscheiden was sie werden, machen wollen, wohin sie reisen und wen sie lieben. der christliche druck wurde als erstes entkräftigt, dann die elterliche moral von den kindern genommen, heutzutage ist es eben so, dass jugendliche ab 16 für sich verantwortlich sind und nicht umsonst arbeiten gehen zu 70%.


Geschrieben

Gebe honey da mal absolut recht. Heutzutage sind auch die jungen Frauen schon sehr früh selbstständig und sagen sehr wohl recht laut - wenn es sein muß - was sie wollen und was sie nicht wollen.
Einen Vergleich zu den Kulturen und Riten anderer Länder kann man da schlecht anführen. Dort werden leider die Frauen durch die Eltern, die Gesetze, die Riten und deren Kulturen geprägt. Es wird sich wohl auch für diese Frauen nie wirklich etwas ändern.

LG Shimoschi


Geschrieben

Achtung Senftube

Also mir fällt in meinem Job auf, dass immer mehr junge Frauen, vor allem aus dem sozialschwächeren Umfeld, sich lieber einem Versorger angeln um dann nach der Schule keine Lehre oder andere Ausbildung machen zu müssen... In den letzten 4 Jahren durfte ich diese Tendenz beobachten, wärend in der Zeit davor viele Frauen sich gerne ebenso um das Brötchenverdienen kümmern wollten.

Die Generation, von der ich hier rede sind die Jahrgänge 1984 und jünger. Dies ist aber auch eine Folge der Perspektivlosigkeit für die jungen Menschen in unserem vom Geld regierten Land.

Geld ist alles, Familie ist nichts, da hilft auch kein Grundgesetz.

So lange die Wirtschaft immer weiter Stellen abbaut wird es auch immer weiter wieder in die Richtung gehen, dass wir Männer die Frauen versorgen.

Btw ist u.a. auch die Emanzipation ein Grund für die wachsende Arbeitslosigkeit, denn in früherer Zeit blieb die Frau zu hause und meldete sich nicht arbeitssuchend. Heute im Zeitalter der Emanzipation, des Singledaseins und der DINKs (Double Income No Kids) suchen bei geringerer Bevölkerungszahl mehr Menschen eine Arbeit.

So viel Senf von mir dazu
habe fertig
Guido


Geschrieben

@cuthein: so war es nicht gemeint.
mit arabischer welt bezog ich mich auf die erfahrungen in den VAE. das was ich angesprochen habe mit den ehrenmorden bezog sich auf einen gedankengang bezüglich morgaines beitrag.
ich geb zu, das ich hier in diesem thread thematisch ziemlich am springen bin.
ich hoffe, ihr versteht mich trotzdem...
ich werfe natürlich nicht die arabische welt mit der türkei in einen pott.
sorry


Geschrieben (bearbeitet)

Misssexy, da bin ich Dir auch gar nicht böse
Ich wollte nur darauf hinweisen. Wenn wir uns mit dem arabischen Raum befassen geht es uns ähnlich wie den Amerikanern, wenn sie sagen "Munich near Hamburg". Selbst in der Türkei scheint ja ein elementarer Unterschied zu sein zwischen Anatolien und dem westlichen Teil, gerade, was religiöse Vorstellungen betrifft. Da kann ich mich aber nur auf Gelesenes aus seriösen Quellen beziehen, wissen kann ich es nicht. Aber was den Frauen dort schon als emanzipiert vorkommt, ist für eine hiesige Frau bestenfalls vielleicht rückständig.

Bedenke: Wir haben die Reformation hinter uns, die Gegenreformation, die Aufklärung und die Entdeckung der Privatsphäre so vor etwa 170 Jahren... (und der Islam zählt jetzt ungefähr das Jahr 1400).

Die Frage am Altar "Willst Du..." gilt ja bekanntermaßen auch der Frau, das heißt: eigentlich verlangt das Christentum den freien Willen auch der Frau bei der Eheschließung. Eigentlich. Bis die Ehe aber zum Sakrament wurde, dauerte es ungefähr 1400 Jahre seit Auftreten des Religionsstifters (Kaiser Friedrich Barbarossa konnte locker vor seinen Fürsten zu seiner ersten Frau sagen: "Hiermit verstoße ich Dich." Fertig, nix Scheidungsverfahren.) ... und dann nocheinmal lasche 500 Jahre, bis die Frauen wirklich "nein" sagen konnten... Soooo weit sind wir jetzt in dem Punkt auch nicht unbedingt...

Achso, hätte ich fast unterschlagen: Vor 203 Jahren haben wir uns dazu entschlossen, daß die Kirche endgültig keine politische Macht ausüben soll (Säkularisation), ohne diesen Schritt wäre das heutige Staatswesen nicht denkbar. Trotzdem war 1933 ein katholischer Prälat Fraktionsvorsitzender des Zentrums... so lange kann das dauern, bis sich was ändert.


Heinrich


bearbeitet von cuthein
Geschrieben

Will mal mit meinem meinem Wissenschatz pralen, der sonst ja nur beim Wer wir Millonär schaune zu gebrauchen ist!

Emanzipation kommt aus dem lateinischen und der Wortstamm ist emanus, was soviel heißt wie aus der Hand geben!
In der Emanzipation wurden im alten Rom die Frau aus der Hand des Vaters in die Hand des Mannes gegeben!

Mal davon ab ist meiner Meinung Emanzipation ein fliessender Begriff! Wie Moral, die sich der Zeit anpasst! Jede Frau entscheidet schließlich selbstw as sie darunter versteht!
Vielleicht ist ja auch Emanzipation den schein zu wahren, der Mann hätte die Fäden in der Hand, aber in Wirklichkeit sagt die Frau wos langgeht! Damit wäre eine Tabeldancerin in DollHouse einer der emanzipiertesten Frauen Deutschlands
Es heißt ja immer so schön, Männer und Frauen passen nicht zusammen, ob das stimmt weiß ich nicht aber Fakt ist Mann und Frau sind in 90% der Fälle von einander abhängig! Damit wäre die Emanzipation als solche eh hinfällig, wenn man sich auf die Definition bezieht.

Leif ( der männliche Teil der Schockokekse)


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