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Toleranz, etwas nicht gewährenswertes?

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Es erscheint mir so, als ob jeder Mensch eine eigene Art von Toleranz hat. Was bei dem einen geduldet wird, wird bei dem anderen verteufelt; was man für sich selbst in Anspruch nimmt, ist man nicht bereit zu gewähren.

So könnte ich noch weiter aufzählen.

Seht Ihr das ähnlich und wenn ja, wie geht Ihr mit den Meinungen und Ansichten anderer um?
Wie geht Ihr mit den Stärken und Schwächen anderer um?
Wie wollt Ihr selbst behandelt werden, wenn man bei euch auf Schwächen stösst?

In diesem sinne...


Geschrieben


Zunächst einmal ein ganz klares: JA !

Ich denke mal, dass das ziemlich stark davon abhängt,wie man einerseits aufgewachsen ist und andererseits eben auch, was die eigenen Vorstellungen sind.

Grundsätzlich gebe ich mir Mühe, die Meinungen anderer zu tolerieren.
Lasse mich allerdings nicht dazu zwingen, diese zu akzeptieren oder gar anzunehmen.

Das Thema Stärken und Schwächen find ich ziemlich heikel.
Auch hier geb ich mir Mühe, es so hinzunehmen.
Die Schwächen anderer nicht schlecht zu machen oder auszunutzen, Stärken anzuerkennen und vielleicht sogar als eine Art "Vorbild" zu sehen und jemandem seine Stärken sogar aufzuzeigen und zu "loben".

Aber gelingen tun diese "guten Vorsätze" sicherlich nicht immer.

Hängt da wohl auch stark von der persönlichen Verfassung/Laune ab. Oder von dem Bezug, den man zum jeweiligen Menschen hat etc pp.

Eben solches Verhalten wünsche ich mir somit auch von meinen Mitmenschen.


Geschrieben



Seht Ihr das ähnlich und wenn ja, wie geht Ihr mit den Meinungen und Ansichten anderer um?


solange der gegenüber nicht meint, nur er hat recht und das, was alle anderen sagen...ist nicht ausschlag gebend, kann jeder seine meinung haben wie er will, nur sollte derjenige nicht versuchen......mir ständig einreden zu wollen, ich müßte meine meinung und ansichten überdenken, dann würde ich mir nach etlichen versuchen demjenigen zu erklären, das meine meinung nun mal anderes ist, mir nicht mal mehr das zuhören antun:-)

Wie geht Ihr mit den Stärken und Schwächen anderer um?
Wie wollt Ihr selbst behandelt werden, wenn man bei euch auf Schwächen stösst?



respektiert man nicht automatisch die schwächen und stärken anderer, sobald man eine freundschaft bzw. eine beziehung eingeht?..kein mensch ist vollkommen.....ergo...hat jeder mensch eine bestimmte toleranzgrenze, wobei die toleranz in der gruppe andere grenzen hat, als die, die man alleine gegen den rest der welt vertritt.

nehmen wir das beispiel *rechtschreibung*....durchforsten wir angenommen mal...den freundeskreis derjenigen, die nur nach exakter rechtschreibung ihre dates aussuchen....so entdecken wir mit sicherheit in deren freundeskreis.....menschen, die eigentlich nicht vorhanden sein dürften, in der nähe derjeniger....

es ist auf jedenfall leichter toleranz immer lauthals zu verkünden, als sie zu leben


ladyallista
Geschrieben

"Was Du nicht willst, das man Dir tu..."

Ich denke, in dem Satz steckt eine ganze Menge Wahrheit.

Ich vermisse Toleranz oft schmerzlich heutzutage. Wenn ich beobachte, wie eine junge Mutter im Bus angemeckert wird, weil ihr Kind weint, dann kommt mir die Galle hoch!

Jeder beschwert sich über jeden, es gibt mehr Gegen- als Miteinander und der Einzelne glaubt, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben - seine Meinung ist die einzig richtige.

Ich halte mich persönlich für einen sehr toleranten Menschen; wobei ich ehrlicherweise auch oft an meine Grenzen stoße. Bei Menschen, die sich für furchtbar intelligent halten zum Beispiel, da versagt meine Toleranz regelmäßig und schlägt in Zynismus um...

Aber im Großen und Ganzen halte ich es mit "leben und leben lassen" - und versuche, von niemandem etwas zu verlangen, das ich nicht selbst zu leisten bereit bin.


PS Wenn man bei mir auf Schwächen stößt? Oh oh - kritisch! *lach* Kommt auf die Schwächen drauf an. Jeder Mensch hat Macken und Fehler, bei mir schwankt die Reaktion zwischen Einsicht und Kritikfähigkeit (vor allem im beruflichen Umfeld) und geradezu unglaublicher Sturheit *hust*. Naja, ist so.

Und wenn jemand, den ich nicht gut kenne, auf WIRKLICHE Schwächen stößt, also einen der verwundbaren Punkte, die wir ja alle irgendwo haben - sozusagen die Lücke in der Verteidigungsmauer - dann krieg ich Schiß. Aber richtig.


Geschrieben


Seht Ihr das ähnlich und wenn ja, wie geht Ihr mit den Meinungen und Ansichten anderer um?



Menschen ohne eigene Meinung sind mir zu langweilig, Mitläufer, ewige Ja-Sager kommen in meinem Umfeld nicht vor. Ich liebe Diskussionen, genieße auch kleine "Reibereien", neige dazu andere zu provozieren um sie aus der Reserve zu locken.

Trotzdem nehme ich mir das Recht meine Ansichten zu den Meinungen anderer zu äußern.
Meinungen die auf Unwissenheit gebaut sind stossen bei mir an die Toleranzgrenze, werde schon unwirsch (ungewollt) wenn jemand verhement meint sich zu etwas äußern zu müssen, von dem er Null Ahnung hat.

Wie geht Ihr mit den Stärken und Schwächen anderer um?



Stärken der anderen erwähne ich gerne positiv, die Schwächen versuche ich (bin aber auch nicht perfekt) gänzlich aussen vor zu lassen. Denn jemanden nieder zu machen mit Zuhilfenahme der Kenntnis seiner Schwächen (wird sehr gerne in diesem Forum betrieben) finde ich erbärmlich.

Wie wollt Ihr selbst behandelt werden, wenn man bei euch auf Schwächen stösst?



Da ich meine Schwächen zugebe und auch dazu stehe, erwarte ich keine verbalen Ausfälle basierend auf meinen Schwächen. Bohrt jemand zu intensiv in diesen, werde ich schon mal zur verbalen Sau.


LG
Drea


jellohu
Geschrieben

Also ich habe da ja gleich schonmal einige Problemchen mit der Stärken-Schwächen-Definition. Das was ein Mensch als Stärke bezeichnet, kann für einen anderen eine ganz große Schwäche sein und umgekehrt.

Zum Thema Toleranz möchte ich mal beisteuern, dass ich diese grundsätzlich für eines der höchsten Güter halte, sie mir als großes Ziel auf meine Fahne geschrieben habe und bemüht bin sie auch zu leben. Toleranz ist in meinen Augen aber nicht mit Akzeptanz gleichzusetzen. Solange ein Verhalten eines einzelnen niemand anderen in seinem Leben einschränkt kann und v.a. muss ich es tolerieren, auch wenn ich es persönlich zum Kotzen finde. Akzeptanz aber würde bedeuten, dass ich es auch kritiklos hinnehme, was in einem solchen Fall wiederum für mich selbst inakzeptabel wäre.

Ich bin froh, dass mir in dieser Gesellschaft eigentlich ein hohes Maß an Toleranz entgegengebracht wird, ich kann eigentlich alles sagen und tun, was ich zu tun und sagen gedenke, ohne damit in irgendwelche Konflikte zu geraten, von Diskusionen abgesehen, die ich gerne eingehe.

Und wie gesagt, die Grenzen meiner Akzeptanz sind schnell erreicht, tolerieren kann ich eigentlich fast alles.

Jello


Geschrieben

Toleranz ist sehr wichtig, wie ihr schon gesagt habt. Ich merke selbst an mir, dass mit zunehmenden Alter und zunehmender Erfahrung meine Toleranz den einen Menschen gegenüber zunimmt, anderen gegenüber abnimmt. Eine Grenze sehe ich ganz klar dort, wo ich andere und mich gefährdet sehe. Dabei rede ich nicht nur von irgendwelchen radikalen Einstellungen, das beginnt bereits im Alltag (ich habe z.B. einen unglaublich faulen und schwatzsüchtigen Arbeitskollegen - sein Verhalten führt oftmals dazu, dass er seine Arbeit nicht schafft und ich Überstunden machen darf. Das ist eindeutig eine Grenze, wo jegliche Toleranz aufhört. Das nur als Beispiel).

Oft merke ich, dass aber gerade die Menschen, die für sich Toleranz einfordern, dieselbe irgendwie gar nicht zu besitzen scheinen. Ob das jetzt ein Punk ist, der von jedem akzeptiert werden will und gleichzeitig "Ey, du alter Spießer!" brüllt, oder auf dieser Seite Menschen sind, die von den anderen abverlangen, dass ihre seltsamen Neigungen von allen toleriert werden sollen und dann im Gegenzug "du frigide Blümchensextussi" sagen oder ob es vielleicht korpulentere Menschen sind, die von der Gesellschaft aufgenommen werden wollen, aber mit "Ihr Spargeltazane, ihr seid doch alles sauertöpfische, kalorienzählende Klappergestelle" durch die Welt gehen.

Übrigens wirkt sich meine Toleranz nicht so aus, dass ich mich mit jedem gut verstehen möchte (solche Menschen gibts ja auch). Meistens äußert sich das in etwa so: Das ist dein Ding, ich akzeptiere, dass du so bist, aber ich möchte nicht unbedingt etwas mit dir zu tun haben.


Geschrieben

...........
Jeder beschwert sich über jeden, es gibt mehr Gegen- als Miteinander und der Einzelne glaubt, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben - seine Meinung ist die einzig richtige.



Ich finde, es ist Zeit sich einmal wieder über dieses Thema seine Gedanken zu machen und möchte mit diesem schönen Zitat diesen Thread wieder neu beleben.

Gerade in der letzten Zeit scheint dieses Thema hier nicht mehr relevant zu sein.

Viele der "Uralt" User scheinen, auch wenn Sie mit neuem Nick hier unterwegs sind, vergessen zu haben, wie es Ihnen ergangen ist, als Sie neu hier begonnen haben.

Es wird nur noch aufeinander eingehackt.

Da prügeln intelligente Männer verbal auf Frauen ein, deren Anschreiben entweder dümmlich, niveaulos oder nicht engagiert sind.

Sind diese dann sogar noch zickig, fett, zu alt, zu jung oder erdreisten es sich sogar eine eigene Meinung zu einem bestimmten Thema zu haben, so werden sie gandenlos über alle Postings gestalkt, egal ob es zum Thema gehört oder nicht.

Gleiches gilt natürlich auch anders herum:

Alle Männer sind notgeil, deren einzigste verbale Verständigung scheint nur auf Oralsex hinaus zu laufen und Frauen Sie sind die Oberuser, die es sich erlauben können, jeden Herren, der hier etwas sexuelles möchte, mit Fremfi..... und Ehefrauenbetrüger zu titulieren.

Leute, gibt es nicht wichtigere Dinge im Leben, als "seine persönliche Meinung" als die einzigst richtige im Leben darzustellen.

Habt Ihr nach der Schule alle vergessen, dass man auch die Meinung anderer akzeptieren sollte, wenn durch eine vernünftige Diskussion der Thesenersteller seine Meinung offenbart.

Es handelt sich doch um seine persönliche Einstellung und entweder man akzeptiert das oder auch nicht.

Sind denn jetzt alle User hier unter die Missionare gegangen (nicht wegen der Missionarsstellung), deren einziges Ziel die dogmatische Verbretung ihres Glauben und ihrer Einstellung ist.

Anhören und seine Gegenmeinung kund zu tun ist doch das, was uns von Primaten unterscheidet.

Wir haben die Sprache als Handwerkzeug um uns zu artikulieren.
Warum bedienen wir uns dann nicht eines zivilisierten Wortschatzes und argumentieren ohne prolemisch zu werden?

Denkt doch alle einmal darüber nach, ob Ihr zu jedem Thema Euren Senf dazu geben müsst.

Müssen denn sogar ernste Themen zugespamt werden?

Gerade die User, die innerhalb kurzer Zeit hier hunderte von Postings eingestellt haben, sollten sich doch einmal kritisch sich Ihre Themen ansehen.

Vielleicht fällt dem ein oder anderen auch auf, was es so alles geschreiben hat.

Einige Dinge sind sicherlich dabei, die man unter der Rubrik, Postings, die ich besser nie geschrieben hätte, einstufen sollte.

Sicherlich sind meine Beiträge auch nicht immer auf der Publikumsseite, die den Applaus versendet, aber ich überlege mir immer zweimal, ob ich das in meiner ersten Empfindung geschriebenem Thema tatsächlich auch absende.

Jedenfalls betätige ich öfters den Lösch-Button, als den Antworten Button.

Einige der Damen und Herren sollte das auch einmal machen und überlegen, ob die Antworten, die Sie senden, tolerant dem anderen Mituser gegenüber sind.

Gerade die älteren Mitglieder unter uns sollten den jüngeren Usern zeigen, dass Toleranz auch für sie persönlich gilt.

Spaß sollte man miteinander haben, nicht gegeneinander.

Gruß

Rob

der eine Menge Zeit hat sich Gedanken zu machen.


Hendrix28
Geschrieben

Eine sehr schwierige Frage,denn jeder hat natürlich seine eigene persönliche Schwelle bei der Toleranz anfängt oder auch aufhört.
Aber Toleranz bedeutet nicht das ich alles toll finden muß,oder mich rauszuhalten habe.Das wäre keine Toleranz sondern Gleichgültigkeit.
Toleranz kann auch eine Schutzfunktion für einen persönlich sein,im Sinne von :"Ich tue dir nix,tu mir auch nix." Ob das immer so gut ist muß jeder für sich selbst entscheiden.Denn das bedeutet nichts weniger als das man möglichst wenig Kritik an sich ranläßt.

Wir sind auch "Gefangene der Zeit"was die Toleranz betrifft. Uns wird vieles gesellschaftlich aufgezwungen,von dem wir denken das hätten wir zu tolerieren und anderes nicht.
Man stelle sich nur mal vor wir hätten alle 100 oder 200 Jahre früher gelebt.Ich wäre nicht so vermeßen zu sagen,das ich damals dieses oder jenes toleriert hätte und anderes nicht.
Andersrum genauso,in 100 Jahren wird das alles wieder anders aussehen.

Ich finde ein jeder Mensch sollte sich nicht für allzu wichtig halten,dann ergibt sich die Toleranz automatisch


Geschrieben

Mich nerven intolorante Menschen.
Am verabscheuungswürdigsten sind die Menschen, die lügen über jemanden verbreiten, nur weil sie seine Meinung oder Lebensweise nicht tolerieren wollen.


Topi
Geschrieben

[tr]Hm ... mich nerven Menschen, die Toleranz von anderen Menschen bedingungslos einfordern, aber selbst sehr wenig zu geben bereit sind.

Grüße Topi[/tr]


Geschrieben

Ich halte mich für einen toleranten Menschen, aber es gibt Grenzen- absolute Intoleranz zeige ich bei Ungerechtigkeit, Gewalt, Mißbrauch, Unehrlichkeit, Heuchelei und Ignoranz.

Man kann nicht alles tolerieren, es muß Grenzen geben, wobei die jeder für sich festsetzt, was eben zu gelegentlichen Konflikten führt.


Geschrieben

[tr]Hm ... mich nerven Menschen, die Toleranz von anderen Menschen bedingungslos einfordern, aber selbst sehr wenig zu geben bereit sind.

Grüße Topi[/tr]




Das Unterschreib ich auch so......!!!


Nina


Geschrieben

Das Unterschreib ich auch so......!!!



ich auch, da war jemand schneller als ich.

Wenn es um Toleranz geht das fordern immer alle nur Toleranz ein, selber geben nein Danke.

Oft sind es gerade Gruppen die von der Allgemeinheit ganz viel Toleranz fordern, aber selber nicht anderes als eigene Wert fordern.

Was den angeblichen Kampf "alte" gegen "junge" User (dabei bin ich ja eigentliche ein Jungeraltuser ), ist es genau dasselbe, die meisten fordern Toleranz.

Nur gleichzeitig bringen sie kein wenig Respekt mit.
Suchfunktion wird ignoriert. Das Thema beruht oft auf platten Vorurteilen und eigentlich ist auch keine Diskussion gewünscht, weil da Ergebnis ja eigentlich bereits präsentiert wurde und eigentlich nur Leute gesucht werden die zustimmen.

Stellt jemand dagegen wirklich eine Frage bekommt er von mir grundsätzlich eine vernünftige Antwort, denn es ist hier wirklich nen Unterschied ob man neu ist oder schon Jahre hier.

Nur die meisten wollen ja keine wirklich Hilfe, im Gegenteil versucht man ihnen was zu erklären gehen sie erst gar nicht drauf ein

Daher hat Toleranz immer 2 Seiten, denn nur fordern von den anderen zeugt von großer Intoleranz auf der eigenen Seite.


Hendrix28
Geschrieben

Worauf beruht denn der Unterschied six? Auf die Zeit die du in einem Forum registriet bist? Und was macht dieser deiner Unterschied aus,im Bezug auf andere?


Geschrieben

@ Hendrix

Zeit ist natürlich auch ein Faktor, aber ich denke man brauch nen Zeit zu verstehen wie der Hase hier läuft. Das es vermutlich doch nicht so einfach ist wie man geplant hat, das sehr viel mehr Männer hier sind als Frauen ....

Was das Forum selber angeht, sehe ich weniger Unterschied, ich habe meist das geschrieben was ich dachte und schon immer gerne diskutiert. Das war aber früher in meinen Augen besser möglich, aber damit muss man leben.


Hendrix28
Geschrieben

Bin ja relativ neu hier.Deshalb stimme ich dir voll und ganz zu im Bezug auf " wie der Hase hier läuft".Habe mich mehr als oft ins Fettnäpfchen gesetzt.
Aber ich lerne gerne.
Schönes Wochenende wünsche ich dir


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