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Wehrpflicht...Pro oder Kontra...

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Nun wurde letztens daüber diskutiert wie man mit Gewalt umgeht und es wurde die Frage gestellt Bundeswehr oder Zivildienst, nun habe ich auch mal eine Frage.

Wie steht Ihr zum Thema Wehrpflicht, es wird ja nun in den Medien diskutiert und viele sind der Meinung es ist ein Auslaufmodell in einem Zeitalter wo die nationale Bedrohung weniger von anderen Staaten ausgeht sondern von terroristischen Gruppierungen(die natürlich durchaus einen gewissen Staatsterrorismus annehmen kann)? Wie es scheint ist die CDU/CSU mit dem festhalten an der Wehrpflicht langsam die einzige Fraktion im Lande, die dies noch will.

Ich persönlich bin für die Abschaffung der Wehrpflicht.

Ich fand es schon immer ziemlich perfide, dass man zum töten gezwungen werden kann oder zum getötet werden(Zivildienst sehe ich nicht wirklich als Alternative).

Für die nationale Verteidigung finde ich eine kleinere aber gut ausgebildet und gut ausgerüstete Truppe wesentlich effektiver, die damit auch durchaus motivierter sein dürfte.

Durch den Wegfall der Wehrpflicht würde natürlich auch der Zivildienst wegfallen, mittlerweile ist es ja schon so, dass die Stellen die Zivildienstleistende brauchen schon länger umdenken und in den letzten Jahren haben sich die Zahlen der Zivildienstleistenden um ca. die Hälfte verringert.

Es ist auch ziemlich ungerecht den Bundeswehrangehörigen gegenüber, da müssen einige hin und wollen gar nicht und andere brauchen nicht, weil eh nicht so viele gebraucht werden.

Eine vernünftige Argumentation bedarf keiner Ironie oder eines latenten Alltags-Zynismus...


Geschrieben

Da stimme ich dir voll und ganz zu Indigo!!


Abschaffung der Wehrpflicht, bessere Bezahlung der Berufssoldaten.
Wenn der Lohn stimmt, würden sich auch genug Frauen und Männer freiwillig melden!

Eine kleinere und effizientere Berufsarmee würde besser ausgestattet und ausgebildet sein.Das Geld, dass für die ganzen Wehrpflichtigen ausgegeben wird, könnte eingespart werden und an anderer Stelle viel sinnvoller ausgegeben werden.
Wenn ich überlege, wieviele Kasernen da schon geschlossen werden könnten, wenn es keine Wehrpflichtigen mehr gäbe.Das sind ja zich Millionen.


ohne-limitsDWT
Geschrieben

Eine Berufsarmee wäre ohne Zweifel vom Vorteil.
Da die Bezahlung der Berufssoldaten bereits jetzt gut ist, werden sich, nicht zuletzt aufgrund der Arbeitsmarktsituation, genügend Bewerber melden.
Um das zu verwirklichen, müßte die Grundstrucktur der Bw geändert werden.
Die Belgier haben es vorgemacht. Hier ist es möglich, auch als Mannschaftsdienstgrad Berufssoldat zu werden.
Eindeutige Vorteile wären aus meiner Sicht:
- mehr Motivation der Soldaten
- effizientere Ausbildung der Soldaten
- Kostenersparnis aufgrund Verringerung der Auszubildenen
- bessere Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Soldaten
- bessere beruflichen Perspektiven der nicht mehr Wehrpflichtigen
- keine Zivildienstleistenden, dadurch freie Arbeitsplätze
- weniger Arbeitslose


Thunder1977
Geschrieben

Ich bin absolut dafür, die Wehrpflicht abzuschaffen.In der jetzigen Form ist sie einfach uneffektiv.Als ich beim Bund war (2001) haben wir mal durchgerechnet, wie lange ein normaler Wehrpflichtiger eigentlich effektiv in seiner Stammeinheit seinen Dienst verrichtet.Nach Abzug von WE, Urlaub, AGA, SWA und Wachdiensten blieben von damals 10 Monaten gerade mal 2 übrig...Und schon damals haben wir uns über die Aussagen von Wehrpflichtbefürworten wie Scharping und Struck kaputtgelacht, wenn sie mal wieder meinten, die Wehrpflichtigen wären eine große Stütze für die BW, um ihre Aufgaben im internationalen Bereich wahrzunehmen (oder so ähnlich).Ein normaler Wehrpflichtiger KANN überhaupt nicht in den Auslandseinsatz, weil ihm die dafür erforderlichen Ausbildungen und vor allem die Erfahrung fehlen.


Sternendrache
Geschrieben

Immer wieder verwunderlich, wieviele Leute sich hier zu Wort melden, die so wenig Ahnung haben wie einige der Vorschreiber. Sicherlich ist die Wehrpflicht in ihrer jetzigen Art und Weise eher uneffizient, da stimme ich voll und ganz zu. Um das zu ändern, wären sicherlich umfangreiche Reformen notwendig. Sie deswegen jedoch komplett abzuschaffen finde ich nicht richtig und dabei gehts mir gar nicht unbedingt um den Aspekt, dass die Verteidigung des Landes sichergestellt werden muss.

Viel wichtiger finde ich den moralischen und bildenden Aspekt. Junde Männer die zum Wehrdienst herangezogen werden, werden ja nicht nur in militärischen Umgangsformen o.ä. unterwiesen. in Einer vernünftigen Kaserne mit vernünftigen Ausbildern werden dort auch moralsche und ethische Grundsätze vermittelt davon was Disziplien bedeutet einmal ganz abgesehen.

Ich war selbst um die jahrtausendwende beim Bund, für 10 Monate. Zum einen weil ich gezogen wurde, zum anderen weil ich es selbst wollte. Das man in diesen 10 Monaten nicht an Auslandseinsätzen teilnehmen kann ist absoluter blödsinn, denn ich war im Auslandseinsatz. Und das man von den 10 Monaten nur 2 effektiv da ist, davon habe ich irgendwie auch nicht viel gemerkt. Das bringt aber schon zum nächsten Punkt. Ich finde es gegenüber denjenigen, die freiwillig und gewollt ihren Wehrdienst ableisten beleidigend, die Bundeswehr immer nur als Kriegsinstrument darzustellen.

Was war denn während der großen Überflutungen vor einigen Jahren? Wer hat den da die Bürger bei der Bekämpfung und Beseitung der Schäden unterstützt? Das ist jetzt nur mal ein Beispiel, dass zum Nachdenken anregen soll.


Geschrieben


Da die Bezahlung der Berufssoldaten bereits jetzt gut ist, werden sich, nicht zuletzt aufgrund der Arbeitsmarktsituation, genügend Bewerber melden.


Vergelich mal die Bezahlung eines Studierten mit Personalverantwortung in der freien Wirtschaft mit der Bezahlung beim Bund

Wehrpflich ist aufgrund der Ungerechtigkeit beim Einziehen für den arsch.

Grundsätzlich ist sie aber mötig um geeigentes Personaö zu bekommen.

Die hälfter der Offiziersbewerber waren zu meiner Zeit (2002-2004) Grundwehrdiensleistende, die ohne ihre Einberufung sicher nicht zur Armee gegangen wären).

Die Bundeswehr sucht schon jetzt massenhaft geeigenete Bewerber, der Abischnitt bei Offizieren geht seit Jahren kontinuirlich zurück.

Wenn sich jetzt der Arbeitsmarkt stabilisiert wird es wohl noch schwerer.

Die Kosten für höhrere Löhne und Anwerbekosten wären nciht unerheblich.

Es geht ja gerade darum nciht nur die Leute zu bekommen die woanderes nichts finden, sondern die die fähig sind.

Ich bin insgesamt für die Wehrplficht allerdings muss sie gerachter werden und auch besser seitens der Truppe genutzt werden können

Zu behaupten man wird zum töten gezwungen ist einfach nur dämlich.


wsb40
Geschrieben


Viel wichtiger finde ich den moralischen und bildenden Aspekt......... in Einer vernünftigen Kaserne mit vernünftigen Ausbildern werden dort auch moralsche und ethische Grundsätze vermittelt davon was Disziplien bedeutet einmal ganz abgesehen.


Da musst Du aber in einer Ausnahmekaserne gewesen sein, oder es hat sich ganz gewaltig geändert im Vergleich zu meiner Zeit. Da hieß es allgemein, "alles was man beim Bund lernt ist saufen, herumhuren und rauchen". Sicher übertrieben, aber "Werte" wurde da nicht vermittelt.


Sternendrache
Geschrieben

Mag durchaus sein, dass es eine Ausnahme-Kaserne war, deswegen sagte ich ja auch nichts gegen eine entsprechende Reform. Was mich angeht, so war das damals schon ganz gut so, das ich zum Bund gekommen bin, sonst wäre ich wohl nicht da, wo ich heute bin. Und im Übrigen habe ich mir das Saufen und Rauchen beim Bund abgewöhnt

Hauptsächlich geht mir auch nur dieses Brutalo-Image auf die Nerven, dass man den Wehrpflichtigen immer andichten will. Aber na ja, was das Thema Erwartungshaltung angeht, ist man hier eh generell falsch. Es wäre nur schön, wenn einige Leute vielleicht mal darüber nachdenken, was sie so von sich geben.


Geschrieben

Sorry Sterndrache aber hier hat noch keiner der Bundeswehr ein Brutalo-Image verpasst...

Und so sollte es auch bleiben...

Was den Aufgabenbereich betrifft, finde ich den Oderfluteinsatz durchaus erwähnenswert und als Zeichen, dass Sie zu mehr taugen.

Das könnten Sie aber sicherlich noch besser machen, wenn Sie besser ausgerüstet und besser ausgebildet wären und man ihnen eine höhere Motivation abverlangen kann. Die Bezahlung ist meines Wissens nicht sonderlich hoch, was ich sehr seltsam finde, für jemanden dem man einen Waffe in die Hand drückt.

Wenn Du mal schaust, wirst Du sicherlich feststellen, dass bei Einsätzen in Krisengebieten man eh nur auf freiwillige zurückgreift, wieso es nicht komplett machen?


Geschrieben (bearbeitet)

Ich hänge eher der Illusion nach, dass die Wehrpflicht mit der Bundeswehr auch gut abgeschafft werden könnte... Gottseidank sind wir mit der Beantwortung der Frage "Warum brauchen wir noch eine Bundeswehr?" inzwischen in einen solchen Erklärungsnotstand geraten, dass wir unsere ehemalige lupenreine Verteidigungsarmee heute gerne als Erziehungsanstalt für sonst-auf-die-falsche-bahn-zu-geratene Charaktere sehen möchte oder als Hilfsorganisation gegen schreckliche Naturkatastrophen.
Leider erinnern sich Politiker und Generäle dann doch ab und an daran, dass ein Soldat auch und überwiegend ein Gewehr trägt und deswegen müssen Kosovo-, Afghanistan und Libanon-Einsätze die Existenz der Bunderwehr im nach hinein rechtfertigen... Zum Wohle unserer Wirtschaft. Das Leben der Zeit- und Berufssoldaten - die in brenzlige Situationen ausserhalb unseres Landes geraten, gar ihr Leben für die BW-Existensfindung lassen müssen - spielt für unsere Regierung zunehmend weniger eine Rolle. Da wird von Bündnisverpflichtug gelabert, von Hilfen und Demokratisierung...

Wir brauchen die Wehrpflicht, wie die Bundeswehr. Nur wofür?


bearbeitet von berlinxs
Geschrieben

@wesb:du warst vor 26 jahren beim Bund ,vll hat sich was geändert^^,bin vor 10 jahren dagewesen und es wurde auf alles mögliche geachtet.Die Maskenübung war z.b. verboten,weil der Schaden zu gross sein könnte,und rechtsunterricht,was wir dürfen und nicht usw.,navigation usw.,die waffe hatten wir nur zum aus und zusammenbauen und zum schiessen ausgehändigt bekommen,zur abschlussübung noch,also fast nie!!

@Bezahlung:für die Arbeit ansich isse gering,aber zu meiner zeit war es so dass auch mit der abgangsprämie (5 jahre oder so)von 60000DM geworben wurde,abgesehn davon dass es unterkunft und essen umsonst gibt,wenn man in der Kaserne leben will,sonst gibbet mehr geld!!

@Saufen.....:da draussen denken det auch alle,aber klischees zu bekämpfen hat selten sinn....klar haben viele gesoffen,von 20-22uhr,aber Frauen gab es keine ,ausser vll in der Dorfkneipe^^,aber die gibbet auch ohne Bundeswehr und Zivis würden da auchhingehn,wenn se nit alle schwul wären^^
aso im übrigen wird beim Bund vor allem auf Fitness geachtet,und es werden auch dickere genommen....5kg abnehmen ist da schon normal....ausserdem auch deutsche jeglicher herkunft

@Alternativen:eine Berufsarmee ist keine Lösung...siehe niederlande...die kriegen kaumnoch Leute,weil es gibt andere jobs....
wie woanders gesagt wär ich für ein soziales Jahr für Alle,für Mann und Frau,mit der Möglichkeit per Wehrdienst zu verkürzen....


Geschrieben

Sorry Sterndrache aber hier hat noch keiner der Bundeswehr ein Brutalo-Image verpasst...





Ich fand es schon immer ziemlich perfide, dass man zum töten gezwungen werden kann oder zum getötet werden(Zivildienst sehe ich nicht wirklich als Alternative).




@ Wsb40

bereits am 1. Tag lernen einige das man nciht die 3 Strophe des Deutschlandliedes singt, die Grundauspbildung war neben militätischer Grundausbildung auch von Theorie gepräg zur Bundesrupublik Deutschland und auch zum Grundgesetz.

Des weitern wurde, wenn auch manchmal mit zweifelhaften Methoden, was es heißt sich an Termine zu halten, in einer gemeinschaft Probleme zu lösen.

Einige mßten zum ersten Mal in ihrem Leben selber sauber machen, ganz ohne Mama.

Ich würde wieder hingehen.

@ Berlinxs
[SIZE=2] "Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin - dann kommt der Krieg zu Euch! "

Berthold Brecht
[/SIZE]


Geschrieben

gegen die wehrpflicht..
entweder alle oder keiner...
da wir keine angriffskriege führen dürfen halte ich berufsheer für das beste..!


Geschrieben


@ Berlinxs
[SIZE=2] "Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin - dann kommt der Krieg zu Euch! "

Berthold Brecht
[/SIZE]



ach neeeee - so was von een bart dit juhte zitat und wird hier doch noch aus da erde jezerrt - anstatt die grauen zellchen zu bemühen. stell dir ma vor:
et jibt noch den bundesgrenzschutz, een zoll und sogar die polizei. da bisse jeplättet, wa?
ausserdem: von welchen kriegen sprichste denn? den in irak? oder den in afghanistan? da ham wa uns in die verhinderung der kriege aber nich jerade mit ruhm bekäckert, wa?
oder meinste etwa den nächsten dummen krieg der bald hier bei uns umme ecke stattfinden wird? meenste die bundeswehr kann oder will den etwa verhindern? oder dat die hotten totten morgen nochmal dit kriegsbeil ausgraben könnten, in dein heimatdörfchen einfallen und dir denn jummiadler vom tisch klauen und dit salatbesteck mitgehen lassen könnten? glaubste ernstlich dit könnte eene armee verhindern?
dann haste seit brecht aber wirklich nüscht dazujelernt.
liebe jrüße
mackie messer


Geschrieben (bearbeitet)

Gerade die letzten Jahre und allen voran unsere amerikanischen Freunde haben gezeigt, dass Politik und Wirtschaft alleine doch nicht als außenpolitisches Machtinstrument reichen. Somit steht die Sinnhaftigkeit einer Armee IMHO nicht zur Debatte. Ich gehe mal so weit und behaupte, dass gerade der schlechte Zustand der meisten Armeen der Grund für die amerikanischen Alleingänge ist. Dies ist aber ein anderes Thema. Für Deutschland würde ich mir spezialisierte und gut ausgerüstete Einheiten eingebunden in europäische Streitkräfte wünschen, die dann konsequenterweise ohne Wehrpflichtige auskommen. Das wäre die Variante, bei der sich die wohlhabenden europäischen Nationen ihrer Verantwortung gegenüber dem Rest der Welt bewusst sind und Außenpolitik nicht den USA (und demnächst China) überlassen. Alternativ könnte man natürlich auch das Modell "Schweiz" mit reiner Verteidigungsarmee fahren, nur dann bitte nicht wundern, wenn man bei internationalen Konflikten nicht mehr um Mitarbeit und Rat, sondern nur noch um Geld gebeten wird. Man kann immer nur damit handeln, was man im Besitz hat.
Wie dem auch sei: Der BW stehen einige gründliche Reformen bevor und es scheint überhaupt nicht klar zu sein, ob dabei die EU berücksichtigt werden muss oder es ein Alleingang wird. Die komplette Abschaffung der Wehrpflicht wäre jedenfalls ein gewaltiger Schritt mit erheblichen Konsequenzen (nicht zuletzt auch für das Gesundheitssystem), den ich nur dann in Angriff nehmen würde, wenn klar ist, wohin die Reise geht. Einfach mal abschaffen, dann die Teilstreitkräfte so restrukturieren, dass eine allgemeine Berufsarmee entsteht, von der man dann etliche Einheiten nicht mehr braucht, weil sich die EU innerhalb der nächsten 10-15 Jahre zu militärischer Zusammenarbeit entschließt, halte ich nicht für sinvoll. Dies wäre auch nicht fair gegenüber den zukünftigen Berufssoldaten, die ja doch auf eine 30-40-jährige Dienstlaufbahn blicken.


bearbeitet von angbandX
Geschrieben

Bin da sehr hin- und hergerissen, denn ich lehne grundsätzlich jegliche Form von staatlichem Zwang ab!
Auch ist es mir zuwider, daß einem als Soldat in einer Armee gleich welcher Art, nur selten wirklich Menschenwürde zugestanden wird.
Das liegt leider in der Natur der Sache, daß ein Soldat nur ein fremdbestimmtes Teilchen einer übergeordneten Maschinerie ist, das nach einem bestimmten Plan zu funktionieren hat und sonst gar nichts. Und Menschen gegen ihren Willen in solch ein System hineinzuzwingen kann ich einfach nicht befürworten!

Jetzt gibt es jedoch ein Argument, dem auch ich mich nicht ganz entziehen kann.
Und zwar erzählte mir dies mal ein niederländischer Offizier a.D. im Rückblick auf deren militärische Vergangenheit.
Mit der Abschaffung der Wehrpflicht 1992/93 ging es nämlich seines Erachtens auch mit dem Niveau und der Leistungsfähigkeit des holländischen Militärs gewaltig den Bach herunter. Zwar waren nun die Rekruten viel motivierter und williger, also "obrigkeitshöriger",
aber sie hatten überwiegend nix mehr drauf. Er sagte, es fehle nun ganz auffällig an Intelligenz, bzw. an Akademikern.
Fast nur noch wären die Bewerber gescheiterte Existenzen, die sich anstelle von Pennerdasein oder Arbeitsamt für das Militär entschieden hätten. Vorher, also mit Wehrpflicht, war die Mannschaft ein bunter Haufen, zusammengewürfelt aus vielfachen Gesellschaftsbereichen.
Dies hielt er ganz klar für viel gesünder für eine wirklich effektive Armee.


Geschrieben (bearbeitet)

Zu behaupten man wird zum töten gezwungen ist einfach nur dämlich.

Töten und getötet zu werden gehört zum Berufsbild des Soldaten. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Wer den Beruf wählt, oder als Wehrpflichtiger den Dienst nicht verweigert, muss das begreifen.

in Einer vernünftigen Kaserne mit vernünftigen Ausbildern werden dort auch moralsche und ethische Grundsätze vermittelt davon was Disziplien bedeutet einmal ganz abgesehen.

Soldatische Tugenden (Kameradschaft, Opferbereitschaft, etc.) für alle?
Da halte ich gegen: "Die Schule der Nation ist die Schule". Das sagte einst ein deutscher Bundeskanzler. (Willi Brandt in seiner ersten Regierungserklärung 1969.) Vielleicht ist so ein Satz heute sogar erklärungsbedürftig: Es gab lange Zeit in Deutschland eine vorherrschende Meinung, das Militär sei "Die Schule der Nation".

Ich bin durchaus dafür, dass auch soldatische (und nicht nur fußballerische) Tugenden bekanntes Thema für breitere Schichten sein sollten. Nicht dass sie das alle verinnerlichen sollten, und danach leben sollten. Aber kennen darf man das schon...

In meiner Zeit als Wehrpflichtiger kam das ebenfalls zu kurz.


bearbeitet von SommerBrise
Quellenangebe Zitat
Geschrieben

Ich finde den Tonfall teilweise doch recht bedenklich hier, es ist ja davon auszugehen, dass sich hier User treffen die unterschiedlicher Meinung sind. Das finde ich eigentlich sogar schön, man kann seinen Standpunkt an den Argumenten anderer überprüfen. Es wäre schön, wenn das in einem normalen Ton geschähe.

Zum Thema:

Einige Argumentieren, dass man erst bei der Bundeswehr Disziplin und Ordnung lernen würde. Das mag ja sein, trotzdem ist das kein Grund für einen Zwang zum Dienst an der Waffe. So was sollte freiwillig geschehen.


Geschrieben

Ich finde den Tonfall teilweise doch recht bedenklich hier, es ist ja davon auszugehen, dass sich hier User treffen die unterschiedlicher Meinung sind. Das finde ich eigentlich sogar schön, man kann seinen Standpunkt an den Argumenten anderer überprüfen. Es wäre schön, wenn das in einem normalen Ton geschähe.

Zum Thema:



Zum Thema selbst halte ich einfach die Klappe, weil ich niemanden beleidigen möchte und meine Äußerungen i.A. von der eher uniformaffinen Seite sehr leicht als solches aufgefaßt werden würden... berechtigt

Zum Phänomen des "teilweise doch recht bedenklichen" Tonfalls und der Verwunderung angesichts stark divergierender Meinungen:

Ich könnte mir vorstellen, daß dem größten Teil der Leute bewußt ist, wo sie gerade lesen oder schreiben, dem Rest sei ein Blick in die Adreßzeile empfohlen.

Wenn ich hier eine Diskussion über die Vorteile der zölibatären Lebensweise vom Zaum zu brechen versuche, werde ich mit nahezu 100%-iger Wahrscheinlichkeit binnen Minuten zur Zielscheibe des allgemeinen Spotts werden. Mit einer Diskussion über die Notwendigkeit sexueller Erfahrungen in der pubertären Entwicklung wird die Wahrscheinlichkeit, verspottet zu werden, wesentlich geringer sein - hier ist eine geeignete Plattform dafür. Die Plattform ist auch für die Diskussion bizzarer Sexpraktiken geeignet, man würde sicher auch bei mehrheitlicher Ablehnung wesentlich ernster genommen (d.h. weniger Ziel von Spott) als beim Beispiel mit dem Zölibat. Die Reaktionen auf klosterleben.de wären bestimmt anders, aber vielleicht an wenigstens einer Stelle auch nicht ohne Heftigkeit.

Eine Diskussion über Pizzabacken wird von einem Teil der Leute getragen und von einem anderen ignoriert werden, obwohl hier weder pizza.de noch meisterbaecker.de ist, Pizzabacken ist also kein Reizthema.

Für derartige Diskussionen wie eben diese ist die benutzte Plattform nicht wesentlich prädestiniert, aber der Problemkreis "Wehr- vs. Zivildienst, Wehrpflicht vs. Berufsarmee vs. Abschaffung vs. Totalmilitarisierung vs. Totalverweigerung" ist ein Reizthema. Die Reaktion ist entsprechend.

Die (sicher noch erweiterbare) Zusammenfassung lautet also:

(Diskussionsrahmen für Thema deutlich ungeeignet) ODER (starkes Reizthema erwischt) IMPLIZIERT (heftige Reaktion).

Also vor'm Wundern bitte erst nachdenken.


Geschrieben

@ernie65

Wo wäre der geeignete Ort, die Uni, die Stammkneipe, der Bundestag, der Marktplatz?

Nur weil poppen.de oben drüber steht, muss sich jedes Thema um sexuell beeinflusste Dinge drehen?

Wäre mir zu langweilig aber anderen mag das ja reichen...


Geschrieben

Wo wäre der geeignete Ort, die Uni, die Stammkneipe, der Bundestag, der Marktplatz?



Geeignet: bundeswehr.de, Kameradschaftsabend eines beliebigen Regiments, aber auch kriegsdienstverweigerer.de oder ein Treffen von KDVern. Bundestag ist sicher genausowenig schlecht wie die Varsammlungen beliebiger Parteien, die diese Themen diskutiert werden - müssen nicht alle sein.

Nur weil poppen.de oben drüber steht, muss sich jedes Thema um sexuell beeinflusste Dinge drehen?

Wäre mir zu langweilig aber anderen mag das ja reichen...



Auch an ungeeigneten Orten kann man das Thema ansprechen, nur die Spanne der zu erwartenden Reaktionen dürften breiter ausfallen, nämlich nicht nur Kon- oder Dissenz in der Sache, sondern auch Verschleppung auf Metaebenen (gute Gelegenheit, einem, den man ohnehin nicht mochte, verbal eine zu ballern; "Deinen Diskussionsstil finde ich aber jetzt..." wie auch immer), Verulken, Emotionen zielgerichtet anheizen, auch zielgerichtetes/bösartiges Hinters-Licht-Führen...

Manche Leute verhindern Langeweile auf Arten, die einem nicht unbedingt gefallen müssen


Geschrieben

Geeignet: bundeswehr.de, Kameradschaftsabend eines beliebigen Regiments, aber auch kriegsdienstverweigerer.de oder ein Treffen von KDVern. Bundestag ist sicher genausowenig schlecht wie die Varsammlungen beliebiger Parteien, die diese Themen diskutiert werden - müssen nicht alle sein.



Ich muss Dich leider enttäuschen, ich lasse mir nicht die Orte vorschreiben, wo ich mich über Dinge die mich interessieren Unterhalte, von niemanden..

Auch an ungeeigneten Orten kann man das Thema ansprechen, nur die Spanne der zu erwartenden Reaktionen dürften breiter ausfallen, nämlich nicht nur Kon- oder Dissenz in der Sache, sondern auch Verschleppung auf Metaebenen (gute Gelegenheit, einem, den man ohnehin nicht mochte, verbal eine zu ballern; "Deinen Diskussionsstil finde ich aber jetzt..." wie auch immer), Verulken, Emotionen zielgerichtet anheizen, auch zielgerichtetes/bösartiges Hinters-Licht-Führen...

Manche Leute verhindern Langeweile auf Arten, die einem nicht unbedingt gefallen müssen



Eine Reaktion kann sein, dass man vom eigentlichen Thema ablenkt und ein eigenes kreiert...


Geschrieben

Ich muss Dich leider enttäuschen, ich lasse mir nicht die Orte vorschreiben, wo ich mich über Dinge die mich interessieren Unterhalte, von niemanden..



Du enttäuschst mich nicht, hab ich nicht verlangt...

Hattest ja selbst bemerkt, "es ist ja davon auszugehen, dass sich hier User treffen die unterschiedlicher Meinung sind", meine Meinung zu den Konsequenzen glaube ich geschrieben zu haben. Daß die Diskussion Dir mehr gefällt als mir, sei Dir unbenommen, folglich darfst Du sie, selbst wenn Du Dich nach meinem Willen richten wolltest, selbstverständlich an fast allen Orten (also wenigstens allen, an denen ich keine gegenüber Deinen vorrangigen Rechte habe) nach eigenem Gutdünken weiterführen.

Bezüglich der diesbezüglich zu erwartenden Konsequenzen bleibe ich vorerst bei meiner Version.

Eine Reaktion kann sein, dass man vom eigentlichen Thema ablenkt und ein eigenes kreiert...



Tun wir doch gerade beide: Du, indem Du den Tonfall (egal ob zu Recht oder nicht - ich denke, ersteres) kritisierst (vielleicht empfinden den einige Andere als angemessen), ich, indem ich das als mittelmäßig zwangsläufig hinstelle und in dieser Richtung weiter 'rummotze.

Leider scheint die eigentliche Diskussion vorbei zu sein, unser Kleinkrieg geht also zunehmend um ein Vakuum, also dann mal tschüss..


Geschrieben

Töten und getötet zu werden gehört zum Berufsbild des Soldaten. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Wer den Beruf wählt, oder als Wehrpflichtiger den Dienst nicht verweigert, muss das begreifen.



Woher hast du denn diesen Satz? Das klingt für mich nach der BILD (Zeitung darf sie sich ja nicht mehr nennen)! Das ist doch wieder richtiges Volksgelaber.
Es gibt zwar den Begriff "Tapferkeit", aber der hat nur etwas mit einem Verteidigungsfall der BRD zu tun. Falls dieser jemals eintreten sollte, ist so oder so jeder Bundesbürger am Arsch. Oder glaubst du, dass die Bomben im Zweiten Weltkrieg nur Soldaten getötet haben?


Geschrieben

@tom_hu

Wozu wird man an der Waffe ausgebildet, um nicht zu töten oder zu verwunden. Wer verwundet nimmt es in Kauf, jemandem auch zu töten.

Ich schau mir die Kriege an, die geführt wurden und geführt werden und eins haben Sie alle gemeinsam, sie werden auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen. Man suggeriert uns zwar, dass man durch Präzise Kriegsführung Zivile Opfer verhindert, leider ist das aber nicht so.

Egal wie man es betrachtet, der einzige Zweck einer Waffe ist damit jemandem Schaden zuzufügen. Zu einem anderen Zweck wurde eine Waffe nicht hergestellt. Somit ist die Ausbildung an einer Waffe, die des tötens.

In einer Armee von Wehrpflichtigen finde ich das als äußerst unangenehm.


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