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Xenia24Xenia

Sexueller Mißbrauch- Das Leben danach

Empfohlener Beitrag

Xenia24Xenia
Geschrieben

Hallo Forum,
Mir ist bewusst, das dies ein ernstes Thema ist und das es vielleicht auf einer Sexseite eher am falschen Platz ist.
Trotzdem möchte ich hier mit euch über dieses Thema schreiben. Vorweg gesagt: Spam ist hier nicht erwünscht.

Ich wurde in meiner Kindheit sexuell mißbraucht. Ich habe es geschafft, das ganze zu überleben. Nun würde ich es gerne schaffen, wieder ein bißchen Lebensqualität aufzubauen.
Die Posttraumatische Belastungsstörung wurde vor 8 Jahren diagnostiziert und wird seitdem in einer Verhaltens/ Gesprächstherapie behandelt.
Gibt es hier noch andere Betroffene? Kennt ihr jemanden, dem dies passiert ist?
Was sind eure Erfahrungen im Umgang mit traumatisierten Personen? Gibt es gute Literatur zu dem Thema, die sich nicht ausschliesslich mit dem Mißbrauch, sondern eher mit der Zeit danach beschäftigt?
Ich weiß, das sind viele Fragen und wenig Antworten für den Leser. Zur Erklärung:
Ich habe wenig Lust, das ich heute als Opfer angesehen werde. Ich werde nie vergessen, was passiert ist und leben muss ich leider auch damit, aber ich will nicht mit dem alleinigen Stempel durchs Leben gehen.
Soviel nun erstmal von mir. Ich bin gespannt wohin sich dieses Thema mit eurer Hilfe entwickelt.
Liebe Grüsse
Xenia


ladyallista
Geschrieben

Hallo Xenia,

erstmal danke für Deinen Mut und Deine Offenheit.

Wichtig für den Aufbau eines neuen Lebens ist die Möglichkeit, das Geschehen wirklich zu verarbeiten, nicht nur, es zu verdrängen. Die Therapie ist ein richtiger und guter Schritt dazu.

Frag Dich selbst, wieweit Du die Dinge, die Du erlebt hast, wirklich verkraftet und bewältigt hast - Parolen á la "Ich bin jetzt stark und pack das!" sind zwar löblich, aber auf Dauer ohne entsprechenden tatsächlichen Hintergrund eher kontraproduktiv.

Ich bin selbst (glücklicherweise) nicht persönlich betroffen, kenne aber einige Frauen sehr gut, die so etwas durchhaben - Zeit ist sicher ein wichtiger Faktor; und auch die Möglichkeit und die Bereitschaft, Dir SELBER zu verzeihen.

Die Frauen, die ich kenne, leiden bis heute unter Schuldgefühlen - nicht nur, weil sie glauben, das Geschehen mit verursacht zu haben, sondern auch, weil sie sich schuldig fühlen, mit der Situation nicht klarzukommen.

Dabei haben sie jedes verdammte RECHT, traurig, verletzt, wütend und verzweifelt zu sein. Und, ja, auch das Recht zu hassen.

Vergebung ist großmütig und edel, aber um wirklich vergeben=loslassen zu können, muß man sich erst eingestehen, zu hassen und anzuklagen.

Das ist ein verdammt ernstes Thema; und ich hoffe, daß es spamfrei bleibt.

Traurig genug, daß überhaupt über so etwas geredet werden muß; daß so etwas überhaupt geschieht.

Ich wünsche Dir ganz viel Mut und Kraft und vor allem enge Freunde an Deiner Seite, die Dich auffangen und halten; die Dir Hoffnung und Liebe geben und dafür sorgen, daß Du den Glauben an die menschliche Nähe wiederfindest.


Geschrieben

Hallo Xenia,
vorab liebe Grüße von mir.

Fehl am Platze ist das Thema mit Sicherheit nicht, denn hier sind auch Menschen unterwegs und "reden".

Mich selber betrifft es glücklicherweise ebenfalls nicht direkt.
Ich hab zwei sehr gute Freundinnen, denen diese Erfahrung in der Kindheit nicht erspart blieb. Eine von Beiden hat sich professionelle Hilfe geholt, als Sie Anfang 20 war. Das war ein guter Ansatz und hat soweit geholfen aufzuarbeiten. Dazu kam auch noch ein Mensch, mit dem Sie heute verheiratet ist, der ihr wirklich zugehört hat. Ich weiß, dass die beiden nach jahrelangem Zusammensein seit einiger Zeit ein "gesundes" Sexualleben haben. Dank der jahrelangen Aufarbeitung, jetzt mit 27 Jahren.
Von der anderen Freundin weiß ich, dass Sie mit nun 30 Jahren immer noch ein großes psychisches Problem hat, sich Männern über das Platonische hinaus zu nähern, bzw. Sex auch zu genießen. Sie verdrängt, anstatt in die Offensive zu gehen und auch Hilfe anzunehmen. Noch ist Sie zu stolz und meint es alleine zu bewältigen.

Ich hoffe, dass ich Dir anhand von den Menschen, die ich seit sehr vielen Jahren gut kenne einen Ansatz gegeben habe.

Alles Liebe und viel Mut
Timm


FunPaar3053
Geschrieben

Auwei, das ist jetzt wirklich ne harte Nuss die du hier angesprochen hast.
Ich denke selbst wenn es Betroffene gibt, das die sich, wenn überhaupt, nur zögernd öffentlich hier äußern werden.
Aber vielleicht gibt es in HH, Möglichkeiten sich einer Gesprächsgruppe, anzuschließen und Frauen zufinden die es geschafft haben, trotz des Erlebten, ein normales Verhältniss, zum männlichen Geschlecht zuhaben.
Diesbezüglich solltest du auch mal Google zu Hilfe nehmen, Erfahrungsberichte und Selbsthilfegruppen müßtest du dort finden.

LG Manu


Geschrieben

Ich kannte eine Frau ausm i-net die sagt/zugibt dasse sexuell missbraucht wurde,vom Nachbarn....kurzgesagt es ist gut ausgegangen!!Der Penner ist jetzt zu 75% impotent,denn sie hat irgendwann den Mut gehabt zuzubeissen!!
Ich selber bin mindestens 1x in grössere Gefahr geraten missbraucht zu werden,mal abgesehn vom Basketballtrainer der innen Po kneift und dem Pfarrer der mich als 10-jähriger zum Messdienen überreden wollte,gab es 1x die Situation dass ich in der Stadt war,konnte mir keine Spielkonsole leisten,also bin ich in den Kaufhof,wie immer,um zu "testen".Waren noch andere da und es gab Streit wegen dem abwechseln...ums kurz zu machen...da war auch ein älterer Mann,so mitte 40 vll,hat dafür gesorgt dass wer dat geordnet machen...irgendwann hatter dann immer hintermir gestanden und dann auch ganz nah,mir in die Eier gekniffen,"wat soll dass *weggestellt*"er wieder ran ich weiter weg
er:"lass uns dochmal wat alleine quatschen..."
ich:"nö,will nit",bin ja nit total naiv....
er:"warum denn nicht?"
ich:"muss jetzt gehn"und weg,hinter nem Pfeiler versteckt
er nach ein paar sekunden hinterher....kurzum ich hatte Glück....

ein andermal...bahn gefahren.....spricht mich en alter Sack an,so 50...graue Haare,erzählt irgendwas von ner Gemeinschaft(Sekte)...ob ich nit auch da hinkommen will,gäbs auch andere jugendliche....ich:"ne...."grosses blabla und ich dann ausgestiegen und weg....blöderweise bin ich ihm immerwieder begegnet....irgendwann wollte er mich wohl locken und sagte wat von ner 14-jährigen die da wär und die Eltern hätten auch garnix dagegen *fg*....kurzum die perversen gibbet mehr wie manche glauben

beides war so mit 13-15
dass ich nie etwas erzählt habe,irgendwem zu hause usw. is ja klar.....


Geschrieben

Es gibt natürlich hier, wie überall unzählige Betroffene aber ja ich denke schon, dass dies die falsche Plattform ist darüber zu reden, denn es ist wohl eines der intimsten und grausamsten Dinge die einem Menschen passieren kann und oftmals redet man noch nicht mal mit seinem Partner drüber. Das Thema ist irgendwie falsch angesiedelt, wenn man es zwischen "Teilrasur...gegen komplett rasiert" und "Ab wievielen Männern ist es ein Gangbang!" stehen sieht.

Ich weiß, dass viele finden man sollte auch ernsthaftes auf dieser Plattform diskutieren aber ich kenne so ziemlich keine Plattform im Internet, die ich für so ein privates und intimes Thema als geeignet empfinden würde.

Es gibt Selbsthilfegruppen, wo man sehr gut aufgehoben ist, ggf. die Beste Freundin ... wenn man dazu bereit ist die psychologische Hilfe. ... grade in Hamburg gibt es diesbezüglich unzählige Angebote.

Ich wünsche dir trotzdem das du die Antworten findest die du dir durch diesen Thread erhoffst.

Sumse


Geschrieben


Ich habe wenig Lust, das ich heute als Opfer angesehen werde. Ich werde nie vergessen, was passiert ist und leben muss ich leider auch damit, aber ich will nicht mit dem alleinigen Stempel durchs Leben gehen.



der satz ist gut, so habe ich meine tochter auch aus dem tief geholt...was da in der pupertät als erste große belastungsprobe noch auf uns zukommt..werde ich demnächst erleben


Geschrieben

stimme sumse zu.

ist kein forumsthema in einem erotikchat, da sich auch hier päderasten und ähnlich gelagerte rumtreiben, die sich an so einem thema nur aufgeilen.

es gibt massenhaft selbsthilfeforen für sexuell missbrauchte mädchen/frauen, in denen auch ein realcheck vorgenommen wird, so dass z.B. keine männer anwesend sind.

ich beantrage schließung dieses threads, denn außer beileidsbekundungen und semiprofessionellen tipps plus aufgeilung einiger wird sich hier nix tun.

ese


Geschrieben

Wie man merkt, ist dieses nicht nur ein Thema für Frauen.... Auch ich habe in der Jugend einen Mißbrauch erlebt.... Es war lange Zeit kein Thema für mich, da ich es verdrängt und nicht verstanden habe... Mit Mitte 20 bekam ich dann Probleme... Therapie ist meiner Meinung nach der beste Weg... Es gibt immer verschiedene Phasen in einem Prozess des bewältigens... Ich habe lange gebraucht freier in meiner Sexualität zu werden und es wird auch noch dauern, bis ich mich 100 % fallen lassen kann... Aber es ist eine Entwicklung und so sollte man es auch sehen... Heute freue ich mich auf die Sachen die da noch kommen... Es war viel Arbeit, hat mich aber zu dem Menschen gemacht der ich bin und den mag ich verdammt gerne.... "Schuld hat man selber nie"
Es gibt Statistiken, die sagen das mindestens jeder 5. mit dem Thema in Berührung gekommen ist... Dunkelziffern gehen von jedem 2. Menschen aus... Es zeigt einfach nur wie sensibel dieses Thema ist.....


Geschrieben

auch für missbrauchte jungen/männer gibt es selbsthilfeforen.

wer tipps bezüglich guter literatur benötigt oder selbsthilfegruppen sucht, möge sich an fachleute wenden.

auf einer erotikplattform wie dieser bekommen geständnisse dieser art nur einen faden beigeschmack.

meine meinung

ese


Delphin18
Geschrieben

@Sumse und @Ese,

ich wüsste nicht, warum in einem Forum, in dem es um Sexualität geht, das Thema sexueller Missbrauch nicht ersthaft diskutiert werden können soll.
Warum soll hier nicht auch einmal ernsthaft diskutiert werden? Wenn "Teilrasur ... gegen komplett rasiert" und "Ab wievielen Männern ist es ein Gangbang" in optisch räumlicher Nähe auf einer Liste stehen, heißt es noch längst nicht, dass das Niveau der Diskussion auf einer ähnlichen Höhe stehen muss.

Ich bin mir ganz sicher, dass die Lady ein Auge auf diesem Thread haben wird und jegliche Entgleisung sofort löscht.

Ich kann zu dem Thema sonst nicht viel Konstruktives beitragen, aber würde mir wünschen, dass jemand der TE die Kontaktdaten für gute Selbsthilfegruppen in Hamburg per PN zukommen lässt.
Sie kann dann den Thread schließen lassen, wenn sie der Meinung ist, dass ihr ausreichend geholfen worden ist.


Geschrieben (bearbeitet)

Schon sind wir nicht mehr bei Thema, sondern reden auf der Meta-Ebene darüber, ob das Thema hier sinnvoll diskutiert werden kann. Ich persönlich denke, es ist einen Versuch wert. Die Lady ist ein zuverlässiger Begleiter und Hüter des Themas.

So weit ich das verstehe, geht es auch nicht so sehr um konkrete Hilfe und Tipps. DAS könnte das Forum (über ein "such Dir Hilfe" hinaus) wirklich nicht leisten.

Ich denke, es geht Xenia eher um Beiträge, die ihr zeigen, dass sie mit diesem Problem nicht alleine ist. Und darum, von anderen zu hören, wie sie mit dieser Erfahrung am Ende fertig geworden sind. Oder auf welchen Weg und mit welchem Erfolg sie noch verarbeiten.

Zum "Outing" (und auch zu Xenia): Es wäre doch nicht das erste mal, dass sich Altteilnehmer zu besonderem Anlass neue Nicks zulegen. Mehr will ich nicht andeuten...

Xenia, zur Sache kann ich nichts beitragen. Der Mantel des Schweigens ist fast undurchdringlich. Ich glaube, dass Du auf dem richtigen Weg bist, und wünsche Dir das Beste.


bearbeitet von SommerBrise
Geschrieben (bearbeitet)

weil " sexueller missbrauch" kein diskussionsthema ist.
wir diskutieren heute mal den sexuellen missbrauch?

es ist ein straftatbestand, der extrem sensibel behandelt werden sollte, da er in 80% der fälle zu traumatisierungen führt.

und weil es auf einer erotikplattform nun mal menschen gibt, die sich genau an diesen verletzungen aufgeilen.

ich habe meinen standpunkt dargelegt und bin aus dem thema raus.

ese

p.s. abschließend zu deiner frage xenia. ich arbeite täglich mit frauen, die an posttraumatischen belastungsstörungen leiden und dies meist durch sexuellen missbrauch. werde dies aber nicht in DIESEM forum ausweiten ( aus genannten gründen )

auch hier...welcome back brise

@Sumse und @Ese,

ich wüsste nicht, warum in einem Forum, in dem es um Sexualität geht, das Thema sexueller Missbrauch nicht ersthaft diskutiert werden können soll.
.




darauf habe ich mich bezogen mit meiner antwort.
dass lady behutsam mit diesem thema umgeht, steht überhaupt nicht zur debatte.

über einige dinge kann man nicht " diskutieren ".

und ein " outing-thread" nach dem motto: ja...auch mir ist das passiert, wird doch hier nicht allen ernstes erwartet...oder?

aber wie gesagt...ich halte mich da raus


bearbeitet von dickmanns69
Doppelposting zusammengefügt. Benutze bitte den Ändern-Button, wenn du noch etwas einfügen möchtest.
Ninas-Sexworld
Geschrieben

Es gibt geeignete Plattformen und Selbsthilfegruppen dafür, die einen sinnvollen Informations- und Erfahrungsaustausch ermöglichen - ich habe Dir gerade einige Links per PN zugeschickt, liebe Xenia

Ansonsten stimme ich Ese vollkommen zu, man kann vielleicht über das Thema sexueller Mißbrauch allgemein oder in Richtung Vorbeugung diskutieren, jedoch nicht mehr über Einzelschicksale.

Selbst wenn man diesen Thread im Auge behält, das Postfach kann man nicht im Auge behalten und wir wissen alle, daß es auf dieser Plattform genug Wahnsinnige ohne Rspekt und Verstand gibt.

Von daher würde ich sogar Vorschlagen diesen Thread zu löschen und nicht nur zu schließen. Und das schnell.

Baba Nina


balou1966
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Xenia,

was Dir passiert ist, lässt sich nicht mehr zurückdrehen, möglicherweise aber bei anderen verhindern.

Du wirst wie von Vorpostern bereits angesprochen mit Hilfe professioneller Beratung deinen Weg weiter gehen müssen und sehe für dich gute Chancen, eben weil du dich an die Öffentlichkeit traust.

Ich kenne persönlich "Mißbrauchsopfer", bei denen mit ein wenig mehr Aufmerksamkeit seitens nahestehender Personen die Tat erschwert, wenn nicht sogar hätte verhindert werden können. Ich kenne auch den Täter, der rechtskräftig verurteilt und "therapiert" wurde und als solcher weder vorher noch nachher zu erkennen war.
Lediglich die Verhaltensweise, die aber nur dem engstan Familienkreis "komisch" vorkam lies Rückschlüsse zu. Aber aus falscher Scham wurde geschwiegen.

Wichtig in dem Zusammenhang ist für mich, daß jeder Mensch für die Problematik sensibilisiert wird und nicht mit Scheuklappen durch die Gegend läuft.
Sei es als potentielles Opfer oder als stiller Beobachter.
Besser einmal zu oft misstrauisch, als einmal zu oft vertrauensvoll.

Auch wäre es mir persönlich egal, wenn sich da ein paar Spinner an dem Thema aufgeilen, wenn auf der anderen Seite sich Interessierte finden, die sich mit dem Thema kritisch auseinandersetzen.

Wen das Thema Prävention interessiert, der beschäftige sich damit.
Entsprechende Informationsquellen wird der ein oder andere hier nennen können.
Vielleicht kann man so mal jemandem helfen, bevor es zu spät ist und muss sich später nicht mit Gewissensbissen plagen.

Gruß Balou


bearbeitet von balou1966
was vergessen
Geschrieben

[sB]Lady hatte schon was dazu geschrieben, das hatte ich übersehen.
Daher habe ich hier wieder geöffnet


Gruss
DM, Team Poppen.de[/sB]


ladyallista
Geschrieben

[la]
Danke @ Dickmanns

*ontopic*

Jemand sagte "Mantel des Schweigens". Und genau das ist der Punkt, denke ich.

Wenn die TE sich hier ernsthaft mit dem Thema auseinander setzen möchte, dann gestehe ich ihr dieses Recht zu. Ob ich oder jemand anderes in der gleichen Situation diesen Weg wählen würde, sei dahin gestellt.

Aber das Thema ist nicht nur sehr sensibel, sondern auch äußerst wichtig - und ich finde es sehr traurig, daß gerade bei solchen Themen immer wieder abgewiegelt wird mit "Das hier ist nicht der richtige Ort, um..."

So ist es bei häuslicher Gewalt, so ist es bei Mißbrauch, so ist es bei ....

Vielleicht möchte die TE nicht in irgendwelche Selbsthilfeforen "abgeschoben" werden?

Vielleicht empfindet sie dieses Forum gerade als ihre virtuelle Familie und möchte hier darüber sprechen?

Es ist immer einfacher, in einer Gemeinschaft von sich zu erzählen, die man kennt und mag - wenn ich ein Problem hätte, das ich im Internet besprechen möchte, dann würde ich mich auch eher an "meine" poppen.de Community wenden, als an ein entsprechendes Fachforum, wo ich niemanden kenne und wo ausschließlich übr dieses Problem diskutiert wird - das wäre mir zu viel.

Ich sehe uns - und ich sage bewußt UNS - als eine GEMEINSCHAFT. Und da muß man auch mal bereit sein, sich mit unangenehmen Dingen auseinander zu setzen, bereit, sich auch Themen zu öffnen, die Bauchschmerzen und negative Gefühle auslösen.

Ja, ich kann die Argumentation von Ese, Sumse und Nina nachvollziehen.

Nichts desto trotz hat die TE hier um Hilfe gebeten.

Das Thema IST sehr sehr schwer, unglaublich intim und mit äußerster Vorsicht zu behandeln. Es macht mir auch Bauchschmerzen, ich habe selber miterlebt, was Frauen durchmachen; welche Hölle und welcher Schmerz sich dort auftun.

Und doch, trotzdem und gerade deswegen werde ich mich der Diskussion hier nicht verschließen - wenn die TE meint, daß DIES der Weg ist, auf dem SIE für SICH erst einmal Hilfe bekommen kann, dann werde ich ihr das nicht verwehren.

Ich bitte auch wirklich darum, jetzt nicht mehr daüber zu diskutieren, ob dieses Thema hier eine Berechtigung hat und warum nicht...

Es ist der Wunsch der TE, vielleicht kann es IHR helfen.

Ja: Es ist ein Pulverfaß - ob es in die Luft geht, liegt an uns allen.

Liebe Grüße
Die Lady
-team poppen.de-[/la]


Perlenhexe
Geschrieben (bearbeitet)

Mir geht es bei diesem Thema wie Ese.... auch ich kenne einigen Frauen persönlich, die eine posttraumatische Belastungsstörung haben und stehe beratend zur Seite - von daher sträubt sich in mir auch alles, dieses komplexe Thema auf einer Plattform wie dieser zu diskutieren.

Auch wenn ich, denke ich, einiges offen hier anspreche (z. B. im Thread Stalking vor einiger Zeit) - das Thema Missbrauch möchte ich hier nicht mit "ausschlachten", auch wenns positiv und helfend für die TE sein soll... Bin gerne bereit, per PN Adressen zu geben (auch diverse Forenadressen).

Das hat nichts mit totschweigen zu tun, sondern es geht um tiefe Verletzungen - es ist nicht umsonst eine Störung, die das ganze Leben beeinflusst und beeinträchtigt. Da kann jedes unbedachte Wort aufwühlen.


bearbeitet von Perlenhexe
Geschrieben (bearbeitet)

stimme sumse zu.

ist kein forumsthema in einem erotikchat, da sich auch hier päderasten und ähnlich gelagerte rumtreiben, die sich an so einem thema nur aufgeilen.

es gibt massenhaft selbsthilfeforen für sexuell missbrauchte mädchen/frauen, in denen auch ein realcheck vorgenommen wird, so dass z.B. keine männer anwesend sind.

ich beantrage schließung dieses threads, denn außer beileidsbekundungen und semiprofessionellen tipps plus aufgeilung einiger wird sich hier nix tun.

ese



Ich kann mich dem nur voll inhaltlich anschließen (Gründe u.a.: Gefahr der Beratungs-oder Therapieresistenz)

LG xray666


bearbeitet von xray666
feesex
Geschrieben

Warum soll das Thema Missbrauch nicht in so einem Forum behandelt werden????

letzendlich müssen die Betroffenen immer selbst entscheiden wann und wo sie es anbringen wollen.

Getriggert fühlen sie sich sowieso gegebenenfalls überall, das kann auf der straße passieren.

Wir sollten ihnen auf jedem fall das gefühl geben hier willkommen zu sein wie weit sie wollen, wie gut sie wollen, wie lange sie wollen.

Schädlich würde ich es finden wenn der eindruck entstehen würde wir wollen dies Thema abwimmeln.
Also sollte jemand der betroffenen opfer der meinung sein oder den willen haben sich hier zu äussern, sollten wir ihm auch diese plattform voll respeckt bieten.

Missbrauch wird leider immer noch zu stark taburisiert und opfer zu oft bevormundet.


Geschrieben

[la]

Es ist immer einfacher, in einer Gemeinschaft von sich zu erzählen, die man kennt und mag - wenn ich ein Problem hätte, das ich im Internet besprechen möchte, dann würde ich mich auch eher an "meine" poppen.de Community wenden, als an ein entsprechendes Fachforum, wo ich niemanden kenne und wo ausschließlich übr dieses Problem diskutiert wird - das wäre mir zu viel.

Ich sehe uns - und ich sage bewußt UNS - als eine GEMEINSCHAFT. Und da muß man auch mal bereit sein, sich mit unangenehmen Dingen auseinander zu setzen, bereit, sich auch Themen zu öffnen, die Bauchschmerzen und negative Gefühle auslösen.

[/la]



ich kann deine argumentation nachvollziehen und bin mir sicher, dass du dazu in der lage bist, dieses thema mit der entsprechenden feinfühligkeit zu moderieren.

dennoch behaupte ich aufgrund meiner langjährigen erfahrung, dass dies kein thema für einen erotikchat ist.

dass traumatisierte hier triggern können, wie fee sagt, stellt für mich gar nicht das problem dar.

das problem ist eher, dass männer, die frauen mit missbrauchserfahrung suchen, diese auch anschreiben werden.
ich werde auch dies hier nicht weiter erklären.

im übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass dies der 1. beitrag der TE in diesem forum war, ich also nicht davon ausgehe, dass sie sich als teil der gemeinschaft hier fühlt.
eventuell wäre ich etwas geneigter, diese problematik hier zu diskutieren, wenn eine stammi-userin sich hier outen würde.

mit freundlichem gruß

ese


Xenia24Xenia
Geschrieben

Ich merke schon, ich habe damit in ein Wespennest gestochen.
Ich habe leider gerade nur sehr wenig zeit, werde aber in ca 2 Stunden meine Meinung äussern.
Ich bitte euch solange um Geduld.
LG
Xenia


Geschrieben


Missbrauch wird leider immer noch zu stark taburisiert und opfer zu oft bevormundet.



Es geht nicht um tabuisieren und erst recht nicht um Bevormundung. Wenn du auch nur einmal die Verzweiflung von Betroffenen erlebt hast, wo in späteren Beziehungen wegen dieser Ursache die krassesten Probleme aufgetaucht sind, würdest du, nehme ich einmal an, auch zurüchhaltender mit diesem Thema umgehen.

Für die Ausbreitung irgendwelcher "Sensatiönchen", um das Konsumgut "Neugier" zu befriedigen, eignet sich dieses Thema überhaupt nicht.

Ich wünsche der LADY weiterhin ein glückliches Händchen.

LG xray666


Geschrieben

Ich kann einerseits die Zweifel und Bedenken, ob dieses Thema hier richtig ist, gut verstehen. Andererseits finde ich es aber auch nicht so falsch, gerade hier auch mal dieses Thema anzuschneiden.

Die TE hat selbst entschieden, darüber reden zu wollen und sich zu outen, für sie kann das ein ganz wichtiger Schritt sein. Anderen, denen es ähnlich ergangen ist, bleibt es selbst überlassen, ob sie zu dem Thema etwas sagen wollen oder nicht, niemand wird gezwungen, sich zu outen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Frauen gibt, die sich nach einem sexuellen Mißbrauch, egal in welchem Alter er stattgefunden hat, extrem in Sexabenteuer stürzen. Also nicht, wie man meinen könnte, Abstand von Männern oder Beziehungen nehmen, sondern im Gegenteil alles "nehmen, was da kommt", immer mehr Sex brauchen mit vielen verschiedenen Männern, teilweise auch extrem harten Sex bis hin zu Vergewaltigungsnachstellungen.
Ich möchte nicht beurteilen, was in diesen Frauen vorgeht oder was sie dazu treibt, so zu handeln, ich möchte nur zeigen, dass es nicht nur die "stillen Opfer" gibt, die zurückgezogen leben und wie eine graue Maus herumlaufen, sondern dass auch unter den "Paradiesvögeln", sexuell offenen und scheinbar lebenslustigen Frauen, Vergewaltigungs- oder Mißbrauchsopfer stecken können.

So wie ich die TE verstanden habe, geht es ihr nicht um das Thema Mißbrauch als solches, sondern um die Zeit danach, das Leben, wie man es in den Griff bekommt, einen neuen Anfang wagt. Und vielleicht ergibt sich hier für sie die Möglichkeit, ganz gute Tipps zu bekommen oder sich auszutauschen?


Delphin18
Geschrieben


dennoch behaupte ich aufgrund meiner langjährigen erfahrung, dass dies kein thema für einen erotikchat ist.

das problem ist eher, dass männer, die frauen mit missbrauchserfahrung suchen, diese auch anschreiben werden.



Ich kann Deine Argumentation nachvollziehen und sehe diese Gefahr auch. Aber ich glaube, auch die TE ist sich dieser Gefahr bewusst und wird sich davor schützen.

Denkst Du aber nicht, dass es möglich sein sollte, diese Fragen der TE


Gibt es hier noch andere Betroffene? Kennt ihr jemanden, dem dies passiert ist?
Was sind eure Erfahrungen im Umgang mit traumatisierten Personen? Gibt es gute Literatur zu dem Thema, die sich nicht ausschliesslich mit dem Mißbrauch, sondern eher mit der Zeit danach beschäftigt?



zu beantworten? Im Thread oder besser noch per PN. Ich würde es jedenfalls gut finden.

Sich darauf zurückzuziehen, dass dies kein Thema für dieses Forum läuft in gewisser Weise auch auf eine Bevormundung der TE hinaus - und auf eine Weigerung, ihr zu helfen.


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